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Erfolgreicher Messeauftritt des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel

Das Sozio-Med-Mobil (SMM) des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel sorgt für positiven Wellenschlag in der sozialen Szene.

Zudem gibt nun eine weitere prominente Fürsprecherin: Bayerns Staatsministerin Kerstin Schreyer besuchte in Nürnberg nicht nur die ConSozial – Deutschlands größte KongressMesse für den Sozialmarkt. Vielmehr ging die Politikerin noch einen Schritt weiter und meldete sich via Internet spontan als "Kümmerin" an. Projektleiterin Inna Ekkert hatte der Sozialministerin zuvor demonstriert, wie ein Kümmerer des SMM in drei Minuten zum digitalen Ehrenamtler wird.

Nachdem sich das Mobil seit sechs Monaten im Projektgebiet der Samtgemeinde Elm-Asse in der Praxis bewährt, plant das DRK im nächsten Jahr mit Standortpartnern in ganz Deutschland weitere Einsatzorte. Das Interesse an dem digitalisierten Gemeinschaftsfahrdienst für ländliche Räume aus Wolfenbüttel ist groß. Daher ist das SMM-Team mit Messe- und Tagungsterminen in diesem Jahr ausgebucht. Denn auch als Stipendiat der Organisation start-social  wartet im nächsten halben Jahr viel Arbeit auf den Themenfeldern Skalierung und Sponsoring auf die drei Mitarbeiterinnen des Teams.

Die "Kümmerer" sind einer der Dreh- und Angelpunkt im Projekt des SMM. Diese Ehrenamtlichen verbinden jene Menschen mit der Online-Plattform, die selbst keinen oder nur eingeschränkten Zugang zum Internet haben, und stimmen mit ihnen die nächsten Schritte ab. Ob die Ministerin für derlei Aufgaben künftig zur Verfügung steht, darf natürlich bezweifelt werden. Aber es war ein gelungener Werbegag, nicht nur in eigener Sache. Auf der ConSozial, bei der seit Jahren eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Staat, freier und öffentlicher Wohlfahrtspflege sowie Wirtschaftsunternehmen gepflegt wird, sorgte der Auftritt jedenfalls für weiteres Interesse an der Idee des DRK.

Damit ist eine Verbreitung des SMM – und eine Verlängerung der Deutschlandreise für Projektleiterin Ekkert und DRK-Vorstand Andreas Ring –  im nächsten Jahr absehbar. Denn die ConSozial gilt, bereits zum 20. Mal organisiert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, als Deutschlands größte KongressMesse im Bereich der Sozialwirtschaft. "Wir wollen den digitalen Fortschritt für ein selbstbestimmtes Leben im Alter nutzen", unterstrich Staatsministerin Schreyer einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. "Mit digitaler Technik kann ein Leben in der eigenen Wohnung zum Beispiel auch für Pflegebedürftige erleichtert werden." Und sei es nur durch die Terminabsprache für den nächsten Arztbesuch – inklusive Hol- und Bringdienst im Sozio-Med-Mobil.

Eine weitere promintente Besucherin des SMM-Messestandes war  Gerda Hasselfeldt, die DRK-Präsidentin. "Das SMM ist ein Angebot,  das alle unterversorgten Regionen in Deutschland benötigen", stellte sie unmissverständlich klar. Für die Versorgung solcher Regionen sei das Rote Kreuz prädestiniert wie kein Zweiter: "Mit seinen Ortsvereinen ist das DRK bundesweit ganz nah bei den Menschen." Die Präsidentin war sichtlich beeindruckt vom Auftritt des Kreisverbandes Wolfenbüttel – Gerda Hasselfeldt trug sich anschließend selbst als Promi-Kümmerin für das Sozio-Med-Mobil ein.

Und das Team hinter Inna Ekkert bekam weiteren Rückenwind für ihr Projekt. Laura Betz vom Organisationsteam des Innovations Parks  erklärte die Gründe für die Einladung an die Wolfenbütteler: "Das SMM kann ich mir gut in unserem 800-Seelen-Ort in Franken vorstellen." Bei der Entwicklung des Innovations Parks haben sich die Organisatoren von Startup-Veranstaltungen inspirieren lassen. Alles ist offen gestaltet und man kann durch die Projekte schlendern. Jetzt lobte Betz besonders den Ansatz des SMM, eine Art generationen-übergreifende Hilfe anzubieten: "Mit den Kümmerern wird die digitale Barriere der Internetbuchung optimal abgebaut."

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10. November 2018 16:32 Uhr. Alter: 34 Tage