Sie sind hier: Aktuelles » 

Hochwasser

bitte spenden Sie!

Spendeninfo

Spendenbörse Donaki

DRK stellt 1.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung

Soforthilfe für alle Personen, die vom Hochwasser geschädigt sind: Die Mast-Jägermeister-Stiftung, in Kooperation mit dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Wolfenbüttel, stellte insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung und bot jedem Haushalt 1.000 Euro Unterstützung an.

DRK-Helfer Axel Szybay, Manja Puschnerus, Fridbert Schwartz, Sibylle Schumacher, Björn Försterling und Andreas Ring bei dem Abschlussgespräch zur Spenden-Aktion.

Andreas Homm (Mitte) zeigt Fridbert Schwartz (links) und Hansjörg Jentsch die Schäden in seinem Keller.

 „Die Organisation und den Ablauf übernehmen wir“, sagte DRK-Präsidiumsmitglied Fridbert Schwartz. Alle betroffenen Personen konnten sich bis Freitag, 11. August, in der Antragsstelle des DRK melden, um die Hilfe zu beantragen. Schwartz und sein Kollege, der frühere Rettungsdienstler Hansjörg Jentsch, statteten den Flutopfern einen Besuch ab.

So zum Beispiel in der Texasstraße in Schladen. „Das ist eine typische Straße“, erklärte Schwartz den anwesenden Medienvertretern, „alle im Keller Geschädigten befinden sich hier.“ Das Oberflächenwasser sei auf Höhe des Bahnhofs über die Schienen getreten, so das Präsidiumsmitglied. Auch Schäden an der Inneneinrichtung seien entstanden. Sperrmüll an der Straße zeugte davon.

Auf der Liste der beiden DRK-Mitarbeiter stand das Ehepaar Andreas und Danja Homm, wohnhaft in der Texasstraße. Andreas Homm, selbst beim DRK in Hornburg aktiv, führte Schwartz und Jentsch in den Keller. Schon im Jahr 2007 sei er vom Hochwasser betroffen gewesen, damals waren die Wände jedoch nur leicht feucht. Diesmal sei das Grundwasser laut Homm direkt aus der Wand gekommen und habe 20 Zentimeter hoch gestanden. Alle Arbeit erwies sich als umsonst. „Nachdem wir das Wasser herausgepumpt hatten, ist es an den Seiten gleich wieder hereingelaufen“, betonte er.

Die Zargen an den Türen, die nun ausgetauscht werden müssen, waren ebenfalls betroffen, genauso wie die Möbel, der Teppichboden und das Laminat. Die Elektrogeräte und Heizungsanlagen befanden sich dagegen glücklicherweise auf hohen Sockeln. Jentsch nahm den Befund auf und machte sich ein paar Notizen. Dennoch „können wir die Schäden nicht prüfen“, unterstrich Schwartz. „Unsere Prüfung läuft nach dem Motto: im Zweifel für den Antragsteller“, sagte DRK-Vorstand Andreas Ring – ein unbürokratisches Verfahren. In Mietverhältnissen bekamen indes nicht die Hausbesitzer, sondern die Mieter das Geld.

Jentsch nahm die Kontodaten von Homm, inklusive Unterschrift, auf. Innerhalb von zwei Tagen sei das Geld da, so Schwartz. Homms zufriedenes Schlusswort: „Jetzt können wir uns wenigstens eine neue Waschmaschine holen, um die Sachen der Kinder zu waschen.“

27. August 2017 20:30 Uhr. Alter: 21 Tage