DRK Presseinformationen https://www.drk-kv-wf.de de DRK Tue, 27 Sep 2022 09:36:13 +0200 Tue, 27 Sep 2022 09:36:13 +0200 TYPO3 EXT:news news-667 Tue, 27 Sep 2022 08:29:30 +0200 Zu Gast beim DRK: Studienreise der Koalitionsfraktionen aus Hessen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/zu-gast-beim-drk-in-wolfenbuettel-studienreise-der-koalitionsfraktionen-aus-hessen.html Die Sozialpolitik des Bundeslandes informierte sich am Exer über alternative Wege in der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. „Wissen Sie eigentlich, dass das was Sie hier machen, einzigartig ist“, kommentiert Susanne Selbert die Vorstellung der Aktivitäten des Wolfenbütteler DRK im Bereich Arbeit und Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen. Selbert steht als Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen einer 45köpfigen Delegation vor, die sich für eine Studienreise auf den Weg in die Lessingstadt gemacht hat. Das Angebot des Fachdienstes für berufliche Eingliederung, Menschen mit Beeinträchtigungen durch Unterstützung mit Arbeitsassistenz und Job Coaching für Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren, sei sogar im bundesweiten Vergleich bemerkenswert. „Von Ihnen können wir viel lernen“, so Selbert. Die Wolfenbütteler Ansätze sollen auch in Hessen eingeführt werden.

Nicole Arendt und Thomas Stoch von der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH stellten die Angebote des Fachdienstes vor. Zu Wort kamen auch die Nutzer: Thomas Ebeling beispielsweise hat das Down Syndrom, er wurde bereits in der Grundschule durch das DRK mit einer Schulassistenz begleitet. Heute ist er stolz auf seinen Arbeitsvertrag beim Cateringbetrieb Solferino und erzählt, wie es für ihn war, als er die Prüfung zum Fachpraktiker Küche bestanden hat: „Das war eine Party! Da habe ich alle umarmt, die in der Nähe waren.“ Thomas Ebeling verdient heute einen richtigen Lohn und führt ein weitgehend normales Leben. In seinem Vortrag überraschte er mit der Aussage, dass er noch drei Jahre beim Solferino bleiben wolle und sich dann nach einem anderen Betrieb umsehe. Auch Dustin Depta, derzeit tätig bei einem Nahrungsmittelhersteller in der Region und Amelie Feickert, beschäftigt in einem Alten- und Seniorenheim, berichteten engagiert von ihrem Werdegang und von der Unterstützung durch den Fachdienst FBE.

„Selbstbestimmung macht selbstbewusst“, erklärte Thomas Stoch. Er verdeutlichte die Haltung, die wichtig ist, um Teilhabe zu ermöglichen und Betroffene zu fördern. Das schaffe echte Alternativen für diejenigen, die nicht dauerhaft in einer Werkstatt tätig sein wollen. In Werkstätten liege die Quote, Personen mit Behinderungen auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln, nach wie vor bei unter 2% pro Jahr. Dagegen ist die Vermittlungsquote des FBE beeindruckend, hier wurden in den letzten Jahren insgesamt über 60% der FBE-Kunden vermittelt.

Dass das in den letzten Jahren kein Selbstläufer war, verschweigt Stoch nicht. Es brauche Überzeugungsarbeit, starke Eltern und manchmal auch rechtlichen Beistand, um Kostenträgern und der kommunalen Verwaltung aufzuzeigen, in welche Richtung es gehen muss. „Zu stark etabliert sind die üblichen Wege zwischen Förderschule und Werkstätten. Das System hat sich über Jahrzehnte eingerichtet“, meint Stoch.

Dass hier ein Umdenken möglich ist, verdeutlichten Jörg Meironke von der Agentur für Arbeit und Thorben Haste, Teamleiter der Eingliederungshilfe bei der Stadt Salzgitter. „Wir waren am Anfang tatsächlich skeptisch“, so Meironke aus Sicht der Kostenträger. „Aber wir haben es gewagt. Heute sind wir froh über die Angebote des FBE, unsere Beratung ist deutlich breiter als noch vor wenigen Jahren.“ Thorben Haste, wegen einer Corona-Erkrankung digital zugeschaltet, ergänzte: „Als Kostenträger haben wir Entscheidungsspielräume. Die müssen nur genutzt werden, um eine wirksame Hilfe zu etablieren.“ Wenn diese eben außerhalb der etablierten Werkstätten liegt, dann sei das ein guter Weg.

Am Abend folgte ein fachpolitischer Austausch in großer Runde, teilgenommen hat auch Bernd Retzki, Sozialdezernent des Landkreises Wolfenbüttel. Er bestätigte, dass die Entwicklungen im Landkreis mit dem Handlungsplan Inklusion korrespondieren und dass eine Vielfalt von Angeboten und Unterstützungsmöglichkeiten wichtig sei.

Die Gäste lobten das Engagement des DRK Wolfenbüttel für Menschen mit Behinderungen. Sie bestätigten, viele gute Ansätze und Ideen mit nach Hessen zu nehmen. Beeindruckt waren die Politiker aus Hessen auch ganz allgemein von der Stadt Wolfenbüttel, die sie auf einer Stadtführung kennenlernen durften. „Der eine oder die andere wird sicher noch einmal den Weg nach Wolfenbüttel finden“, so die einhellige Meinung in der Gruppe.

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news-665 Fri, 16 Sep 2022 10:52:00 +0200 am 19.09.: Vorstellung des Fachdienstes zur beruflichen Eingliederung https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/beschaeftigung-von-menschen-mit-behinderungen-19-september-der-fachdienst-zur-beruflichen-eingliederung-des-drk-stellt-sich-vor.html „Jeder Mensch mit einer Behinderung hat das Recht auf Arbeit und Beschäftigung“, erklärt Nicole Arendt. Sie leitet den Fachdienst FBE beim Deutschen Roten Kreuz Wolfenbüttel. Gemeinsam mit ihrem Team setzt sie sich dafür ein, dass den Betroffenen mehr Wege aufgezeigt werden, als sie an eine der etablierten Behindertenwerkstätten zu verweisen. Dabei geht es darum, die Kunden des Fachdienstes für den sogenannten „ersten Arbeitsmarkt“ zu qualifizieren.

Über die Arbeit des FBE und die gesetzlichen Möglichkeiten informiert Arendt und ihr Team am kommenden Montag. Arbeitsassistenz, Job Coaching, das Budget für Arbeit – alles Begriffe, die erklärungsbedürftig sind. „Im Dschungel der Möglichkeiten finden wir immer einen Weg“, erklärt Arendt. Dabei sollen die Kunden je nach ihren Neigungen und Fähigkeiten auf der Suche nach einem geeigneten Betrieb begleitet werden.

Die Teilnehmer der FBE-Maßnahmen sind oft sehr motiviert, einer Tätigkeit nachzugehen. Das ist für viele Firmen manchmal überraschend. Denn oft ist es so, dass Verantwortliche aus Betrieben noch nicht viel Erfahrungen gemacht haben, Menschen mit geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderungen im Arbeitsalltag einzubinden. Umso schöner ist es, wenn es klappt – und wenn am Ende sogar ein Arbeitsvertrag unterschrieben wird. Voraussetzung ist die enge Begleitung durch das DRK. Hierüber sprechen die Referenten bei diesem Vortragsabend, es wird ausreichend Zeit sein für eine anschließende Diskussion und den Austausch über persönliche Erfahrungen.

Beginn des Informationsabends ist am 19. September um 18 Uhr, die Veranstaltung findet im DRK-Solferino statt, Am Exer 17 in Wolfenbüttel. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Es wird um das Tragen einer Mund-Nasen-Maske gebeten.

Rückfragen gerne per E-Mail unter info@inkluzivo.de oder per Telefon unter 05331 / 927 8470. Nähere Informationen über die Angebote des DRK Wolfenbüttel für Menschen mit Beeinträchtigungen gibt es auf der Homepage des FBE.

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news-664 Fri, 16 Sep 2022 09:29:00 +0200 Viel Zulauf am DRK-Stand https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/viel-zulauf-am-drk-stand.html Einen erfolgreichen Auftritt bei der "Nacht der Bewerber" absolvierte ein Quartett des DRK-Kreisverbandes am Freitag Abend. Vier Stunden dauerte die Aktion bei der Volksbank Wolfenbüttel, und mehrere hundert junge Menschen schlenderten durch den Verwaltungsbau und blieben an diesem oder jenem Stand stehen, um sich über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.


Unter den rund 60 Ausstellern war auch der DRK-Kreisverband. "Unser Stand war gut besucht", berichtete die Organisatorin Sonja Grabau, Teamleiterin der Servicestelle. "Die Anfragen gingen in die verschiedenen Richtungen, und wir haben über die Ausbildung im Büro zu Kaufmann/-frau für Büromanagement, über das FJS im Bereich Tafel und FED sowie über den Bundesfreiwilligendienst informiert." Die größte Nachfrage richtete sich aber an eine Ausbildung im Rettungsdienst. "Alle Besucher haben Flyer sowie kleine Give-aways mitbekommen – außerdem die Einladung von uns, sich gerne beim DRK zu bewerben."

 

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news-663 Fri, 09 Sep 2022 14:13:00 +0200 Viele Alarme belasten den Rettungsdienst https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/unsinnige-alarme-belasten-den-rettungsdienst.html DRK setzt neuen Rettungsdienstbedarfsplan für den Landkreis um. Zusätzlicher RTW für Cremlingen. Das dürfte vor allem die Menschen in und um Cremlingen freuen: Durch die Neufassung des Bedarfsplans für den Rettungsdienst wird nun auch der Bereich ihrer Gemeinde mit einem zusätzlichen Rettungswagen bedient. Der Landkreis Wolfenbüttel als Träger des Rettungsdienstes hatte im Frühjahr den neuen Bedarfsplan nach längeren Verhandlungen mit den Krankenkassen beschlossen.  "Durch eine zeitliche Neugliederung unserer Kräfte sind im Nordosten des Landkreises, einschließlich der Stadt Wolfenbüttel, nun sogar drei Fahrzeuge im Einsatz", erläutert Daniel Schulte, Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel gGmbH.

Im Moment sei man auf der Suche nach einer geeigneten Wache. "Bis sie einsatzbereit ist, steht der Rettungswagen in Wolfenbüttel am Exer. In zwei Schichten sind jeweils zwei Kollegen 24 Stunden täglich für die Cremlinger da." Der Bereich an der Autobahn 39 und der Bundesstraße 1 ist besonders verkehrsintensiv. Damit die Eintreffzeiten gehalten werden können wäre eine zügige Stationierung des Fahrzeugs in Cremlingen wünschenswert.

Grundlage für die Neuregelung ist das Niedersächsische Rettungsdienstgesetz. Dort ist festgelegt, dass Einsatzorte am öffentlichen Straßennetz in 95 Prozent der Alarmierungen innerhalb von 15 Minuten durch die Hilfskräfte erreicht werden müssen. Doch im Cremlinger Raum, der am weitesten von der Kreisstadt entfernt liegt, gab es zu den Hilfsfristen sozusagen einen weißen Fleck auf der Rettungslandkarte: Das DRK hatte schon seit Jahren darauf hingewiesen, dass die Eintreffzeiten häufig nicht der gesetzlichen Vorgaben entsprachen.

Nun wurde also die Neuregelung genehmigt. "Das war höchste Zeit, denn der Bedarf an Rettungsdienstfahrten steigt leider ständig", erklären Schulte und Steffen Tegtmeier, der den DRK-Rettungsdienst in Wolfenbüttel leitet. Einerseits gebe es tatsächlich mehr notwendige Alarmierungen, die Gründe lägen unter anderem im demografischen Wandel der Bevölkerung. "Allerdings haben wir auch eine ganze Reihe von Notrufen, die eigentlich keine Notrufe sind und auch vom ärztlichen Bereitschaftsdienst bearbeitet werden könnten."

Beispielsweise sei es nicht nötig, bei Beschwerden außerhalb der Öffnungszeiten des Hausarztes gleich den Rettungsdienst zu rufen. "Sinnvoller ist ein Anruf unter der bundesweit einheitlichen Nummer 116117", betont Schulte. Dort melde sich der kassenärztliche Notdienst, der die weiteren Schritte einleite und nötigenfalls auch Hausbesuche durchführe.

Zudem räumt Tegtmeier mit einem weit verbreiteten Irrtum auf: "Viele glauben, sie kommen im Krankenhaus schneller dran, nur weil der Rettungswagen sie bringt – das ist aber ein Trugschluss, denn es geht dort ausschließlich nach der Schwere der Verletzung oder Erkrankung."

Alarmierungen der unnötigen Art sorgten für viel Arbeit im Rettungsdienst. "Verkehrsunfälle zum Beispiel spielen in unserem Alltag kaum eine Rolle", schildern die beiden Experten. Gut 80 Prozent der Anrufe kämen aus Haushalten und seien internistischer Natur.

Positiv: Der Wolfenbütteler Rettungsdienst hat neben der Verschiebung im Bereich Cremlingen einen neuen Fahrzeugtyp in Dienst gestellt: den Notfall-Krankenwagen (N-KTW). Er ist für dringende Krankentransporte gedacht, die zwar zügig erledigt werden müssen, es jedoch keine Lebensgefahr für den Patienten besteht und somit kein Rettungswagen mehr gebunden werden muss. "Mit dem N-KTW erweitern wir unser Angebot deutlich", unterstreicht Schulte. "Dieser Wagen ist nun ebenfalls im Zwei-Schicht-Betrieb 24 Stunden im Einsatz."

Das alles spielt sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ab, unter dem alle Rettungsdienste Deutschlands leiden. "Im Moment haben wir zwar alle Bedarfe gedeckt, aber wir freuen uns immer über Bewerbungen", rührt der Geschäftsführer die Werbetrommel. Dabei gebe es durchaus reizvolle Konditionen für Quereinsteiger: "In die Ausbildung zum Rettungssanitäter kann man jederzeit einsteigen, sie dauert ein Jahr." Etwas komplexer sei die Ausbildung zum Notfall-Sanitäter: "Sie dauert drei Jahre. Der Anmeldeschluss für den Ausbildungsstart 2023 ist am 31. Dezember 2022." Informationen zu diesen Ausbildungen gibt es in Wolfenbüttel unter ausbildungdrk-rettungsdienst-wf.de 

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news-660 Fri, 09 Sep 2022 10:29:31 +0200 Kleiderkammer sucht gebrauchte Textilien https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/kleiderkammer-sucht-gebrauchte-textilien.html Große Dankbarkeit im Team Korsch, doch Müllsäcke im DRK-Kleidercontainer sorgen für Verdruss. Nach wie vor ist die Kleiderkammer des DRK-Ortsvereins Wolfenbüttel froh und dankbar darüber, wie viele Sachspenden aus der Wolfenbütteler Bevölkerung eingehen. "Diese Gaben versetzen uns in die Lage, auch die vielen Flüchtlinge aus der Ukraine gut mit Kleidung zu versorgen", sagt Joachim Korsch, der ehrenamtliche Leiter der Kleiderkammer. Allerdings sind nicht alle benötigten Textilien vorrätig. "Wir brauchen immer wieder Garderobe für Damen und Herren sowie Kindersachen, gerade für den Winter", betont Korsch. Engpässe gebe es auch bei Unterwäsche und Schuhen, erläutert er weiter. Zudem herrscht ein erhöhter Bedarf an Bettwäsche, Handtüchern und Spielsachen.

Dieser Tage traf sich Korsch mit seinen Helferinnen und Helfern aus jener Gruppe, die montags und mittwochs für das Funktionieren der Kleiderkammer Am Exer 15 Sorge trägt. Bei einem gemütlichen Kaffeetrinken ging es um die gemeinsame Arbeit – und um gemeinsame Ärgernisse. Dazu gehören zum Beispiel Dinge, die sich im Kleidercontainer wiederfinden, obwohl sie dort nichts zu suchen haben: "In letzter Zeit gab es wieder mehrfach Fälle, in denen jemand blaue Säcke voller Müll bei uns eingeworfen hat", ärgert sich der Kleiderkammer-Chef.

Dies sei nicht nur eine Zumutung für die ehrenamtlichen Helfer, sondern verursache auch ärgerliche Kosten: "Für die Entsorgung muss das Rote Kreuz Geld aufwenden, das wir an anderer Stelle besser gebrauchen könnten."

Haben Sie Fragen zur Kleiderkammer, möchten Sie größere Mengen spenden oder haben Sie Lust, ehrenamtlich mitzuarbeiten? Sie erreichen uns Am Exer 15 oder unter der Telefonnummer 05331/927 84 64.
Weitere Infos  erhalten Sie auf der Internetseite der Kleiderkammer.

 

 

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news-659 Tue, 30 Aug 2022 16:26:59 +0200 DRK unterstützte beim Altstadtfest Wolfenbüttel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-unterstuetzte-beim-altstadtfest-wolfenbuettel.html Ein rundum zufriedenes Fazit von den drei Tagen des Altstadtfestes in Wolfenbüttel zieht Tobias Liersch, der den DRK-Einsatz leitete. Bereitschaft und Einsatzzug hatten ihre Kräfte gebündelt und waren stets Herr der Lage. Darüber hinaus war der Stand am Okerufer des Schulwalls rundum geglückt und wurde von vielen Besuchern als gelungenes Aushängeschild betrachtet. "Ich kann mir vorstellen, dass wir das künftig wieder so machen", erklärte Liersch. "Aber wir werden erst eine abschließende Manöverkritik vornehmen."

Interessanterweise wirkte nicht zuletzt ein ungewöhnliches Angebot als Besuchermagnet: Die alkoholfreie Version der Cocktails Mojito und Pina Colada hatte ausgerechnet das Rote Kreuz in die Getränkekarte genommen. "Dieser Idee lag der Gedanke zu Grunde, dass wir in unserer Feldküche Dinge nicht nur erhitzen, sondern diese auch kühl halten können", erklärte Tobias Liersch schmunzelnd, während er den schweren Deckel hob. Der Kessel war gefüllt mit Eiswürfeln, die er großzügig in ein Glas füllte und mit Mojito ergänzte – übrigens das Lieblingsgetränk Ernest Hemingways, als der Schriftsteller noch auf Kuba lebte.

Die Gruppe des DRK verlebte ein sehr gemischtes Wochenende. "Wir sind hier durchschnittlich 15 bis 20 Personen am Stand, damit wir sowohl die Fußstreifen bewältigen können, sowie die Standbetreuung und die Unfallhilfsstelle." Für Kinder waren einige Aktionen vorbereitet, zum Beispiel eine ansprechende DRK-Hüpfburg, drei Kübelspritzen sowie Mal- und Bastelsachen. "Wir stehen hier am Schulwall – zwar nicht ganz zentral, aber wir haben auch unsere Ruhe für die Aktionen", kommentierte Liersch.

Der Standort wurde für die drei Festtage ein Geheimtipp für alle – und auch für die Einsatzkräfte: Das DRK bot die attraktivste Ecke zum Chillen an der Oker unter Bäumen. "Und unsere alkoholfreien Cocktails kamen auch bei den Kollegen gut an." Sämtliche Besatzungen der Rettungswagen und des neuen Notfall-KTW (Krankentransportwagen) fanden sich am Samstagabend für ein paar Getränke beim Team von Tobias Liersch ein.

Doch phasenweise wurde es dann doch kurzzeitig hektisch: Am Freitag gab es auf dem Schlossplatz ein paar kleinere Einsätze ("junge Menschen, die nicht mit Alkohol umgehen können"). Das Rote Kreuz musste die Opfer einer Schlägerei verarzten. Gleichzeitig traf der Alarm aus Groß Stöckheim ein, bei dem zunächst ein brennender Dachstuhl gemeldet wurde. "Wir sind erstmal mit zwei Mann rausgefahren, aber zum Glück hat sich der Dachstuhlbrand nicht bewahrheitet."

"Am Samstag passierten dann viele Sachen gleichzeitig", schildert Tobias Liersch. Neben den kleineren Einsätzen auf der Festmeile mussten parallel sämtliche Rettungswagen ausrücken, um einige internistische Notfälle abzuarbeiten.

Für die Fußstreifen verliefen die drei Festtage hingegen recht harmlos. "Wir mussten einige Male helfen wegen Erschöpfung und wegen Alkoholproblemen", schilderte Heiko Salfeld, der im Trio mit Johanna und Mike Herzberg unterwegs war. Auch Wespenstiche fanden gelegentlich statt. "Im Grunde war es aber ein ruhiger Dienst."
 

Interessieren Sie sich für die Arbeit der Bereitschaften oder möchten bei uns mitmachen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite derBereitschaften.

 

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news-657 Mon, 22 Aug 2022 13:09:00 +0200 Facettenreiches soziales Engagement: BFD und FSJ beim DRK Wolfenbüttel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/facettenreiches-soziales-engagement-bfd-und-fsj-beim-drk-wolfenbuettel.html Ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim DRK kann helfen, neue berufliche Perspektiven zu eröffnen oder die bestehenden Zukunftsideen auf die Probe zu stellen. Auch in diesem Jahr sucht das DRK Wolfenbüttel zum 1. September noch Freiwillige mit sozialer Ader. Einsatzmöglichkeiten gibt es zum Beispiel beim Fachdienst für berufliche Eingliederung, im Familienentlastenden Dienst, dem Rettungsdienst, oder – hier besteht besonders hoher Bedarf – bei der DRK-Tafel Wolfenbüttel. Ein weiterer Ort, um im DRK ein FSJ oder BFD durchzuführen, ist die Flüchtlingshilfe, wozu aktuell auch die Betreuung der Notunterkünfte für ukrainische Geflüchtete gehört. Neben dem Einsatz in diesem Feld bietet die Flüchtlingshilfe vielseitige Einsatzfelder, wie zum Beispiel den Mobilen Spieltreff oder auch die Fahrradwerkstatt.

Laurenz Kooymann war im vergangenen Jahr im Rahmen eines FSJ im wohl bekanntesten Bereich des DRK-Wolfenbüttel tätig: Dem Rettungsdienst. „Ich wurde wunderbar aufgenommen und konnte viel lernen“, lobt der 19-Jährige und berichtet von den umfangreichen Weiterbildungsangeboten während seiner Zeit auf der Rettungswache. Als öffentlich präsentester Teil des DRK in der Lessingstadt sind die Plätze im Freiwilligendienst grundsätzlich schnell ausgebucht. Ähnliche Angebotsvielfalt gibt es aber auch in anderen, weniger geläufigen Teilbereichen des DRK Wolfenbüttel.

Der Familienentlastende Dienst

Diese Erfahrung hat Franziska Reitmeier gemacht. „Ich wusste eigentlich gar nicht, was das DRK alles macht. Ich wollte nach 13 Jahren Schule ein Jahr Praxis haben, bevor es im Studium wieder nur ums Lernen geht“, berichtet die 19-Jährige. Sie hat ihren Freiwilligendienst erst vor kurzem begonnen und befindet sich schon mit pflegebedürftigen Menschen auf einer Freizeit in Ravensbrück. Das sei, erklärt Reitmeier, auch beispielhaft für ihre Arbeit: „Ich bin viel in Gruppen unterwegs. Nachmittags gibt es Aktivitäten, wie die Sportgruppe. Bei den Einzelbetreuungen am Vormittag geht es um vielfältige Hilfen, wie Einkaufsbegleitungen oder Haushaltshilfen. Alles ist dazu da, um pflegende Angehörige zu entlasten.“

Reitmeier hebt besonders hervor, wie das DRK auf ihre persönlichen Hobbys eingegangen ist: „Das hat sich schon im Vorgespräch gezeigt“. Vor jedem Freiwilligendienst führt das DRK Gespräche mit den Interessenten, um die Präferenzen für einen Einsatzort abzufragen. Dabei sollen sich die Freiwilligen auch persönlich einbringen können: „Als ich nach meinen Hobbys gefragt wurde, habe ich gesagt, dass ich gern tanze. So konnte ich gleich in der Tanzgruppe hospitieren. Mir wurde dann Zeit gegeben um mir klar zu werden, ob es das richtige für mich ist – dann durfte ich anfangen.“

Viel gelernt habe die 19-Jährige bislang über die Benutzung von Rollstühlen oder behindertengerechte Autos. Auch die Fortbildungsangebote möchte sie unbedingt wahrnehmen: „Die Themen Autismus und ADHS interessieren mich sehr. Da stoßen viele Menschen an ihre Grenzen – ich möchte damit in Zukunft besser umgehen können.“ Abschließend meint Reitmeier: „Ich finde, der Freiwilligendienst bringt viel Lebensqualität. Der Kontakt mit den Menschen ist wahnsinnig schön, der Umgang freundschaftlich. Es schenkt viel Freude!“, berichtet Reitmeier abschließend.

Auf sicheren Füßen in die Karriere

Ähnlich positiv berichtet Tarek Dries, der als „Alter Hase“ kurz vor dem Abschluss seines Bundesfreiwilligendienstes steht, ebenfalls beim Familienentlastenden Dienst: „Am Anfang musste ich ein bisschen Schüchternheit überwinden, mich mit Inklusion und körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen auseinandersetzen. Auch psychisch. Das fand ich ziemlich spannend.“ Nach einer umfangreichen Einarbeitung konnte Dries viele Angebote und Ausflüge begleiten. In der Corona-Zeit habe das DRK gute Lösungen gefunden, um Seminare Online anzubieten. Zum Ende seines Jahres befindet sich Dries mit Reitmeier auf der gleichen Freizeit im Harz: „Für die Klienten ist das ein bisschen wie Urlaub. Es geht ja immer darum, allen Beteiligten ein weitestgehend normales Leben zu ermöglichen. Rausgehen, eine Runde spielen, einfach Inklusion leben!“, erklärt Dries seine Arbeit und ergänzt: „Gerade Menschen mit Einschränkungen leben relativ abgeschottet von der Gesellschaft – sie gehen nicht normal einkaufen, arbeiten in separaten Einrichtungen. Hier Normalität zu schaffen, das ist das Ziel von Inklusion.“

Der 19-Jährige weist aber auch darauf hin, dass Freiwilligendienstleistende absolut keine Berührungsängste haben sollten: „Man muss teilweise Windeln wechseln und in anderen Bereichen der Körperpflege unterstützen. Dafür muss man offen sein. Außerdem braucht man natürlich eine selbstbewusste soziale Ader, mit der man sich gut auf Menschen einstellen kann. Denn je nach Behinderung kann auch einfache Kommunikation eine Herausforderung sein.“

Dries rät seinen Nachfolgern, vor allem Spaß zu haben und sich nicht zu sehr zu verbeißen: „Viele Freiwilligendienstleistende sind ziemlich jung und haben wenig Erfahrung mit Vollzeitjobs. Da fällt es noch schwer, das Berufliche und das Private zu trennen. Das muss man lernen.“ Dries hat die Erfahrung gezeigt, dass er im sozialen Bereich bleiben will. „Ich hab an ein Studium der Sozialpädagogik gedacht. Förderschullehramt interessiert mich – das finde ich sehr wichtig.“

Freiwillig bei der Tafel

Die Tafeln in Deutschland leben noch mehr als viele andere Bereiche von Freiwilligen. Dabei geht es gerade in Wolfenbüttel um mehr als „nur“ Lebensmittel verteilen. Freiwillige bei den Tafeln in Wolfenbüttel sind auch Seelsorger, Vermittler, Zuhörer. Vom Abholen der Lebensmittel über die Sortierung bis zur Ausgabe wartet auf die Freiwilligen neben vielen zurückgelegten Kilometern und körperlicher Arbeit auch neue Kontakte, kulturelle Einblicke in unterschiedlichste (Koch)kulturen und Lebensrealitäten. Bei Eberts Hof in Wolfenbüttel kommt auch noch die Second-Hand-Boutique dazu – ein Alleinstellungsmerkmal unter allen Tafeln in Deutschland.

FSJ oder BFD? Der Unterschied

Die beiden Freiwilligendienste FSJ und BFD haben vieles gemeinsam. Die Dauer umfasst in beiden Fällen 6 bis 18 Monate. Der hauptsächliche Unterschied ist, dass die Leistungen des Bundesfreiwilligendienstes vom Bund bezuschusst werden und das Freiwillige soziale Jahr teils von den Ländern finanziert wird. Außerdem kann man einen BFD mehrfach leisten – jeweils im Abstand von fünf Jahren. Ein FSJ ist nur einmal möglich. Das FSJ hat zudem eine Altersgrenze bis 27 Jahre. Der BFD steht allen offen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung

>>> auf Klick zum BFD

>>> auf Klick zum FSJ

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news-656 Thu, 18 Aug 2022 13:18:38 +0200 Tafel macht Schule: Begeisterte Kinder in der Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/tafel-macht-schule-begeisterte-kinder-in-der-tafel.html DRK-Aktion fand ihren alljährlichen Höhepunkt bei der Verteilung von Ranzen und Schultüten. Kinderfreude ist doch die schönste Freude. Das wurde mal wieder deutlich, als es am Mittwoch einen großen Termin im Eberts Hof gab, dem Tafel-Shop des DRK-Kreisverbandes am Großen Zimmerhof 29. Dort stand bereits zum 15. Mal die Verteilung der Spenden für "Tafel macht Schule" an – wie immer ein großer Tag für die Erstklässler aus bedürftigen Familien, die stets dreifach beschenkt werden.

"Neben einem hochwertigen Ranzen bekommt jedes Kind eine Schultüte und eine Tragetasche mit Ausrüstung", erklärte Sonja Meyer. Sie ist neben Tafelleiterin Juliane Liersch neue DRK-Projektleiterin für Tafel macht Schule, beide arbeiten im Ehrenamt. "Für mich ist das die erste Verteilung dieser Art", sagte die Neue, "ich freue mich riesig darauf." Bis April war die 60-Jährige als Arzthelferin tätig, dann wechselte sie langsam in den Ruhestand, half erst einen, dann zwei Tage pro Woche im Tafelladen. "Das Ehrenamt hat mich schon das ganze Leben begleitet."

Nun stand also der erste Höhepunkt an. 50 Kinder hatte das Rote Kreuz persönlich eingeladen, sich die Erstausrüstung abzuholen. Und zum ersten Mal wurde die Begrüßung mit Erklärung des Ablaufs auf Englisch gehalten: "In diesem Jahr haben wir ganz viele Flüchtlingskinder", erzählte Juliane Liersch, "aus der Ukraine, aus Afrika und anderen Staaten." Die Sprachbarrieren seien im Tagesgeschäft hoch, aber am Ende komme man immer irgendwie ans Ziel.

Erfreulich: Als die Tafelleiterin später im Laden nur die Kinder fragte, wer denn Deutsch spreche, da gingen fast alle Finger in die Höhe. Und als dann der Startschuss gefallen war, spielte Sprache ohnehin keine Rolle mehr: Jedes Kind durfte sich seinen Ranzen und die Schultüte nach dem Dekor aussuchen – ganz offensichtlich gleichen sich die Geschmäcker auch international. Bei den Mädchen standen Einhörner hoch im Kurs, bekannte Comic-Figuren, und alles möglichst in Pink. Die Jungs griffen zu Grün und Blau, wobei Trecker, Mähdrescher und Raumfahrer schwer angesagt waren.

Die Abholerzahl von 50 Kindern bedeutete für die Wolfenbütteler Tafel übrigens einen Rekord, den das DRK nur mit Spenden von rund 6000 Euro bewältigen konnte. "Neben dem Geld haben wir aber auch ganz viel Schweiß gelassen", erklärte Sonja Meyer lachend. Wochenlang durchstreifte sie Geschäfte, handelte Preise nach unten und sorgte zu guter Letzt in einem großen DRK-Container dafür, das alles gerecht in Tüten verpackt wurde.

Allein die Tragetaschen beinhalteten 40 Artikel, von Blöcken und Mappen über Stifte und Malsachen bis hin zu Trinkflaschen und Behältern für die Hasenbrote. Dass sich in den Schultüten auch ein paar Süßigkeiten finden ließen, versteht sich von selbst. Und doch: "Nächstes Jahr werden wir wohl einen mehrsprachigen Zettel gestalten mit Hinweisen, was es überhaupt mit Schultüten auf sich hat", kündigte Juliane Liersch an.

Denn eins wurde auch deutlich: Die Interessen der Kinder im Laden mit denen der Eltern vor den Fenstern unter einen Hut zu bringen, war nicht immer ganz einfach. "Wir bleiben da aber unserer Linie treu", kommentierte die Tafel-Leiterin lautstarke Versuche der Eltern, Einfluss auf den Nachwuchs zu nehmen: "Bei der Auswahl der Sachen zählt nur, was die Kinder wollen."

Ihre neue Projektleiterin jedenfalls war rundum zufrieden mit der Veranstaltung. "Wir wollen uns aber ganz besonders bei den vielen Spendern bedanken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben", unterstrich Sonja Meyer. In diesem Jahr sei dabei die Belegschaft des benachbarten Woolworth-Marktes hervorzuheben. "Sie haben sich unheimlich viel Mühe gegeben, haben mitdekoriert und aus anderen Märkten herbeigeschafft, was benötigt wurde." Und Geld wurde durch die Beweglichkeit der Marktleitung auch noch gespart: "Auf diese Weise konnten wir insgesamt zehn Ranzen mehr besorgen und ausstatten."

An erster Stelle jedoch stand auch bei ihr, wie glücklich wieder die Erstklässler gemacht wurden: "Ich freue mich total. Die Reaktionen der Kinder waren wirklich zu süß."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen oder spenden?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-654 Fri, 22 Jul 2022 11:28:00 +0200 Stolz auf die Problemlöser im Team der Flüchtlingshilfe https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/stolz-auf-die-problemloeser-im-team-der-fluechtlingshilfe.html Die Lage um die Ukraine-Flüchtlinge bringt die Helfer des DRK-Kreisverbandes immer wieder an Grenzen. Doch Haupt- und Ehrenamt arbeiten eng zusammen und konnten Probleme bislang stets beiseite räumen. Das wurde im Bericht von Aline Gauder während der Präsidiumssitzung deutlich: "Als Team meistern wir die Krise", erklärte sie als Teamleitung Ehrenamtskoordination, die auch die DRK-Flüchtlingshilfe betreut.

Was viele nicht wissen: Das Rote Kreuz hilft Stadt und Landkreis auf verschiedenen Gebieten. So betreibt das DRK die Flüchtlingsunterkunft "Alte Realschule" in Schöppenstedt. Die Helfer haben die dortige Einrichtung aufgebaut, sorgen für die Ausgabe des Essens aus dem Solferino, vermitteln mit der Kreisvolkshochschule Sprachkurse, und sind auch sonst erster Ansprechpartner vor Ort. "Im Schnitt leben dort seit Mitte März etwa 50 Personen", schilderte Aline Gauder. Der DRK-Ortsverein Schöppenstedt sei sehr aktiv, vor allem bei der Essensausgabe, die an sieben Tagen pro Woche dreimal täglich stattfindet.

Die Probleme begännen bei den Sprachhürden und der häufig wechselnden Zusammensetzung der Belegung. "Und wenn man ehrlich ist, ist ein Großteil der Gruppe der dort untergebrachten Sinti und Roma nicht leicht zu händeln." Neuankömmlinge treffen in Wolfenbüttel zunächst an der Unterkunft Okeraue ein. Von dort werden Familien gern direkt in Wohnungen vermittelt, Einzelreisende hingegen sollen nach Schöppenstedt. "Bislang verständigen wir uns mit Händen und Füßen", berichtete Ruth Naumann, Vorsitzende des Ortsvereins Schöppenstedt.

Sie wünscht sich Übersetzer für Ukrainisch, Russisch und Arabisch. "Überhaupt suchen wir helfende Hände auf allen Ebenen", unterstreicht Aline Gauder. "Ehrenamtlich oder auf Minijob-Basis." Einen zusätzlichen Kraftakt hat ihr Team in den vergangenen Wochen an der Schweigerstraße in Wolfenbüttel geleistet: Im dortigen Tennsicenter KOMM (zuletzt Corona-Impf- und Testzentrum) richtete das DRK eine Flüchtlingsunterkunft für 198 Personen ein. Sie wirkt nicht so wohnlich wie die Ex-Schule in Schöppenstedt mit ihren Klassenzimmern, doch die Messekabinen mit den Hochbetten machen einen sauberen Eindruck. Selbst auf dem Boden ist nichts mehr zu sehen von den hier angelegten fünf Tennisplätzen. "Die neue Einrichtung soll Anfang August in Betrieb gehen", kündigte die Teamleitung an.

Auch in der DRK-Tafel sorgt die Flüchtlingssituation für viel Arbeit. "Vorige Woche hatten wir 110 Abholer an einem Tag", berichtete Juliane Liersch von einer neuen Rekordmarke. "Solch einen Andrang hat es in unserer 15-jährigen Tafel-Geschichte noch nicht gegeben." Mittlerweile kämen ganze Familienverbünde, also drei Generationen auf einen Schlag in den Eberts Hof am Großen Zimmerhof. "Auch wir haben natürlich Übersetzungsprobleme und mussten den Gästen erstmal klarmachen, dass sie sich die Lebensmittel nur einmal pro Woche abholen können – und nicht täglich."

Trotz des gestiegenen Mehrbedarfs an Material und Helfern will es das DRK vermeiden, einen Aufnahmestopp für die Tafel auszurufen. "Wir haben es bisher noch immer geschafft", erklärte Juliane Liersch selbstbewusst. Im Übrigen sei mit Vorstand Andreas Ring vereinbart, im Notfall Lebensmittel zuzukaufen. Zum Glück sei die Spendenbereitschaft der Bevölkerung anhaltend hoch, immer wieder melden sich private Initiativen und bringen Spendenboxen oder andere Hilfe vorbei. Und die Tafel-Leiterin verwies noch einmal auf die Möglichkeit, in fast allen Lebensmittel-Läden Gutscheine kaufen zu können. "Über diese Gutscheine freuen wir uns in der Tafel genauso wie über Bargeld."

Andreas Ring lobte Flüchtlingshilfe und Tafel im Anschluss auusdrücklich. "Gerade unsere Tafel lief ja ohnehin schon unter Voll-Last", beschrieb er. "Es ist wirklich ganz stark, wie das Team von Eberts Hof diese Krise jeden Tag zusätzlich meistert."

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news-652 Fri, 22 Jul 2022 10:40:00 +0200 Rundgang über die Baustelle der neuen DRK-Zentrale https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/neue-drk-zentrale.html Der Rohbau der neuen DRK-Zentrale an der Mascheroder Straße neben der Lebenshilfe ist bald fertig. Inzwischen nehmen auch Fassaden-Details Gestalt an, wie Architekt Wolfgang Jung (gjh architecten Salzgitter) erläuterte. Der Experte führte die Mitglieder des erweiterten Kreispräsidiums über die Baustelle und stellte sich den Fragen der Rotkreuzler.

Bei einem Bau dieser Größe geht es immer auch um optische Wirkungen – viel mehr noch als im Eigenheim-Bereich. Zum Beispiel verwies Jung auf das auskragende Dach, das der Besucher später schon von der Straße aus der Stadt kommend sehen wird. "Das ist nicht ganz gewöhnlich", warb er um Sympathie für den künftigen Blickfang. "Und das wird auch sehr prägnant an dieser Stelle."

Darüber hinaus sorgen die Vertikalelemente für eine starke Gliederung der Fassade. Raumhohe Fenster schaffen zudem viel Licht ins Gebäude. Die Fassade gerade zum Haupteingang hin wird gebildet durch eine Kombination aus Stahlbeton und Kalksandstein. "Die Farbe Rot wird ebenfalls deutlich zur Sprache kommen", kündigte der Architekt an, und sorgte damit für zufriedenes Nicken der Rotkreuzler.

Der Neubau verfüge über einen hohen Technik-Anteil. "Die vorgesehenen Luft-Luft-Wärmepumpen sind überaus zeitgemäß, und das trifft auch auf die Fußbodenheizung zu." Bauherrn und Planern war gemeinsam wichtig, in ausreichendem Maße Lade-Möglichkeiten für die Elektro-Mobilität vorzusehen. Hocherfreulich: Das DRK setzt im großen Stil auf die Regenwasser-Versickerung: "Wir planen hier mit unterirdischen Rigolen von insgesamt 200 Kubikmeter Fassungsvermögen", erläuterte Wolfgang Jung. Aus ihnen lasse sich die Versickerung behutsam steuern. "Im zweiten Bauabschnitt soll eine Zisterne von 20 Kubikmeter Inhalt hinzukommen, aus der wir die Garten-Bewässerung speisen."

Der "Zweite Bauabschnitt" ist allerdings noch immer ein offenes Thema beim DRK. Zurzeit werde gemeinsam mit der Landkreisverwaltung an einem Konzept gearbeitet, mit dem man dann in die Kreispolitik gehen wolle. Nach einer entsprechenden Vereinbarung könne es umgehend losgehen, erläuterte Präsidiumsmitglied Björn Försterling. Er wünsche sich eine zügige Beratung, denn "Rettungsdienst und Katastrophenschutz hängen in der Luft". Haupt- und ehrenamtliches Personal gewinne man mit guten Rahmenbedingungen, und die wären mit dem Neubau gegeben. Zudem würden demnächst weitere Fahrzeuge hinzukommen, für die es aber aktuell keine Stellplätze mehr gebe.

Hintergrund: Im ersten Bauabschnitt geht es um die DRK-Verwaltung sowie Fachbereiche wie die berufliche Eingliederung und die Schulassistenz für junge Menschen mit Behinderungen. Der zweite Bauabschnitt soll dem Rettungsdienst, dem erweiterten Rettungsdienst und dem Katastrophenschutz eine neue Heimat geben mit Büros, Funktionsräumen und einer Fahrzeughalle mit 32 Stellplätzen. Der Baubeginn aber steht in den Sternen.

Augenfälliges Indiz dafür war beim Rundgang des Präsidiums war eine Öffnung auf der Giebelseite im ersten Stock – an dieser Stelle ist eigentlich der Übergang zum zweiten Gebäude geplant. "Ja, es ist schade", kommentierte Wolfgang Jung. "Wir wollten hier erst ein Provisorium einbauen, aber das wäre zu hässlich." Nun will er möglichst lange mit einer Entscheidung warten. "Hoffentlich wird der zweite Bauabschnitt bald genehmigt."

Geradezu begeistert ist der Architekt über die Leistungen der Bauarbeiter. "Wir liegen fast drei Wochen vor dem Zeitplan." Die Materialknappheit auf dem Bausektor habe nicht durchgeschlagen. Wenn es keine größeren Zwischenfälle gebe, sei die Eröffnung in gut einem Jahr machbar.

Übrigens plant der DRK-Kreisverband ein sogenanntes Bergfest am 30. September ab 13 Uhr. "Dann ist der Bau über den Berg", erklärte Vorstand Andreas Ring.

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news-653 Mon, 18 Jul 2022 11:21:00 +0200 Die ersten Schnupperer wollten gleich in Uniform https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-ersten-schnupperer-wollten-gleich-in-uniform.html Großer Erfolg der Personalsuche für die DRK-Bereitschaft. Nächster Termin: 19. Juli Der erste Schnupperabend für Neulinge war ein voller Erfolg. Die Verantwortlichen des DRK-Katastrophenschutzes begrüßten eine ganze Reihe von Besuchern. "Es gab so viel Interesse und weitere Fragen, dass wir und ein Großteil der Interessenten überzogen haben", berichtete hochzufrieden Fabian Palic, der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter. Vorgetragen haben neben Palic: Tobias Liersch (Gruppenführer des Einsatzzuges), Andrea Kirchner und Jonah Czerwinski (Leiter der Bereitschaft Wolfenbüttel).

Das DRK zeigte die Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes und die Räumlichkeiten am Exer. "Außerdem haben wir erläutert, wie der Katastrophenschutz organisiert ist und wie die Ausbildung der Interessenten verlaufen würde."

Der DRK-Kreisverband war sehr erfreut über die Resonanz und das große Interesse. "Einige Interessenten wären am liebsten direkt an dem Abend mit Einsatzkleidung versorgt worden", schilderte Palic. Eine Besucherin wird nun direkt durchstarten und besucht am 16. Juli den ersten eintägigen Lehrgang der Grundausbildung. "Das Gute ist jedoch, dass es für die Grundausbildung mehrere Termine über das Jahr verteilt gibt", verdeutlicht Palic. "Jeder kann flexibel die Termine wählen, die ihm am besten passen."
 
Die ersten Neulinge haben inzwischen ihre Einsatzkleidung bekommen. "Da wir auch einige Interessenten haben, die es zeitlich am ersten Schnupperabend nicht einrichten konnten, haben wir nun für den 19. Juli von 19 bis 20.30 Uhr einen weiteren Schnupperabend organisiert." Treffpunkt ist vor dem Solferino, Am Exer 17, in Wolfenbüttel. "Ein paar Plätze sind noch frei, deshalb freuen wir uns über weitere Anmeldungen, entweder per E-Mail an KatS-Ehrenamtdrk-kv-wf.de oder per WhatsApp-Nachricht an 05331 92784 8458."

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news-651 Wed, 13 Jul 2022 08:12:00 +0200 Nachbarschaftsaktion erbrachte 400 Euro für die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/nachbarschaftsaktion-erbrachte-400-euro-fuer-die-tafel.html Eine schöne Nachbarschaftsaktion führte jetzt zu einem tollen Abschluss: Zwei Abgesandte des Neubaugebiets "Über dem Okertal" in Linden erschienen in der Wolfenbütteler Tafel des DRK-Kreisverbandes – sie hatten Geld dabei. "Wir wollen den Erlös unseres Getränkeverkaufs spenden, den wir bei unserem Garagenflohmarkt eingenommen haben", erklärten Christian Auerswald und Dominik Schrader.

Dass dabei schließlich 400 Euro übrig blieben, lag nicht allein am erfreulichen Umsatz, sondern auch an einer noblen Geste der Gastgeber: "Wir haben den Einkauf komplett selbst bezahlt, so dass am Ende jeder eingenommene Euro für die Tafel blieb."

Darüber freute sich auch Juliane Liersch, die als Leiterin von Eberts Hof im Großen Zimmerhof die Spende gemeinsam mit Björn Försterling vom Präsidium sowie Thomas Stoch als Geschäftsführer der DRK-inkluzivo gGmbH entgegennahm. "Wir können im Moment jede Spende sehr gut gebrauchen, denn die Einschulungen rücken näher, und der Bedarf für unsere Aktion ,Tafel macht Schule' ist groß." Die normalerweise rund 30 Ausstattungen, die das DRK für Erstklässler aus bedürftigen Familien jährlich zusammenstellt (von der Schultüte bis zum Ranzen), dürften sich in diesem Jahr bei gut 50 einpendeln. "Dieser Effekt liegt in erster Linie an der Situation der ukrainischen Flüchtlingskinder", erklärte die ehrenamtliche Rotkreuz-Mitarbeiterin.

Vor diesem Hintergrund zeigte sich auch Björn Försterling hocherfreut über die Gabe aus Linden: "Es ist schön zu sehen, dass sich Wolfenbütteler für Wolfenbütteler engagieren, einfach mal die Initiative ergreifen und was Gutes tun", sagte er. Und zwar ohne großes Aufhebens: "Ganz niedrigschwellig in der Nachbarschaft."

Den Lindenern wurden zum Glück keine Steine in den Weg gelegt bei der Organisation: "Im Gegenteil, wir möchten ausdrücklich die Stadtverwaltung loben." Es bedurfte nur zweier Telefonate, schon war der Straßen- und Garagen-Flohmarkt samt Ausschank genehmigt. "Und den Getränkewagen haben wir von Wolters bekommen."

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news-650 Tue, 12 Jul 2022 07:15:00 +0200 „Wiederholung schafft Sicherheit“: Freie Plätze in Erste-Hilfe-Kursen des DRK https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wiederholung-schafft-sicherheit-freie-plaetze-in-erste-hilfe-kursen-des-drk.html Es wird um Spenden von (abgelaufenen) Verbandskästen gebeten. Unsicherheit bei medizinischen Notfällen kann Leben kosten: „Die meisten Menschen machen im Laufe ihres Lebens nur einen oder zwei Erste-Hilfe-Kurse. Wiederholung schafft Sicherheit“, mahnt Kai Schwarz, Ausbilder in Erster Hilfe beim DRK Wolfenbüttel. Hierfür sind jetzt wieder sechs Termine verfügbar, die über die DRK-Website (https://www.drk-kv-wf.de/kurse/erste-hilfe/erste-hilfe-ausbildung.html) gebucht werden können. Für die Durchführung der Kurse bittet das DRK außerdem um die Spende von (abgelaufenen) Erste-Hilfe-Kästen. „Wir haben viele in die Ukraine gegeben“, begründet Ehrenamtskoordinatorin Aline Gauder. Abgegeben werden können diese bei den Kursen selbst, im Solferino (Am Exer 17) und beim Kreisverband (Dietrich-Bonhoeffer-Straße 8).

„Der Gesetzgeber verlangt zum Führerschein einen Erste-Hilfe-Kurs und eine Wiederholung, falls man seinen Führerschein kurzfristig nach Flensburg verliehen hat. Bei Menschen, die beruflich Kraftfahrzeuge führen, ist mit 50 nochmal ein Kurs angesagt“, erklärt Ausbilder Kai Schwarz die Rechtslage und fährt fort: „Die überwiegende Anzahl der Menschen kann sich also von 17 bis 50 durchs Leben schummeln, ohne jemals eine Auffrischung gemacht zu haben. Das Wissen kommt zwar auch noch nach Jahren wieder, wenn man es braucht, aber die meisten haben dann Angst, etwas falsch zu machen – und tun dann im Zweifel nichts.“ Hinzu komme, dass sich auch das Wissen um die richtige Handlungsweise stetig verändere. „Helm auflassen oder Helm abnehmen ist beispielsweise ein klassischer Punkt“, führt DRK-Ehrenamtskoordinatorin Aline Gauder als Beispiel an.

Das DRK bietet verschiedene Erste-Hilfe-Formate an. Erste Hilfe am Kind, sowie Aus- und Fortbildungen. Bei den angebotenen Kursen handelt es sich um die klassischen Ausbildungen in Erster Hilfe, die auch für den Führerschein anerkannt werden. Neben Einzelpersonen können sich auch Kleingruppen aus Unternehmen anmelden. Für Gruppen ab 8 bis 10 Personen bietet das DRK nach Absprache separate Kurse an. Die Kursgebühr beträgt pro Person 45 Euro. Teilnehmer aus Firmen oder Unternehmen können über die Berufsgenossenschaft abrechnen.

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news-655 Mon, 11 Jul 2022 14:29:00 +0200 Riesentrubel beim ITZ-Sommerfest https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/riesentrubel-beim-itz-sommerfest.html Endlich wieder analog feiern: In der Rotkreuz-Kurve am Exer wurde gesungen, getanzt und viel gelacht. Der pralle Sonnenschein und die drückende Hitze der vorigen Wochenenden waren vorüber – aber das tat der Veranstaltung sicher nur gut: Als das Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel gestern Am Exer zu seinem Sommerfest einlud, waren die äußeren Umstände gar nicht schlecht. Und so zahlten sich auch die umfangreichen Vorbereitungen der Veranstalter aus, die an der so genannten „Rot-Kreuz-Kurve“ auf dem ehemaligen Kasernengelände wieder eine große Fläche abgesperrt hatten: Das Programm brauchte Platz.

Das ITZ hatte sich wieder einiges einfallen lassen, um die Besucher aller Altersgruppen zu begeistern. Ponyreiten, Karussell und Hüpfburg verbreiteten Jahrmarkt-Atmosphäre. Und auch Dosenwerfen sowie Luftballonschießen gehörten dazu und waren begehrte Anlaufstellen. Das Kinderschminken ist ohnehin seit vielen Jahren ein beliebter Dauerbrenner. Wie bei allen Festen in der Stadt an diesem Wochenende wurde deutlich: Die Coronajahre haben durch die Kontaktbeschränkungen zu einer Unterversorgung der Menschen an Lebensfreude, Kultur und Miteinander geführt. Veranstaltungen erleben derzeit einen nie gekannten Zulauf.

Und so war gestern Am Exer auch ein langer Tag geplant: Von der Eröffnung um 16 Uhr bis zum Ende des letzten Bühnen-Konzerts, das erst gegen 19 Uhr begann. Als Live-Acts waren die Gruppe „Stilbruch“ mit deutschsprachigem Rock und Pop sowie das Duo Rock meets Soul geplant. Neben Auge und Ohr ging es am Exer natürlich auch um das, was die Veranstalter „leibliches Wohl“ nannten: die Versorgung durch das DRK-Solferino. Spanferkel, verschiedene Grillwürste, vegane Burger und Kuchen – ergänzt um Kaffee, kühle Getränke und alkoholfreie Cocktails rundeten das Angebot ab.

Das Sommerfest findet regelmäßig seit Bestehen des ITZ im Jahre 2009 statt. Aufgrund der Corona-Krise hatte das Team im Jahr 2020 ein Online-Sommerfest per Live-Stream in die Wohnzimmer gebracht, moderiert von „Running-Gag“ Manni und Thomas Stoch, dem Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH. Diese gemeinnützige GmbH hat mittlerweile mehr als 220 Mitarbeiter und spricht in Wolfenbüttel und darüber hinaus viele Menschen an, die von Behinderung betroffen sind (derzeit mehr als 1000 Kunden). Im ITZ finden viele Projekte und Leistungen statt, hier geht es um Gesundheit, Therapie, Unterstützung, Beratung von Menschen mit Behinderungen und ihrer Angehörigen – und um das Ermöglichen von individuellen Hilfs- und Assistenzleistungen. Ein Beispiel dafür ist die Schulassistenz, mit der Kindern mit Behinderungen eine ganz normale Beschulung ermöglicht wird.

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news-648 Mon, 04 Jul 2022 14:50:24 +0200 Freie Plätze bei DRK-Sommerangeboten für junge Leute mit Behinderungen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/freie-plaetze-bei-drk-sommerangeboten-fuer-junge-leute-mit-behinderungen.html Abenteuerliche Fahrten gehen auf ein Segelschiff in den Niederlanden, in den Harz und nach Schwerin. Seit knapp 20 Jahren werden vom Wolfenbütteler DRK Ausflüge und mehrtägige Freizeiten für junge Menschen mit Behinderungen organisiert. Hintergrund ist seit jeher die Zielsetzung des Familienentlastenden Dienstes (FED), den pflegenden Angehörigen für einige Tage im Jahr eine wirksame Entlastung und Unterstützung zu bieten, aber auch um den Teilnehmern der Maßnahmen eine schöne Zeit, Begegnung mit anderen und besondere Erlebnisse zu bieten. Daher stehen auch in diesem Sommer wieder einige Angebote auf dem Programm des Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) auf dem Exer-Gelände.

Abenteuerliche Fahrten gehen auf ein Segelschiff in den Niederlanden, in den Harz und nach Schwerin. Hier haben sich die Macher rund um Katharina Schulz, im FED zuständig für die Organisation der Freizeitangebote, einiges einfallen lassen. Den Gruppen sollen unvergessliche Momente geboten werden. Schulz erklärt: „Unsere Fahrten sind der Renner und in der Regel schon zu Beginn des Jahres ausgebucht.  Es gibt sogar lange Wartelisten. „Wir konnten nun die Kapazitäten ausweiten, weil die Fahrten derzeit vor dem Hintergrund der Coronapandemie kein Problem sind. So haben auch neue Teilnehmende oder Spätentschlossene die Möglichkeit, bei uns mitzufahren und eine tolle Woche zu verbringen.

Bereits Ende Juli beginnt ein Segeltörn für sieben Tage vor der Küste Hollands. Schulz: „Wir schiffen in Stavoren ein und steuern mit unserem Segelboot Lena Adriana verschiedene Ziele im Ijsselmeer an. Wir haben das schon mehrmals gemacht und per Schiff tolle Orte an der Küste erkunden können – bei bestem Wetter auf Deck ist viel Spaß möglich und das Sammeln ganz neuer Erfahrungen.“ Nicht weniger aufregend wird auch die Zirkus- und Abenteuerfreizeit im August, die nicht weit weg im Harz stattfindet. Hier werden die Teilnehmer zu Stars in der Manege, es wird auch das Abenteuer und das Erkunden der Region nicht zu kurz kommen. Unter anderem stehen Kletterpartien und eine Nachtwanderung auf dem Programm. Der Harz hat einiges zu bieten.

Zum Ende der Sommerferien lockt eine Freizeit an den Schweriner See. „Wer gerne Kanu fährt und im Urlaub aktiv sein möchte, ist hier genau richtig“, erklärt Schulz. Die Unterkunft hat einen Hochseilgarten, wenn der gemeinsame Familienurlaub schön ist – auch junge Leute mit Behinderungen freuen sich auf neue Herausforderungen und erleben gerne Neues. Vor jeder Freizeit findet ein Infoabend zum gegenseitigen Kennenlernen statt, auch eine individuelle Beratung und Kontaktaufnahme für Interessenten ist möglich.

Wer Interesse hat oder weitere Informationen benötigt, erreicht Katharina Schulz und ihr Team per E-Mail unter freizeitinkluzivo.de – oder per Telefon unter 05331 / 927 84730. Weitere Informationen über die Angebote gibt es auf der Homepage www.itz-drk.de.

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news-647 Thu, 23 Jun 2022 14:25:50 +0200 Grundschüler spenden der DRK-Tafel 2000 Euro https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/grundschueler-spenden-der-drk-tafel-2000-euro.html Diese Spende löste bei Juliane Liersch Begeisterung aus: Als die Leiterin der DRK-Tafel in Wolfenbüttel jetzt 2000 Euro entgegen nahm, war es weniger die stolze Summe, als vielmehr die Überbringer der Spende, die ihr großen Respekt abnötigten. "Dass sich Schüler, noch dazu Grundschüler, schon solche Gedanken machen über die Zusammenhänge in unserer Gesellschaft, und dann entscheiden, sich sozial zu engagieren, das finde ich großartig."

Das Geld kam kürzlich beim Frühjahrsmarkt der Grundschule am Harztorwall zusammen, für den sich Schüler, Lehrer und Eltern stark engagiert hatten. "Ursprünglich wollten wir in Absprache mit dem Schülerrat bedürftige geflüchtete Kinder unterstützen", erklärte Schulleiterin Birgit Oppermann bei der Spendenübergabe. Im Laufe des Verfahrens habe sich aber herausgestellt, dass für diese Zielgruppe schon sehr viele Aktionen laufen, vom gemeinsamen Kochen bis zur tatsächlichen Unterstützung. "Daraufhin haben wir mit dem Schülerrat, in dem die Klassensprecher aller Klassen sitzen, beschlossen, das Geld etwas breiter zu streuen."

Wer könnte den Kreis Bedürftiger besser erreichen als das Rote Kreuz? "Wir werden das Geld für unsere Aktion ,Tafel macht Schule' verwenden", kündigte Juliane Liersch bei der Übergabe an. In diesem Sommer gebe es besonders viele Schulanfänger aus Familien, die aus der Ukraine geflüchtet seien. "Wir sorgen dafür, dass jeder und jede eine schön gepackte Schultüte bekommt sowie einen Ranzen mit der erforderlichen Erstklässler-Ausrüstung."

Beim Besuch der DRK-Tafel zeigten sich die Kinder sehr wissbegierig. "Sie wollten unheimlich viel wissen, gerade zu den geflüchteten Familien und ihren Kindern." Und auch Birgit Oppermann war der Stolz auf ihre Schülerschaft anzumerken. "Die Viertklässler haben die ganze Spendengeschichte moderiert", sagte sie. Dabei sei ein intensives Gefühl der Kinder deutlich geworden: "Wir haben uns sehr über den Erfolg unseres Frühjahrsmarkt mit unseren selbstgebastelten Sachen gefreut – nun soll es auch anderen Kindern gut gehen."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen oder spenden?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-642 Mon, 20 Jun 2022 17:05:42 +0200 Wir suchen ehrenamtliche Sanitäter im Katastrophenschutz! https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/eine-frage-der-ehre-wir-bilden-ehrenamtliche-sanitaeter-im-katastrophenschutz-aus.html Wir suchen Ehrenamtliche Sanitäter im Katastrophenschutz (m/w/d) - es sind keine Vorkenntnisse nötig, denn wir bilden aus! Voraussetzungen:

  • Wir suchen Menschen, die neugierig und engagiert sind und gerne mit anpacken
  • Mindestalter 16 Jahre (Ausbildung und Teilnahme an Übungen; Unterstützung bei Einsätzen ab 18 Jahren)
  • zeitlicher Umfang des Ehrenamts: flexibel; die Ausbildung findet über mehrere Monate verteilt statt

Tätigkeiten / Aufgaben:

  • Besuch der Ausbildungsdienste der Bereitschaften, zum Erlangen praktischer und theoretischer Skills und deren Fortbildung (wochentags abends und/oder Wochenende)
  • Unterstützung als Sanitäter/in bei Sanitätsdiensten (z.B. bei Festivals, Umzügen, Fußballspielen, Konzerten etc.) inkl. Verpflegung und ggf. die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen
  • Optional: Unterstützung bei regionalen Großeinsätzen (z.B. im Rahmen der Schnelleinsatzgruppe; z.B. Evakuierungen von Alten- und Pflegeheimen)
  • Optional: Unterstützung bei überregionalen/bundesweiten Großeinsätzen (z.B. bei Hochwasserkatastrophen, Flüchtlingshilfe)

Wir bieten:

  • Kostenübernahme der Ausbildung zum Sanitäter im Katastrophenschutz
  • Kostenübernahme für eine Grundausbildung in den Bereichen Digitalfunk, Betreuung, Technik und Sicherheit, psychosoziale Notfallversorgung
  • Die Möglichkeit, sich mit seinen Interessen und Fähigkeiten in verschiedenen weiteren Aufgabenbereichen einbringen zu können
  • Kameradschaftlichkeit, Gemeinschaft, Aktionen und Ausflüge erleben (z.B. Rettungsleitstelle besuchen, Blaulichtfahrttraining, Fahrtsicherheitstraining, gemeinsames Grillen etc.)

Optional, je nach Verfügbarkeit:

  • In den Rettungsdienst „reinschnuppern“
  • Weiterqualifizierung zum/zur Rettungssanitäter/in
  • Kostenübernahme Führerschein Klasse C (LKW)

Interessiert?

Der nächste Ausbildungsdurchgang beginnt! Jetzt schnell anmelden: KatS-Ehrenamtdrk-kv-wf.de

Möchten Sie mehr über die Bereitschaften und ihre Arbeit wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Bereitschaften

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news-641 Mon, 20 Jun 2022 16:48:28 +0200 Diakoniestationen Harz-Heide erweitern ihr Versorgungsgebiet https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/diakoniestationen-harz-heide-erweitern-ihr-versorgungsgebiet.html Ehemaliger Ambulanter Pflegedienst der DRK Pflege + Betreuung gGmbH wird Teil der Unternehmensgruppe esn Mit der Übernahme des Ambulanten Pflegedienstes der DRK Pflege + Betreuung Wolfenbüttel gGmbH in Kissenbrück erweitern die Diakoniestationen Harz-Heide, die zur Unternehmensgruppe der esn gehören, ihr Versorgungsgebiet. Ab dem 1. September 2022 pflegen und betreuen die 19 Mitarbeitenden unter neuer Geschäftsführung, aber in gewohnter und professioneller Weise 140 Menschen im Einzugsgebiet. „Wir freuen uns sehr, den Menschen in der Region auch weiterhin ambulante Pflege in gemeinnütziger Trägerstruktur anbieten zu können“, sagt Volker Wagner, Geschäftsführer der Diakoniestationen Harz-Heide. „Da wir auch die Mitarbeitenden übernehmen konnten, ist die Pflege der Patienten durch ihnen vertraute Personen nahtlos sichergestellt. Die Mitarbeitenden werden zukünftig nach dem Tarifvertrag der Diakonie in Niedersachsen (TV-DN) vergütet.“ Mit der Filiale im Landkreis Wolfenbüttel schließt sich nach Liebenburg-Lutter eine weitere Lücke im Versorgungsgebiet der Diakoniestationen Harz-Heide zwischen Braunschweig und Goslar. Andreas Ring, Vorstand DRK Kreisverband Wolfenbüttel, ist froh, dass die Übernahme geklappt hat: „Dies ist ein klares Signal für die ambulante Pflege im ländlichen Raum. Somit ist der drohende Verlust der freigemeinnützigen Pflegestruktur im Landkreis Wolfenbüttel abgewendet. Wir freuen uns, dass die Arbeitsplätze aller Mitarbeitenden erhalten bleiben und sehen einer guten partnerschaftlichen Zusammenarbeit entgegen.“ Die Mitarbeitenden in der ambulanten Versorgung der Diakoniestationen erbringen Behandlungspflege nach Sozialgesetzbuch Fünf (SGB V). Diese umfasst medizinische Leistungen, die von examinierten Pflegekräften bei einem Patienten durchgeführt werden, und zwar auf der Basis einer ärztlichen Verordnung. Des Weiteren bieten die Diakoniestationen Grundpflege nach Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) an. Zu dieser Leistung der Pflegeversicherung gehören Körperpflege, Ernährung, Mobilität, Vorbeugung (Prophylaxen) sowie die Förderung von Eigenständigkeit und Kommunikation.

Die Diakoniestationen Harz-Heide gGmbH gehört seit 2017 zur diakonischen Unternehmensgruppe der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn) und bieten individuell zugeschnittene ambulante Pflege- und Versorgungsangebote – von Leistungen der Pflegeversicherung über medizinische Behandlungspflege bis hin zu spezialisierten Leistungen und Beratung. Ziel ist der Erhalt der Eigenständigkeit von täglich etwa 2.000 zu versorgenden Menschen. 500 Mitarbeitende der Diakoniestationen Braunschweig, Gifhorn, Goslar und Liebenburg-Lutter mit zehn Filialen und acht Tagespflegen sowie die DIAPP gGmbH und die SAPV Harz-Heide gGmbH unterstützen sie entsprechend ihrer Bedarfe durch professionelle Pflege und Betreuung.

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news-640 Mon, 13 Jun 2022 15:23:00 +0200 44 Hilfeleistungen bei Sportfest – DRK zieht positive Bilanz zum Einsatz https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/44-hilfeleistungen-bei-sportfest-drk-zieht-positive-bilanz-zum-einsatz.html Über das Pfingstwochenende feierte der Akademische Turnbund (ATB) sein „ATB-Fest“ in der Lessingstadt. Neben den Festivitäten lud der ATB auch zum sportlichen Wettkampf in über 15 Disziplinen im Sportpark Meesche, sowie in der Sportanlage Halberstädter Straße und im Okerstadion ein. Der DRK Kreisverband Wolfenbüttel e.V. übernahm mit Ehrenamtlichen aus den Bereitschaften die sanitätsdienstliche Absicherung des Sportevents und zieht nach insgesamt 172 geleisteten Helferstunden eine positive Bilanz.

Während der dreitägigen Veranstaltung kam es zu zwei schwereren Verletzungen. Insgesamt mussten drei Personen zur weiteren Behandlung an den Rettungsdienst übergeben werden. Im Übrigen wurden die Sanitäterinnen und Sanitäter des DRK nur bei kleineren Verletzungen und Problemen tätig.

Neben den drei rettungsdienstpflichtigen Einsätzen gab es noch 41 weitere Hilfeleistungen. Hierbei wurden etwa 35 Kühlpacks, 35 Kompressen sowie zwölf komplette Pflasterstreifen, zehn Fingerkuppenpflaster und diverses weiteres Kleinmaterial verbraucht. „Alle Helfer haben die Dienste mit hoher Motivation absolviert, auch wenn diese teils länger gedauert haben als geplant“ kommentiert Tobias Liersch als Leiter des Einsatzes und ergänzt: „Unsere Anwesenheit wurde sehr wohlwollend vom Veranstalter und den Teilnehmenden des Events aufgenommen. Eine wirklich tolle Zusammenarbeit!“

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news-639 Fri, 10 Jun 2022 11:11:00 +0200 am 14.06. Vortrag im DRK-Solferino: INKLUSION aus Sicht der Wissenschaft https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/vortrag-im-drk-solferino-am-dienstag-146-inklusion-aus-sicht-der-wissenschaft.html Zu einem spannenden Vortragsabend lädt das DRK am kommenden Dienstag ins Solferino ein. Referentin Adina Küchler-Hendricks hält an diesem Abend einen Vortrag über Inklusion – hier wird vor allem die Sicht der Wissenschaft betrachtet. „Häufig wird bei diesem Thema vorschnell eine Bewertung vorgenommen und beurteilt, was möglich ist und was nicht“, erklärt Thomas Stoch. Er leitet die DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, eine Einrichtung mit vielfältigen Angeboten für Menschen mit und ohne Behinderungen.

„Tatsächlich werden die Möglichkeiten zur Umsetzung von Inklusion kontrovers diskutiert“, ergänzt Küchler-Hendricks. Kann Inklusion in einer Leistungsgesellschaft umgesetzt werden? Welche Hürden sind zu überwinden? Die Referentin wird erklären, dass es auch zwölf Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention immer noch an Klarheit in der Definition und bei der Umsetzung in der (pädagogischen) Praxis mangelt. Gerade wenn es um die Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderungen geht, werden die Probleme sichtbar. Ist das Schulsystem bereit für diese Aufgabe? Wo sind die Barrieren? Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma? Insgesamt hat sich unsere Gesellschaft zu sehr auf eine marktwirtschaftliche (Leistungs-)Logik eingestellt. Hier braucht es einen Wechsel der Sichtweise – um letztlich auch Menschen mit Beeinträchtigungen eine Chance zu geben.

Der Vortrag beginnt am Dienstag, 14. Juni um 18:00 Uhr und findet im Wintergarten des DRK-Solferino, Am Exer 17 in Wolfenbüttel statt. Die Veranstaltung wird mit anschließender Diskussion bis ca. 19:30 Uhr gehen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Das Solferino ist barrierefrei, lediglich Menschen mit Hörbehinderungen müssten sich selbst um eine Assistenz zum Dolmetschen kümmern.

Für Interessierte, die nicht mobil sind, ist eine Teilnahme über die Plattform Zoom möglich. Es genügt, eine rechtzeitige E-Mail an die Adresse infoinkluzivo.de zu senden, um einen Zugangslink zu erhalten. Bei Bedarf steht jemand zur Verfügung, um hier zu unterstützen. Mehr Informationen: www.inkluzivo.de

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news-638 Fri, 27 May 2022 13:39:00 +0200 Round Table Wolfenbüttel spendet für die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-round-table.html Sozusagen "Alte Bekannte" begrüßte Juliane Liersch jetzt in der Tafel des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Die Round-Tabler Wolfenbüttel-Salzgitter (112) gehören seit Jahren zu den eifrigsten Spendern für jene Bedürftigen, die sich das Notwendigste aus der Rotkreuz-Einrichtung am Großen Zimmerhof 29 (im Eberts Hof) abholen. Diesmal kamen RT-Präsident Daniel Schmitt-Monreal und Adrian Möker mit Waren im Wert von 1100 Euro.

"Wir hatten wieder einigen Erfolg mit unseren Aktionen, wie zum Beispiel dem Gastro-Quartett", erzählte Schmitt-Monreal. Durch diese Verkäufe waren 1000 Euro zusammengekommen, die dann vom Edeka-Center Pacholski (Rehmanger) um zehn Prozent aufgestockt wurden. Außerdem packte der Markt mehrere Rollcontainer mit Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln. "Ich durfte sogar wieder eine Bedarfsliste zusammenstellen", freute sich Eberts-Hof-Leiterin Juliane Liersch bei der Übergabe.

Die Zusammenarbeit mit den Round Tablern empfindet sie als vorbildlich. Und auch der Service-Club selbst, in dem junge Männer bis 40 Jahren organisiert sind, freut sich stets über die gute Resonanz seiner Aktionen. "Seit drei Jahren starten wir beispielsweise in der Weihnachtszeit die Initiative 'Tüten für die Tafel' in Wolfenbüttel", erzählt Möker. Die habe sich zu einem Renner entwickelt. "Zuletzt konnten wir 500 Tüten verkaufen."

Der "Tisch" 112 habe nun von den Versorgungsengpässen der Tafel gehört, sagte Schmitt-Monreal. "Darum sind wir hier." Bei aller Freude kam Juliane Liersch aber nicht umhin, erneut auf die schwierige Lage der Tafel hinzuweisen. "Wir hoffen jeden Tag wieder, dass es reicht." Am Dienstag sei eine neue brisante Marke erreicht worden: "Erstmals betreuen wir 200 Familien aus der Ukraine." Das sei nicht nur problematisch, was die verfügbare Ware angeht. Ebenso herausfordernd sei die erste Anmeldung dieser Menschen: "Das ist schon wegen der Sprachbarrieren sehr zeitaufwändig." Die Tafel habe sich nun enschlossen, Neuanmeldungen ausschließlich Dienstags von 13.30 bis 15 Uhr anzubieten.

Die Gesamtzahl der Abholer entwickele sich ebenso rasant und liegen nun bei 1200 Menschen: "Noch vor kurzem kamen 35 Personen pro Tag, jetzt sind es 60." An einem Tag in der vorigen Woche wurde sogar die Zahl von 100 Abholern erreicht – übrigens liegt diese Steigerung längst nicht nur an den Flüchtlingen aus der Ukraine. "Wir sind eigentlich ganz froh, dass mittlerweile auch Rentner kommen, bei denen das Geld nicht reicht", erklärt die Tafel-Leiterin. Dafür seien natürlich die Preissteigerungen der vergangenen Wochen verantwortlich. "Bisher hatten diese Menschen eine hohe Hemmschwelle und große Leidensfähigkeit – ich bin froh, dass sie sich jetzt bei uns melden."

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news-633 Wed, 18 May 2022 08:32:00 +0200 Baustellen-Rundgang https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/baustellen-rundgang.html Der Bau des neuen DRK-Zentrums an der Mascheroder Straße schreitet zügig voran – ausgesprochen zügig sogar: "Wir liegen drei Wochen vor unserem Zeitplan", sagte jetzt Wolfgang Jung vom leitenden Architekturbüro gjh architecten (Salzgitter-Lichtenberg). Er begleitete eine Besuchergruppe vom Präsidium des DRK-Kreisverbandes und erläuterte den aktuellen Sachstand auf der Baustelle am höchsten Punkt Wolfenbüttels.

Drei Viertel sind geschafft vom Rohbau, konkret: Mit Keller, Erdgeschoss und 1. Etage ist fürs Auge schon eine Menge passiert. In der Höhe fehlt jetzt nur noch die 2. Etage. "Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Baufortschritt", betonte Jung. Dafür habe in erster Linie die beständige Witterung gesorgt, doch der Architekt lobte auch die Baufirma: "Es hat sich ausgezahlt, dass wir mit Firma Subotic aus Lengede nur einen Ansprechpartner haben." Das vermeide Reibungsverluste, außerdem verfüge das Bauunternehmen über ein belastbares Netzwerk: "Hier arbeiten nur Leute, die extrem engagiert sind", hat er auf der DRK-Baustelle bemerkt. "Die bleiben auch mal eine Extra-Stunde, wenn eine Arbeit noch nicht fertig ist."

Die Präsidiumsmitglieder hörten es mit Freude und ließen sich auch gern über Details zur Dämmung, Wasserablauf und den Fenstereinbau informieren. Die starke Rasterung der Fassade mit ihren bodenständigen Fenstern, wie sie von der Straße schon gut zu erkennen ist, sei im Inneren aufgenommen worden – zumindest nach Süden. "Auf diese Weise fließt das Tageslicht nicht nur in die Büros, sondern durch sie hindurch auch in den Flur." Der lange Gang ist derzeit noch mit einem wahren Wald aus Patentstützen zugestellt. "Wenn er fertig ist, wird er breit und lichtdurchflutet sein", versicherte Jung. Auf diese Weise werde der in vielen Bürogebäuden vorherrschende Kasernen-Charakter in den Gängen vermieden.

Natürlich wird auch im neuen DRK-Zentrum in erster Linie gearbeitet. Das muss aber nicht heißen, dass keine schönen Räume geplant sind. Der Empfangsraum beispielsweise mit dem Fahrstuhl-Turm über vier Etagen und der freien Treppe in den 1. Stock lässt sich in seiner Ausstrahlung schon erahnen. Und der große Besprechungs- und Veranstaltungsraum mit Platz für bis zu 199 Personen hat schon jetzt einen schönen Blick ins Grün des Lechlumer Holzes.

Der Haupteingang bekommt zwei elektrische Schiebetüren, solche Windfänge nennt man heutzutage Schleusen. Das Gelände davor liegt zurzeit noch deutlich tiefer, wird aber angepasst. "Dort wird es keine Rampe geben", sagte der Architekt. Vielmehr soll das Bodenniveau angeschüttet werden. "Versiegelt wird aber nichts. Wir setzen auf einen versickerungsfähigen Unterbau."

Dass dies ein Haus der kurzen Wege wird, verdeutlichte Wolfgang Jung anhand verschiedener Beispiele. Nicht zuletzt die Küche, Lager und Versammlungsraum liegen dicht beieinander. Der Aufzug als "Durchlader" (von beiden Seiten zu befahren) stellt eine weitere Klammer dar. Und der Architekt schwärmte auch von den Lösungen für die Dächer: Dort sollen Photovoltaik-Anlagen (PV) großflächig dafür sorgen, dass die DRK-Zentrale ihren benötigten Strom selbst herstellt. Dort wo keine PV möglich ist, sind Gründächer vorgesehen.

Die Besucher zeigten sich beeindruckt. "Das war ein informativer Rundgang", erklärte Heike Kanter. Besonders erfreulich sei, dass die Fertigstellung des 1. Bauabschnitts mit den Räumen für die Verwaltung im Zeitplan liege. "Außerdem glaube ich, dass das hier richtig schön wird – bei mir zumindest herrscht schon Vorfreude pur."

Björn Försterling hatte zunächst die DRK-Mitarbeiter im Blick: "Schon im Rohbau lässt sich erkennen, dass sich ihre Arbeitsbedingungen hier deutlich verbessern werden." Er sei heute noch immer genauso überzeugt von der Idee eines Neubaus, wie an dem Tag der Beschlussfassung im Präsidium. Gleichwohl mahnte er bei dieser Gelegenheit erneut den 2. Bauabschnitt an, der die Unterbringung von Rettungsdienst und Katastrophenschutz vorsieht – aber noch kein Grünes Licht von der Kreispolitik hat: "Wir sind nach wie vor in Verhandlungen mit dem Landkreis und betonen stets, wie wünschenswert der 2. Bauabschitt ist." Dem DRK sei klar, dass dieser Schritt eine Investition bedeute. "Aber bei weiterer Verzögerung wird es von Tag zu Tag teurer." Außerdem seien die Zustände in Rettungsdienst und Katastrophenschutz schwierig: "Wir möchten nach 20 Jahren der Provisorien nicht, dass Mitarbeiter und Fahrzeuge weitere 20 Jahre im Provisorien arbeiten müssen."

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news-632 Fri, 13 May 2022 10:12:18 +0200 Versprochen ist versprochen – DRK holt verschobene Kino-Veranstaltung im Filmpalast nach! https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/versprochen-ist-versprochen-drk-holt-verschobene-kino-veranstaltung-im-filmpalast-nach.html Am Sonntag, 15. Mai wird es voll im Wolfenbütteler Traditionskino Filmpalast. Eigentlich sollte die große Kinoaktion des DRK schon zum Jahresauftakt im Januar stattfinden, zu der traditionell alle Patienten, Klienten und Besucher des ITZ Therapiezentrums, sowie deren Familien eingeladen werden. „Es sah erst so aus, als könnten wir es wagen“, erklärt Thomas Stoch, Geschäftsführer der Einrichtung auf dem Exer-Gelände. Ausgewählt wurde der neue Disney-Film „Encanto“, der vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderungen und ihren Familien Freude gemacht hätte.  Aber leider musste der gemeinsame Jahresauftakt im Januar verschoben werden. Stoch: „Die Corona-Situation hatte es einfach nicht möglich gemacht. Aber jetzt sind die Regelungen gelockert – unsere Gäste werden sich freuen, dass wir die Aktion am Sonntag nachholen.“

Seit 16 Jahren finden die Kino-Veranstaltungen des DRK schon statt. Für viele der Familien das einzige Mal im Jahr, dass sie mit ihren Kindern ins Kino gehen. „Bei unserer Aktion ist es egal, wenn jemand etwas unruhig sein sollte oder seiner Freude Ausdruck verleiht“, lacht Katharina Hefenbrock. Sie leitet den Familienentlastenden Dienst (FED) in Wolfenbüttel und wird die Gäste vor dem Film begrüßen. Die Veranstaltung wird gerne besucht, weil sie Begegnung schafft. Einige treffen sich danach in Wolfenbütteler Restaurants und gehen gemeinsam Essen. Auch einige Mitarbeiterinnen des DRK nehmen immer wieder gerne an dieser Aktion mit ihren Kindern teil.

Am Sonntag, 15. Mai um 11:00 Uhr öffnen also die Türen im Filmpalast an der Langen Strasse. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig. Vor und nach dem Film können sich Interessierte über die Angebote der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH informieren und sich mit anderen Kunden und dem Team austauschen.

Informationen und  Anfragen über die Arbeit des DRK im Bereich der Behindertenhilfe können unter 05331 / 927 847 0 oder per E-Mail an Infoinkluzivo.de gestellt werden.

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news-631 Mon, 09 May 2022 10:47:00 +0200 Tafel packt Babytasche freut sich über Lagerfläche https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/tafel-packt-babytasche-freut-sich-ueber-lagerflaeche.html Aufatmen in Eberts Hof: Der Second-Hand-Laden mit angeschlossener Tafel-Abteilung des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel hat in unmittelbarer Nähe ein Ausweichquartier mit weiteren Lager-Kapazitäten gefunden. "Wir brauchten dringend eine Fläche, um die platzraubende Ausrüstung unserer Aktion ,Tafel packt Babytasche' unterbringen zu können", erklärte Juliane Liersch vom Roten Kreuz.

Sie wurde in der Stobenstraße 12 fündig – und somit in fußläufiger Entfernung zu Eberts Hof im Großen Zimmerhof 29. Das Allerbeste: Die „Grundstückgemeinschaft Schumacher Factorei GbR“ stellt dem DRK die Räume kostenlos zur Verfügung. "Ich bin froh, wenn diese 50 Quadratmeter wieder ein bisschen mit Leben erfüllt werden", erläuterte Sebastian Schumacher die Beweggründe bei der Schlüsselübergabe. Das historische Ensemble warte derzeit noch auf die Sanierung. "Bis dahin ist es schön, dass wir dem Roten Kreuz helfen können."

Juliane Liersch ist hocherfreut. "Jetzt können wir vieles von dem, was wir für Frauen und Kinder in Petto haben, hier einlagern." Von Kinderwagen über Laufställe, Bettchen bis hin zu Windelpaketen, Wäsche und Textilien hat sich einiges angesammelt. "Neben der erfreulichen Tatsache, dass man hier mit einem Lieferwagen vorfahren kann, punktet der Standort mit der Nähe zur Innenstadt", lobte die ehrenamtliche Leiterin von Eberts Hof. Das DRK habe mehrere Angebote in der Peripherie von Wolfenbüttel gehabt. "Da draußen nützen uns Flächen aber nichts."

Mittlerweile wurde der Raum schon mal durchgefegt, und auch lockerer Putz wurde entfernt. "Bei dieser Gelegenheit wurden wir ganz oft von Spontanbesuchern angesprochen", erzählte Juliane Liersch. In der Stobenstraße gebe es erstaunlich viele Fußgänger. "Es waren auch viele Flüchtlinge unter den Fragenden, aber wir wollen an unserem Konzept festhalten: Die Ausgabe findet ausschließlich im Großen Zimmerhof statt – in der Stobenstraße ist nur ein Lager."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.
 

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news-629 Fri, 29 Apr 2022 08:10:00 +0200 am 04.05. DRK-Vortrag:„Das Budget für Arbeit – ich zeige dir meine Arbeit“ https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-vortrag-am-mittwoch-4-mai-das-budget-fuer-arbeit-ich-zeige-dir-meine-arbeit.html Am Mittwochabend lädt das DRK Wolfenbüttel zu einem besonders anschaulichen Vortrag ins Solferino ein. Thema ist das „Budget für Arbeit“, eine Möglichkeit für Menschen mit Beeinträchtigungen, alternative Wege in die Beschäftigung zu finden. Viele wünschen sich, nicht in einer der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen arbeiten zu müssen.

An diesem Abend kommen vier junge Menschen zu Wort, die eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt angenommen haben und von ihren Erfahrungen berichten möchten.

„Bei der Veranstaltung wollen wir ausdrücklich die Betroffenen selbst zu Wort kommen lassen“, erklärt Sabine Apitz. Sie ist Teamleitung beim Fachdienst für berufliche Eingliederung (FBE) der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH. Ihr Team begleitet die Teilnehmenden des FBE in Praktika, sie führen Qualifizierungen durch und finden gemeinsam passende Arbeitsumgebungen in der Region. „Und wir haben sofort einige gefunden, die mitmachen wollten und stolz darauf sind, ihren persönlichen Weg an diesem Abend vorzustellen“, ergänzt die Sozialarbeiterin.

Die Idee zu dieser Veranstaltung kam den Verantwortlichen, weil am Folgetag der Europäische Protesttag für Menschen mit Behinderungen stattfindet. Die Beschäftigung dieses Personenkreises auf dem ersten Arbeitsmarkt und somit auch deren faire Entlohnung, sei immer noch keine Selbstverständlichkeit. Daher müsse über die bestehenden Möglichkeiten berichtet werden.

Apitz: „Jeder Einzelne von uns ist wichtig für die Gesellschaft und die Arbeitswelt, egal ob mit Einschränkung oder ohne. Oft zeigt sich, dass die Beschäftigung von Menschen, die manchmal ein wenig Unterstützung benötigen, das Betriebsklima positiv beeinflusst.“ Das wird an diesem Abend sicher deutlich.

Wann und wo?

Vortrag am Mittwoch, 04.05.2022
Ort Solferino
Am Exer 17, 38302 Wolfenbüttel
Beginn 17:30 Uhr
Ende 19:30 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Teilnahme ist kostenlos.

Für Rückfragen steht das Team des DRK per E-Mail unter infoinkluzivo.de oder per Telefon unter 05331 / 927 8470 zur Verfügung. Nähere Informationen über die Angebote gibt es auf der Homepage www.itz-drk.de

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news-624 Fri, 15 Apr 2022 16:05:11 +0200 DRK-PSNV-Staffel aus Wolfenbüttel zur Fortbildung in Eschede https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-psnv-staffel-aus-wolfenbuettel-zur-fortbildung-in-eschede.html Die ehrenamtliche Katastrophenschutzformation für Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel machte sich auf die eine knappe Autostunde und 80 Kilometer entfernte Tour nach Eschede, dem Ort, dessen Name schicksalhaft mit der ICE-Katastrophe vom 1998 verbunden ist und als Geburtsort der Notfallseelsorge in Deutschland gilt. Um 10:59 Uhr entgleiste am 3. Juni 1998 der ICE 151 Conrad-Wilhelm-Röntgen bei Tempo 200 an einer Weiche in Eschede und prallte gegen die Pfeiler der Rebberlaher Brücke. Die ersten vier Waggons konnten die Brücke noch passieren, dann stürzte die 200 Tonnen schwere Brücke ein und zerquetschte den fünften Waggon halb, die restlichen sieben Waggons schoben sich zusammen, der vordere Triebkopf kam nach zirka zwei Kilometern zum Stillstand. 101 Menschen starben, viele wurden zum Teil schwer verletzt, einige leiden noch immer unter den Folgen. Die bedrückenden Bilder mussten auch von den zahlreichen Einsatzkräften verarbeitet werden.

Katastrophen kommen aus heiterem Himmel und haben eine ganz eigene Dynamik. Das haben die Mitglieder der DRK-Staffel PSNV Wolfenbüttel bei ihrem ersten Staffel-Einsatz im Rahmen der Flutkatastrophe im Juli 2021 im Ahrtal festgestellt. Die PSNV-Staffel wurde als Teil der vom DRK gestellten Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises Wolfenbüttel erst 2020 aufgestellt. Sie setzt sich aus Mitgliedern der PSNV des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel und Mitgliedern der Notfallseelsorge Wolfenbüttel zusammensetzt und wird vom DRK-Gruppenführer Rainer Elsner geleitet.

Eschede wurde nun Mitte März 2022 Ort einer zweitägigen Fortbildung der PSNV-Staffel, um mit leitenden Einsatzkräften der damaligen Katastrophe ins Gespräch zu kommen und vor Ort Erfahrungen auszutauschen. Von Augenzeugen und mit den Abläufen gut vertrauten Fachleuten, die seinerzeit verantwortlich leitend den Einsatz maßgeblich koordiniert hatten, das Szenario und das Vorgehen an der Unglücksstelle und heutigen Gedenkstätte geschildert zu bekommen, hatte eine beeindruckende Intensität. Vor Ort standen der ehemalige Kreisbrandmeister Gerd Bakeberg und der damalige stellvertretende Gemeindedirektor Klaus Drögemüller dem Team Rede und Antwort und führten die Gruppe durch Eschede, erläuterten die Abläufe und gaben viele Hintergrundinformationen auch zur Zeit nach dem Unglück und zu dessen Aufarbeitung.

Angesichts der Dimensionen der Katastrophe fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden, aber es gab seinerzeit wohl doch so etwas wie das sprichwörtliche „Glück im Unglück“, wie beispielsweise, dass infolge einer baustellenbedingten Gleisbaustelle in der Nähe von Hannover es keine Begegnung von zwei ICE auf der Strecke gekommen ist und der Unglückszug „nur“ alleinbeteiligt war sowie die Unglücksstelle logistisch gut zugänglich war. Zudem war die örtliche Einsatzleitung durch die verheerenden Waldbrände in der Heide 1975 bereits mit Großschadenslagen vertraut und man hatte die damaligen Probleme erkannt, ausgewertet und versucht Vorsorge zu treffen.

Äußerst beeindruckend waren die Schilderungen zu den von den Verantwortlichen eingeleiteten Maßnahmen und dazu, was sich an Eigendynamik durch die Bevölkerung von Eschede sowie unmittelbaren Anwohner spontan entwickelt hatte.

Wenn es eine Lehre aus der Katastrophe und klare Empfehlung an andere Katastrophenschutzeinheiten gibt, dann vor allem die, dass unmittelbar alles, was mobilisierbar sein könnte, auch umgehend alarmiert wird. „Groß denken und handeln“ sei das erste Gebot der Stunde, so die erfahrenen und maßgeblich an der Bewältigung der Einsatzlage beteiligten damaligem Verantwortlichen. Es wurden 1998 alle überregional angebotenen Hilfen angenommen und versucht, strukturiert die Großschadenslage abzuarbeiten. Wenn man die Bilder und Berichte vor Augen hat mit der ungefähr 700 Meter langen Unglücksstelle und dem unvorstellbaren Maß an Zerstörung, schwer zugänglichen verkeilten Waggons und Großzahl an Verunglückten, dann ist es rückblickend schon beachtlich, dass bereits gegen 14:30 Uhr alle Verletzten geborgen und auf dem Weg in die Kliniken waren.

Sehr interessant war auch zu hören, wie parallel zum Abarbeiten der eigentlichen Unglücksstelle neben vielen anderen einzuleitenden Maßnahmen unter anderem die Steuerung einer geordneten Medienberichterstattung organisiert wurde. Das Interesse an der Berichterstattung von vor Ort durch die vielen Medienberichterstatter wurde durch geordnete und begleitete Führungen in einem vorgegebenen Zeitfenster und ausgewählten Einsatzabschnitten sichergestellt, ohne dass die Bergungsarbeiten dabei erschwert oder gestört wurden. Zudem wurde unter anderem umgehend für die Trauerbewältigung ganz in der Nähe der zerstörten Brücke mit einem großen aus Paletten improvisierten Kreuz ein Ort der Trauer zur Ablage von Blumengebinden geschaffen, was sich als sehr hilfreich und wichtig herausgestellt hatte. Dieser Ort der Trauer ist heute die am Unglücksort errichtete Gedenkstätte mit ihren 101 Kirschbäumen.

Im Einsatz waren bei dem Unglück zirka 1.900 Mitarbeitende vom Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk, Polizei und Bundeswehr sowie rund 500 Einsatzkräfte der Feuerwehr. Unter anderem waren 274 Rettungsfachkräfte, 40 Ärztinnen und Ärzte und 39 Notärztinnen und Notärzte sowie 268 Mitarbeitende des nichtärztlichen Rettungsdienstes in die Rettung eingebunden. Die Feuerwehren hatten 100 Fahrzeuge im Einsatz, 19 Rettungshubschrauber, 42 Kranken- sowie 46 Rettungswagen waren vor Ort. Die Bundeswehr war mit 190 Soldaten, drei Bergepanzern, drei Transall-Transportflugzeugen sowie 18 Hubschraubern vertreten.

Selbst für routinierte Helferinnen und Helfer bedeutete die Verarbeitung des Unglücks eine außergewöhnliche psychische Belastung. Die Vielzahl von Verletzten und tödlich verunglückten Menschen waren Bilder und Erlebnisse, die sich tief in die Psyche der Helferinnen und Helfer eingebrannt haben.

Das Zugunglück von Eschede war das erste große Unglück in Deutschland, bei dem anschließend systematisch und in großem Umfang Einsatznachsorge betrieben wurde, um über einen langen Zeitraum die belasteten Einsatzkräfte zu unterstützen und zu begleiten.

Auch die im Landkreis Wolfenbüttel tätigen Mitglieder der PSNV-Staffel, die teilweise neben der Betreuung von Betroffenen auch im System der Einsatznachsorge tätig sind, helfen bei der Bewältigung besonders belastender Einsatzerfahrungen, wie sie zum Beispiel bei schweren Verkehrsunfällen oder dem Massenanfall von Verletzten auftreten können.

In diesem Rahmen ist es Standard, sich regelmäßig entsprechend fortzubilden, um im Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung und auch zur Qualitätssicherung für den Ernstfall und mögliche Einsatzszenarien gut vorbereitet zu sein. Neben theoretischen Fortbildungen, Rollenspielen und Dienstabenden ist da der praktische Erfahrungsaustausch wie mit den Kollegen der damaligen Einsatzleitung in Eschede ein wichtiger und hilfreicher Baustein.

Die Fortbildung wurde von den Staffelmitgliedern, die in der Notfallseelsorge Wolfenbüttel, dem SbE-Regionalteam Wolfenbüttel und dem DRK-Kriseninterventionsteam ehrenamtlich tätig sind, zugleich auch zum Anlass genommen, sich inhaltlich mit möglichen neuen Herausforderungen der aktuellen Lage der Kriegsflüchtlinge und der Helfenden zu befassen und sich organisatorisch und fachlich vorzubereiten.

Ergänzende Hinweise zur Gedenkstätte in Eschede gibt es auf der Eschede-Webseite (es öffnet sich ein externer Link)

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news-622 Fri, 15 Apr 2022 15:38:29 +0200 DRK, Feuerwehr und THW arbeiten bei der Ertüchtigung Hand in Hand https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-feuerwehr-und-thw-arbeiten-bei-der-ertuechtigung-hand-in-hand.html Auch in Wolfenbüttel finden die Folgen des Krieges in der Ukraine Ausdruck in der Ankunft von Menschen, die vor den Bomben in ihrem Land fliehen. Wie schon 2015 heißt es für das Deutsche Rote Kreuz in diesen Stunden der Not: „Helfen, wo es geht!“. Grundlagen wie Obdach, einen Schlafplatz, sanitäre Einrichtungen und Nahrung finden sich in der Gemeinschaftsunterkunft Realschule Schöppenstedt. Die Einrichtung wird vom DRK im Auftrag des Landkreises betrieben und konnte mithilfe des Technischen Hilfswerks (THW) und der Feuerwehrtechnischen Zentrale binnen kürzester Zeit für die Beherbergung von Menschen ertüchtigt werden.

“Vorab haben wir dort 40 Feldbetten aufgebaut, um behelfsmäßig einsatzbereit zu sein“, erklärt Heiner Schumacher, Kreisbereitschaftsleiter des DRK in Wolfenbüttel. „Am Mittwoch vergangener Woche erfolgte dann die Anlieferung von 50 Stockbetten und 30 Kinderbetten, sowie Matratzen und Bettwäsche.“ Alles sei Neuware. Insgesamt können so bis zu 130 Menschen in der Unterkunft Platz finden. Eingebunden in den Aufbau waren neben den zehn Kräften des DRK auch insgesamt 36 Feuerwehrleute vom Fachzug Logistik der Kreisfeuerwehr und aus den Feuerwehrbereitschaften. Hinzu kommen 23 Kameradinnen und Kameraden des Technischen Hilfswerks Wolfenbüttel, die den Aufbau unter anderem mit einem Gabelstapler unterstützt haben.

Mit derart vielen engagierten Ehrenamtlichen ist es kein Wunder, dass die Aufgabe der Ertüchtigung der Unterkunft in nur etwa vier Stunden abgeschlossen war. „Die ganzen Feldbetten mussten ja auch wieder abgebaut werden“, merkt Schumacher an. Tobias Liersch, der die Arbeiten vor Ort koordinierte, freut sich über die tolle Zusammenarbeit der drei Organisationen: ”Das war eine große personelle Leistung, das alles in so kurzer Zeit zu stemmen. Man muss sich bei allen für die reibungslose Zusammenarbeit bedanken.“

Eingebaut wurden jeweils etwa fünf Stockbetten in die ehemaligen Klassenräume, so dass auch eine gewisse räumliche Trennung möglich ist. Frederike Schwieger, die als Hauptamtliche die Einrichtung betreuen wird, erklärt: „Mit den Erfahrungen, die das DRK bereits 2015 in der Unterbringung von Menschen sammeln konnte, hat sich gezeigt, dass man bei der Belegung auf unterschiedliche Familienkonstellationen, Lebensweisen und Kulturen Rücksicht nehmen muss. Daher ist es bei der Unterbringung innerhalb einer Gemeinschaftsunterkunft wichtig zu schauen, wie sich die Belegung der Zimmer zusammensetzt.

Alle Grundbedürfnisse nach Nahrung, Obdach, sauberem Wasser und einem Schlafplatz werden in der Gemeinschaftsunterkunft erfüllt. Dennoch, so Aline Gauder, Fachleitung der Flüchtlings- und Migrationshilfe beim DRK, will der Landkreis erst die Kapazitäten an privatem Wohnraum ausschöpfen: “Wir sind eigentlich die letzte Lösung. Für den Notfall ist die Unterkunft in Ordnung.” Schwieger fügt hinzu: “Aufgrund der Räumlichkeiten gibt es vor Ort keine Duschen. Daher wurden Duschcontainer beschafft.“ Schwieger fasst zusammen: „Die Unterkunft stellt keine dauerhafte Lösung dar, doch wir sind bemüht, den Gästen eine in dieser schwierigen Zeit angenehme Unterbringung zu ermöglichen.“

Um unter den gegebenen Umständen Ablenkung und Möglichkeiten der Kommunikation mit Freunden und Verwandten zu bieten, steht in der gesamten Unterkunft kostenfreies WLAN zur Verfügung. “Die Gäste können von uns auch kostenlos SIM-Karten zum unbegrenzten Surfen und Telefonieren in die Ukraine bekommen“, erklärt Gauder. „Informationen und die Kommunikation mit den Angehörigen ist in dieser Situation das Wichtigste.“

Vieles erinnere an die Flüchtlingssituation von 2015. ”Es werden auch Menschen kommen, die 2015 in die Ukraine geflüchtet sind und jetzt schon wieder vor Krieg fliehen müssen“, hebt Aline Gauder hervor. Doch es gebe auch Unterschiede: ”Rechtlich ist es anders. Die Leute bekommen sofort Leistungen und dürfen arbeiten, sofern ihr Abschluss anerkannt wird. Auch neu ist, dass Personen gegebenenfalls sogar mit Haustieren kommen, weil die Fluchtroute über das europäische Festland die Mitnahme einfacher zulässt. Darum werden wir uns kümmern müssen.“ Auch, so Gauder abschließend, hätten die Kinder aus der Ukraine häufig keinen Masernschutz – was in Deutschland aber Pflicht ist für einen Besuch in einer Kindertagesstätte.

Perspektivisch will das DRK die Angebote für Geflüchtete in Wolfenbüttel ausweiten. Auf dem Plan stehen beispielsweise Sprachkurse sowie Beratungs- und Betreuungsangebote, die dezentral in allen Wolfenbütteler Ortsteilen angesiedelt werden. Mehr als alles andere, so ist man sich auch beim DRK einig, wünsche man sich Frieden in der Ukraine, damit all diese Angebote vielleicht nicht ausgereizt werden müssen.

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news-621 Mon, 11 Apr 2022 09:57:00 +0200 Zahl der Bedürftigen steigt rasant: DRK-Tafeln benötigen mehr Lebensmittel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/zahl-der-beduerftigen-steigt-rasant-drk-tafeln-brauchen-mehr-lebensmittel.html Heftig steigende Lebensmittel- und Energiepreise bescheren den DRK-Tafeln im Landkreis Wolfenbüttel Zulauf in bislang unbekannten Ausmaßen. „Wir haben in den letzten zwei Wochen 60 neue Familien aufgenommen. So viele wie sonst in einem halben Jahr“, erklärt Tafelmitarbeiter Timo Franzka. Gleichzeitig gingen die Lebensmittellieferungen zurück, wie Juliane Liersch als Leitung der DRK-Tafel im Ebert’s Hof verdeutlicht. Als verlässlicher Rettungsanker in der Not brauchen die DRK-Tafeln in der aktuellen Krise nun selbst Hilfe – in Form von Lebensmitteln, Ehrenamtlichen und Finanzmitteln.

„Nach zwei Jahren Corona-Modus sind die Mitarbeitenden alle am Limit“, mach Liersch klar. Mit Beginn des Krieges in der Ukraine kommen gleich mehrere neue Herausforderungen auf die Tafeln zu. Denn die Abholerinnen und Abholer müssen wegen der schieren Menge der Neuzugänge längere Wartezeiten als zuvor in Kauf nehmen, um dann wegen der Lebensmittelknappheit unter Umständen weniger Ware zu bekommen. „Das kann vereinzelt auch mal für Missmut, Unruhe und Ärger sorgen. Wir müssen da einfach um Verständnis bitten“, so erklärt Juliane Liersch.

Weitere Neukunden erwartet

Gestemmt wird die Arbeit von 40 Ehrenamtlichen und zwei hauptamtlichen Mitarbeitenden in Ebert’s Hof, sowie weiteren Kräften in der Verteilstelle am Exer und der Außenstelle in Schladen. Beim Personal, so Liersch, sei man im Moment gut aufgestellt – angesichts der noch zu erwartenden Ausmaße der Not freue man sich aber über jeden, der mit anpacken möchte. Insbesondere Fahrer zur Abholung von Lebensmitteln würden dringend gesucht.

60 Prozent mehr Arbeit als im Januar

Im Gegensatz zu Januar hat sich die Arbeitslast nach Einschätzung von Tafel-Mitarbeiter Timo Franzka um etwa 60 Prozent gesteigert. Wie zuvor selten, entstehen nun teilweise auch Schlangen, wie beispielsweise in der Außenstelle Schladen, während gleichzeitig die Warenlieferungen zurückgehen. „An langen Tagen“, so Franzka, „versorgen wir hier bis zu 80 Familien.“ Auf die Woche gerechnet, so ergänzt Liersch, bis zu 500 Personen: „Die Anmeldezahlen steigen ins Unermessliche.“ Franzka ist sich sicher, dass die Not noch größer wird: „Wenn das so weiter geht, werden wir immer weniger rausgeben können.“

Not überwindet Hemmschwellen

Die Menschen in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel leiden unter den steigenden Lebenshaltungskosten. Das macht sich bei der Tafel in großem Maße bemerkbar. Liersch: „Es kommen viele Einzelpersonen, Familien und Rentner, die sich wegen der aktuellen Lage ein Herz gefasst haben sich doch an die Tafelausgabe zu trauen.“ Denn für viele Menschen in Not sei der Gang zur Tafel immer noch ein Stigma. Gerade bei Rentnern liegt die Hemmschwelle laut Liersch sonst sehr hoch: „Die betrachten das immer noch als Betteln.“

Viele Geflüchtete unter den Neuzugängen

Hinzu kommen die Geflüchteten aus den Kriegsgebieten in der Ukraine, die in Wolfenbüttel Unterschlupf gefunden haben. Solange diese nicht in einer Einrichtung wie der Gemeinschaftsunterkunft Schöppenstedt oder der Okeraue untergebracht seien, hätten auch diese Familien Anspruch auf eine Lebensmittelversorgung – auch um Gastfamilien zu entlasten, die privat Räume zur Verfügung stellen. Hier sei die Sprachbarriere häufig ein Problem und zusammen mit dem hohen Andrang ein zusätzlicher Stressfaktor für die DRK-Tafeln in Wolfenbüttel.

Wichtiger Lebensmittellieferant weggebrochen

Die Schließung von Karstadt in Braunschweig hätte die Wolfenbütteler Tafeln zu keinem schlechteren Zeitpunkt treffen können. Damit breche ein weiterer großer Spender weg. Auch andere Kooperationspartner hätten nicht mehr so viel Ware übrig, wie das üblicherweise der Fall war: „Vieles wird teurer und die Ware zugleich knapper, dadurch mehren sich die Hamsterkäufe. Aktuell fehlen ja sogar in den Supermarktregalen viele Waren. Für uns ist es dann natürlich besonders schwer, ausreichend Ware zu bekommen“, macht Aline Gauder, Leiterin der Ehrenamtskoordination beim DRK, klar. „Die Lebensmittelmärkte selbst sind auch bewusster geworden und kaufen nicht mehr so viel ein“, fügt Liersch hinzu.

Die DRK-Tafeln bringt das in eine schwierige Lage. Sie unterstehen dem Bundesverband, dessen Satzung nur die Nutzung von Lebensmitteln erlaubt, die ansonsten weggeschmissen würden. Nur in Notsituationen wie der jetzigen könne man vom Bundesverband die Freigabe erhalten, Lebensmittel einzukaufen, wie Gauder erklärt. Diese Lösung werde derzeit diskutiert.

Neue Kooperationspartner und Privatspenden benötigt

Vielmehr hoffe man – auch um dem Prinzip der Rettung von Lebensmitteln vor dem Abfall treu zu bleiben – auf neue Kooperationspartner unter den Lebensmittelhändlern in Wolfenbüttel. Auch Privatspenden seien jederzeit willkommen. Insbesondere frische Ware sei selten geworden. „Alles was Kühlware ist, sollte man aber dennoch wegen der Kühlkette bei Privatspenden außen vor lassen. Das können wir nicht überprüfen. Aber ein knapp überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum ist in der Regel kein Problem. Neben Konserven brauchen wir Säfte, Zucker, Mehl, Reis, Nudeln, Milch, Marmelade, Honig…“, zählt Timo Franzka auf. „Wer überlegt, Geld an die Tafel zu spenden, könnte dies alternativ auch über einen Einkaufsgutschein für ein Lebensmittelgeschäft spenden, die wir dann zum gezielten Warenkauf verwenden können“, ergänzt Gauder.

Energiekosten steigen auch für die Tafeln

Neben den für den Betrieb wichtigen Lebensmittelspenden seien auch Geldspenden weiterhin willkommen. Denn die Kosten für Strom, Heizen und Benzin steigen auch für die DRK-Tafeln im Landkreis Wolfenbüttel, die ohnehin mit einem Defizit von bis zu 150.000 Euro im Jahr für das DRK zu Buche schlagen. Schließen werde das DRK die Tafeln aber auf keinen Fall, so sind sich alle einig: „Wir bleiben ein verlässlicher Partner. Die Läden verlassen sich darauf, dass wir Lebensmittel abnehmen. Diese Kontakte pflegen wir seit vielen Jahren“, verdeutlicht Gauder. „Wir wollen weiter für unsere Kunden da sein und Lebensmittel retten. Auch wenn die Auswahl für unsere Kunden aktuell knapper wird.“ Franzka abschließend: „Wir hoffen auf Verständnis für die Situation und bitten darum, etwas mehr Zeit und Respekt für unsere Arbeit mitzubringen. Wir tun weiterhin alles, was wir können.“

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen oder spenden?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-620 Mon, 11 Apr 2022 09:53:18 +0200 Daniel Schulte ist neuer Geschäftsführer des Rettungsdienstes https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/daniel-schulte-ist-neuer.html Der Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel hat einen neuen Chef. Zum 15. März übernahm Daniel Schulte den Posten des Geschäftsführers und löst damit Björn Försterling ab. Dessen Interimsphase dauerte somit doch glatte zwölf Monate. „Wir haben uns Zeit gelassen bei der Suche, um den besten Mann für diese Aufgabe auszuwählen“, erklärt der Wolfenbütteler. Schulte blickt schon jetzt auf eine lupenreine DRK-Karriere zurück. Er stieg als 16-Jähriger beim Jugend-Rotkreuz seiner Heimatstadt Uslar ein. Später wechselte er zum Kreisverband Gifhorn, wo er bis 2016 verschiedene Tätigkeiten im Rettungsdienst wahrnahm. „Ich absolvierte eine Ausbildung zum Rettungs-Assistenten, ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und arbeitete später als Leiter der Rettungswache“, erzählt der heute 39-Jährige. Zum Ende seiner Gifhorner Zeit leitete er die Flüchtlings-Unterkunft Ehra-Lessien mit 850 Plätzen.

2016 wechselte er zum Landesverband des Roten Kreuzes nach Hannover, wo er die letzten beiden Jahre als Leiter der Abteilung 2 tätig war (Nationale Hilfsgesellschaft, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Erste Hilfe). Vor allem diese Erfahrung dürfte ihm als Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst gGmbH enorm weiterhelfen.

„Die Bereiche sind ähnlich, und doch ist jetzt alles anders“, hat er schon in den ersten drei Wochen seiner neuen Arbeit erkannt. Im Landesverband bot er beispielsweise allen 35 Rettungsdiensten in Niedersachsen die Budget-Kalkulation an. „Jetzt bearbeite ich nur einen Bereich – dafür aber mit Verantwortung und Haftung bis ins Privatvermögen.“

Gleichwohl seien die Herausforderungen in der Zentrale an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 8 sehr reizvoll. „Im Landesverband lief vieles auf der politischen Schiene, von der Gremienarbeit bis zur Schiedsstelle. Hier in Wolfenbüttel rücke ich wieder näher an das operative Geschäft heran und an die Praxis. Das gefällt mir sehr.“

Daniel Schulte ist klar, dass die Geschäftsführung in einem mittelgroßen Rettungsdienst auch mal bedeuten kann, eine Schicht in den Einsatzfahrzeugen zu übernehmen. „Na klar, der Fachkräfte-Mangel ist auch am Roten Kreuz nicht vorüber gegangen – Corona und die Quarantäne-Probleme kommen noch hinzu.“ Er scheue sich jedenfalls nicht vor solchen Diensten, schließlich ist er als Notfallsanitäter ausgebildet. „Zusätzlich bin ich als Health-Crew-Member geschult, kann also auch im Rettungshubschrauber mitfliegen.“ Bislang sind drei solcher Schichten mit Christoph 30 pro Monat geplant. „Rettungsdienst bedeutet Hilfe am Boden und aus der Luft“, erklärt er seine Philosophie. „Außerdem möchte ich auf diese Weise die Nähe zu unseren Mitarbeitern und die Schnittstellen des Rettungsdienstes pflegen.“

Björn Försterling ist des Lobes voll: „Wir glauben, dass unser Rettungsdienst mit Daniel Schulte einen großen Schritt nach vorne macht.“ Dem Kreisverband sei sehr daran gelegen, die Stimmung im Team der gGmbH bestmöglich zu fördern. Dazu gehören neben hochqualifizierten Chefs und Kollegen auch räumlich perfekte Rahmenbedingungen. „Im Moment bauen wir die Zentrale so um, dass sich die Mitarbeiter in Ruhephasen auch mal zurückziehen können – gerade nachts.“ Zudem werde derzeit eine Liste von Anreizen erstellt, mit der die Motivation der Rettungsdienstler hochgehalten werden kann.

„Die Stimmung in der Truppe ist schon ziemlich gut“, hat der neue Geschäftsführer festgestellt. Und auch die Stadt gefällt ihm, obwohl er trotzdem in Gifhorn wohnen wird. Seine persönliche Fitness stellt er durch Jogging-Runden sicher, „auch wenn ich derzeit kaum Zeit dafür habe“. Wenn es dann doch mal eine Lücke gibt, setzt er sich mit seiner Lebensgefährtin gern auf die neuen E-Bikes. „Wir haben das schätzen gelernt – es ist ein Riesenspaß, mit den Rädern Labrador Bruno durch den Harz zu fahren.

Schon zum 31. März zog sich Björn Försterling aus dem Rettungsdienst zurück. „Ich konzentriere mich jetzt wieder auf meine ehrenamtliche Arbeit im Roten Kreuz“, erklärt der FDP-Landtagsabgeordnete. Bekanntlich will er im Herbst die Nachfolge von Horst Kiehne antreten. Der aktuelle Vorsitzende im Präsidium des DRK-Kreisverbandes hat bereits angekündigt, dann nach vielen Jahren zurückzutreten.

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news-619 Mon, 11 Apr 2022 09:40:00 +0200 Goldene Hochzeit im Solferino https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/goldene-hochzeit-im-solferino.html Eine ungewöhnliche kleine Feier fand jetzt im Solferino statt. Der Inklusionsbetrieb des DRK-Kreisverbandes Am Exer 17 war Schauplatz einer Zeremonie mit Blumen, weißem Tischtuch und goldener Deko: Im kleinen Kreis wurde eine Goldene Hochzeit gefeiert. "Wegen der hohen Corona-Zahlen war uns nicht nach einer großen Feier", erklärten Bodo und Christine Walther, freuten sich aber nicht minder über ihren Herzensgast, Dorothee Brüder. Die drei Wolfenbütteler sind regelmäßige Besucher des Solferino und sahen keinen Anlass, ihr kleines Festessen an einen anderen Ort zu verlegen. Im Gegenteil: Spontan fanden sich Bodo (79) und seine Christine (72) bereit, für ein Foto Modell zu sitzen.

Die Tischdekoration, für die Service-Leiterin Anja Höltje spontan gesorgt hatte, spiegele dabei einen der Pluspunkte des Solferino wider: "Man wird hier sehr persönlich bedient, und alle sind unglaublich nett zueinander." Schon zum 70. Geburtstag hatten die Walthers vor ein paar Jahren 16 Gäste dabei. "Es lief ganz toll, und auch das Catering wird wunderbar erledigt", erzählt Dorothee Brüder aus ihrer Erfahrung von Terminen in der Thomaskirche, wo vom Solferino stets leckere Canapees serviert werden.

Und auch in diesem Punkt ist sich das Trio einig: Dass in einem Inklusionsbetrieb Menschen mit und ohne Behinderung nebeneinander arbeiten, könne gar nicht hoch genug bewertet werden. "Mittlerweile weiß unser gesamter Freundeskreis, wie sinnvoll dieses Projekt, wie wichtig dieser soziale Ansatz ist."

Anja Höltje sorgte indes dafür, dass diese besonderen Gäste auch einen besonderen Service erlebten. Die Bestellung lief a la carte, die Speisen wurden serviert. "Ich habe mich sehr gefreut, dass Familie Walther für ihren besonderen Tag wieder zu uns gekommen ist", erklärte sie später. Das zeige die Wertschätzung für das Lokal und die Küche: "Es wäre doch schade, wenn Stammgäste gerade zu besonderen Gelegenheiten doch lieber woanders hingehen."

Ob Gast oder Mitarbeiter: Alle sind begeistert, dass nun Feiern überhaupt wieder möglich sind. "Es war zwar auch schön, dass wir uns während Corona warmes Essen vom Solferino abholen konnten", erzählt Bodo Walter, "und auch die vorübergehende Nutzung des Solferino Nummer 7 nebenan war auf der Terrasse dort sehr schön." Nun sei es aber gut, wieder im Solferino Nummer 17 sitzen zu können.

Das soll auch so bleiben. "Unser Solferino-Team ist natürlich stets flexibel geblieben", betont Anja Höltje. Das Tagesgeschäft mit den Stammgästen liege allen sehr am Herzen. Aber ab sofort gelte: "Wenn Sie Ihre Freunde oder Familie mal an Ihrer Seite haben möchten, freuen wir uns, Veranstaltungen jeglicher Art durchzuführen."

Und Solferino-Geschäftsführerin Corina Bornecke betont: "Das Unternehmen existiert seit 2011 und bringt in seinen gastronomischen Bereichen Menschen mit und ohne Schwerbehinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt sozialversicherungspflichtig, aber auch chancengleich und sichtbar zusammen. Das Solferino ist längst kein Projekt mehr, sondern vielmehr ein angesehenes Tagesrestaurant und verlässlicher Caterer in Wolfenbüttel."

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news-587 Wed, 08 Dec 2021 10:13:00 +0100 DRK in Sickte unterstützt die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-in-sickte-unterstuetzt-die-tafel.html Rotkreuz-Aktion "Tafel macht Schule" freut sich über eine Spende von 1000 Euro. Zu einer schönen Tradition sind die vorweihnachtlichen Spenden des DRK-Ortsvereins Sickte geworden. Nutznießer ist seit einigen Jahren die Aktion "Tafel macht Schule", die der Rotkreuz-Kreisverband 2008 ins Leben gerufen hat.

"Wir sind uns im Vorstand einig, dass es wichtig ist, eine Initiative in unserer Region zu fördern", erklärte Margrit Weigelt bei der Scheckübergabe die Beweggründe der Sickter. Sie ist Vorsitzende des Ortsvereins und entschied auch diesmal, 1000 Euro an den Kreisverband zu geben. "Tafel macht Schule ist ein ausgesprochen schönes Projekt des Kreisverbands."

Dafür bedankte sich Juliane Liersch herzlich. Die ehrenamtliche Leiterin von Eberts Hof, dem DRK-Tafelladen am Großen Zimmerhof in Wolfenbüttel, nahm den Scheck entgegen – passender Weise in der Sickter Schule. Und sie berichtete bei dieser Gelegenheit von ständig wachsenden Zahlen der Abholer. "Voriges Jahr haben wir 23 Schüler unterstützt, in diesem Jahr waren es schon 28." Mittlerweile kämen nicht nur Kinder zum Zuge, deren Bedürftigkeit sozusagen amtlich festgestellt worden ist. "Inzwischen erreichen uns auch Hilferufe aus verschiedenen Schulen direkt", sagte Juliane Liersch. "Da heißt es dann oft, wir haben hier eine Familie, die braucht dringend ihre Unterstützung."

Die Hilfsprojekte des DRK sind vielfältig, doch bei "Tafel macht Schule" geht es in erster Linie um Kinder, die zur Einschulung ausgestattet werden müssen, weil die Eltern es nicht schaffen. "Wir kaufen aus den Spenden Ranzen, Schultüten und die erforderliche Ausstattung." Juliane Liersch war sich mit Margrit Weigelt einig, dass die Vorgaben der Schulen nach ganz bestimmten Stiften und Tuschkästen schwierig ist: "Jetzt sind wir gezwungen, ebenfalls diese hochwertige Ausstattung zu kaufen." Benachteiligung fange bei unterschiedlichem Material an. "Wer da schon mit schlechterer Ausrüstung startet, der wird sich schwer tun mit der Intregration in die Gemeinschaft."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-580 Thu, 18 Nov 2021 09:37:11 +0100 DRK plant Pflege-Ausstieg https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-plant-pflege-ausstieg.html Der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel plant, seine Pflege + Betreuung gGmbH aufzulösen. "Wir haben uns schweren Herzens zu diesem harten Schnitt entschlossen", teilen Vorstand Andreas Ring und Horst Kiehne, Vorsitzender des Präsidiums, in einer Presseerklärung mit. Beide versichern, dass kein Pflegevertrag kurzfristig gekündigt wird. "Vielmehr werden wir jetzt im Einvernehmen mit dem Betriebsrat nach Lösungen suchen, die für unsere Patienten und unsere Mitarbeiter gleichermaßen tragfähig sind."

Die Geschichte der gemeinnützigen Gesellschaft reicht zurück bis ins Jahr 1977. Damals startete die heutige "Sozialstation Vorharz" mit einer Gemeindeschwester des Roten Kreuzes, die Patienten in Hedeper, Wetzleben, Timmern, Groß- und Klein Biewende betreute. 1982 wurde die "Sozialstation Elm-Asse" gegründet, 2003 wurden die Sozialstationen zusammengelegt und firmierten seit 2004 unter dem Namen „Vorharz“. Seit dem 31. August 2009 führt der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel die Einrichtungen unter dem Namen „DRK-Pflege + Betreuung Wolfenbüttel gGmbH".

Von den mehr als 100 Mitarbeitern, die noch vor einigen Jahren im Unternehmen beschäftigt waren, sind mittlerweile nur noch 42 Pflege-, Betreuungs- und Hauswirtschaftskräfte tätig. Renteneintritt, Umzug oder Wechsel in eine andere (teil-)stationäre Pflegeeinrichtung haben die Belegschaft stark schrumpfen lassen. Von der Zentrale am Dammtor in Hornburg aus betreuen sie rund 200 Kunden in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel. In den zurückliegenden Jahren hat sich das Rote Kreuz stets für die Menschen in der Fläche verantwortlich gefühlt. Aufgrund fehlender Personal-Kapazitäten können Versorgungsanfragen jedoch nicht mehr wie gewünscht angenommen werden. "Gerade die Einsätze in weit entfernten Orten sind seit langem nicht kostendeckend", erklärt Andreas Ring die Situation. Steigende Fahrt- und Personalkosten bei gleichzeitiger Unterfinanzierung durch die Kostenträger führen zu strukturellen Defiziten.

"Wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht", betont Horst Kiehne. Vielmehr sei der Kreisverband seit mehreren Jahren auf der Suche nach einem Partner, der die Pflege + Betreuung fortführen könnte. "Wir haben viele Gespräche geführt und alle gemeinnützigen Träger befragt – am Ende haben doch alle abgewunken."

Das Desinteresse hat keine Wolfenbütteler Gründe, sondern erklärt sich mit einem Blick auf den Pflegenotstand. "Niedersachsen ist seit vielen Jahren bei den alten Bundesländern Schlusslicht in der Pflege", sagt Andreas Ring. Pflege ist Ländersache, daher gelten in jedem Bundesland andere Vorschriften und Vergütungsstrukturen. In den jeweiligen Landesregierungen sei dieses heiße Eisen seit mehr als fünfzehn Jahren bekannt, aber niemand fasse es an. Dies ist natürlich auch ein Signal an die Landespolitik, umgehend den Pflegenotstand engagiert und wirkungsvoll zu bekämpfen. Der Notstand wird sich zukünftig in eine Pflegekatastrophe entwickeln.

"Gerade in einem Flächenland wie dem unsrigen müssen aber Lösungen her." Fachkräftemangel, Unterfinanzierung, ständig steigender Pflegebedarf –  hochwertige Pflege und zufriedene Mitarbeiterinnen sind unter dem Roten Kreuz im Landkreis Wolfenbüttel zukünftig nicht möglich. "Es ist ein Teufelskreis, den nur die Politik durchbrechen kann."

Der Kreisverband zieht daher die Konsequenzen. "Aber es wird keine kurzfristige Kündigung von Pflegeverträgen geben", versichert Horst Kiehne. Auch ein Schlussdatum für die Patientenbetreuung habe sich niemand gesetzt. "Vielmehr versuchen wir aktiv, andere Pflegeplätze zu beschaffen." Das sei ein mittelfristiger Prozess, denn die Wartelisten sind überall lang. "Wir sind jederzeit bereit, zu dem Konzept der Gemeindeschwestern aus dem Jahr 1977 zurückzukehren", sagt Vorstand Andreas Ring. "Die politisch gewollte Privatisierung, unbegrenzte Gewinnorientierung und ein völlig enthemmter Bürokratismus im Gesundheitswesen, ohne entsprechende staatliche Lenkung und Kontrolle, ist in Deutschland krachend gescheitert."
 

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news-577 Fri, 12 Nov 2021 19:36:37 +0100 Steffen Tegtmeier leitet den Rettungsdienst https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/steffen-tegtmeyer-leitet-den-rettungsdienst.html Seine Verpflichtung beendet eine monatelange Vakanz: Steffen Tegtmeier ist der neue Leiter des Rettungsdienstes im DRK-Kreisverband und folgt damit auf den ausgeschiedenen Andreas Richter. Tegtmeier ist 32 Jahre alt und kommt aus Minden, wo er als Notfallsanitäter bei der Feuerwehr gearbeitet hat. „Ich empfinde die Aufgabe in Wolfenbüttel als ziemlich reizvoll“, sagt der Neue, der bereits Führungserfahrungen im Rettungsdienst der Region Hannover gesammelt hat.

Der kommissarische Geschäftsführer des Rettungsdienstes, Björn Försterling, äußerte sich „zufrieden und total beruhigt“ zur Neuverpflichtung. „Wir haben einen guten Nachfolger gefunden, der vor allem aufgrund seines Alters auch eine tolle Perspektivlösung ist.“ Der Kreisverband wolle die Führungsstruktur künftig anders aufstellen. „Mit dem neuen Geschäftsführer, der Mitte März zu uns stößt, soll eine Art Doppelspitze entstehen, die sich bei Urlaub oder Ausfall gegenseitig vertreten kann.“

Steffen Tegtmeier , der in Kürze mit Lebensgefährtin und Kind ein Haus in Schladen bezieht, wird derzeit von Wilhelm Borchert eingearbeitet, der Ende des Monats in den Ruhestand geht. „Gerade in der kurzen Zeit ist es gerade sehr viel Input“, zollte er dem DRK-Urgestein Respekt. „Das ist learning by doing“, lachte Borchert. „Manchmal ist es ganz gut, wenn man ins kalte Wasser geworfen wird.“

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news-536 Sat, 24 Jul 2021 17:45:00 +0200 DRK-Team aus Wolfenbüttel hilft in Ahrweiler https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-team-aus-wolfenbuettel-hilft-in-ahrweiler.html Sechs Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung begleiten Betroffene der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz. Damit gerechnet haben sie seit Tagen. Am Donnerstagmorgen, noch vor Sonnenaufgang, brach das Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel nach Rheinland-Pfalz auf. Einsatzkräfte wie sie sind es, die Betroffene des Hochwassers vor Ort betreuen. Dies berichtet der DRK-Kreisverband am Freitagvormittag.

Die Situation in der vom Hochwasser betroffenen Ortschaften in Rheinland-Pfalz ist für Außenstehende nur schwer erfassbar. Bereits vor einigen Tagen setzte der DRK-Landesverband alle ehrenamtlichen Katastrophenschutz-Helfer in einen Voralarm: Sobald sie benötigt werden, sollen sie bereit für die Abreise sein. Und da helfen, wo sie gebraucht werden. „Am Mittwochabend erhielt ich den Anruf vom Landesbereitschaftsleiter, dass unser Kriseninterventionsteam benötigt wird. Nur wenige Stunden später, am frühen Donnerstagmorgen, brachen sechs Einsatzkräfte von uns zum Sammelpunkt der Einsatzkräfte auf“, berichtet Wolfenbüttels Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher. Insgesamt sind in Niedersachsen Einsatzkräfte von acht DRK-Bereitschaften angefordert, um einen Betreuungsplatz 500, BtP 500, in der Gemeinde Grafschaft einzurichten. Einen Ort, an dem rund 500 Personen kurzfristig untergebracht und mit dem Notwendigsten versorgt werden können. Auch Feldküchen und Geräte zur Stromversorgung gehören dazu.

Der Einsatz des Wolfenbüttelers Kriseninterventionsteams (KIT) ist eine Besonderheit: „Unser Team ist sowohl für die Psychosoziale Notfallversorgung von Betroffenen, als auch für Einsatzkräfte geschult. Für den Katastrophenschutz ist die PSNV eine relativ neue Sparte, die erst aufgebaut wird. Neben uns gibt es, soweit wir wissen, zwei weitere DRK-KIT-Staffeln aus Niedersachsen vor Ort“, so Heiner Schumacher. Das Wolfenbütteler Team setzt sich aus geschulten Ehrenamtlichen des DRK und Mitarbeitern der kirchlichen Notfallseelsorge im Landkreis Wolfenbüttel zusammen. Durch jahrelange Zusammenarbeit und kooperative Ausbildung kennen sie sich gut und können nach psychisch belastenden Erlebnissen Beistand geben. Koordiniert wird die Staffel im Einsatz von Rainer Elsner, PSNV-Gruppenführer des DRK Kreisverbandes.

Eine der ersten Reaktionen, die sie nach ihrer Ankunft an der Sammelstelle nach Wolfenbüttel sendeten: „Es ist so, wie es die Bilder aus dem Fernsehen zeigen. Straßen, Häuser, … es ist alles kaputt.“ Eingesetzt sind sie in Bad Neuenahr-Ahrweiler, einer der Regionen, in denen die starken Regenfälle vom 15. Juli verheerende Schäden angerichtet haben. Tagsüber sind sie mit Betreuungstrupps in den Ortschaften unterwegs. „Unser Team ist Ansprechpartner für diejenigen, die ihre Angehörigen, ihr Zuhause, ihre Heimat verloren haben. Und für diejenigen, die seit Tagen mittendrin in den Aufräumarbeiten sind. Diejenigen, die als Erste da waren“, berichtet Rainer Elsner. Denn die Erfahrung zeigt: In belastenden Situationen kann es helfen, darüber zu reden.

Wie lange das Team bleiben wird, wissen sie nicht genau. Ihre Hilfe ist vorerst für 48 Stunden angefordert. Aber eine Verlängerung oder ein Wechsel der Einsatzkräfte am Wochenende ist nicht ausgeschlossen.

Das DRK bittet um Spenden für die Flutopfer. Die Daten des DRK-Spendenkontos lauten
IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
BIC: BCLSDE21
Kennwort: Fluthilfe

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news-500 Wed, 26 May 2021 11:57:34 +0200 DRK-Kleiderkammer in Wolfenbüttel öffnet wieder https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-kleiderkammer-in-wolfenbuettel-oeffnet-wieder.html Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Wolfenbüttel, Am Exer 15, öffnet ab sofort wieder. Zuletzt war die DRK-Einrichtung die vergangenen sechs Monate Pandemie-bedingt geschlossen. Jetzt freuen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter um Einrichtungsleiter Joachim Korsch wieder auf ihre Kunden.

Die Öffnungszeiten sind wie vor der Schließung:

Montag von 15.30 bis 18 Uhr und
Mittwoch von 9.30 bis 12 Uhr

 

 

Möchten Sie mehr über die Kleiderkammer in Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Kleiderkammer.

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news-486 Fri, 30 Apr 2021 09:42:00 +0200 Aktuelle Angebote des DRK-inkluzivo https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/aktuelle-angebote-des-drk-inkluzivo.html Hinschauen und hinhören – die DRK-inkluzivo sensibilisiert für das Thema Gewalt und Behinderung. Die Corona-Pandemie legt seit mehr als einem Jahr viele Bereiche des Lebens still. Menschen isolieren sich, verbringen ihre Zeit im Homeoffice. Auch die Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderungen findet zu Hause statt, überwiegend allein. Betroffene Angehörige haben in dieser Zeit wenig Unterstützung, es gibt kaum Anlaufstellen. Somit gehen die Betroffenen nicht selten an ihre körperlichen und psychischen Grenzen.

Aus diesem Grund hat Katharina Hefenbrock, Leiterin des Familienentlastenden Dienstes (FED) im DRK Integrations- und Therapiezentrum auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände mit ihrem Team das Angebot trotz Pandemie aufrechterhalten. Sie erklärt, dass gerade in dieser Zeit die Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen nicht vergessen werden dürfen. Hefenbrock: „Natürlich gab es auch bei uns große Einschnitte, gerade bei den Freizeit- und Gruppenangeboten. Wir mussten diese immer wieder umplanen oder durch themenbezogene Angebote zur Einzelbetreuung ersetzen.“ Mit einem passenden Hygienekonzept, flexiblen Mitarbeitern aus Haupt- und Ehrenamt und Eltern, die diese Angebote dankbar angenommen haben, sei die DRK-inkluzivo gemeinsam mit allen Nutzern gut durch die Pandemie gekommen. In den Osterferien beispielsweise wurde der Braunschweiger Musiker und Komiker Manni engagiert, um mit einzelnen Teilnehmern Gitarre zu spielen und zu singen. „Wir wollten die Angehörigen mit unseren Angeboten weiterhin entlasten und das nicht erst, wenn sich die Situation rund um die Pandemie entspannt. Dann könnte es schon zu spät sein. Denn klar ist, dass Pflegende irgendwann einmal nicht mehr können. Überforderung, bestimmte Formen von Gewalt oder Entwicklungsrückschritte bei den behinderten Kindern können die Folge sein.“

Als Beispiel für die Angebote im ITZ während der Pandemie berichtet die Mutter von Fabiano Novello. Fabiano ist ein geselliger, kommunikativer und bewegungsfreudiger junger Mann mit schweren Behinderungen, er besucht das Therapiezentrum seit einigen Jahren. „Für Fabi war die Schwimmgruppe immer der absolute Höhepunkt der Woche. Wasser ist sein Element und er musste wegen der Pandemie so lange darauf verzichten, weil die Schwimmbäder geschlossen sind. Daher ist es toll, dass er in dieser Zeit das Bewegungsbad im ITZ nutzen kann. Natürlich wäre das Schwimmen im großen Spaßbad und in der Gruppe noch schöner, aber dass er wieder regelmäßig mit seiner Betreuerin ins Becken steigen kann und Spaß hat, ist ein Geschenk. Auch für uns als Familie ist es toll, dass Fabi wieder regelmäßige Termine außerhalb und ohne uns hat.“ Ganz nebenbei habe die Bewegung im Wasser dem Jugendlichen sehr geholfen, sich von seiner Knie-OP zu erholen. Frau Novello ergänzt: „Ein glückliches Kind macht auch glückliche Eltern.“

„Genau für solche positiven Rückmeldungen machen wir uns die ganze Arbeit“, sagt Katharina Hefenbrock dazu. „Wenn Angehörige und Nutzer unserer Angebote einen solchen Mehrwert haben, dann haben wir unser Ziel erreicht. Aber leider können wir nicht alle Betroffenen erreichen“, ergänzt sie. Derzeit erarbeitet sie gemeinsam mit ihrem Team ein wichtiges Thema, welches häufig unter den Tisch fällt. Menschen mit Behinderungen werden häufig unbemerkt Opfer von Gewalt. Leider viel zu häufig werden sie diskriminiert, ausgegrenzt, erleben verschiedene Formen von Gewalt. Im DRK Wolfenbüttel werden Mitarbeiter und Kunden für dieses Thema sensibilisiert. Es soll eine Aktionsreihe dazu geben, ursprünglich geplant im Mai – nun aufgrund der Pandemie verschoben in den Juni. „Ein Absagen der Aktion kam für uns nicht in Frage, denn das Thema liegt uns sehr am Herzen“, sagt Hefenbrock.

Ausblick auf Veranstaltungen im Sommer

Mit Unterstützung durch die Aktion Mensch wird es im Sommer eine 3-teilige Filmreihe geben, sie wird aufgrund der Pandemie im Außenbereich stattfinden. Außerdem ist folgendes geplant

07. Juni 2021 Fortbildung zum Thema „Häusliche Gewalt“
11. Juni 2021 Podiumsdiskussion
12./13. Juni 2021 2-tägiger Selbstverteidigungskurs für Menschen mit Behinderungen

Hefenbrock erinnert an den 5. Mai – seit Jahren der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Der Protesttag soll darauf aufmerksam machen, dass Interessen von Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigt werden müssen.

Weitere Informationen zur Arbeit der DRK-inkluzivo und den Angeboten und Veranstaltungen: infoinkluzivo.de oder telefonisch unter 05331 / 927 847 0. Die Homepage der Einrichtung lautet www.itz-drk.de.

 

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news-485 Wed, 28 Apr 2021 11:25:49 +0200 DRK-Bereitschaft freut sich über neues Zelt https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-bereitschaft-freut-sich-ueber-neues-zelt.html Die Bereitschaft des DRK Ortsvereins Wolfenbüttel e.V. freut sich über ein neues Schnelleinsatzzelt. Das Zelt, welches innerhalb weniger Sekunden aufgebaut wird, verfügt über eine Grundfläche von 16 Quadratmetern und bietet bei Einsätzen einen schnell aufgebauten Schutzraum. Mit den Seitenwänden und den verschließbaren Eingängen schützt es auch vor unberechtigten Blicken und ermöglich so im Rahmen von Sanitätsdiensten auch eine vertrauliche Erste Hilfe von Verletzten und Erkrankten.

Möglich wurde die Anschaffung dieses Zeltes durch eine Zuwendung der Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter. Hierbei handelt es sich um eine Zuwendung aus den Reinerträgen des VR Gewinnsparens. Die Volksbank unterstützt damit die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die bei diversen Veranstaltungen in Wolfenbüttel die sanitätsdienstliche Absicherung übernehmen und sich um verletzte oder erkrankte Teilnehmer und Gäste kümmern.

Vor den Augen der Privatkundenbetreuerin Lisa Tödter von der Volksbank konnten Bereitschaftsleiter Heiko Salfeld und Vorsitzender Björn Försterling zeigen, wie schnell und einfach das Zelt aufgebaut ist. Daher konnte die Übergabe des Schecks in Höhe von 2.838 Euro dann auch vor dem neuen Zelt stattfinden. "Wir freuen uns über die Unterstützung aus dem VR Gewinnsparen. So eine Unterstützung zu erfahren ist eine große Motivation für unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer", so Vorsitzender Björn Försterling abschließend.

Möchten Sie mehr über die Bereitschaften des DRK Wolfenbüttel wissen oder sich bei uns engagieren?
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Bereitschaften.

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news-483 Fri, 23 Apr 2021 10:23:35 +0200 Innovative Behandlungsmethoden: Ergotherapie-Fortbildung mit Britta Winter https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/innovative-behandlungsmethoden-in-der-ergotherapie.html Neue Impulse und Effektivität – DRK-inkluzivo baut auf innovative Behandlungsmethoden in der Ergotherapie „Eigentlich muss man die Referentin Britta Winter live und vor Ort erleben. Sie bringt unglaublich viel Power, Enthusiasmus und ein super Weiterbildungspotenzial für Ergotherapeuten mit“, berichtet Andrea Bruns, Fachleitung der Praxis für Ergotherapie im Integrations- und Therapiezentrum des DRK auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Aufgrund der immer noch angespannten Situation in der Corona-Pandemie hat Bruns mit den Verantwortlichen der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH kurzerhand beschlossen, die 2-tägige Fortbildung mit Britta Winter in dieser Woche online stattfinden zu lassen – über das Video-Portal ZOOM. „Wir hatten Frau Winter schon mehrmals zu Gast“, meint Bruns. „Daher wussten wir, dass sie auch so unsere Teilnehmer erreichen und in ihren Bann ziehen wird.“ Seit vielen Jahren stehen Bruns und Winter in Kontakt. Die bekannte Ergotherapeutin, Referentin und Buchautorin aus Wunstorf hat bundesweit den beruflichen Werdegang zahlreicher Therapeutinnen und Therapeuten geprägt und komme gerne nach Wolfenbüttel.

Mittlerweile drei Jahre hintereinander schulte sie nun das Team der Praxis im Wolfenbütteler DRK und Therapeutinnen anderer Ergotherapiepraxen aus  der Region. „Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter, die Professionalisierung der Angebote und ein aktives Netzwerk hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Wir wollen unsere Patienten und Kunden ideal fördern und begleiten“, berichtet Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo. Daher werden zahlreiche Vorträge und Fortbildungen organisiert, ausgeschrieben im jährlich erscheinenden Bildungskatalog. Stoch und seine Mitarbeiterschaft gestalten dieses vielfältige Weiterbildungsangebot mit namhaften Referenten. Somit sind die Inhalte maßgeschneidert für die Mitarbeiter, Klienten und Interessierte über Wolfenbüttel hinaus. Gute Erfahrungen habe das DRK während der Pandemie mit Webinaren und Vorträgen über Online-Portale gemacht. Damit konnten die geplanten Veranstaltungen trotz Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten und mindestens genauso effizient durchgeführt werden. „Natürlich freuen wir uns auch wieder sehr darauf, die Referenten und Teilnehmenden vor Ort zu treffen – wenn es die Lage wieder zulässt“, meint Stoch. „Wir müssen nur noch etwas Geduld haben.“

Mit der Fortbildung durch Britta Winter hat Andrea Bruns ihre Praxis für Ergotherapie mit einer speziellen Weiterbildung konzeptionell erweitert. Winter nennt ihr Konzept „CO-OP-Ansatz“ (aus dem engl. übersetzt: Kognitive Orientierung bei der täglichen Betätigungsausführung), dieser Therapieansatz wird von Wissenschaftlern als signifikant wirksam eingestuft. CO-OP wird bei der Behandlung von Kindern mit Entwicklungsstörungen angewandt, es gebe darüber hinaus inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen in der Behandlung mit Erwachsenen. Das Therapiekonzept wurde in Kanada speziell von und für die Ergotherapie entwickelt.

Es gilt das Prinzip „Lass es mich selbst entdecken und ich werde es verinnerlichen“. Der CO-OP-Ansatz befähigt Kinder und Erwachsene, selbst Strategien zu entwickeln, um die eigenen bedeutsamen Ziele zu erreichen. Im Ergebnis gewinnen die Patienten an Selbstvertrauen und werden selbstständiger.

Ein Beispiel: Einigen Kindern fällt es schwer, neue Fertigkeiten zu lernen. Dazu gehört z.B. Schuhe zubinden, Fahrrad fahren, Schreiben und vieles mehr. Entweder wenden sie übermäßig viel Zeit und Energie für ihre Lernversuche auf, oder sie geben schnell auf und sind frustriert. Die CO-OP-Methode richtet sich an diejenigen, die vieles nicht so mühelos lernen. Oft handelt es sich dabei um Kinder mit Entwicklungsstörungen in der Motorik, aber auch um Erwachsene mit verlorengegangen Fertigkeiten, z.B. nach einem Schlaganfall.

Ein Resümee zur Fortbildung zieht Carolin Dabs, Ergotherapeutin im Team von Andrea Bruns: „Ich nehme aus diesen zwei Tagen wieder sehr viel mit für meine Arbeit und freue mich schon darauf, das Gelernte in der nächsten Woche anzuwenden.“ Tatsächlich – nach einer Phase der praktischen Erprobung in der Praxis, wird im September eine weitere Einheit mit Britta Winter erfolgen. Zum Abschluss mit einem weiteren Coaching und Übergabe der Zertifikate. Hoffentlich dann vor Ort und persönlich.

Einen Ausblick auf das nächste Fortbildungsangebot gibt Stoch: „Schon am kommenden Donnerstag geht es online weiter. Für den Workshop „Stark und gesund im Job“ haben wir Jens Schreyer als Referent gewinnen können.“ Hier sind noch ein paar Plätze frei. In der Ausschreibung des Webinars am 29. April steht, dass gerade in dieser brisanten Zeit und im Besonderen in sozialen Berufsfeldern wichtig ist, sich selbst Aufmerksamkeit und vor allem Achtsamkeit zu schenken. In dieser Veranstaltung werden Wege zur Erhöhung des persönlichen Wohlbefindens und der eigenen Zufriedenheit in Beruf und Alltag vermittelt. Im Ergebnis lernen die Teilnehmenden, erfolgreich und motiviert mit sich, anderen und den gestellten Aufgaben umzugehen – auch wenn es einmal stressig werden sollte. Das DRK organisiert die Veranstaltung mit Jens Schreyer, um die eigene Mitarbeiterschaft zu stärken und ihnen ein Angebot der Gesundheitsvorsorge zu machen. Wie immer sind aber auch Interessierte außerhalb des Unternehmens herzlich eingeladen.

Informationen über Vorträge, Fortbildungen und alle weiteren Angebote der DRK-inkluzivo auf der Website www.itz-drk.de oder telefonisch unter 05331 / 927 8470.

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news-469 Tue, 02 Mar 2021 14:07:15 +0100 Mit persönlicher Arbeitsbegleitung durchstarten https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/mit-persoenlicher-arbeitsbegleitung-durchstarten.html Fachdienst des DRK bringt Menschen mit Behinderungen ins Berufsleben. In der modernen Leistungsgesellschaft definieren sich Menschen oft über ihre Arbeit. Experten wissen: Das gilt auch für Menschen mit Behinderungen. In einer digitalen Info-Veranstaltung beriet Nicole Arendt vom Fachdienst zur Beruflichen Eingliederung (FBE) der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH jetzt über Berufsförderung auf diesem Gebiet.

Gut 20 Interessierte schalteten sich für den Info-Abend mit dem Videokonferenz-System Zoom zusammen. Darunter Angehörige, Lehrkräfte und Mitarbeitende von anderen Leistungsanbietern. „Das war sehr interessant. Durch das breite Spektrum der Teilnehmenden kamen unterschiedliche Sichtweisen auf bestimmte Themen zusammen“, berichtet Arendt. "Aber eine zentrale Frage für alle war, wie es nach der Schule weitergeht. Und welche Möglichkeiten der Berufsförderungen es für die Betroffenen gibt."

Ziel des FBE ist es, die Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit der Menschen mit Behinderungen zu erhalten, zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen. Die angestellten Jobcoaches helfen den Kunden und Kundinnen dabei, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und einen Arbeitsplatz zu finden und zu sichern, der zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt.

Die Angebote und Möglichkeiten des FBE reichen von einer Arbeitsassistenz bis hin zu individuellen Rehabilitationsmaßnahmen. In einem interdisziplinären Team entstehen für die Zielgruppe unabhängig von der Art, Schwere und Ursache einer Beeinträchtigung innovative Lösungen, um die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. „Wir verstehen unsere Arbeit als partnerschaftlichen Prozess. Die Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse der von uns begleiteten Menschen stehen immer im Mittelpunkt“, so Arendt.

Und das Konzept geht auf: Seit der Gründung des Dienstes vor sieben Jahren hat das DRK Wolfenbüttel mit mehr als 60 Betrieben in der Region zusammen gearbeitet und mehr als 150 Praktika begleitet. 14 Personen vermittelten die Jobcoaches in Arbeit und begleiten sie, im Auftrag der zuständigen Eingliederungshilfeträger, weiter. Darüberhinaus haben sechs Menschen mit Unterstützungsbedarf eine Ausbildung begonnen. „Die notwendige individuelle Begleitung ist bei jedem und jeder sehr unterschiedlich. Aber drei von ihnen konnten ihre Ausbildung erfolgreich abschließen“, freut sich Arendt.

„Wir orientieren uns bei unserer Arbeit an der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von 2009. Wir unterstützen Menschen, damit sie in betrieblichen Kontexten arbeiten und lernen können und nicht auf Werkstätten angewiesen sind“, ergänzt sie. Das Abkommen sichert Menschen mit Behinderungen, unabhängig von deren Art oder Ausprägung, eine unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft zu. Es bildet die rechtliche Grundlage, um eine Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft selbstverständlich werden zu lassen.

Möchten Sie mehr über den Fachdienst zur beruflichen Eingliederung (FbE) wissen?
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des FbE.

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news-398 Wed, 26 Aug 2020 19:36:42 +0200 Wir trauern https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wir-trauern.html Das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Wolfenbüttel trauert um 

Thomas Walter
(*11.10.1960 +21.08.2020)

Als Leiter der Bereitschaft Ost und zuletzt als stellvertretender Bereitschaftsleiter hatte Thomas Walter für jeden und jederzeit ein offenes Ohr.
Wir werden Thomas Walter stets mit großer Dankbarkeit in Erinnerung behalten.

Horst Kiehne (Vorsitzender des Präsidiums) und Andreas Ring (Vorstand)

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news-383 Mon, 13 Jul 2020 12:57:30 +0200 Inkluzivo-Sommerfest mal anders https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/inkluzivo-sommerfest-mal-anders.html Das war mal ein richtig geglücktes Experiment: Weil das Sommerfest der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH am Exer coronabedingt nicht stattfinden konnte wie in den Jahren zuvor, hatte sich das DRK-Team um Thomas Stoch etwas Tolles ausgedacht. Das Fest fand wie in jedem Jahr auf der Bühne im Garten der Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) mit vielen Programmpunkten statt, und alles wurde live im Internet für angemeldete Gäste übertragen.

"Unser Sommerfest ist nicht nur irgendein Fest", erklärte Thomas Stoch bei seiner Begrüßung. Er ist Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, die sich mit ihrem Angebot an Menschen mit Beeinträchtigungen richtet. Das Fest sei vielmehr in jedem Jahr eine tolle Gelegenheit für viele Familien, sich am Exer zu treffen, gemeinsam zu feiern und sich auszutauschen. "Es wäre es ein Jammer, diesen Termin einfach so ausfallen zu lassen. Einige der Kunden, die uns gerne besuchen, vermissen den Austausch sehr."

Stoch traf mit seiner Mannschaft die Entscheidung, das Fest als online-Stream zu organisieren – die Vorbereitungen waren allerdings nicht ohne. "Wir haben Einladungen an knapp 500 unserer Familien geschickt und hatten viele begeisterte Rückmeldungen", erzählte Stoch. Bis 100 Personen hätten sich rein technisch am Samstag live dazuschalten können. Tatsächlich wagten sich knapp 50 Familien erstmals auf dieses neue Terrain. Wer das zuließ, konnte als Besucher vor seiner heimischen Kamera auch am Exer gesehen werden. Viele Teilnehmer verfolgten das Fest als ganze Familie vor dem Bildschirm im Wohnzimmer.

Doch das DRK hatte noch mehr auf Lager: "Alle Teilnehmer, die sich angemeldet haben, bekamen am Freitag ein Überraschungspaket mit Equipment zum Feiern", erzählte Mit-Organisatorin Aline Gauder. Diese Taschen enthielten allerlei, was zum Feiern einfach dazugehört. Zum Beispiel eine Flasche alkoholfreien Sekt, verschiedene Snacks und Knabbereien sowie eine Packung Wasser-Eis, die zu Hause erstmal in die Kühlung kam.

Drei weitere Details in der Tasche luden ebenfalls zum Mitmachen ein: Auf die Rückseite einer vorbereiteten Postkarte konnte jeder Teilnehmer ein Sommerbild zum Thema „Sommer im ITZ“ malen und (noch bis zum 25. Juli) einsenden. Und dann gab es da noch die Losnummer, über die am Ende der Übertragung einige Preise verlost wurden. Wer am Bildschirm genau aufpasste, konnte zudem beim Rundgang der Kamera über das Gelände versteckte Buchstaben entdecken. Sie ergaben, richtig zusammengestellt, das Lösungswort.

All das sorgte für gute Laune in den Wohnzimmern und rund um die Bühne im Garten des ITZ. "Wir wollten gemeinsam mit den Familien zu Hause Spaß haben und feiern", sagte Stoch. Das kam in jedem Moment rüber. Vor allem Manni, der singende Hausmeister (Comedy aus Braunschweig), und Pete-the-Beat sorgten für Stimmung. Pete kommt aus Salzgitter und ist ein bundesweit bekannter Beatboxer. Er kann jede Menge Geräusche allein mit dem Mund machen und ließ schnell vergessen, dass in diesem Jahr keine Band auf der Bühne stand. Übrigens steht Pete-the-Beat sogar im Guiness-Buch der Rekorde: Mit 25,5 Stunden hält er den Weltrekord im Beatboxen.

Der Wolfenbütteler Flewo-Eventservice um Dirk Flemmig und Randy Otto mischte zwei Kameras und viele Mikrofone so zusammen, dass die Veranstaltung für die Zuschauer zu Hause ein Erlebnis wurde. Und die Techniker spielten immer wieder Clips von den Sommerfesten der vergangenen Jahre ein, ebenso wie weitere Künstler, die live aus der Ferne zugeschaltet wurden. Damit die Live-Atmosphäre am Exer nicht zu kurz kam, gab es einen alkoholfreien Cocktail-Stand und Gegrilltes vom Team des DRK-Solferino. „Als Gäste hatten wir eine sympathische inklusive Wohngruppe aus Hildesheim eingeladen", berichtete Stoch.

Und als dann noch pünktlich zu Beginn der Übertragung die Sonne rauskam, war der Erfolg garantiert. "Das war eine tolle Veranstaltung für alle unsere Kunden, die sich von zu Hause aus eingeloggt haben", freute sich der Geschäftsführer. „Ein Signal an Eltern mit behinderten Kindern und Jugendlichen, dass wir sie gerade in dieser schwierigen Zeit nicht vergessen. Denn es kann nicht stark genug gewürdigt werden, was in diesen Familien geleistet wird.“ Die Sendung wird nun aufbereitet und kann bald auf der Internetseite der DRK-inkluzivo angeschaut werden: www.itz-drk.de.

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news-381 Fri, 10 Jul 2020 10:03:00 +0200 Homeoffice für inklusiv Beschäftigte sorgt beim DRK für einen Innovationsschub https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/homeoffice-fuer-inklusiv-beschaeftigte-sorgt-beim-drk-fuer-einen-innovationsschub.html Der 13. März 2020 hat auch den Fachdienst für berufliche Eingliederung (FbE), ein Angebot der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, getroffen. Von einen auf den anderen Tag sollten sich Jobcoaches und die Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich nicht mehr sehen. Die Arbeit miteinander brach deswegen nicht ab. „Für unsere Teilnehmer ist es sehr wichtig, dass sie innerhalb eines Lernprozesses nicht alleine gelassen werden. Alle Fortschritte, die sie seit dem Beginn der aktuellen Förderungsperiode im September schon geschafft haben, standen durch die Kontaktbeschränkungen auf der Kippe“, erzählt Katharina Brunner, Mitarbeitern des FbE. Sie betreut und begleitet junge Menschen mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten, die ihren Platz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt suchen. Als Jobcoaches ermitteln sie und ihre Kollegen und Kolleginnen, was jeder Teilnehmende gut kann, gerne beruflich machen würde und dafür lernen müsste. Sie helfen bei der Suche nach Praktikumsplätzen und stehen ihnen bei den ersten Schritten im Berufsleben zur Seite. Für die jungen Leute ist der FbE eine Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

„Wie viele andere Jugendliche und junge Erwachsene auch, die von einem Tag auf den anderen nicht mehr in die Schule mussten, hätten sie ohne das Programm lange geschlafen, viel ferngesehen oder gezockt. Daher haben wir viel Wert darauf gelegt, ab Tag Eins die Strukturen aufrecht zu erhalten“, erzählt Uwe Rump-Kahl, Geschäftsführer der inkluzivo gGmbH. Für jeden der 19 Teilnehmenden im Inklusiven Berufsbildungsbereich gibt es seitdem täglich feste Termine und Aufgaben, die eingehalten und erledigt werden müssen.

Dazu gehörten verabredete Telefonate oder Videochats, sowie die Nutzung einer Goal-Management-App. „Mit der RehaGoal-App, die von Wissenschaftlern der Ostfalia entwickelt wird, arbeiten wir als Praxispartner seit zwei Jahren. Sie hilft dabei, Aufgaben Schritt für Schritt zu erledigen – für jeden Anwender angepasst auf das eigene Tempo“, erklärt Brunner.

Die Entwicklung der App wird als Teil des interdisziplinären Forschungsprojektes SmarteInklusion durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Arbeitsweise, einzelne Aufgaben in kleinere Arbeitsschritte aufzubrechen, gibt es schon länger. Neuartig ist die Anwendung als App für Smartphones oder Smartwatches, die immer griffbereit und im Alltag diskret sind. „Dazu kommt, dass sie flexibel für jeden Anwender eingerichtet werden kann. Sowohl für die verschiedenen Aufgaben, die hinterlegt sind, als auch die Schritte, die dargestellt werden“, erklärt Jobcoach Jasmin Aust.

Beispielsweise nutzen manche Anwender, die nicht Lesen können, die Sprachausgabe. Andere mögen die Anleitung mit übersichtlichen Bildern oder automatische Erinnerungsfunktionen für Zeiten und Orte. „Aktuell schauen wir, wie die App helfen kann, Motivation aufrecht zu erhalten", so Brunner.

Eine der Herausforderungen für das Team des FbE war der Transfer vom bisherigen Aufgabenspektrum in das häusliche Umfeld der Betreuten. Die DRK-Jobcoaches arbeiteten während der Kontaktbeschränkungen selbst ebenfalls im Homeoffice. „Allerdings haben wir eine Art Schichtsystem entwickelt, das für jeden auch Zeiten in unseren Büros und Werkstatträumen vorsah“, erklärt Rump-Kahl. 

Die verstärkte Kommunikation und Nutzung von Tablets und Laptops hat auch unerwartete Nebeneffekte: „In fast allen Berufen wird erwartet, dass die Mitarbeitenden PCs und gängige Software anwenden können. Und das haben wir jetzt sehr intensiv geübt“, berichtet Brunner mit einem Schmunzeln. Teilnehmende, die sich Anfangs zum Starten des Videochats Unterstützung durch Eltern oder Geschwister holten, kontaktieren sie mittlerweile selbstständig und arbeiten selbstbewusst mit verschiedenen Programmen. „Normalerweise wird RehaGoal eingesetzt, um eine Aufgabe begleitet von Anfang bis Ende zu erledigen. Aber wir sind gerade dabei, mit einigen Teilnehmern eine Art Kochbuch für die App zu erstellen. Die Rezepte dafür haben sie selbst ausgesucht und jetzt arbeiten sie daran, die einzelnen Arbeitsschritte für andere verständlich aufzubereiten“, erzählt Brunner.

Sie kann sich vorstellen, dass in Zukunft die in der App dargestellten Workflows von Arbeitgebern mit gepflegt werden: „Dadurch können sich die Jobcoaches irgendwann ein weiteres Stück aus dem Leben und der Privatsphäre der Betreuten zurück ziehen.“

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news-379 Fri, 10 Jul 2020 08:01:00 +0200 Luise Kriegler empfängt Sie im ITZ https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/luise-kriegler-empfaengt-sie-im-itz.html Anrufer und Besucher im Integrations- und Therapiezentrum haben sie vielleicht schon kennengelernt: Seit Anfang Juni unterstützt Luise Kriegler die Servicestelle. Ihr Gesicht und ihre Stimme kann dem ein oder anderen bekannt vorkommen, denn die 41-Jährige ist durch und durch Wolfenbüttelerin. Als gelernte Einzelhandelskauffrau hat sie in verschiedenen Geschäften sowie einem Therapiezentrum gearbeitet. Für die Mutter von zwei Söhnen steht allerdings das Familienleben im Mittelpunkt: „Das DRK ermöglicht Arbeitszeiten, die zu den Schulzeiten meiner Kinder passen. Dadurch haben wir mehr gemeinsame Zeit“, erzählt sie.

Und die gewonnene Zeit will sie ganz bewusst nutzen. Unter anderem durch die Unterstützung des Hobbys der Kinder: An den Wochenenden ist die ganze Familien unterwegs, um die beiden beim Slalomkart-Training sowie Wettkämpfen anzufeuern. Kontakte zum Deutschen Roten Kreuz hat sie seit ihrer frühsten Jugend, denn ihre Eltern engagierten sich im Ortsverein Fümmelse. An der Empfangstheke koordiniert sie die ankommenden Gäste, ist die Stimme am Telefon und vereinbart neue Therapietermine.

Im ITZ schätzt sie das Miteinander der Fachrichtungen sowie den Kontakt zu den Patienten. „Es ist toll, wie viele verschiedene Menschen für das DRK arbeiten und wie alle miteinander umgehen. Auch der Umgang mit den Patienten ist herzlich und angenehm. Jeder wird angenommen, so wie er ist.“

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news-361 Mon, 11 May 2020 10:55:50 +0200 Das DRK übergab Computer-Ausrüstung an bedürftige Schüler https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/das-drk-uebergab-computer-ausruestung-an-beduerftige-schueler.html Was machen Familien, wenn die Schule nur noch digital informiert? Ausgesprochen überrascht wurde der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel von dem großen Bedarf an Computern in der Schülerschaft. Die Rotkreuzler hatten kürzlich angeboten, für Kinder aus bedürftigen Familien Laptops, Computer und Drucker zur Verfügung zu stellen, um ihnen das Homeschooling zu ermöglichen. „Der Bedarf ist offenbar groß“, resümierte Präsidiumsmitglied Björn Försterling bei der ersten Material-Übergabe. „Wir haben derzeit mehr als 70 Bedarfsanmeldungen und rechnen noch mit einer ganzen Reihe von Nachzüglern.“

Das bestätigte Sabine Nolte, die Leiterin der Leibniz-Realschule in Wolfenbüttel. Dort überreichte das Rote Kreuz in einer ersten Runde neun Laptops. „Das waren die schnellsten Anmeldungen“, sagte Sabine Nolte, die für ihre Schule die erste Meldung ans DRK abgeschickt hatte. „Es zeichnen sich aber schon mehrere Nachzügler ab.“

In einer kurzen Ansprache bedankte sie sich auf dem Schulhof in angemessenem Abstand für den Nothilfefonds, den das DRK zusammen mit der Curt Mast Jägermeister Stiftung und weiteren Spendern aufgelegt hatte. „Vor allem hat uns beeindruckt, wie unbürokratisch und schnell das DRK geholfen hat.“ Mit den Laptops könnten nun viele Kinder und Jugendliche ihr „Homeschooling“ effektiv gestalten – dafür gab es spontan Applaus von den rund zwei Dutzend Anwesenden.

Sabine Nolte berichtete, dass in der Corona-Zeit die Medienkompetenz der Schüler enorm gewachsen sei, „und auch die der Eltern und wohl auch die macher Lehrer“. Sie schilderte Fälle, in denen sich ältere Schüler-Jahrgänge gemeldet hätten, um jüngeren helfen zu können. „Auf diese Weise haben wir große Schritte gemacht bei unserem digitalen Aufgabentool, bei der Arbeit auf dem Schulserver und beim schnellen Austausch mit E-Mails.“

Allerdings wurde bei dieser Schilderung auch deutlich, wie schnell sich der Abstand zwischen bedürftigen und betuchten Haushalten vergrößert. Wer keine Möglichkeit hat, am digitalen Lernen teilzunehmen, verliert mehr und mehr den Anschluss. So überraschte eine Mutter auf dem Schulhof mit der einfachen Frage, wie es denn mit der Schule jetzt weitergehe. Sabine Noltes Hinweis auf die Homepage der Schule verpuffte: Ohne Zugang zum Internet und ohne Zeitungsabo sah sich diese Mutter von den täglichen Hauptinformationssträngen abgeschnitten. Laut Auskunft der Schulleiterin wird in diesem Punkt das Rad wohl nicht zurückgedreht: „Solche Infos werden auch künftig per E-Mail verschickt, weil sich Postbriefe bei 457 Schülern auf Dauer nicht machen lassen.“

Und es gab noch eine zweite Hürde zu umschiffen, an die im Vorfeld niemand gedacht hatte: „Wie können wir den Laptop nutzen? Wir haben zuhause kein Internet“, wollte die junge Mutter wissen. Rettende Vorschläge kamen von Björn Försterling und einem Vater. So könnte das DRK in solchen Fällen kostenlos Funksticks zur Verfügung stellen, erklärte das Präsidiumsmitglied. Und der Vater hatte schon gute Erfahrungen mit intakten Nachbarschaften gemacht: „Vielleicht können auch sie ihre Nachbarn fragen, ob sie deren WLAN nutzen können – im Zweifel gegen einen kleinen Obulus.“

Übrigens herrschte auch beim DRK große Freude über die Riesenresonanz nach dem Aufruf. „Viele Spender haben explizit die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund gerückt“, erzählte Försterling. Und er lobte die IT-Abteilung des Roten Kreuzes, die seit Wochen kaum etwas anderes zu tun hatte, als gebrauchte Geräte aufzubereiten und für den Einsatz bei den Schülern flottzumachen. „Nun haben alle diese Rechner Windows 10 an Bord“, berichtete IT-Leiter Fabian Adam. „Und ein Jahr Gewährleistung durch das DRK gibt es obendrauf.

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news-360 Mon, 11 May 2020 10:26:30 +0200 Die Tafel sucht Kontakt zu Bedürftigen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-tafel-sucht-kontakt-zu-beduerftigen.html Die DRK-Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen befinden sich auf dem Weg zur Normalität – und rufen dennoch zur Mithilfe auf.  „Wir glauben ganz sicher, dass sich der Unterstützungsbedarf in der Corona-Krise gesteigert hat“, sagt Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl. Allerdings gehe das Rote Kreuz von einer großen Dunkelziffer und anhaltenden Hemmungen aus, die Tafel zu nutzen.

Erste Aufrufe hatten gleich 40 neue ehrenamtliche Helfer und eine ganze Reihe von Kümmerern gebracht, gerade aus den Ortschaften des Landkreises. Diese Kümmerer sollen vor Ort Familien und Einzelpersonen ansprechen, von denen sie wissen, dass sie in Not geraten sind. „Gleichzeitig können die Kümmerer zur Tafel kommen und für diese Menschen die Abholung der Lebensmittel übernehmen, wenn sie selbst nicht können oder nicht wollen“, erklärt Aline Gauder vom DRK.

Durch die neuen Helfer lief auch das Angebot der Tafel gut an, Lebensmittel mit dem Lastenfahrrad (in Wolfenbüttel) oder mit dem Auto (landkreisweit) zu den Kunden zu bringen. „Die Gründe für eine Verhinderung, selbst zur Tafel zu kommen, sind natürlich vielfältig“, weiß Uwe Rump-Kahl. Und er zählt auf: „Krankheit, Alter, fehlendes Fahrzeug, fehlendes Geld.“

Auch Scheu gehöre im Grunde dazu, obwohl die Tafel Wolfenbüttel diesen Punkt elegant gelöst hat: „Durch die Terminvergabe entstehen an unseren Ausgabestellen keine Schlangen. Niemand steht also auf einem Präsentierteller oder muss sich in der Öffentlichkeit stigmatisiert fühlen.“ Während der strengen Corona-Auflagen durfte zwar nur ein Abholer in die Tafelläden eingelassen werden, andere warteten draußen. Doch auch das ist nun vorbei. „Wir haben die Aufgabe wieder nach innen verlegt, so dass niemand draußen stehen muss“, sagt Aline Gauder. Allerdings ist in Eberts Hof (Großer Zimmerhof 29) eine gleichzeitige Öffnung von Tafel und Second-Hand-Shop noch nicht möglich. „Wir rechnen damit erst Anfang Juni.“

Großer Dank an die Spender

Einen großen Dank sprechen beide Tafel-Mitarbeiter den bisherigen Spendern aus, von denen viele dem Roten Kreuz trotz der Krise treu geblieben sind. „Vor allem Bäckerei Richter möchten wir für ihre pragmatischen  Lösungen danken“, sagt Uwe Rump-Kahl. Die Altstadt-Bäckerei spendete erst kürzlich eine Palette Nudeln. „Und weil wir wegen der Corona-Einschränkungen nicht bei Richters auf den Hof fahren durften, lieferte er uns seine tägliche Backwaren-Spenden kurzerhand mit eigenen Fahrzeugen an“, berichtet der Geschäftsführer. „Und noch besser: Er will jetzt diesen ungewöhnlichen Service beibehalten.“

Wer in seinem Bekanntenkreis Personen kennt, die vom Angebot der Tafel profi tieren würden, die sich aber vor dem  Anruf scheuen, kann sich nach Rücksprache mit diesen Leuten auch selbst bei der Tafel des DRK melden unter: 05331/ 948655.

Sach- und Geldspenden sind für die Zwecke der Tafel natürlich ebenfalls hochwillkommen:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE54 2512 0510 0005 4012 02
BIC BFSWDE33HAN
Stichwort: Wolfenbütteler Tafel


Möchten Sie mehr Informationen über die Tafeln?
Diese erhalten Sie auf der Internetseite der Tafeln Wolfenbüttel und Schladen.

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news-339 Fri, 20 Mar 2020 20:11:25 +0100 Coronavirus: DRK ruft zu Spenden für Nothilfefonds auf https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/coronavirus-drk-ruft-zu-spenden-fuer-nothilfefonds-auf.html Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft die Bevölkerung zu Spenden für einen Corona-Nothilfefonds auf. „Die derzeitige Lage zeigt, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind. Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind noch nicht absehbar. Umso wichtiger ist es, dass alles unternommen wird, um mit den Spenden Menschen in dieser schwierigen Situation nach dem Maß der Not zu helfen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. 

Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um als nationale Hilfsgesellschaft die Behörden bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen. So betreute das DRK insgesamt 159 China-Rückkehrer unter anderem in Germersheim in Rheinland-Pfalz, Berlin-Köpenick und Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. Darüber hinaus hat das DRK mehrere mobile Arztpraxen im Einsatz, um Krankenhäuser und Kliniken zu entlasten, und betreut zahlreiche Fiebermessstationen. 

Durch die Spenden für den Corona-Nothilfefonds sollen Ehrenamtliche und wichtige Hilfsaktionen unterstützt werden. Zahlreiche Freiwillige sind zum Beispiel engagiert, um älteren und bedürftigen Menschen zu helfen, Lebensmittel-Bringdienste zu organisieren, Pflegepersonal und Bewohner in Seniorenheimen zu unterstützen und die psycho-soziale Betreuung zu übernehmen. „In diesen außerordentlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, dass niemand allein gelassen wird“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. 

Mit bundesweit mehr als 435.000 ehrenamtlichen Helfern und rund 175.000 hauptamtlichen Mitarbeitern sei das Deutsche Rote Kreuz gut aufgestellt, um Menschen in Not helfen zu können, erklärt Hasselfeldt.   

Das DRK bittet um Spenden für den Nothilfefonds:

IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
Bank: Seeligerbank
Stichwort: Corona-Nothilfefonds 

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news-334 Fri, 13 Mar 2020 17:43:47 +0100 Maßnahmen des DRK-Kreisverbands bezüglich CORONA https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/massnahmen-des-drk-kreisverbands-bezueglich-corona.html Der DRK-Kreisverband leitet mit dem Beginn der kommenden Woche eine Fülle von Maßnahmen ein, um die Handlungsfähigkeit seiner Abteilungen aufrecht zu erhalten. Dabei geht es dem Wohlfartsverband vor allem darum, den Rettungsdienst und die häusliche Pflege nicht durch Krankheiten in Probleme zu bringen – insgesamt hat der Kreisverband 450 haupt- und 700 ehrenamtliche Mitarbeiter.    

"Das Corona-Virus hat bekanntlich unsere Region erreicht und stellt auch den DRK-Kreisverband vor besondere Herausforderungen", sagt Horst Kiehne, der Vorsitzende des Präsidiums. "Als Teil der kritischen Infrastruktur im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz und in der Wohlfahrtsarbeit im Landkreis Wolfenbüttel, muss auch unter diesen Umständen sichergestellt werden, dass unsere Handlungsfähigkeit in jedem Fall aufrechterhalten bleibt."  

Es ist ein Spagat, denn der Kreisverband will seine Mitarbeiter schützen - und gleichzeitig so viele Angebote für die Bevölkerung aufrecht erhalten wie möglich. "Gleichwohl kommen wir nicht umhin, sämtliche Gruppenangebote des Roten Kreuzes im Landkreis Wolfenbüttel bis zum 18.  April abzusagen", erklärt Vorstand Andreas Ring. In der Woche nach Ostern sollen die Lage neu bewertet und weitere Schritte beschlossen werden.  

Abgesagt beziehungsweise geschlossen wurden nun die Kleiderkammer am Exer, sämtliche Erste-Hilfe-Kurse, die Kurse von Yoga, Senioren-Gymnastik und Jugend-Rotkreuz sowie sämtliche Veranstaltungen der Flüchtlingshilfe. Auch alle Versammlungen der Ortsvereine wurden abgesagt.  

In einem besonderen Konflikt befand sich der Kreisverband bei seinem Angebot des Sozio-Med-Mobils (SMM), das alte, kranke und bedürftige Menschen aus den Dörfern des Landkreises zu Arztterminen bringt. "Einerseits müssen diese Menschen zum Arzt, andererseits gehören sie definitiv zur besonders gefährdeten Gruppe", hieß es in einer Diskussion des DRK-Krisenstabes. Schließlich beschloss das Gremium, das SMM-Angebot aufrecht zu erhalten. "Wenn wir sie nicht fahren, benutzen die Menschen den Öffentlichen Nahverkehr, das macht die Situation nicht besser." Allerdings sollen alle SMM-Nutzer mit einfachen Schutzmasken ausgestattet werden, um ihr Ansteckungsrisiko zu minimieren. Außerdem werden sämtliche Fahrer zur Hygieneschulung geschickt, die Busse selbst werden in noch kürzeren Intervallen gereinigt.  

Die Angebote von Eberts Hof und der Tafel (Großer Zimmerhof) sollen weiter geöffnet bleiben. Deren Leiter Uwe Rump-Kahl berichtete, die Versorgung mit Lebensmitteln sei noch ausreichend. "Wir werden die Lage von Woche neu bewerten." Der Rückhalt unter den ehrenamtlichen Helfern sei ungebrochen hoch.  

Für einen gewaltigen Einschnitt sorgt Corona auch im Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) am Exer. "Wir sagen alle Freizeitangebote, Beratungen, Veranstaltungen und Gruppenangebote bis zum Ende der Osterferien ab", erklärte ITZ-Leiter Thomas Stoch. Das betreffe auch die Angebote und Ausflüge des Familienentlastenden Dienstes (FED), der Therapie und der Autismusambulanz. "Die FED-Einzelbetreuung indes läuft weiter, denn durch die Schulschließung ist da ja ein ganz neuer Bedarf entstanden."  

In puncto Kinderbetreuung bietet das DRK seinen Mitarbeitern ab Montag einen besonderen Service, um die Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. "Ab 6 Uhr früh können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die über keine Kinderbetreuung verfügen, unser DRK-Betreuungsangebot nutzen", erklärte Andreas Ring. Diese Kinder werden in Kleingruppen im ITZ betreut. "Auch die im Einsatz befindlichen ehrenamtlichen Helfer unseres Katastrophenschutzes können diesen Service nutzen."  

Der Krisenstab richtete zudem einen Appell an die Mitarbeiter von Rettungsdienst und Pflege, ihre Urlaubswünsche bis nach Ostern zu reduzieren. Reisen in Krisengebiete seien zu überdenken und anzuzeigen.
"Wir hoffen auch auf die Bereitschaft der Kollegen, im Extremfall kurzfristig aus dem Urlaub zurückzukehren", sagte Horst Kiehne. Sämtliche Dienstreisen bis zum 18. April werden abgesagt.  

Das DRK-Solferino am Exer soll aufgrund des großen Außenbereichs und der entsprechenden Durchlüftung geöffnet bleiben – wenn dem keine behördliche Anordnung entgegensteht. Auch der beliebte Osterbrunch (13.  April) wird zunächst nicht abgesagt.    

"Darüber hinaus planen wir weitere Hygieneschulungen, an denen kurzfristig sämtliche Mitarbeiter verpflichtend teilnehmen werden", kündigte Andreas Ring an. Nach einer bereits in dieser Woche erfolgten Schulung für Mitarbeiter des Landkreises wird auch dort in der nächsten Woche eine weitere Schulung angeboten.

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news-279 Tue, 19 Nov 2019 12:28:22 +0100 DRK begleitet Grenzöffnungsfeierlichkeit in Mattierzoll https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-begleitet-grenzoeffnungsfeierlichkeit-in-mattierzoll.html In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 30 Jahren versammelten sich am 12. November mehrere hundert Menschen in Mattierzoll. Die Schnelleinsatzgruppe unterstützte mit einem Stromgenerator die Redner. In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 30 Jahren versammelten sich am 12. November mehrere hundert Menschen in Mattierzoll. Rund um das Gelände des ehemaligen Wachturmes tauschten sie Erinnerungen an die Zeit der Teilung und dem bewegenden Moment der Grenzöffnung aus. Mit dabei waren auch zwei Ehrenamtlichen der Schnelleinsatzgruppe vom DRK-Kreisverband Wolfenbüttel. „Neben der sanitätsdienstlichen Begleitung der Gedenkveranstaltung mit Personal und einem Krankenwagen stellten wir den Stromgenerator, mit dem die Mikrofonanlage betrieben wurde“, berichtet SEG-Leiter Dirk Jürges. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem vom ehemaligen Wolfenbütteler Landrat und Landtag-Abgeordneten für die CDU, Ernst-Henning Jahn.  Als Redner waren neben dem Bundesminister a. D. Siegmar Gabriel auch die ehemaligen Landtagspräsidenten Jürgen Gansäuer aus Niedersachsen und Dieter Steinecke aus Sachsen-Anhalt zu Gast. „Einige unserer aktiven Mitglieder können sich noch daran erinnern, dass bei Winnigstedt Deutschland einfach zu Ende war“, erklärt Jürges.

Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher war damals 25 Jahre alt und für das DRK als Zugführer vor Ort. „Wir hatten die ersten Wochenenden in Mattierzoll eine Sanitäts- und Betreuungsstelle eingerichtet. Die DDR-Bürger standen oft lange im Stau und waren dankbar für die Möglichkeit zum Beispiel ihren Kindern die Windeln zu wechseln“, erinnert er sich. Auch das Technische Hilfswerk bezog bei ihnen in Mattierzoll Quartier und unterstützte mit kleineren Reperaturen an den Trabis. Auf dem Stadtmarkt in Wolfenbüttel richtete das DRK nach einer Weile eine Essensausgabe ein, an der es kostenlos Erbsensuppe gab. Das Engagement der ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Helfer wurde auch vom damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht gelobt, der sie bei ihrer Arbeit an den Hilfsstellen besuchte.

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news-185 Mon, 29 Apr 2019 18:19:44 +0200 Cinestar-Mitarbeiterinnen verkaufen Plakate für die Wolfenbütteler Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/cinestar-mitarbeiterinnen-verkaufen-plakate-fuer-die-wolfenbuetteler-tafel.html Die Helden aus den Kino-Blockbustern „Star Wars“ und „Spiderman“ kamen jetzt über einen Umweg der Tafel des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel zu Hilfe. Die Mitarbeiterinnen des Cinestar Wolfenbüttel, Ronja Kremling und Jennifer Krüger, hatten ehrenamtlich einen Flohmarkt organisiert und alte Kino-Plakate verkauft. Dabei kamen 605 Euro zusammen, die jetzt Juliane Liersch entgegennahm.

„Wir  nutzen das Geld für unser Projekt Tafel packt Babytasche“, erklärte Liersch, Koordinatorin des Eberts Hof, in dem neben der Tafel auch die Rotkreuz-Boutique zu finden ist. Mit „Tafel packt Babytasche“ unterstützt das DRK Frauen, die ihr erstes Kind erwarten und sich in einer finanziellen Notlage befinden. Von der Tafel erhalten die werdenden Mütter beispielsweise Windeln und Babynahrung.

„Bei Bedarf kaufen wir aber auch Kinderbetten und Matratzen“, erzählt Liersch. Zu den Abnehmern zählen beispielsweise Bewohnerinnen des Frauenschutzhauses, die teilweise von herzzerreißenden Schicksalen berichten. „Umso schöner ist es dann, diese Menschen lächeln zu sehen, wenn wir ihnen die Babytasche als Unterstützung überreichen“, so Liersch.

Die Rotkreuzlerin bedankt sich bei den beiden Cinestar-Mitarbeiterinnen und den vielen Kino-Kunden im Namen der Tafel. „Viele der Kunden haben für ihre Poster mehr als den angeschlagenen Preis bezahlt, als wir ihnen erzählten, für welches Projekt wir sammeln“, sagt Ronja Kremling.

Beim Verkaufstag sei viel los gewesen. Insbesondere die A2-Plakate zu den ausgelaufenen Filmen „Star Wars“, „Solo“ und „Bohemian Rhapsody“ seien sofort vergriffen gewesen. „Auch unsere Sammlung von Plakaten zu Anime-Filmen sind wir schnell losgeworden“, berichtet Kremling. Neben den Postern gab es auch Banner und kleine Aufsteller – zum Beispiel zum Spiderman-Film. „Es hat viel Spaß gemacht. Wir wollen solche Aktionen jetzt häufiger durchführen“, so Kremling.

Möchten Sie mehr über die Arbeit der Tafel Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

 

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news-184 Fri, 19 Apr 2019 11:54:59 +0200 Betroffene reden Klartext in ITZ-Vortragsreihe https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/betroffene-reden-klartext-in-itz-vortragsreihe.html Veranstaltungen mit Gee Vero, Hans Wocken und Raúl Krauthausen bilanzieren zehn Jahre UN-Behindertenrechts-Konvention. Es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet werden. In einigen Kommunen, Behörden und Betrieben wird zwar eifrig über Barrierefreiheit und Teilhabe gesprochen, umgesetzt wurde sie aber nicht überall.

„Die UN-Behindertenrechts-Konvention hat die Rechtslage für Menschen mit Behinderungen seit zehn Jahren deutlich verbessert“, sagt Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, „aber tatsächlich hat sich für die Betroffenen viel zu wenig geändert.“

Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe rund um das Thema Inklusion will das DRK Wolfenbüttel die Situation weiter hinterfragen. Anlass ist auch das 10-jährige Bestehen des Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Zu diesem Anlass möchten Stoch und seine Mitarbeiter zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Es sei kein Zufall, dass der letzte Vortrag der Reihe, sozusagen als Höhepunkt, am Sonntag, 5. Mai stattfindet. Es ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

„Ich finde es wichtig, dass die Betroffenen dabei selbst zu Wort kommen“, erklärte Thomas Stoch, der sich über die Zusage von drei hochkarätigen Referenten freut. Gee Vero hat selbst Asperger und ist zudem Mutter eines autistischen Kindes. Raúl Krauthausen ist für viele Menschen mit Behinderungen ein Vorbild, er bündele die Wünsche und Hoffnungen einiger Betroffenen. Auch der bundesweit bekannte Bildungsexperte Hans Wocken wird in Wolfenbüttel zum Thema „Inklusion in der Schule“ Klartext reden.  

Flyer der Vortragsreihe zum Herunterladen.

Die Vortragsveranstaltungen

„Mein Leben mit Autismus – Ich, mein Selbst und die Anderen“ ist der Titel des Vortrags der Künstlerin Gee Vero am Donnerstag, 25. April.
Gee Vero wendet sich in ihrem Vortrag an alle Menschen, die sich der Herausforderung des Mitmensch-Seins mit autistischen Personen stellen. Sie berichtet über ihr Leben und über ihre Erfahrungen in dieser Gesellschaft. Zudem erklärt Gee Vero in ihrem Vortrag die neurologischen Abläufe, die Wahrnehmung entstehen lassen – und warum sie autistisches Verhalten als richtiges Verhalten sieht.
Wann?Wo? Donnerstag, 25. April, 18 bis 20 Uhr im DRK-Solferino, Am Exer 17, Wolfenbüttel.  

„Die inklusive Schule – Motive, Konzept, Bildungspolitik“ hinterfragt Prof. Dr. em. Hans Wocken am Donnerstag, 2. Mai.
Der Wissenschaftler war Professor für Behinderten- und Integrations-Pädagogik an der Universität Hamburg und erläutert, was es mit einer inklusiven Pädagogik und einer inklusiven Bildungspolitik auf sich hat. Hans Wocken geht der Frage nach, warum eine inklusive Bildung wichtig und erstrebenswert ist. In seinem Vortrag möchte er diskutieren, was eine inklusive Schule auszeichnet – und wie eine ideale inklusive Bildungslandschaft aussehen kann.
Wann?Wo? Donnerstag, 2. Mai, von 18 bis 20 Uhr im DRK-Solferino, Am Exer 17, Wolfenbüttel.

„Dachdecker wollte ich eh nicht werden!“, erklärt abschließend Raúl Krauthausen in seiner Lesung am Sonntag, 5. Mai. Der Berliner Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit arbeitet seit mehr als 15 Jahren in der Internet- und Medienwelt. Hier fordert er nachhaltig mehr Rechte, eine größere Selbstbestimmung und eine Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen. Bei seinem Besuch in Wolfenbüttel liest er einige Passagen aus seiner Biographie „Dachdecker wollte ich eh nicht werden! Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“ und erläutert Hintergründe zum neuen Kinofilm „Die Kinder der Utopie“. Vor und nach dem Vortrag ist Gelegenheit zu Gesprächen. Es gibt Getränke und kleine Leckereien aus der Küche des Inklusionsbetriebs DRK-Solferino.
Wann?Wo? Sonntag, 5. Mai, von 17 bis 19 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) im Hörsaal und Foyer der Ostfalia Hochschule, Am Exer 11, Wolfenbüttel.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos. 

10 Jahre ITZ

Die wesentliche Säule in den Angeboten der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH feiert 2019 ihr zehnjähriges Bestehen. Im Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) sind am Standort Exer 19a in Wolfenbüttel zahlreiche Angebote rund um Therapie, Gesundheit, Beratung und Betreuung zu finden: Die Praxis für Ergotherapie, Autismus-Ambulanz, Schulassistenz, Fachgruppe Wohnen, der Familienentlastende Dienst (FED) und der Fachdienst berufliche Eingliederung leisten hier wichtige Hilfen für Betroffene und ihre Angehörigen. Weitere Informationen unter www.itz-drk.de

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news-181 Fri, 12 Apr 2019 14:59:54 +0200 Spende für die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-fuer-die-tafel.html Die Tafel des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel erhielt jetzt eine Spende über 500 Euro für das Projekt „Tafel packt Babytasche“. Das Geld stammt aus der Kasse des Ortsvereins Denkte. Die Vorsitzende Erdmuth Queißer hatte zur Scheck-Übergabe an Juliane Liersch zahlreiche Aktive aus ihrem Verein ins DRK-Solferino mitgebracht. „Wir treffen uns hier zum gemeinsamen Mittagessen als kleines Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit“, erklärt  Queißer. Die Mitglieder des DRK-Ortsvereins engagieren sich beispielsweise regelmäßig rund um die Blutspende oder bieten einen Besuchsdienst an.

„Ich bedanke mich im Namen der Tafel für diese großzügige Spende“, sagt Juliane Liersch, Koordinatorin des Eberts Hof, in dem neben der Tafel auch die Rotkreuz-Boutique beheimatet ist. Schon in den vergangenen Jahren gab es Spenden aus Denkte. „Letztes Jahr haben wir damit die Spielecke für Kinder im Eberts Hof eingerichtet“, erzählt Liersch.

In diesem Jahr fließen die 500 Euro in das Projekt „Tafel packt Babytasche“, das Frauen unterstützt, die ihr erstes Kind erwarten und sich in einer finanziellen Notlage befinden. Sie bekommen von der Tafel ein individuelles Paket, das viele der notwendigen Anschaffungen enthält, die man beim ersten Kind benötigt – beispielsweise Windeln und Babynahrung.

Bei Bedarf beschafft die Tafel aber auch Kinderbettchen und -wagen. „Die wollen wir von dem Spenden-Geld kaufen“, sagt Liersch und ergänzt: „Wer ein Kinderbett oder einen Kinderwagen übrig hat und für unser Projekt spenden möchte, kann uns die Sachen gerne im Eberts Hof zu den Öffnungszeiten vorbei bringen.“

Mehr Informationen über die Tafel und unsere Secondhand-Boutique erfahren Sie auf der Internetseite des Eberts Hof.

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