Sie sind hier: Aktuelles » 

DRK feierte Jahresauftakt im Kino

Bereits zum fünften Mal im Wolfenbütteler Filmpalast, aber zum ersten Mal unter dem neuen Namen DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, fand am vergangenen Sonntag die Jahresauftaktveranstaltung vom DRK Wolfenbüttel statt.

Laura Granz und ihre Mutter im Foyer des Wolfenbütteler Traditionskinos, sie freuen sich über den gemeinsamen Kinotag. Foto: DRK

Es waren Patienten, Kunden und Freunde rund um das Integrations- und Therapiezentrum auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände eingeladen. Dieser Einladung folgten über 300 Menschen – ein volles Haus also im Traditionskino in der Wolfenbütteler Innenstadt.

Über den neuen Namen der Gesellschaft, die seit Jahresbeginn die Aktivitäten rund um die Einrichtung vertritt, klärt ITZ-Leiter Thomas Stoch bei seiner Begrüßung die Kinogäste auf. Er vergleicht die Änderung mit Worten aus der Werbung in den frühen 90er Jahren: „Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix“ und spielte darauf an, dass diese Umfirmierung für die Kunden des ITZ kaum bemerkt wurde. Denn alle Angebote finden so statt wie bisher. Er verweist in seinem kurzen Vortrag aber auf neue Möglichkeiten, die sich durch die Umfirmierung ergeben.

Stoch führt die Gesellschaft als Geschäftsführer gemeinsam mit Uwe Rump-Kahl, bisher verantwortlich für die Arbeitsbereiche der DRK-TFIS gGmbH. Jetzt werden die Angebote der Tafel, des Shops im Eberts Hof, der Jugendhilfe und alle Aktivitäten in den Bereichen Behinderung, Therapie, Gesundheit, Beratung und Betreuung gebündelt. Dann ging es in der Ansprache zum eigentlichen Thema der Veranstaltung: Der Vorstellung neuer Freizeitangebote im Jahr 2019.

Etwas ausführlicher erklärte Regina Schultz die Hintergründe zu einem neuen und außer-gewöhnlichen Gruppenangebot im ITZ, es nennt sich „Die Geschichtenerzähler“. Hier geht es darum, mit einem inklusiven und an Biografiearbeit orientierten Konzept mit der Methode „TimeSlips“, Menschen mit Behinderungen einen Zugang zu kulturellen Angeboten in Museen in der Region zu ermöglichen. Im Erzählcafe werden die Teilnehmer ihre eigenen Geschichten erfinden und ihre Erlebnisse teilen. Dieses spannende Angebot ist ein weiterer Hinweis darauf, dass sich die  Angebote rund um die neue Gesellschaft stets neu erfinden und sich weiter entwickeln.

Nun endlich wurde vor dem Start des Kinofilms noch eine Dia-Show mit Bildern des vergangenen Jahres gezeigt. Viele Gäste freuten sich, ihr eigenes Gesicht oder das eines Freundes auf der großen Kinoleinwand zu erkennen. Ihre Eltern und Geschwister nutzten die Gelegenheit, einen aktuellen Jahreskalender und den druckfrischen Bildungskatalog mitzunehmen. Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter der Einrichtung standen für Gespräche zur Verfügung und beantworteten vor Ort die ersten Fragen über Inhalte der Angebote und über die Anmeldemodalitäten, bevor alle den aktuellen Streifen „Mary Poppins“ auf der Leinwand anschauen konnten.

Anneke Hanschke, verantwortlich für den Familienentlastenden Dienst (FED) in der Einrichtung, freut sich über den Zuspruch und über die gute Stimmung bei dieser Veranstaltung: „Schön, dass an diesem regnerischen Sonntag so viele Menschen zu uns gefunden haben und sich ein Stück verzaubern lassen.“

Im Kino war spürbar, dass jeder willkommen war. Möglicherweise war es etwas lebhafter als bei „normalen“ Kinovorstellungen, aber das störte keinen. Im Gegenteil – die Atmosphäre passte zur Aussage des Films: Jeder soll seine Träume verfolgen und leben, wie er möchte. Und der größte Wert der Menschen liegt darin, dass jeder seine Eigenheiten hat und das sei auch gut so. „Authentischer kann eine Kinovorstellung mit diesem Thema nicht sein“, ergänzt die Sozialarbeiterin und wendet sich wieder Eltern zu, die sich für ein Angebot interessieren.

Kontaktdaten der DRK-inkluzivo: Telefon 05331 / 9278470 oder E-Mail an info[at]itz-drk[dot]de

18. Januar 2019 10:34 Uhr. Alter: 36 Tage