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5. Boule-Stadtmeisterschaft auf der Bahn des Solferino

Christian Kröhle hat die diesjährige Wolfenbütteler Boule-Meisterschaft gewonnen. In einem hochklassigen Finale setzte sich der 59-Jährige aus Erkerode gegen Achim Keller (72, Wolfenbüttel) und Harald Witte (72, Wolfenbüttel) durch.

Bei der Siegerehrung (von links): Harald Witte, Peter Hausen, Christian Kröhle, Joannis Vaxevanis mit Ida sowie Achim Keller. Foto: DRK

In manchen Partien mussten Zentimeter über den Sieger entscheiden. Foto: DRK

Bereits zum fünften Mal luden Organisator Peter Hausen und Schiedsrichter Joannis Vaxevanis zu dem Turnier auf die Bahn des DRK-Solferino Am Exer ein. Enttäuscht gab sich Hausen bei seiner Eingangsrede über die Zahl der Anwesenden. „Es sind recht wenige da“, bemerkte er. 23, um genau zu sein. Die verteilten sich auf drei Sechsergruppen und eine Fünfergruppe. Die Sieger zogen in das Finale ein, alle Zweitplatzierten landeten in der Zwischenrunde, deren Gewinner sich ebenfalls für die Endrunde qualifizierte.

„Wir freuen uns, dass wir die 5. Wolfenbütteler Boule-Meisterschaft wieder im Solferino am Exer ermöglichen konnten und hoffen darauf, die Tradition in den kommenden Jahren weiterführen zu können“, sagte Solferino-Betriebsleiter Uwe Rump-Kahl.

Die geringe Teilnehmerzahl trübte die Laune von Peter Ristau nicht: „Ich habe jedes Turnier mitgemacht. Es macht einen Riesenspaß“, betonte der 50-Jährige. Allerdings werde sich nichts geschenkt, da jeder den ersten Platz erreichen wolle. Zudem habe er die Schnauze voll von Rang vier, den er in jedem Jahr belegt habe. Nun reichte es nicht einmal für das Finale.

Begleitet von gelegentlichen „Oh!“-Rufen, wenn die rote Zielkugel, das sogenannte Schweinchen, weit geworfen wurde, sorgte Vaxevanis dafür, dass alle Aktiven zügig an die Reihe kamen. Bei engen Entscheidungen musste das Maßband herhalten. Boule bestehe zu 50 Prozent aus Können und zu 50 aus Glück, wie ein Teilnehmer während des Wettkampfs betonte. Neben dem natürlichen Platzieren der Kugel sei das Schießen wichtig, um gegnerische Kugeln wegzustoßen und damit in eine schlechte Position zu bringen.

Kurios: Obwohl Daniel Strauß, mit 28 Jahren mit Abstand jüngster Teilnehmer, für das Starterfeld gemeldet war, wusste Hausen nichts davon. Da in Gruppe 4 jedoch noch ein Platz übrig war, stand dem Mitmachen nichts im Wege. Direkt nach seinem ersten Wurf kommentierte Rainer Monyer vom TSV Timmerlah 1920: „In deiner Altersklasse bist du Erster.“ Da konnte Strauß nur zustimmen. Für ihn reichte es immerhin zu einem Punkt.

Ganz im Gegensatz zu Kröhle, der durch einen ganz starken Endspurt in der Zwischenrunde in das Finale einzog – das Geklatsche der Zuschauer war ihm sicher. Interessant zu beobachten waren die unterschiedlichen Techniken der Finalisten: Während der spätere Sieger vor jedem Wurf in die Hocke ging, Keller die Kugeln in ein Tuch einwickelte und Witte mit dem ganzen Arm durchschwang, peilte Helmut Grothe das Ziel mit einem geschlossenen Auge an. Der Fünfte im Bunde: Winfried Poschacher.

Die Qualität des Endspiels war im Vergleich zu den Gruppenspielen deutlich höher, da das Quintett mit seinen Würfen regelmäßig nahe an das Schweinchen herankam. Einmal lagen sogar drei Kugeln wie an der Perlenschnur aufgezogen nebeneinander. Kurz gab es Verwirrung, weil Keller, genannt „Joe“, zu spät warf. „Es läuft nicht. Nicht mein Ding“, haderte er. Für Kröhle lief es dagegen schon.  

24. September 2017 13:50 Uhr. Alter: 29 Tage