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Rotes Kreuz verstärkt Präsenz und bezieht Ladengeschäft

Mit der Schlüsselübernahme eines neuen Objekts hat der DRK-Kreisverband jetzt einen weiteren Schritt in der Unterstützung hilfebedürftiger Bürger gemacht. "Wir planen die Eröffnung spätestens Mitte des Jahres", sagte Vorstand Andreas Ring. Die neue Einrichtung wird mehrere DRK-Angebote in der Innenstadt bündeln.

Bei der Schlüsselübergabe vor dem neuen Objekt (von links): DRK-Kreisvorstand Andreas Ring, sein Stellvertreter Thomas Stoch, Makler Olaf Salge und Axel Szybay, Kassenwart im DRK-Kreispräsidium. Foto: DRK

Ort des Geschehens ist der ehemalige Supermarkt am Großen Zimmerhof 29. „Die Immobilie steht schon mehr als zehn Jahre leer“, berichtet Makler Olaf Salge. Neben dem eigentlichen Ladengeschäft im Erdgeschoss gibt es noch Lager und Sozialräume im ersten Stock. Nach hinten existiert ein Freisitz, der nur durch einen schmalen Okerarm vom Rathaus getrennt ist.

„Hier haben wir jede Menge Möglichkeiten unsere Angebotsstruktur und die Arbeitsbedingungen unserer ehrenamtlicher Helfer zu verbessern“, freute sich Ring über die vierfache Fläche zu nahezu gleichen Kosten im Vergleich zum bisherigen Laden. Wenn alles erledigt ist, sollen zunächst die Ausgabestelle der DRK-Tafel und der Rotkreuz-Shop vom Alten Tore an den Großen Zimmerhof umziehen.

Die Mitarbeiter freuen sich auf die Erweiterung

„Dort sind wir inzwischen ausgesprochen beengt, und die Mitarbeiter fiebern einer Erweiterung regelrecht entgegen“, verdeutlichte die stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes, Juliane Liersch, die den Rotkreuzshop und die Tafel ehrenamtlich leitet. „Aus dem kleinen Rotkreuz-Shop wird nun fast ein Sozialkaufhaus. Wir können auf der Fläche sehr viel mehr Sachen anbieten.“ Das neue Objekt hat fast 400 Quadratmeter Fläche und bietet ideale Bedingungen für die sozialen Angebote des DRK. „Wir benötigen alles rund um das Thema Laden- und Lagereinrichtung.“ Wer dergleichen spenden könne, solle sich schon jetzt im Tafelladen melden. „Wir holen die Sachen auch gern ab.“

Der Kreisverband will verstärkt Flagge zeigen

Neben den bisherigen, dann deutlich vergrößerten Angeboten will der Kreisverband verstärkt Flagge zeigen in der Fußgängerzone. „Wir haben hier einen 1A-Standort, der unsere Präsenz in der Stadt deutlich aufwerten wird“, sagte Thomas Stoch, der stellvertretende Vorstand. Diese neuen Kontaktmöglichkeiten zur Bevölkerung will der Kreisverband durch einen sogenannten DRK-Info-Point nutzen. „Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich hier ab Juli über sämtliche Angebote des DRK informieren.“

Der Bedarf an Hilfeleistungen ist nach Ansicht von Axel Szybay unverändert groß. „Es gibt in Wolfenbüttel immer mehr Menschen mit immer kleineren Budgets“, meint der Kassenwart im DRK-Kreispräsidium. Dieser gesellschaftlichen Entwicklung wolle das Rote Kreuz nicht nur einen Ort der Hilfe gegenüber stellen, sondern auch eine Möglichkeit zum Austausch. „Wer hier arbeitet, hat viel Kontakt mit Menschen“, betont Szybay, „und auch der Spaß und die Gespräche kommen nicht zu kurz.“

Die Fußgängerzone wird wiederbelebt

Dass nach mehr als zehn Jahren ein Leerstand an der Fußgängerzone wiederbelebt wird, sieht auch der Bürgermeister positiv. „Natürlich freut es mich, dass die Wahl auf diese lange leerstehende Immobilie fiel“, betonte Thomas Pink. „Das DRK trägt somit auch zur Belebung des Quartiers bei.“

Generell begrüßte der Bürgermeister den Plan eines sozialen Kaufhauses in der Stadt. „Das Vorhaben des DRK ist eine großartige Idee.“ Dort Tafel, Rotkreuz-Shop und einen Info-Point als Anlaufstelle unter einem Dach zu vereinen, biete nicht nur Synergieeffekte. „Vielmehr rückt diese Initiative das DRK auch stärker in den Blickpunkt der Menschen“, betonte Pink. „An dieser Stelle werden soziale und ökologische Aspekte sinnvoll kombiniert.“

25. Februar 2018 14:14 Uhr. Alter: 142 Tage