DRK Presseinformationen https://www.drk-kv-wf.de de DRK Fri, 14 Jun 2024 16:19:27 +0200 Fri, 14 Jun 2024 16:19:27 +0200 TYPO3 EXT:news news-800 Tue, 07 May 2024 14:37:00 +0200 Spaß, Sinn und die Würdigung zweier Gedenktage https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spass-sinn-und-die-wuerdigung-zweier-gedenktage.html Das neue Leitungsteam des DRK auf der Bühne (von links): Fest-Organisatorin Anna Horstmann, Steffen Tegtmeier und Daniel Schulte (Rettungsdienst), Katharina Hefenbrock und Maximilian Pink (Solferino und Inkluzivo) und Aline Gauder (Vorständin). Foto: Regio-Press Wolfenbüttel. Trubelig und doch enstpannt – dieser Spagat gelang am vorigen Samstag dem DRK-Kreisverband Wolfenbüttel. Unter dem Slogan „Bock auf Sinn?“ feierte er vor seinem Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) am Exer sein großes Familienfest. Dabei würdigte er gleich zwei Gedenktage: den Protesttag Inklusion zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung (5. Mai) sowie den Geburtstag von Henry Dunant (8. Mai), der 1863 das Rote Kreuz gründete.

„Dafür haben wir unser bisheriges Sommerfest vergrößert und vorgezogen“, erklärte DRK-Vorständin Aline Gauder in ihrer Begrüßung. „Wir haben es verknüpft mit einer großen Leistungsschau all unserer Abteilungen, und wir hoffen, das Wetter hält.“ Tatsächlich blieb es trocken, und so hatten die Gäste Gelegenheit, über das erweiterte Festgelände zu schlendern. Vor dem Solferino (Am Exer 17) gab es nicht nur eine ausgedehnte Aktionsmeile des Spielmobils. Auch Rettungsdienst und Katastrophenschutz präsentierten ihre technischen Möglichkeiten. Zum Beispiel ging es an der Wiederbelebungspuppe um den richtigen Rhythmus, wie Sven-Hagen Rakete erklärte: „Früher ging es bei der Herzmassage um den Takt des Songs ,Staying Alive‘ von den Bee Gees, heute richtet man sich nach dem Volkslied ,Hoch auf dem gelben Wagen‘ – also heute 120 statt früher 100 Druckimpulse pro Minute.“ Was ihn besonders freute: „Es kommen viele, das Interesse ist groß.“

Etwas ruhiger ging es im Garten des ITZ zu (Am Exer 19a). Dort wurde gegessen, getrunken und gechillt – wenn man nicht gerade dem Duo Dubiosi in die Hande fiel, das als Walking Act für Gaudi sorgte. Die schon traditionell längste Schlange bildete sich beim Kinderschminken des Jugend-Rotkreuzes, Hüpfburg und Pony-Reiten waren ebenfalls bewährte Anziehungspunkte. Und wer seinem Leben etwas mehr Sinn einhauchen wollte, war am DRK-Infostand richtig: Dort wurde zu allen Angeboten des Hauses informiert sowie sämtliche ehrenamtliche Tätigkeiten gezeigt (auch FED).

Besonderen Zulauf hatte wieder das Programm auf und vor der Bühne. Nach den Tänzen der Crazy Colours präsentierte sich die DRK-Musikgruppe Red Socks, und auch die Judogruppe des Familienentlastenden Dienstes (im ITZ) bekam viel Applaus. „Es geht bei uns um Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Mut“, erklärte Heiko Marhold, der Trainer Martin von der Benken vertrat. Bei den Schaukämpfen ging es bewusst langsam zu, „damit das Publikum folgen kann“.

Das erste mal auf der Bühne war die Musical-Gruppe der St. Thomas-Gemeinde. Sofort hatte sie das Publikum mit dem Song ,Nur die Liebe bleibt‘ im Griff. Auch die Ankündigung ihres Musicals ,Grand Hotel‘ (Ende Oktober) stieß auf große Resonanz. Paul Brunner bildete Abschluss und Höhepunkt des Live-Programms. Der Braunschweiger Jung-Star brachte eine ganze Zahl textsicherer Fans mit, vor allem aber hatten er und seine Band viele Tanznummern im Gepäck – vor der Bühne ging schnell die Post ab. „Es war ein toller Tag, und ich habe nur positives Feedback bekommen“, freute sich Aline Gauder. Sie zollte Organisatorin Anna Horstmann und ihrem Team großes Lob. „Besonders schön ist, dass aus allen Abteilungen Helfer gekommen sind – viele andere sind als Gäste da. Das unterstreicht, wieviel Herzblut, Zeit und Leidenschaft hier investiert wurden. Das tut uns als DRK gut und spricht für den Zusammenhalt.“

Bisweilen wurden die Rückmeldungen sehr emotional: „Eine Ehrenamtliche, die als Besucherin kam, war zu Tränen gerührt über das, was die DRK-Mitarbeitenden auf die Beine gestellt haben und was wir dort zeigten: Wie wir als DRK Inklusion leben, uns für die Menschen einsetzen und miteinander umgehen. Es wäre wünschenswert und wichtig, sagte sie, diesen Umgang und diese Werte in die Gesellschaft, in das Zentrum der Stadt zu tragen und auch dort zu sensibilisieren.“

Überhaupt sei der Zuspruch der Bevölkerung großartig gewesen, unterstrich Aline Gauder angesichts von mehr als 700 Gästen: „Wir wollten die Menschen begeistern – das hat offenbar geklappt.“

 

]]>
news-799 Fri, 03 May 2024 09:34:00 +0200 Fachvortrag der EUTB zum Thema „Persönliches Budget“ https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/fachvortrag-der-eutb-zum-thema-persoenliches-budget.html Die DRK-Veranstaltung kann am 7. Mai live im Internet besucht werden. Wolfenbüttel. Die Vortragsreihe der EUTB Wolfenbüttel wird fortgesetzt. Am kommenden Dienstag lädt die Beratungsstelle des Wolfenbütteler DRK ein, sich über das Persönliche Budget zu informieren.

Seit dem 1. Januar 2008 haben Menschen mit Behinderungen einen Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget. Die Idee: Geld statt Sachleistung. So wird ein hohes Maß an Selbstbestimmung ermöglicht. Das Persönliche Budget steht allen offen. Dozentin Sina Rimpo, Vorsitzende des Vereins „Selbstbestimmt Leben Hannover e.V.“, ist selbst Empfängerin des Persönlichen Budgets und wird ihre Erfahrung und Expertise teilen.

Für welche Leistungen bekomme ich das Persönliche Budget? Wie und wo kann ich es beantragen? Was gilt es zu beachten? Auf diese und weitere Fragen wird Frau Rimpo eingehen.

Der Vortrag findet am Dienstag, 07.05.2024 um 18 Uhr dieses Mal gänzlich online per Microsoft Teams statt. Interessierte erhalten einen Zugangslink, wenn sie eine E-Mail an eutbinkluzivo.de schreiben. Die Teilnahme ist kostenlos.

Nähere Informationen zum Angebot der EUTB Wolfenbüttel gibt es unter 05331 / 92784 350 oder per E-Mail an eutbinkluzivo.de

]]>
news-798 Tue, 30 Apr 2024 15:12:05 +0200 Wiederkehrende Beratungen des MEN https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wiederkehrende-beratungen-des-men.html Für die Eltern und Kinder unter den Migranten arbeiten EFB und DRK-Flüchtlingshilfe Wolfenbüttel zusammen. Baddeckenstedt. Einer Einladung der DRK-Flüchtlingshilfe und des Migranten-Eltern-Netzwerks (MEN) Wolfenbüttel in das Versorgungszentrum Baddeckenstedt folgten jetzt 20 Eltern, die aus 9 Nationen nach Deutschland geflüchtet sind. „Das MEN Wolfenbüttel besteht seit Mitte 2019, und seine Mitglieder treffen sich regelmäßig zum Austausch“, berichtete DRK-Mitarbeiterin Christel Seigneur. Das Netzwerk arbeite eng mit Kindergärten und Schulen zusammen und informiere Eltern über Themen rund um Bildung und Erziehung.

Die Eltern bekamen im Versorgungszentrum viele Informationen zu ihren Fragen. Es ging um die Schulformen in Niedersachsen und ihre Unterschiede, außerdem um die Gremien der Schulen, in denen sich Eltern engagieren können. „Wie erkenne ich, dass mein Kind gemobbt wird? Wie unterstütze ich mein Kind? An wen kann ich mich wenden?“, lauteten weitere Nachfragen der interessierten Besucherinnen und Besucher.

Künftig wollen sich die Eltern weiter regelmäßig mit einer Steuergruppe treffen, um ihre Kompetenzen gemeinsam zu stärken. Beide Organisationen werden sie weiter im MEN unterstützen, versicherten das DRK sowie Vita Feldmane-Millere von der Evangelischen Familien-Bildungsstätte (EFB). Außer den allgemeinen Fragen zur Schulsituation ging es auch um die spezifische Lage in Baddeckenstedt. „Die Eltern beklagten einen Mangel an Plätzen in Kindergarten und Hort“, berichtete Christel Seigneur. Zudem gebe es Schwierigkeiten bei der Vermittlung von Sprachkompetenzen für die Eltern. „Sie wünschen sich mehr Sprachkurse und auch Nachhilfemöglichkeiten für die Kinder.“ Viele suchen auch Freizeit-Aktivitäten für Kinder nach der Schule, zum Beispiel Sport und Musik, und entsprechende Anlaufstellen. Probleme mit Rassismus tauchten auch auf der Liste auf.

Wer sich über die Möglichkeiten des Netzwerks informieren möchte oder sich für die künftigen Treffen interessiert, kann sich melden bei Christel Seigneur, Migrationsberaterin im DRK-Kreisverband Wolfenbüttel, unter der Mailadresse Christel.Seigneurdrk-kv-wf.de. Die EFB und das MEN Wolfenbüttel sind über Vita Feldmane-Millere erreichbar: vita.feldmane.efblk-bs.de

]]>
news-797 Tue, 30 Apr 2024 14:54:11 +0200 Das DRK lädt zum Familienfest am Exer https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/das-drk-laedt-zum-familienfest-am-exer-1.html Tolles Programm zwischen Solferino und ITZ – und als Höhepunkt auf der Bühne: Paul Brunner. Wolfenbüttel. Gleich dreifachen Grund zum Feiern hat nächste Woche der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel. Am Samstag, 4. Mai, steht am Exer ab 14.30 Uhr der DRK-Tag auf dem Programm – der weltweite Rotkreuz-Tag und der Tag der Inklusion geben den Anlass dazu. Auch das schon traditionelle Sommerfest am Exer wird diesmal vorgezogen und alles zu einer großen Party verknüpft. Den Gästen steht ein buntes Programm bis in den Abend bevor. Gegen 19 Uhr ist voraussichtlich Schluss.

„Wir haben diesmal versucht, wirklich die gesamte Palette unseres Angebots zu zeigen und auch die Mitarbeitenden aller Abteilungen einzubinden“, erklärt Anna Horstmann. Sie ist mit ihrem Team wieder dafür verantwortlich, dass sich unter dem Motto WIR feiern alle wohlfühlen zwischen Solferino und ITZ, dem Integrations- und Therapie-Zentrum. „Wir haben für alle Altersstufen was dabei.“

Da ist erstmal das Programm auf der Bühne, wo ab 15 Uhr die Tanzgruppe Crazy Colours im Mittelpunkt steht. Ab 15.30 Uhr musizieren die Red Socks, und um 16.15 Uhr zeigt die Judogruppe des Familienentlastenden Dienstes ihr Können. Um 16.45h tritt die Musicalgruppe der St. Thomas-Gemeinde auf, und gegen 17.45 Uhr ist der Star des Abends vorgesehen: Paul Brunner ist ein sympathischer Sänger aus Braunschweig, der nicht nur bei der Jugend derzeit schwer angesagt ist.

Als Walking Act wird das „Duo Dubiosi“ zwischen den Ständen für Spaß und Verwirrung sorgen. Reanimationsübungen, Wundversorgungen und die Vorführung von Erste-Hilfe-Maßnahmen zum Mitmachen sorgen für Kurzweil – aber auch für das Gefühl, wie wichtig Kenntnisse auf dem Gebiet der Lebensrettung sind. Hausnotruf, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des DRK stellen sich und ihre Ausrüstung ebenfalls vor, und es gibt auch wieder eine Anlaufstelle für Menschen, die sich für ehrenamtliche Tätigkeiten beim Roten Kreuz interessieren. Dafür hat sich der Kreisverband einen neuen Claim ausgedacht: „Bock auf Sinn?“ soll all jene ansprechen, die sich auf welche Weise auch immer einbringen wollen. „Ehrenamt kann auch mal ganz neu gedacht werden, digital, remote, kreativ – einfach vorbeikommen und ins Gespräch gehen“, wirbt Inna Betz, Leitung Organisation und Entwicklung. „Wir informieren über sämtliche Angebote des Hauses.“

„Mehr als 80 Helferinnen und Helfer haben sich seit Januar auf diesen Tag vorbereitet“, unterstreicht Anna Horstmann. „Wir wollen natürlich den Menschen mit Beeinträchtigungen eine Plattform bieten, aber hier am Exer auch für einen lebendigen, fröhlichen Festival-Charakter sorgen. Darum haben wir eine Vielfalt wie noch nie auf die Beine gestellt.“ Erstmals ist zum Beispiel das Jugendrotkreuz mit am Start, auch das Spielmobil der Flüchtlingshilfe und die Strickfrauen kommen vorbei. „Hüpfburg, Ponyreiten und das beliebte Kinderschminken sind natürlich auch dabei.“

Für Leckereien auf dem gesamten Gelände sorgt das Solferino gleich an mehreren Ständen. Der Foodtruck steht bereit, der Schankwagen wird aufgestellt, und es gibt eine Grillstation – außerdem gibt es Kaffee und Kuchen vom Solferino. „Und dann haben wir auch noch die Wolfenbütteler Eis-Manufaktur als Anbieter eingeladen“, sagt Anna Horstmann. „Es ist alles angerichtet für ein fröhliches Familienfest – mit richtig viel Sinn.“

 

]]>
news-795 Fri, 19 Apr 2024 13:22:57 +0200 Fachvortrag der EUTB zum Thema Pflege und den Änderungen der neuen Pflegereform https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/fachvortrag-der-eutb-zum-thema-pflege-und-den-aenderungen-der-neuen-pflegereform.html Am Mittwoch, 3. April, im DRK Eberts Hof und im Internet Wolfenbüttel. Die Vortragsreihe der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) lädt zum nächsten Vortrag ein. Am kommenden Mittwoch können sich Teilnehmende zum Thema „Ein Pflegefall zu Hause?“ informieren. Dabei wird der Fokus auf zwei Aspekte gelegt: Zum einen ist die häusliche Pflege gern gesehen, aber wie finanziert sich die Entlastung der Angehörigen zu Hause? Und welche Leistungen stehen mit der neuen Pflegereform zur Verfügung? Der zweite Aspekt und dazu die Folge- wie können durch die Leistungen Entlastungsmöglichkeiten für die pflegenden Angehörigen ermöglicht werden.

Referieren werden Katharina Hefenbrock (Leitung Familienentlastender Dienst; Sozialarbeiterin M.A.) und Susanne Sieben (Ergotherapeutin und Mitarbeiterin FED) des Familienentlastenden Dienstes des DRK Wolfenbüttel.

Der Vortrag findet am Mittwoch, 03.04.2024 um 18 Uhr live im DRK Ebertshof sowie online per Microsoft Teams statt. Interessierte erhalten einen Zugangslink, wenn sie eine E-Mail an eutb@inkluzivo.de schreiben.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Verdolmetschung in die Deutsche Gebärdensprache wird bereitgestellt.

Nähere Informationen zum Angebot der EUTB Wolfenbüttel gibt es unter 05331 / 92784 350 oder per E-Mail an eutbinkluzivo.de

]]>
news-794 Mon, 15 Apr 2024 10:17:05 +0200 Ein Ausflug in die Arbeitswelt https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/ein-ausflug-in-die-arbeitswelt.html DRK-Fachdienst für berufliche Eingliederung besuchte die makerAcademy. Jägermeister-Mitarbeitende halfen. Wolfenbüttel. Die Vorfreude war riesig, das war schon an der Resonanz zu spüren: Als der Fachdienst für berufliche Eingliederung (FBE) seine Klienten und Klientinnen zu einem Besuch der makerAcademy am Holzmarkt einlud, kamen alle mit. „Die schiere Menge an positiven Rückmeldungen und die damit verbundene Freude bei allen Beteiligten, hat uns nachhaltig beeindruckt und uns in der Sinnhaftigkeit unseres Auftrags, Menschen mit Unterstützungsbedarf ihren selbstbestimmten Weg auf den ersten Arbeitsmarkt zu ebnen, bestärkt“, berichtete Johannes Schulle, der den FBE in der DRK-Inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH leitet. Im FBE lernen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in einem wöchentlichen Projekttag nicht nur alles Wichtige rund um das Berufsleben, sondern können sich in unterschiedlichen Projekten ausprobieren und so ihre Fähigkeiten und Stärken entdecken und weiterentwickeln. Auf die damit verbundenen praktischen Tätigkeiten freuen sie sich neben der Theorie immer am meisten.

Der Lohn für die Anwesenheit waren drei unterhaltsame Stunden, in denen die Academy-Beschäftigten ihren Gästen den Umgang mit 3D-Drucker, Lötkolben und Laser-Cutter näher brachten. Kursleiter Ben Maags und Standortleiter Sören Krusche begrüßten dabei eine deutlich größere Gruppe, denn neben den DRK-Jobcoaches Vanessa Mielke und Lennart Hargus nahmen auch einige Helfer von Jägermeister teil. „Wir haben heute unseren Volunteering Day“, erklärten sie. Der Konzern stellt dabei Mitarbeitende frei, um sich sozial, kulturell oder ökologisch zu engagieren. „Weltweit nahmen mehr als 500 Menschen aus unserem Hause teil und gaben ihren jeweiligen Standorten auf diese Weise etwas zurück.“

Und so fühlte sich die DRK-Gruppe wohlumsorgt. Sie bestand aus Mitgliedern zwischen 19 sowie 36 Jahren und durfte sich digital oder analog ausprobieren in der Academy. „Dadurch lassen sich die unterschiedlichen Kompetenzen herausfinden, die jeder Mensch hat“, erklärte Sören Krusche. Zum Beispiel ist der Umgang mit dem Lötkolben oder einer Heißkleber-Pistole, deren Spitze 300 Grad erreichen kann, nicht jedermanns Sache – für andere hingegen ist es eine spannende Herausforderung. Überhaupt sind Mut, Neugier und fehlende Angst gute Voraussetzungen. „Unsere Academy ist ein Ort für Dinge, die man vorher noch nie gemacht hat.“

Dieser Ansatz trug auch beim Besuch des FBE Früchte. „Ich habe unheimlich positive Resonanzen bekommen“, erzählte Johannes Schulle. Alle aus der Gruppe seien tätig geworden und hätten sich eingebracht. „Die technische Ausrichtung hier ist ja ein echtes Alleinstellungsmerkmal – und gerade für unser Klientel etwas völlig Neues.“

Die Möglichkeit, so einmal den realen Arbeitsmarkt kennenzulernen und dabei durchaus teure Geräte ausprobieren zu dürfen, sei unbezahlbar. „Zwischen Theorie und Praxis ist eben doch ein himmelweiter Unterschied.“ Erfahrungen dieser Art würden die Gruppe spürbar nach vorn bringen. „Erfolgserlebnisse, Selbstwirksamkeit – danach streben wir doch alle.“

In diesem Zusammenhang bedankte sich Schulle auch noch mal bei der Firma Jägermeister. „Ihre Begleitung hat uns sehr geholfen.“ Zudem plane der Fachdienst eine Wiederholung des ergiebigen Besuchs. „Wir hoffen sehr, dass uns der Wolfenbütteler Getränkekonzern dabei wieder unterstützt.“

]]>
news-793 Mon, 15 Apr 2024 09:51:35 +0200 Schlüsselübergabe am Löwentor https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/schluesseluebergabe-am-loewentor.html Umzug der DRK-Tafel in ein größeres Ladengeschäft geht nun doch vonstatten. Mietvertrag über fünf Jahre. Wolfenbüttel. Große Freude beim DRK-Kreisverband Wolfenbüttel: Vorständin Aline Gauder nahm jetzt aus den Händen von Benedikt Schmidt-Waechter den Schlüssel für das neue Ladengeschäft entgegen. „Endlich ist es soweit“, sagte sie – ihr und der ehrenamtlichen Tafel-Leiterin Juliane Liersch fiel erkennbar ein Stein vom Herzen: „Wir werden nun zügig darangehen, den Umzug der Tafel in diese neuen Räume zu bewerkstelligen.“

Die Problemlage ist seit vielen Monaten klar: Die Abholerzahlen der Tafel steigen permanent – auch bundesweit. Das Rote Kreuz hat seine Ausgabestelle im Eberts Hof (Großer Zimmerhof 29) mit Abholscheinen und Terminvergabe vorbildlich organisiert, stößt nun aber ebenfalls an räumliche Grenzen. „Vor allem hindert uns die Trennung von unserer Lebensmittel-Sortierung sehr, die sich bislang am Exer befindet“, erklärte Juliane Liersch. Das soll sich nun ändern, wenn beide Bereiche im Löwentor zusammenziehen. Die neue Adresse befindet sich gleich gegenüber (Großer Zimmerhof 4/5), hat aber nach Auskunft der Stadt Wolfenbüttel die Postadresse Löwentor (Löwenstraße 1).

Doch nun geht es erstmal darum, die leeren 168 Quadratmeter mit Einrichtung und Leben zu füllen. „Wir brauchen hier ein Büro und natürlich Toiletten“, plant Juliane Liersch. Das Tempo des Ausbaus hänge natürlich eng mit der Frage zusammen, wie schnell sich Handwerker finden ließen, ergänzt Aline Gauder. „Außerdem sind wir in dem Bereich auf Spenden angewiesen, würden uns also freuen, wenn sich Handwerksbetriebe melden, die sich für den guten Zweck mit einbringen wollen.“

In jedem Fall sei das neue Ladenlokal „ein Traumstandort“ für das DRK, trotz etwas wehmütigem Blick auf das ursprünglich angepeilte zusätzliche Geschäft nebenan. „Wir können uns ohne die Finanzzusage des Landkreises zwei Läden einfach nicht leisten.“ Perfekt jedenfalls sei, dass der neue Standort auf der rückwärtigen Seite angeschlossen ist an die Anlieferungszone (Schulwall). „Auch das wird uns sehr helfen.“ Der Mietvertrag läuft zunächst über fünf Jahre und beinhaltet eine Verlängerungsoption. „Wir möchten der Stadt Wolfenbüttel für das Vertrauen danken, da ohne die finanzielle Unterstützung ein Umzug nicht möglich gewesen wäre. Ein großer Dank geht ebenso an die weiteren SpenderInnen, die uns bereits jetzt unterstützen.“

Wie wichtig die Ansiedlung der Tafel im Löwentor auch dem Vermieter ist, wurde durch die Anwesenheit von Benedikt Schmidt-Waechter deutlich. Als Gründer und Geschäftsführer der Objektgesellschaft Wolfenbüttel war er eigens aus Düsseldorf angereist, um den Schlüssel zu übergeben. „Ich spreche auch für den Mehrheitsgesellschafter, die Stadt Wolfenbüttel, wenn ich mich über die Belebung dieses Ladengeschäftes freue. Die Aufteilung der Second-Hand-Boutique und der Tafel wird für zusätzliche Frequenz im Großen Zimmerhof und damit in der gesamten Innenstadt sorgen.“

Der Start des Löwentors habe „in einer denkbar schlechten Zeit“ stattgefunden, Corona habe den Einzelhandel und die Innenstädte damals sehr getroffen. „Nun zieht der Besuch der Wolfenbütteler Innenstadt wieder deutlich an, und wir sind sehr zuversichtlich, bald auch die letzten beiden Läden vermieten zu können.“

Juliane Liersch betonte ebenfalls, dass die Zielgruppen der künftigen DRK-Standorte höchst unterschiedlich sei. „In Eberts Hof laden wir mit unserer Second-Hand-Boutique alle Menschen ein, bei uns einzukaufen – und auf diese Weise Geld für den guten Zweck beizusteuern.“ Allerdings sei es nicht möglich, die Tafel am neuen Standort auch als Begegnungsort zu erweitern, bedauerte Aline Gauder die Absage an diesen Plan. „Wir behalten das aber im Hinterkopf.“

Übrigens startet ab sofort samstags in Eberts Hof von 9.30 bis 13 Uhr ein öffentlicher Kaffeeausschank. „Gegen eine Spende“, erklärte Juliane Liersch, die sich in Zukuft auch eine Erweiterung des Angebots durch selbstgebackene Kuchen vorstellen kann.

Wer dem DRK-Kreisverband – auf welche Weise auch immer – beim Ausbau des neuen Standorts helfen möchte, kann sich bei der hauptamtlichen Tafel-Leitung Frederike Schwieger unter 05331/92784-2830 melden. „Wir freuen uns über jede Idee und Hilfe.“

]]>
news-792 Fri, 05 Apr 2024 15:47:00 +0200 Weinende Augen – im wahrsten Sinne https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/weinende-augen-im-wahrsten-sinne.html Beim Abschied von Corina Bornecke ging es sehr persönlich zu. Vom Solferino in die neue Hospiz-Küche nach Wendessen. Wolfenbüttel. Wann spricht man von einer Ära? Wenn ein Zeitabschnitt durch eine Person auf unnachahmliche Art geprägt worden ist. Vor diesem Hintergrund ging am Donnerstag im Solferino eine Ära zu Ende: Nach 16 Jahren verabschiedete sich die bisherige Küchenchefin und Geschäftsführerin des DRK-Inklusionsbetriebes von Freunden und Weggefährten. Corina Bornecke wird ab Juni die Küche des neuen Hospizes in Wendessen leiten.

Rund 30 Gäste waren zu einem Abschiedsfrühstück in den Wintergarten Am Exer 17 gekommen, und ganz ohne Tränen ging die Zeremonie nicht ab. Zu eng waren die Verbindungen und Freundschaften, die in der langen Zeit der Zusammenarbeit entstanden sind. Daran erinnerte auch Björn Försterling als Vorsitzender des Präsidiums im DRK-Kreisverband. „Das waren bewegte Jahre, und wir haben gemeinsam einiges an Auf und Ab erlebt.“ Nicht nur der eigentliche Aufbau des „Solferino“ als Kantine in einer ehemaligen Panzerhalle war ein Meilenstein in der Geschichte des lokalen Roten Kreuzes. Auch die Anforderungen an einen Inklusionsbetrieb, der sich rasant entwickelnde Geschäftsbetrieb sowie als Riesen-Rückschlag der große Wasserschaden vor zwei Jahren: „Das alles hast Du ebenso gemeistert wie das darauffolgende Kochen in der Containerküche oder den Außerhaus-Verkauf während Corona“, zählte Försterling auf. „So etwas bewältigt man nur mit ganz viel Herzblut.“

Die Entscheidung gegen das DRK und für das Hospiz habe den Kreisverband ohne Frage getroffen. „Immerhin war Corina das Gesicht des Solferino.“ Gleichwohl habe das Präsidium Verständnis dafür, dass sich die Küchenchefin nun einer neuen beruflichen Herausforderung stellen wolle. „Wir wünschen Dir dafür alles Gute und sagen Dir ein Riesendankeschön für die vergangenen Jahre.“

Dieser Rede schloss sich Thomas Ebeling für die Mitarbeitenden der Küche an. „Wir haben alle sehr gern mit Dir zusammengearbeitet“, betonte er und überreichte Blumen. Neben der Leistung habe im Team stets der Spaß im Vordergrund gestanden. „Du hast uns viel beigebracht, aber wir haben auch oft zusammen gelacht.“ Service-Leiterin Anja Höltje übergab der bekennenden Gartenfreundin zum Abschied eine bepflanzte Zier-Schubkarre sowie ein aufwändiges Fotobuch mit Solferino-Motiven: „Danke für die schöne Zeit.“

Aline Gauder als Vorständin des Kreisverbandes betonte später, dass es eine große Umstellung werde, Corina Bornecke nicht mehr im Lokal zu sehen – „beim Mittagstisch oder bei den vielen Veranstaltungen“. Doch sie sei gespannt auf das bereits in den Startlöchern stehende Ehepaar Nestle mit Fabian Nestle in der Küchenleitung und Anja Nestle mit organisatorischem Schwerpunkt. „Wir glauben, dass sie gemeinsam mit dem erfahrenen Team und der neuen Geschäftsführung von Maximilian Pink diese Lücke schließen können.“

Auch Corina Bornecke wünschte ihren Nachfolgern viel Glück. „Ich traue ihnen zu, hier am Exer die nächsten Schritte vorzunehmen.“ Und sie erinnerte an die ersten Schritte in dem vom DRK gekauften Gebäude: „Wir hatten ja schon viel Respekt vor der Lage am Rande der Stadt – würden wir wirklich Menschen begeistern können, zum Essen hier raus zu fahren?“ Doch die Skepsis bestätigte sich nicht. Das Lokal wurde ein Renner, und auch viele andere Ideen und Projekte glückten in der Folge. „Die Verpflegung Geflüchteter, die Hochwasser-Opfer, unsere Zweigstelle in Adersheim, die Übernahme der HZI-Kantine in Stöckheim – all das waren Herausforderungen, die wir gut gemeistert haben.“

Und auch die Sonderrolle als Inklusionsbetrieb betonte die scheidende Geschäftsführerin noch einmal: „In den vergangenen 16 Jahren haben wir ganz viele Menschen mit Behinderung ausgebildet und auch fit gemacht für den ersten Arbeitsmarkt.“ Die Versorgung zahlreicher Schulen mit Mittagstisch – in Spitzenzeiten mit 750 Essen pro Tag – und die explosionsartig steigenden Anfragen nach Catering waren weitere Punkte, auf die Corina Bornecke mit Stolz blicken kann. Und unter dem Applaus der Anwesenden zog sie ein zufriedenes Fazit: „Nicht zuletzt ist es uns gelungen, das Solferino zu einer sehr schönen Location zu machen.“

]]>
news-791 Sat, 16 Mar 2024 14:59:00 +0100 Wer Plastik will, muss für die Tafel spenden https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wer-plastik-will-muss-fuer-die-tafel-spenden-1.html Wolfenbütteler Geschäftsmann übergab nach toller Idee 1111,11 Euro an den DRK-Kreisverband. Wolfenbüttel. Über eine Spende von 1111,11 Euro durfte sich jetzt die Tafel des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel freuen. Initiator war Jörn Zeisbrich, Inhaber der Barrique-Feinkost an der Langen-Herzogstraße. Doch ob er selbst diese stolze Summe begrüßen sollte, wusste der Geschäftsmann bei der Übergabe an Juliane Liersch nicht recht.

Denn ein Großteil der Spende (am Schluss rundete Zeisbrich noch auf) kam dadurch zustande, dass der Händler seinen Kunden 30 Cent in Rechnung stellt, wenn sie eine Plastiktüte mitnehmen. „Eigentlich hatten wir gehofft, dass die Nachfrage nach Plastik dadurch zurückgehen würde – schließlich haben wir mit Jutetaschen und Leinenbeuteln auch zwei umweltfreundlichere Alternativen im Programm.“ Doch viele Barrique-Kunden blieben ihrer Plastiktüte treu und zahlten lieber: insgesamt für 3037 Stück.

Aber Zeisbrich mochte auf diesem Wege keinen Gewinn machen und entschied sich, die Einnahmen einem guten Zweck zuzuführen. „So sind in der Vergangenheit schon mehrere Spenden zustande gekommen.“ Diesmal nahm Juliane Liersch vom DRK einen Betrag entgegen, der sich in den vergangenen 18 Monaten angesammelt hatte.

Über einen Verwendungszweck musste sich die ehrenamtliche Tafelleiterin nicht lange den Kopf zerbrechen: „Bei uns steht in Kürze wieder die Einschulungsaktion ,Tafel macht Schule‘ für Kinder aus bedürftigen Familien vor der Tür“, erzählte sie. „Außerdem müssen wir natürlich einiges stemmen, wenn wir mit der Tafel umziehen.“

Gerade solche Wohnort-nahen Verwendungen sind es, die Jörn Zeisbrich zu seinen Spenden in und um Wolfenbüttel motivieren. „Es ist schön, wenn man lokale Projekte fördern kann – und es ist noch schöner, wenn man die handelnden Akteure persönlich kennt“, unterstrich er mit Blick auf Juliane Liersch, die wohl als Urgestein der Tafel-Arbeit in Wolfenbüttel und Schladen bezeichnet werden kann.

Übrigens sieht es so aus, als ob die enge Verbindung zwischen Tafel und Barrique auch über den 1. Juni hinaus Bestand haben wird. An dem Tag übergibt Jörn Zeisbrich sein Geschäft an Florian Weiß. Und der war bei der Spendenübergabe nicht nur zugegen, sondern unterstützte sie ausdrücklich: „Ich finde es großartig, wenn sich Wolfenbütteler gegenseitig helfen“, betonte er. „Das ist eine tolle Idee, die ich gerne weiterführen werde.“

 

]]>
news-789 Fri, 08 Mar 2024 09:06:41 +0100 Freie Plätzen im bunten Jahresprogramm des DRK https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/freie-plaetzen-im-bunten-jahresprogramm-des-drk.html Das bunte Angebot richtet sich an Familien mit beeinträchtigten Familienmitgliedern und bietet neben regelmäßigen Gruppen auch mehrtägige Ferienfreizeiten und spannende Aktionstage. Im Februar startete das neue Jahresprogramm des Familienentlastenden Dienstes des der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH. Das bunte Angebot richtet sich an Familien mit beeinträchtigten Familienmitgliedern und bietet neben regelmäßigen Gruppen auch mehrtägige Ferienfreizeiten und spannende Aktionstage.

Die Nachfrage ist groß, einige freie Plätze sind aber noch verfügbar:

Wer Lust hat, ein wenig Landluft zu schnuppern ist bei der Kurzfreizeit in die Lüneburger Heide richtig. Vom 25.-28.07.2024 besteht noch die Möglichkeit, für ein paar Tage die Seele baumeln zu lassen. Auch wer auf der Suche nach etwas Spannung ist und lieber ein kleines Abenteuer im Harz erleben möchte, hat noch die Chance, sich für die spannenden Erlebnistage vom 07.-12.10.2024 anzumelden.

Festival-Freunde können sich für das Festival Rock in Rautheim im Mai anmelden oder im Juni an der Ü-16 Aktion teilnehmen und das Summertime Festival in Wolfenbüttel besuchen.

Im August gibt es noch freie Plätze beim kostenlosen Ü-16 Frauenprojekt. An zwei Tagen wird in einer kleinen Gruppe gemeinsam mit einer externen Fachkraft über Liebe, Sexualität und Partnerschaft gesprochen.

Ganz neu im Jahresprogramm sind die Cheerleading Gruppe (donnerstags) und die Wandergruppe (7 Termine von März-Oktober). Auch hier sind noch Plätze frei.

Wer Interesse hat oder weitere Informationen benötigt, erreicht den FED entweder per E-Mail unter freizeitinkluzivo.de – oder per Telefon unter 05331 / 927 84730.

Nähere Informationen über die Angebote und den Anmeldebogen gibt es auf der Webseite des inkluzivo unter Freizeitangebote.

]]>
news-788 Thu, 22 Feb 2024 12:48:15 +0100 Abschied von Christian Hawicks https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/abschied-von-christian-hawicks.html Der DRK-Vorstand wechselt zu BS Energy. Herzlicher Abschied von 30 Kolleginnen und Kollegen. Ganz im Zeichen das Abschieds stand jetzt ein Treffen im ITZ, dem Integrations- und Therapie-Zentrum des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Christian Hawicks verabschiedete sich nach knapp viereinhalb Jahren und wird am 1. März eine Stelle in Braunschweig antreten. Knapp 30 Kolleginnen und Kollegen bedankten sich für die gemeinsame Zeit, in der Hawicks zunächst als Leiter der Finanzbuchhaltung und die letzten acht Monate als Vorstand tätig gewesen war.

"Ohne dich wäre das Unternehmen nicht da, wo es heute ist", unterstrich Aline Gauder, mit der Hawicks zusammen die Doppelspitze im Kreisverband (KV) gebildet hatte. Zuerst habe er der Finanzbuchhaltung seinen Stempel aufgedrückt, später lenkten sie gemeinsam den KV in ruhigeres Fahrwasser. "Das war eine bereichernde und anstrengende Zeit, die aber auch wertvoll für uns und für das Unternehmen war." Und Aline Gauder versicherte: "Was du angestoßen hast, werden wir in Deinem Sinne fortführen."

Björn Försterling als Vorsitzender des KV-Präsidiums bedankte sich ebenfalls für die geleistete Arbeit und hob vor allem die vergangenen acht Monate des Umbruchs hervor: "Da hatten wir ja nahezu täglichen Kontakt und einen ganz engen Austausch zwischen dem geschäftsführenden Präsidum und dem Vorstand – Danke für deinen Einsatz, der deutlich über das zu erwartende Maß hinaus gegangen ist."

Der KV habe stets auf Christian Hawicks gebaut und würde dies auch in Zukunft gerne tun: Das Interesse an einer Zusammenarbeit auf ehrenamtlicher Basis bestehe, jetzt sei es aber erstmal an der Zeit, sich der neuen Herausforderung zu stellen. Tatsächlich geht der bisherige DRK-Vorstand zu dem Braunschweiger Energie-Unternehmen BS Energy, wo er ab März die Teamleitung des Hauptbuches übernimmt. "Das war schon immer eines meiner beruflichen Ziele", erzählte er am Rande seiner Verabschiedung. "Einerseits bin ich dem Energie-Sektor eng verbunden, andererseits wollte ich gern bei diesem Unternehmen in meiner Heimatstadt Braunschweig arbeiten."

Sein Kontakt zum DRK werde aber nicht abreißen. "Bekanntlich geht man niemals ganz – ich bleibe erreichbar und helfe, wo ich kann." Und er bedankte sich bei seinem ganzen Team, das ihm stets den Rücken freigehalten habe. "Ohne diese Unterstützung wäre mir der direkte Wechsel in den Vorstand nicht so reibungslos gelungen." Christian Hawicks hob seine Stellvertreterin in der Finanzbuchhaltung hervor, bevor er sie herzlich umarmte: Kerstin Harms habe in den vergangenen acht Monaten eine ganz wichtige Rolle gespielt, "ebenso wie das gesamte kollegiale Miteinander in unserem schönen DRK."

Die meisten Leitungspersonen des KV waren anwesend, und auch Geschäftsführung und Prokuristin der angeschlossenen Gesellschaften (Solferino, Rettungsdienst und Inkluzivo). Von den Gästen gab es für den scheidenden Vorstand eine Reihe von Präsenten mit persönlichem Bezug. Zum Abschiedsfoto hatten sich einen Tag vorher alle aufgestellt, ein DRK-Plakat hatten alle unterschrieben. "An dem Foto freut mich besonders der abgebildete Rettungswagen", sagte Christian Hawicks. "Der Rettungsdienst ist ein Bereich, das mir in den vergangenen Monaten sehr ans Herz gewachsen ist." Zudem freue er sich, geholfen haben zu dürfen, den KV in gute Bahnen zu lenken: "Nach all den Turbulenzen beginnt jetzt die Phase, in der die Blume zu wachsen beginnt."

]]>
news-787 Fri, 16 Feb 2024 10:49:33 +0100 Heiße Nadeln im Jubiläumsjahr erneut auf Rekordjagd https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/heisse-nadeln-im-jubilaeumsjahr-erneut-auf-rekordjagd.html Erstmals gelang es den DRK-Damen 2023, mehr als 5000 Euro für gute Zwecke zusammenzustricken. Auf ihre Damen kann sich Juliane Liersch verlassen – auch wenn sie sich mal etwas weit aus dem Fenster gelehnt hat. "Voriges Jahr habe ich angekündigt, dass wir erstmals eine Spendensumme von 5000 Euro ereichen werden", erzählt die ehrenamtliche Leiterin der DRK-Tafel. "Das war schon ziemlich hoch gepokert." Und doch: Der von Juliane Liersch vor zehn Jahren gegründete Strickkreis nahm das hoch gesteckte Ziel an, machte seinem Namen alle Ehre und verteilte schließlich 5000 Euro an unterschiedliche Projekte derTafel.

Sie nennen sich die "Heißen Nadeln", und wer einmal bei ihnen war, der weiß: Trotz der großen Altersspanne von unter 40 bis 97 Jahren ist es eine fidele, eingeschworene Truppe. Das einzige Manko: "Wir warten noch immer auf den ersten strickenden Mann", erzählen die Damen. Einmal war einer da, doch der wollte das Stricken von Grundauf lernen. "Das können wir aber im Moment nicht leisten – vieleicht wäre das mal ein Projekt für die Zukunft."

Denn die DRK-Gruppe ist vor allem bekannt für Vollgas. "Ich stricke eigentlich immer", erzählt Katrin Zimmermann, "winters noch mehr als im Sommer." Beim Fernsehen, in der Unterhaltung und auf der Terrasse: Die Nadeln stehen nie still. "Die ganze Gruppe ist überaus produktiv", lobt Juliane Liersch, "und treu." Die beiden ältesten Mitglieder sind 96 und 97 Jahre alt – und kamen an ihrem Geburtstag, der zufällig am selben Tag stattfindet, trotzdem zum Monatstreffen.

Dieses Treffen läuft am dritten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr im Eberts Hof, dem DRK-Laden am Großen Zimmerhof 29. Jeder ist willkommen. "An dem Tag stricken wir nur wenig", berichtet Susanne Streiter. Vielmehr gibt es Kaffee und Kuchen, es werden Ideen und Tipps ausgetauscht, manchmal auch ein Geistesblitz. "Zu besonders kniffligen Fragen haben wir auch schon mal Workshops organisiert, zum Beispiel zum Thema japanische Handschuhe."

Regelmäßig gibt es auch den Wolle-Tausch. "Wir kooperieren da mit den Okerstrickern aus Braunschweig." Diese Gruppe wurde einst in Wolfenbüttel gegründet und wechselte später in die Nachbarstadt. "Sie stricken in erster Linie für Obdachlose, und da können sie nicht viel anfangen mit Wolle in Rosa oder Lila."

Solche Farben passen eher zu den Heißen Nadeln. Denn deren Produkte gehen für den guten Zweck in den Direktverkauf. "Die Zahl der Stammgäste bei unserem Stand zum DRK-Weihnachtsmarkt im Solferino am Exer wächst ständig, und auch in Eberts Hof verkaufen wir viel." Offenbar überzeugt die Qualität ebenso wie der Preis: Die Damen spenden die Wolle (oder nehmen gespendete mit), so dass alles sehr günstig angeboten werden kann. Ausnahme: Sockenwolle. "Die ist belastbarer an Ferse und Spitze – müssen wir zukaufen."

Gute Socken zu stricken, sei im Übrigen nicht ganz einfach. "Das kann nicht jeder." Zum Glück gibt es da eine Expertin im Team. Die ist zwar mittlerweile nach Bayern umgezogen, doch der Kontakt nach Wolfenbüttel besteht weiterhin. "Sie hat versprochen, jede Woche ein Paar Socken zu stricken", freut sich Juliane Liersch. Und tatsächlich trifft einmal im Jahr ein Paket mt 52 Sockenpaaren in Eberts Hof ein.

Die Gründerin hat der Gruppe inzwischen sogar Kunden in England vermittelt: Nach North Walsham in die Nähe von Norwich ist ihre Schwester Verena Trower verheiratet. "Wir versorgen sie regelmäßig mit Ware, die sie an bedürftige Herren weitergibt." Werbetrommel und weitere Vertriebswege: Juliane Liersch will dafür sorgen, dass die Heißen Nadeln nie abkühlen. In der Gruppe wird gestrickt und gehäkelt, manchmal nähen die Damen auch schicke Stofftaschen. Wer mitmachen möchte, kann an einem Samstag vorbeikommen. Oder sich bei Juliane Liersch melden unter: 05331/2 63 63. Dann schafft die Gruppe in diesem Jahr vielleicht noch mehr als 5000 Euro.

]]>
news-786 Fri, 02 Feb 2024 16:09:15 +0100 Viele Spenden für die Lebensrettung https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/viele-spenden-fuer-die-lebensrettung.html Schöppenstedter DRK-Initiative verbessert Notfallversorgung im ganzen Landkreis. Interessante Vorführung in der Rettungswache macht die Vorteile deutlich. Es war der Höhepunkt einer breit angelegten Spendensammlung. Als jetzt Ruth Naumann und ihr DRK-Ortsverein Schöppenstedt in die dortige Rettungswache einluden, stand eine seltene Präsentation auf dem Programm: Spendern und Mitgliedern wurde erstmals der Corpuls CPR vorgeführt – ein Gerät, das künftig Leben retten soll. Dabei handelt es sich um die neueste Version eines Thorax-Kompressionsgeräts, das die Fachleute gleich mehrfach begeistert: Durch die Röntgentransparenz der Boards ist es optimal für den Einsatz bis in das Herzkatheterlabor geeignet. Durch seine Ein-Arm-Konstruktion erlaubt es ungehinderten Zugang zum Thorax bei laufender Reanimation. Und es ist als einziges Gerät im Markt auch für Kinder ab acht Jahren zugelassen.
Das Gerät wird im Notarzt-Einsatzfahrzeug mitgeführt werden und erleichtert die Herzdruckmassage zur Wiederbelebung: Was bis jetzt manuell durchgeführt werden musste, nicht selten bis zur Erschöpfung der Retter, schafft jetzt der Corpuls-Arm ohne Ermüdungserscheinungen. „Ich begrüße diese Anschaffung ausdrücklich“, betonte Daniel Schulte, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes. Erstens gehe es um die Sicherheit des Personals, das nun nicht mehr im fahrenden Rettungswagen stehen müsse, um Patienten wiederzubeleben. „Zweitens erfüllen wir jetzt leichter die Anforderung nach fünf Zentimeter Drucktiefe – bisher mussten die Helfer dafür ständig ausgewechselt werden.“
Diese Anschaffung hatten vornehmlich Ruth Naumann und ihre Mitstreiter vorangetrieben. "Wir haben unseren Rettungsdienst dabei gern unterstützt, weil wir hoffen, damit die Versorgung der Menschen im gesamten Landkreis zu verbessern", betonte die Vorsitzende des Ortsvereins. Sie dankte Sponsoren und jenen Helfern, die den Corpuls jetzt an einem Dummy vorführten. "Und wir wünschen ihnen viel Erfolg dabei, Menschen zu retten und somit vor allem Folgeschäden zu vermeiden."
In diesen Dank stimmte auch Björn Försterling mit ein. Der Vorsitzende des DRK-Präsidiums erinnerte an die bisherige Praxis, nach der ein ähnliches Gerät bislang nur in der Intensivstation des Klinikums zur Verfügung steht. "Auf Anfrage wurde es dann zu einem Einsatzort gebracht." Das war zeitraubend und aufwändig. "Durch unsere Neuanschaffung haben wir die Notfallversorgung im Landkreis Wolfenbüttel nun deutlich verbessert."
Denn der neue Corpuls ist auf dem Fahrzeug des DRK-Notarztes untergebracht – dadurch ist er bei jedem entsprechenden Einsatz sofort zur Stelle. "Nach der finalen Einweisung unserer Mitarbeitenden geht er in Betrieb", erzählte Patrick Kestner. Er moderierte die Vorführung als Praxisanleiter und Mitarbeiter des Rettungsdienstes. "Es wird sich bewähren, dass das Gerät mit dem Notarzt innerhalb weniger Minuten vor Ort ist. Und auch seine Fähigkeiten haben uns beeindruckt."  
Bei der Vorführung wurde deutlich, wie anstrengend die Wiederbelebung bislang für das Rettungsdienstfachpersonal ist. Alle zwei Minuten müssen sie sich bei der Herzdruckmassage abwechseln, bei der ihnen ein Metronom die richtige Schlagzahl (etwa 100 pro Minute) vorgibt. Nachdem der Notarzt mit dem Corpuls eintraf, geschah diese Arbeit automatisch. Außerdem konnten sich die Sanitäter auf weitere Aufgaben konzentrieren, zum Beispiel auf den Einsatz des Defibrillators oder den Transport ins Krankenhaus.
"Stark ist auch, dass der Corpuls seine Arbeit auf die Daten aus dem EKG abstimmt und ständig neu kallibriert", erklärte Kestner. "Der Apparat weiß, was er macht." Zudem ist er so leicht und handlich, dass er sich gemeinsam mit dem Patienten ins Fahrzeug heben lässt. Und seine Ausdauer ist mit denen der Helfer nicht zu vergleichen. "Es kann vorkommen, dass wir 60 bis 90 Minuten Herzmassage leisten müssen – für den Corpuls kein Problem."
Am Ende gab es lauten Applaus für die Vorführungen der Notfall- und Rettungssanitäter und des Corpuls – aber auch für die Initiative des DRK-Ortsvereins Schöppenstedt. Denn nun hat der Landkreis neben der Intensivstation und dem Rettungshubschrauber noch einen dritten Corpuls-Arm zur Verfügung.

Die Spender:
Eine Anschaffung wie den Corpuls (18.000 Euro) konnte der DRK-Kreisverband nicht ohne Unterstützung stemmen. Doch da rückten Ortsvereine, Wirtschaft und weitere Menschen zusammen: „Die Volksbank aus Wolfenbüttel sagte aus den Gewinnsparmitteln sofort und unbürokratisch 4000 Euro zu. Christoph Albrecht vom REWE-Markt in Schöppenstedt hat uns ermöglicht, Getränkebons in einer dort aufgestellten Box zu sammeln und hat zugesagt, den Betrag dann später noch aufzurunden“, erzählte Ruth Naumann, die als Triebfeder hinter der Sammlung steckte.
"Gesammelt wurde auch Geld auf dem Bauernmarkt in Groß Vahlberg und bei Veranstaltungen unseres Ortsvereins, in der Bäckerei Garbe und in der Fleischerei Römmling“, listete Ruth Naumann weiter auf. Der DRK-Ortsverein Halchter beteiligte sich mit 2000 Euro, und der DRK-Ortsverein Dahlum mit 200 Euro. Björn Dröge von der Öffentliche Versicherung in Schöppenstedt war mit 300 Euro, der Verein Ackerfezt aus Schöppenstedt mit 250 Euro dabei. "Erfreulicherweise wird sich auch der Sozialverband Schöppenstedt noch mit 100 Euro beteiligen."
Mehr als 1000 Euro kamen bei einer privaten Aktion zusammen: Die Gäste der Geburtstagsparty des Vorsitzenden des DRK-Präsidiums Björn Försterling (jetzt 41) warfen großzügig Geld in den Topf. „Wir sind allen Spendern für die Unterstützung bei der Anschaffung der Reanimationshilfe sehr dankbar“, unterstrich Ruth Naumann.

 

]]>
news-785 Fri, 02 Feb 2024 15:40:49 +0100 Anonyme Spende lässt Hoffnung keimen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/anonyme-spende-laesst-hoffnung-keimen.html Umzug der DRK-Tafel ins Löwentor könnte doch noch Realität werden. Wolfenbüttelerin gibt 10.000 Euro. Der Tafel-Umzug in das Löwentor rückt ein Stück näher! Das Projekt steht auf der Kippe, weil der Kreistag einen Zuschussantrag des DRK-Kreisverbandes abgelehnt hatte – im Gegensatz zum Stadtrat, der grundsätzliche Unterstützung beschlossen hatte. Nun kam unverhofft und von unbekannter Seite eine Geldspritze, die alle Tafel-Mitarbeitenden zuversichtlicher in die Zukunft blicken lässt.
"Wir haben von einer Wolfenbüttelerin eine Überweisung von 10.000 Euro erhalten", berichteten Björn Försterling (Vorsitzender des DRK-Präsidiums) sowie Aline Gauder (Vorständin). Die Spenderin wolle allerdings anonym bleiben und habe die Summe an eine Verwendung zum Wohle der Tafel geknüpft. "Sie hat erzählt, dass sie von unserem Artikel über die Absage im Kreistag sehr berührt worden ist."
Der Umzug der Wolfenbütteler Tafel, die im Moment knapp 2200 Personen versorgt, gilt im DRK als unabdingbar. Durch die Verdreifachung der Abholerzahlen sind die Platzverhältnisse in Eberts Hof (Großer Zimmerhof 29) mittlerweile schwierig bis inakzeptabel. Nun soll anstelle von zwei Läden gegenüber zumindest eine Ladenfläche, in einem leer stehenden Teil des Löwentors, bezogen werden. Die Stadt als Vermieterin begrüßt diesen Beschluss und kam dem Roten Kreuz schon in der Miete entgegen.
"Die Spenderin konnte vor allem den Kreistagsbeschluss nicht nachvollziehen", erzählte Björn Försterling. Für sie und viele weitere Menschen in der Stadt sei die Notwendigkeit einer Vergrößerung offensichtlich. "Darum wollte sie etwas Gutes tun und uns helfen."
Das DRK erhält durchaus regelmäßig Spenden für seine wohltätige Arbeit. Eine Summe von 10.000 Euro jedoch sticht aus dem Rahmen des Üblichen heraus. "Diese Zuwendung zeigt die Hilfsbereitschaft und die Wertschätzung, die wir in der Bevölkerung genießen", freute sich Aline Gauder. Es sei beruhigend zu wissen, dass Menschen einspringen, "wenn das normale Hilfesystem nicht funktioniert".
Unklar ist, ob das DRK jetzt tatsächlich den angebotenen Fünf-Jahres-Vertrag auch für nur den einen Laden stemmen kann. "Wir brauchen ja auch noch Geld für den Ausbau." Übrigens würde sich das Rote Kreuz freuen, wenn sich Handwerksfirmen melden, die vielleicht einen Teil des Ausbaus freiwillig leisten und damit einen besonderen Teil zur Umsetzung des Vorhabens beitragen möchten. Telefon 05331/9750-200.

 

]]>
news-782 Thu, 01 Feb 2024 08:41:49 +0100 Große Enttäuschung der Helfer nach Kreistagsbeschluss https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/grosse-enttaeuschung-der-helfer-nach-kreistagsbeschluss.html Die Verantwortlichen der DRK-Tafel hätten gern Unterstützung für den Umzug gefunden, wissen jetzt aber nicht, wie es weitergehen soll. So viele Besucher waren schon lange nicht mehr bei einer Kreistagssitzung – schon gar nicht bei einer Tagesordnung von 31 Punkten. Doch diesmal saßen in der Lindenhalle 30 Gäste am Rand, alle in DRK-Rot gekleidet und alle Mitarbeiter der Wolfenbütteler Tafel.

Die Ehrenamtlichen harrten tapfer aus bis zum TOP 18. Dann ging es endlich um die Frage, ob der Kreistag die Umzugspläne der Tafel aus Eberts Hof in das benachbarte Löwentor befürwortet. Beantragt hatte das DRK dafür einen Mietkostenzuschuss von zunächst 20.000 Euro, jeweils für die nächsten fünf Jahre. Die Stadt Wolfenbüttel hatte diesen Antrag befürwortet – falls der Kreistag ebenso zustimmen würde.

Doch daraus wurde nichts, und auch der auf 10.000 Euro reduzierte Antrag wurde abgelehnt. Von den 41 anwesenden Mitgliedern des Kreistags stimmten 12 für einen Zuschuss, 4 enthielten sich und 25 waren dagegen. Umsonst hatte sich Björn Försterling (Vorsitzender des DRK-Präsidiums), der für die FDP im Kreistag sitzt, für den Antrag stark gemacht. Die Gründung der Tafel vor 17 Jahren sei aus zwei Gründen erfolgt: "Wir wollten der Lebensmittelverschwendung Einhalt gebieten – und wir wollten ein Angebot für Menschen schaffen, die sich immer weniger Lebensmittel leisten können." Försterling unterstrich, dass auch Tafelkunden bei der Abholung einen Obulus entrichten müssen.

Doch die Grundvoraussetzungen für das DRK haben sich geändert. Die ursprünglich angepeilten 700 Tafelkunden, die es bis 2018 auch tatsächlich gab, haben sich zuletzt durch verstärkte Flüchtlingsströme auf das Dreifache entwickelt. "Die Versorgung von fast 2200 Menschen ist in den gegenwärtigen Räumen aber nicht mehr leistbar." Die Sortierung, Verpackung und Ausgabe der Lebensmittel wird weitestgehend durch Ehrenamtliche gewährleistet. "Wir müssen für unsere Helfer ein adäquates Arbeitsumfeld schaffen", erklärte Försterling vor den Ohren eben dieser Ehrenamtlichen.

Zunächst signalisierten die Grünen im Kreistag Zustimmung. Bertold Brücher erkannte die Notwendigkeit eines Umzugs an, und auch Christiane Wagner-Judith lobte die Einrichtung: "Bei meinen besuchen habe ich die Tafel als unglaublich effektiv, menschenfreundlich, gut organisiert und mit angenehmer Atmosphäre erlebt." Wenn Politik immer wieder betone, das Ehrenamt fördern zu wollen, dann müsse sie auch für gute Rahmenbedingungen sorgen. "Im Übrigens haben wir vor einiger Zeit zugestimmt, dass Teile unserer Verwaltung ins Löwentor ziehen – warum sollten wir jetzt dagegen sein, wenn die Tafel das aus guten Gründen auch will?"

Michael Wolff hielt als Fraktionsvorsitzender der CDU die angespannte Haushaltslage dagegen: "Wir können nicht alle Wünsche erfüllen." Und Falk Hensel (SPD) hatte gar den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages bemüht, den er zitierte: "Die Verwaltung ist eine Pflichtaufgabe des Landkreises, die Tafel aber nicht – von daher ist ein Vergleich der beiden Umzüge nicht in Ordnung." Er danke den Ehrenamtlichen ausdrücklich, doch eine institutionelle Förderung der Tafel sei für die SPD ausgeschlossen: "Die Hilfe zur Selbsthilfe darf nicht ausgehebelt werden."

Leonhard Pröttel (Grüne) konnte dem nicht folgen. "Mag sein, dass es keine solche Kernaufgabe geben dürfte – ist aber so. Wollen wir diesen Leute also nichts zu essen geben?" Und Andreas Glier (CDU) verwahrte sich nach einem entsprechenden Zwischenruf gegen den Begriff der "Hartherzigkeit": "Auch wir unterstützen die Tafel gern, aber auf anderem Wege." Wie diese aus Sicht der CDU aussehen soll, sagte er hingegen nicht.

Der Zuschussbedarf der Tafel belief sich in den vergangenen Jahren stets auf mehr als 100.000 Euro – und wurde vom DRK zumeist aus den Mitgliedsbeiträgen bestritten. Durch einen Umzug würde er nochmal steigen, verdeutlichte Björn Försterling. "Im Zweifel müssen wir unsere Mitglieder befragen, ob wir das Geld derart konsequent in dieses Thema stecken sollen." Doch auch dieser Hinweis konnte den Trend der Abstimmung nicht mehr wenden.

Im Anschluss zeigten sich die DRK-Besucher sehr enttäuscht vom Lauf der Dinge. "Wir sind enttäuscht und irritiert, welche Prioritäten an diesem Abend von den Mehrheiten gesetzt wurden", erklärte zunächst Försterling. Bei aller Wertschätzung für Musikangebote in Seniorenheimen und spontane Anträge über Energiekosten-Zuschüsse für Vereine, die vom Kreistag gebilligt wurden: "Da wurde mit zweierlei Maß gemessen."

Auf Unverständnis stoßen vor allem die Gegenargumente, die im Kreistag laut wurden: "Offensichtlich hat ein Teil der Politik ein Problem mit dem Gebäude", wundert sich der DRK-Präsident. Der angebotene Mietpreis im Löwentor bewege sich durchaus im Rahmen des Üblichen in der Stadt, betont er. "Es ist doch absurd, die Hilfe für bedürftige Menschen an der Frage festzumachen, welchen Standort man dafür wählt." Konkrete Alternativvorschläge zu Immobilien in der Innenstadt seien aber mit den Gegenargumenten nicht gemacht worden.

Auch das Argument, die Tafel sei keine Aufgabe des Landkreises, wollten die DRK-Verantwortlichen so nicht stehen lassen. "Die Finanzierung der Tafel ist auch nicht Daueraufgabe des Roten Kreuzes – trotzdem machen wir es seit 15 Jahren, und wir wollen uns aus dieser gesellschaftlich so wichtigen Aufgabe auch künftig nicht zurückziehen." Allerdings stoße der Kreisverband durch die Verdreifachung der Abholerzahlen finanziell an die Grenzen des Machbaren, und genau dafür benötige man die zusätzliche Unterstützung.

Eine Tafel-Schließung komme überhaupt nicht in Frage: "Wir halten es nach wie vor für inakzeptabel, dass 2200 Menschen im Landkreis Wolfenbüttel Probleme haben, sich in ausreichendem Maße mit Lebensmitteln zu versorgen", unterstrich Försterling. "Die Ablehnung durch SPD, CDU und AfD ist eine sozialpolitische Bankrotterklärung.“

Aline Gauder hoffte als Vorständin des Kreisverbands, dass nun weder Mut noch Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nachlassen werden, obwohl bei allen der Frust spürbar war. "Man konnte ihnen anmerken, dass sie die Argumentation des Kreistags nicht nachvollziehen konnten."

Der Kreisverband gehe nun auf die Suche nach einem Plan B. "Wir müssen sehen, ob die Stadt bei ihrer Unterstützung bleibt", sagte Aline Gauder. Wenn das so sei, könne vielleicht die Hälfte der Fläche im Löwentor angemietet werden. "Die Räume dort sind einfach ideal für unsere Bedürfnisse, von der Anlieferung über die Sortierung bis zur Ausgabe – nur alle weiteren Tafel-Angebote können wir dann nicht wie geplant realisieren.

]]>
news-781 Thu, 01 Feb 2024 08:40:09 +0100 Frederike Schwieger ist die neue hauptamtliche Leitung https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/frederike-schwieger-ist-die-neue-hauptamtliche-leitung.html Die ehrenamtliche Leitung bekommt Unterstützung. Das neue Jahr ist noch jung. Doch Frederike Schwieger steckt schon mittendrin in ihrer neuen Aufgabe. Seit drei Wochen ist sie die neue hauptamtliche Leitung der Tafel Wolfenbüttel und unterstützt Juliane Liersch, die ehrenamtlich die Tafel leitet. „Ich bin schon voll dabei und bekomme schon jede Menge Emails“, lachte sie.

Seit März 2020 ist sie beim DRK angestellt und übernimmt seitdem immer mehr Verantwortung. „Im Juni 2023 übernahm ich die Leitung der Flüchtlingshilfe, davor hatte ich die stellvertretende Leitung inne. Im September 2023 folgte dann die Leitung der Ehrenamtskoordination“, erzählte sie. Und jetzt beginnt nach weiteren drei Monaten ein weiteres neues Kapitel, auf das sie sich riesig freut. Zwar seien die anderen beiden Leitungen nach wie vor sehr fordernd, doch Herausforderungen gefallen ihr. „Die Flüchtlingshilfe läuft noch immer auf Hochtouren. Derzeit bringen wir primär Geflüchtete aus Syrien in unserer Notunterkunft unter. Es fehlt ja überall an Wohnraum“, erklärte die 29-Jährige.

Die Tafelleitung lag zuletzt ausschließlich in ehrenamtlichen Händen bei Juliane Liersch. Die aktuellen Herausforderungen zeigen jedoch den Bedarf an Unterstützung. „Jetzt soll es eine Kombination aus Haupt- und Ehrenamt sein“, führte Schwieger aus. Derzeit verschafft sie sich schrittweise einen Überblick. Die Aufgabe sei vielfältig und es gilt viel übergeordnet zu koordinieren. „Die Tafel-Sortierung befindet sich am Exer, die Tafel-Ausgabe beim Eberts Hof in der Innenstadt und eine weitere Ausgabestelle in Schladen“, gab sie an. Ein neuer Standort soll im Löwentor entstehen, wo beides zusammengeführt wird. „Das wird jetzt meine größte Aufgabe werden, das zu organisieren. Die Lagerräume platzen jetzt schon aus allen Nähten. Das liegt auch daran, weil wir immer mehr Tafelkunden haben, die unser Angebot nutzen.“ Und mit mehr Kunden steigt auch der Bedarf an Fläche und Personal. „Anfang dieses Jahres wurde ich gefragt. Ich überlegte nur zwei Sekunden“, schob sie freudig nach. Sie kommt aus Wolfenbüttel und will Wolfenbüttelern unter die Arme greifen.

Der größte Teil der Mitarbeitenden der Tafel sind Ehrenamtliche. Daher zähle auch zu ihren neuen Aufgaben, neue Helfer zu finden, die hier und da mit anpacken, ja vielleicht auch so ticken, wie sie. „Ich mache das gerne fürs ‚Gesamtkonstrukt‘ DRK. Ich identifiziere mich hundertprozentig mit diesem Unternehmen. Mir wird auch immer von anderen gesagt: Ich gehe in meiner Arbeit voll auf. Aber das ist ja immer so, wenn Arbeit Spaß macht, dann ist es keine Arbeit“, freute sich die DRK-Mitarbeiterin, die am Exer Soziale Arbeit studierte. Projekte zu managen, in etwas Struktur reinzubringen, das waren Schlagwörter, die auf sie passen. „Das ist genau meins, da geh ich voll auf“, meinte sie. Schwieger komme aus einer Wolfenbütteler Gärtnerfamilie. Ihre Angehörigen seien stolz, dass sie als Sozialarbeiterin den Wolfenbüttelern etwas Gutes tue.

]]>
news-780 Thu, 01 Feb 2024 08:38:06 +0100 Großer Dank an langjährige Spender und Unterstützer https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/grosser-dank-an-langjaehrige-spender-und-unterstuetzer.html Die Liste ist lang. Die Sorge war groß, dass jemand vergessen wird, aufzuzählen. Denn seit der Gründung im Jahr 2007 kann sich die Tafel Wolfenbüttel über viele Unterstützer freuen. Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist ziemlich groß und hilft der Tafel sehr. Eine Tatsache, über die Juliane Liersch, ehrenamtliche Leitung, und der Tafel-Koordinator Wilhelm Schmidt (Logistik und Beschaffung) sehr glücklich waren. „In den 17 Jahren seit dem Bestehen hat sich der Bedarf an Lebensmitteln stets vergrößert, weil auch mehr Tafelkunden zu uns kommen“, sagte Liersch. Aktuell werden rund 2.200 Kunden bedient. „Die Tendenz ist weiter steigend“, erklärte Schmidt.

Zu den langjährigen Spendern und größten Förderern zählt Carsten Richter. Der Wolfenbütteler Bäcker- und Konditormeister, der noch mit Leidenschaft und Liebe zum Handwerk seine Backwaren zaubert, unterstützt die Tafel, seitdem es sie gibt. „Wir holen täglich Brot, Backwaren und Brötchen ab“, führte Schmidt aus. Richter spendet täglich, was gebraucht wird und berücksichtigt dabei auch eine Bedarfsliste. „Wir sind im regelmäßigen Austausch und aktualisieren auch diese Bedarfsliste“, meinte Liersch. 30 Körbe an Backwaren kommen da am Tag zusammen.

An zweiter Stelle erwähnte das Führungsduo die im Jahr 2003 gegründete Curt-Mast Jägermeister Stiftung mit ihrer geschäftsführenden Vorständin Manja Puschnerus. Die Stiftung unterstützt jährlich projektbezogen. „Im vorigen Jahr konnte dank der Stiftung ein nagelneuer Transporter für 60.000 Euro angeschafft werden, mit dem Lebensmittelspenden eingesammelt und gekühlt transportiert werden können“, erzählten die beiden. Bürostühle, Laptops, Kühlschränke und mehr zählten jüngst ebenso zu den Unterstützungsleistungen.

Einen großen Dank sprachen Liersch und Schmidt den Einkaufsmärkten und Discountern aus. Aldi, Rewe, Edeka, Lidl und NP sind alle sehr großzügig. „Wir fahren jeden Supermarkt in Wolfenbüttel an – etwa 20 Stück pro Tag“, erklärte Schmidt, der sich mit logistischen Themen bestens auskennt. Mitgenommen werden alle Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, aber noch voll für den Verzehr geeignet sind.

Lebensmittel spenden auch die Mühle in Hedwigsburg, Nordzucker AG und Confiserie Weibler in Cremlingen. Erst kürzlich konnte Schmidt mehrere Paletten mit Schokolade, Mehl und Zucker von den Tafel-Partnern abholen.

Und natürlich unterstützen auch Landwirte aus nah und fern, etwa der Kartoffelhof Ecklebe in Wehre mit leckeren Knollen. „Kürzlich bekamen wir 2.000 Eier vom Hof Jörn Cramm in Leiferde“, freute sich Liersch. Die Domäne Salzdahlum übergibt ihnen ebenso Eier und in der Saison auch Erdbeeren. Vom Cassenshof Inzmühlen (Nordniedersachsen) kommen regelmäßig Freilandeier.

Und noch bei vielen weiteren möchten sich alle Tafel-Mitarbeiter ganz herzlich bedanken: Beim Lions Club Herzog August, beim Rotary Club Salzgitter-Wolfenbüttel, Ladies’ Circle 26 Wolfenbüttel, Round Table 112 Wolfenbüttel/Salzgitter, bei den Wolfenbütteler Wirtschaftsgesprächen, der Wolfenbüttel-Stiftung, der Herzapotheke, dem Restaurant Le Bosphore und bei unzähligen Privatpersonen sowie Schulen und Kindergärten, die auf Geburtstagen und Jubiläen Geld sammelen und für die Tafel Wolfenbüttel spenden. „Dass Wolfenbüttel so zusammenhält, ist schon beeindruckend.“

]]>
news-779 Thu, 01 Feb 2024 08:36:00 +0100 Ohne Ausgrenzung, Streit und lange Wartelisten https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/ohne-ausgrenzung-streit-und-lange-wartelisten.html Was andere Tafeln vom „Wolfenbütteler Weg“ lernen können. Pluspunkte sind Organisation und Zusammenhalt. Wenn man die Sache von außen betrachtet, hat sie durchaus Konfliktpotenzial: Sich bei einer Tafel zu melden, um Unterstützung in der alltäglichen Versorgung zu erhalten, ist eine Überwindung. Zudem erhöht das Anstehen in einer Schlange vor verschlossenen Türen die Gefahr der Stigmatisierung. Und wenn sich solche Ausgabestellen dann auch noch in einem Gewerbegebiet am Rande der Stadt befinden, dann ist die Erreichbarkeit und Hemmschwelle umso größer. Und wenn obendrein ein Aufnahmestopp verhängt wird oder es eine Warteliste gibt, auf der das Nachrücken quasi ausgeschlossen ist, dann müsste man wohl Verständnis haben für das ein oder andere böse Wort unter den Abholern.

Ganz anders läuft es bei der Tafel des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. „Wir haben uns im Grunde von Anfang an gegen all das entschieden“, sagt Juliane Liersch. „Gegen Schlangen vor der Tür, gegen Wartelisten und gegen das Gewerbegebiet.“ Seit zehn Jahren leitet sie die Tafel am Großen Zimmerhof 29 sowie den Second Hand-Laden „Eberts Hof“, den das DRK dort ebenfalls betreibt – alles im Herzen der Stadt, an der Fußgängerzone.

„Wir wollen die Menschen eben nicht vor den Toren der Stadt abfertigen“, erklärt die 73-jährige Ehrenamtliche, die dafür kürzlich schon Lob aus berufenem Munde bekommen hat: Christian Müller ist Tafel-Beauftragter der Lidl-Regionaldirektion in Hildesheim. Von dort aus betreut er mehr als 20 Tafel-Standorte. „Hier in Wolfenbüttel ist die Lage ungewöhnlich“, kommentierte er die Situation mitten in der Fußgängerzone. Die meisten Tafeln würden in den Randlagen versteckt. „Ich finde den Wolfenbütteler Weg beachtlich.“

Zu diesem „Wolfenbütteler Weg“ gehört noch mehr: Es gibt keine Schlangen vor der Tür – alle Abholer haben feste Besuchstermine, so dass nie zu viele kommen. Das Team um Juliane Liersch hat zudem den festen Vorsatz, alle Bedürftigen aufzunehmen. „Es soll bei uns keinen Aufnahmestopp und keine Warteliste geben“, versichert sie. Sollten die Lebensmittelspenden mal nicht ausreichen, würde eben bei allen etwas gekürzt. Zum Glück bestehe die Gefahr noch nicht, denn immer wieder geben Gruppen oder Einzelspender. „Wolfenbüttel hält zusammen.“

Dass die Versorgungslage der Tafel in unserer Stadt so stabil ist, grenzt an ein Wunder. Denn seit sie vor 17 Jahren durch den DRK-Kreisverband gegründet wurde, hatten sich die Abholerzahlen bei rund 950 Personen eingependelt (Wolfenbüttel und Schladen). Doch durch Kriege und dadurch steigende Flüchtlingszahlen werden mittlerweile fast 2200 Personen versorgt.

Dieser Trend gilt natürlich bundesweit. Allein in Niedersachsen/Bremen gibt es rund 100 Tafeln, die allesamt steigende Nachfrage verzeichnen. Um diese besser bewältigen zu können, sind nun zwei neue Logistikzentren im Emsland und in der Region Hannover geplant. Mitte 2023 hatten 30 Prozent der Tafeln einen Aufnahmestopp und 20 Prozent eine Warteliste. Jede zweite Tafel musste die Ausgabezeiten verlängern, benötigte dadurch aber auch mehr Helferinnen und Helfer. In Niedersachsen und Bremen engagieren sich rund 7000 Menschen bei den Tafeln, meldet der Landesverband, dessen Schirmherr Ministerpräsident Stephan Weil ist.

„Die Lage bei den Helfern ist örtlich sehr unterschiedlich“, sagt Uwe Lampe, Vorsitzender des Landesverbandes. Ebenfalls gebe es regionale Unterschiede bei den Lebensmittelspenden. „Wir haben ein Stadt-Land-Gefälle“, erläutert er. In städtischen Gebieten sei es oft einfacher, Lebensmittelspenden zu erhalten, im ländlichen Raum schwieriger. Laut Lampe versorgen die Tafeln in den beiden Bundesländern mehr als 200.000 Menschen. Bundesweit seien es mehr als zwei Millionen.

In der Vergangenheit wurde auch von Streitigkeiten in den oft langen Schlangen vor den Ausgabestellen berichtet. Zur Konfliktbewältigung hatte der Verband ein Deeskalationsseminar bei der Polizeiakademie Niedersachsen in Nienburg angeboten. So weit ist es in der Lessingstadt durch die durchdachten Lösungen des „Wolfenbütteler Wegs“ zum Glück noch nie gekommen.

Zahlen, Daten und Fakten

  • In Deutschland gibt es insgesamt 970 Tafeln mit unter­schied­lichen Trägern
  • Aufgaben der Tafeln: Lebensmittelverschwendung bekämpfen und Menschen helfen, die kurzfristig in Not geraten sind
  • Die Tafel Wolfenbüttel wurde 2007 gegründet
  • Die Sortierung der Lebensmittel erfolgt am Exer
  • Die Ausgabe der Lebensmittel erfolgt im „Eberts Hof“ im Großen Zimmerhof 29
  • Eine Außenstelle gibt es in Schladen in den Räumen der alten Schule
  • Aktuell 2.200 Tafelkunden, wöchentlich kommen derzeit 15 bis 20 Tafelkunden hinzu
  • Seit 2024 gibt es ein Duo aus haupt- und ehrenamtlicher Leitung, Frederike Schwieger im Hauptamt, Juliane Liersch im Ehrenamt
  • 20 Ehrenamtliche in der Ausgabe, 20 Fahrer und 15 Ehren­amtliche bei der Sortierung
  • Jeden Tag wird etwa eine Tonne Lebensmittel ausgegeben bzw. gerettet. Das macht 20 Tonnen im Monat oder 240 Tonnen pro Jahr
]]>
news-777 Tue, 30 Jan 2024 13:43:43 +0100 Das DRK erweitert sein Beratungsangebot in der Stadt https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/das-drk-erweitert-sein-beratungsangebot-in-der-stadt.html Jeden Donnerstag bietet die Migrationsberatung Sprechstunden im Eberts Hof an. Ab Februar wird es ein neues Angebot geben im Eberts Hof, dem Second-Hand-Shop (ebenso wie oben)des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel (Großer Zimmerhof 29). In der dortigen "Rot-Kreuz-Ecke" findet dann immer donnerstags von 9.30 bis 13 Uhr die Migrationsberatung der DRK-Flüchtlingshilfe statt.

"Wir planen das schon lange und werden es nun endlich umsetzen", erklärt Frederike Schwieger. Sie leitet nicht nur die Beratungs- und Koordinierungsstelle ,Flüchtlings- und Migrationshilfe' im Kreisverband, sondern ist seit Kurzem auch hauptamtliche Tafel-Leiterin. Bislang sei die Beratungsstelle am Exer ansässig und nicht für alle gut erreichbar. "Wir dürfen nicht vergessen, dass die Ratsuchenden aus dem gesamten Landkreis kommen und sogar aus Baddeckenstedt – wenn sie dann endlich in Wolfenbüttel sind, sollten sie nicht auch noch zum Exer müssen."

Die Beratungsstunden übernimmt ein neues Gesicht in der DRK-Flüchtlingshilfe: Christel Seigneur stammt aus Frankreich, lebt aber schon seit 15 Jahren in Wolfenbüttel. "Ich kenne die Schwierigkeiten, die es in einem neuen Land geben kann", sagt sie und berichtet von großer Akzeptanz ihrer Person unter den Geflüchteten.

Ganz sicher trägt auch ihre Sprachfertigkeit dazu bei. Neben Französisch und Deutsch spricht Christel Seigneur Englisch, Spanisch und Italienisch. "Damit komme ich schon gut über die Runden, obwohl es immer wieder neue Herausforderungen gibt." Kürzlich stand erstmals ein Uigure vor der Tür, da war dann Chinesisch/Mandarin gefragt. "Zum Glück haben wir für solche Fälle einen Dolmetscher-Pool, auf den wir zurückgreifen können."

Die Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes betreut derzeit im Landkreis Wolfenbüttel mehr als 200 Familien und Einzelpersonen. "Im Augenblick sind wir mit zwei Personen etwas dünn besetzt", sagt Frederike Schwieger. "Darum suchen wir eine dritte Kraft." Erforderlich ist dafür ein Abschluss in Sozialarbeit. Es sind Verträge in Teilzeit und Vollzeit denkbar.

"Bei der Beratung geht es um Asylverfahren, Sozialberatung sowie um medizinische und organisatorische Fragen", zählen die beiden auf. Außerdem helfe das DRK bei Fragen um Schule, Ausbildung und nicht zuletzt das in Deutschland praktizierte System von Gesellschaft und Verwaltung. "Bei Bedarf unterstützen wir die Klient*innen auch dabei, zu anderen Beratungsstellen Kontakt aufzunehmen."

Neben der eigenen Öffentlichkeitsarbeit sorgt die Mundpropaganda für den Bekanntheitsgrad der Beratungsstelle. "Die Tafel und die DRK-Fahrradwerkstatt sind für uns tolle Multiplikatoren." Auch die Sozialarbeiter der umliegenden Gemeinden sowie andere Kooperationspartner schicken die Ratsuchenden an den Exer – und künftig in den Eberts Hof.

Dort finden die Beratungen aber nur nach Terminvergabe statt: durch telefonische Anfrage über 05331/92784 2840 oder per Mail: fluechtlingshilfedrk-kv-wf.de.

]]>
news-776 Sun, 21 Jan 2024 13:32:26 +0100 JRK in Stadt und Landkreis wird wiederbelebt https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/jrk-in-stadt-und-landkreis-wird-wiederbelebt.html Das DRK stellt sich personall neu auf und sucht nun Kinder und Jugendliche. Info-Abend steht an. Das Jugendrotkreuz in Stadt und Landkreis nimmt neuen Schwung auf. Während der Kreisverband kürzlich mit York Will einen neuen und ausgesprochen erfahrenen JRK-Kreisleiter ins Präsidium gewählt hat, ist der Ortsverein schon einen Schritt weiter: Das neue Leitungsduo, bestehend aus André Barbe und Emma Greppler, hat jüngst den JRK-Raum aufgefrischt. Dort, Am Exer 15, soll es am Freitag, 19. Januar, ab 17.30 Uhr einen Info-Abend für Kinder, Jugendliche und Eltern geben.

"Im Rahmen der Coronapandemie hat unser Jugendrotkreuz leider seine Arbeit eingestellt", schildert Kevin Barbe, der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Wolfenbüttel. Die ehemals Verantwortlichen seien nicht bereit gewesen, an einem Neustart mitzuwirken. "Doch nun haben wir es endlich geschafft, neue Leitungskräfte für das JRK zu finden."

Das begrüßt York Will außerordentlich. Der 54-Jährige stieß schon mit 16 zum Roten Kreuz und hat die großen Zeiten des JRK in der Lessingstadt miterlebt. "Damals hatte Wolfenbüttel eine große und sehr aktive Gruppen in Niedersachsen – da wollen wir gerne wieder hin." Doch Will hat nicht nur die Kreisstadt im Blick, sondern auch die Gemeinden in der Fläche. "Das DRK ist ja in ganz vielen Orten vertreten, und es wäre ein schönes Ziel, überall wieder JRK-Gruppen zu haben. Genug junge Leute gibt es in den Orten auf jeden Fall."

Wo der Kreisverband hin will, ist also schon ziemlich klar. Nur wo er derzeit steht, das ist die Frage. "Seit meiner Wahl bin ich dabei, mir einen Überblick über den Status Quo zu verschaffen", schildert York Will. Wo gibt es noch Strukturen ehemaliger JRK-Gruppen, wie laufen die Schulsanitätsdienste (SSD) und mit welchen Ansprechpartnern? "Gerade den SSD halte ich für einen ganz wichtigen Unterbau für den späteren DRK-Nachwuchs, der im Bereich der Ersten-Hilfe im Kreisverband aktuell nur einen kleinen Teil einnimmt. Darum werden wir in Kürze den Kontakt zu Schulen und Lehrkräften suchen."

Ansonsten sieht der studierte Infomatiker seine Rolle eher in der Steuerung, bei Information, Werbung und überregionalen Funktionen. "Ich hatte schon früher einen Sitz in der JRK-Bezirksleitung und bin auch auf Landesebene gut vernetzt." In diesen Gremien wurde der Kreisverband Wolfenbüttel zuletzt wenig wahrgenommen. "Mir liegt daran, dass unsere Stimme dort wieder verstärkt gehört wird."

In die Lessingstadt zurückfließen könnten dann auch wieder Impulse, die bereits andernorts erfolgreich getestet wurden. Ob es Aktionen in der Fußgängerzone sind oder solche Info-Abende, wie ihn jetzt der Ortsverein plant. "Bei uns wird es zunächst zwei Gruppen geben", kündigt André Barbe an, "eine für sechs- bis neunjährige und eine für neun- bis zwölfjährige Kinder." Im Spätsommer/Herbst werde dann eine Gruppe für Zwölf- bis Sechzehnjährige hinzukommen.

Zu diesem Zweck wurde zuletzt schon der Gruppenraum des JRK am Exer 15 komplett renoviert, außerdem steht die äußere Struktur des Ganzen: "Wir haben drei Gruppenleiterinnen, die zwischen 17 und 20 Jahre alt sind." Es wird für den Info-Abend um Anmeldung per kurzer Mail an jrkdrk-wf.de gebeten.

Ein schönes Beispiel, was alles möglich ist im Roten Kreuz, stellt übrigens Emma Greppler dar. Die 18-Jährige besucht die 12. Klasse der Großen Schule und ist dort Mitglied im SSD. Jetzt leitet sie das Jugendrotkreuz und will nach dem Abitur eine Ausbildung zur Notfall-Sanitäterin machen. "Anschließend werde ich Medizin studieren", sagt sie selbstbewusst.

Solches Selbstbewusstsein wünscht sich für die künftige JRK-Arbeit auch York Will. "Wenn man weiß. wie aktiv und erfolgreich wir früher auf Bezirks- und Landesebene gewesen sind, ist die Entwicklug der letzten Jahre schon bitter", sagt er. "Da müssen wir unbedingt gegensteuern."

]]>
news-774 Sun, 21 Jan 2024 12:30:10 +0100 Kleiderkammer wieder erreichbar https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/kleiderkammer-wieder-erreichbar.html DRK-Leiter Joachim Korsch bedankt sich bei Wolfenbütteler Spendern und Helfern. Mit einem Dank und einer Neuigkeit wendet sich Joachim Korsch an die Öffentlichkeit. „Wir möchten uns ganz herzlich für die große Spendenbereitschaft der Wolfenbütteler im abgelaufenen Jahr bedanken“, betont der Leiter der DRK-Kleiderkammer (Am Exer 15). Nach wie vor sei die Solidarität der Bevölkerung mit Bedürftigen groß, und es stehen dem Leiter in der Kleiderkammer auch stets helfende Hände zu Gebote.

Allerdings gab es in letzter Zeit Schwierigkeiten bei der telefonischen Abstimmung von Besuchen und Spendenanlieferungen. „Wir haben daraufhin eine neue Nummer bekommen“, erklärt Korsch, der künftig am Exer nur noch über die 05331/927 84 64 00 zu erreichen ist.

Der Ehrenamtliche macht klar, dass seine Einrichtung nach wie vor auf der Suche ist nach Garderobe für Frauen, Männer und Kinder. „Dazu gehören auch Schuhe und Unterwäsche, gerne auch Bettwäsche und Handtücher.“ Federbetten seien allerdings nicht zu verwenden.

Öffnungszeiten

Die Kleiderkammer des DRK-Ortsvereins ist montags geöffnet von 15.30 bis 18 Uhr sowie mittwochs von 9.30 bis 12 Uhr.

]]>
news-783 Sat, 20 Jan 2024 14:04:00 +0100 Die Tafel Wolfenbüttel möchte Räume im Löwentor beziehen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-tafel-wolfenbuettel-moechte-raeume-im-loewentor-beziehen-1.html Es wird dringend mehr Platz benötigt. Die Räume der Tafel-Sortierung am Exer und die Tafel-Ausgabe in der Innenstadt am Großen Zimmerhof platzen aus allen Nähten. Sie reichen schlicht nicht mehr aus, um den realen Bedürfnissen gerecht zu werden. Lagerflächen und Kühlmöglichkeiten sind begrenzt und in den vorhandenen Räumen nicht mehr erweiterbar „Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen mit hoher Inflation und hohen Energiepreisen, der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges ist die Zahl der Bedürftigen, die die Tafel in Anspruch nehmen, in den zurückliegenden Jahren immer größer geworden“, erzählten Juliane Liersch und Wilhelm Schmidt. 2018 lag die Nutzerzahl noch bei 824 Tafelkunden. Mit derzeit über 2.200 Tafelkunden – eine Verdoppelung in jüngster Zeit – bestehen auch höhere Anforderungen, um dies logistisch leisten zu können.

Schon vor einiger Zeit fiel daher der Beschluss, alles zusammenzuführen, also die Sortierung und die Ausgabe. „Es gibt ein Konzept“, sagte TafelKoordinator Wilhelm Schmidt (Logistik und Beschaffung). Ihre derzeitigen Räume von rund 50 Quadratmetern im Eberts Hof sind für etwa 900 bis 1.000 Kunden ausgelegt. „Das passte wunderbar. Das Kommen und Gehen konnten wir gut regeln“, schob Liersch nach. Durch die Vergabe fester Termine an die Nutzer konnte der Ablauf so gestaltet werden, dass Warteschlangen in und vor dem Gebäude vermieden werden. Mit den neuen Nutzerzahlen funktioniert der Ablauf aber nicht mehr so, dem eigenen Anspruch und den Kunden gerecht zu werden. Im Eberts Hof befindet sich zudem noch der Second-Hand-Shop. „Wenn Tafel-Kunden anstehen, ist das nicht schön für die Kunden, die in Ruhe nach Kleidung schauen möchten“, sagte Liersch. Mit geänderten Öffnungszeiten wurde auf die veränderte Situation reagiert. So ist der Second-Hand-Shop vormittags geöffnet und die Tafel-Ausgabe am Nachmittag. Mit einem tendenziellen Zuwachs von 15 bis 20 Tafelkunden pro Woche wird sich die Situation in absehbarer Zeit nicht ändern, sondern noch eher schwieriger gestalten. Liersch meinte: „Der Zustand ist so nicht mehr tragbar und hinnehmbar. Die Arbeitsbedingungen für die Ehrenamtlichen sind am Limit. Der Wunsch des Deutschen Roten Kreuzes lautet daher, die Tafel und Second-Hand-Shop räumlich und logistisch zu trennen.“

Das DRK möchte künftig Räume im benachbarten Einkaufzentrum Löwentor beziehen. Dort gibt es immer noch ungenutzte Flächen im Rohbau, die das DRK gerne mit Unterstützung der Stadt und des Landkreises anmieten möchte. „Wir möchten zwei Räume beziehen und können uns hier auf 303 Quadratmetern vergrößern“, schildete Schmidt. Dort könne man das Gefühl einer „Abfertigung“ nehmen und sich auch um die Sorgen, Nöte und den Kummer der Menschen kümmern, ihnen einfach zuhören. „Das ist das, was uns ausmacht. Den Menschen zu helfen und das ganzheitlich und in einer angemessenen, wertschätzenden Atmosphäre“, so Gauder, Vorständin des DRK Wolfenbüttel. Schmidt fügte in Bezug auf die Logistik an, dass die Anlieferung durch die Tiefgarage erfolgen könnte und man mit Hubwagen die Lebensmittel viel einfacher reinund rausbringen könnte. „Das würde unsere Arbeit deutlich vereinfachen“, fuhr Schmidt fort. Außerdem können die Räume temperiert werden. „Das Architektur Büro Decker aus Braunschweig wird die Planung kostenlos machen“, dankte er.

Die Anmietung der Räume von jährlich 43.268,40 Euro kann das DRK aber nicht alleine stemmen. „DRK-Vorständin Aline Gauder bat deshalb Stadt und Kreis um finanzielle Unterstützung. Der Wunsch ist, dass noch im ersten Halbjahr 2024 ein Einzug erfolgt“, sagte Liersch. Der Plan des DRK sieht vor, dass sich Stadt und Landkreis die Mietkosten teilen und das DRK die Nebenkosten übernimmt.

Geklärt ist die Finanzierung gegenwärtig noch nicht. Die Stadt beschloss bereits, einen jährlichen Anteil von 20.000 Euro zu übernehmen. Der Kreistag berät erst am 22. Januar über den Antrag.

]]>
news-773 Thu, 21 Dec 2023 08:18:00 +0100 Projekt Wunschbaum diesmal mit ganz anderem Fokus https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/projekt-wunschbaum-diesmal-mit-ganz-anderem-fokus.html Jägermeister-Mitarbeiter und der CMJ-Stiftung kamen mit vollen Kofferräumen zur DRK-Tafel. Eine vorgezogene Bescherung gab es jetzt für 56 Tafel-Bezieher, die von einer Geschenke-Aktion der Firma Jägermeister profitierten. Bereits zum achten Mal erfüllten Mitarbeiter und Auszubildende von Jägermeister-Verwaltung und Curt Mast Jägermeister (CMJ) Stiftung Wünsche, die ihnen von Mitarbeitern der DRK-Tafel übermittelt worden waren. Die Übergabe fand jetzt im Eberts Hof am Großen Zimmerhof 29 statt.

Die Zielgruppe dieser Spendenaktion ändert sich jedes Jahr. "Diesmal haben wir Jugendliche von 13 bis 19 Jahren in den Fokus gerückt", erklärten Karla Hettinger, Romy Müller und Finja Renz. "Unserem Eindruck nach gehen diese Jugendlichen zwischen den großen Gruppen der Kinder und der Rentner bei Spendenaktionen oft ein wenig unter."

Aus seinen Kofferräumen holte das Trio 56 liebevoll verpackte Geschenke aller Größen, und alle waren mit Namenschildchen versehen. „Mehr als 50 Kolleginnen und Kollegen haben mitgemacht bei unserem Projekt Wunschbaum“, erzählte Karla Hettinger. Kurios: "Inzwischen melden sich schon die ersten sehr früh und wollen schon vor dem Start wissen, wann es endlich losgeht."

Jedes Päckchen hat einen Wert von rund 50 Euro. "Das ist eine unglaublich schöne Aktion", betonten Juliane Liersch und Susanne Smyczek für die DRK-Tafel. Einerseits freue sich die Tafel immer wieder darüber, dass sie solchen Rückhalt in der Bevölkerung spüre. "Andererseits ist auch die Idee der wechselnden Zielgruppe toll: Auf diese Weise erfahren alle mal eine Förderung."

Die eingegangenen Wünsche bezogen sich in diesem Jahr oft auf bestimmte Kleidungsstücke, wie Karla Hettinger berichtete. "Alle waren im vorgegebenen Limit von 50 Euro gut zu erfüllen."

Jägermeister hatte das Verfahren im vorigen Jahr zunehmend professionalisiert: Auf einer Internetseite hingen an einem virtuellen Baum die Wunschzettel, Mitarbeiter der Firma konnten sich einen passenden "abpflücken". Diese digitale Variante hatten die Beteiligten entwickelt, als Corona den direkten Kontakt unter einem realen Baum unmöglich machte. „Nach der Entscheidung für einen Wunsch besorgten sie das Geschenk, packten es schön ein und versahen es auch mit einem Namensschild für den Empfänger“, erklärte Felix Pink, der die Verteilung 2022 organisierte. Dabei mussten die Angestellten für den Kaufpreis zwar in Vorleistung treten, bekamen aber auf Antrag die Hälfte von der CMJ-Stiftung erstattet. „So weit ich weiß, hat das aber kaum jemand gemacht“, sagte Pink.

 

]]>
news-772 Tue, 19 Dec 2023 10:40:00 +0100 Schüler werben 500 Euro für die Tafel ein https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/schueler-werben-500-euro-fuer-die-tafel-ein.html Zwei Tage wurde gebacken – und dann stockte ein anonymer Spender auf 1000 Euro auf. Zu einem Kurzbesuch kamen jetzt Nia Teske, Sarah-Sophie Schulze und Emilia Redlich in die DRK-Tafel am Großen Zimmerhof 29. Die Schülerinnen waren Abgesandte der gemeinnützigen Gruppe Interact Wolfenbüttel und brachten eine Spende mit – nicht zum ersten Mal.

„Wir haben wieder Kekse gebacken und anschließend in der Fußgängerzone verteilt“, erzählte Präsidentin Nia Teske, "jeder, der eine Spende gab, erhielt eine Kekstüte." Auf diese Weise kamen stattliche 650 Euro zusammen. „Ein anonymer Spender hat die Summe dann noch ordentlich aufgestockt, so dass wir am Ende 1000 Euro verteilen können, die nun hälftig an die DRK-Tafel und an die Satu-Mare-Hilfe gehen."
Die Interact-Gruppe Wolfenbüttel wurde 2015 von Schülern der Großen Schule gegründet und gilt als Jugendorganisation des Rotary-Clubs. „Wir richten uns an alle Jugendlichen der weiterführenden Schulen“, erzählt Interact. Zwar habe der Verein nur wenige aktive Mitglieder, jedoch stehe ein großes Netzwerk von passiven Schülern dahinter, die je nach Aktion dazukommen. Nach eigenen Angaben gibt es 14.911 Interact Clubs mit 342.953 Mitgliedern in 145 Ländern.

Juliane Liersch zeigte sich begeistert: „Es ist großartig, wie oft uns diese Gruppe schon geholfen hat“, sagte die ehrenamtliche Leiterin der DRK-Tafel bei der Geldübergabe. Das zeuge von großer Sensibilität jenen gesellschaftlichen Gruppen gegenüber, die Hilfe bei der Tafel suchen – seien es Flüchtlinge oder andere Menschen in Not. „Mich überwältigt es jedes Mal, dass so viele junge Menschen in unserem Land an die Bedürftigen denken und ihren Teil der Hilfe beisteuern wollen.“

 

]]>
news-770 Mon, 04 Dec 2023 10:10:00 +0100 Präsidium blickt nach Umbau zuversichtlich in die Zukunft https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/praesidium-blickt-nach-umbau-zuversichtlich-in-die-zukunft.html Björn Försterling nutzte die Kreisversammlung, um mal richtig Danke zu sagen. Der Vorsitzende des DRK-Präsidiums hob vor allem die Leistung des erst kürzlich berufenen Führungsduos hervor: „Aline Gauder und Christian Hawicks leisten als Vorstände Bemerkenswertes und müssen vor allem vieles aufarbeiten, was zuletzt liegen geblieben ist“, lobte er. Beide sind mittlerweile seit vielen Jahren im Kreisverband tätig. Während Christian Hawicks vor seiner Beförderung als Leiter der Finanzbuchhaltung fungierte, durchlief Aline Gauder eine Reihe von Bereichen, stets in Leitungsfunktion. Sie drückte dem Tafel-Laden, der Flüchtlingshilfe und schließlich als Leiterin der Ehrenamtskoordination dem wichtigsten Bereich im Kreisverband ihren Stempel auf. „Wir sind beiden sehr dankbar“, unterstrich Björn Försterling.

Doch sein Lob bezog sich nicht nur auf die Spitze. „Das Präsidium bedankt sich bei allen Mitarbeitern im Kreisverband und seinen Gesellschaften.“ Die Belegschaft habe viel Potenzial, und die derzeit laufende Änderung der Organisationsstruktur werde darauf eingehen. „Unsere neue Führungskultur wird dazu beitragen, das vorhandene Potenzial mehr auszuschöpfen.“

Das gesamte Präsidium blicke sehr optimistisch auf die Zusammenarbeit mit dem Duo Gauder/Hawicks. Im Übrigen seien kürzlich drei Eckpunkte eingezogen worden, an denen sich die künftige Arbeit im Kreisverband ausrichten soll: An der Spitze stehen dabei die sieben weltweit gültigen Grundsätze des Roten Kreuzes (Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität). Zweitens sollen Zukunftsprojekte unbedingt auf ihre finanzielle Darstellbarkeit überprüft werden. Drittens wird es im Kreisverband künftig keine Strukturen mehr geben, in denen alles auf eine Person zuläuft – in Ausführung und Kontrolle.

Björn Försterling vergaß auch nicht, das Ehrenamt als tragende Säule des DRK zu würdigen: „Unsere Organisation wird elementar vom Ehrenamt getragen.“ Und auch Aline Gauder unterstrich diesen wichtigen Punkt: „Das Ehrenamt braucht das Hauptamt – aber das Hauptamt braucht auch das Ehrenamt.“ Vor diesem Hintergrund war es schlüssig, dass schnellstmöglich eine Nachfolgerin bei der Ehrenamtskoordination eingesetzt wurde. Künftig leitet Frederike Schwieger dieses Team.

Eine weitere Personalie wurde in Schladen ebenfalls verkündet: Corina Bornecke, bislang Geschäftsführerin der DRK-Solferino gGmbH, verlässt den Inklusionsbetrieb auf eigenen Wunsch Ende März. Ihr Nachfolger wird Maximilian Pink, der kürzlich bereits die Geschäftsführung der DRK-inkluzivo gGmbH übernommen hatte. „Wir glauben, dass es auch dort eine Reihe von Synergien gibt, die man erst auf den zweiten Blick sieht“, erklärte Aline Gauder. Zum Beispiel sei es denkbar, dass der Fachdienst Berufliche Eingliederung (FBE) seine Aufgaben als „anderer Leistungsanbieter“ (aLa) über Einsatzstellen im Solferino wahrnehme.

]]>
news-768 Sun, 03 Dec 2023 19:42:59 +0100 Wir-Gefühl und Ende einer Vakanz https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wir-gefuehl-und-ende-einer-vakanz.html DRK-Kreisverband Wolfenbüttel hatte seine Delegiertenversammlung im DGH Schladen. Umzug, neuer Slogan und gestärktes Wir-Gefühl: Die Kreisversammlung des Roten Kreuzes könnte man mit dem Motto ,Aufbruch zu neuen Ufern‘ zusammenfassen. Im Dorfgemeinschaftshaus in Schladen nahmen knapp 50 Delegierte die neuen Pläne des Kreisverbandes Wolfenbüttel zur Kenntnis, genehmigten den Haushaltsabschluss 2021 einstimmig und erteilten auch der Leitungsebene die erforderliche Entlastung.

Die augenfälligste Veränderung betrifft einen Adresswechsel: Ab sofort firmiert der Kreisverband nicht mehr unter Dietrich-Bonhoeffer-Straße 8, sondern hat seinen Sitz Am Exer 19a in 38302 Wolfenbüttel. „Planmäßig mussten wir die alten Büros räumen“, berichtete Vorstand Christian Hawicks. In den vergangenen Monaten seien viele drängende Fragen aufgetaucht, erzählte das neue Führungsduo. „Das war eine turbulente Zeit – und im Mittelpunkt stand natürlich unser Neubau.“

Das im Bau befindliche DRK-Zentrum (Mascheroder Straße) wird erst Mitte 2024 fertig, in den vergangenen sechs Monaten hatte es doch einige Verzögerungen gegeben. „Zum Glück konnten wir einen größeren Zeitverzug abwenden, so dass wir den Engpass jetzt mit unseren Büros Am Exer entschärfen.“ Zudem gehen jeweils 50 Prozent der Mitarbeiter ins Homeoffice. „Dabei haben wir schon gemerkt: Wir rücken spürbar zusammen – nicht nur räumlich.“

Dieses neue Wir-Gefühl ist nämlich durchaus Programm. „Die Mitarbeiter des Kreisverbandes und seiner Gesellschaften sollen sich künftig noch stärker als Gruppe empfinden“, erklärte Christian Hawicks. Schon vor dem Einzug ins neue Domizil werde das jetzt verdeutlicht durch einen neuen Slogan, der Haupt- und Ehrenamt zusammenfasst: #EinKV.

Einmütig ging es auch bei einer Abstimmung der Delegierten zu, die sich noch einmal um den Neubau drehte. Dieser bestand ursprünglich aus drei Bauabschnitten: Nummer 1 (Verwaltung) wird im Sommer fertig. Nummer 2 (Rettungsdienst- und Katastrophenschutzzentrum) wird nun der Landkreis in eigener Zuständigkeit realisieren. Nummer 3 (künftige Projekte) kommt vorerst nicht zustande. „Der Landkreis will den zweiten Bauabschnitt selbst bauen und benötigt aufgrund veränderter Bedarfe und DIN-Vorgaben dafür mehr Platz. Daher werden wir wahrscheinlich auch die Fläche für den Bauabschnitt 3 veräußern“, erläuterte Björn Försterling, der die Verhandlungen rund um den Neubau schon seit 2019 führt. Aktuell würden in Kürze Gespräche mit der Stadt Wolfenbüttel anstehen, da der Landkreis nun in den bestehenden städtebaulichen Vertrag einsteigen müsse.

Dass durch den Verkauf des Bauabschnitts 3 Platz für künftige Projekte fehlen würde, sieht Försterling nicht: „Wir haben am Exer ausreichend Platz, und strategisch wollen wir als Kreisverband auch wieder mehr in die Fläche des Landkreises gehen, das macht uns aus und stark.“ Die Versammlung war überzeugt und erteilte ihre Genehmigung einstimmig.

Ebenso einstimmig verlief das Votum zu zwei ehrenamtlichen Personalien: Dr. Peter Loch wurde zum neuen Kreisverbandsarzt ernannt, und York Will besetzt ab sofort eine Position, die schon seit vielen Jahren vakant war: Er ist ab sofort Leiter des Jugendrotkreuzes auf Kreisebene. „York ist schon lange im DRK aktiv, und wir freuen uns sehr, diese Stelle wieder kompetent besetzt zu haben“, sagte Björn Försterling.

]]>
news-767 Sun, 03 Dec 2023 19:37:53 +0100 Eine Anschaffung zum Wohle der Patienten und des Personals https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/eine-anschaffung-zum-wohle-der-patienten-und-des-personals.html Die Ortsvereine des DRK-Kreisverbandes haben treue Vorsitzende – und manche legen zusammen für einen guten Zweck. Ein wichtiger Punkt der Kreisversammlung waren die Ehrungen – doch schon beim Betreten des Dorfgemeinschaftshauses wartete auf die Delegierten ein schönes Beispiel für die Leistungsfähigkeit der angeschlossenen DRK-Ortsvereine. Denn im Foyer präsentierte das Leitungsduo des Rettungsdienstes, Daniel Schulte und Steffen Tegtmeier, die jüngste Neuanschaffung: Einen Corpuls CPR Arm.

Dabei handelt es sich um die neueste Version eines Thorax-Kompressionsgeräts, das die Fachleute gleich mehrfach begeistert: Durch die Röntgentransparenz der Boards ist es optimal für den Einsatz im Herzkatheterlabor geeignet. Durch seine Ein-Arm-Konstruktion erlaubt es ungehinderten Zugang zum Thorax bei laufender Reanimation. Und es ist als einziges Gerät im Markt auch für Kinder ab acht Jahren zugelassen.

Das Gerät kann im Notarzt-Einsatzfahrzeug mitgeführt werden und erleichtert die Herzmassage zur Wiederbelebung: Was bis jetzt manuell durchgeführt werden musste, nicht selten bis zur Erschöpfung der Retter, schafft jetzt der Corpuls-Arm ohne Ermüdungserscheinungen. „Ich begrüße diese Anschaffung ausdrücklich“, betonte Daniel Schulte, Geschäftsführer des Rettungsdienstes. Erstens gehe es um die Sicherheit des Personals, das nun nicht mehr im fahrenden Rettungswagen stehen müsse, um Patienten wiederzubeleben. „Zweitens erfüllen wir jetzt leichter die Anforderung nach fünf Zentimeter Drucktiefe – bisher mussten die Helfer dafür alle zwei Minuten ausgewechselt werden.“

Das Beste aber: Die 20.000 Euro-Anschaffung im Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel kam über eine Spende der Ortsvereine Schöppenstedt und Halchter zustande, wie der Vorstand hervorhob. Außerdem steuerten die Volksbank Wolfenbüttel über das VR-Gewinnsparen sowie die Gäste einer Geburtstagsparty Geld bei: Björn Försterling (jetzt 41) hatte seine Gäste erfolgreich zum Mitmachen aufgerufen: Es kamen mehr als 1000 Euro zusammen. „Wir sind allen Spendern für diese Reanimationshilfe sehr dankbar.“

Dankbarkeit drückten Präsidium und Vorstand auch durch Blumen und Präsente aus, als gleich neun Ortsvereinsvorsitzende für ihr teils langjähriges Engagement geehrt wurden.

Stehende Ovationen durfte dabei Erdmuth Queißer entgegen nehmen, die mittlerweile seit 48 Jahren dem Ortsverein Groß Denkte vorsitzt. Geehrt wurde sie nun für 45 Jahre, denn coronabedingt hatte es einige Verzögerungen gegeben. Zudem arbeitete sie viele Jahre im Kreispräsidium mit.

Weitere Ehrungen: Willi Rittierott (Steinlah) und Maritta Heike (Gielde) für 25 (27) Jahre Vorsitz, Sieglinde Eberhardt (Cremlingen), Elisabeth Flammann (Evessen), Manfred Frohse (Ahlum) und Björn Försterling (Wolfenbüttel) für 15 Jahre Vorsitz, sowie Ute Schwarz (Semmenstedt/Timmern) und Jutta Weiß (Schladen) für 5 Jahre Vorsitz.

Den Bericht aus den Geschäfts­bereichen übernahmen die Vorstände Aline Gauder und Christian Hawicks. Rein organisatorisch werde die Tafel jetzt wieder dem Kreisverband angeschlossen, kündigte Aline Gauder an. Zudem sei geplant, wegen der konstant steigenden Abholerzahlen einen Umzug vorzunehmen: „Mit der Stadt ist besprochen, dass wir zwei Geschäfte im Löwentor beziehen.“ Auch die Unterstützung der Stadt stehe bereits fest, während die des Landkreises noch erwartet werde. „Wir sind in Eberts Hof personell und räumlich an der Grenze der Belastbarkeit“, sagte sie weiter. Durch die Krisen der vergangenen Jahre sei die Abholerzahl von 900 auf 2000 gewachsen. „Im Grunde ist das Wahnsinn.“

Der Rettungsdienst sei in der Leitungsebene zukunftsfähig aufgestellt, freute sich Christian Hawicks. Die schrittweise Erneuerung des Fuhrparks aber werde durch Lieferengpässe gebremst. „Die Personallage ist nach wie vor angespannt – da kam kürzlich die erfreuliche Nachricht, dass alle drei Auszubildenden nach Abschluss der Prüfungen bei uns bleiben wollen.“ Ebenso erfreulich: Künftig soll die Zusammenarbeit mit den angrenzenden Kreisverbänden und dem Landesverband auf dem Gebiet des Rettungsdienstes intensiviert werden.

]]>
news-751 Thu, 07 Sep 2023 13:35:42 +0200 Babys auf Entdeckungsreise im DRK Wolfenbüttel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/babys-auf-entdeckungsreise-im-drk-wolfenbuettel.html Ende September starten die neuen Kurse im ITZ am Exer. Ihr Baby ist neugierig? Und Sie möchten ihm und sich selbst etwas Gutes tun? Dann sind Sie im DRK auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände an der richtigen Adresse. Andrea Bruns, Leitung der Ergotherapie in der DRK-inkluzivo, hat gemeinsam mit ihrem Team ein vielfältiges Kursangebot rund um die Gesundheit von klein bis groß etabliert. „Endlich haben wir für die Kleinsten neben der Babymassage auch wieder den Kurs ,Babys in Bewegung‘ im Angebot“, freut sich Bruns. Denn Babys sind aktiv, lernfähig und erobern durch Bewegung und Sinneswahrnehmung die Welt.

Babys in Bewegung (BiB)

Und am 27. September geht es auch schon los. Wussten Sie, dass „Babys in Bewegung“ (kurz BiB) vom Deutschen Turner-Bund e. V. (DTB) zertifiziert ist? Auf Ihr Baby warten unterschiedlichste Spiel-, Bewegungs- und Sinnesanregungen, mit denen Sie seine einzelnen Entwicklungsphasen unterstützen und den natürlichen Bewegungsdrang fördern. BiB ist für Babys von drei bis zwölf Monaten geeignet und findet Mittwochvormittag von 10 bis 11 Uhr als Zehn-Wochenkurs statt. Herzlich willkommen zur allerersten Turnstunde. Es sind noch Plätze frei.

Babymassage

Balsam für die Babyseele. Das verspricht unser Babymassagekurs. „Er erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit, da zum Beispiel Blähungen und Bauchweh vorgebeugt werden kann“, berichtet Bruns begeistert. Hier können Eltern unter erfahrener Anleitung die sanften Massageabläufe erlernen und sie erhalten wertvolle Informationen über verschiedene Öle, Rezepturen, naturheilkundliche und homöopathische Hilfsmittel. Babymassage ist für Babys vom ersten bis sechsten Lebensmonat geeignet und findet immer freitags am Vormittag statt.

MamaFit

Und auch für frischgebackene Mütter hat das DRK einen besonderen Kurs im Angebot: Die Rückenschule MamaFit (nach BVMBZ-Richtlinien anerkannt) richtet sich an alle, die sich auch nach der Rückbildung etwas Gutes tun wollen. Bei diesem Kurs steht die Mama im Mittelpunkt. Ziel ist es, mit mehr Energie, innerer Ausgeglichenheit und wohligem Körperempfinden in den Tag zu starten. MamaFit findet Freitagvormittag an 10 Terminen statt. Gut zu wissen: Das Baby kann gerne mitgebracht werden.

Für eine Anmeldung und weitere Informationen zu allen Kursen steht Andrea Bruns (Leitung Praxis für Ergotherapie) zur Verfügung unter Telefonnummer 05331/927 847 73 oder per E-Mail an ergoinkluzivo.de.

]]>
news-716 Sun, 12 Mar 2023 11:02:50 +0100 Die Neulinge und der Stab des Äskulap https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-neulinge-und-der-stab-des-aeskulap.html Lust auf Abzeichen? Beim DRK gibt es eins, das mit großem Stolz getragen wird. Beim DRK drehte sich kürzlich alles um ein Brust-Patch. Das sind Fachdienstabzeichen, die nach bestandener Ausbildung per Klettverschluss an der Einsatzkleidung befestigt werden. Das Besondere: Es handelte sich bei den Prüflingen um das erste Abzeichen, quasi um den Auftakt ihrer Rotkreuz-Karriere. „Auch wenn nicht jeder bei uns im Katastrophenschutz Sanitäter oder Sanitäterin werden muss: Bei fast jedem von uns steht bald nach Eintritt dieser Stab des Äskulap“, erklärt Fabian Palic. Er hat vor vielen Jahren ebenfalls mit dem „Fachdienstabzeichen Sanität“ begonnen – heute ist er stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter.

In dieser Funktion hatten er und sein Team vor einem Jahr begonnen, um Nachwuchs zu werben. Mit Erfolg: „Mehr als 50 Leute haben sich gemeldet“, freut sich Palic. „Die Hälfte wurde sofort Mitglied, weitere 12 Personen halten noch Kontakt und steigen später ein in die Ausbildung.“ Diesen Schritt haben die ersten zwei Gruppen nun erfolgreich hinter sich. Innerhalb von neun Tagen (vier Wochenenden Ausbildung, ein Tag Prüfung) wurden sie ,Sanitäter/Sanitäterin im Katastrophenschutz‘ – ab sofort dürfen sie zu Einsätzen der Bereitschaft, sichern also Großveranstaltungen wie Musikkonzerte, werden aber auch bei Krisensituationen angefragt.

Alles andere als ein Selbstläufer

Viel Anlass ist vorhanden, das neue Patch mit Stolz zu tragen, denn: „Die Ausbildung war alles andere als ein Selbstläufer“, erklärten die Neulinge im Abschlussgespräch. Ausganglagen der Prüfung waren Unfälle und internistische Notfälle, von ehrenamtlichen Darstellern möglichst realistisch gespielt. In Zweierteams galt es, erfolgreiche Lösungen zu finden. Jedes Duo kam eine halbe Stunde unter die Lupe. „Wir waren zwar vorbereitet auf einen Trauma-Notfall, auf Unterzuckerung und Herzinfarkt, auf Leitersturz und Verbrennung – trotzdem erzeugt eine Prüfungssituation nochmal besonderen Druck.“

Tatsächlich stand zusammen mit Prüfungskommission, Darstellern und Prüfungsbeobachtern eine ganze Reihe von Personen um die gestellte Szene herum. Da können die Nerven schonmal ins Flattern kommen. Doch auch das ist ja durchaus eine Situation, die im Alltag vorkommen kann. „Alle Aspiranten haben das gut gelöst“, kommentierte anschließend Dr. Frank Kirstein. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums des Kreiverbandes und leitete am Samstag die Prüfungskommission. Die Prüflinge hätten dabei tolle Ergebnisse erzielt, lobte er. „Dazu gehören nicht nur die Lösungen am Patienten, sondern auch die Eigenreflexion ihrer Arbeit – daraus schließen wir auf den Willen und die Fähigkeit, künftig noch besser zu werden.“ Übrigens kam auch Dr. Kirstein selbst als junger Mann zum Roten Kreuz und wurde zunächst Sanitäter. „Ich war damals 16 Jahre alt“, erinnerte sich der heute 59-Jährige. Später schloss sich ein Medizinstudium an, und inzwischen ist er ein bekannter Arzt in Braunschweig. Seinen Wurzeln blieb er treu und arbeitet mittlerweile mehr als 30 Jahre als Prüfer für den DRK-Kreisverband Wolfenbüttel.

Solche Ziele haben die neuesten DRK-Mitglieder natürlich noch nicht vor Augen. Aber sie berichten von rundum gelungener Aufnahme im Team – einer war gleich dabei geblieben, als er eigentlich nur seine Tochter vorbeibringen wollte. „Die Wochenenden hier haben großen Spaß gemacht und wir haben tolle Leute kennen gelernt – außerdem wird mir das DRK die Verlängerung meines LKW-Führerscheins finanzieren, wenn ich mich weiterhin intensiv als Fahrer engagiere.“

Somit hatten jeder und jede einen ganz persönlichen Antrieb, warum es ein Ehrenamt beim Roten Kreuz sein sollte. Aber alle waren im Rückblick sehr zufrieden mit dieser Entscheidung. Und auch die Organisatoren waren guter Dinge, nicht zuletzt, weil die Bereitschaften nun weiblicher und jünger werden: Immerhin 80 Prozent der Kursteilnehmer waren junge Frauen, und der jüngste Absolvent zählte gerade mal 16 Jahre. „Aber unsere Aktion hat sich noch aus anderen Gründen gelohnt“, freute sich Fabian Palic. Er und seine Mitstreiter hatten nämlich in der gemeinsamen Zeit viel Potenzial bei den Neulingen ausgemacht. „Wir konnten jetzt schon sehen, in wem das Zeug zu einem künftigen Ausbilder und zu einer künftigen Führungskraft steckt.“ Außerdem kamen auch bei dieser Ausbildung wieder Teilnehmer aus der Umgebung, zum Beispiel aus Braunschweig, Wolfsburg und sogar Hildesheim an den Exer. „Diese Kooperation ist sehr zu begrüßen“, unterstrich der Gastgeber.

Am meisten freute er sich aber darüber, mit wieviel Spaß und Freude die gesamte Gruppe das Thema anging. „Das ist bemerkenswert vor dem Hintergrund, dass es heute keine Normalität mehr ist, seine Freizeit ehrenamtlich zu opfern.“ Doch man merkte, dass die Idee des Helfens für viele schon eine Herzensangelegenheit ist. Am Ende gab es viel Applaus für Prüflinge und Prüfer – danach ging es zum gemeinsamen Essen ins Oliveto.

Ein neuer Lehrgang ist schon in Planung

Der nächste Lehrgang zum ,Sanitäter/Sanitäterin im Katastrophenschutz‘ findet im Herbst statt. Es ist geplant, die Vorbereitung in einem Block anzubieten, der voraussichtlich als bezahlter Bildungsurlaub gebucht werden kann. Die Ausbildung liefe dann ganztags vom 15. bis zum 22. Oktober. Die Prüfung ist auf den 4. November terminiert.
Anmeldungen sind noch möglich. Interessenten melden sich bitte per Mail unter KatS-Ehrenamtdrk-kv-wf.de oder direkt hier.

]]>
news-683 Mon, 14 Nov 2022 17:42:19 +0100 Die Antwort auf Herausforderungen: Zusammenhalt https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-antwort-auf-herausforderungen-zusammenhalt.html Die 76. Kreisversammlung des DRK-Kreisverbands traf sich in der Mensa des Gymnasiums im Schloss. Im Mittelpunkt der 76. Kreisversammlung beim Roten Kreuz in Wolfenbüttel stand die Neuwahl zum Präsidium. Sie ging gewohnt harmonisch über die Bühne, alle Entscheidungen verliefen einstimmig und auch bei der Wahl „Besonderer Vertreter nach §30 BGB“ gab es keine Gegenstimme: Thomas Stoch und Uwe Rump-Kahl wurden erneut berufen, diesmal bis 2025.

Bei aller Harmonie: Der Kreisverband ist derzeit stark gefordert. Das schilderte Vorstand Andreas Ring in seinem Bericht zu Geschäftsbereichen und Projekten. „Vor allem die Entwicklung der Zahlen in der Tafel und in der Flüchtlingshilfe bringt uns an Grenzen“, sagte er. In den Flüchtlingsunterkünften Schöppenstedt und Wolfenbüttel betreut das DRK 165 Gäste, etwa 100 Plätze seien noch frei. „Es kommen aber pro Woche 25 neue Personen hinzu.“ Den Plan des Landkreises, eine dritte Unterkunft einzurichten, konnte Ring nachvollziehen („im Winter erwarten wir eine neue Flüchtlingswelle“).

In der Tafel werde noch in diesem Jahr die Marke von 2000 Beziehern erreicht. „Auch dort sind wir am Limit, wollen aber unbedingt einen Aufnahmestopp vermeiden.“ Ring würdigte die hohe Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter im Eberts Hof, die neben der Tafel auch noch den Second-Hand-Laden managen: „Dort haben wir mittlerweile 12.000 Kunden pro Jahr.“

Übrigens startet die Tafel eine besondere Wunschzettel-Aktion zu Weihnachten: „Durch eine großzügige Spende ist es uns möglich, 500 Kindern aus der Tafel und den Flüchtlingsunterkünften einen Wunsch zu erfüllen“, freute sich Ring über die anhaltend hohe Bereitschaft der Bevölkerung, in der Krise zusammenzuhalten.

„In der Krise zeigt der Mensch Charakter“, zitierte Axel Szybay den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Er bezog das einerseits auf die Arbeit des Präsidiums in den vergangenen Jahren: „Da sind wir alle zu Krisenmanagern geworden.“ Doch er meinte damit auch den scheidenden Präsidenten des Kreisverbandes, Horst Kiehne: „Danke für 16 Jahre Charakter“, schloss er seine Laudatio für den Weggefährten.

Nach der Neuwahl kann das Präsidium weiterhin auf geballte DRK-Erfahrung setzen. Seine Mitglieder haben schon jetzt vieljährige Arbeit für das Rote Kreuz geleistet, wie ein Blick in die Vita der Vier belegt:

Björn Försterling kam 2001 als Ersatzdienstleistender zum Kreisverband. Von 2005 bis 2021 war er Bereitschaftsleiter in Wolfenbüttel, von 2006 bis 2022 Vorsitzender des Ortsvereins Wolfenbüttel. Weitere Stationen: 2014-2018 Katastrophenschutzbeauftragter, 2018-2022 stv. Vorsitzender des Präsidiums im Kreisverband, 2021-2022 kommissarischer Geschäftsführer DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel gGmbH. „Und 2003 habe ich sogar einen Feldkoch-Lehrgang absolviert“, sagt Försterling und lacht.

Heike Kanter trat 2007 dem Ortsverein Halchter bei. Seit 2021 ist sie dort 2. Vorsitzende, wurde 2018 erstmals ins Präsidium des Kreisverbands gewählt. „In dieser Zeit war mir besonders wichtig, dass wir die Blutspenden während Corona weiter durchführen konnten. Außerdem in der ersten Flüchtlingskrise die schnelle, unbürokratische Hilfe für unbegleitete Kinder und Jugendliche.“ Die Planung der neuen DRK-Zentrale „Exer 2020“ mit dem Neubau bezeichnet sie als ebenso wichtig wie der enge Zusammenhalt mit den Ortsvereinen sowie das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen.

Dr. Frank Kirstein ist seit 1980 dabei und war bis 1990 Helfer, Trupp- und Gruppenführer der Bereitschaft Wolfenbüttel, arbeitete zudem im Rettungsdienst und dem Krankentransport. Von 1990 bis 2017 war er Bereitschaftsarzt, danach bis 2022 Kreisverbandsarzt und Mitglied des Präsidiums. Seit 2021 ist er Vorsitzender im Aufsichtsrat der DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel gGmbH.

Axel Szybay kam 1991 als Ersatzdienstleistender zum Kreisverband. Ins Präsidium wurde er 2006 gewählt und fungiert dort seitdem als Schatzmeister. Als wichtigste Schritte zur Entwicklung des KV in dieser Zeit bezeichnet er den Kauf und Umbau des ehemaligen Hubschrauber-Hangars am Exer 19, die Eröffnung der Tafel Wolfenbüttel sowie die Einführung des Sozio-Med-Mobils. „Auch die Eröffnung unseres Inklusionsbetriebs Solferino ist ein solcher Meilenstein.“

Präsidium des DRK Kreisverband Wolfenbüttel e.V.

  • Vorsitzender des Präsidiums: Björn Försterling
  • stellvertretende Vorsitzende: Heike Kanter und Dr. Frank Kirstein
  • stellvertretender Vorsitzender/Schatzmeister: Axel Szybay
  • Kreisbereitschaftsleiter: Heiner Schumacher
  • Konventionsbeauftragter: Kevin Barbe
  • Justitiar: Bernhard Motzkus
  • Beisitzer und Beisitzerinnen: Horst Kiehne, Marita Heike, Ruth Naumann, Juliane Liersch, Willi Rittierott, Fridbert Schwartz
]]>
news-587 Wed, 08 Dec 2021 10:13:00 +0100 DRK in Sickte unterstützt die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-in-sickte-unterstuetzt-die-tafel.html Rotkreuz-Aktion "Tafel macht Schule" freut sich über eine Spende von 1000 Euro. Zu einer schönen Tradition sind die vorweihnachtlichen Spenden des DRK-Ortsvereins Sickte geworden. Nutznießer ist seit einigen Jahren die Aktion "Tafel macht Schule", die der Rotkreuz-Kreisverband 2008 ins Leben gerufen hat.

"Wir sind uns im Vorstand einig, dass es wichtig ist, eine Initiative in unserer Region zu fördern", erklärte Margrit Weigelt bei der Scheckübergabe die Beweggründe der Sickter. Sie ist Vorsitzende des Ortsvereins und entschied auch diesmal, 1000 Euro an den Kreisverband zu geben. "Tafel macht Schule ist ein ausgesprochen schönes Projekt des Kreisverbands."

Dafür bedankte sich Juliane Liersch herzlich. Die ehrenamtliche Leiterin von Eberts Hof, dem DRK-Tafelladen am Großen Zimmerhof in Wolfenbüttel, nahm den Scheck entgegen – passender Weise in der Sickter Schule. Und sie berichtete bei dieser Gelegenheit von ständig wachsenden Zahlen der Abholer. "Voriges Jahr haben wir 23 Schüler unterstützt, in diesem Jahr waren es schon 28." Mittlerweile kämen nicht nur Kinder zum Zuge, deren Bedürftigkeit sozusagen amtlich festgestellt worden ist. "Inzwischen erreichen uns auch Hilferufe aus verschiedenen Schulen direkt", sagte Juliane Liersch. "Da heißt es dann oft, wir haben hier eine Familie, die braucht dringend ihre Unterstützung."

Die Hilfsprojekte des DRK sind vielfältig, doch bei "Tafel macht Schule" geht es in erster Linie um Kinder, die zur Einschulung ausgestattet werden müssen, weil die Eltern es nicht schaffen. "Wir kaufen aus den Spenden Ranzen, Schultüten und die erforderliche Ausstattung." Juliane Liersch war sich mit Margrit Weigelt einig, dass die Vorgaben der Schulen nach ganz bestimmten Stiften und Tuschkästen schwierig ist: "Jetzt sind wir gezwungen, ebenfalls diese hochwertige Ausstattung zu kaufen." Benachteiligung fange bei unterschiedlichem Material an. "Wer da schon mit schlechterer Ausrüstung startet, der wird sich schwer tun mit der Intregration in die Gemeinschaft."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

]]>
news-580 Thu, 18 Nov 2021 09:37:11 +0100 DRK plant Pflege-Ausstieg https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-plant-pflege-ausstieg.html Der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel plant, seine Pflege + Betreuung gGmbH aufzulösen. "Wir haben uns schweren Herzens zu diesem harten Schnitt entschlossen", teilen Vorstand Andreas Ring und Horst Kiehne, Vorsitzender des Präsidiums, in einer Presseerklärung mit. Beide versichern, dass kein Pflegevertrag kurzfristig gekündigt wird. "Vielmehr werden wir jetzt im Einvernehmen mit dem Betriebsrat nach Lösungen suchen, die für unsere Patienten und unsere Mitarbeiter gleichermaßen tragfähig sind."

Die Geschichte der gemeinnützigen Gesellschaft reicht zurück bis ins Jahr 1977. Damals startete die heutige "Sozialstation Vorharz" mit einer Gemeindeschwester des Roten Kreuzes, die Patienten in Hedeper, Wetzleben, Timmern, Groß- und Klein Biewende betreute. 1982 wurde die "Sozialstation Elm-Asse" gegründet, 2003 wurden die Sozialstationen zusammengelegt und firmierten seit 2004 unter dem Namen „Vorharz“. Seit dem 31. August 2009 führt der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel die Einrichtungen unter dem Namen „DRK-Pflege + Betreuung Wolfenbüttel gGmbH".

Von den mehr als 100 Mitarbeitern, die noch vor einigen Jahren im Unternehmen beschäftigt waren, sind mittlerweile nur noch 42 Pflege-, Betreuungs- und Hauswirtschaftskräfte tätig. Renteneintritt, Umzug oder Wechsel in eine andere (teil-)stationäre Pflegeeinrichtung haben die Belegschaft stark schrumpfen lassen. Von der Zentrale am Dammtor in Hornburg aus betreuen sie rund 200 Kunden in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel. In den zurückliegenden Jahren hat sich das Rote Kreuz stets für die Menschen in der Fläche verantwortlich gefühlt. Aufgrund fehlender Personal-Kapazitäten können Versorgungsanfragen jedoch nicht mehr wie gewünscht angenommen werden. "Gerade die Einsätze in weit entfernten Orten sind seit langem nicht kostendeckend", erklärt Andreas Ring die Situation. Steigende Fahrt- und Personalkosten bei gleichzeitiger Unterfinanzierung durch die Kostenträger führen zu strukturellen Defiziten.

"Wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht", betont Horst Kiehne. Vielmehr sei der Kreisverband seit mehreren Jahren auf der Suche nach einem Partner, der die Pflege + Betreuung fortführen könnte. "Wir haben viele Gespräche geführt und alle gemeinnützigen Träger befragt – am Ende haben doch alle abgewunken."

Das Desinteresse hat keine Wolfenbütteler Gründe, sondern erklärt sich mit einem Blick auf den Pflegenotstand. "Niedersachsen ist seit vielen Jahren bei den alten Bundesländern Schlusslicht in der Pflege", sagt Andreas Ring. Pflege ist Ländersache, daher gelten in jedem Bundesland andere Vorschriften und Vergütungsstrukturen. In den jeweiligen Landesregierungen sei dieses heiße Eisen seit mehr als fünfzehn Jahren bekannt, aber niemand fasse es an. Dies ist natürlich auch ein Signal an die Landespolitik, umgehend den Pflegenotstand engagiert und wirkungsvoll zu bekämpfen. Der Notstand wird sich zukünftig in eine Pflegekatastrophe entwickeln.

"Gerade in einem Flächenland wie dem unsrigen müssen aber Lösungen her." Fachkräftemangel, Unterfinanzierung, ständig steigender Pflegebedarf –  hochwertige Pflege und zufriedene Mitarbeiterinnen sind unter dem Roten Kreuz im Landkreis Wolfenbüttel zukünftig nicht möglich. "Es ist ein Teufelskreis, den nur die Politik durchbrechen kann."

Der Kreisverband zieht daher die Konsequenzen. "Aber es wird keine kurzfristige Kündigung von Pflegeverträgen geben", versichert Horst Kiehne. Auch ein Schlussdatum für die Patientenbetreuung habe sich niemand gesetzt. "Vielmehr versuchen wir aktiv, andere Pflegeplätze zu beschaffen." Das sei ein mittelfristiger Prozess, denn die Wartelisten sind überall lang. "Wir sind jederzeit bereit, zu dem Konzept der Gemeindeschwestern aus dem Jahr 1977 zurückzukehren", sagt Vorstand Andreas Ring. "Die politisch gewollte Privatisierung, unbegrenzte Gewinnorientierung und ein völlig enthemmter Bürokratismus im Gesundheitswesen, ohne entsprechende staatliche Lenkung und Kontrolle, ist in Deutschland krachend gescheitert."
 

]]>
news-577 Fri, 12 Nov 2021 19:36:37 +0100 Steffen Tegtmeier leitet den Rettungsdienst https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/steffen-tegtmeyer-leitet-den-rettungsdienst.html Seine Verpflichtung beendet eine monatelange Vakanz: Steffen Tegtmeier ist der neue Leiter des Rettungsdienstes im DRK-Kreisverband und folgt damit auf den ausgeschiedenen Andreas Richter. Tegtmeier ist 32 Jahre alt und kommt aus Minden, wo er als Notfallsanitäter bei der Feuerwehr gearbeitet hat. „Ich empfinde die Aufgabe in Wolfenbüttel als ziemlich reizvoll“, sagt der Neue, der bereits Führungserfahrungen im Rettungsdienst der Region Hannover gesammelt hat.

Der kommissarische Geschäftsführer des Rettungsdienstes, Björn Försterling, äußerte sich „zufrieden und total beruhigt“ zur Neuverpflichtung. „Wir haben einen guten Nachfolger gefunden, der vor allem aufgrund seines Alters auch eine tolle Perspektivlösung ist.“ Der Kreisverband wolle die Führungsstruktur künftig anders aufstellen. „Mit dem neuen Geschäftsführer, der Mitte März zu uns stößt, soll eine Art Doppelspitze entstehen, die sich bei Urlaub oder Ausfall gegenseitig vertreten kann.“

Steffen Tegtmeier , der in Kürze mit Lebensgefährtin und Kind ein Haus in Schladen bezieht, wird derzeit von Wilhelm Borchert eingearbeitet, der Ende des Monats in den Ruhestand geht. „Gerade in der kurzen Zeit ist es gerade sehr viel Input“, zollte er dem DRK-Urgestein Respekt. „Das ist learning by doing“, lachte Borchert. „Manchmal ist es ganz gut, wenn man ins kalte Wasser geworfen wird.“

]]>
news-536 Sat, 24 Jul 2021 17:45:00 +0200 DRK-Team aus Wolfenbüttel hilft in Ahrweiler https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-team-aus-wolfenbuettel-hilft-in-ahrweiler.html Sechs Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung begleiten Betroffene der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz. Damit gerechnet haben sie seit Tagen. Am Donnerstagmorgen, noch vor Sonnenaufgang, brach das Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel nach Rheinland-Pfalz auf. Einsatzkräfte wie sie sind es, die Betroffene des Hochwassers vor Ort betreuen. Dies berichtet der DRK-Kreisverband am Freitagvormittag.

Die Situation in der vom Hochwasser betroffenen Ortschaften in Rheinland-Pfalz ist für Außenstehende nur schwer erfassbar. Bereits vor einigen Tagen setzte der DRK-Landesverband alle ehrenamtlichen Katastrophenschutz-Helfer in einen Voralarm: Sobald sie benötigt werden, sollen sie bereit für die Abreise sein. Und da helfen, wo sie gebraucht werden. „Am Mittwochabend erhielt ich den Anruf vom Landesbereitschaftsleiter, dass unser Kriseninterventionsteam benötigt wird. Nur wenige Stunden später, am frühen Donnerstagmorgen, brachen sechs Einsatzkräfte von uns zum Sammelpunkt der Einsatzkräfte auf“, berichtet Wolfenbüttels Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher. Insgesamt sind in Niedersachsen Einsatzkräfte von acht DRK-Bereitschaften angefordert, um einen Betreuungsplatz 500, BtP 500, in der Gemeinde Grafschaft einzurichten. Einen Ort, an dem rund 500 Personen kurzfristig untergebracht und mit dem Notwendigsten versorgt werden können. Auch Feldküchen und Geräte zur Stromversorgung gehören dazu.

Der Einsatz des Wolfenbüttelers Kriseninterventionsteams (KIT) ist eine Besonderheit: „Unser Team ist sowohl für die Psychosoziale Notfallversorgung von Betroffenen, als auch für Einsatzkräfte geschult. Für den Katastrophenschutz ist die PSNV eine relativ neue Sparte, die erst aufgebaut wird. Neben uns gibt es, soweit wir wissen, zwei weitere DRK-KIT-Staffeln aus Niedersachsen vor Ort“, so Heiner Schumacher. Das Wolfenbütteler Team setzt sich aus geschulten Ehrenamtlichen des DRK und Mitarbeitern der kirchlichen Notfallseelsorge im Landkreis Wolfenbüttel zusammen. Durch jahrelange Zusammenarbeit und kooperative Ausbildung kennen sie sich gut und können nach psychisch belastenden Erlebnissen Beistand geben. Koordiniert wird die Staffel im Einsatz von Rainer Elsner, PSNV-Gruppenführer des DRK Kreisverbandes.

Eine der ersten Reaktionen, die sie nach ihrer Ankunft an der Sammelstelle nach Wolfenbüttel sendeten: „Es ist so, wie es die Bilder aus dem Fernsehen zeigen. Straßen, Häuser, … es ist alles kaputt.“ Eingesetzt sind sie in Bad Neuenahr-Ahrweiler, einer der Regionen, in denen die starken Regenfälle vom 15. Juli verheerende Schäden angerichtet haben. Tagsüber sind sie mit Betreuungstrupps in den Ortschaften unterwegs. „Unser Team ist Ansprechpartner für diejenigen, die ihre Angehörigen, ihr Zuhause, ihre Heimat verloren haben. Und für diejenigen, die seit Tagen mittendrin in den Aufräumarbeiten sind. Diejenigen, die als Erste da waren“, berichtet Rainer Elsner. Denn die Erfahrung zeigt: In belastenden Situationen kann es helfen, darüber zu reden.

Wie lange das Team bleiben wird, wissen sie nicht genau. Ihre Hilfe ist vorerst für 48 Stunden angefordert. Aber eine Verlängerung oder ein Wechsel der Einsatzkräfte am Wochenende ist nicht ausgeschlossen.

Das DRK bittet um Spenden für die Flutopfer. Die Daten des DRK-Spendenkontos lauten
IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
BIC: BCLSDE21
Kennwort: Fluthilfe

]]>
news-500 Wed, 26 May 2021 11:57:34 +0200 DRK-Kleiderkammer in Wolfenbüttel öffnet wieder https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-kleiderkammer-in-wolfenbuettel-oeffnet-wieder.html Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Wolfenbüttel, Am Exer 15, öffnet ab sofort wieder. Zuletzt war die DRK-Einrichtung die vergangenen sechs Monate Pandemie-bedingt geschlossen. Jetzt freuen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter um Einrichtungsleiter Joachim Korsch wieder auf ihre Kunden.

Die Öffnungszeiten sind wie vor der Schließung:

Montag von 15.30 bis 18 Uhr und
Mittwoch von 9.30 bis 12 Uhr

 

 

Möchten Sie mehr über die Kleiderkammer in Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Kleiderkammer.

]]>
news-486 Fri, 30 Apr 2021 09:42:00 +0200 Aktuelle Angebote des DRK-inkluzivo https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/aktuelle-angebote-des-drk-inkluzivo.html Hinschauen und hinhören – die DRK-inkluzivo sensibilisiert für das Thema Gewalt und Behinderung. Die Corona-Pandemie legt seit mehr als einem Jahr viele Bereiche des Lebens still. Menschen isolieren sich, verbringen ihre Zeit im Homeoffice. Auch die Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderungen findet zu Hause statt, überwiegend allein. Betroffene Angehörige haben in dieser Zeit wenig Unterstützung, es gibt kaum Anlaufstellen. Somit gehen die Betroffenen nicht selten an ihre körperlichen und psychischen Grenzen.

Aus diesem Grund hat Katharina Hefenbrock, Leiterin des Familienentlastenden Dienstes (FED) im DRK Integrations- und Therapiezentrum auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände mit ihrem Team das Angebot trotz Pandemie aufrechterhalten. Sie erklärt, dass gerade in dieser Zeit die Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen nicht vergessen werden dürfen. Hefenbrock: „Natürlich gab es auch bei uns große Einschnitte, gerade bei den Freizeit- und Gruppenangeboten. Wir mussten diese immer wieder umplanen oder durch themenbezogene Angebote zur Einzelbetreuung ersetzen.“ Mit einem passenden Hygienekonzept, flexiblen Mitarbeitern aus Haupt- und Ehrenamt und Eltern, die diese Angebote dankbar angenommen haben, sei die DRK-inkluzivo gemeinsam mit allen Nutzern gut durch die Pandemie gekommen. In den Osterferien beispielsweise wurde der Braunschweiger Musiker und Komiker Manni engagiert, um mit einzelnen Teilnehmern Gitarre zu spielen und zu singen. „Wir wollten die Angehörigen mit unseren Angeboten weiterhin entlasten und das nicht erst, wenn sich die Situation rund um die Pandemie entspannt. Dann könnte es schon zu spät sein. Denn klar ist, dass Pflegende irgendwann einmal nicht mehr können. Überforderung, bestimmte Formen von Gewalt oder Entwicklungsrückschritte bei den behinderten Kindern können die Folge sein.“

Als Beispiel für die Angebote im ITZ während der Pandemie berichtet die Mutter von Fabiano Novello. Fabiano ist ein geselliger, kommunikativer und bewegungsfreudiger junger Mann mit schweren Behinderungen, er besucht das Therapiezentrum seit einigen Jahren. „Für Fabi war die Schwimmgruppe immer der absolute Höhepunkt der Woche. Wasser ist sein Element und er musste wegen der Pandemie so lange darauf verzichten, weil die Schwimmbäder geschlossen sind. Daher ist es toll, dass er in dieser Zeit das Bewegungsbad im ITZ nutzen kann. Natürlich wäre das Schwimmen im großen Spaßbad und in der Gruppe noch schöner, aber dass er wieder regelmäßig mit seiner Betreuerin ins Becken steigen kann und Spaß hat, ist ein Geschenk. Auch für uns als Familie ist es toll, dass Fabi wieder regelmäßige Termine außerhalb und ohne uns hat.“ Ganz nebenbei habe die Bewegung im Wasser dem Jugendlichen sehr geholfen, sich von seiner Knie-OP zu erholen. Frau Novello ergänzt: „Ein glückliches Kind macht auch glückliche Eltern.“

„Genau für solche positiven Rückmeldungen machen wir uns die ganze Arbeit“, sagt Katharina Hefenbrock dazu. „Wenn Angehörige und Nutzer unserer Angebote einen solchen Mehrwert haben, dann haben wir unser Ziel erreicht. Aber leider können wir nicht alle Betroffenen erreichen“, ergänzt sie. Derzeit erarbeitet sie gemeinsam mit ihrem Team ein wichtiges Thema, welches häufig unter den Tisch fällt. Menschen mit Behinderungen werden häufig unbemerkt Opfer von Gewalt. Leider viel zu häufig werden sie diskriminiert, ausgegrenzt, erleben verschiedene Formen von Gewalt. Im DRK Wolfenbüttel werden Mitarbeiter und Kunden für dieses Thema sensibilisiert. Es soll eine Aktionsreihe dazu geben, ursprünglich geplant im Mai – nun aufgrund der Pandemie verschoben in den Juni. „Ein Absagen der Aktion kam für uns nicht in Frage, denn das Thema liegt uns sehr am Herzen“, sagt Hefenbrock.

Ausblick auf Veranstaltungen im Sommer

Mit Unterstützung durch die Aktion Mensch wird es im Sommer eine 3-teilige Filmreihe geben, sie wird aufgrund der Pandemie im Außenbereich stattfinden. Außerdem ist folgendes geplant

07. Juni 2021 Fortbildung zum Thema „Häusliche Gewalt“
11. Juni 2021 Podiumsdiskussion
12./13. Juni 2021 2-tägiger Selbstverteidigungskurs für Menschen mit Behinderungen

Hefenbrock erinnert an den 5. Mai – seit Jahren der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Der Protesttag soll darauf aufmerksam machen, dass Interessen von Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigt werden müssen.

Weitere Informationen zur Arbeit der DRK-inkluzivo und den Angeboten und Veranstaltungen: infoinkluzivo.de oder telefonisch unter 05331 / 927 847 0. Die Homepage der Einrichtung lautet www.itz-drk.de.

 

]]>
news-485 Wed, 28 Apr 2021 11:25:49 +0200 DRK-Bereitschaft freut sich über neues Zelt https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-bereitschaft-freut-sich-ueber-neues-zelt.html Die Bereitschaft des DRK Ortsvereins Wolfenbüttel e.V. freut sich über ein neues Schnelleinsatzzelt. Das Zelt, welches innerhalb weniger Sekunden aufgebaut wird, verfügt über eine Grundfläche von 16 Quadratmetern und bietet bei Einsätzen einen schnell aufgebauten Schutzraum. Mit den Seitenwänden und den verschließbaren Eingängen schützt es auch vor unberechtigten Blicken und ermöglich so im Rahmen von Sanitätsdiensten auch eine vertrauliche Erste Hilfe von Verletzten und Erkrankten.

Möglich wurde die Anschaffung dieses Zeltes durch eine Zuwendung der Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter. Hierbei handelt es sich um eine Zuwendung aus den Reinerträgen des VR Gewinnsparens. Die Volksbank unterstützt damit die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die bei diversen Veranstaltungen in Wolfenbüttel die sanitätsdienstliche Absicherung übernehmen und sich um verletzte oder erkrankte Teilnehmer und Gäste kümmern.

Vor den Augen der Privatkundenbetreuerin Lisa Tödter von der Volksbank konnten Bereitschaftsleiter Heiko Salfeld und Vorsitzender Björn Försterling zeigen, wie schnell und einfach das Zelt aufgebaut ist. Daher konnte die Übergabe des Schecks in Höhe von 2.838 Euro dann auch vor dem neuen Zelt stattfinden. "Wir freuen uns über die Unterstützung aus dem VR Gewinnsparen. So eine Unterstützung zu erfahren ist eine große Motivation für unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer", so Vorsitzender Björn Försterling abschließend.

Möchten Sie mehr über die Bereitschaften des DRK Wolfenbüttel wissen oder sich bei uns engagieren?
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Bereitschaften.

]]>
news-483 Fri, 23 Apr 2021 10:23:35 +0200 Innovative Behandlungsmethoden: Ergotherapie-Fortbildung mit Britta Winter https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/innovative-behandlungsmethoden-in-der-ergotherapie.html Neue Impulse und Effektivität – DRK-inkluzivo baut auf innovative Behandlungsmethoden in der Ergotherapie „Eigentlich muss man die Referentin Britta Winter live und vor Ort erleben. Sie bringt unglaublich viel Power, Enthusiasmus und ein super Weiterbildungspotenzial für Ergotherapeuten mit“, berichtet Andrea Bruns, Fachleitung der Praxis für Ergotherapie im Integrations- und Therapiezentrum des DRK auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Aufgrund der immer noch angespannten Situation in der Corona-Pandemie hat Bruns mit den Verantwortlichen der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH kurzerhand beschlossen, die 2-tägige Fortbildung mit Britta Winter in dieser Woche online stattfinden zu lassen – über das Video-Portal ZOOM. „Wir hatten Frau Winter schon mehrmals zu Gast“, meint Bruns. „Daher wussten wir, dass sie auch so unsere Teilnehmer erreichen und in ihren Bann ziehen wird.“ Seit vielen Jahren stehen Bruns und Winter in Kontakt. Die bekannte Ergotherapeutin, Referentin und Buchautorin aus Wunstorf hat bundesweit den beruflichen Werdegang zahlreicher Therapeutinnen und Therapeuten geprägt und komme gerne nach Wolfenbüttel.

Mittlerweile drei Jahre hintereinander schulte sie nun das Team der Praxis im Wolfenbütteler DRK und Therapeutinnen anderer Ergotherapiepraxen aus  der Region. „Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter, die Professionalisierung der Angebote und ein aktives Netzwerk hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Wir wollen unsere Patienten und Kunden ideal fördern und begleiten“, berichtet Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo. Daher werden zahlreiche Vorträge und Fortbildungen organisiert, ausgeschrieben im jährlich erscheinenden Bildungskatalog. Stoch und seine Mitarbeiterschaft gestalten dieses vielfältige Weiterbildungsangebot mit namhaften Referenten. Somit sind die Inhalte maßgeschneidert für die Mitarbeiter, Klienten und Interessierte über Wolfenbüttel hinaus. Gute Erfahrungen habe das DRK während der Pandemie mit Webinaren und Vorträgen über Online-Portale gemacht. Damit konnten die geplanten Veranstaltungen trotz Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten und mindestens genauso effizient durchgeführt werden. „Natürlich freuen wir uns auch wieder sehr darauf, die Referenten und Teilnehmenden vor Ort zu treffen – wenn es die Lage wieder zulässt“, meint Stoch. „Wir müssen nur noch etwas Geduld haben.“

Mit der Fortbildung durch Britta Winter hat Andrea Bruns ihre Praxis für Ergotherapie mit einer speziellen Weiterbildung konzeptionell erweitert. Winter nennt ihr Konzept „CO-OP-Ansatz“ (aus dem engl. übersetzt: Kognitive Orientierung bei der täglichen Betätigungsausführung), dieser Therapieansatz wird von Wissenschaftlern als signifikant wirksam eingestuft. CO-OP wird bei der Behandlung von Kindern mit Entwicklungsstörungen angewandt, es gebe darüber hinaus inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen in der Behandlung mit Erwachsenen. Das Therapiekonzept wurde in Kanada speziell von und für die Ergotherapie entwickelt.

Es gilt das Prinzip „Lass es mich selbst entdecken und ich werde es verinnerlichen“. Der CO-OP-Ansatz befähigt Kinder und Erwachsene, selbst Strategien zu entwickeln, um die eigenen bedeutsamen Ziele zu erreichen. Im Ergebnis gewinnen die Patienten an Selbstvertrauen und werden selbstständiger.

Ein Beispiel: Einigen Kindern fällt es schwer, neue Fertigkeiten zu lernen. Dazu gehört z.B. Schuhe zubinden, Fahrrad fahren, Schreiben und vieles mehr. Entweder wenden sie übermäßig viel Zeit und Energie für ihre Lernversuche auf, oder sie geben schnell auf und sind frustriert. Die CO-OP-Methode richtet sich an diejenigen, die vieles nicht so mühelos lernen. Oft handelt es sich dabei um Kinder mit Entwicklungsstörungen in der Motorik, aber auch um Erwachsene mit verlorengegangen Fertigkeiten, z.B. nach einem Schlaganfall.

Ein Resümee zur Fortbildung zieht Carolin Dabs, Ergotherapeutin im Team von Andrea Bruns: „Ich nehme aus diesen zwei Tagen wieder sehr viel mit für meine Arbeit und freue mich schon darauf, das Gelernte in der nächsten Woche anzuwenden.“ Tatsächlich – nach einer Phase der praktischen Erprobung in der Praxis, wird im September eine weitere Einheit mit Britta Winter erfolgen. Zum Abschluss mit einem weiteren Coaching und Übergabe der Zertifikate. Hoffentlich dann vor Ort und persönlich.

Einen Ausblick auf das nächste Fortbildungsangebot gibt Stoch: „Schon am kommenden Donnerstag geht es online weiter. Für den Workshop „Stark und gesund im Job“ haben wir Jens Schreyer als Referent gewinnen können.“ Hier sind noch ein paar Plätze frei. In der Ausschreibung des Webinars am 29. April steht, dass gerade in dieser brisanten Zeit und im Besonderen in sozialen Berufsfeldern wichtig ist, sich selbst Aufmerksamkeit und vor allem Achtsamkeit zu schenken. In dieser Veranstaltung werden Wege zur Erhöhung des persönlichen Wohlbefindens und der eigenen Zufriedenheit in Beruf und Alltag vermittelt. Im Ergebnis lernen die Teilnehmenden, erfolgreich und motiviert mit sich, anderen und den gestellten Aufgaben umzugehen – auch wenn es einmal stressig werden sollte. Das DRK organisiert die Veranstaltung mit Jens Schreyer, um die eigene Mitarbeiterschaft zu stärken und ihnen ein Angebot der Gesundheitsvorsorge zu machen. Wie immer sind aber auch Interessierte außerhalb des Unternehmens herzlich eingeladen.

Informationen über Vorträge, Fortbildungen und alle weiteren Angebote der DRK-inkluzivo auf der Website www.itz-drk.de oder telefonisch unter 05331 / 927 8470.

]]>
news-469 Tue, 02 Mar 2021 14:07:15 +0100 Mit persönlicher Arbeitsbegleitung durchstarten https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/mit-persoenlicher-arbeitsbegleitung-durchstarten.html Fachdienst des DRK bringt Menschen mit Behinderungen ins Berufsleben. In der modernen Leistungsgesellschaft definieren sich Menschen oft über ihre Arbeit. Experten wissen: Das gilt auch für Menschen mit Behinderungen. In einer digitalen Info-Veranstaltung beriet Nicole Arendt vom Fachdienst zur Beruflichen Eingliederung (FBE) der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH jetzt über Berufsförderung auf diesem Gebiet.

Gut 20 Interessierte schalteten sich für den Info-Abend mit dem Videokonferenz-System Zoom zusammen. Darunter Angehörige, Lehrkräfte und Mitarbeitende von anderen Leistungsanbietern. „Das war sehr interessant. Durch das breite Spektrum der Teilnehmenden kamen unterschiedliche Sichtweisen auf bestimmte Themen zusammen“, berichtet Arendt. "Aber eine zentrale Frage für alle war, wie es nach der Schule weitergeht. Und welche Möglichkeiten der Berufsförderungen es für die Betroffenen gibt."

Ziel des FBE ist es, die Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit der Menschen mit Behinderungen zu erhalten, zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen. Die angestellten Jobcoaches helfen den Kunden und Kundinnen dabei, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und einen Arbeitsplatz zu finden und zu sichern, der zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt.

Die Angebote und Möglichkeiten des FBE reichen von einer Arbeitsassistenz bis hin zu individuellen Rehabilitationsmaßnahmen. In einem interdisziplinären Team entstehen für die Zielgruppe unabhängig von der Art, Schwere und Ursache einer Beeinträchtigung innovative Lösungen, um die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. „Wir verstehen unsere Arbeit als partnerschaftlichen Prozess. Die Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse der von uns begleiteten Menschen stehen immer im Mittelpunkt“, so Arendt.

Und das Konzept geht auf: Seit der Gründung des Dienstes vor sieben Jahren hat das DRK Wolfenbüttel mit mehr als 60 Betrieben in der Region zusammen gearbeitet und mehr als 150 Praktika begleitet. 14 Personen vermittelten die Jobcoaches in Arbeit und begleiten sie, im Auftrag der zuständigen Eingliederungshilfeträger, weiter. Darüberhinaus haben sechs Menschen mit Unterstützungsbedarf eine Ausbildung begonnen. „Die notwendige individuelle Begleitung ist bei jedem und jeder sehr unterschiedlich. Aber drei von ihnen konnten ihre Ausbildung erfolgreich abschließen“, freut sich Arendt.

„Wir orientieren uns bei unserer Arbeit an der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von 2009. Wir unterstützen Menschen, damit sie in betrieblichen Kontexten arbeiten und lernen können und nicht auf Werkstätten angewiesen sind“, ergänzt sie. Das Abkommen sichert Menschen mit Behinderungen, unabhängig von deren Art oder Ausprägung, eine unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft zu. Es bildet die rechtliche Grundlage, um eine Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft selbstverständlich werden zu lassen.

Möchten Sie mehr über den Fachdienst zur beruflichen Eingliederung (FbE) wissen?
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des FbE.

]]>
news-398 Wed, 26 Aug 2020 19:36:42 +0200 Wir trauern https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wir-trauern.html Das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Wolfenbüttel trauert um 

Thomas Walter
(*11.10.1960 +21.08.2020)

Als Leiter der Bereitschaft Ost und zuletzt als stellvertretender Bereitschaftsleiter hatte Thomas Walter für jeden und jederzeit ein offenes Ohr.
Wir werden Thomas Walter stets mit großer Dankbarkeit in Erinnerung behalten.

Horst Kiehne (Vorsitzender des Präsidiums) und Andreas Ring (Vorstand)

]]>
news-383 Mon, 13 Jul 2020 12:57:30 +0200 Inkluzivo-Sommerfest mal anders https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/inkluzivo-sommerfest-mal-anders.html Das war mal ein richtig geglücktes Experiment: Weil das Sommerfest der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH am Exer coronabedingt nicht stattfinden konnte wie in den Jahren zuvor, hatte sich das DRK-Team um Thomas Stoch etwas Tolles ausgedacht. Das Fest fand wie in jedem Jahr auf der Bühne im Garten der Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) mit vielen Programmpunkten statt, und alles wurde live im Internet für angemeldete Gäste übertragen.

"Unser Sommerfest ist nicht nur irgendein Fest", erklärte Thomas Stoch bei seiner Begrüßung. Er ist Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, die sich mit ihrem Angebot an Menschen mit Beeinträchtigungen richtet. Das Fest sei vielmehr in jedem Jahr eine tolle Gelegenheit für viele Familien, sich am Exer zu treffen, gemeinsam zu feiern und sich auszutauschen. "Es wäre es ein Jammer, diesen Termin einfach so ausfallen zu lassen. Einige der Kunden, die uns gerne besuchen, vermissen den Austausch sehr."

Stoch traf mit seiner Mannschaft die Entscheidung, das Fest als online-Stream zu organisieren – die Vorbereitungen waren allerdings nicht ohne. "Wir haben Einladungen an knapp 500 unserer Familien geschickt und hatten viele begeisterte Rückmeldungen", erzählte Stoch. Bis 100 Personen hätten sich rein technisch am Samstag live dazuschalten können. Tatsächlich wagten sich knapp 50 Familien erstmals auf dieses neue Terrain. Wer das zuließ, konnte als Besucher vor seiner heimischen Kamera auch am Exer gesehen werden. Viele Teilnehmer verfolgten das Fest als ganze Familie vor dem Bildschirm im Wohnzimmer.

Doch das DRK hatte noch mehr auf Lager: "Alle Teilnehmer, die sich angemeldet haben, bekamen am Freitag ein Überraschungspaket mit Equipment zum Feiern", erzählte Mit-Organisatorin Aline Gauder. Diese Taschen enthielten allerlei, was zum Feiern einfach dazugehört. Zum Beispiel eine Flasche alkoholfreien Sekt, verschiedene Snacks und Knabbereien sowie eine Packung Wasser-Eis, die zu Hause erstmal in die Kühlung kam.

Drei weitere Details in der Tasche luden ebenfalls zum Mitmachen ein: Auf die Rückseite einer vorbereiteten Postkarte konnte jeder Teilnehmer ein Sommerbild zum Thema „Sommer im ITZ“ malen und (noch bis zum 25. Juli) einsenden. Und dann gab es da noch die Losnummer, über die am Ende der Übertragung einige Preise verlost wurden. Wer am Bildschirm genau aufpasste, konnte zudem beim Rundgang der Kamera über das Gelände versteckte Buchstaben entdecken. Sie ergaben, richtig zusammengestellt, das Lösungswort.

All das sorgte für gute Laune in den Wohnzimmern und rund um die Bühne im Garten des ITZ. "Wir wollten gemeinsam mit den Familien zu Hause Spaß haben und feiern", sagte Stoch. Das kam in jedem Moment rüber. Vor allem Manni, der singende Hausmeister (Comedy aus Braunschweig), und Pete-the-Beat sorgten für Stimmung. Pete kommt aus Salzgitter und ist ein bundesweit bekannter Beatboxer. Er kann jede Menge Geräusche allein mit dem Mund machen und ließ schnell vergessen, dass in diesem Jahr keine Band auf der Bühne stand. Übrigens steht Pete-the-Beat sogar im Guiness-Buch der Rekorde: Mit 25,5 Stunden hält er den Weltrekord im Beatboxen.

Der Wolfenbütteler Flewo-Eventservice um Dirk Flemmig und Randy Otto mischte zwei Kameras und viele Mikrofone so zusammen, dass die Veranstaltung für die Zuschauer zu Hause ein Erlebnis wurde. Und die Techniker spielten immer wieder Clips von den Sommerfesten der vergangenen Jahre ein, ebenso wie weitere Künstler, die live aus der Ferne zugeschaltet wurden. Damit die Live-Atmosphäre am Exer nicht zu kurz kam, gab es einen alkoholfreien Cocktail-Stand und Gegrilltes vom Team des DRK-Solferino. „Als Gäste hatten wir eine sympathische inklusive Wohngruppe aus Hildesheim eingeladen", berichtete Stoch.

Und als dann noch pünktlich zu Beginn der Übertragung die Sonne rauskam, war der Erfolg garantiert. "Das war eine tolle Veranstaltung für alle unsere Kunden, die sich von zu Hause aus eingeloggt haben", freute sich der Geschäftsführer. „Ein Signal an Eltern mit behinderten Kindern und Jugendlichen, dass wir sie gerade in dieser schwierigen Zeit nicht vergessen. Denn es kann nicht stark genug gewürdigt werden, was in diesen Familien geleistet wird.“ Die Sendung wird nun aufbereitet und kann bald auf der Internetseite der DRK-inkluzivo angeschaut werden: www.itz-drk.de.

]]>
news-381 Fri, 10 Jul 2020 10:03:00 +0200 Homeoffice für inklusiv Beschäftigte sorgt beim DRK für einen Innovationsschub https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/homeoffice-fuer-inklusiv-beschaeftigte-sorgt-beim-drk-fuer-einen-innovationsschub.html Der 13. März 2020 hat auch den Fachdienst für berufliche Eingliederung (FbE), ein Angebot der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, getroffen. Von einen auf den anderen Tag sollten sich Jobcoaches und die Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich nicht mehr sehen. Die Arbeit miteinander brach deswegen nicht ab. „Für unsere Teilnehmer ist es sehr wichtig, dass sie innerhalb eines Lernprozesses nicht alleine gelassen werden. Alle Fortschritte, die sie seit dem Beginn der aktuellen Förderungsperiode im September schon geschafft haben, standen durch die Kontaktbeschränkungen auf der Kippe“, erzählt Katharina Brunner, Mitarbeitern des FbE. Sie betreut und begleitet junge Menschen mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten, die ihren Platz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt suchen. Als Jobcoaches ermitteln sie und ihre Kollegen und Kolleginnen, was jeder Teilnehmende gut kann, gerne beruflich machen würde und dafür lernen müsste. Sie helfen bei der Suche nach Praktikumsplätzen und stehen ihnen bei den ersten Schritten im Berufsleben zur Seite. Für die jungen Leute ist der FbE eine Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

„Wie viele andere Jugendliche und junge Erwachsene auch, die von einem Tag auf den anderen nicht mehr in die Schule mussten, hätten sie ohne das Programm lange geschlafen, viel ferngesehen oder gezockt. Daher haben wir viel Wert darauf gelegt, ab Tag Eins die Strukturen aufrecht zu erhalten“, erzählt Uwe Rump-Kahl, Geschäftsführer der inkluzivo gGmbH. Für jeden der 19 Teilnehmenden im Inklusiven Berufsbildungsbereich gibt es seitdem täglich feste Termine und Aufgaben, die eingehalten und erledigt werden müssen.

Dazu gehörten verabredete Telefonate oder Videochats, sowie die Nutzung einer Goal-Management-App. „Mit der RehaGoal-App, die von Wissenschaftlern der Ostfalia entwickelt wird, arbeiten wir als Praxispartner seit zwei Jahren. Sie hilft dabei, Aufgaben Schritt für Schritt zu erledigen – für jeden Anwender angepasst auf das eigene Tempo“, erklärt Brunner.

Die Entwicklung der App wird als Teil des interdisziplinären Forschungsprojektes SmarteInklusion durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Arbeitsweise, einzelne Aufgaben in kleinere Arbeitsschritte aufzubrechen, gibt es schon länger. Neuartig ist die Anwendung als App für Smartphones oder Smartwatches, die immer griffbereit und im Alltag diskret sind. „Dazu kommt, dass sie flexibel für jeden Anwender eingerichtet werden kann. Sowohl für die verschiedenen Aufgaben, die hinterlegt sind, als auch die Schritte, die dargestellt werden“, erklärt Jobcoach Jasmin Aust.

Beispielsweise nutzen manche Anwender, die nicht Lesen können, die Sprachausgabe. Andere mögen die Anleitung mit übersichtlichen Bildern oder automatische Erinnerungsfunktionen für Zeiten und Orte. „Aktuell schauen wir, wie die App helfen kann, Motivation aufrecht zu erhalten", so Brunner.

Eine der Herausforderungen für das Team des FbE war der Transfer vom bisherigen Aufgabenspektrum in das häusliche Umfeld der Betreuten. Die DRK-Jobcoaches arbeiteten während der Kontaktbeschränkungen selbst ebenfalls im Homeoffice. „Allerdings haben wir eine Art Schichtsystem entwickelt, das für jeden auch Zeiten in unseren Büros und Werkstatträumen vorsah“, erklärt Rump-Kahl. 

Die verstärkte Kommunikation und Nutzung von Tablets und Laptops hat auch unerwartete Nebeneffekte: „In fast allen Berufen wird erwartet, dass die Mitarbeitenden PCs und gängige Software anwenden können. Und das haben wir jetzt sehr intensiv geübt“, berichtet Brunner mit einem Schmunzeln. Teilnehmende, die sich Anfangs zum Starten des Videochats Unterstützung durch Eltern oder Geschwister holten, kontaktieren sie mittlerweile selbstständig und arbeiten selbstbewusst mit verschiedenen Programmen. „Normalerweise wird RehaGoal eingesetzt, um eine Aufgabe begleitet von Anfang bis Ende zu erledigen. Aber wir sind gerade dabei, mit einigen Teilnehmern eine Art Kochbuch für die App zu erstellen. Die Rezepte dafür haben sie selbst ausgesucht und jetzt arbeiten sie daran, die einzelnen Arbeitsschritte für andere verständlich aufzubereiten“, erzählt Brunner.

Sie kann sich vorstellen, dass in Zukunft die in der App dargestellten Workflows von Arbeitgebern mit gepflegt werden: „Dadurch können sich die Jobcoaches irgendwann ein weiteres Stück aus dem Leben und der Privatsphäre der Betreuten zurück ziehen.“

]]>
news-379 Fri, 10 Jul 2020 08:01:00 +0200 Luise Kriegler empfängt Sie im ITZ https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/luise-kriegler-empfaengt-sie-im-itz.html Anrufer und Besucher im Integrations- und Therapiezentrum haben sie vielleicht schon kennengelernt: Seit Anfang Juni unterstützt Luise Kriegler die Servicestelle. Ihr Gesicht und ihre Stimme kann dem ein oder anderen bekannt vorkommen, denn die 41-Jährige ist durch und durch Wolfenbüttelerin. Als gelernte Einzelhandelskauffrau hat sie in verschiedenen Geschäften sowie einem Therapiezentrum gearbeitet. Für die Mutter von zwei Söhnen steht allerdings das Familienleben im Mittelpunkt: „Das DRK ermöglicht Arbeitszeiten, die zu den Schulzeiten meiner Kinder passen. Dadurch haben wir mehr gemeinsame Zeit“, erzählt sie.

Und die gewonnene Zeit will sie ganz bewusst nutzen. Unter anderem durch die Unterstützung des Hobbys der Kinder: An den Wochenenden ist die ganze Familien unterwegs, um die beiden beim Slalomkart-Training sowie Wettkämpfen anzufeuern. Kontakte zum Deutschen Roten Kreuz hat sie seit ihrer frühsten Jugend, denn ihre Eltern engagierten sich im Ortsverein Fümmelse. An der Empfangstheke koordiniert sie die ankommenden Gäste, ist die Stimme am Telefon und vereinbart neue Therapietermine.

Im ITZ schätzt sie das Miteinander der Fachrichtungen sowie den Kontakt zu den Patienten. „Es ist toll, wie viele verschiedene Menschen für das DRK arbeiten und wie alle miteinander umgehen. Auch der Umgang mit den Patienten ist herzlich und angenehm. Jeder wird angenommen, so wie er ist.“

]]>
news-361 Mon, 11 May 2020 10:55:50 +0200 Das DRK übergab Computer-Ausrüstung an bedürftige Schüler https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/das-drk-uebergab-computer-ausruestung-an-beduerftige-schueler.html Was machen Familien, wenn die Schule nur noch digital informiert? Ausgesprochen überrascht wurde der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel von dem großen Bedarf an Computern in der Schülerschaft. Die Rotkreuzler hatten kürzlich angeboten, für Kinder aus bedürftigen Familien Laptops, Computer und Drucker zur Verfügung zu stellen, um ihnen das Homeschooling zu ermöglichen. „Der Bedarf ist offenbar groß“, resümierte Präsidiumsmitglied Björn Försterling bei der ersten Material-Übergabe. „Wir haben derzeit mehr als 70 Bedarfsanmeldungen und rechnen noch mit einer ganzen Reihe von Nachzüglern.“

Das bestätigte Sabine Nolte, die Leiterin der Leibniz-Realschule in Wolfenbüttel. Dort überreichte das Rote Kreuz in einer ersten Runde neun Laptops. „Das waren die schnellsten Anmeldungen“, sagte Sabine Nolte, die für ihre Schule die erste Meldung ans DRK abgeschickt hatte. „Es zeichnen sich aber schon mehrere Nachzügler ab.“

In einer kurzen Ansprache bedankte sie sich auf dem Schulhof in angemessenem Abstand für den Nothilfefonds, den das DRK zusammen mit der Curt Mast Jägermeister Stiftung und weiteren Spendern aufgelegt hatte. „Vor allem hat uns beeindruckt, wie unbürokratisch und schnell das DRK geholfen hat.“ Mit den Laptops könnten nun viele Kinder und Jugendliche ihr „Homeschooling“ effektiv gestalten – dafür gab es spontan Applaus von den rund zwei Dutzend Anwesenden.

Sabine Nolte berichtete, dass in der Corona-Zeit die Medienkompetenz der Schüler enorm gewachsen sei, „und auch die der Eltern und wohl auch die macher Lehrer“. Sie schilderte Fälle, in denen sich ältere Schüler-Jahrgänge gemeldet hätten, um jüngeren helfen zu können. „Auf diese Weise haben wir große Schritte gemacht bei unserem digitalen Aufgabentool, bei der Arbeit auf dem Schulserver und beim schnellen Austausch mit E-Mails.“

Allerdings wurde bei dieser Schilderung auch deutlich, wie schnell sich der Abstand zwischen bedürftigen und betuchten Haushalten vergrößert. Wer keine Möglichkeit hat, am digitalen Lernen teilzunehmen, verliert mehr und mehr den Anschluss. So überraschte eine Mutter auf dem Schulhof mit der einfachen Frage, wie es denn mit der Schule jetzt weitergehe. Sabine Noltes Hinweis auf die Homepage der Schule verpuffte: Ohne Zugang zum Internet und ohne Zeitungsabo sah sich diese Mutter von den täglichen Hauptinformationssträngen abgeschnitten. Laut Auskunft der Schulleiterin wird in diesem Punkt das Rad wohl nicht zurückgedreht: „Solche Infos werden auch künftig per E-Mail verschickt, weil sich Postbriefe bei 457 Schülern auf Dauer nicht machen lassen.“

Und es gab noch eine zweite Hürde zu umschiffen, an die im Vorfeld niemand gedacht hatte: „Wie können wir den Laptop nutzen? Wir haben zuhause kein Internet“, wollte die junge Mutter wissen. Rettende Vorschläge kamen von Björn Försterling und einem Vater. So könnte das DRK in solchen Fällen kostenlos Funksticks zur Verfügung stellen, erklärte das Präsidiumsmitglied. Und der Vater hatte schon gute Erfahrungen mit intakten Nachbarschaften gemacht: „Vielleicht können auch sie ihre Nachbarn fragen, ob sie deren WLAN nutzen können – im Zweifel gegen einen kleinen Obulus.“

Übrigens herrschte auch beim DRK große Freude über die Riesenresonanz nach dem Aufruf. „Viele Spender haben explizit die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund gerückt“, erzählte Försterling. Und er lobte die IT-Abteilung des Roten Kreuzes, die seit Wochen kaum etwas anderes zu tun hatte, als gebrauchte Geräte aufzubereiten und für den Einsatz bei den Schülern flottzumachen. „Nun haben alle diese Rechner Windows 10 an Bord“, berichtete IT-Leiter Fabian Adam. „Und ein Jahr Gewährleistung durch das DRK gibt es obendrauf.

]]>
news-360 Mon, 11 May 2020 10:26:30 +0200 Die Tafel sucht Kontakt zu Bedürftigen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-tafel-sucht-kontakt-zu-beduerftigen.html Die DRK-Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen befinden sich auf dem Weg zur Normalität – und rufen dennoch zur Mithilfe auf.  „Wir glauben ganz sicher, dass sich der Unterstützungsbedarf in der Corona-Krise gesteigert hat“, sagt Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl. Allerdings gehe das Rote Kreuz von einer großen Dunkelziffer und anhaltenden Hemmungen aus, die Tafel zu nutzen.

Erste Aufrufe hatten gleich 40 neue ehrenamtliche Helfer und eine ganze Reihe von Kümmerern gebracht, gerade aus den Ortschaften des Landkreises. Diese Kümmerer sollen vor Ort Familien und Einzelpersonen ansprechen, von denen sie wissen, dass sie in Not geraten sind. „Gleichzeitig können die Kümmerer zur Tafel kommen und für diese Menschen die Abholung der Lebensmittel übernehmen, wenn sie selbst nicht können oder nicht wollen“, erklärt Aline Gauder vom DRK.

Durch die neuen Helfer lief auch das Angebot der Tafel gut an, Lebensmittel mit dem Lastenfahrrad (in Wolfenbüttel) oder mit dem Auto (landkreisweit) zu den Kunden zu bringen. „Die Gründe für eine Verhinderung, selbst zur Tafel zu kommen, sind natürlich vielfältig“, weiß Uwe Rump-Kahl. Und er zählt auf: „Krankheit, Alter, fehlendes Fahrzeug, fehlendes Geld.“

Auch Scheu gehöre im Grunde dazu, obwohl die Tafel Wolfenbüttel diesen Punkt elegant gelöst hat: „Durch die Terminvergabe entstehen an unseren Ausgabestellen keine Schlangen. Niemand steht also auf einem Präsentierteller oder muss sich in der Öffentlichkeit stigmatisiert fühlen.“ Während der strengen Corona-Auflagen durfte zwar nur ein Abholer in die Tafelläden eingelassen werden, andere warteten draußen. Doch auch das ist nun vorbei. „Wir haben die Aufgabe wieder nach innen verlegt, so dass niemand draußen stehen muss“, sagt Aline Gauder. Allerdings ist in Eberts Hof (Großer Zimmerhof 29) eine gleichzeitige Öffnung von Tafel und Second-Hand-Shop noch nicht möglich. „Wir rechnen damit erst Anfang Juni.“

Großer Dank an die Spender

Einen großen Dank sprechen beide Tafel-Mitarbeiter den bisherigen Spendern aus, von denen viele dem Roten Kreuz trotz der Krise treu geblieben sind. „Vor allem Bäckerei Richter möchten wir für ihre pragmatischen  Lösungen danken“, sagt Uwe Rump-Kahl. Die Altstadt-Bäckerei spendete erst kürzlich eine Palette Nudeln. „Und weil wir wegen der Corona-Einschränkungen nicht bei Richters auf den Hof fahren durften, lieferte er uns seine tägliche Backwaren-Spenden kurzerhand mit eigenen Fahrzeugen an“, berichtet der Geschäftsführer. „Und noch besser: Er will jetzt diesen ungewöhnlichen Service beibehalten.“

Wer in seinem Bekanntenkreis Personen kennt, die vom Angebot der Tafel profi tieren würden, die sich aber vor dem  Anruf scheuen, kann sich nach Rücksprache mit diesen Leuten auch selbst bei der Tafel des DRK melden unter: 05331/ 948655.

Sach- und Geldspenden sind für die Zwecke der Tafel natürlich ebenfalls hochwillkommen:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE54 2512 0510 0005 4012 02
BIC BFSWDE33HAN
Stichwort: Wolfenbütteler Tafel


Möchten Sie mehr Informationen über die Tafeln?
Diese erhalten Sie auf der Internetseite der Tafeln Wolfenbüttel und Schladen.

]]>
news-339 Fri, 20 Mar 2020 20:11:25 +0100 Coronavirus: DRK ruft zu Spenden für Nothilfefonds auf https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/coronavirus-drk-ruft-zu-spenden-fuer-nothilfefonds-auf.html Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft die Bevölkerung zu Spenden für einen Corona-Nothilfefonds auf. „Die derzeitige Lage zeigt, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind. Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind noch nicht absehbar. Umso wichtiger ist es, dass alles unternommen wird, um mit den Spenden Menschen in dieser schwierigen Situation nach dem Maß der Not zu helfen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. 

Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um als nationale Hilfsgesellschaft die Behörden bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen. So betreute das DRK insgesamt 159 China-Rückkehrer unter anderem in Germersheim in Rheinland-Pfalz, Berlin-Köpenick und Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. Darüber hinaus hat das DRK mehrere mobile Arztpraxen im Einsatz, um Krankenhäuser und Kliniken zu entlasten, und betreut zahlreiche Fiebermessstationen. 

Durch die Spenden für den Corona-Nothilfefonds sollen Ehrenamtliche und wichtige Hilfsaktionen unterstützt werden. Zahlreiche Freiwillige sind zum Beispiel engagiert, um älteren und bedürftigen Menschen zu helfen, Lebensmittel-Bringdienste zu organisieren, Pflegepersonal und Bewohner in Seniorenheimen zu unterstützen und die psycho-soziale Betreuung zu übernehmen. „In diesen außerordentlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, dass niemand allein gelassen wird“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. 

Mit bundesweit mehr als 435.000 ehrenamtlichen Helfern und rund 175.000 hauptamtlichen Mitarbeitern sei das Deutsche Rote Kreuz gut aufgestellt, um Menschen in Not helfen zu können, erklärt Hasselfeldt.   

Das DRK bittet um Spenden für den Nothilfefonds:

IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
Bank: Seeligerbank
Stichwort: Corona-Nothilfefonds 

]]>
news-334 Fri, 13 Mar 2020 17:43:47 +0100 Maßnahmen des DRK-Kreisverbands bezüglich CORONA https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/massnahmen-des-drk-kreisverbands-bezueglich-corona.html Der DRK-Kreisverband leitet mit dem Beginn der kommenden Woche eine Fülle von Maßnahmen ein, um die Handlungsfähigkeit seiner Abteilungen aufrecht zu erhalten. Dabei geht es dem Wohlfartsverband vor allem darum, den Rettungsdienst und die häusliche Pflege nicht durch Krankheiten in Probleme zu bringen – insgesamt hat der Kreisverband 450 haupt- und 700 ehrenamtliche Mitarbeiter.    

"Das Corona-Virus hat bekanntlich unsere Region erreicht und stellt auch den DRK-Kreisverband vor besondere Herausforderungen", sagt Horst Kiehne, der Vorsitzende des Präsidiums. "Als Teil der kritischen Infrastruktur im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz und in der Wohlfahrtsarbeit im Landkreis Wolfenbüttel, muss auch unter diesen Umständen sichergestellt werden, dass unsere Handlungsfähigkeit in jedem Fall aufrechterhalten bleibt."  

Es ist ein Spagat, denn der Kreisverband will seine Mitarbeiter schützen - und gleichzeitig so viele Angebote für die Bevölkerung aufrecht erhalten wie möglich. "Gleichwohl kommen wir nicht umhin, sämtliche Gruppenangebote des Roten Kreuzes im Landkreis Wolfenbüttel bis zum 18.  April abzusagen", erklärt Vorstand Andreas Ring. In der Woche nach Ostern sollen die Lage neu bewertet und weitere Schritte beschlossen werden.  

Abgesagt beziehungsweise geschlossen wurden nun die Kleiderkammer am Exer, sämtliche Erste-Hilfe-Kurse, die Kurse von Yoga, Senioren-Gymnastik und Jugend-Rotkreuz sowie sämtliche Veranstaltungen der Flüchtlingshilfe. Auch alle Versammlungen der Ortsvereine wurden abgesagt.  

In einem besonderen Konflikt befand sich der Kreisverband bei seinem Angebot des Sozio-Med-Mobils (SMM), das alte, kranke und bedürftige Menschen aus den Dörfern des Landkreises zu Arztterminen bringt. "Einerseits müssen diese Menschen zum Arzt, andererseits gehören sie definitiv zur besonders gefährdeten Gruppe", hieß es in einer Diskussion des DRK-Krisenstabes. Schließlich beschloss das Gremium, das SMM-Angebot aufrecht zu erhalten. "Wenn wir sie nicht fahren, benutzen die Menschen den Öffentlichen Nahverkehr, das macht die Situation nicht besser." Allerdings sollen alle SMM-Nutzer mit einfachen Schutzmasken ausgestattet werden, um ihr Ansteckungsrisiko zu minimieren. Außerdem werden sämtliche Fahrer zur Hygieneschulung geschickt, die Busse selbst werden in noch kürzeren Intervallen gereinigt.  

Die Angebote von Eberts Hof und der Tafel (Großer Zimmerhof) sollen weiter geöffnet bleiben. Deren Leiter Uwe Rump-Kahl berichtete, die Versorgung mit Lebensmitteln sei noch ausreichend. "Wir werden die Lage von Woche neu bewerten." Der Rückhalt unter den ehrenamtlichen Helfern sei ungebrochen hoch.  

Für einen gewaltigen Einschnitt sorgt Corona auch im Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) am Exer. "Wir sagen alle Freizeitangebote, Beratungen, Veranstaltungen und Gruppenangebote bis zum Ende der Osterferien ab", erklärte ITZ-Leiter Thomas Stoch. Das betreffe auch die Angebote und Ausflüge des Familienentlastenden Dienstes (FED), der Therapie und der Autismusambulanz. "Die FED-Einzelbetreuung indes läuft weiter, denn durch die Schulschließung ist da ja ein ganz neuer Bedarf entstanden."  

In puncto Kinderbetreuung bietet das DRK seinen Mitarbeitern ab Montag einen besonderen Service, um die Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. "Ab 6 Uhr früh können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die über keine Kinderbetreuung verfügen, unser DRK-Betreuungsangebot nutzen", erklärte Andreas Ring. Diese Kinder werden in Kleingruppen im ITZ betreut. "Auch die im Einsatz befindlichen ehrenamtlichen Helfer unseres Katastrophenschutzes können diesen Service nutzen."  

Der Krisenstab richtete zudem einen Appell an die Mitarbeiter von Rettungsdienst und Pflege, ihre Urlaubswünsche bis nach Ostern zu reduzieren. Reisen in Krisengebiete seien zu überdenken und anzuzeigen.
"Wir hoffen auch auf die Bereitschaft der Kollegen, im Extremfall kurzfristig aus dem Urlaub zurückzukehren", sagte Horst Kiehne. Sämtliche Dienstreisen bis zum 18. April werden abgesagt.  

Das DRK-Solferino am Exer soll aufgrund des großen Außenbereichs und der entsprechenden Durchlüftung geöffnet bleiben – wenn dem keine behördliche Anordnung entgegensteht. Auch der beliebte Osterbrunch (13.  April) wird zunächst nicht abgesagt.    

"Darüber hinaus planen wir weitere Hygieneschulungen, an denen kurzfristig sämtliche Mitarbeiter verpflichtend teilnehmen werden", kündigte Andreas Ring an. Nach einer bereits in dieser Woche erfolgten Schulung für Mitarbeiter des Landkreises wird auch dort in der nächsten Woche eine weitere Schulung angeboten.

]]>
news-279 Tue, 19 Nov 2019 12:28:22 +0100 DRK begleitet Grenzöffnungsfeierlichkeit in Mattierzoll https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-begleitet-grenzoeffnungsfeierlichkeit-in-mattierzoll.html In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 30 Jahren versammelten sich am 12. November mehrere hundert Menschen in Mattierzoll. Die Schnelleinsatzgruppe unterstützte mit einem Stromgenerator die Redner. In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 30 Jahren versammelten sich am 12. November mehrere hundert Menschen in Mattierzoll. Rund um das Gelände des ehemaligen Wachturmes tauschten sie Erinnerungen an die Zeit der Teilung und dem bewegenden Moment der Grenzöffnung aus. Mit dabei waren auch zwei Ehrenamtlichen der Schnelleinsatzgruppe vom DRK-Kreisverband Wolfenbüttel. „Neben der sanitätsdienstlichen Begleitung der Gedenkveranstaltung mit Personal und einem Krankenwagen stellten wir den Stromgenerator, mit dem die Mikrofonanlage betrieben wurde“, berichtet SEG-Leiter Dirk Jürges. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem vom ehemaligen Wolfenbütteler Landrat und Landtag-Abgeordneten für die CDU, Ernst-Henning Jahn.  Als Redner waren neben dem Bundesminister a. D. Siegmar Gabriel auch die ehemaligen Landtagspräsidenten Jürgen Gansäuer aus Niedersachsen und Dieter Steinecke aus Sachsen-Anhalt zu Gast. „Einige unserer aktiven Mitglieder können sich noch daran erinnern, dass bei Winnigstedt Deutschland einfach zu Ende war“, erklärt Jürges.

Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher war damals 25 Jahre alt und für das DRK als Zugführer vor Ort. „Wir hatten die ersten Wochenenden in Mattierzoll eine Sanitäts- und Betreuungsstelle eingerichtet. Die DDR-Bürger standen oft lange im Stau und waren dankbar für die Möglichkeit zum Beispiel ihren Kindern die Windeln zu wechseln“, erinnert er sich. Auch das Technische Hilfswerk bezog bei ihnen in Mattierzoll Quartier und unterstützte mit kleineren Reperaturen an den Trabis. Auf dem Stadtmarkt in Wolfenbüttel richtete das DRK nach einer Weile eine Essensausgabe ein, an der es kostenlos Erbsensuppe gab. Das Engagement der ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Helfer wurde auch vom damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht gelobt, der sie bei ihrer Arbeit an den Hilfsstellen besuchte.

]]>
news-185 Mon, 29 Apr 2019 18:19:44 +0200 Cinestar-Mitarbeiterinnen verkaufen Plakate für die Wolfenbütteler Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/cinestar-mitarbeiterinnen-verkaufen-plakate-fuer-die-wolfenbuetteler-tafel.html Die Helden aus den Kino-Blockbustern „Star Wars“ und „Spiderman“ kamen jetzt über einen Umweg der Tafel des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel zu Hilfe. Die Mitarbeiterinnen des Cinestar Wolfenbüttel, Ronja Kremling und Jennifer Krüger, hatten ehrenamtlich einen Flohmarkt organisiert und alte Kino-Plakate verkauft. Dabei kamen 605 Euro zusammen, die jetzt Juliane Liersch entgegennahm.

„Wir  nutzen das Geld für unser Projekt Tafel packt Babytasche“, erklärte Liersch, Koordinatorin des Eberts Hof, in dem neben der Tafel auch die Rotkreuz-Boutique zu finden ist. Mit „Tafel packt Babytasche“ unterstützt das DRK Frauen, die ihr erstes Kind erwarten und sich in einer finanziellen Notlage befinden. Von der Tafel erhalten die werdenden Mütter beispielsweise Windeln und Babynahrung.

„Bei Bedarf kaufen wir aber auch Kinderbetten und Matratzen“, erzählt Liersch. Zu den Abnehmern zählen beispielsweise Bewohnerinnen des Frauenschutzhauses, die teilweise von herzzerreißenden Schicksalen berichten. „Umso schöner ist es dann, diese Menschen lächeln zu sehen, wenn wir ihnen die Babytasche als Unterstützung überreichen“, so Liersch.

Die Rotkreuzlerin bedankt sich bei den beiden Cinestar-Mitarbeiterinnen und den vielen Kino-Kunden im Namen der Tafel. „Viele der Kunden haben für ihre Poster mehr als den angeschlagenen Preis bezahlt, als wir ihnen erzählten, für welches Projekt wir sammeln“, sagt Ronja Kremling.

Beim Verkaufstag sei viel los gewesen. Insbesondere die A2-Plakate zu den ausgelaufenen Filmen „Star Wars“, „Solo“ und „Bohemian Rhapsody“ seien sofort vergriffen gewesen. „Auch unsere Sammlung von Plakaten zu Anime-Filmen sind wir schnell losgeworden“, berichtet Kremling. Neben den Postern gab es auch Banner und kleine Aufsteller – zum Beispiel zum Spiderman-Film. „Es hat viel Spaß gemacht. Wir wollen solche Aktionen jetzt häufiger durchführen“, so Kremling.

Möchten Sie mehr über die Arbeit der Tafel Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

 

]]>
news-184 Fri, 19 Apr 2019 11:54:59 +0200 Betroffene reden Klartext in ITZ-Vortragsreihe https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/betroffene-reden-klartext-in-itz-vortragsreihe.html Veranstaltungen mit Gee Vero, Hans Wocken und Raúl Krauthausen bilanzieren zehn Jahre UN-Behindertenrechts-Konvention. Es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet werden. In einigen Kommunen, Behörden und Betrieben wird zwar eifrig über Barrierefreiheit und Teilhabe gesprochen, umgesetzt wurde sie aber nicht überall.

„Die UN-Behindertenrechts-Konvention hat die Rechtslage für Menschen mit Behinderungen seit zehn Jahren deutlich verbessert“, sagt Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, „aber tatsächlich hat sich für die Betroffenen viel zu wenig geändert.“

Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe rund um das Thema Inklusion will das DRK Wolfenbüttel die Situation weiter hinterfragen. Anlass ist auch das 10-jährige Bestehen des Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Zu diesem Anlass möchten Stoch und seine Mitarbeiter zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Es sei kein Zufall, dass der letzte Vortrag der Reihe, sozusagen als Höhepunkt, am Sonntag, 5. Mai stattfindet. Es ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

„Ich finde es wichtig, dass die Betroffenen dabei selbst zu Wort kommen“, erklärte Thomas Stoch, der sich über die Zusage von drei hochkarätigen Referenten freut. Gee Vero hat selbst Asperger und ist zudem Mutter eines autistischen Kindes. Raúl Krauthausen ist für viele Menschen mit Behinderungen ein Vorbild, er bündele die Wünsche und Hoffnungen einiger Betroffenen. Auch der bundesweit bekannte Bildungsexperte Hans Wocken wird in Wolfenbüttel zum Thema „Inklusion in der Schule“ Klartext reden.  

Flyer der Vortragsreihe zum Herunterladen.

Die Vortragsveranstaltungen

„Mein Leben mit Autismus – Ich, mein Selbst und die Anderen“ ist der Titel des Vortrags der Künstlerin Gee Vero am Donnerstag, 25. April.
Gee Vero wendet sich in ihrem Vortrag an alle Menschen, die sich der Herausforderung des Mitmensch-Seins mit autistischen Personen stellen. Sie berichtet über ihr Leben und über ihre Erfahrungen in dieser Gesellschaft. Zudem erklärt Gee Vero in ihrem Vortrag die neurologischen Abläufe, die Wahrnehmung entstehen lassen – und warum sie autistisches Verhalten als richtiges Verhalten sieht.
Wann?Wo? Donnerstag, 25. April, 18 bis 20 Uhr im DRK-Solferino, Am Exer 17, Wolfenbüttel.  

„Die inklusive Schule – Motive, Konzept, Bildungspolitik“ hinterfragt Prof. Dr. em. Hans Wocken am Donnerstag, 2. Mai.
Der Wissenschaftler war Professor für Behinderten- und Integrations-Pädagogik an der Universität Hamburg und erläutert, was es mit einer inklusiven Pädagogik und einer inklusiven Bildungspolitik auf sich hat. Hans Wocken geht der Frage nach, warum eine inklusive Bildung wichtig und erstrebenswert ist. In seinem Vortrag möchte er diskutieren, was eine inklusive Schule auszeichnet – und wie eine ideale inklusive Bildungslandschaft aussehen kann.
Wann?Wo? Donnerstag, 2. Mai, von 18 bis 20 Uhr im DRK-Solferino, Am Exer 17, Wolfenbüttel.

„Dachdecker wollte ich eh nicht werden!“, erklärt abschließend Raúl Krauthausen in seiner Lesung am Sonntag, 5. Mai. Der Berliner Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit arbeitet seit mehr als 15 Jahren in der Internet- und Medienwelt. Hier fordert er nachhaltig mehr Rechte, eine größere Selbstbestimmung und eine Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen. Bei seinem Besuch in Wolfenbüttel liest er einige Passagen aus seiner Biographie „Dachdecker wollte ich eh nicht werden! Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“ und erläutert Hintergründe zum neuen Kinofilm „Die Kinder der Utopie“. Vor und nach dem Vortrag ist Gelegenheit zu Gesprächen. Es gibt Getränke und kleine Leckereien aus der Küche des Inklusionsbetriebs DRK-Solferino.
Wann?Wo? Sonntag, 5. Mai, von 17 bis 19 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) im Hörsaal und Foyer der Ostfalia Hochschule, Am Exer 11, Wolfenbüttel.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos. 

10 Jahre ITZ

Die wesentliche Säule in den Angeboten der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH feiert 2019 ihr zehnjähriges Bestehen. Im Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) sind am Standort Exer 19a in Wolfenbüttel zahlreiche Angebote rund um Therapie, Gesundheit, Beratung und Betreuung zu finden: Die Praxis für Ergotherapie, Autismus-Ambulanz, Schulassistenz, Fachgruppe Wohnen, der Familienentlastende Dienst (FED) und der Fachdienst berufliche Eingliederung leisten hier wichtige Hilfen für Betroffene und ihre Angehörigen. Weitere Informationen unter www.itz-drk.de

]]>
news-181 Fri, 12 Apr 2019 14:59:54 +0200 Spende für die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-fuer-die-tafel.html Die Tafel des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel erhielt jetzt eine Spende über 500 Euro für das Projekt „Tafel packt Babytasche“. Das Geld stammt aus der Kasse des Ortsvereins Denkte. Die Vorsitzende Erdmuth Queißer hatte zur Scheck-Übergabe an Juliane Liersch zahlreiche Aktive aus ihrem Verein ins DRK-Solferino mitgebracht. „Wir treffen uns hier zum gemeinsamen Mittagessen als kleines Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit“, erklärt  Queißer. Die Mitglieder des DRK-Ortsvereins engagieren sich beispielsweise regelmäßig rund um die Blutspende oder bieten einen Besuchsdienst an.

„Ich bedanke mich im Namen der Tafel für diese großzügige Spende“, sagt Juliane Liersch, Koordinatorin des Eberts Hof, in dem neben der Tafel auch die Rotkreuz-Boutique beheimatet ist. Schon in den vergangenen Jahren gab es Spenden aus Denkte. „Letztes Jahr haben wir damit die Spielecke für Kinder im Eberts Hof eingerichtet“, erzählt Liersch.

In diesem Jahr fließen die 500 Euro in das Projekt „Tafel packt Babytasche“, das Frauen unterstützt, die ihr erstes Kind erwarten und sich in einer finanziellen Notlage befinden. Sie bekommen von der Tafel ein individuelles Paket, das viele der notwendigen Anschaffungen enthält, die man beim ersten Kind benötigt – beispielsweise Windeln und Babynahrung.

Bei Bedarf beschafft die Tafel aber auch Kinderbettchen und -wagen. „Die wollen wir von dem Spenden-Geld kaufen“, sagt Liersch und ergänzt: „Wer ein Kinderbett oder einen Kinderwagen übrig hat und für unser Projekt spenden möchte, kann uns die Sachen gerne im Eberts Hof zu den Öffnungszeiten vorbei bringen.“

Mehr Informationen über die Tafel und unsere Secondhand-Boutique erfahren Sie auf der Internetseite des Eberts Hof.

]]>