Sie sind hier: Angebote / Engagement / Helferportraits

Ansprechpartner

Frau
Heike Hintze
Tel. 05331-9750 212
heike.hintze[at]drk-kv-wf[dot]de

Dietrich-Bonhoeffer-Straße 8
38300 Wolfenbüttel

DRK vor Ort

Angebotsseiten
Adressseiten

Helferportraits

Das Deutsche Rote Kreuz hilft jedem, der Hilfe benötigt – und jeder kann helfen! So unterschiedlich die Aufgaben, so unterschiedlich sind auch unsere aktiven Helferinnen und Helfer und ihre Geschichten. Hier möchten wir Ihnen ehrenamtliche Rotkreuzler, ihre Projekte und ganz persönlichen Erlebnisse vorstellen. Finden Sie heraus, was das DRK-Ehrenamt so einzigartig macht – unsere Aktiven verraten es Ihnen gerne!

Engagement einer ganzen Familie

Familie Müller

Dass sie einmal zu Lebensrettern werden würden, damit hatten Beate und Ewald Müller vor gut zwölf Jahren sicher nicht gerechnet. Damals nahmen sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit beim Deutschen Roten Kreuz auf.

Alles begann 1997 mit einem Erste-Hilfe-Kursus, den sie gemeinsam machten und schon waren sie mittendrin in der ehrenamtlichen Tätigkeit. „Wir haben als kleines Helferlein angefangen“, sagt Ewald Müller. Mittlerweile ist seine Frau Bereitschaftsleiterin der Sanitätsgruppe, Ausbilderin für Erste-Hilfe, Leiterin des Schulsanitätsdienstes an der Schladener Haupt- und Realschule Werlaschule und sie arbeitet im DRK-Einsatzzug mit. In Sachen Einsatz steht ihr Mann ihr aber in nichts nach: Er ist Sanitätshelfer im Bereitschaftsdienst, "Ausbilder für Erste-Hilfe und Sanität" und arbeitet ebenfalls im Einsatzzug. Und während Tochter Madeleine aufgrund beruflicher Veränderungen und Umzugs nicht mehr dem DRK Schladen angehört, ist Bruder Steffen noch immer für das DRK tätig. Wie seine Eltern, gehört er zum Einsatzzug und als Sanitätshelfer zur Bereitschaftsgruppe. Darüber hinaus ist er der Datenbankverwalter für das Zentrale Management System im Kreisverband. Mehr Ehrenamt in einer Familie geht nicht.

Freude schenken

Kerstin Priebe

Seit fast zehn Jahren engagiert sich Kerstin Priebe ehrenamtlich in Wolfenbüttel. Nachdem sie zunächst in der Kinder- und Jugendbetreuung der AG Down-Syndrom mithalf, gehört sie seit Januar 2007 zu den wichtigsten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen beim Familienentlastenden Dienst (FED). Zum FED kam die 24-Jährige durch einen ihrer drei Brüder, der selbst lange in Betreuung war. „Ich wollte das an andere Menschen weitergeben, was ich durch meinen Bruder erfahren und gelernt habe“, erklärt Priebe. Kurz nach ihr folgte auch ihr zweiter, jüngerer Bruder zum FED.

Im Laufe der Zeit wurde die Liste der Angebote, die sie beim FED mitbetreut, immer länger: Die Freizeitgruppe, die Schwimmgruppe am Freitag, die Ü16-Gruppe, der Freitagabend-Club, verschiedene Freizeitaktionen am Wochenende und die verschiedenen Ferienfreizeiten.

„Inzwischen ist die Arbeit beim FED ein fester Bestandteil meiner Freizeit geworden, eigentlich sogar ein Hobby“, erklärt Priebe. Zudem sehe sie darin einen Ausgleich zu ihrem äußerst theoretisch angelegten Sonderpädagogik-Studium. „Auf diesem Weg kann ich viele nützliche, praktische Erfahrungen sammeln, die mir im späteren Berufsleben weiterhelfen. Und der Spaßfaktor ist auch nicht außer Acht zu lassen“, ergänzt die Wolfenbüttelerin mit einem Lächeln.

Helfen mit Leidenschaft

Seine ehrenamtliche Arbeit beim DRK macht Dirk Jürges sichtlich Spaß.

Der Pieper kann jederzeit losgehen – dann heißt es für Dirk Jürges, die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) wird gebraucht. Was genau auf sein Team wartet, weiß er in diesem Moment nicht – das kann alles sein, von einer kleine Hilfeleistung bis zur Naturkatastrophe – doch sie sind auf alles vorbereitet.

Der 33-Jährige ist seit gut fünf Jahren Zugführer der Katastrophenschutzeinheit und seit knapp acht Jahren Leiter der SEG im Kreisverband Wolfenbüttel des Deutschen Roten Kreuzes.

Eigentlich wollte Jürges beim DRK nur seinen Ersatzdienst absolvieren, statt die Bundeswehrzeit in einer Kaserne abzusitzen. Das war 1993. Seitdem arbeitet der Einzelhandelskaufmann ehrenamtlich für das DRK.

Als Zugführer koordiniert er im Schadensfall einen Einsatzzug mit acht Fahrzeugen sowie in Erstbesetzung 30 Helfer und in Zweitbesetzung nochmal 30 Helfer. „Wir sind dafür zuständig, den Katastrophenschutz mit unseren Einsatzkomponenten, aber auch mit anderen Hilfsorganisationen im Landkreis Wolfenbüttel aufrecht zu erhalten“, erklärt Jürges. In Schadensfällen wie Großschadenslagen, Katastrophen oder ähnlichen Ereignissen rückt Jürges` Einheit aus, um betroffene Personen zu versorgen, zu evakuieren und bestmöglich zu unterstützen.

Gegen Klischees arbeiten

Ethelinde Hild und das Team der Kleiderkammer

Schon seit 1986 gehört Ethelinde Hild zu den ehrenamtlichen Helfern in der Kleiderkammer. „Ich war von Anfang an vom Konzept der Kleiderkammer überzeugt“, so die heute 74-Jährige, „und weil ich niemand bin, der die ganze Zeit zuhause sitzen kann, bis mir die Decke auf den Kopf fällt, ist es wohl für beide Seiten eine gute Sache.“ Die Kleiderkammer unterstützt bedürftige Menschen, indem sie Kleiderspenden sammelt und kostenlos zur Verfügung stellt. Seit über 40 Jahren hat sich das Konzept in Wolfenbüttel bereits etabliert.

Neben Hild kümmern sich an den beiden Tagen, an denen die Kleiderkammer geöffnet hat noch 13 weitere Ehrenamtliche darum, dass die Besucher zufrieden sind und die Tagesabläufe stimmen. Rund 500 Personen nutzen die Einrichtung praktisch regelmäßig, hinzu kommen einige Gelegenheitskunden, beispielsweise ausländische Besucher oder Menschen, die zufällig auf die Kleiderkammer gestoßen sind. „Wir sind ja nicht nur für die Stadt Wolfenbüttel, sondern für den gesamten Landkreis die Anlaufstelle“, begründet Hild die beachtliche Zahl. Zwischen 25 und 40 Besucher kommen am Montag und Mittwoch jeweils zur Kleiderkammer.

Die Ehrenamtlichen freuen sich nicht nur darüber, anderen Menschen helfen zu können. „Das gesamte Team versteht sich so gut, dass wir uns immer auf den Montag freuen, wenn wir hier zusammen kommen“, erzählt Hild. Damit bietet die Kleiderkammer also ideale Voraussetzungen für eine ehrenamtliche Mitarbeit.