DRK Presseinformationen https://www.drk-kv-wf.de de DRK Thu, 26 Jan 2023 08:50:50 +0100 Thu, 26 Jan 2023 08:50:50 +0100 TYPO3 EXT:news news-706 Thu, 26 Jan 2023 08:00:00 +0100 Sicherheit und Hygiene für kleine Kinder https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/sicherheit-und-hygiene-fuer-kleine-kinder.html DRK-Ortsverein Dettum spendete 300 Euro für die Ausrüstung in der Notunterkunft KOMM. Oft sind es gerade die kleinen Spenden, die doch großen Nutzen bringen. Das wurde wieder deutlich, als jetzt ein Teil des Vorstands des DRK-Ortsvereins Dettum in der Notunterkunft KOMM an der Schweigerstraße erschien. Die beiden Damen überbrachten 300 Euro für die Flüchtlingshilfe des Roten Kreuzes.

"Das Geld können wir gerade sehr gut gebrauchen", sagte Aline Gauder, im DRK-Kreisverband Teamleiterin Ehrenamtskoordination und Leitung der Notunterkünfte. Angeschafft werden nun sechs Sitzschalen für Kinder und zwei Maxi-Cosis für Babys. "Diese Ausstattung ist unentbehrlich für die notwendigen Fahrten mit den Kindern zu Ärzten im Landkreis oder zum Beispiel Fachärzten nach Hannover." Darüber hinaus werden die Sitze für den Transport bei Ausflügen oder für Aktionstage genutzt. Gebrauchte Sitze zu kaufen, sei nicht angeraten: "Schon aus hygienischen Gründen, aber insbesondere aufgrund der Gewährleistung der Sicherheit können wir hier nicht auf Sachspenden zurückgreifen."

Mit dem Kauf der Kindersachen entspricht die Organisatorin dem ausdrücklichen Wunsch des Ortsvereins Dettum. "Wir leisten fünf bis zehn Spenden pro Jahr", erzählten Nicole Kösling (Vorsitzende) und Schatzmeisterin Barbara Pabst. "Unser Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Bereich der Kinderhilfe." Da im Corona-Lockdown keine Veranstaltungen für die rund 100 Mitglieder des Ortsvereins möglich waren, habe die Gruppe nun etwas Geld übrig. "Wir übernehmen zum Beispiel regelmäßig auch das Kakaogeld für bedürftige Kinder im Kindergarten Dettum."

Aline Gauder war nicht nur begeistert, weil sie nun eine Reihe wichtiger Kleinigkeiten kaufen kann. "Ich finde es besonders schön, wenn wir DRK-interne Spenden empfangen." Dies sei ein wichtiges Zeichen von Solidarität innerhalb des Rotkreuz-Verbandes. "Es zeigt uns: Wir denken an euch und wir halten zusammen."

Die Lage in den vom DRK betreuten Notunterkünften KOMM und Schöppenstedt habe sich derzeit etwas entspannt, berichtete sie. "Seit Niedersachsen einen Aufnahmestopp verfügt hat, ist die drohende Überbelegung nicht eingetreten." Das liege auch daran, dass eine ganze Reihe von Familien in freie Wohnungen vermittelt werden konnte. Trotzdem sei der Bedarf an Material gerade für Kinder hoch: An der Schweigerstraße leben derzeit 32 und in Schöppenstedt 11 Kinder in Notunterkünften.

"Wir bereiten uns aber nach wie vor auf Zuweisungen vor, die sicherlich in absehbarer Zeit wieder auf uns zukommen", verdeutlichte Aline Gauder, bevor sie mit ihren Dettumer Gästen zu einem Rundgang durch die Einrichtung aufbrach.

 

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news-704 Fri, 13 Jan 2023 17:00:00 +0100 am 18.01. EUTB-Vortrag: Miteinander arbeiten und gewinnen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/eutb-vortrag-miteinander-arbeiten-und-gewinnen-1.html Die bewährte Vortragsreihe der EUTB Wolfenbüttel wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Erstmals nach einer langen Zeit findet der Vortrag nicht nur online statt, sondern Interessierte können sich sowohl online zuschalten, als auch live im Solferino das Geschehen verfolgen. Es handelt sich um eine „Hybrid“-Veranstaltung.

So lädt die Beratungsstelle des Wolfenbütteler DRK am kommenden Mittwoch ein, sich über die Arbeit des Integrationsfachdienstes zu informieren. Vor den Monitoren der Zuhörer und Gästen im DRK-Solferino auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände referieren Erich Wiebe und Lucy Peters vom Integrationsfachdienst Braunschweig.

Wofür ist der Integrationsfachdienst wichtig?
Für Menschen mit einer Schwerbehinderung kann es im Berufsleben zu besonderen Herausforderungen kommen: Schwierigkeiten bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz, die Gefährdung des Arbeitsplatzes oder die Wiedereingliederung nach längerer Krankheit. Ansprechpartner für diese Themen sind die lokalen Integrationsfachdienste (IFD), sie unterstützen und begleiten schwerbehinderte Menschen sowie ihre Arbeitgebenden im Arbeitsleben. Durch neue Gesetze und Vorschriften at sich in der letzten Zeit einiges zum Positiven geändert. Eine neue Fördermöglichkeit ist zum Beispiel das Budget für Arbeit.

  • Aber wie funktioniert das mit dem Budget für Arbeit?
  • Wie kann der IFD hier unterstützen?
  • Was gibt es sonst für Möglichkeiten?

Auf alle diese Fragen werden die Referent*innen an diesem Abend Antworten geben. Nach dem Vortrag ist ausreichend Zeit, die Fragen der Teilnehmenden zu beantworten.

Wann und wo?

Anmeldung  
per Mail an eutbinkluzivo.de
oder telefonisch 05331/92784-350

Nach Anmeldung erhalten Sie einen Link mit dem Zugang zum Webinar. Personen, die möglicherweise das erste Mal an einem Onlinevortrag teilnehmen, erhalten in aller Ruhe eine Erklärung durch die EUTB-Beraterinnen.

Vortrag am Mittwoch, 18.01.2023
Ort Live im DRK-Solferino (mit FFP2-Maske)
und online über Zoom
Login ab 17:45 Uhr
Beginn 18:00 Uhr
Ende 19:30 Uhr

Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos. Bei Teilnahme im DRK-Solferino tragen Sie bitte eine FFP2-Maske.

Nähere Informationen zum Angebot der EUTB für Wolfenbüttel, Helmstedt und Schöningen gibt es unter Telefon 05331 / 92784 350 oder per E-Mail an eutbinkluzivo.de

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news-705 Fri, 13 Jan 2023 16:06:46 +0100 Strickdamen überreichen 4000 Euro an Projekte der DRK-Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/strickdamen-ueberreichen-4000-euro-an-projekte-der-drk-tafel.html Wo soll das enden? Schon wieder ein Rekord.  Jedes Jahr laden die "Heißen Nadeln" zu einer Spendenübergabe ein – und jedes Jahr erreichen sie dabei eine neue Rekordsumme. Diesmal verteilten die Strickdamen des DRK-Kreisverbandes stolze 4000 Euro. "Für nächstes Jahr peilen wir sogar 5000 Euro an", verkündete Christiane Kindziorra selbstbewusst.

"2022 war unser bestes Jahr überhaupt", erzählte Susanne Streiter, als sich eine Abordnung in Eberts Hof traf. Im dortigen Second-Hand-Laden des DRK (Großer Zimmerhof 29) fand die Geldübergabe statt. 25 Frauen haben ein Jahr lang gestrickt. Die Wolle zahlen sie dabei selbst, während der Verkaufserlös der guten Sache zugute kommt. "Unser Verkauf findet stets beim DRK-Weihnachtsmarkt und regelmäßig in Eberts Hof statt", erklärte Katrin Zimmermann.

Doch mittlerweile gebe es Stammkunden, die auch mal direkt Aufträge einreichen. "Wir haben uns schon einen gewissen Namen gemacht in der Region." Dabei hat jede der heißen Nadeln ihre eigenen Spezialität. "Natürlich kann jede von uns Socken stricken, und die werden auch am meisten gekauft. Aber auch Pullover mit schönen Motiven sind gar kein Problem."

Besonders beliebt in der Herstellung sind Babydecken und Babysöckchen. "Erstens beschaffen wir eigens dafür eine besondere, feine Wolle. Zweitens gehen diese Produkte direkt zu den Menschen, denen wir gerne helfen wollen", erklärt das Strick-Trio. Denn auch das hat Tradition: Je die Hälfte des Verkaufserlöses geht wie immer an die beiden DRK-Projekte "Tafel macht Schule" und "Tafel packt Babytasche".

Doch halt: Bei aller Begeisterung für den ehrenamtlichen Einsatz muss man ja in Deutschland immer auch an die Gleichberechtigung denken. Darum die Frage: Gibt es eigentlich keine strickenden Männer in Wolfenbüttel? "Nur im Internet", sagen die drei und müssen lachen. Dort seien die Herren zwar auch nicht allzu zahlreich vertreten, machten aber durch Strick-Videos und entsprechende Bücher auf sich aufmerksam. "Wir würden uns jedenfalls auch über männliche Neuzugänge freuen", sagen die "Heißen Nadeln".

Wer Interesse an einer Mitarbeit in der Gruppe hat – männlich oder weiblich – kann sich bei Juliane Liersch melden unter 0175/40 30 603.

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news-702 Fri, 30 Dec 2022 09:44:27 +0100 Viel Freude bei der Bescherung für Flüchtlingskinder https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/viel-freude-bei-der-bescherung-fuer-fluechtlingskinder.html DRK-Weihnachtsengel sorgt für Geschenke im KOMM. Altstadtbäcker Richter spendiert Ausflug zum Serengeti-Park. Besinnliche Stimmung herrschte am ersten Weihnachtsfeiertag auch in der Notunterkunft KOMM an der Schweigerstraße in Wolfenbüttel. Dort hatte die Flüchtlingshilfe des DRK-Kreisverbandes eine kleine Feier mit weihnachtlicher Musik und Bescherung vor allem für Familien mit Kindern organisiert. Rund 50 Personen waren bei Helferin Maike Ränger im ehemaligen Lokal des früheren Asse-Sportzentrums zu Gast, wo sie eine Heimat auf Zeit gefunden haben.

"Wir haben heute die Geschenke aus der Aktion DRK-Weihnachtsengel überreicht", erzählte die Organisatorin. Außerdem freute sie sich, dass Maya Steinbach und Philipp Quinzler spontan bereit waren, weihnachtliche Lieder auf ihren Geigen zu spielen – spontan sangen die Gäste bei zwei Liedern sogar mit: Textsicher waren viele bei ,Jingle Bells', und auch das deutsche Weihnachtslied ,Stille Nacht' kennt man in vielen Sprachen der Erde.

Viel gelacht wurde dann bei der Bescherung, bei der keine kleine Person leer ausging. Neben den Päckchen für jedes einzelne Kind gab es noch eine Gruppen-Überraschung: Carsten Richter von der Altstadtbäckerei hatte einen Ausflug in den Serengeti-Park spendiert. "Die Idee kam seinem Produktionsleiter Konni Lehmann, als wir neulich mit unseren Kindern in der Backstube Kekse backen durften", erzählte Maike Ränger. "Eingeladen sind im Sommer alle Kinder, die dann in der Notunterkunft leben."

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news-701 Fri, 23 Dec 2022 09:50:23 +0100 DRK erfüllte Kinderwünsche in Höhe von 20.000 Euro https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-erfuellte-kinderwuensche-in-hoehe-von-20000-euro.html Aktion Wunschzettel: Ein anonymer Spender hatte die Summe für Bedürftige zur Verfügung gestellt. Am Donnerstag wirkte es wirklich so, als habe der Weihnachtsmann sein Lager aufgeschlagen in Wolfenbüttel. Im Gebäude Am Exer 17 stapelten sich in mehreren Räumen sage und schreibe 508 schön verpackte Geschenke – alle adressiert und gefüllt mit genau dem, was sich die Empfänger gewünscht hatten. Keine Frage: Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des DRK-Kreisverbandes legten damit eine logistische Meisterleistung hin.

"Und wir haben den finanziellen Rahmen, der uns zur Verfügung stand, fast völlig ausgeschöpft", berichtete Aline Gauder, Teamleiterin der Ehrenamtskoordination im Roten Kreuz. Vor einem Monat hatte ein privater Spender, der nicht genannt werden will, 20.000 Euro für die neue Aktion "Wunschzettel an den DRK-Weihnachtsengel" gegeben. Daraufhin startete das DRK einen mehrsprachigen Aufruf und bat, man möge bedürftige Kinder im Alter von Null bis 14 Jahren melden.

"Auf diese Weise haben uns 508 Namen mit den dazugehörigen Wünschen erreicht", erzählte Aline Gauder weiter. Bis auf wenige Ausnahmen bewegten sich diese Anmeldungen in dem vorgegebenen Rahmen von 30 bis 35 Euro, konnten also problemlos erfüllt werden. Babypuppen gehörten ebenso dazu wie Lerncomputer, Inliner, Fußbälle und Skateboards. "Auch ferngelenkte Autos liegen voll im Trend." Viele Lern-Utensilien standen auf der Wunschliste, aber auch Kuscheltiere.

Selbst wer einen teureren Wunsch hatte, ging nicht leer aus. Zum Beispiel wurden spezielle 3D-Stifte nachgefragt, die locker 70 Euro kosten. "In diesen wenigen Fällen haben wir Gutscheine ausgestellt, damit können die Kinder sicher am meisten anfangen." Immer wieder trudelten die Wunschzettel mehrsprachig ein, konnten aber allesamt bearbeitet werden. "Manche waren sogar sehr niedlich verziert." Für ein kürzlich in der Notunterkunft geborenes Baby traf ebenfalls ein Wunsch ein: "Ein Holzbogen – haben wir besorgt."

Doch das Sichten der Wünsche und die Bestellung der Waren war natürlich nur ein Teil der Arbeit. Dann ging es ans Einpacken, ans Beschriften der fertigen Päckchen und schließlich an die Auslieferung. Das Einpacken übernahmen neben Aline Gauder die Praktikantin Tamina Trautmann sowie Franziska Reitmeier (FSJ) sowie Jeanne Dos Santos Rocha (BuFDi). Den Fahrdienst stemmten Peter Renner, Achim Liersch, Ulrich Kuball und Christian Chodeck. Die Lieferungen gingen in nahezu jede Ortschaft des Landkreises und sogar in die Samtgemeinde Baddeckenstedt, die als Wolfenbütteler Exklave weit weg liegt von der Kreishauptstadt – gleichwohl auch zum DRK-Kreisverband Wolfenbüttel gehört.

Übrigens standen beileibe nicht nur Kinder von Tafel-Beziehern oder Kinder in den Notunterkünften auf der Empfängerliste. "In der Tafel hatten wir vielleicht 100, in den Flüchtlingsunterkünften Komm und Schöppenstedt zusammen vielleicht 50 Kinder", listete Aline Gauder auf. Der überwiegende Teil ging an andere Familien im Landkreis, die sich sonst vielleicht gar nicht gemeldet hätten. Da half es sicher, dass der DRK-Aufruf auch aufmerksame Menschen bat, bedürftige Nachbarn auf den "DRK-Weihnachtsengel" hinzuweisen.

Ein kleiner Haken der Aktion konnte im Tagesgeschäft schnell und reibungslos ausgeräumt werden: Weil nur Wünsche von Kindern bis 14 Jahren angenommen wurden, hätte es lange Gesichter bei manchen 15 bis 18-jährigen geben können. "Eine unserer Ehrenamtlichen hat daraufhin 450 Euro aus der eigenen Tasche gependet", erzählte Aline Gauder. "Damit konnten dann zumindest in den Notunterkünften auch die Wünsche der älteren erfüllt werden."

 

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news-700 Fri, 23 Dec 2022 09:42:33 +0100 80 Weihnachtsbäume für die Tafel-Kunden https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/80-weihnachtsbaeume-fuer-die-tafel-kunden.html Wolfenbütteler spenden sogar ihre Energie-Pauschale für bedürftige Mitmenschen. Sandra Lorenz war zu Tränen gerührt: "Die Menschen haben sich so herzlich bei uns bedankt, dass mir das wirklich sehr nahe gegangen ist." Gemeinsam mit ihrem Partner, Kai Hortobagyi, war sie mit einem großen Anhänger voller Tannenbäume an der DRK-Tafel im Großen Zimmerhof 29 vorgefahren. 80 Stück standen für die bedürftigen Menschen kostenlos bereit.

Natürlich nicht einfach so. "Wir hatten vorher Chips an unsere Kunden ausgegeben", erzählten Tafelleiterin Juliane Liersch und Susanne Smyczek, ihre rechte Hand. "Sonst hätte sich ja jeder zufällige Passant einen Baum schnappen können." Schon deutlich vor dem eigentlichen Ausgabetermin war der Zimmerhof vor der Tafel voller Leute. Die Vorfreude angesichts der im Netz verpackten Tannen konnte man ihnen vom Gesicht ablesen.

Im Grunde basierte diese Spende auf einem Zufall. Kai Hortobagyi hatte sich in diesem Jahr erstmals an den Versuch herangewagt, in Vechelde einen Weihnachtsbaum-Verkauf zu starten. "Das war immer ein Traum von mir gewesen", erzählte seine Freundin Sandra Lorenz. Allerdings lief die Premiere noch nicht perfekt, der Forstbetrieb Hortobagyi blieb auf etlichen Bäumen sitzen. "Wir waren halt noch nicht so bekannt." Kurzerhand bot das Paar die schon gefällten, überzähligen Tannen den Tafeln in Peine und Wolfenbüttel an. "Wolfenbüttel war schneller", erzählte die Wolfenbüttelerin Sandra Lorenz und lacht.

Darum brachten sie nun 80 Bäume in die Lessingstadt, und fast alle gingen weg. Weitere sechs Stück lagern nun im Garten der Tafel, "für Spät-Abholer". Und die letzten werden noch zur Ausgabe der DRK-Tafel nach Schladen gebracht. "Das war eine richtig schöne Veranstaltung", freute sich später Juliane Liersch. Alles sei super gelaufen, und auch die Tafel-Bezieher hätten sich sehr diszipliniert verhalten. "Ein Dank geht auch an die Stadt, die das Befahren der Fußgängerzone für diesen einmaligen Fall völlig unbürokratisch und anstandslos genehmigt hat."

Fürs nächste Jahr könnte sich sich vorstellen, auch noch alkoholfreien Punsch anzubieten. Das würde den familiären Charakter des Treffens verstärken. Allerdings wird die Tafel dann auf die Hilfe der Firma Hortobagyi verzichten müssen. "Wir werden 2023 die Tafel in Peine beliefern", erklärte Sandra Lorenz. Dort sei sie im Wort. Im besten Fall brumme das Geschäft ja ohnehin derart, dass kaum Bäume übrig bleiben. "Mein Herzenswunsch ist, dass nächstes Jahr die Wolfenbütteler Baumhändler an die Wolfenbütteler Tafel denken und helfen", sagte sie abschließend.
Juliane Liersch ist derweil komplett beeindruckt von der Reaktion vieler Einwohner, nachdem nun mehrfach von den Engpässen bei der DRK-Tafel berichtet wurde. "Es ist einfach unglaublich, wie viele Menschen sich Gedanken machen, auf welche Weise sie uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen können." Als aktuelles Beispiel nannte sie eine ganze Zahl von Rentnern, die kamen und ihre vom Staat erhaltene Energie-Pauschale spendeten. "Sie erzählten, wir brauchen die nicht, also kann sie zur Tafel", schilderte sie den ungewöhnlichen Vorgang. "Man kann es nicht anders sagen: Der Zusammenhalt in Wolfenbüttel ist ganz bemerkenswert."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen oder sie mit einer Spende unterstützen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-699 Thu, 22 Dec 2022 09:26:33 +0100 15 Kinder in der Backstube https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/15-kinder-in-der-backstube.html Carsten Richter öffnete die Türen für das DRK – hat aber auch eine klare Forderung an die Politik. Lachende Kinder in einer Backstube? Sollte eigentlich nichts Besonderes sein. Und doch ist es lange her, seit eine solche Aktion in der Altstadt-Bäckerei Richter stattgefunden hat. "Wir sind zuletzt sehr vorsichtig geworden mit Zusagen", erzählte Firmenchef Carsten Richter. Allzu oft hatte er solche Veranstaltungen auf den letzten Metern absagen müssen. "Erst war wegen Corona sowieso alles zu, und zuletzt gab es ein Hin und Her bei den Regeln."

Nun können die Gruppen ab 2023 also wieder kommen, und als eine Art Vorhut sozusagen gastierte jetzt eine Gruppe von 15 Flüchtlingskindern im Backhaus an der Dr. Heinrich-Jasper-Straße. Und auch das machte es zu einer ungewöhnlichen Veranstaltung: "Wir konnten etwa die Hälfte aller Kinder aus der Notunterkunft Schweigerstraße mitbringen", sagte Maike Ränger. Sie hatte das Treffen für die DRK-Flüchtlingshilfe organisiert und freute sich sehr, wie locker und gelöst alle Teilnehmer an den Tischen standen, Teig ausrollten und die Plätzchen ausstachen. "Die Stimmung ist erstaunlich wenn man weiß, was diese Kinder teilweise hinter sich haben", meinte auch Carsten Richter.

Das Ziel der Organisatoren: Die Kinder sollten mal was anderes erleben, raus aus der Notunterkunft und ein Stück weit Normalität spüren. Für gute Laune sorgte Richters Produktionsleiter Conni Lehmann, der von DRK-Mitarbeiter und Übersetzer Daniel Krom unterstützt wurde. "Diese Ausgelassenheit in einer Backstube ist an der Schweigerstraße so nicht möglich", sagte Maike Ränger. Sie arbeitet im Hauptberuf in der Buchhaltung der Lebenshilfe. "Aber als ich den Aufruf gelesen habe, dass das DRK ehrenamtliche Helfer sucht für die Flüchtlingshilfe, habe ich gleich gewusst: Das ist mein Ding."

Seitdem trifft sie sich einmal pro Woche mit den Kindern, sorgt für Spiele, bastelt mir ihnen. Sie hat dabei ähnliche Erfahrungen gemacht wie Carsten Richter: "Die Flüchtlinge aus der Ukraine sind engagiert, interessiert, sie wollen was erreichen." Der Bäckermeister hat allerdings eine ganz klare Forderung an die Politik: "Bieten Sie mehr Sprachkurse an!" Er fühle sich auf fatale Weise an die Flüchtlingswelle 2015 erinnert. "Bis es da losging, gab es unendlich viele bürokratische Hürden zu überwinden."

Er fordert ein Umdenken. "Wir müssen schneller werden und unbürokratischer. Sonst schaffen wir es nicht, den Menschen Deutsch beizubringen und sie zu integrieren."

Zumindest die Kinder aber besuchen zu einem Großteil die Schule, und auch die Aktion im Backhaus Richter trug schon ein kleines bisschen zu diesem Ziel bei: "Guten Appetit" konnten am Ende alle Kinder sagen – und eine ordentliche Tüte selbstgebackener Kekse mit in die Schweigerstraße nehmen.

 

 

 

 

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news-698 Thu, 22 Dec 2022 09:23:46 +0100 Läufer haben ein großes Herz https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/laeufer-haben-ein-grosses-herz.html LC Blueliner läuft 500 Euro zusammen und spendet die Hälfte an die DRK-Tafel. Das hört man immer öfter: Was als Schnapsidee begann, entwickelte sich zu einer einträglichen Sache für den guten Zweck. So auch beim Spendenlauf des LC Blueliner Wolfenbüttel, der jetzt in eine Scheckübergabe für die DRK-Tafel mündete.
Markus Jähnel vom LC-Vorstand und Lauftreff-Leiter Michael Richter hatten 250 Euro dabei. "Das ist die Hälfte der Summe, die wir beim Spendenlauf eingeworben haben", erzählten die beiden dem Geschäftsführer der DRK-inkluzivo gGmbH, Uwe Rump-Kahl. Die andere Hälfte geht in einen Topf, der am Ende des Weihnachtsmarktes bei Hajos Feuerzangenbowle stets für das "Projekt der letzten Stunde" gespendet wird – dieser Empfänger ist also noch geheim.

Hintergrund dieser Kooperation: Hajo stammt aus Berlin, und zwischen den dortigen Mauerweg-Läufern und den Bluelinern hatte sich eine Freundschaft und daraus vor Jahren als Spaß ein "Lauf to Feuerzange" entwickelt. Im Laufe der Jahre wurde ein Spendenlauf daraus, dessen siebte Neuauflage am vorigen Samstag startete. "Wir haben ihn diesmal ausgeschrieben als Lauf für 25 Personen über 50 Kilometer", erzählte Organisator Richter. Die Plätze waren im Nu weg, "doch mittlerweile spenden sogar solche Sportler, die keinen Platz mehr bekommen haben."

Übrigens ist das ein Lauf mit Rundum-Betreuung: "Wir haben Pausenstationen mit Verpflegung eingerichtet", erzählten die Blueliner. Ihnen ging es darum, eine Möglichkeit für jene zu schaffen, die erstmals über eine lange Strecke laufen wollten. In der Gruppe gehe das einfach leichter, ohne Gegner, ohne Uhr. "Wir hatten sogar einen Fahrdienst dabei, so dass jeder bei Bedarf aussteigen konnte – und wieder einsteigen." Auf diese Weise wurden Ängste der Neulinge abgebaut.

Diesen Ansatz lobte Uwe Rump-Kahl ausdrücklich. "Sie haben Leute ins Laufen gebracht – und dann auch noch Geld für die gute Sache eingeworben: perfekt." Im Anschluss nutzte er die Gelegenheit, seinen Gästen etwas die Hintergründe der DRK-Tafel nahe zu bringen. "Wir haben festgestellt, dass die Tafel in letzter Zeit deutlich bekannter geworden ist", blickte er zurück. "Was aber viele noch nicht wissen: Wir werden nicht von außen finanziert."

Vielmehr übernehme der Kreisverband Wolfenbüttel des Roten Kreuzes die Kosten der beiden Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen. "Viele Ehrenamtliche tragen das, und ich bin froh, dass wir kürzlich mit einem Aufruf weitere Kräfte gewinnen konnten." Ohne das Ehrenamt sei eine solche Einrichtung nicht zu halten – gerade vor dem Hintergrund steigender Kundenzahlen allein schon durch die ukrainischen Flüchtlinge. "Wir sind also weiterhin auf Spenden angewiesen."

Im Vereinssport sei es ähnlich, berichteten die beiden Blueliner. "Ohne das Ehrenamt könnten wir unser Angebot nicht aufrecht erhalten." Das Engagement aller sei groß. "Und wenn wir dann auch noch durch das Laufen helfen können, sind wir dabei."

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Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-697 Thu, 22 Dec 2022 08:54:56 +0100 Bei Eisregen kam keine Ware durch https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/bei-eisregen-kam-keine-ware-durch.html Turbulenter Wochenstart und vorgezogene Bescherung in der DRK-Tafel. Das war ein turbulenter Wochenstart für die Mitarbeiter der DRK-Tafel in Wolfenbüttel. Erst machte auch ihnen der Eisregen zu schaffen, der das Land vorübergehend lahmlegte. Und dann gab es eine vorgezogene Bescherung für 50 Tafel-Bezieher, die von einer Geschenke-Aktion der Firma Jägermeister profitierten.
"Am Montag kam keine frische Waren, weil durch den Eisregen kein Fahrer rausdurfte", erzählte Juliane Liersch, die ehrenamtliche Tafelleiterin. Weil wegen der Wetterkapriolen und spiegelglatter Fahrbahn auch nicht mit Kunden im Second-Hand-Shop zu rechnen war, wurde dieser Teil des Eberts Hof am Großen Zimmerhof 29 kurzerhand geschlossen. "Aber unsere Bezieher kamen natürlich, schließlich hatten sie einen Termin zur Abholung." Und tatsächlich gelang es Juliane Liersch und drei Mitstreiterinnen, alle Anfragen zu bedienen: "Wir mussten unser Lager komplett leer räumen, aber alle Tafelkunden haben ihren Teil mitgenommen."

Noch schöner lief es ein paar Stunden später, als Mitarbeiter der Firma Jägermeister und der Curt Mast Jägermeister (CMJ) Stiftung anrückten. Aus ihren Kofferräumen holten sie 50 liebevoll verpackte Geschenke aller Größen, und alle waren mit Namenschildchen versehen. "Das ist unser Projekt Wunschbaum", erklärte Mitarbeiter Felix Pink, der diese Hilfsaktion seit seinem Einstieg als Auszubildender 2020 betreut – in diesem Jahr war es bereits die siebte Neuauflage. "Die Tafel meldet uns 50 Namen, und wir rufen unsere Kolleginnen und Kollegen auf, jeweils ein Päckchen im Wert von 50 Euro zu packen."

Susanne Smyczek hat die Sache von Seiten der Tafel schon mehrfach begleitet: "In diesem Jahr haben wir uns bewusst die Rentner ausgesucht", erklärte sie. Zuletzt standen bei Spendenaufrufen oft Familien mit Kindern im Vordergrund, seit Sommer natürlich häufig die Gruppe der Ukraine-Flüchtlinge. "Dabei kamen unsere Rentner etwas zu kurz." Die Hälfte aller Tafel-Rentner konnte das Team Liersch jetzt zum "Wunschbaum" anmelden.

Die abgegebenen Wünsche waren dabei durchweg bescheiden, wie Katharina Kuri von der CMJ-Stiftung erzählte: "Zum Beispiel eine Kaffeemaschine, Gutscheine für Kleidung, ein Staubsauger oder warme Bettwäsche für den Winter." Allesamt Waren des täglichen Bedarfs also, die sich mit 50 Euro gut erfüllen ließen.

Jägermeister hatte das Verfahren in letzter Zeit zunehmend professionalisiert: Auf einer Internetseite hingen an einem virtuellen Baum die Wunschzettel, Mitarbeiter der Firma konnten sich einen passenden abpflücken. Diese digitale Variante hatten die Beteiligten entwickelt, als Corona den direkten Kontakt unter einem realen Baum unmöglich machte. "Nach der Entscheidung für einen Wunsch besorgten sie das Geschenk, packten es schön ein und versahen es auch mit einem Namensschild für den Empfänger", erklärte Felix Pink.  Dabei mussten die Angestellten für den Kaufpreis zwar in Vorleistung treten, bekamen aber auf Antrag die Hälfte von der CMJ-Stiftung erstattet. "So weit ich weiß, hat das aber kaum jemand gemacht", sagte Pink.

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news-696 Wed, 21 Dec 2022 14:09:23 +0100 Interact-Schüler helfen der Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/interact-schueler-helfen-der-tafel.html Jugendgruppe der Rotarier ist zum wiederholten Male für Bedürftige aktiv und bringt diesmal 300 Euro mit. Zu einem Überraschungsbesuch kamen jetzt Nia Teske und Juliana Sochor in die DRK-Tafel am Großen Zimmerhof 29. Die beiden Schülerinnen waren Abgesandte der gemeinnützigen Gruppe Interact Wolfenbüttel und brachten eine Spende mit – nicht zum ersten Mal.
"Wir haben diesmal Kekse gebacken und kürzlich auf dem Weihnachtsmarkt für den guten Zweck verkauft", erzählten Präsidentin Nia Teske und Vize-Präsidentin Juliana Sochor. Auf diese Weise kamen stattliche 600 Euro zusammen. "Daraufhin haben wir beschlossen, sie jeweils hälftig den Tafeln in Wolfenbüttel und Salzgitter zu spenden."

Übrigens gingen die Verkäufer höchst clever vor: Sie verkauften nicht einfach Kekse und sagten ,für die Tafel'. Vielmehr baten sie um Spenden in beliebiger Höhe und gaben als Dankeschön Kekse aus. Auf diese Weise schraubten sie die Einnahmen geschickt nach oben. Denn viele Passanten ließen sich nicht lumpen, sondern gaben gern etwas mehr für die gute Sache. Und da manche gar keine Kekse mitnahmen, lief die Aktion deutlich länger als ein normaler Tütenverkauf – mit deutlich größeren Einnahmen.

Die Interact-Gruppe Wolfenbüttel wurde 2015 von Schülern der Großen Schule gegründet und gilt als Jugendorganisation des Rotary-Clubs. "Wir richten uns an alle Jugendlichen der weiterführenden Schulen", erzählten die beiden. Zwar habe der Verein nur sieben aktive Mitglieder, jedoch stehe ein großes Netzwerk von passiven Schülern dahinter, die je nach Aktion dazukommen. Nach eigenen Angaben gibt es 14.911 Interact Clubs mit 342.953 Mitgliedern in 145 Ländern.

Juliane Liersch zeigte sich begeistert: "Es ist großartig, wie oft uns diese Gruppe schon geholfen hat", sage die ehrenamtliche Leiterin der DRK-Tafel bei der Geldübergabe. Das zeuge von großer Sensibilität jenen gesellschaftlichen Gruppen gegenüber, die Hilfe bei der Tafel suchen – seien es Flüchtlinge oder andere Menschen in Not. "Mich überwältigt es jedes Mal, dass so viele junge Menschen in unserem Land an die Bedürftigen denken und ihren Teil der Hilfe beisteuern wollen."

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news-694 Fri, 16 Dec 2022 10:26:49 +0100 DRK veröffentlicht das neue Freizeitprogramm https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-veroeffentlicht-das-neue-freizeitprogramm.html Die Angebote sind inklusiv ausgerichtet und immer offen für alle Interessierten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen möchten ihre Freizeit verbringen wie alle anderen Personen auch: Freunde treffen, Neues erleben, Hobbies nachgehen und eine entspannte Zeit mit anderen genießen. „Leider ist es immer noch so, dass viele Freizeitmöglichkeiten, organisierte Reisen und Anlaufpunkte für junge Menschen nicht dafür ausgelegt oder offen genug sind, etwas für behinderte Menschen zu bieten“, erklärt Katharina Hefenbrock. Sie leitet den Familienentlastenden Dienst (FED) des DRK in Wolfenbüttel und organisiert mit ihrem Team einige Angebote, die von der Zielgruppe gerne in Anspruch genommen werden. Die Angebote sind inklusiv ausgerichtet und immer offen für alle Interessierten.

Etwas außerhalb der Familie zu erleben sei gerade für diesen Personenkreis sehr wichtig. Das fördert die Verselbstständigung, das Selbstbewusstsein und die Ablösung vom Elternhaus. „Vor allem ist es für die Eltern und Geschwisterkinder wichtig, im Alltag eine Entlastung zu erfahren und zu wissen, dass das behinderte Familienmitglied in dieser Zeit in guten Händen ist“, weiß Hefenbrock. Und jetzt ist es tatsächlich soweit. Die Planungen für 2023 sind abgeschlossen. Zunächst wird das Programm des DRK im Internet veröffentlicht, die registrierten Kunden erfahren von der Veröffentlichung per E-Mail. Zum neuen Jahr wird ein Wandkalender verschickt, der ein neues und übersichtliches Layout haben wird.

Über besondere Programmpunkte im nächsten Jahr berichtet Katharina Schulz. Sie ist als Sozialarbeiterin im FED dafür verantwortlich, die Haupt- und Ehrenamtlichen zu schulen und deren Einsätze zu koordinieren. „Es wird in den Sommerferien eine große Freizeit in Stralsund geben, die örtliche Jugendherberge haben wir komplett für uns gebucht. Hier steht uns eine eigene Badestelle zur Verfügung, es gibt eine Menge toller weiterer Freizeitmöglichkeiten.“ Mit einer Freizeit in Karls-Erlebnisdorf vor den Toren Berlins und einer mehrtägigen Fahrt nach Spiekeroog sind weitere neue Reiseziele dabei. Auch gibt es weiterhin die traditionelle Familienfreizeit in den Herbstferien, viele gemeinsame Aktionen und Ausflüge, sowie die beliebten Betreuungsangebote im Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) in den Osterferien und in den Sommerferien.

Neu im Programm ist eine Begegnungsgruppe für Eltern mit kleinen Kindern im Alter von 1-3 Jahren. Hier geht es um einen wichtigen Austausch mit anderen betroffenen Eltern, die sich ähnliche Fragen stellen: „Was bedeutet es für mich, ein Kind mit einer Entwicklungsverzögerung oder einer Behinderung zu haben? Was verändert sich für meine Familie? Welche Unterstützungsangebote kann ich erhalten?“ Das Angebot soll ein Wegbegleiter sein in dieser Zeit voller Fragen, ermöglicht das Knüpfen von Kontakten und einen Austausch in gemütlicher Atmosphäre.

Auch eine Betreuungsgruppe für Senioren und Seniorinnen mit und ohne demenzielle Erkrankungen steht im Programm. Gemeinsam mit der Praxis für Ergotherapie im ITZ werden die Inhalte des Gruppenangebotes ausgerichtet auf Bewegung, Spiel, Gedächtnistraining. Zum Abschluss ist ein gemeinsamer Besuch zum Mittagessen im Solferino möglich. Auch bei diesem Angebot ist es für die Angehörigen wertvoll, einige Stunden in der Woche eine Entlastung zu haben und zu wissen, dass der pflegebedürftige Ehepartner oder das Elternteil in dieser Zeit gut versorgt und zufrieden ist. Das gibt eine kleine aber wichtige Auszeit im Alltag von Pflegenden.

Neben den Freizeiten, Tagesaktionen und Ausflügen, sowie den über 15 regelmäßig stattfindenden Gruppen mit verschiedenen Schwerpunkten gibt es auch Angebote für Geschwisterkinder und die Wohnschule für junge Erwachsene. Diese Freizeitangebote ergänzen das weitere Angebotsspektrum des DRK für die Zielgruppe. Es gibt einen guten Austausch mit Netzwerkpartnern und Synergien mit anderen Fachgruppen, zum Beispiel mit der Autismusambulanz und der Praxis für Ergotherapie im ITZ. Mit der Schulassistenz ist das DRK in über 60 Schulen in der Region tätig und ermöglicht eine inklusive Beschulung für rund 150 Schülerinnen und Schüler. Der Fachdienst zur beruflichen Eingliederung (FBE) bietet jungen Menschen mit Beeinträchtigungen einen alternativen Weg zur Beschäftigung in einer Behindertenwerkstatt.

Nähere Informationen zum Programm und den Anmeldebogen gibt es auf der Homepage www.itz-drk.de oder per Telefon unter 05331 / 927 8470, die E-Mail-Adresse lautet infoinkluzivo.de - Für einen persönlichen Austausch und Fragen zu den Angeboten ist das Team des FED bis zum 23. Dezember und dann wieder ab dem 2. Januar erreichbar.

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news-693 Thu, 08 Dec 2022 12:34:51 +0100 Ortsverein Sickte spendete der Tafel 1000 Euro https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/lkj.html Es ist eine schöne Tradition: Seit vielen Jahren spendet der Ortsverein Sickte in der Adventszeit einen vierstelligen Betrag an die Tafel des DRK-Kreisverbandes. Auch diesmal übergaben Margrit Weigelt und Detlev Hager wieder 1000 Euro an Juliane Liersch und Heike Kanter – doch die Tradition ist in Gefahr. Denn dem Ortsverein gehen die Vorstandsmitglieder aus. "Wir haben zwar noch mehr als 170 Mitglieder", erzählten Margrit Weigelt (Vorsitzende) und Detlev Hager (Beisitzer). Auch meldeten sich immer wieder Helfer für spontane Aktionen. "Sie springen gerne mal ein, aber immer weniger Menschen finden sich bereit, dauerhaft Verantwortung zu übernehmen." Selbst das bewährte Duo Weigelt/Hager steht vor dem Abschied. "Ich bin jetzt seit 22 Jahren im Amt, das muss reichen", erklärt die 75-Jährige bestimmt. Und auch der 72 Jahre alte Beisitzer wird sein Amt definitiv abgeben. "Im Februar haben wir Jahresversammlung, dann muss neu gewählt werden."

Solche Personalnot zeichnet sich auf vielen Ebenen der Gesellschaft ab. Für Juliane Liersch, die viele Jahre im Präsidium des Kreisverbandes gearbeitet hat und nun mit viel Engagement ehrenamtlich die DRK-Tafel leitet, eigentlich eine unverständliche Situation: "Immer wieder liest man, dass jetzt die geburtenstarken Jahrgänge in Ruhestand gehen – da sollten sich doch Ehrenamtliche finden lassen, die noch fit genug sind für einen Vorstandsposten."

Zunächst jedoch nahmen sie und Heike Kanter vom Kreis-Präsidium die Spende entgegen. "Wir können nur immer wieder betonen, wie dringend nötig wir solche Spenden im Moment haben", betonten beide. Die Tafel im Großen Zimmerhof betreue derzeit allein 600 geflüchtete Familien aus der Ukraine, "und es dürften in diesem Winter bald mehr werden".

Darum seien Spenden wie die aus Sickte wichtiger denn je. "Nicht nur als Geldspende an sich, sondern auch als Signal", betonte Juliane Liersch. "Durch solche Initiativen öffnen wir auch anderen Menschen und Institutionen im Landkreis Augen und Ohren."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen oder sie mit einer Spende unterstützen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

 

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news-692 Tue, 06 Dec 2022 14:45:54 +0100 85 Ehrenamtliche bildeten ein Rotes Kreuz am Exer https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/85-ehrenamtliche-bildeten-ein-rotes-kreuz-am-exer.html Kurzvideo zum bundesweiten Gedenktag des Ehrenamtes. Zum Tag des Ehrenamtes ließ der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel ein Kurzvideo erstellen, an dem 85 Personen aus zwölf Projekten teilnahmen. Ehrenamts-Koordinatorin Aline Gauder äußerte sich begeistert vom Ergebnis der Aktion.

"Wir haben uns im Vorfeld des Gedenktages überlegt, was das Rote Kreuz ausmacht", erzählte sie. Gerade der große Teil der Ehrenamtlichen im DRK und ihr unermüdliches Engagement galt es zu würdigen. Viele sind seit Jahren dabei und machen die sozialen Ideen im Ehrenamt zu ihrer Herzensangelegenheit. "Aber wie sollten wir das zeigen?"

Erste Idee: Die Luftaufnahme eines Roten Kreuzes, das aus mindestens 60 Ehrenamtlern des DRK Wolfenbüttel bestehen sollte. Doch nach weiteren Überlegungen wurde es schließlich ein Video, in dem auch zu sehen ist, wie sich das Symbol bildet, das als wohl bekannteste Marke der Welt gelten darf. "Trotz mäßigen Wetters haben so viele Menschen mitgemacht", freut sich Aline Gauder. "Es kamen Ehrenamtliche aus den Ortsvereinen, von Sozio-Med-Mobil, dem Familienentlastenden Dienst, der Kleiderkammer, von der Tafel, vom Shop im Eberts Hof, von den Bereitschaften, vom Kriseninterventionsteam, der Psychosozialen Notversorgung, von der Flüchtlingshilfe, der Fahrradwerkstatt und sogar vom Präsidium."

Ihre Erwartungen wurden durch die 85 Teilnehmenden weit übertroffen. "Es ist ja nicht selbstverständlich, dass sich die Leute am zweiten Advent und bei drohendem Regen auf eine Wiese stellen." Immerhin: Nach dem Dreh Am Exer ging es rüber ins DRK-Solferino, wo es einerseits einen Glühwein zum Aufwärmen und einen kleinen Snack gab – wo sich all die Ehrenamtlichen aber auch mal austauschen konnten.

Das soll künftig und gerade im neuen Jahr ein Ziel der Ehrenamtskoordination sein: "Wir wollen ein Format finden, bei dem dieser bereichsübergreifende Austausch regelmäßig möglich ist", sagt Aline Gauder. Sie kann sich zum Beispiel einmal pro Quartal eine Art Kneipentreff vorstellen. "Einfach mal Plaudern und Austauschen: Ehrenamt hat eben auch viel mit Geselligkeit und Zugehörigkeit zu tun."

Vom neuen Video jedenfalls ist sie sehr angetan. "Es ist nicht zu lang", kommentiert sie den 90-Sekünder, "und es bringt die Idee auf den Punkt: Wir stehen hinter dem Roten Kreuz."

Das Video ist HIER zu sehen.

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news-691 Tue, 06 Dec 2022 14:41:14 +0100 Weihnachtspäckchen aus dem Kindergarten für die DRK-Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/weihnachtspaeckchen-aus-dem-kindergarten-fuer-die-drk-tafel.html Diese Tradition gibt es nun bereits seit 15 Jahren, und mittlerweile hat sie eine starke Eigendynamik entwickelt: "Inzwischen melden sich schon im Herbst die ersten Eltern und wollen wissen, wann wir wieder Päckchen packen für die Tafel", erzählt Anika Kalisch. Sie ist Leiterin des städtischen Kindergartens Kilindum (In den Schönen Morgen 1) und hatte am Montag wieder eine Übergabe zahlreicher Geschenke organisiert.

Für die DRK-Tafel in Wolfenbüttel nahm Juliane Liersch die Präsente in Empfang. "Diese Aktion kommt super an bei unseren Beziehern", schildert sie angesichts der vielen Dutzend liebevoll eingepackten Geschenke. "Gerade unseren älteren Kunden, die ja aus Scham höchst ungern zur Tafel kommen, freuen sich doch sehr über diese kleinen Extra-Päckchen in der Vorweihnachtszeit." Die Bescherung für die Senioren löse bei ihnen erkennbar große Freude aus. "Das geht uns allen sehr zu Herzen."

Tatsächlich ist die Geschenk-Aktion längst über eine Bescherung für bedürftige Kinder hinausgewachsen. "Wir haben alle Pakete beschriftet mit Hinweisen, für welche Altersgruppe sie bestimmt sind und ob sie eher für Jungen oder Mädchen passen", berichten Susanne Grohnke und Susanne Kreit, ebenfalls Mitarbeiterinnen im Kilindum. Und Anika Kalisch erzählt, dass sich sogar Familien ehemaliger Kita-Kinder melden und fragen, ob sie wieder Weihnachtspäckchen für die Tafel vorbeibringen dürfen.

Eine besondere Idee ließen sich die Hort-Kinder einfallen: Sie organisierten in der "Halle" des Kindergartens einen Flohmarkt, bei dem sie gespendete, gebrauchte Spiele und Bücher verkauften. Stattliche 300 Euro kamen auf diesem Wege zusammen. Davon wurden wiederum neue Sachen gekauft und teils ebenfalls für die Tafel verpackt. "Kinder für Kinder – so nennen wir diese Aktion", sagt Anika Kalisch. "Alleine durch die Initiative im Hort kamen weitere 25 Weihnachtsgeschenke zusammen."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen?
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news-690 Sun, 04 Dec 2022 11:10:00 +0100 Großer Andrang beim DRK Weihnachtsmarkt https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/grosser-andrang-beim-drk-weihnachtsmarkt.html Der Geruch von frischen Waffeln, Kaffee und Glühwein wehte am vergangenen Wochenende über das Exer-Gelände. Bei Ankunft in der „DRK-Kurve“ im Norden der ehemaligen Kaserne wurde es den Besuchern schnell klar. Der Weihnachtsmarkt fand in diesem Jahr überwiegend rund um das Therapiezentrum statt, die Angebote gruppierten sich auf dem Vorplatz und erstreckten sich innerhalb der Räumlichkeiten im ITZ.

Bei frostigen Temperaturen sorgte Corina Bornecke mit ihrem Team vom Solferino für herzhafte Speisen, es gab Burger und Pommes. Der DRK Ortsverein Wolfenbüttel bot deftige Erbsensuppe mit Würstchen an. Genau das Richtige bei den knackig kalten Temperaturen. Hierfür kam die antike Gulaschkanone der Bereitschaft zum Einsatz, das Team der Ehrenamtlichen rund um Jonah Czerwinski nutzte die Aktion gleich für die Simulation eines Ernstfalls. „Denn genau dafür sind wir da. Im Katastrophenfall verpflegen wir Helfer und Betroffene.“ Bereits um 6 Uhr morgens begannen die Vorbereitungen. „Es hat uns einen großen Spaß gemacht und wir sind im nächsten Jahr auch wieder dabei“, meint Czerwinski. Der Überschuss, den der Ortsverein mit dem Verkauf der Suppe erwirtschaftet hat, wird auf 500,00 EUR aufgestockt und der Wolfenbütteler Tafel gespendet.

„Das ist ein tolles Signal unserer Kollegen aus dem Ehrenamt“, meint Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo. Zusammen mit Björn Försterling, dem Vorsitzenden des Präsidiums beim DRK bummelte er mit seiner Familie ebenso über das Gelände. Beide sind sich einig: „Das Zusammenspiel zwischen Hauptamt und Ehrenamt ist unglaublich wichtig. Dass das bei uns sehr gut funktioniert, sieht man gerade heute wieder bei dieser tollen Aktion.“

Für die Organisation des Weihnachtsmarkts war Anna Horstmann verantwortlich, sie ist im Arbeitsalltag als Ergotherapeutin für die Förderung und Behandlung von Patienten zuständig. So wurden auch die Räumlichkeiten im Therapiebereich hergerichtet und genutzt, hier gab es weihnachtliche Bastelangebote. Überall verteilt waren Verkaufsstände mit Kunsthandwerk, die Austellerinnen und Austeller boten selbstgemachte Marmelade, Liköre, Weihnachtskränze, Schmuck, Gestricktes und Genähtes an.

Rappelvoll war es überall, auch im Saal des ITZ. Hier gab es zwei Vorstellungen des Figurentheaters Harzer Puppenbühne. Gebannt verfolgten die kleinen und großen Besucher das Stück „Der Regenbogenfisch“. Begeistert waren auch die Macher des Puppentheaters, die schon vor einigen Jahren zu Gast waren. Michael Schneider, die Stimme der liebevoll gestalteten Figuren, erklärte zwischen beiden Aufführungen, was ihm beim DRK Wolfenbüttel besonders gut gefällt: „Bei euch herrscht immer so eine entspannte Stimmung, es fühlt sich an wie eine tolle Gemeinschaft.“ Das ist auch Anna Horstmann wichtig. Sie meint: „Viele der Besucher sind Menschen mit Behinderungen, ihre Geschwister und Freunde, die auch unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Aber es kommen auch viele, die sonst nichts direkt mit dem DRK zu tun haben. Hier begegnen sich alle auf Augenhöhe und ohne Vorurteile.“

Sicher jedem begegnet ist auch der Weihnachtsmann, der auf dem Weihnachtsmarkt seine Runden gedreht und Süßigkeiten verteilt hat. Er sorgte auch für Aufmunterung in der Schlange, die sich zeitweise bei der Ausgabe der Tombola-Preise gebildet hat. Hier galt es, mehr als 1600 Gewinne weiter zu geben, die Juliane Liersch mit ihrem Team der Wolfenbütteler Tafel für diesen guten Zweck gesammelt hat. Am Ende freuten sich alle über ein gelungenes Fest und über ein tolles Miteinander bei dieser traditionellen Veranstaltung am ersten Adventssonntag.

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news-689 Fri, 02 Dec 2022 11:05:00 +0100 DRK startet die Aktion "Weihnachtsengel" https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-startet-die-aktion-weihnachtsengel.html Kinder aus bedürftigen Familien sollen Wunschzettel schreiben – Paten dürfen das auch stellvertretend tun. Mit einer schönen Aktion starten jetzt Flüchtlingshilfe und Wolfenbütteler Tafel in die Vorweihnachtszeit: Beide Rotkreuz-Einrichtungen kooperieren und rufen den "DRK-Weihnachtsengel" ins Leben.

"Wir haben uns zusammengesetzt und überlegt, wie wir Kinder aus bedürftigen Familien erreichen können – sowohl über unsere Tafel, als auch über unsere Flüchtlingshilfe, jedoch auch darüber hinaus", erklärt Frederike Schwieger, die als Migrationsberaterin für den DRK-Kreisverband arbeitet. Ergebnis der Ideensammlung: Die Hilfsaktion „Wunschzettel an die DRK-Weihnachtsengel“.

Diese Engel haben Geschenke für betroffene Kinder im Wert von bis zu 30 Euro im Gepäck. Jedes Kind kann auf einen Wunschzettel schreiben, was es gerne hätte. Das DRK kümmert sich um den Rest. "Abholung und Übergabe der Geschenke erfolgen nach Absprache", erklärt Frederike Schwieger.

Zielgruppe sind Kinder von 0 bis 14 Jahren. "Wir haben so viele Familien, die von der aktuellen Situation betroffen sind – und gerade zu Weihnachten, wenn es um Gemütlichkeit und Geschenke geht, wird der Mangel besonders spürbar." Die Migrationsberaterin rechnet mit bis zu 500 Kindern im Stadt- und Landkreis-Gebiet, die als Empfänger in Frage kommen.

Selbstverständlich müssen sich die Kinder nicht allein anmelden, es geht auch über die Eltern oder Großeltern. "Und wir wissen, dass sich ganz viele Menschen scheuen, solche Hilfsangebote anzunehmen", schildert Frederike Schwieger. "Darum haben wir uns auch ein ,Paten-Modell' überlegt." Auf diesem Wege können auch engagierte Nachbarn Kinder anmelden, denen sie eine Freude machen wollen. Eine gewisse Kontrolle ist dabei unabdingbar: Um Mehrfachmeldungen zu verhindern, hat das Rote Kreuz einen Anmeldebogen entworfen und an alle Kooperationspartner verschickt. Sie sollen für die Verteilung sorgen. Zusätzliche Bögen gibt es in der Tafel (Großer Zimmerhof 29) und in der Flüchtlingshilfe (Am Exer 19a).

Die Rückgabe dieser Bögen ist über vier Briefkästen möglich, mit denen die Anonymität der Antragsteller gewahrt bleiben soll. Diese mit dem DRK-Weihnachtsengel markierten Briefkästen befinden sich an folgenden Orten:

  • Schweigerstraße 8, 38302 Wolfenbüttel
  • An der Kirche 3a, 38170 Schöppenstedt
  • Großer Zimmerhof 28, 38300 Wolfenbüttel (DRK-Tafel)
  • Am Exer 19a, 38300 Wolfenbüttel (DRK-Flüchtlingshilfe)

Darüber hinaus können die Wunschzettel postalisch oder per E-Mail geschickt werden: Beratungs- und Koordinierungsstelle "Flüchtlings- und Migrationshilfe", Am Exer 19a, 38302 Wolfenbüttel. E-Mail: beratungdrk-kv-wf.de

Einsendeschluss ist der 7. Dezember, wobei auch Anträge in der jeweiligen Muttersprache möglich sind. "Wir haben die Anträge und die Informationen gleich in mehreren Sprachen aufgelegt", erzählt Frederike Schwieger: "Deutsch, Russisch, Arabisch und Farsi/Persisch."

Ihr und den anderen Mitarbeitenden des DRK ist klar, dass vielen geflüchteten Menschen Weihnachten nichts sagt, weil sie aus anderen Kulturkreisen kommen. "Trotzdem haben wir festgestellt, dass sie alle den besonderen Moment des Festes spüren und gerne mitfeiern wollen", sagt die Migrationsberaterin. Es gebe sogar einige Fälle, in denen Flüchtlinge über die Feiertage zu deutschen Familien eingeladen wurden. "Da sind schon tolle Geschichten in Wolfenbüttel entstanden."

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news-688 Thu, 01 Dec 2022 14:15:41 +0100 Bundestagsabgeordnete Dunja Kreiser informierte sich über die Arbeit der EUTB https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/bundestagsabgeordnete-dunja-kreiser-informierte-sich-ueber-die-arbeit-der-eutb-des-drk-wolfenbuettel.html Ihren Besuch angekündigt hatte Dunja Kreiser nach der Landtagswahl im Oktober. Das sei ungewöhnlich und zeuge von echtem Interesse, scherzt Thomas Stoch. Als Geschäftsführerder DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH hat er Fördergelder des Bundes für die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (kurz EUTB), eine Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen beantragt und bewilligt bekommen. Seit knapp fünf Jahren gibt es die EUTB in Wolfenbüttel. Ganz aktuell ist der neue Förderbescheid – fürsieben weitere Jahre trägerunabhängige Beratung auf Augenhöhe.

Dunja Kreiser ist Bundestagsabgeordnete für die Region Wolfenbüttel, Salzgitter und den Nordharz. Sie sei sehr daran interessiert, was in ihren Wahlkreisen geleistet wird. Kreiser ist in Berlin ordentliches Mitglied im Ausschuss für Inneres und Heimat, hier sind ihr gleichwertige Lebensverhältnisse und Chancengleichheit wichtig. Die Arbeit der EUTB Teilhabeberatungsstellen spielt dabei eine große Rolle.

Zum Austausch gab es eine kleine Runde im DRK-Solferino auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände, gemeinsam mit den Mitgliedern des DRK Präsidiums Axel Szybay und Dr. Frank Kirstein. Die Beraterinnen Ronja Linke und Marie Müller-Handrejk berichteten aus ihrer Beratungspraxis.

Tatsächlich werde die Beratung sehr gut angenommen. Hilfe- und Ratsuchende melden sich häufig, um sich zu allen Fragen rund um Pflege, Wohnen, Arbeit, Gesundheitssorge und viele weitere Themen zu informieren. Über 500 Beratungen pro Jahr wurden gezählt, Informationsanfragen und die Zusammenarbeit im Netzwerk mit anderen Akteuren kommen hinzu. „Wenn es gewünscht wird, dann begleiten wir die Hilfesuchenden auch zu Ämtern, um sie zu unterstützen ihre Leistungen zu erhalten“, erklärt Frau Müller-Handrejk. Alleine die Begleitung durch die Beraterinnen, das Aufzeigen der Gesetzeslage und möglicher Wege hilft dabei, Missverständnisse zu vermeiden und letztlich die Ansprüche durchzusetzen. Die Beratung erfolgt stets unabhängig und mache vielen Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen Mut, sich um ihre Belange rund um die Teilhabe in den verschiedenen Lebensbereichen zu kümmern. Denn auch wenn in Deutschland viel über Inklusion und Chancengleichheit gesprochen wird – die Realität jedoch zeigt, dass die Umsetzung noch weit davon entfernt ist.

Dr. Frank Kirstein und Axel Szybay zeigten sich beeindruckt vom Engagement der beiden Beraterinnen und von der Ergänzung des Portfolios. „Wir sind gerne bei solchen Terminen dabei, denn hier erfahren wir so manches mehr über unseren Verband, als das auf üblichem Wege möglich ist“, erklärt Axel Szybay. Frank Kirstein ist neu im Präsidium des DRK Kreisverbands und hatte in der Runde sogleich gute Ideen, wie sein eigenes Netzwerk rund um Medizin und Gesundheitsvorsorge eingebracht werden könnte.

Dunja Kreiser bedankte sich über den engagierten Austausch und freute sich für das DRK, dass die EUTB Teilhabeberatung in Wolfenbüttel weitergehen kann. Denn in jedem Landkreis darf es nach den Förderkriterien nur eine Teilhabeberatung geben.

Ab Januar 2023 betreibt das DRK Wolfenbüttel die EUTB Teilhabeberatung im Verbund mit dem DRK Braunschweig/Salzgitter und nutze damit die bestehenden Strukturen und die gute Zusammenarbeit zum Nachbarkreisverband. Die Beraterinnen aus Wolfenbüttel stehen zudem mit den anderen EUTB Beratungsstellen in der Region im Austausch und sind mit vielen weiteren Akteuren gut vernetzt.

Die EUTB des DRK Wolfenbüttel ist erreichbar unter Telefon 05331 / 92784 350 oder per Email an eutbinkluzivo.de.

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news-687 Tue, 29 Nov 2022 08:16:08 +0100 Rekordergebnis beim Tüten-Verkauf für die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/rekordergebnis-beim-tueten-verkauf-fuer-die-tafel.html Da hat sie wohl gestimmt, die persönliche Ansprache der Round Tabler: Einige Mitglieder des Wolfenbütteler Service-Clubs (RT 112 Wolfenbüttel-Salzgitter) postierten sich am Samstag am Eingang zum Edeka-Center Pacholski (Rehmanger) und verkauften dort Tüten für die Tafel. Die Aktion hat schon eine jahrelange Tradition, doch diesmal wurde ein neuer Rekord erreicht: Mehr als 730 Tüten können demnächst an bedürftige Menschen in der Tafel des DRK-Kreisverbandes verteilt werden.

Das lag zu einem guten Teil an Marcus Weber-Wellegehausen. Der Chef der Eventus Steuerberatungsgesellschaft hatte über Jörg Pacholski von der Aktion erfahren und stieg gleich mit 250 Tüten ein: "Diese Initiative kann man nur begrüßen", erklärte er am Samstag sein Engagement. Wer eher auf der Sonnenseite des Lebens unterwegs sei, sollte viel häufiger an die Menschen im Schatten denken, wünschte er sich. "Wir bei Eventus starten im Laufe eines Jahres eine ganze Reihe sozialer Aktionen."

Und er machte den Anwesenden Mut, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen: "In der Firma treffe ich immer wieder auf Mandanten, die gerne bei sinnvollen Projekten stiften würden", sagte er. "Lassen Sie uns in Kontakt bleiben."

Das hörten DRK und Round Tabler gern. In diesem Jahr hatten die Mitglieder des Service-Clubs 100 Tüten selbst gekauft. Das heißt, sie gaben 5 Euro pro Tüte, die jeweils Waren im Wert von 7 Euro enthielten. Die Differenz von 2 Euro übernahm wieder Jörg Pacholski. Damit gehen nun haltbare Lebensmittel, Tee, Kekse und weihnachtliches Gebäck an die Tafelkunden. "Wir hatten im Vorfeld wieder eine Bedarfsliste von der Tafel bekommen", lobte RT-Mitglied Adrian Möker.

Susanne Smyczek und Timo Franzka bedankten sich herzlich im Namen der Rotkreuz-Einrichtung: "Wir sind superfroh über diese Unterstützung, denn durch die stark steigende Zahl der Bedürftigen fehlt es uns zur Zeit immer wieder an Ware."

Übrigens nicht nur an Ware: Die DRK-Tafel braucht dringend auch ehrenamtliche Helfer, die als Fahrer einspringen oder in der Lebensmittel-Sortierung. Wer sich eine solche Tätigkeit vorstellen kann, melde sich bitte beim Roten Kreuz unter 05331/9750-200.

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

 

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news-684 Wed, 16 Nov 2022 15:48:46 +0100 Die DRK-Tafel sucht dringend Helfer https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-drk-tafel-sucht-dringend-helfer.html Es herrscht ein Mangel an ehrenamtlichen Fahrern und Helfern in der Sortierung am Exer. Im Sommer feierte die Tafel des Roten Kreuzes in Wolfenbüttel mit ihrer Außenstelle in Schladen das 15-jährige Bestehen. Alle Gratulanten waren und sind sich einig: Diese Einrichtung des DRK-Kreisverbandes hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt und ist ein wahrer Segen für die Gesellschaft. Gemeinsam mit dem Secondhand-Shop in Eberts Hof ist sie nicht mehr wegzudenken vom Großen Zimmerhof 29.

Doch die Einrichtung steht mittlerweile unter großem Druck. Die Zahl der Bedürftigen steigt ständig und wird nach Angaben von DRK-Vorstand Andreas Ring noch in diesem Jahr die Marke von 2000 Beziehern erreichen. "Die Gründe sind vielfältig", erklärt Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl. Zu den Neukunden der Tafel gehören ukrainische Kriegsflüchtlinge ebenso wie deutsche Rentner, deren Geld nicht mehr reicht für die auf allen Gebieten steigenden Lebenshaltungskosten. 

Und doch gibt es auch erfreuliche Nachrichten: "Ich bin froh, dass uns immer noch viele Initiativen und vor allem Supermärkte Lebensmittel spenden", betont Rump-Kahl. Diese Spenden erfüllen gleich einen doppelten Nutzen, sagt der Geschäftsführer. "Ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass wir die Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden." Tatsächlich ist die Grundidee der Tafeln, Lebensmittel vor der Vernichtung zu retten.

Nachvollziehbarerweise dürften die Märkte ihre Ware aber nicht an Kunden verschenken, "und da kommen die Tafeln und mit ihnen die Bedürftigen ins Spiel". Das DRK holt mit eigenen Fahrzeugen die Spenden ab – etwa 4 bis 5 Tonnen pro Monat. In der Tafel-Sortierung wird die Ware geprüft: "Das meiste wird dann in handliche Größen verpackt und geht zur Tafelausgabe in den Eberts Hof nach Wolfenbüttel oder nach Schladen. Der kleine Rest wandert in die Grüne Tonne und somit in die Kompostierung."

Damit dieser lückenlose Ablauf weiter funktioniert, sucht die Tafel nun ehrenamtliche Helfer als Fahrer und in der Sortierung für die Prüfung der Lebensmittel. "Wer fit ist, kann bei uns mitmachen", unterstreicht Uwe Rump-Kahl. Vor allem den Fahrern, die immer zu zweit unterwegs sind, stünden alle technischen Hilfsmittel zum Be- und Entladen zur Verfügung. Eine körperliche Herausforderung sei das nicht: "Man muss kein Arnold Schwarzenegger ein, um bei uns einzusteigen", sagt er und lacht. Die vorhandenen Kleintransporter lassen sich allesamt mit dem herkömmlichen Auto-Führerschein bewegen.

In der Sortierung Am Exer geht es sogar ohne den. "Da steht der gesunde Menschenverstand im Vordergrund." Die Grundkompetenz: "Augen und Nase wissen sofort, was noch zu verwerten ist." Auch für diesen Bereich werden dringend Ehrenamtliche gesucht.

Dabei bringen selbst kürzeste Einsatzzeiten das Rote Kreuz weiter: "Von 2 Stunden bis zu 5 Tagen in der Woche – alles ist möglich, und wir sind für jede Unterstützung dankbar." Bei Interesse kann man sich per Mail an Ehrenamtdrk-kv-wf.de melden oder telefonisch (05331/9750-200).

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news-683 Mon, 14 Nov 2022 17:42:19 +0100 Die Antwort auf Herausforderungen: Zusammenhalt https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-antwort-auf-herausforderungen-zusammenhalt.html Die 76. Kreisversammlung des DRK-Kreisverbands traf sich in der Mensa des Gymnasiums im Schloss. Im Mittelpunkt der 76. Kreisversammlung beim Roten Kreuz in Wolfenbüttel stand die Neuwahl zum Präsidium. Sie ging gewohnt harmonisch über die Bühne, alle Entscheidungen verliefen einstimmig und auch bei der Wahl „Besonderer Vertreter nach §30 BGB“ gab es keine Gegenstimme: Thomas Stoch und Uwe Rump-Kahl wurden erneut berufen, diesmal bis 2025.

Bei aller Harmonie: Der Kreisverband ist derzeit stark gefordert. Das schilderte Vorstand Andreas Ring in seinem Bericht zu Geschäftsbereichen und Projekten. „Vor allem die Entwicklung der Zahlen in der Tafel und in der Flüchtlingshilfe bringt uns an Grenzen“, sagte er. In den Flüchtlingsunterkünften Schöppenstedt und Wolfenbüttel betreut das DRK 165 Gäste, etwa 100 Plätze seien noch frei. „Es kommen aber pro Woche 25 neue Personen hinzu.“ Den Plan des Landkreises, eine dritte Unterkunft einzurichten, konnte Ring nachvollziehen („im Winter erwarten wir eine neue Flüchtlingswelle“).

In der Tafel werde noch in diesem Jahr die Marke von 2000 Beziehern erreicht. „Auch dort sind wir am Limit, wollen aber unbedingt einen Aufnahmestopp vermeiden.“ Ring würdigte die hohe Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter im Eberts Hof, die neben der Tafel auch noch den Second-Hand-Laden managen: „Dort haben wir mittlerweile 12.000 Kunden pro Jahr.“

Übrigens startet die Tafel eine besondere Wunschzettel-Aktion zu Weihnachten: „Durch eine großzügige Spende ist es uns möglich, 500 Kindern aus der Tafel und den Flüchtlingsunterkünften einen Wunsch zu erfüllen“, freute sich Ring über die anhaltend hohe Bereitschaft der Bevölkerung, in der Krise zusammenzuhalten.

„In der Krise zeigt der Mensch Charakter“, zitierte Axel Szybay den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Er bezog das einerseits auf die Arbeit des Präsidiums in den vergangenen Jahren: „Da sind wir alle zu Krisenmanagern geworden.“ Doch er meinte damit auch den scheidenden Präsidenten des Kreisverbandes, Horst Kiehne: „Danke für 16 Jahre Charakter“, schloss er seine Laudatio für den Weggefährten.

Nach der Neuwahl kann das Präsidium weiterhin auf geballte DRK-Erfahrung setzen. Seine Mitglieder haben schon jetzt vieljährige Arbeit für das Rote Kreuz geleistet, wie ein Blick in die Vita der Vier belegt:

Björn Försterling kam 2001 als Ersatzdienstleistender zum Kreisverband. Von 2005 bis 2021 war er Bereitschaftsleiter in Wolfenbüttel, von 2006 bis 2022 Vorsitzender des Ortsvereins Wolfenbüttel. Weitere Stationen: 2014-2018 Katastrophenschutzbeauftragter, 2018-2022 stv. Vorsitzender des Präsidiums im Kreisverband, 2021-2022 kommissarischer Geschäftsführer DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel gGmbH. „Und 2003 habe ich sogar einen Feldkoch-Lehrgang absolviert“, sagt Försterling und lacht.

Heike Kanter trat 2007 dem Ortsverein Halchter bei. Seit 2021 ist sie dort 2. Vorsitzende, wurde 2018 erstmals ins Präsidium des Kreisverbands gewählt. „In dieser Zeit war mir besonders wichtig, dass wir die Blutspenden während Corona weiter durchführen konnten. Außerdem in der ersten Flüchtlingskrise die schnelle, unbürokratische Hilfe für unbegleitete Kinder und Jugendliche.“ Die Planung der neuen DRK-Zentrale „Exer 2020“ mit dem Neubau bezeichnet sie als ebenso wichtig wie der enge Zusammenhalt mit den Ortsvereinen sowie das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen.

Dr. Frank Kirstein ist seit 1980 dabei und war bis 1990 Helfer, Trupp- und Gruppenführer der Bereitschaft Wolfenbüttel, arbeitete zudem im Rettungsdienst und dem Krankentransport. Von 1990 bis 2017 war er Bereitschaftsarzt, danach bis 2022 Kreisverbandsarzt und Mitglied des Präsidiums. Seit 2021 ist er Vorsitzender im Aufsichtsrat der DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel gGmbH.

Axel Szybay kam 1991 als Ersatzdienstleistender zum Kreisverband. Ins Präsidium wurde er 2006 gewählt und fungiert dort seitdem als Schatzmeister. Als wichtigste Schritte zur Entwicklung des KV in dieser Zeit bezeichnet er den Kauf und Umbau des ehemaligen Hubschrauber-Hangars am Exer 19, die Eröffnung der Tafel Wolfenbüttel sowie die Einführung des Sozio-Med-Mobils. „Auch die Eröffnung unseres Inklusionsbetriebs Solferino ist ein solcher Meilenstein.“

Präsidium des DRK Kreisverband Wolfenbüttel e.V.

  • Vorsitzender des Präsidiums: Björn Försterling
  • stellvertretende Vorsitzende: Heike Kanter und Dr. Frank Kirstein
  • stellvertretender Vorsitzender/Schatzmeister: Axel Szybay
  • Kreisbereitschaftsleiter: Heiner Schumacher
  • Konventionsbeauftragter: Kevin Barbe
  • Justitiar: Bernhard Motzkus
  • Beisitzer und Beisitzerinnen: Horst Kiehne, Marita Heike, Ruth Naumann, Juliane Liersch, Willi Rittierott, Fridbert Schwartz
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news-682 Mon, 14 Nov 2022 17:34:55 +0100 Im vorigen Jahr spendeten die Wolfenbütteler fast 3300 Liter Blut https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/im-vorigen-jahr-spendeten-die-wolfenbuetteler-fast-3300-liter-blut.html Leistungsbilanz des DRK-Kreisverbands Für eindrucksvolle Zahlen sorgte erneut die Leistungsbilanz des DRK-Kreisverbandes, die Vorstand Andreas Ring präsentierte. Dabei handelt es sich um eine Auswertung der Tätigkeiten, die beim DRK-Verein sowie seinen Tochterunternehmen geleistet wurden. Dazu gehören DRK-inkluzivo, DRK-Solferino, DRK-Zukunftsfabrik sowie DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel. Der Verein und seine Tochterunternehmen haben im Kreisgebiet Wolfenbüttel 350 hauptamtliche und rund 700 ehrenamtliche Mitarbeiter.

Nach Rings Angaben waren 2021 für den Kreisverband (KV) selbst 285 ehrenamtliche Helfer tätig. Der KV hat 306 Mitglieder, während in der 27 Ortsvereinen des Kreisgebietes 4702 Mitglieder registriert sind. Unter anderem organisierten sie 81 Blutspende-Termine, bei denen insgesamt 6562 Spenden (jeweils ein halber Liter) abgegeben wurden. Fast 150 Personen nahmen an Kursen der Ersten Hilfe oder Erster Hilfe am Kind teil. „Wir suchen dringend Menschen, die sich als Erste-Hilfe-Ausbilder schulen lassen“, betonte Andreas Ring. Die Nachfrage nach Kursen sei anhaltend hoch. Ungebrochen ist auch die Nachfrage nach Anschlüssen des Hausnotrufs. Mittlerweile vertrauen 724 Wolfenbütteler Haushalte dem Roten Kreuz – allein 2021 rückten die Helfer zu 277 Fahrten aus, weil der Knopf am Notruf-Sender gedrückt wurde. Das in Wolfenbüttel erfundene Sozio-Med-Mobil (SMM) hat inzwischen 500 regelmäßige Passagiere und startete zu rund 900 Fahrten. Dabei kam es im vorigen Jahr auf mehr als 22.000 Kilometer.

Die DRK-Bereitschaften in und um Wolfenbüttel leisteten ebenfalls viel und legten fast 4500 Kilometer in ihren Dienstfahrzeugen zurück. Insgesamt 900 Stunden kamen bei den verschiedenen Einsätzen zusammen. Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) rückte zu 12 Einsätzen aus, alles in allem addierte sich die zurückgelegte Strecke auf 42.000 Kilometer – das ist einmal um die Erde. Für die DRK-inkluzivo berichtete Geschäftsführer Thomas Stoch, dass die Schulassistenz (SAS) sowie der Fachdienst zur beruflichen Eingliederung (FBE) weiterhin stark nachgefragt würden. Die SAS beispielsweise beschäftige mittlerweile 140 Mitarbeiter. „Wir würden diese Schwerpunkte unserer Tätigkeit gern weiter ausbauen, doch es fehlt uns an Mitarbeitern.“

Er begrüßte die kürzliche Förderentscheidung, das Büro der Ergänzenden unabhängigen Teilhabe-Beratung (EUTB) für weitere sieben Jahre mit den erforderlichen Mitteln auszustatten. „Das ist ein ganzheitliches Angebot, mit dem das DRK eine wichtige Lücke füllt.“ Auch der Familienentlastende Dienst (FED) ist eine Erfolgsgeschichte und betreut mit rund 150 ehrenamtlichen Helfern 434 Klienten und Klientinnen.

Das Solferino Am Exer hat den Kreis seiner Stammkunden ausgebaut. Neben den Mittagsgästen und elf Schulmensen beliefert die Küche nun auch die Kantine des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig mit einem ständig wechselnden Angebot zum Mittagstisch. Außerdem gehen Solferino-Speisen an acht Kindergärten rund um Wolfenbüttel.

Über den Rettungsdienst berichtete Daniel Schulte, der das Unternehmen seit März als Geschäftsführer leitet. Er lieferte einen kurzen Abriss der aktuellen Zahlen (mehr als 20.000 Einsätze der 15 Fahrzeuge und eine zurückgelegte Strecke von mehr als 520.000 Kilometern). Doch neben diesen Fakten war ihm eines wichtiger: „Wenn Sie bitte mitnehmen und in Ihrem Bekanntenkreis verbreiten – dass niemand, der mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht wird, in der Notaufnahme schneller drankommt.“

Hintergrund: Seit Jahren stöhnt der Rettungsdienst unter der Zunahme von Einsatzfahrten, die nicht nötig wären. „Unsere Fahrten nehmen jährlich um 10 bis 15 Prozent zu“, sagte Schulte, unterstrich jedoch: „Um wen sich die Ärzte im Krankenhaus zuerst kümmern, dass entscheiden ausschließlich sie allein nach den medizinischen Erfordernissen.“ Übrigens sei kürzlich ein entscheidender Schritt zur neuen Rettungswache in Cremlingen unternommen worden: „Der Landkreis hat entschieden, jetzt doch gleich eine feste Wache aufzubauen, nicht erst eine Interimslösung.“ Die Ausschreibungen dazu würden nun in die Wege geleitet.

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news-681 Mon, 14 Nov 2022 17:18:28 +0100 Horst Kiehne nimmt Abschied https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/horst-kiehne-nimmt-abschied.html Horst Kiehne verabschiedete sich nach 16 Jahre im Präsidium. Abschiede sind ja meistens emotional. Und so ging es auch Horst Kiehne nicht anders, als er sich nach 16 Jahren an der Spitze des DRK-Kreisverbandes verabschiedete. Der Vorsitzende des Präsidiums übergab den Staffelstab an seinen Stellvertreter Björn Försterling – und bei seinen letzten Worten musste er dann doch hörbar schlucken, um die innere Bewegung in den Griff zu kriegen.

Zuvor lieferte er einen Rückblick auf das, was man künftig durchaus als eine „Ära Kiehne“ bezeichnen darf: Unter seiner Ägide hatte das Rote Kreuz in Stadt und Landkreis eine rasante Entwicklung erlebt. Gemeinsam mit dem hauptamtlichen Vorstand Andreas Ring setzte das ehrenamtliche Präsidium unter Kiehnes Leitung viele neue Ideen um und nutzte erstmals in der Geschichte das gewaltige Potenzial der mehr als 5000 DRK-Mitglieder umfassend für neue Projekte.

Die in diesen 16 Jahren erreichten Meilensteine sind durchweg längst ins Bewusstsein der lokalen Gesellschaft gedrungen, denn sie bilden unentbehrliche Hilfsangebote für Bedürftige und für Menschen in Not. Es begann mit der Gründung der Wolfenbütteler Tafel 2007, gleich im ersten Jahr der Kiehne-Präsidentschaft. Sie ist als unverzichtbarer Bestandteil bei der Versorgung vieler Wolfenbütteler (mit ihrer Außenstelle Schla­den) nicht mehr wegzudenken.

Doch auch am Exer ging das Rote Kreuz mutig voran. Auf dem ehemaligen Exer-Gelände kaufte der Kreisverband die Gebäude 17 und 19 und schaffte es, ihnen durch kreative Hilfsprojekte neues Leben einzuhauchen. Das Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) wurde gegründet, dort entstanden Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen, die Schulbegleitung, der Familienentlastende Dienst (FED). „Für uns war das damals ein Abenteuer, auch finanziell“, räumte Kiehne jetzt ein. „Doch im Rückblick wurde alles zu einer Erfolgsgeschichte.“

Das gilt auch für die Eröffnung des Tagesrestairants „Solferino“ am Exer. Es ist längst anerkannt als beliebte Kantine für Ostfalia-Studierende und andere Nachbarn, leistet aber ebenso seinen Beitrag bei der Vermittlung von Menschen mit Behinderung: Das Solferino ist ein Inklusionsbetrieb und schafft Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Kiehne kam nicht umhin, auch ein paar Negativbeispiele zu nennen. So kratzte vor Jahren ein Fall von Untreue in der Tafel Schladen am Image des DRK – obwohl es um eine einzige fehlgeleitete Mitarbeiterin ging. Sehr schwer gefallen sei ihm und allen Führungskräften auch der Verkauf der DRK-Gesellschaft Pflege & Betreuung. „Es haben aber alle schnell erkannt, dass dies der einzig richtige Weg gewesen ist, und inzwischen habe ich den Eindruck, dass der neue Träger gute Arbeit macht.“

Für den offenen, transparenten Umgang mit Krisen, mehr aber noch für die große Teamleistung in den Jahren starken Wachstums, bedankte sich der scheidende Präsident bei den Wegbegleitern im Haupt- und im Ehrenamt. „Unser Kreisverband ist gut aufgestellt, das liegt auch an ihnen allen.“ Kiehne selbst war einst als Mitglied des Jugendrotkreuzes in Halchter eingestiegen in die DRK-Arbeit (1976). Die Mitgliederentwicklung der 27 Ortsvereine mache ihm ein wenig Sorgen, meinte er nun. „Um die Zahl unserer Mitglieder zu halten, ist eine intensive Werbung vor Ort und in der Jugend erforderlich.“ Die steigenden Zahlen im Bereich des Katastrophenschutzes seien ein erstes gutes Zeichen.

„Doch das sind nun Themen des neuen Präsidiums“, erklärte Kiehne abschließend. Er sei stolz auf das Engagement der Helfer auf allen Ebenen, unterstrich er, dann aber doch hörbar wehmütig: „Es war mir eine Ehre, hier Präsident sein zu dürfen. Glück Auf!“

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news-674 Thu, 20 Oct 2022 14:28:47 +0200 Round Table spendet der Tafel "1000 Euro plus" https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/round-table-spendet-der-tafel-1000-euro-plus.html Bedarf der DRK-Einrichtung steigt weiterhin. Freude über "Wiederholungstäter". Der Zulauf in der DRK-Tafel am Großen Zimmerhof ist anhaltend hoch. Doch glücklicherweise spenden auch die Wolfenbütteler immer wieder für bedürftige Menschen. Am Donnerstag trafen solche "Wiederholungstäter" am Eberts Hof ein und entluden den vollgepackten Kofferraum ihrer Wagen.

"Wir hatten in unseren Service-Clubs noch Kassenreste, die wir zum Jahresende nicht gern auf dem Konto lassen wollten", erzählten die Präsidenten Daniel Schmitt-Monreal (Round-Table) und Stefan Hille (Old-Tabler). Also dachten beide Gruppen spontan an die Tafel, zu der es traditionell eine enge Verbindung gibt. "Ende November starten wir ja regelmäßig die Aktion ,Tüten für die Tafel' in Wolfenbüttel", erzählten beide. Die nächste Runde dieses schönen Projekts zeichnet sich bereits im Kalender ab: "Am Samstag, 26. November, geht es wieder los."

Und eine weitere Verbindung wurde für die Spende am Donnerstag genutzt, die sich schon häufig bewährt hat: "Wir konnten Waren für 1000 Euro einkaufen – und Edeka Pacholski hat nochmal 100 Euro draufgepackt." Nicht nur die Großzügigkeit des Supermarkts Am Rehmanger ist mittlerweile legendär, sondern auch sein enger Draht zur Tafel: "Wir brauchten gar nichts auszusuchen", berichteten die beiden Präsidenten. "Bei Pacholski lag eine Bedarfsliste der Tafel, die einfach abgearbeitet wurde." Was so leicht klingt, hat es in der Regel in sich. "Die meisten denken ja bei Bedürftigkeit erstmal nur an Lebensmittel. Dabei geht es neben den Grundnahrungsmitteln auch um Hygieneartikel, um Zahnbürsten, Spülmittel und vieles mehr."

Die Waren nahm für die Tafel Timo Franzka entgegen und bedankte sich im Namen aller – nicht nur der späteren Empfänger, sondern auch für das gesamte Tafel-Team. "Solche Spenden kommen wie gerufen. Wir sind ein tolles Team und die Stimmung ist gut", schilderte er. Gleichwohl lässt sich leicht denken, dass es für alle Mitarbeiter befriedigender ist, Ware verteilen zu können als vor leeren Regalen zu stehen. "Wir kämpfen uns durch."

Im Grunde steuert die Tafel derzeit von Woche zu Woche auf neue Rekordzahlen zu. "Im Moment haben wir in Wolfenbüttel rund 1500 und in Schladen 350 Abholer", zitierte Franzka seine Unterlagen. An jedem Dienstag werden neue Bezieher aufgenommen, dann entsteht eine Schlange vor dem Eberts Hof des DRK. "Zugänge haben wir immer, Abgänge gibt es eigentlich keine."

Flüchtlinge aus dem Ukraine-Krieg bilden derzeit eine große Gruppe der Neukunden. Doch auch die Altersarmut nehme zu, hat das Rot-Kreuz-Team erkannt. "Viele haben sich in der Vergangenheit noch zurückgehalten, wollten ihren Bedarf nicht öffentlich machen", sagte Franzka. "Aber angesichts der aktuellen Preissteigerungen geht es jetzt einfach nicht mehr anders."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen oder uns unterstützen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-673 Wed, 19 Oct 2022 12:00:00 +0200 Molkerei spendet dem DRK 1000 Liter Milch https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/molkerei-spendet-dem-drk-1000-liter-milch.html Gut für die Tafel-Kunden und besser für die Mitarbeiter der Ausgabe. Über eine Spende von 1000 Liter Frischmilch freut sich die DRK-Tafel in Wolfenbüttel. "Wir haben einfach mal bei Rewe nach Lieferanten von Joghurt und Milch gefragt", berichtet Wilhelm Schmidt über den Erstkontakt. Er ist Tafelbeauftragter für Spenderbetriebe, soll entsprechende Kontakte halten und ausbauen. Der Lebensmittel-Markt nannte ihm die Firma Hemme in Wedemark. "Und dort war man ganz schnell bereit, uns zu helfen." Schmidt holte die Paletten selbst ab von der Molkerei.

Ganz naheliegend ist der neue Kontakt zwar nicht, immerhin befindet sich Wedemark fast 100 Kilometer entfernt von Wolfenbüttel. "Aber wir haben uns über die Anfrage gefreut – und die Gelegenheit war günstig", erklärt Aline Hemme von der Inhaber-Familie. Die gespendeten 1000 Liter bestehen durchweg aus laktosefreier Milch, die ganz neu ist im Sortiment der Molkerei. "Wir konnten aufgrund einer Überproduktion die Anfrage des Roten Kreuzes schnell positiv beantworten: Je 1000 Liter gingen daraufhin an die Tafeln nach Hannover und Wolfenbüttel."

Die Firma Hemme-Milch sei ein bodenständiges Unternehmen und habe 400 eigene Kühe im Stall. "Durch unsere Wurzeln sind wir ganz nah dran am Menschen und versuchen auf vielen Gebieten, der Verschwendung entgegenzuwirken." Dass laktosefreie Milch nun an die Tafel gehe, sei aus verschiedenen Gründen vorteilhaft, findet Alwine Hemme. "Sie ist sehr verträglich – und kommt nun zu Menschen, die sie sich sonst vielleicht nicht leisten könnten." Zudem werde es nun auch an der Tafel-Ausgabe leichter: "Man muss nicht jedesmal fragen, ob jemand eine Laktose-Unverträglichkeit hat. Unsere Milch ist universell verwendbar."

Nach Angaben von Tafel-Leiterin Juliane Liersch kommt die Milch-Spende wie gerufen. "Das ist eine Super-Idee, denn wir brauchen viel Milch." 1000 Liter dürften demnach knapp drei Wochen reichen. "Besonders schön ist es , dass jeder diese laktosefreie Milch trinken kann."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen oder spenden? Wir suchen nach wie vor Fahrer, die ehrenamtlich Spenden abholen bei den Lebensmittel-Märkten.
Wer Interesse hat, kann sich melden unter 05331/927 84 70 - weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-671 Fri, 14 Oct 2022 09:09:00 +0200 Durchatmen vor weiteren Herausforderungen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/durchatmen-vor-weiteren-herausforderungen.html Dank-Dir-Party der Flüchtlingshilfe: Gemeinsam Feiern nach zahlreichen Einsätzen. Einfach mal Danke sagen. Oftmals kommt das in unserer Gesellschaft viel zu kurz. Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) aber gehört es zum guten Ton. So geschehen am vorigen Samstag bei der Dank-Dir-Helferparty. Dabei ging es um die vielen helfenden Hände, die sich seit dem 24. Februar mit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine und der damit verbundenen Flüchtlingswelle einbrachten.

Es waren seitdem herausfordernde Zeiten. Einrichtungsleiter, Dolmetscher, Fahrer, Kinderbetreuung, Essensausgabe, Aufbau von Unterkunftsausstattung – die Aufgaben waren und sind vielfältig. Die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und der Katastrophenschutz des Roten Kreuzes errichteten die Notunterkünfte in kürzester Zeit. Hinzu kamen und sind bis heute im Einsatz: Helfende der Fahrradwerkstatt, der Tafel, der Kleiderkammer, der Servicestelle, Ehrenamtliche aus den Notunterkünften und Ehrenamtskoordination. Die Liste ist lang, und allein in der Tafel ist die Kundenzahl seit Beginn der Krise um fünfzig Prozent gestiegen.

Rund 150 Helfende wurden nun ins Solferino am Exer geladen. Bei einem gemeinsamen Abendessen, Dankesworten, einer Tombola und Begleitprogramm ließ das Rote Kreuz die vergangenen Monate mit den Gästen Revue passieren.
Aline Gauder, Leiterin der DRK-Flüchtlingshilfe und Teamleiterin der Ehrenamtskoordination, sowie ihre Stellvertreterin Frederike Schwieger mussten seit Beginn des Krieges viel organisieren und improvisieren. „Seitdem die neue Flüchtlingswelle losging, ist nun ein halbes Jahr vergangen“, sagte Schwieger. Aus der Ukraine ist eine Vielzahl an Kindern und Erwachsenen geflohen, die hierzulande Schutz suchen und sich von den schlimmen Ereignissen erholen müssen.

„Im Landkreis Wolfenbüttel gibt es zwei Notunterkünfte. Die eine befindet sich in Schöppenstedt in der ehemaligen Realschule mit 100 Plätzen und die andere in Wolfenbüttel im KOMM mit 200 Plätzen“, erklärte Gauder. Pro Woche treffen 25 bis 50 Personen in beiden ein, so dass absehbar sei, dass die zwei Notunterkünfte schon bald nicht mehr ausreichen werden. „In spätestens drei Wochen werden alle Plätze in den Notunterkünften belegt sein“, fügte Gauder an.

Laut Schwieger kümmern sich täglich rund 30 Ehrenamtliche um die Geflüchteten. „Behörden- und Botengänge, Arztfahrten, Essensausgabe, Kinderbetreuung“, zählte sie auf. Auch finden Gespräche über die Zukunft in Deutschland im Rahmen einer niedrigschwelligen Berufsberatung statt. Zu den wichtigsten Partnern zählt zudem das Solferino, das die Unterkünfte mit Mahlzeiten beliefert.

Die Unterstützung von Gauder und Schwieger ist eine professionelle Beratung und sozialpädagogische Begleitung in den Integrationsprozess hier im Kreis Wolfenbüttel. So konnten inzwischen zehn Geflüchtete als Helferinnen und Helfer gewonnen werden. „Das ist ein großer Gewinn“, sagte Gauder. Zu ihnen zählen beispielsweise die aus der Ukraine stammenden Ärzte Ahmed Elimam und Frazdag Ali, die sich um die medizinische Betreuung und den Coronaschutz kümmern. Denn schließlich ist auch das Alter der Gäste breit gefächert: Von einem hier im Wolfenbütteler Klinikum Neugeborenen bis zu einer 80-Jährigen.

Die beiden Leiterinnen der Flüchtlingshilfe organsierten nun neben ihren vielfältigen Aufgaben auch noch die Dank-Dir-Helferparty. Beide betonten in ihrer Ansprache, dass die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen aus Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und DRK gut geklappt hat. „Wir haben uns alle weiterentwickelt und werden die gewonnenen Erfahrungen noch absehbar viele Monate nutzen“, meinte Gauder anerkennend. Derzeit würden alle durchatmen, Kraft tanken und nach vorne schauen. Schwieger ergänzte und sprach von einer Ausnahmesituation. „Wir haben sie gemeinsam gemeistert, und das stärkt unsere Gemeinschaft“, dankte sie.

Andreas Ring als Vorstand des DRK-Kreisverbands nutzte ebenfalls die Gelegenheit, um Danke zu sagen. „Egal welche Krise als nächstes kommt, die Bevölkerung im Landkreis Wolfenbüttel kann sich auf ihre Hilfsorganisationen verlassen“, lobte Ring die Gäste. Zusammen mit dem stellvertretenden Präsidiumsvorsitzenden Björn Försterling überreichte er Gauder und Schwieger Blumensträuße für ihr Engagement. „Auch in dieser Ausnahmesituation konnte das DRK bereits viele neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in den verschiedenen Aufgabengebieten gewinnen“, so Försterling. „Ohne unser Ehrenamt wäre auch diese Flüchtlingskrise nicht zu bewältigen.“

Bevor das Büffet unter dem Motto „Oktoberfest“ eröffnet wurde, unterhielten noch „Manni und Gerda“ die Gäste mit einer äußerst humorvollen Show. Dabei gingen sie mit Sketchen, Liedern und anderen Witzen auf das Erlebte ein und provozierten damit den ein oder anderen Lachanfall. Nicht zu kurz kam das Lachen auch bei den Danke-Dir-Fotos, die vor Ort in der Foto-Box gemacht und direkt gedruckt werden konnten.

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news-669 Sat, 01 Oct 2022 14:13:14 +0200 Bergfest am DRK-Neubau kam gut an https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/bergfest-am-drk-neubau-kam-gut-an.html Björn Försterling lobt das Duo Kiehne/Ring ausdrücklich für die Arbeit der vergangenen Jahre. Das Interesse war groß, als der DRK-Kreisverband am Freitag zu einem "Bergfest" auf seine Baustelle an die Mascheroder Straße eingeladen hatte. "Wir nennen es so, weil unser neues Gebäude jetzt seine höchste Ausdehnung erreicht hat und quasi über den Berg ist", erläuterte Björn Försterling in seiner Begrüßung. Als stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums im Kreisverband Wolfenbüttel freute er sich über mehr als 80 geladene Gäste sowie viele Mitarbeitende des DRK.

Und er nutzte diesen Meilenstein in der Entwicklung des hiesigen Roten Kreuzes für ein Dankeschön: "Ich möchte mal auf die besondere Leistung von Horst Kiehne und Andreas Ring hinweisen", rückte er den Vorsitzenden des Präsidiums und den Vorstand in den Vordergrund. Der Kreisverband habe in den vergangenen Jahren eine tolle Entwicklung genommen. "Diese Erfolge können sich wirklich sehen lassen – und sie wären ohne dieses Duo an der Spitze nicht möglich gewesen."

So auch in Bezug auf den Neubau an der Mascheroder Straße. Da war dem DRK schon lange klar, dass die bisherige Lösung mit versprengten Büros an verschiedenen Stellen der Stadt und in mittlerweile untragbarer Überbelegung dringend verbessert werden müsste. Das Arbeiten im Kreisverband findet seit einiger Zeit nur noch umschichtig statt, schilderte Försterling, und bewies angesichts von durchschnittlich vier Arbeitskräften an zwei Schreibtischen Galgenhumor: "Beim Roten Kreuz wissen wir, was es heißt, wenn die Belegschaft zusammenrückt."

Vor diesem Hintergrund relativiere sich auch die auf den ersten Blick "ganz schön große Kiste", die dort an der Mascheroder Straße entsteht. "Wir ziehen hier ja nicht nur mit der Verwaltung ein, sondern auch mit ganz vielen Angeboten für die Menschen im Landkreis." Im Moment platze der Kreisverband aus allen Nähten, "darum ist dieser Neubau ein extrem wichtiger Schritt für unsere Mitarbeiter."

Übrigens hat die Stadtverwaltung großen Anteil an der Umsetzung eines neuen DRK-Zentrums an der Mascheroder Straße. Bürgermeister Ivica Lukanic und Erster Stadtrat Knut Foraita waren beim "Bergfest" zugegen und dokumentierten damit, wie wichtig ihnen eine baulich ansprechende Lösung an dieser prägnanten Zufahrt in die Lessingstadt ist. "Beide waren maßgeblich an der Initiative beteiligt, die uns schließlich zum Kauf dieses Grundstücks geführt hat", erinnerte Björn Försterling.

Das Rathaus habe in dieser Zeit einen ganz starken Job gemacht, unterstrich auch Architekt Frank Guder. "Im Januar 2019 war dieses Grundstück nicht nur rein oberflächlich noch ein Acker, sondern auch baurechtlich." Dass nach nur dreieinhalb Jahren schon der Rohbau fertig sei (mit Umwidmung, Gutachten, Ausschreibung etc.), das suche in den Kommunen Niedersachsens sicher seinesgleichen, vermutete der Experte.

Bevor die Besucher in geführten Kleingruppen durchs Haus gingen, erläuterte Guder noch die Synthese, die hinter dem Entwurf seines Büros gjh-Architecten (Salzgitter) steckt: "Wir wollten eben keinen reinen Verwaltungsbau mit glatter, steriler Ausstattung. Vielmehr war es uns und dem DRK – auch wegen der Angebote hier – wichtig, eine Mischung aus Büro und Werkstatt zu vermitteln. Ich glaube, wir haben einen ganz guten Mittelweg gefunden."

Und Guder gab noch eine positive Prognose ab: "Trotz der Lieferprobleme und anderer Schwierigkeiten in Deutschland: Hier zeichnet sich ab, dass wir bei den Kosten und den Terminen im geplanten Rahmen bleiben." Im Anschluss brachten Bauherren und Architekten eine Zeitkapsel ins Mauerwerk ein. Sie enthält neben einem Jahresplaner des Integrations- und Therapie-Zentrums (ITZ) vom DRK noch ein Exemplar des "Wolfenbütteler Schaufensters" sowie Anstecknadeln von DRK und Stadt Wolfenbüttel.

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news-668 Fri, 30 Sep 2022 14:24:16 +0200 Stärken stärken statt Schwächen schwächen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/staerken-staerken-statt-schwaechen-schwaechen-betriebliche-gesundheitsfoerderung-mal-anders-beim-drk.html DRK in Wolfenbüttel gestaltet betriebliche Gesundheitsförderung mal anders. Betriebliche Gesundheitsförderung ist mittlerweile kein Fremdwort mehr. Zahlreiche Firmen haben z. B. Rückenschule oder Massage im Angebot – kleine Miniurlaube für ihre Mitarbeiter. Im Rahmen des hauseigenen Bildungskatalogs des Wolfenbütteler DRK fand in der letzten Woche ein Workshop zum Thema „Stärken in Beruf und Alltag erkennen und einsetzen" statt – live und persönlich. „Die Arbeit im sozialen Bereich fordert durch den Kontakt zu zahlreichen Menschen viel Kraft und Stärke“, berichtet Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo. „Wir wollen unseren Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, sich mit ihren Stärken vertraut zu machen und ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen.“

Mit dem jährlichen Bildungskatalog bietet das DRK einen bunten Strauß aus Vorträgen und Fortbildungen rund um das Wirkungsfeld des Gesundheits- und Sozialwesens. „In unserem direkten Umfeld arbeiten zahlreiche Berufsgruppen unter einem Dach zusammen: Sozialpädagogen, Therapeuten, Fachkräfte aus der Pflege, dem Rettungsdienst und der Verwaltung. Daraus ergibt sich automatisch der Bedarf für breitgefächerte Weiterbildungsangebote“, meint Andrea Bruns, Fachleitung der Praxis für Ergotherapie im Integrations- und Therapiezentrum des DRK auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Sie ergänzt: „Natürlich freuen wir uns über jeden Gast aus anderen Einrichtungen und alle Interessierten sind herzlich willkommen.“

Bruns hat mit der Organisation dieser Veranstaltung in der vergangenen Woche die Stärkung des Kollegiums in den Fokus gerückt. „Es gibt Phasen, in denen man allem und jedem gerecht werden möchte. Ob im Beruf oder auch im privaten Alltag. Auch Social Media hat ohne Frage Vorteile, aber natürlich ebenso den entscheidenden Nachteil, dass man immer erreichbar ist. Insbesondere jetzt in der Corona-Pandemie steigt die Belastung. Eine nach innen gerichtete Aufmerksamkeit tut da gut“, erklärt Bruns. Zum Thema konnte sie den Referenten Jens Schreyer gewinnen. Der Göttinger ist Lehrcoach für Positive Psychologie, Systemischer Coach und Outdoortrainer.
Der Workshop „Stärken in Beruf und Alltag erkennen und einsetzen“ lud dazu ein, den folgenden Fragen auf den Grund zu gehen: Was sind eigentlich Charakterstärken? Welche habe ich und wie kann ich sie gezielt für Herausforderungen im Arbeitsalltag nutzen? „Gerade in dieser besonderen Zeit und in sozialen Berufsfeldern ist es wichtig, sich selbst Aufmerksamkeit und vor allem Achtsamkeit zu schenken“, betont Schreyer. So lernten die Teilnehmenden im Workshop, ihre eigenen Stärken zu erkennen, zu benennen und darauf stolz zu sein. Das schafft Raum, kreative Möglichkeiten zu finden und mit ihnen private und berufliche Herausforderungen zu meistern. Eine gelungene Form der betrieblichen Gesundheitsförderung.

„Mir hat besonders der Grundgedanke gefallen, dass Stärken zu stärken leichter sei als Schwächen zu schwächen“, berichtet Ann-Cathrin Duve, als Präventologin beim DRK tätig und Teilnehmerin des Workshops. „Dieser Ansatz ist in der Positiven Psychologie verankert. Das bewusste Anwenden von eigenen Stärken fördert Gesundheit, Lebensfreude und Selbstwertgefühl“, erklärt Duve. Um Achtsamkeit, Stressmanagement und Selbstfürsorge geht es auch in Duves Stressless-Angeboten, als Gruppenkurse oder Einzelcoaching. Die Gesundheitskurse werden sogar von der gesetzlichen Krankenkasse bezuschusst.

Informationen über Vorträge, Fortbildungen und alle weiteren Angebote der DRK-inkluzivo auf der Website www.itz-drk.de oder telefonisch unter 05331 / 927 8470.

 

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news-667 Tue, 27 Sep 2022 08:29:30 +0200 Zu Gast beim DRK: Studienreise der Koalitionsfraktionen aus Hessen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/zu-gast-beim-drk-in-wolfenbuettel-studienreise-der-koalitionsfraktionen-aus-hessen.html Die Sozialpolitik des Bundeslandes informierte sich am Exer über alternative Wege in der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. „Wissen Sie eigentlich, dass das was Sie hier machen, einzigartig ist“, kommentiert Susanne Selbert die Vorstellung der Aktivitäten des Wolfenbütteler DRK im Bereich Arbeit und Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen. Selbert steht als Landesdirektorin des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen einer 45köpfigen Delegation vor, die sich für eine Studienreise auf den Weg in die Lessingstadt gemacht hat. Das Angebot des Fachdienstes für berufliche Eingliederung, Menschen mit Beeinträchtigungen durch Unterstützung mit Arbeitsassistenz und Job Coaching für Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren, sei sogar im bundesweiten Vergleich bemerkenswert. „Von Ihnen können wir viel lernen“, so Selbert. Die Wolfenbütteler Ansätze sollen auch in Hessen eingeführt werden.

Nicole Arendt und Thomas Stoch von der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH stellten die Angebote des Fachdienstes vor. Zu Wort kamen auch die Nutzer: Thomas Ebeling beispielsweise hat das Down Syndrom, er wurde bereits in der Grundschule durch das DRK mit einer Schulassistenz begleitet. Heute ist er stolz auf seinen Arbeitsvertrag beim Cateringbetrieb Solferino und erzählt, wie es für ihn war, als er die Prüfung zum Fachpraktiker Küche bestanden hat: „Das war eine Party! Da habe ich alle umarmt, die in der Nähe waren.“ Thomas Ebeling verdient heute einen richtigen Lohn und führt ein weitgehend normales Leben. In seinem Vortrag überraschte er mit der Aussage, dass er noch drei Jahre beim Solferino bleiben wolle und sich dann nach einem anderen Betrieb umsehe. Auch Dustin Depta, derzeit tätig bei einem Nahrungsmittelhersteller in der Region und Amelie Feickert, beschäftigt in einem Alten- und Seniorenheim, berichteten engagiert von ihrem Werdegang und von der Unterstützung durch den Fachdienst FBE.

„Selbstbestimmung macht selbstbewusst“, erklärte Thomas Stoch. Er verdeutlichte die Haltung, die wichtig ist, um Teilhabe zu ermöglichen und Betroffene zu fördern. Das schaffe echte Alternativen für diejenigen, die nicht dauerhaft in einer Werkstatt tätig sein wollen. In Werkstätten liege die Quote, Personen mit Behinderungen auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln, nach wie vor bei unter 2% pro Jahr. Dagegen ist die Vermittlungsquote des FBE beeindruckend, hier wurden in den letzten Jahren insgesamt über 60% der FBE-Kunden vermittelt.

Dass das in den letzten Jahren kein Selbstläufer war, verschweigt Stoch nicht. Es brauche Überzeugungsarbeit, starke Eltern und manchmal auch rechtlichen Beistand, um Kostenträgern und der kommunalen Verwaltung aufzuzeigen, in welche Richtung es gehen muss. „Zu stark etabliert sind die üblichen Wege zwischen Förderschule und Werkstätten. Das System hat sich über Jahrzehnte eingerichtet“, meint Stoch.

Dass hier ein Umdenken möglich ist, verdeutlichten Jörg Meironke von der Agentur für Arbeit und Thorben Haste, Teamleiter der Eingliederungshilfe bei der Stadt Salzgitter. „Wir waren am Anfang tatsächlich skeptisch“, so Meironke aus Sicht der Kostenträger. „Aber wir haben es gewagt. Heute sind wir froh über die Angebote des FBE, unsere Beratung ist deutlich breiter als noch vor wenigen Jahren.“ Thorben Haste, wegen einer Corona-Erkrankung digital zugeschaltet, ergänzte: „Als Kostenträger haben wir Entscheidungsspielräume. Die müssen nur genutzt werden, um eine wirksame Hilfe zu etablieren.“ Wenn diese eben außerhalb der etablierten Werkstätten liegt, dann sei das ein guter Weg.

Am Abend folgte ein fachpolitischer Austausch in großer Runde, teilgenommen hat auch Bernd Retzki, Sozialdezernent des Landkreises Wolfenbüttel. Er bestätigte, dass die Entwicklungen im Landkreis mit dem Handlungsplan Inklusion korrespondieren und dass eine Vielfalt von Angeboten und Unterstützungsmöglichkeiten wichtig sei.

Die Gäste lobten das Engagement des DRK Wolfenbüttel für Menschen mit Behinderungen. Sie bestätigten, viele gute Ansätze und Ideen mit nach Hessen zu nehmen. Beeindruckt waren die Politiker aus Hessen auch ganz allgemein von der Stadt Wolfenbüttel, die sie auf einer Stadtführung kennenlernen durften. „Der eine oder die andere wird sicher noch einmal den Weg nach Wolfenbüttel finden“, so die einhellige Meinung in der Gruppe.

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news-665 Fri, 16 Sep 2022 10:52:00 +0200 am 19.09.: Vorstellung des Fachdienstes zur beruflichen Eingliederung https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/beschaeftigung-von-menschen-mit-behinderungen-19-september-der-fachdienst-zur-beruflichen-eingliederung-des-drk-stellt-sich-vor.html „Jeder Mensch mit einer Behinderung hat das Recht auf Arbeit und Beschäftigung“, erklärt Nicole Arendt. Sie leitet den Fachdienst FBE beim Deutschen Roten Kreuz Wolfenbüttel. Gemeinsam mit ihrem Team setzt sie sich dafür ein, dass den Betroffenen mehr Wege aufgezeigt werden, als sie an eine der etablierten Behindertenwerkstätten zu verweisen. Dabei geht es darum, die Kunden des Fachdienstes für den sogenannten „ersten Arbeitsmarkt“ zu qualifizieren.

Über die Arbeit des FBE und die gesetzlichen Möglichkeiten informiert Arendt und ihr Team am kommenden Montag. Arbeitsassistenz, Job Coaching, das Budget für Arbeit – alles Begriffe, die erklärungsbedürftig sind. „Im Dschungel der Möglichkeiten finden wir immer einen Weg“, erklärt Arendt. Dabei sollen die Kunden je nach ihren Neigungen und Fähigkeiten auf der Suche nach einem geeigneten Betrieb begleitet werden.

Die Teilnehmer der FBE-Maßnahmen sind oft sehr motiviert, einer Tätigkeit nachzugehen. Das ist für viele Firmen manchmal überraschend. Denn oft ist es so, dass Verantwortliche aus Betrieben noch nicht viel Erfahrungen gemacht haben, Menschen mit geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderungen im Arbeitsalltag einzubinden. Umso schöner ist es, wenn es klappt – und wenn am Ende sogar ein Arbeitsvertrag unterschrieben wird. Voraussetzung ist die enge Begleitung durch das DRK. Hierüber sprechen die Referenten bei diesem Vortragsabend, es wird ausreichend Zeit sein für eine anschließende Diskussion und den Austausch über persönliche Erfahrungen.

Beginn des Informationsabends ist am 19. September um 18 Uhr, die Veranstaltung findet im DRK-Solferino statt, Am Exer 17 in Wolfenbüttel. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Es wird um das Tragen einer Mund-Nasen-Maske gebeten.

Rückfragen gerne per E-Mail unter info@inkluzivo.de oder per Telefon unter 05331 / 927 8470. Nähere Informationen über die Angebote des DRK Wolfenbüttel für Menschen mit Beeinträchtigungen gibt es auf der Homepage des FBE.

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news-664 Fri, 16 Sep 2022 09:29:00 +0200 Viel Zulauf am DRK-Stand https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/viel-zulauf-am-drk-stand.html Einen erfolgreichen Auftritt bei der "Nacht der Bewerber" absolvierte ein Quartett des DRK-Kreisverbandes am Freitag Abend. Vier Stunden dauerte die Aktion bei der Volksbank Wolfenbüttel, und mehrere hundert junge Menschen schlenderten durch den Verwaltungsbau und blieben an diesem oder jenem Stand stehen, um sich über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.


Unter den rund 60 Ausstellern war auch der DRK-Kreisverband. "Unser Stand war gut besucht", berichtete die Organisatorin Sonja Grabau, Teamleiterin der Servicestelle. "Die Anfragen gingen in die verschiedenen Richtungen, und wir haben über die Ausbildung im Büro zu Kaufmann/-frau für Büromanagement, über das FJS im Bereich Tafel und FED sowie über den Bundesfreiwilligendienst informiert." Die größte Nachfrage richtete sich aber an eine Ausbildung im Rettungsdienst. "Alle Besucher haben Flyer sowie kleine Give-aways mitbekommen – außerdem die Einladung von uns, sich gerne beim DRK zu bewerben."

 

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news-663 Fri, 09 Sep 2022 14:13:00 +0200 Viele Alarme belasten den Rettungsdienst https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/unsinnige-alarme-belasten-den-rettungsdienst.html DRK setzt neuen Rettungsdienstbedarfsplan für den Landkreis um. Zusätzlicher RTW für Cremlingen. Das dürfte vor allem die Menschen in und um Cremlingen freuen: Durch die Neufassung des Bedarfsplans für den Rettungsdienst wird nun auch der Bereich ihrer Gemeinde mit einem zusätzlichen Rettungswagen bedient. Der Landkreis Wolfenbüttel als Träger des Rettungsdienstes hatte im Frühjahr den neuen Bedarfsplan nach längeren Verhandlungen mit den Krankenkassen beschlossen.  "Durch eine zeitliche Neugliederung unserer Kräfte sind im Nordosten des Landkreises, einschließlich der Stadt Wolfenbüttel, nun sogar drei Fahrzeuge im Einsatz", erläutert Daniel Schulte, Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel gGmbH.

Im Moment sei man auf der Suche nach einer geeigneten Wache. "Bis sie einsatzbereit ist, steht der Rettungswagen in Wolfenbüttel am Exer. In zwei Schichten sind jeweils zwei Kollegen 24 Stunden täglich für die Cremlinger da." Der Bereich an der Autobahn 39 und der Bundesstraße 1 ist besonders verkehrsintensiv. Damit die Eintreffzeiten gehalten werden können wäre eine zügige Stationierung des Fahrzeugs in Cremlingen wünschenswert.

Grundlage für die Neuregelung ist das Niedersächsische Rettungsdienstgesetz. Dort ist festgelegt, dass Einsatzorte am öffentlichen Straßennetz in 95 Prozent der Alarmierungen innerhalb von 15 Minuten durch die Hilfskräfte erreicht werden müssen. Doch im Cremlinger Raum, der am weitesten von der Kreisstadt entfernt liegt, gab es zu den Hilfsfristen sozusagen einen weißen Fleck auf der Rettungslandkarte: Das DRK hatte schon seit Jahren darauf hingewiesen, dass die Eintreffzeiten häufig nicht der gesetzlichen Vorgaben entsprachen.

Nun wurde also die Neuregelung genehmigt. "Das war höchste Zeit, denn der Bedarf an Rettungsdienstfahrten steigt leider ständig", erklären Schulte und Steffen Tegtmeier, der den DRK-Rettungsdienst in Wolfenbüttel leitet. Einerseits gebe es tatsächlich mehr notwendige Alarmierungen, die Gründe lägen unter anderem im demografischen Wandel der Bevölkerung. "Allerdings haben wir auch eine ganze Reihe von Notrufen, die eigentlich keine Notrufe sind und auch vom ärztlichen Bereitschaftsdienst bearbeitet werden könnten."

Beispielsweise sei es nicht nötig, bei Beschwerden außerhalb der Öffnungszeiten des Hausarztes gleich den Rettungsdienst zu rufen. "Sinnvoller ist ein Anruf unter der bundesweit einheitlichen Nummer 116117", betont Schulte. Dort melde sich der kassenärztliche Notdienst, der die weiteren Schritte einleite und nötigenfalls auch Hausbesuche durchführe.

Zudem räumt Tegtmeier mit einem weit verbreiteten Irrtum auf: "Viele glauben, sie kommen im Krankenhaus schneller dran, nur weil der Rettungswagen sie bringt – das ist aber ein Trugschluss, denn es geht dort ausschließlich nach der Schwere der Verletzung oder Erkrankung."

Alarmierungen der unnötigen Art sorgten für viel Arbeit im Rettungsdienst. "Verkehrsunfälle zum Beispiel spielen in unserem Alltag kaum eine Rolle", schildern die beiden Experten. Gut 80 Prozent der Anrufe kämen aus Haushalten und seien internistischer Natur.

Positiv: Der Wolfenbütteler Rettungsdienst hat neben der Verschiebung im Bereich Cremlingen einen neuen Fahrzeugtyp in Dienst gestellt: den Notfall-Krankenwagen (N-KTW). Er ist für dringende Krankentransporte gedacht, die zwar zügig erledigt werden müssen, es jedoch keine Lebensgefahr für den Patienten besteht und somit kein Rettungswagen mehr gebunden werden muss. "Mit dem N-KTW erweitern wir unser Angebot deutlich", unterstreicht Schulte. "Dieser Wagen ist nun ebenfalls im Zwei-Schicht-Betrieb 24 Stunden im Einsatz."

Das alles spielt sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ab, unter dem alle Rettungsdienste Deutschlands leiden. "Im Moment haben wir zwar alle Bedarfe gedeckt, aber wir freuen uns immer über Bewerbungen", rührt der Geschäftsführer die Werbetrommel. Dabei gebe es durchaus reizvolle Konditionen für Quereinsteiger: "In die Ausbildung zum Rettungssanitäter kann man jederzeit einsteigen, sie dauert ein Jahr." Etwas komplexer sei die Ausbildung zum Notfall-Sanitäter: "Sie dauert drei Jahre. Der Anmeldeschluss für den Ausbildungsstart 2023 ist am 31. Dezember 2022." Informationen zu diesen Ausbildungen gibt es in Wolfenbüttel unter ausbildungdrk-rettungsdienst-wf.de 

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news-660 Fri, 09 Sep 2022 10:29:31 +0200 Kleiderkammer sucht gebrauchte Textilien https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/kleiderkammer-sucht-gebrauchte-textilien.html Große Dankbarkeit im Team Korsch, doch Müllsäcke im DRK-Kleidercontainer sorgen für Verdruss. Nach wie vor ist die Kleiderkammer des DRK-Ortsvereins Wolfenbüttel froh und dankbar darüber, wie viele Sachspenden aus der Wolfenbütteler Bevölkerung eingehen. "Diese Gaben versetzen uns in die Lage, auch die vielen Flüchtlinge aus der Ukraine gut mit Kleidung zu versorgen", sagt Joachim Korsch, der ehrenamtliche Leiter der Kleiderkammer. Allerdings sind nicht alle benötigten Textilien vorrätig. "Wir brauchen immer wieder Garderobe für Damen und Herren sowie Kindersachen, gerade für den Winter", betont Korsch. Engpässe gebe es auch bei Unterwäsche und Schuhen, erläutert er weiter. Zudem herrscht ein erhöhter Bedarf an Bettwäsche, Handtüchern und Spielsachen.

Dieser Tage traf sich Korsch mit seinen Helferinnen und Helfern aus jener Gruppe, die montags und mittwochs für das Funktionieren der Kleiderkammer Am Exer 15 Sorge trägt. Bei einem gemütlichen Kaffeetrinken ging es um die gemeinsame Arbeit – und um gemeinsame Ärgernisse. Dazu gehören zum Beispiel Dinge, die sich im Kleidercontainer wiederfinden, obwohl sie dort nichts zu suchen haben: "In letzter Zeit gab es wieder mehrfach Fälle, in denen jemand blaue Säcke voller Müll bei uns eingeworfen hat", ärgert sich der Kleiderkammer-Chef.

Dies sei nicht nur eine Zumutung für die ehrenamtlichen Helfer, sondern verursache auch ärgerliche Kosten: "Für die Entsorgung muss das Rote Kreuz Geld aufwenden, das wir an anderer Stelle besser gebrauchen könnten."

Haben Sie Fragen zur Kleiderkammer, möchten Sie größere Mengen spenden oder haben Sie Lust, ehrenamtlich mitzuarbeiten? Sie erreichen uns Am Exer 15 oder unter der Telefonnummer 05331/927 84 64.
Weitere Infos  erhalten Sie auf der Internetseite der Kleiderkammer.

 

 

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news-659 Tue, 30 Aug 2022 16:26:59 +0200 DRK unterstützte beim Altstadtfest Wolfenbüttel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-unterstuetzte-beim-altstadtfest-wolfenbuettel.html Ein rundum zufriedenes Fazit von den drei Tagen des Altstadtfestes in Wolfenbüttel zieht Tobias Liersch, der den DRK-Einsatz leitete. Bereitschaft und Einsatzzug hatten ihre Kräfte gebündelt und waren stets Herr der Lage. Darüber hinaus war der Stand am Okerufer des Schulwalls rundum geglückt und wurde von vielen Besuchern als gelungenes Aushängeschild betrachtet. "Ich kann mir vorstellen, dass wir das künftig wieder so machen", erklärte Liersch. "Aber wir werden erst eine abschließende Manöverkritik vornehmen."

Interessanterweise wirkte nicht zuletzt ein ungewöhnliches Angebot als Besuchermagnet: Die alkoholfreie Version der Cocktails Mojito und Pina Colada hatte ausgerechnet das Rote Kreuz in die Getränkekarte genommen. "Dieser Idee lag der Gedanke zu Grunde, dass wir in unserer Feldküche Dinge nicht nur erhitzen, sondern diese auch kühl halten können", erklärte Tobias Liersch schmunzelnd, während er den schweren Deckel hob. Der Kessel war gefüllt mit Eiswürfeln, die er großzügig in ein Glas füllte und mit Mojito ergänzte – übrigens das Lieblingsgetränk Ernest Hemingways, als der Schriftsteller noch auf Kuba lebte.

Die Gruppe des DRK verlebte ein sehr gemischtes Wochenende. "Wir sind hier durchschnittlich 15 bis 20 Personen am Stand, damit wir sowohl die Fußstreifen bewältigen können, sowie die Standbetreuung und die Unfallhilfsstelle." Für Kinder waren einige Aktionen vorbereitet, zum Beispiel eine ansprechende DRK-Hüpfburg, drei Kübelspritzen sowie Mal- und Bastelsachen. "Wir stehen hier am Schulwall – zwar nicht ganz zentral, aber wir haben auch unsere Ruhe für die Aktionen", kommentierte Liersch.

Der Standort wurde für die drei Festtage ein Geheimtipp für alle – und auch für die Einsatzkräfte: Das DRK bot die attraktivste Ecke zum Chillen an der Oker unter Bäumen. "Und unsere alkoholfreien Cocktails kamen auch bei den Kollegen gut an." Sämtliche Besatzungen der Rettungswagen und des neuen Notfall-KTW (Krankentransportwagen) fanden sich am Samstagabend für ein paar Getränke beim Team von Tobias Liersch ein.

Doch phasenweise wurde es dann doch kurzzeitig hektisch: Am Freitag gab es auf dem Schlossplatz ein paar kleinere Einsätze ("junge Menschen, die nicht mit Alkohol umgehen können"). Das Rote Kreuz musste die Opfer einer Schlägerei verarzten. Gleichzeitig traf der Alarm aus Groß Stöckheim ein, bei dem zunächst ein brennender Dachstuhl gemeldet wurde. "Wir sind erstmal mit zwei Mann rausgefahren, aber zum Glück hat sich der Dachstuhlbrand nicht bewahrheitet."

"Am Samstag passierten dann viele Sachen gleichzeitig", schildert Tobias Liersch. Neben den kleineren Einsätzen auf der Festmeile mussten parallel sämtliche Rettungswagen ausrücken, um einige internistische Notfälle abzuarbeiten.

Für die Fußstreifen verliefen die drei Festtage hingegen recht harmlos. "Wir mussten einige Male helfen wegen Erschöpfung und wegen Alkoholproblemen", schilderte Heiko Salfeld, der im Trio mit Johanna und Mike Herzberg unterwegs war. Auch Wespenstiche fanden gelegentlich statt. "Im Grunde war es aber ein ruhiger Dienst."
 

Interessieren Sie sich für die Arbeit der Bereitschaften oder möchten bei uns mitmachen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite derBereitschaften.

 

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news-657 Mon, 22 Aug 2022 13:09:00 +0200 Facettenreiches soziales Engagement: BFD und FSJ beim DRK Wolfenbüttel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/facettenreiches-soziales-engagement-bfd-und-fsj-beim-drk-wolfenbuettel.html Ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim DRK kann helfen, neue berufliche Perspektiven zu eröffnen oder die bestehenden Zukunftsideen auf die Probe zu stellen. Auch in diesem Jahr sucht das DRK Wolfenbüttel zum 1. September noch Freiwillige mit sozialer Ader. Einsatzmöglichkeiten gibt es zum Beispiel beim Fachdienst für berufliche Eingliederung, im Familienentlastenden Dienst, dem Rettungsdienst, oder – hier besteht besonders hoher Bedarf – bei der DRK-Tafel Wolfenbüttel. Ein weiterer Ort, um im DRK ein FSJ oder BFD durchzuführen, ist die Flüchtlingshilfe, wozu aktuell auch die Betreuung der Notunterkünfte für ukrainische Geflüchtete gehört. Neben dem Einsatz in diesem Feld bietet die Flüchtlingshilfe vielseitige Einsatzfelder, wie zum Beispiel den Mobilen Spieltreff oder auch die Fahrradwerkstatt.

Laurenz Kooymann war im vergangenen Jahr im Rahmen eines FSJ im wohl bekanntesten Bereich des DRK-Wolfenbüttel tätig: Dem Rettungsdienst. „Ich wurde wunderbar aufgenommen und konnte viel lernen“, lobt der 19-Jährige und berichtet von den umfangreichen Weiterbildungsangeboten während seiner Zeit auf der Rettungswache. Als öffentlich präsentester Teil des DRK in der Lessingstadt sind die Plätze im Freiwilligendienst grundsätzlich schnell ausgebucht. Ähnliche Angebotsvielfalt gibt es aber auch in anderen, weniger geläufigen Teilbereichen des DRK Wolfenbüttel.

Der Familienentlastende Dienst

Diese Erfahrung hat Franziska Reitmeier gemacht. „Ich wusste eigentlich gar nicht, was das DRK alles macht. Ich wollte nach 13 Jahren Schule ein Jahr Praxis haben, bevor es im Studium wieder nur ums Lernen geht“, berichtet die 19-Jährige. Sie hat ihren Freiwilligendienst erst vor kurzem begonnen und befindet sich schon mit pflegebedürftigen Menschen auf einer Freizeit in Ravensbrück. Das sei, erklärt Reitmeier, auch beispielhaft für ihre Arbeit: „Ich bin viel in Gruppen unterwegs. Nachmittags gibt es Aktivitäten, wie die Sportgruppe. Bei den Einzelbetreuungen am Vormittag geht es um vielfältige Hilfen, wie Einkaufsbegleitungen oder Haushaltshilfen. Alles ist dazu da, um pflegende Angehörige zu entlasten.“

Reitmeier hebt besonders hervor, wie das DRK auf ihre persönlichen Hobbys eingegangen ist: „Das hat sich schon im Vorgespräch gezeigt“. Vor jedem Freiwilligendienst führt das DRK Gespräche mit den Interessenten, um die Präferenzen für einen Einsatzort abzufragen. Dabei sollen sich die Freiwilligen auch persönlich einbringen können: „Als ich nach meinen Hobbys gefragt wurde, habe ich gesagt, dass ich gern tanze. So konnte ich gleich in der Tanzgruppe hospitieren. Mir wurde dann Zeit gegeben um mir klar zu werden, ob es das richtige für mich ist – dann durfte ich anfangen.“

Viel gelernt habe die 19-Jährige bislang über die Benutzung von Rollstühlen oder behindertengerechte Autos. Auch die Fortbildungsangebote möchte sie unbedingt wahrnehmen: „Die Themen Autismus und ADHS interessieren mich sehr. Da stoßen viele Menschen an ihre Grenzen – ich möchte damit in Zukunft besser umgehen können.“ Abschließend meint Reitmeier: „Ich finde, der Freiwilligendienst bringt viel Lebensqualität. Der Kontakt mit den Menschen ist wahnsinnig schön, der Umgang freundschaftlich. Es schenkt viel Freude!“, berichtet Reitmeier abschließend.

Auf sicheren Füßen in die Karriere

Ähnlich positiv berichtet Tarek Dries, der als „Alter Hase“ kurz vor dem Abschluss seines Bundesfreiwilligendienstes steht, ebenfalls beim Familienentlastenden Dienst: „Am Anfang musste ich ein bisschen Schüchternheit überwinden, mich mit Inklusion und körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen auseinandersetzen. Auch psychisch. Das fand ich ziemlich spannend.“ Nach einer umfangreichen Einarbeitung konnte Dries viele Angebote und Ausflüge begleiten. In der Corona-Zeit habe das DRK gute Lösungen gefunden, um Seminare Online anzubieten. Zum Ende seines Jahres befindet sich Dries mit Reitmeier auf der gleichen Freizeit im Harz: „Für die Klienten ist das ein bisschen wie Urlaub. Es geht ja immer darum, allen Beteiligten ein weitestgehend normales Leben zu ermöglichen. Rausgehen, eine Runde spielen, einfach Inklusion leben!“, erklärt Dries seine Arbeit und ergänzt: „Gerade Menschen mit Einschränkungen leben relativ abgeschottet von der Gesellschaft – sie gehen nicht normal einkaufen, arbeiten in separaten Einrichtungen. Hier Normalität zu schaffen, das ist das Ziel von Inklusion.“

Der 19-Jährige weist aber auch darauf hin, dass Freiwilligendienstleistende absolut keine Berührungsängste haben sollten: „Man muss teilweise Windeln wechseln und in anderen Bereichen der Körperpflege unterstützen. Dafür muss man offen sein. Außerdem braucht man natürlich eine selbstbewusste soziale Ader, mit der man sich gut auf Menschen einstellen kann. Denn je nach Behinderung kann auch einfache Kommunikation eine Herausforderung sein.“

Dries rät seinen Nachfolgern, vor allem Spaß zu haben und sich nicht zu sehr zu verbeißen: „Viele Freiwilligendienstleistende sind ziemlich jung und haben wenig Erfahrung mit Vollzeitjobs. Da fällt es noch schwer, das Berufliche und das Private zu trennen. Das muss man lernen.“ Dries hat die Erfahrung gezeigt, dass er im sozialen Bereich bleiben will. „Ich hab an ein Studium der Sozialpädagogik gedacht. Förderschullehramt interessiert mich – das finde ich sehr wichtig.“

Freiwillig bei der Tafel

Die Tafeln in Deutschland leben noch mehr als viele andere Bereiche von Freiwilligen. Dabei geht es gerade in Wolfenbüttel um mehr als „nur“ Lebensmittel verteilen. Freiwillige bei den Tafeln in Wolfenbüttel sind auch Seelsorger, Vermittler, Zuhörer. Vom Abholen der Lebensmittel über die Sortierung bis zur Ausgabe wartet auf die Freiwilligen neben vielen zurückgelegten Kilometern und körperlicher Arbeit auch neue Kontakte, kulturelle Einblicke in unterschiedlichste (Koch)kulturen und Lebensrealitäten. Bei Eberts Hof in Wolfenbüttel kommt auch noch die Second-Hand-Boutique dazu – ein Alleinstellungsmerkmal unter allen Tafeln in Deutschland.

FSJ oder BFD? Der Unterschied

Die beiden Freiwilligendienste FSJ und BFD haben vieles gemeinsam. Die Dauer umfasst in beiden Fällen 6 bis 18 Monate. Der hauptsächliche Unterschied ist, dass die Leistungen des Bundesfreiwilligendienstes vom Bund bezuschusst werden und das Freiwillige soziale Jahr teils von den Ländern finanziert wird. Außerdem kann man einen BFD mehrfach leisten – jeweils im Abstand von fünf Jahren. Ein FSJ ist nur einmal möglich. Das FSJ hat zudem eine Altersgrenze bis 27 Jahre. Der BFD steht allen offen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung

>>> auf Klick zum BFD

>>> auf Klick zum FSJ

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news-656 Thu, 18 Aug 2022 13:18:38 +0200 Tafel macht Schule: Begeisterte Kinder in der Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/tafel-macht-schule-begeisterte-kinder-in-der-tafel.html DRK-Aktion fand ihren alljährlichen Höhepunkt bei der Verteilung von Ranzen und Schultüten. Kinderfreude ist doch die schönste Freude. Das wurde mal wieder deutlich, als es am Mittwoch einen großen Termin im Eberts Hof gab, dem Tafel-Shop des DRK-Kreisverbandes am Großen Zimmerhof 29. Dort stand bereits zum 15. Mal die Verteilung der Spenden für "Tafel macht Schule" an – wie immer ein großer Tag für die Erstklässler aus bedürftigen Familien, die stets dreifach beschenkt werden.

"Neben einem hochwertigen Ranzen bekommt jedes Kind eine Schultüte und eine Tragetasche mit Ausrüstung", erklärte Sonja Meyer. Sie ist neben Tafelleiterin Juliane Liersch neue DRK-Projektleiterin für Tafel macht Schule, beide arbeiten im Ehrenamt. "Für mich ist das die erste Verteilung dieser Art", sagte die Neue, "ich freue mich riesig darauf." Bis April war die 60-Jährige als Arzthelferin tätig, dann wechselte sie langsam in den Ruhestand, half erst einen, dann zwei Tage pro Woche im Tafelladen. "Das Ehrenamt hat mich schon das ganze Leben begleitet."

Nun stand also der erste Höhepunkt an. 50 Kinder hatte das Rote Kreuz persönlich eingeladen, sich die Erstausrüstung abzuholen. Und zum ersten Mal wurde die Begrüßung mit Erklärung des Ablaufs auf Englisch gehalten: "In diesem Jahr haben wir ganz viele Flüchtlingskinder", erzählte Juliane Liersch, "aus der Ukraine, aus Afrika und anderen Staaten." Die Sprachbarrieren seien im Tagesgeschäft hoch, aber am Ende komme man immer irgendwie ans Ziel.

Erfreulich: Als die Tafelleiterin später im Laden nur die Kinder fragte, wer denn Deutsch spreche, da gingen fast alle Finger in die Höhe. Und als dann der Startschuss gefallen war, spielte Sprache ohnehin keine Rolle mehr: Jedes Kind durfte sich seinen Ranzen und die Schultüte nach dem Dekor aussuchen – ganz offensichtlich gleichen sich die Geschmäcker auch international. Bei den Mädchen standen Einhörner hoch im Kurs, bekannte Comic-Figuren, und alles möglichst in Pink. Die Jungs griffen zu Grün und Blau, wobei Trecker, Mähdrescher und Raumfahrer schwer angesagt waren.

Die Abholerzahl von 50 Kindern bedeutete für die Wolfenbütteler Tafel übrigens einen Rekord, den das DRK nur mit Spenden von rund 6000 Euro bewältigen konnte. "Neben dem Geld haben wir aber auch ganz viel Schweiß gelassen", erklärte Sonja Meyer lachend. Wochenlang durchstreifte sie Geschäfte, handelte Preise nach unten und sorgte zu guter Letzt in einem großen DRK-Container dafür, das alles gerecht in Tüten verpackt wurde.

Allein die Tragetaschen beinhalteten 40 Artikel, von Blöcken und Mappen über Stifte und Malsachen bis hin zu Trinkflaschen und Behältern für die Hasenbrote. Dass sich in den Schultüten auch ein paar Süßigkeiten finden ließen, versteht sich von selbst. Und doch: "Nächstes Jahr werden wir wohl einen mehrsprachigen Zettel gestalten mit Hinweisen, was es überhaupt mit Schultüten auf sich hat", kündigte Juliane Liersch an.

Denn eins wurde auch deutlich: Die Interessen der Kinder im Laden mit denen der Eltern vor den Fenstern unter einen Hut zu bringen, war nicht immer ganz einfach. "Wir bleiben da aber unserer Linie treu", kommentierte die Tafel-Leiterin lautstarke Versuche der Eltern, Einfluss auf den Nachwuchs zu nehmen: "Bei der Auswahl der Sachen zählt nur, was die Kinder wollen."

Ihre neue Projektleiterin jedenfalls war rundum zufrieden mit der Veranstaltung. "Wir wollen uns aber ganz besonders bei den vielen Spendern bedanken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben", unterstrich Sonja Meyer. In diesem Jahr sei dabei die Belegschaft des benachbarten Woolworth-Marktes hervorzuheben. "Sie haben sich unheimlich viel Mühe gegeben, haben mitdekoriert und aus anderen Märkten herbeigeschafft, was benötigt wurde." Und Geld wurde durch die Beweglichkeit der Marktleitung auch noch gespart: "Auf diese Weise konnten wir insgesamt zehn Ranzen mehr besorgen und ausstatten."

An erster Stelle jedoch stand auch bei ihr, wie glücklich wieder die Erstklässler gemacht wurden: "Ich freue mich total. Die Reaktionen der Kinder waren wirklich zu süß."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen oder spenden?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-587 Wed, 08 Dec 2021 10:13:00 +0100 DRK in Sickte unterstützt die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-in-sickte-unterstuetzt-die-tafel.html Rotkreuz-Aktion "Tafel macht Schule" freut sich über eine Spende von 1000 Euro. Zu einer schönen Tradition sind die vorweihnachtlichen Spenden des DRK-Ortsvereins Sickte geworden. Nutznießer ist seit einigen Jahren die Aktion "Tafel macht Schule", die der Rotkreuz-Kreisverband 2008 ins Leben gerufen hat.

"Wir sind uns im Vorstand einig, dass es wichtig ist, eine Initiative in unserer Region zu fördern", erklärte Margrit Weigelt bei der Scheckübergabe die Beweggründe der Sickter. Sie ist Vorsitzende des Ortsvereins und entschied auch diesmal, 1000 Euro an den Kreisverband zu geben. "Tafel macht Schule ist ein ausgesprochen schönes Projekt des Kreisverbands."

Dafür bedankte sich Juliane Liersch herzlich. Die ehrenamtliche Leiterin von Eberts Hof, dem DRK-Tafelladen am Großen Zimmerhof in Wolfenbüttel, nahm den Scheck entgegen – passender Weise in der Sickter Schule. Und sie berichtete bei dieser Gelegenheit von ständig wachsenden Zahlen der Abholer. "Voriges Jahr haben wir 23 Schüler unterstützt, in diesem Jahr waren es schon 28." Mittlerweile kämen nicht nur Kinder zum Zuge, deren Bedürftigkeit sozusagen amtlich festgestellt worden ist. "Inzwischen erreichen uns auch Hilferufe aus verschiedenen Schulen direkt", sagte Juliane Liersch. "Da heißt es dann oft, wir haben hier eine Familie, die braucht dringend ihre Unterstützung."

Die Hilfsprojekte des DRK sind vielfältig, doch bei "Tafel macht Schule" geht es in erster Linie um Kinder, die zur Einschulung ausgestattet werden müssen, weil die Eltern es nicht schaffen. "Wir kaufen aus den Spenden Ranzen, Schultüten und die erforderliche Ausstattung." Juliane Liersch war sich mit Margrit Weigelt einig, dass die Vorgaben der Schulen nach ganz bestimmten Stiften und Tuschkästen schwierig ist: "Jetzt sind wir gezwungen, ebenfalls diese hochwertige Ausstattung zu kaufen." Benachteiligung fange bei unterschiedlichem Material an. "Wer da schon mit schlechterer Ausrüstung startet, der wird sich schwer tun mit der Intregration in die Gemeinschaft."

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news-580 Thu, 18 Nov 2021 09:37:11 +0100 DRK plant Pflege-Ausstieg https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-plant-pflege-ausstieg.html Der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel plant, seine Pflege + Betreuung gGmbH aufzulösen. "Wir haben uns schweren Herzens zu diesem harten Schnitt entschlossen", teilen Vorstand Andreas Ring und Horst Kiehne, Vorsitzender des Präsidiums, in einer Presseerklärung mit. Beide versichern, dass kein Pflegevertrag kurzfristig gekündigt wird. "Vielmehr werden wir jetzt im Einvernehmen mit dem Betriebsrat nach Lösungen suchen, die für unsere Patienten und unsere Mitarbeiter gleichermaßen tragfähig sind."

Die Geschichte der gemeinnützigen Gesellschaft reicht zurück bis ins Jahr 1977. Damals startete die heutige "Sozialstation Vorharz" mit einer Gemeindeschwester des Roten Kreuzes, die Patienten in Hedeper, Wetzleben, Timmern, Groß- und Klein Biewende betreute. 1982 wurde die "Sozialstation Elm-Asse" gegründet, 2003 wurden die Sozialstationen zusammengelegt und firmierten seit 2004 unter dem Namen „Vorharz“. Seit dem 31. August 2009 führt der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel die Einrichtungen unter dem Namen „DRK-Pflege + Betreuung Wolfenbüttel gGmbH".

Von den mehr als 100 Mitarbeitern, die noch vor einigen Jahren im Unternehmen beschäftigt waren, sind mittlerweile nur noch 42 Pflege-, Betreuungs- und Hauswirtschaftskräfte tätig. Renteneintritt, Umzug oder Wechsel in eine andere (teil-)stationäre Pflegeeinrichtung haben die Belegschaft stark schrumpfen lassen. Von der Zentrale am Dammtor in Hornburg aus betreuen sie rund 200 Kunden in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel. In den zurückliegenden Jahren hat sich das Rote Kreuz stets für die Menschen in der Fläche verantwortlich gefühlt. Aufgrund fehlender Personal-Kapazitäten können Versorgungsanfragen jedoch nicht mehr wie gewünscht angenommen werden. "Gerade die Einsätze in weit entfernten Orten sind seit langem nicht kostendeckend", erklärt Andreas Ring die Situation. Steigende Fahrt- und Personalkosten bei gleichzeitiger Unterfinanzierung durch die Kostenträger führen zu strukturellen Defiziten.

"Wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht", betont Horst Kiehne. Vielmehr sei der Kreisverband seit mehreren Jahren auf der Suche nach einem Partner, der die Pflege + Betreuung fortführen könnte. "Wir haben viele Gespräche geführt und alle gemeinnützigen Träger befragt – am Ende haben doch alle abgewunken."

Das Desinteresse hat keine Wolfenbütteler Gründe, sondern erklärt sich mit einem Blick auf den Pflegenotstand. "Niedersachsen ist seit vielen Jahren bei den alten Bundesländern Schlusslicht in der Pflege", sagt Andreas Ring. Pflege ist Ländersache, daher gelten in jedem Bundesland andere Vorschriften und Vergütungsstrukturen. In den jeweiligen Landesregierungen sei dieses heiße Eisen seit mehr als fünfzehn Jahren bekannt, aber niemand fasse es an. Dies ist natürlich auch ein Signal an die Landespolitik, umgehend den Pflegenotstand engagiert und wirkungsvoll zu bekämpfen. Der Notstand wird sich zukünftig in eine Pflegekatastrophe entwickeln.

"Gerade in einem Flächenland wie dem unsrigen müssen aber Lösungen her." Fachkräftemangel, Unterfinanzierung, ständig steigender Pflegebedarf –  hochwertige Pflege und zufriedene Mitarbeiterinnen sind unter dem Roten Kreuz im Landkreis Wolfenbüttel zukünftig nicht möglich. "Es ist ein Teufelskreis, den nur die Politik durchbrechen kann."

Der Kreisverband zieht daher die Konsequenzen. "Aber es wird keine kurzfristige Kündigung von Pflegeverträgen geben", versichert Horst Kiehne. Auch ein Schlussdatum für die Patientenbetreuung habe sich niemand gesetzt. "Vielmehr versuchen wir aktiv, andere Pflegeplätze zu beschaffen." Das sei ein mittelfristiger Prozess, denn die Wartelisten sind überall lang. "Wir sind jederzeit bereit, zu dem Konzept der Gemeindeschwestern aus dem Jahr 1977 zurückzukehren", sagt Vorstand Andreas Ring. "Die politisch gewollte Privatisierung, unbegrenzte Gewinnorientierung und ein völlig enthemmter Bürokratismus im Gesundheitswesen, ohne entsprechende staatliche Lenkung und Kontrolle, ist in Deutschland krachend gescheitert."
 

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news-577 Fri, 12 Nov 2021 19:36:37 +0100 Steffen Tegtmeier leitet den Rettungsdienst https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/steffen-tegtmeyer-leitet-den-rettungsdienst.html Seine Verpflichtung beendet eine monatelange Vakanz: Steffen Tegtmeier ist der neue Leiter des Rettungsdienstes im DRK-Kreisverband und folgt damit auf den ausgeschiedenen Andreas Richter. Tegtmeier ist 32 Jahre alt und kommt aus Minden, wo er als Notfallsanitäter bei der Feuerwehr gearbeitet hat. „Ich empfinde die Aufgabe in Wolfenbüttel als ziemlich reizvoll“, sagt der Neue, der bereits Führungserfahrungen im Rettungsdienst der Region Hannover gesammelt hat.

Der kommissarische Geschäftsführer des Rettungsdienstes, Björn Försterling, äußerte sich „zufrieden und total beruhigt“ zur Neuverpflichtung. „Wir haben einen guten Nachfolger gefunden, der vor allem aufgrund seines Alters auch eine tolle Perspektivlösung ist.“ Der Kreisverband wolle die Führungsstruktur künftig anders aufstellen. „Mit dem neuen Geschäftsführer, der Mitte März zu uns stößt, soll eine Art Doppelspitze entstehen, die sich bei Urlaub oder Ausfall gegenseitig vertreten kann.“

Steffen Tegtmeier , der in Kürze mit Lebensgefährtin und Kind ein Haus in Schladen bezieht, wird derzeit von Wilhelm Borchert eingearbeitet, der Ende des Monats in den Ruhestand geht. „Gerade in der kurzen Zeit ist es gerade sehr viel Input“, zollte er dem DRK-Urgestein Respekt. „Das ist learning by doing“, lachte Borchert. „Manchmal ist es ganz gut, wenn man ins kalte Wasser geworfen wird.“

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news-536 Sat, 24 Jul 2021 17:45:00 +0200 DRK-Team aus Wolfenbüttel hilft in Ahrweiler https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-team-aus-wolfenbuettel-hilft-in-ahrweiler.html Sechs Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung begleiten Betroffene der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz. Damit gerechnet haben sie seit Tagen. Am Donnerstagmorgen, noch vor Sonnenaufgang, brach das Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel nach Rheinland-Pfalz auf. Einsatzkräfte wie sie sind es, die Betroffene des Hochwassers vor Ort betreuen. Dies berichtet der DRK-Kreisverband am Freitagvormittag.

Die Situation in der vom Hochwasser betroffenen Ortschaften in Rheinland-Pfalz ist für Außenstehende nur schwer erfassbar. Bereits vor einigen Tagen setzte der DRK-Landesverband alle ehrenamtlichen Katastrophenschutz-Helfer in einen Voralarm: Sobald sie benötigt werden, sollen sie bereit für die Abreise sein. Und da helfen, wo sie gebraucht werden. „Am Mittwochabend erhielt ich den Anruf vom Landesbereitschaftsleiter, dass unser Kriseninterventionsteam benötigt wird. Nur wenige Stunden später, am frühen Donnerstagmorgen, brachen sechs Einsatzkräfte von uns zum Sammelpunkt der Einsatzkräfte auf“, berichtet Wolfenbüttels Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher. Insgesamt sind in Niedersachsen Einsatzkräfte von acht DRK-Bereitschaften angefordert, um einen Betreuungsplatz 500, BtP 500, in der Gemeinde Grafschaft einzurichten. Einen Ort, an dem rund 500 Personen kurzfristig untergebracht und mit dem Notwendigsten versorgt werden können. Auch Feldküchen und Geräte zur Stromversorgung gehören dazu.

Der Einsatz des Wolfenbüttelers Kriseninterventionsteams (KIT) ist eine Besonderheit: „Unser Team ist sowohl für die Psychosoziale Notfallversorgung von Betroffenen, als auch für Einsatzkräfte geschult. Für den Katastrophenschutz ist die PSNV eine relativ neue Sparte, die erst aufgebaut wird. Neben uns gibt es, soweit wir wissen, zwei weitere DRK-KIT-Staffeln aus Niedersachsen vor Ort“, so Heiner Schumacher. Das Wolfenbütteler Team setzt sich aus geschulten Ehrenamtlichen des DRK und Mitarbeitern der kirchlichen Notfallseelsorge im Landkreis Wolfenbüttel zusammen. Durch jahrelange Zusammenarbeit und kooperative Ausbildung kennen sie sich gut und können nach psychisch belastenden Erlebnissen Beistand geben. Koordiniert wird die Staffel im Einsatz von Rainer Elsner, PSNV-Gruppenführer des DRK Kreisverbandes.

Eine der ersten Reaktionen, die sie nach ihrer Ankunft an der Sammelstelle nach Wolfenbüttel sendeten: „Es ist so, wie es die Bilder aus dem Fernsehen zeigen. Straßen, Häuser, … es ist alles kaputt.“ Eingesetzt sind sie in Bad Neuenahr-Ahrweiler, einer der Regionen, in denen die starken Regenfälle vom 15. Juli verheerende Schäden angerichtet haben. Tagsüber sind sie mit Betreuungstrupps in den Ortschaften unterwegs. „Unser Team ist Ansprechpartner für diejenigen, die ihre Angehörigen, ihr Zuhause, ihre Heimat verloren haben. Und für diejenigen, die seit Tagen mittendrin in den Aufräumarbeiten sind. Diejenigen, die als Erste da waren“, berichtet Rainer Elsner. Denn die Erfahrung zeigt: In belastenden Situationen kann es helfen, darüber zu reden.

Wie lange das Team bleiben wird, wissen sie nicht genau. Ihre Hilfe ist vorerst für 48 Stunden angefordert. Aber eine Verlängerung oder ein Wechsel der Einsatzkräfte am Wochenende ist nicht ausgeschlossen.

Das DRK bittet um Spenden für die Flutopfer. Die Daten des DRK-Spendenkontos lauten
IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
BIC: BCLSDE21
Kennwort: Fluthilfe

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news-500 Wed, 26 May 2021 11:57:34 +0200 DRK-Kleiderkammer in Wolfenbüttel öffnet wieder https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-kleiderkammer-in-wolfenbuettel-oeffnet-wieder.html Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Wolfenbüttel, Am Exer 15, öffnet ab sofort wieder. Zuletzt war die DRK-Einrichtung die vergangenen sechs Monate Pandemie-bedingt geschlossen. Jetzt freuen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter um Einrichtungsleiter Joachim Korsch wieder auf ihre Kunden.

Die Öffnungszeiten sind wie vor der Schließung:

Montag von 15.30 bis 18 Uhr und
Mittwoch von 9.30 bis 12 Uhr

 

 

Möchten Sie mehr über die Kleiderkammer in Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Kleiderkammer.

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news-486 Fri, 30 Apr 2021 09:42:00 +0200 Aktuelle Angebote des DRK-inkluzivo https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/aktuelle-angebote-des-drk-inkluzivo.html Hinschauen und hinhören – die DRK-inkluzivo sensibilisiert für das Thema Gewalt und Behinderung. Die Corona-Pandemie legt seit mehr als einem Jahr viele Bereiche des Lebens still. Menschen isolieren sich, verbringen ihre Zeit im Homeoffice. Auch die Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderungen findet zu Hause statt, überwiegend allein. Betroffene Angehörige haben in dieser Zeit wenig Unterstützung, es gibt kaum Anlaufstellen. Somit gehen die Betroffenen nicht selten an ihre körperlichen und psychischen Grenzen.

Aus diesem Grund hat Katharina Hefenbrock, Leiterin des Familienentlastenden Dienstes (FED) im DRK Integrations- und Therapiezentrum auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände mit ihrem Team das Angebot trotz Pandemie aufrechterhalten. Sie erklärt, dass gerade in dieser Zeit die Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen nicht vergessen werden dürfen. Hefenbrock: „Natürlich gab es auch bei uns große Einschnitte, gerade bei den Freizeit- und Gruppenangeboten. Wir mussten diese immer wieder umplanen oder durch themenbezogene Angebote zur Einzelbetreuung ersetzen.“ Mit einem passenden Hygienekonzept, flexiblen Mitarbeitern aus Haupt- und Ehrenamt und Eltern, die diese Angebote dankbar angenommen haben, sei die DRK-inkluzivo gemeinsam mit allen Nutzern gut durch die Pandemie gekommen. In den Osterferien beispielsweise wurde der Braunschweiger Musiker und Komiker Manni engagiert, um mit einzelnen Teilnehmern Gitarre zu spielen und zu singen. „Wir wollten die Angehörigen mit unseren Angeboten weiterhin entlasten und das nicht erst, wenn sich die Situation rund um die Pandemie entspannt. Dann könnte es schon zu spät sein. Denn klar ist, dass Pflegende irgendwann einmal nicht mehr können. Überforderung, bestimmte Formen von Gewalt oder Entwicklungsrückschritte bei den behinderten Kindern können die Folge sein.“

Als Beispiel für die Angebote im ITZ während der Pandemie berichtet die Mutter von Fabiano Novello. Fabiano ist ein geselliger, kommunikativer und bewegungsfreudiger junger Mann mit schweren Behinderungen, er besucht das Therapiezentrum seit einigen Jahren. „Für Fabi war die Schwimmgruppe immer der absolute Höhepunkt der Woche. Wasser ist sein Element und er musste wegen der Pandemie so lange darauf verzichten, weil die Schwimmbäder geschlossen sind. Daher ist es toll, dass er in dieser Zeit das Bewegungsbad im ITZ nutzen kann. Natürlich wäre das Schwimmen im großen Spaßbad und in der Gruppe noch schöner, aber dass er wieder regelmäßig mit seiner Betreuerin ins Becken steigen kann und Spaß hat, ist ein Geschenk. Auch für uns als Familie ist es toll, dass Fabi wieder regelmäßige Termine außerhalb und ohne uns hat.“ Ganz nebenbei habe die Bewegung im Wasser dem Jugendlichen sehr geholfen, sich von seiner Knie-OP zu erholen. Frau Novello ergänzt: „Ein glückliches Kind macht auch glückliche Eltern.“

„Genau für solche positiven Rückmeldungen machen wir uns die ganze Arbeit“, sagt Katharina Hefenbrock dazu. „Wenn Angehörige und Nutzer unserer Angebote einen solchen Mehrwert haben, dann haben wir unser Ziel erreicht. Aber leider können wir nicht alle Betroffenen erreichen“, ergänzt sie. Derzeit erarbeitet sie gemeinsam mit ihrem Team ein wichtiges Thema, welches häufig unter den Tisch fällt. Menschen mit Behinderungen werden häufig unbemerkt Opfer von Gewalt. Leider viel zu häufig werden sie diskriminiert, ausgegrenzt, erleben verschiedene Formen von Gewalt. Im DRK Wolfenbüttel werden Mitarbeiter und Kunden für dieses Thema sensibilisiert. Es soll eine Aktionsreihe dazu geben, ursprünglich geplant im Mai – nun aufgrund der Pandemie verschoben in den Juni. „Ein Absagen der Aktion kam für uns nicht in Frage, denn das Thema liegt uns sehr am Herzen“, sagt Hefenbrock.

Ausblick auf Veranstaltungen im Sommer

Mit Unterstützung durch die Aktion Mensch wird es im Sommer eine 3-teilige Filmreihe geben, sie wird aufgrund der Pandemie im Außenbereich stattfinden. Außerdem ist folgendes geplant

07. Juni 2021 Fortbildung zum Thema „Häusliche Gewalt“
11. Juni 2021 Podiumsdiskussion
12./13. Juni 2021 2-tägiger Selbstverteidigungskurs für Menschen mit Behinderungen

Hefenbrock erinnert an den 5. Mai – seit Jahren der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Der Protesttag soll darauf aufmerksam machen, dass Interessen von Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigt werden müssen.

Weitere Informationen zur Arbeit der DRK-inkluzivo und den Angeboten und Veranstaltungen: infoinkluzivo.de oder telefonisch unter 05331 / 927 847 0. Die Homepage der Einrichtung lautet www.itz-drk.de.

 

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news-485 Wed, 28 Apr 2021 11:25:49 +0200 DRK-Bereitschaft freut sich über neues Zelt https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-bereitschaft-freut-sich-ueber-neues-zelt.html Die Bereitschaft des DRK Ortsvereins Wolfenbüttel e.V. freut sich über ein neues Schnelleinsatzzelt. Das Zelt, welches innerhalb weniger Sekunden aufgebaut wird, verfügt über eine Grundfläche von 16 Quadratmetern und bietet bei Einsätzen einen schnell aufgebauten Schutzraum. Mit den Seitenwänden und den verschließbaren Eingängen schützt es auch vor unberechtigten Blicken und ermöglich so im Rahmen von Sanitätsdiensten auch eine vertrauliche Erste Hilfe von Verletzten und Erkrankten.

Möglich wurde die Anschaffung dieses Zeltes durch eine Zuwendung der Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter. Hierbei handelt es sich um eine Zuwendung aus den Reinerträgen des VR Gewinnsparens. Die Volksbank unterstützt damit die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die bei diversen Veranstaltungen in Wolfenbüttel die sanitätsdienstliche Absicherung übernehmen und sich um verletzte oder erkrankte Teilnehmer und Gäste kümmern.

Vor den Augen der Privatkundenbetreuerin Lisa Tödter von der Volksbank konnten Bereitschaftsleiter Heiko Salfeld und Vorsitzender Björn Försterling zeigen, wie schnell und einfach das Zelt aufgebaut ist. Daher konnte die Übergabe des Schecks in Höhe von 2.838 Euro dann auch vor dem neuen Zelt stattfinden. "Wir freuen uns über die Unterstützung aus dem VR Gewinnsparen. So eine Unterstützung zu erfahren ist eine große Motivation für unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer", so Vorsitzender Björn Försterling abschließend.

Möchten Sie mehr über die Bereitschaften des DRK Wolfenbüttel wissen oder sich bei uns engagieren?
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Bereitschaften.

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news-483 Fri, 23 Apr 2021 10:23:35 +0200 Innovative Behandlungsmethoden: Ergotherapie-Fortbildung mit Britta Winter https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/innovative-behandlungsmethoden-in-der-ergotherapie.html Neue Impulse und Effektivität – DRK-inkluzivo baut auf innovative Behandlungsmethoden in der Ergotherapie „Eigentlich muss man die Referentin Britta Winter live und vor Ort erleben. Sie bringt unglaublich viel Power, Enthusiasmus und ein super Weiterbildungspotenzial für Ergotherapeuten mit“, berichtet Andrea Bruns, Fachleitung der Praxis für Ergotherapie im Integrations- und Therapiezentrum des DRK auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Aufgrund der immer noch angespannten Situation in der Corona-Pandemie hat Bruns mit den Verantwortlichen der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH kurzerhand beschlossen, die 2-tägige Fortbildung mit Britta Winter in dieser Woche online stattfinden zu lassen – über das Video-Portal ZOOM. „Wir hatten Frau Winter schon mehrmals zu Gast“, meint Bruns. „Daher wussten wir, dass sie auch so unsere Teilnehmer erreichen und in ihren Bann ziehen wird.“ Seit vielen Jahren stehen Bruns und Winter in Kontakt. Die bekannte Ergotherapeutin, Referentin und Buchautorin aus Wunstorf hat bundesweit den beruflichen Werdegang zahlreicher Therapeutinnen und Therapeuten geprägt und komme gerne nach Wolfenbüttel.

Mittlerweile drei Jahre hintereinander schulte sie nun das Team der Praxis im Wolfenbütteler DRK und Therapeutinnen anderer Ergotherapiepraxen aus  der Region. „Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter, die Professionalisierung der Angebote und ein aktives Netzwerk hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Wir wollen unsere Patienten und Kunden ideal fördern und begleiten“, berichtet Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo. Daher werden zahlreiche Vorträge und Fortbildungen organisiert, ausgeschrieben im jährlich erscheinenden Bildungskatalog. Stoch und seine Mitarbeiterschaft gestalten dieses vielfältige Weiterbildungsangebot mit namhaften Referenten. Somit sind die Inhalte maßgeschneidert für die Mitarbeiter, Klienten und Interessierte über Wolfenbüttel hinaus. Gute Erfahrungen habe das DRK während der Pandemie mit Webinaren und Vorträgen über Online-Portale gemacht. Damit konnten die geplanten Veranstaltungen trotz Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten und mindestens genauso effizient durchgeführt werden. „Natürlich freuen wir uns auch wieder sehr darauf, die Referenten und Teilnehmenden vor Ort zu treffen – wenn es die Lage wieder zulässt“, meint Stoch. „Wir müssen nur noch etwas Geduld haben.“

Mit der Fortbildung durch Britta Winter hat Andrea Bruns ihre Praxis für Ergotherapie mit einer speziellen Weiterbildung konzeptionell erweitert. Winter nennt ihr Konzept „CO-OP-Ansatz“ (aus dem engl. übersetzt: Kognitive Orientierung bei der täglichen Betätigungsausführung), dieser Therapieansatz wird von Wissenschaftlern als signifikant wirksam eingestuft. CO-OP wird bei der Behandlung von Kindern mit Entwicklungsstörungen angewandt, es gebe darüber hinaus inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen in der Behandlung mit Erwachsenen. Das Therapiekonzept wurde in Kanada speziell von und für die Ergotherapie entwickelt.

Es gilt das Prinzip „Lass es mich selbst entdecken und ich werde es verinnerlichen“. Der CO-OP-Ansatz befähigt Kinder und Erwachsene, selbst Strategien zu entwickeln, um die eigenen bedeutsamen Ziele zu erreichen. Im Ergebnis gewinnen die Patienten an Selbstvertrauen und werden selbstständiger.

Ein Beispiel: Einigen Kindern fällt es schwer, neue Fertigkeiten zu lernen. Dazu gehört z.B. Schuhe zubinden, Fahrrad fahren, Schreiben und vieles mehr. Entweder wenden sie übermäßig viel Zeit und Energie für ihre Lernversuche auf, oder sie geben schnell auf und sind frustriert. Die CO-OP-Methode richtet sich an diejenigen, die vieles nicht so mühelos lernen. Oft handelt es sich dabei um Kinder mit Entwicklungsstörungen in der Motorik, aber auch um Erwachsene mit verlorengegangen Fertigkeiten, z.B. nach einem Schlaganfall.

Ein Resümee zur Fortbildung zieht Carolin Dabs, Ergotherapeutin im Team von Andrea Bruns: „Ich nehme aus diesen zwei Tagen wieder sehr viel mit für meine Arbeit und freue mich schon darauf, das Gelernte in der nächsten Woche anzuwenden.“ Tatsächlich – nach einer Phase der praktischen Erprobung in der Praxis, wird im September eine weitere Einheit mit Britta Winter erfolgen. Zum Abschluss mit einem weiteren Coaching und Übergabe der Zertifikate. Hoffentlich dann vor Ort und persönlich.

Einen Ausblick auf das nächste Fortbildungsangebot gibt Stoch: „Schon am kommenden Donnerstag geht es online weiter. Für den Workshop „Stark und gesund im Job“ haben wir Jens Schreyer als Referent gewinnen können.“ Hier sind noch ein paar Plätze frei. In der Ausschreibung des Webinars am 29. April steht, dass gerade in dieser brisanten Zeit und im Besonderen in sozialen Berufsfeldern wichtig ist, sich selbst Aufmerksamkeit und vor allem Achtsamkeit zu schenken. In dieser Veranstaltung werden Wege zur Erhöhung des persönlichen Wohlbefindens und der eigenen Zufriedenheit in Beruf und Alltag vermittelt. Im Ergebnis lernen die Teilnehmenden, erfolgreich und motiviert mit sich, anderen und den gestellten Aufgaben umzugehen – auch wenn es einmal stressig werden sollte. Das DRK organisiert die Veranstaltung mit Jens Schreyer, um die eigene Mitarbeiterschaft zu stärken und ihnen ein Angebot der Gesundheitsvorsorge zu machen. Wie immer sind aber auch Interessierte außerhalb des Unternehmens herzlich eingeladen.

Informationen über Vorträge, Fortbildungen und alle weiteren Angebote der DRK-inkluzivo auf der Website www.itz-drk.de oder telefonisch unter 05331 / 927 8470.

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news-469 Tue, 02 Mar 2021 14:07:15 +0100 Mit persönlicher Arbeitsbegleitung durchstarten https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/mit-persoenlicher-arbeitsbegleitung-durchstarten.html Fachdienst des DRK bringt Menschen mit Behinderungen ins Berufsleben. In der modernen Leistungsgesellschaft definieren sich Menschen oft über ihre Arbeit. Experten wissen: Das gilt auch für Menschen mit Behinderungen. In einer digitalen Info-Veranstaltung beriet Nicole Arendt vom Fachdienst zur Beruflichen Eingliederung (FBE) der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH jetzt über Berufsförderung auf diesem Gebiet.

Gut 20 Interessierte schalteten sich für den Info-Abend mit dem Videokonferenz-System Zoom zusammen. Darunter Angehörige, Lehrkräfte und Mitarbeitende von anderen Leistungsanbietern. „Das war sehr interessant. Durch das breite Spektrum der Teilnehmenden kamen unterschiedliche Sichtweisen auf bestimmte Themen zusammen“, berichtet Arendt. "Aber eine zentrale Frage für alle war, wie es nach der Schule weitergeht. Und welche Möglichkeiten der Berufsförderungen es für die Betroffenen gibt."

Ziel des FBE ist es, die Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit der Menschen mit Behinderungen zu erhalten, zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen. Die angestellten Jobcoaches helfen den Kunden und Kundinnen dabei, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und einen Arbeitsplatz zu finden und zu sichern, der zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt.

Die Angebote und Möglichkeiten des FBE reichen von einer Arbeitsassistenz bis hin zu individuellen Rehabilitationsmaßnahmen. In einem interdisziplinären Team entstehen für die Zielgruppe unabhängig von der Art, Schwere und Ursache einer Beeinträchtigung innovative Lösungen, um die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. „Wir verstehen unsere Arbeit als partnerschaftlichen Prozess. Die Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse der von uns begleiteten Menschen stehen immer im Mittelpunkt“, so Arendt.

Und das Konzept geht auf: Seit der Gründung des Dienstes vor sieben Jahren hat das DRK Wolfenbüttel mit mehr als 60 Betrieben in der Region zusammen gearbeitet und mehr als 150 Praktika begleitet. 14 Personen vermittelten die Jobcoaches in Arbeit und begleiten sie, im Auftrag der zuständigen Eingliederungshilfeträger, weiter. Darüberhinaus haben sechs Menschen mit Unterstützungsbedarf eine Ausbildung begonnen. „Die notwendige individuelle Begleitung ist bei jedem und jeder sehr unterschiedlich. Aber drei von ihnen konnten ihre Ausbildung erfolgreich abschließen“, freut sich Arendt.

„Wir orientieren uns bei unserer Arbeit an der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von 2009. Wir unterstützen Menschen, damit sie in betrieblichen Kontexten arbeiten und lernen können und nicht auf Werkstätten angewiesen sind“, ergänzt sie. Das Abkommen sichert Menschen mit Behinderungen, unabhängig von deren Art oder Ausprägung, eine unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft zu. Es bildet die rechtliche Grundlage, um eine Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft selbstverständlich werden zu lassen.

Möchten Sie mehr über den Fachdienst zur beruflichen Eingliederung (FbE) wissen?
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des FbE.

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news-398 Wed, 26 Aug 2020 19:36:42 +0200 Wir trauern https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wir-trauern.html Das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Wolfenbüttel trauert um 

Thomas Walter
(*11.10.1960 +21.08.2020)

Als Leiter der Bereitschaft Ost und zuletzt als stellvertretender Bereitschaftsleiter hatte Thomas Walter für jeden und jederzeit ein offenes Ohr.
Wir werden Thomas Walter stets mit großer Dankbarkeit in Erinnerung behalten.

Horst Kiehne (Vorsitzender des Präsidiums) und Andreas Ring (Vorstand)

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news-383 Mon, 13 Jul 2020 12:57:30 +0200 Inkluzivo-Sommerfest mal anders https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/inkluzivo-sommerfest-mal-anders.html Das war mal ein richtig geglücktes Experiment: Weil das Sommerfest der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH am Exer coronabedingt nicht stattfinden konnte wie in den Jahren zuvor, hatte sich das DRK-Team um Thomas Stoch etwas Tolles ausgedacht. Das Fest fand wie in jedem Jahr auf der Bühne im Garten der Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) mit vielen Programmpunkten statt, und alles wurde live im Internet für angemeldete Gäste übertragen.

"Unser Sommerfest ist nicht nur irgendein Fest", erklärte Thomas Stoch bei seiner Begrüßung. Er ist Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, die sich mit ihrem Angebot an Menschen mit Beeinträchtigungen richtet. Das Fest sei vielmehr in jedem Jahr eine tolle Gelegenheit für viele Familien, sich am Exer zu treffen, gemeinsam zu feiern und sich auszutauschen. "Es wäre es ein Jammer, diesen Termin einfach so ausfallen zu lassen. Einige der Kunden, die uns gerne besuchen, vermissen den Austausch sehr."

Stoch traf mit seiner Mannschaft die Entscheidung, das Fest als online-Stream zu organisieren – die Vorbereitungen waren allerdings nicht ohne. "Wir haben Einladungen an knapp 500 unserer Familien geschickt und hatten viele begeisterte Rückmeldungen", erzählte Stoch. Bis 100 Personen hätten sich rein technisch am Samstag live dazuschalten können. Tatsächlich wagten sich knapp 50 Familien erstmals auf dieses neue Terrain. Wer das zuließ, konnte als Besucher vor seiner heimischen Kamera auch am Exer gesehen werden. Viele Teilnehmer verfolgten das Fest als ganze Familie vor dem Bildschirm im Wohnzimmer.

Doch das DRK hatte noch mehr auf Lager: "Alle Teilnehmer, die sich angemeldet haben, bekamen am Freitag ein Überraschungspaket mit Equipment zum Feiern", erzählte Mit-Organisatorin Aline Gauder. Diese Taschen enthielten allerlei, was zum Feiern einfach dazugehört. Zum Beispiel eine Flasche alkoholfreien Sekt, verschiedene Snacks und Knabbereien sowie eine Packung Wasser-Eis, die zu Hause erstmal in die Kühlung kam.

Drei weitere Details in der Tasche luden ebenfalls zum Mitmachen ein: Auf die Rückseite einer vorbereiteten Postkarte konnte jeder Teilnehmer ein Sommerbild zum Thema „Sommer im ITZ“ malen und (noch bis zum 25. Juli) einsenden. Und dann gab es da noch die Losnummer, über die am Ende der Übertragung einige Preise verlost wurden. Wer am Bildschirm genau aufpasste, konnte zudem beim Rundgang der Kamera über das Gelände versteckte Buchstaben entdecken. Sie ergaben, richtig zusammengestellt, das Lösungswort.

All das sorgte für gute Laune in den Wohnzimmern und rund um die Bühne im Garten des ITZ. "Wir wollten gemeinsam mit den Familien zu Hause Spaß haben und feiern", sagte Stoch. Das kam in jedem Moment rüber. Vor allem Manni, der singende Hausmeister (Comedy aus Braunschweig), und Pete-the-Beat sorgten für Stimmung. Pete kommt aus Salzgitter und ist ein bundesweit bekannter Beatboxer. Er kann jede Menge Geräusche allein mit dem Mund machen und ließ schnell vergessen, dass in diesem Jahr keine Band auf der Bühne stand. Übrigens steht Pete-the-Beat sogar im Guiness-Buch der Rekorde: Mit 25,5 Stunden hält er den Weltrekord im Beatboxen.

Der Wolfenbütteler Flewo-Eventservice um Dirk Flemmig und Randy Otto mischte zwei Kameras und viele Mikrofone so zusammen, dass die Veranstaltung für die Zuschauer zu Hause ein Erlebnis wurde. Und die Techniker spielten immer wieder Clips von den Sommerfesten der vergangenen Jahre ein, ebenso wie weitere Künstler, die live aus der Ferne zugeschaltet wurden. Damit die Live-Atmosphäre am Exer nicht zu kurz kam, gab es einen alkoholfreien Cocktail-Stand und Gegrilltes vom Team des DRK-Solferino. „Als Gäste hatten wir eine sympathische inklusive Wohngruppe aus Hildesheim eingeladen", berichtete Stoch.

Und als dann noch pünktlich zu Beginn der Übertragung die Sonne rauskam, war der Erfolg garantiert. "Das war eine tolle Veranstaltung für alle unsere Kunden, die sich von zu Hause aus eingeloggt haben", freute sich der Geschäftsführer. „Ein Signal an Eltern mit behinderten Kindern und Jugendlichen, dass wir sie gerade in dieser schwierigen Zeit nicht vergessen. Denn es kann nicht stark genug gewürdigt werden, was in diesen Familien geleistet wird.“ Die Sendung wird nun aufbereitet und kann bald auf der Internetseite der DRK-inkluzivo angeschaut werden: www.itz-drk.de.

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news-381 Fri, 10 Jul 2020 10:03:00 +0200 Homeoffice für inklusiv Beschäftigte sorgt beim DRK für einen Innovationsschub https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/homeoffice-fuer-inklusiv-beschaeftigte-sorgt-beim-drk-fuer-einen-innovationsschub.html Der 13. März 2020 hat auch den Fachdienst für berufliche Eingliederung (FbE), ein Angebot der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, getroffen. Von einen auf den anderen Tag sollten sich Jobcoaches und die Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich nicht mehr sehen. Die Arbeit miteinander brach deswegen nicht ab. „Für unsere Teilnehmer ist es sehr wichtig, dass sie innerhalb eines Lernprozesses nicht alleine gelassen werden. Alle Fortschritte, die sie seit dem Beginn der aktuellen Förderungsperiode im September schon geschafft haben, standen durch die Kontaktbeschränkungen auf der Kippe“, erzählt Katharina Brunner, Mitarbeitern des FbE. Sie betreut und begleitet junge Menschen mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten, die ihren Platz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt suchen. Als Jobcoaches ermitteln sie und ihre Kollegen und Kolleginnen, was jeder Teilnehmende gut kann, gerne beruflich machen würde und dafür lernen müsste. Sie helfen bei der Suche nach Praktikumsplätzen und stehen ihnen bei den ersten Schritten im Berufsleben zur Seite. Für die jungen Leute ist der FbE eine Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

„Wie viele andere Jugendliche und junge Erwachsene auch, die von einem Tag auf den anderen nicht mehr in die Schule mussten, hätten sie ohne das Programm lange geschlafen, viel ferngesehen oder gezockt. Daher haben wir viel Wert darauf gelegt, ab Tag Eins die Strukturen aufrecht zu erhalten“, erzählt Uwe Rump-Kahl, Geschäftsführer der inkluzivo gGmbH. Für jeden der 19 Teilnehmenden im Inklusiven Berufsbildungsbereich gibt es seitdem täglich feste Termine und Aufgaben, die eingehalten und erledigt werden müssen.

Dazu gehörten verabredete Telefonate oder Videochats, sowie die Nutzung einer Goal-Management-App. „Mit der RehaGoal-App, die von Wissenschaftlern der Ostfalia entwickelt wird, arbeiten wir als Praxispartner seit zwei Jahren. Sie hilft dabei, Aufgaben Schritt für Schritt zu erledigen – für jeden Anwender angepasst auf das eigene Tempo“, erklärt Brunner.

Die Entwicklung der App wird als Teil des interdisziplinären Forschungsprojektes SmarteInklusion durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Arbeitsweise, einzelne Aufgaben in kleinere Arbeitsschritte aufzubrechen, gibt es schon länger. Neuartig ist die Anwendung als App für Smartphones oder Smartwatches, die immer griffbereit und im Alltag diskret sind. „Dazu kommt, dass sie flexibel für jeden Anwender eingerichtet werden kann. Sowohl für die verschiedenen Aufgaben, die hinterlegt sind, als auch die Schritte, die dargestellt werden“, erklärt Jobcoach Jasmin Aust.

Beispielsweise nutzen manche Anwender, die nicht Lesen können, die Sprachausgabe. Andere mögen die Anleitung mit übersichtlichen Bildern oder automatische Erinnerungsfunktionen für Zeiten und Orte. „Aktuell schauen wir, wie die App helfen kann, Motivation aufrecht zu erhalten", so Brunner.

Eine der Herausforderungen für das Team des FbE war der Transfer vom bisherigen Aufgabenspektrum in das häusliche Umfeld der Betreuten. Die DRK-Jobcoaches arbeiteten während der Kontaktbeschränkungen selbst ebenfalls im Homeoffice. „Allerdings haben wir eine Art Schichtsystem entwickelt, das für jeden auch Zeiten in unseren Büros und Werkstatträumen vorsah“, erklärt Rump-Kahl. 

Die verstärkte Kommunikation und Nutzung von Tablets und Laptops hat auch unerwartete Nebeneffekte: „In fast allen Berufen wird erwartet, dass die Mitarbeitenden PCs und gängige Software anwenden können. Und das haben wir jetzt sehr intensiv geübt“, berichtet Brunner mit einem Schmunzeln. Teilnehmende, die sich Anfangs zum Starten des Videochats Unterstützung durch Eltern oder Geschwister holten, kontaktieren sie mittlerweile selbstständig und arbeiten selbstbewusst mit verschiedenen Programmen. „Normalerweise wird RehaGoal eingesetzt, um eine Aufgabe begleitet von Anfang bis Ende zu erledigen. Aber wir sind gerade dabei, mit einigen Teilnehmern eine Art Kochbuch für die App zu erstellen. Die Rezepte dafür haben sie selbst ausgesucht und jetzt arbeiten sie daran, die einzelnen Arbeitsschritte für andere verständlich aufzubereiten“, erzählt Brunner.

Sie kann sich vorstellen, dass in Zukunft die in der App dargestellten Workflows von Arbeitgebern mit gepflegt werden: „Dadurch können sich die Jobcoaches irgendwann ein weiteres Stück aus dem Leben und der Privatsphäre der Betreuten zurück ziehen.“

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news-379 Fri, 10 Jul 2020 08:01:00 +0200 Luise Kriegler empfängt Sie im ITZ https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/luise-kriegler-empfaengt-sie-im-itz.html Anrufer und Besucher im Integrations- und Therapiezentrum haben sie vielleicht schon kennengelernt: Seit Anfang Juni unterstützt Luise Kriegler die Servicestelle. Ihr Gesicht und ihre Stimme kann dem ein oder anderen bekannt vorkommen, denn die 41-Jährige ist durch und durch Wolfenbüttelerin. Als gelernte Einzelhandelskauffrau hat sie in verschiedenen Geschäften sowie einem Therapiezentrum gearbeitet. Für die Mutter von zwei Söhnen steht allerdings das Familienleben im Mittelpunkt: „Das DRK ermöglicht Arbeitszeiten, die zu den Schulzeiten meiner Kinder passen. Dadurch haben wir mehr gemeinsame Zeit“, erzählt sie.

Und die gewonnene Zeit will sie ganz bewusst nutzen. Unter anderem durch die Unterstützung des Hobbys der Kinder: An den Wochenenden ist die ganze Familien unterwegs, um die beiden beim Slalomkart-Training sowie Wettkämpfen anzufeuern. Kontakte zum Deutschen Roten Kreuz hat sie seit ihrer frühsten Jugend, denn ihre Eltern engagierten sich im Ortsverein Fümmelse. An der Empfangstheke koordiniert sie die ankommenden Gäste, ist die Stimme am Telefon und vereinbart neue Therapietermine.

Im ITZ schätzt sie das Miteinander der Fachrichtungen sowie den Kontakt zu den Patienten. „Es ist toll, wie viele verschiedene Menschen für das DRK arbeiten und wie alle miteinander umgehen. Auch der Umgang mit den Patienten ist herzlich und angenehm. Jeder wird angenommen, so wie er ist.“

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news-361 Mon, 11 May 2020 10:55:50 +0200 Das DRK übergab Computer-Ausrüstung an bedürftige Schüler https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/das-drk-uebergab-computer-ausruestung-an-beduerftige-schueler.html Was machen Familien, wenn die Schule nur noch digital informiert? Ausgesprochen überrascht wurde der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel von dem großen Bedarf an Computern in der Schülerschaft. Die Rotkreuzler hatten kürzlich angeboten, für Kinder aus bedürftigen Familien Laptops, Computer und Drucker zur Verfügung zu stellen, um ihnen das Homeschooling zu ermöglichen. „Der Bedarf ist offenbar groß“, resümierte Präsidiumsmitglied Björn Försterling bei der ersten Material-Übergabe. „Wir haben derzeit mehr als 70 Bedarfsanmeldungen und rechnen noch mit einer ganzen Reihe von Nachzüglern.“

Das bestätigte Sabine Nolte, die Leiterin der Leibniz-Realschule in Wolfenbüttel. Dort überreichte das Rote Kreuz in einer ersten Runde neun Laptops. „Das waren die schnellsten Anmeldungen“, sagte Sabine Nolte, die für ihre Schule die erste Meldung ans DRK abgeschickt hatte. „Es zeichnen sich aber schon mehrere Nachzügler ab.“

In einer kurzen Ansprache bedankte sie sich auf dem Schulhof in angemessenem Abstand für den Nothilfefonds, den das DRK zusammen mit der Curt Mast Jägermeister Stiftung und weiteren Spendern aufgelegt hatte. „Vor allem hat uns beeindruckt, wie unbürokratisch und schnell das DRK geholfen hat.“ Mit den Laptops könnten nun viele Kinder und Jugendliche ihr „Homeschooling“ effektiv gestalten – dafür gab es spontan Applaus von den rund zwei Dutzend Anwesenden.

Sabine Nolte berichtete, dass in der Corona-Zeit die Medienkompetenz der Schüler enorm gewachsen sei, „und auch die der Eltern und wohl auch die macher Lehrer“. Sie schilderte Fälle, in denen sich ältere Schüler-Jahrgänge gemeldet hätten, um jüngeren helfen zu können. „Auf diese Weise haben wir große Schritte gemacht bei unserem digitalen Aufgabentool, bei der Arbeit auf dem Schulserver und beim schnellen Austausch mit E-Mails.“

Allerdings wurde bei dieser Schilderung auch deutlich, wie schnell sich der Abstand zwischen bedürftigen und betuchten Haushalten vergrößert. Wer keine Möglichkeit hat, am digitalen Lernen teilzunehmen, verliert mehr und mehr den Anschluss. So überraschte eine Mutter auf dem Schulhof mit der einfachen Frage, wie es denn mit der Schule jetzt weitergehe. Sabine Noltes Hinweis auf die Homepage der Schule verpuffte: Ohne Zugang zum Internet und ohne Zeitungsabo sah sich diese Mutter von den täglichen Hauptinformationssträngen abgeschnitten. Laut Auskunft der Schulleiterin wird in diesem Punkt das Rad wohl nicht zurückgedreht: „Solche Infos werden auch künftig per E-Mail verschickt, weil sich Postbriefe bei 457 Schülern auf Dauer nicht machen lassen.“

Und es gab noch eine zweite Hürde zu umschiffen, an die im Vorfeld niemand gedacht hatte: „Wie können wir den Laptop nutzen? Wir haben zuhause kein Internet“, wollte die junge Mutter wissen. Rettende Vorschläge kamen von Björn Försterling und einem Vater. So könnte das DRK in solchen Fällen kostenlos Funksticks zur Verfügung stellen, erklärte das Präsidiumsmitglied. Und der Vater hatte schon gute Erfahrungen mit intakten Nachbarschaften gemacht: „Vielleicht können auch sie ihre Nachbarn fragen, ob sie deren WLAN nutzen können – im Zweifel gegen einen kleinen Obulus.“

Übrigens herrschte auch beim DRK große Freude über die Riesenresonanz nach dem Aufruf. „Viele Spender haben explizit die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund gerückt“, erzählte Försterling. Und er lobte die IT-Abteilung des Roten Kreuzes, die seit Wochen kaum etwas anderes zu tun hatte, als gebrauchte Geräte aufzubereiten und für den Einsatz bei den Schülern flottzumachen. „Nun haben alle diese Rechner Windows 10 an Bord“, berichtete IT-Leiter Fabian Adam. „Und ein Jahr Gewährleistung durch das DRK gibt es obendrauf.

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news-360 Mon, 11 May 2020 10:26:30 +0200 Die Tafel sucht Kontakt zu Bedürftigen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-tafel-sucht-kontakt-zu-beduerftigen.html Die DRK-Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen befinden sich auf dem Weg zur Normalität – und rufen dennoch zur Mithilfe auf.  „Wir glauben ganz sicher, dass sich der Unterstützungsbedarf in der Corona-Krise gesteigert hat“, sagt Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl. Allerdings gehe das Rote Kreuz von einer großen Dunkelziffer und anhaltenden Hemmungen aus, die Tafel zu nutzen.

Erste Aufrufe hatten gleich 40 neue ehrenamtliche Helfer und eine ganze Reihe von Kümmerern gebracht, gerade aus den Ortschaften des Landkreises. Diese Kümmerer sollen vor Ort Familien und Einzelpersonen ansprechen, von denen sie wissen, dass sie in Not geraten sind. „Gleichzeitig können die Kümmerer zur Tafel kommen und für diese Menschen die Abholung der Lebensmittel übernehmen, wenn sie selbst nicht können oder nicht wollen“, erklärt Aline Gauder vom DRK.

Durch die neuen Helfer lief auch das Angebot der Tafel gut an, Lebensmittel mit dem Lastenfahrrad (in Wolfenbüttel) oder mit dem Auto (landkreisweit) zu den Kunden zu bringen. „Die Gründe für eine Verhinderung, selbst zur Tafel zu kommen, sind natürlich vielfältig“, weiß Uwe Rump-Kahl. Und er zählt auf: „Krankheit, Alter, fehlendes Fahrzeug, fehlendes Geld.“

Auch Scheu gehöre im Grunde dazu, obwohl die Tafel Wolfenbüttel diesen Punkt elegant gelöst hat: „Durch die Terminvergabe entstehen an unseren Ausgabestellen keine Schlangen. Niemand steht also auf einem Präsentierteller oder muss sich in der Öffentlichkeit stigmatisiert fühlen.“ Während der strengen Corona-Auflagen durfte zwar nur ein Abholer in die Tafelläden eingelassen werden, andere warteten draußen. Doch auch das ist nun vorbei. „Wir haben die Aufgabe wieder nach innen verlegt, so dass niemand draußen stehen muss“, sagt Aline Gauder. Allerdings ist in Eberts Hof (Großer Zimmerhof 29) eine gleichzeitige Öffnung von Tafel und Second-Hand-Shop noch nicht möglich. „Wir rechnen damit erst Anfang Juni.“

Großer Dank an die Spender

Einen großen Dank sprechen beide Tafel-Mitarbeiter den bisherigen Spendern aus, von denen viele dem Roten Kreuz trotz der Krise treu geblieben sind. „Vor allem Bäckerei Richter möchten wir für ihre pragmatischen  Lösungen danken“, sagt Uwe Rump-Kahl. Die Altstadt-Bäckerei spendete erst kürzlich eine Palette Nudeln. „Und weil wir wegen der Corona-Einschränkungen nicht bei Richters auf den Hof fahren durften, lieferte er uns seine tägliche Backwaren-Spenden kurzerhand mit eigenen Fahrzeugen an“, berichtet der Geschäftsführer. „Und noch besser: Er will jetzt diesen ungewöhnlichen Service beibehalten.“

Wer in seinem Bekanntenkreis Personen kennt, die vom Angebot der Tafel profi tieren würden, die sich aber vor dem  Anruf scheuen, kann sich nach Rücksprache mit diesen Leuten auch selbst bei der Tafel des DRK melden unter: 05331/ 948655.

Sach- und Geldspenden sind für die Zwecke der Tafel natürlich ebenfalls hochwillkommen:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE54 2512 0510 0005 4012 02
BIC BFSWDE33HAN
Stichwort: Wolfenbütteler Tafel


Möchten Sie mehr Informationen über die Tafeln?
Diese erhalten Sie auf der Internetseite der Tafeln Wolfenbüttel und Schladen.

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news-339 Fri, 20 Mar 2020 20:11:25 +0100 Coronavirus: DRK ruft zu Spenden für Nothilfefonds auf https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/coronavirus-drk-ruft-zu-spenden-fuer-nothilfefonds-auf.html Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft die Bevölkerung zu Spenden für einen Corona-Nothilfefonds auf. „Die derzeitige Lage zeigt, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind. Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind noch nicht absehbar. Umso wichtiger ist es, dass alles unternommen wird, um mit den Spenden Menschen in dieser schwierigen Situation nach dem Maß der Not zu helfen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. 

Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um als nationale Hilfsgesellschaft die Behörden bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen. So betreute das DRK insgesamt 159 China-Rückkehrer unter anderem in Germersheim in Rheinland-Pfalz, Berlin-Köpenick und Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. Darüber hinaus hat das DRK mehrere mobile Arztpraxen im Einsatz, um Krankenhäuser und Kliniken zu entlasten, und betreut zahlreiche Fiebermessstationen. 

Durch die Spenden für den Corona-Nothilfefonds sollen Ehrenamtliche und wichtige Hilfsaktionen unterstützt werden. Zahlreiche Freiwillige sind zum Beispiel engagiert, um älteren und bedürftigen Menschen zu helfen, Lebensmittel-Bringdienste zu organisieren, Pflegepersonal und Bewohner in Seniorenheimen zu unterstützen und die psycho-soziale Betreuung zu übernehmen. „In diesen außerordentlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, dass niemand allein gelassen wird“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. 

Mit bundesweit mehr als 435.000 ehrenamtlichen Helfern und rund 175.000 hauptamtlichen Mitarbeitern sei das Deutsche Rote Kreuz gut aufgestellt, um Menschen in Not helfen zu können, erklärt Hasselfeldt.   

Das DRK bittet um Spenden für den Nothilfefonds:

IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
Bank: Seeligerbank
Stichwort: Corona-Nothilfefonds 

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news-334 Fri, 13 Mar 2020 17:43:47 +0100 Maßnahmen des DRK-Kreisverbands bezüglich CORONA https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/massnahmen-des-drk-kreisverbands-bezueglich-corona.html Der DRK-Kreisverband leitet mit dem Beginn der kommenden Woche eine Fülle von Maßnahmen ein, um die Handlungsfähigkeit seiner Abteilungen aufrecht zu erhalten. Dabei geht es dem Wohlfartsverband vor allem darum, den Rettungsdienst und die häusliche Pflege nicht durch Krankheiten in Probleme zu bringen – insgesamt hat der Kreisverband 450 haupt- und 700 ehrenamtliche Mitarbeiter.    

"Das Corona-Virus hat bekanntlich unsere Region erreicht und stellt auch den DRK-Kreisverband vor besondere Herausforderungen", sagt Horst Kiehne, der Vorsitzende des Präsidiums. "Als Teil der kritischen Infrastruktur im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz und in der Wohlfahrtsarbeit im Landkreis Wolfenbüttel, muss auch unter diesen Umständen sichergestellt werden, dass unsere Handlungsfähigkeit in jedem Fall aufrechterhalten bleibt."  

Es ist ein Spagat, denn der Kreisverband will seine Mitarbeiter schützen - und gleichzeitig so viele Angebote für die Bevölkerung aufrecht erhalten wie möglich. "Gleichwohl kommen wir nicht umhin, sämtliche Gruppenangebote des Roten Kreuzes im Landkreis Wolfenbüttel bis zum 18.  April abzusagen", erklärt Vorstand Andreas Ring. In der Woche nach Ostern sollen die Lage neu bewertet und weitere Schritte beschlossen werden.  

Abgesagt beziehungsweise geschlossen wurden nun die Kleiderkammer am Exer, sämtliche Erste-Hilfe-Kurse, die Kurse von Yoga, Senioren-Gymnastik und Jugend-Rotkreuz sowie sämtliche Veranstaltungen der Flüchtlingshilfe. Auch alle Versammlungen der Ortsvereine wurden abgesagt.  

In einem besonderen Konflikt befand sich der Kreisverband bei seinem Angebot des Sozio-Med-Mobils (SMM), das alte, kranke und bedürftige Menschen aus den Dörfern des Landkreises zu Arztterminen bringt. "Einerseits müssen diese Menschen zum Arzt, andererseits gehören sie definitiv zur besonders gefährdeten Gruppe", hieß es in einer Diskussion des DRK-Krisenstabes. Schließlich beschloss das Gremium, das SMM-Angebot aufrecht zu erhalten. "Wenn wir sie nicht fahren, benutzen die Menschen den Öffentlichen Nahverkehr, das macht die Situation nicht besser." Allerdings sollen alle SMM-Nutzer mit einfachen Schutzmasken ausgestattet werden, um ihr Ansteckungsrisiko zu minimieren. Außerdem werden sämtliche Fahrer zur Hygieneschulung geschickt, die Busse selbst werden in noch kürzeren Intervallen gereinigt.  

Die Angebote von Eberts Hof und der Tafel (Großer Zimmerhof) sollen weiter geöffnet bleiben. Deren Leiter Uwe Rump-Kahl berichtete, die Versorgung mit Lebensmitteln sei noch ausreichend. "Wir werden die Lage von Woche neu bewerten." Der Rückhalt unter den ehrenamtlichen Helfern sei ungebrochen hoch.  

Für einen gewaltigen Einschnitt sorgt Corona auch im Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) am Exer. "Wir sagen alle Freizeitangebote, Beratungen, Veranstaltungen und Gruppenangebote bis zum Ende der Osterferien ab", erklärte ITZ-Leiter Thomas Stoch. Das betreffe auch die Angebote und Ausflüge des Familienentlastenden Dienstes (FED), der Therapie und der Autismusambulanz. "Die FED-Einzelbetreuung indes läuft weiter, denn durch die Schulschließung ist da ja ein ganz neuer Bedarf entstanden."  

In puncto Kinderbetreuung bietet das DRK seinen Mitarbeitern ab Montag einen besonderen Service, um die Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. "Ab 6 Uhr früh können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die über keine Kinderbetreuung verfügen, unser DRK-Betreuungsangebot nutzen", erklärte Andreas Ring. Diese Kinder werden in Kleingruppen im ITZ betreut. "Auch die im Einsatz befindlichen ehrenamtlichen Helfer unseres Katastrophenschutzes können diesen Service nutzen."  

Der Krisenstab richtete zudem einen Appell an die Mitarbeiter von Rettungsdienst und Pflege, ihre Urlaubswünsche bis nach Ostern zu reduzieren. Reisen in Krisengebiete seien zu überdenken und anzuzeigen.
"Wir hoffen auch auf die Bereitschaft der Kollegen, im Extremfall kurzfristig aus dem Urlaub zurückzukehren", sagte Horst Kiehne. Sämtliche Dienstreisen bis zum 18. April werden abgesagt.  

Das DRK-Solferino am Exer soll aufgrund des großen Außenbereichs und der entsprechenden Durchlüftung geöffnet bleiben – wenn dem keine behördliche Anordnung entgegensteht. Auch der beliebte Osterbrunch (13.  April) wird zunächst nicht abgesagt.    

"Darüber hinaus planen wir weitere Hygieneschulungen, an denen kurzfristig sämtliche Mitarbeiter verpflichtend teilnehmen werden", kündigte Andreas Ring an. Nach einer bereits in dieser Woche erfolgten Schulung für Mitarbeiter des Landkreises wird auch dort in der nächsten Woche eine weitere Schulung angeboten.

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news-279 Tue, 19 Nov 2019 12:28:22 +0100 DRK begleitet Grenzöffnungsfeierlichkeit in Mattierzoll https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-begleitet-grenzoeffnungsfeierlichkeit-in-mattierzoll.html In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 30 Jahren versammelten sich am 12. November mehrere hundert Menschen in Mattierzoll. Die Schnelleinsatzgruppe unterstützte mit einem Stromgenerator die Redner. In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 30 Jahren versammelten sich am 12. November mehrere hundert Menschen in Mattierzoll. Rund um das Gelände des ehemaligen Wachturmes tauschten sie Erinnerungen an die Zeit der Teilung und dem bewegenden Moment der Grenzöffnung aus. Mit dabei waren auch zwei Ehrenamtlichen der Schnelleinsatzgruppe vom DRK-Kreisverband Wolfenbüttel. „Neben der sanitätsdienstlichen Begleitung der Gedenkveranstaltung mit Personal und einem Krankenwagen stellten wir den Stromgenerator, mit dem die Mikrofonanlage betrieben wurde“, berichtet SEG-Leiter Dirk Jürges. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem vom ehemaligen Wolfenbütteler Landrat und Landtag-Abgeordneten für die CDU, Ernst-Henning Jahn.  Als Redner waren neben dem Bundesminister a. D. Siegmar Gabriel auch die ehemaligen Landtagspräsidenten Jürgen Gansäuer aus Niedersachsen und Dieter Steinecke aus Sachsen-Anhalt zu Gast. „Einige unserer aktiven Mitglieder können sich noch daran erinnern, dass bei Winnigstedt Deutschland einfach zu Ende war“, erklärt Jürges.

Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher war damals 25 Jahre alt und für das DRK als Zugführer vor Ort. „Wir hatten die ersten Wochenenden in Mattierzoll eine Sanitäts- und Betreuungsstelle eingerichtet. Die DDR-Bürger standen oft lange im Stau und waren dankbar für die Möglichkeit zum Beispiel ihren Kindern die Windeln zu wechseln“, erinnert er sich. Auch das Technische Hilfswerk bezog bei ihnen in Mattierzoll Quartier und unterstützte mit kleineren Reperaturen an den Trabis. Auf dem Stadtmarkt in Wolfenbüttel richtete das DRK nach einer Weile eine Essensausgabe ein, an der es kostenlos Erbsensuppe gab. Das Engagement der ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Helfer wurde auch vom damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht gelobt, der sie bei ihrer Arbeit an den Hilfsstellen besuchte.

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news-185 Mon, 29 Apr 2019 18:19:44 +0200 Cinestar-Mitarbeiterinnen verkaufen Plakate für die Wolfenbütteler Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/cinestar-mitarbeiterinnen-verkaufen-plakate-fuer-die-wolfenbuetteler-tafel.html Die Helden aus den Kino-Blockbustern „Star Wars“ und „Spiderman“ kamen jetzt über einen Umweg der Tafel des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel zu Hilfe. Die Mitarbeiterinnen des Cinestar Wolfenbüttel, Ronja Kremling und Jennifer Krüger, hatten ehrenamtlich einen Flohmarkt organisiert und alte Kino-Plakate verkauft. Dabei kamen 605 Euro zusammen, die jetzt Juliane Liersch entgegennahm.

„Wir  nutzen das Geld für unser Projekt Tafel packt Babytasche“, erklärte Liersch, Koordinatorin des Eberts Hof, in dem neben der Tafel auch die Rotkreuz-Boutique zu finden ist. Mit „Tafel packt Babytasche“ unterstützt das DRK Frauen, die ihr erstes Kind erwarten und sich in einer finanziellen Notlage befinden. Von der Tafel erhalten die werdenden Mütter beispielsweise Windeln und Babynahrung.

„Bei Bedarf kaufen wir aber auch Kinderbetten und Matratzen“, erzählt Liersch. Zu den Abnehmern zählen beispielsweise Bewohnerinnen des Frauenschutzhauses, die teilweise von herzzerreißenden Schicksalen berichten. „Umso schöner ist es dann, diese Menschen lächeln zu sehen, wenn wir ihnen die Babytasche als Unterstützung überreichen“, so Liersch.

Die Rotkreuzlerin bedankt sich bei den beiden Cinestar-Mitarbeiterinnen und den vielen Kino-Kunden im Namen der Tafel. „Viele der Kunden haben für ihre Poster mehr als den angeschlagenen Preis bezahlt, als wir ihnen erzählten, für welches Projekt wir sammeln“, sagt Ronja Kremling.

Beim Verkaufstag sei viel los gewesen. Insbesondere die A2-Plakate zu den ausgelaufenen Filmen „Star Wars“, „Solo“ und „Bohemian Rhapsody“ seien sofort vergriffen gewesen. „Auch unsere Sammlung von Plakaten zu Anime-Filmen sind wir schnell losgeworden“, berichtet Kremling. Neben den Postern gab es auch Banner und kleine Aufsteller – zum Beispiel zum Spiderman-Film. „Es hat viel Spaß gemacht. Wir wollen solche Aktionen jetzt häufiger durchführen“, so Kremling.

Möchten Sie mehr über die Arbeit der Tafel Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

 

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news-184 Fri, 19 Apr 2019 11:54:59 +0200 Betroffene reden Klartext in ITZ-Vortragsreihe https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/betroffene-reden-klartext-in-itz-vortragsreihe.html Veranstaltungen mit Gee Vero, Hans Wocken und Raúl Krauthausen bilanzieren zehn Jahre UN-Behindertenrechts-Konvention. Es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet werden. In einigen Kommunen, Behörden und Betrieben wird zwar eifrig über Barrierefreiheit und Teilhabe gesprochen, umgesetzt wurde sie aber nicht überall.

„Die UN-Behindertenrechts-Konvention hat die Rechtslage für Menschen mit Behinderungen seit zehn Jahren deutlich verbessert“, sagt Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, „aber tatsächlich hat sich für die Betroffenen viel zu wenig geändert.“

Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe rund um das Thema Inklusion will das DRK Wolfenbüttel die Situation weiter hinterfragen. Anlass ist auch das 10-jährige Bestehen des Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Zu diesem Anlass möchten Stoch und seine Mitarbeiter zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Es sei kein Zufall, dass der letzte Vortrag der Reihe, sozusagen als Höhepunkt, am Sonntag, 5. Mai stattfindet. Es ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

„Ich finde es wichtig, dass die Betroffenen dabei selbst zu Wort kommen“, erklärte Thomas Stoch, der sich über die Zusage von drei hochkarätigen Referenten freut. Gee Vero hat selbst Asperger und ist zudem Mutter eines autistischen Kindes. Raúl Krauthausen ist für viele Menschen mit Behinderungen ein Vorbild, er bündele die Wünsche und Hoffnungen einiger Betroffenen. Auch der bundesweit bekannte Bildungsexperte Hans Wocken wird in Wolfenbüttel zum Thema „Inklusion in der Schule“ Klartext reden.  

Flyer der Vortragsreihe zum Herunterladen.

Die Vortragsveranstaltungen

„Mein Leben mit Autismus – Ich, mein Selbst und die Anderen“ ist der Titel des Vortrags der Künstlerin Gee Vero am Donnerstag, 25. April.
Gee Vero wendet sich in ihrem Vortrag an alle Menschen, die sich der Herausforderung des Mitmensch-Seins mit autistischen Personen stellen. Sie berichtet über ihr Leben und über ihre Erfahrungen in dieser Gesellschaft. Zudem erklärt Gee Vero in ihrem Vortrag die neurologischen Abläufe, die Wahrnehmung entstehen lassen – und warum sie autistisches Verhalten als richtiges Verhalten sieht.
Wann?Wo? Donnerstag, 25. April, 18 bis 20 Uhr im DRK-Solferino, Am Exer 17, Wolfenbüttel.  

„Die inklusive Schule – Motive, Konzept, Bildungspolitik“ hinterfragt Prof. Dr. em. Hans Wocken am Donnerstag, 2. Mai.
Der Wissenschaftler war Professor für Behinderten- und Integrations-Pädagogik an der Universität Hamburg und erläutert, was es mit einer inklusiven Pädagogik und einer inklusiven Bildungspolitik auf sich hat. Hans Wocken geht der Frage nach, warum eine inklusive Bildung wichtig und erstrebenswert ist. In seinem Vortrag möchte er diskutieren, was eine inklusive Schule auszeichnet – und wie eine ideale inklusive Bildungslandschaft aussehen kann.
Wann?Wo? Donnerstag, 2. Mai, von 18 bis 20 Uhr im DRK-Solferino, Am Exer 17, Wolfenbüttel.

„Dachdecker wollte ich eh nicht werden!“, erklärt abschließend Raúl Krauthausen in seiner Lesung am Sonntag, 5. Mai. Der Berliner Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit arbeitet seit mehr als 15 Jahren in der Internet- und Medienwelt. Hier fordert er nachhaltig mehr Rechte, eine größere Selbstbestimmung und eine Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen. Bei seinem Besuch in Wolfenbüttel liest er einige Passagen aus seiner Biographie „Dachdecker wollte ich eh nicht werden! Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“ und erläutert Hintergründe zum neuen Kinofilm „Die Kinder der Utopie“. Vor und nach dem Vortrag ist Gelegenheit zu Gesprächen. Es gibt Getränke und kleine Leckereien aus der Küche des Inklusionsbetriebs DRK-Solferino.
Wann?Wo? Sonntag, 5. Mai, von 17 bis 19 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) im Hörsaal und Foyer der Ostfalia Hochschule, Am Exer 11, Wolfenbüttel.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos. 

10 Jahre ITZ

Die wesentliche Säule in den Angeboten der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH feiert 2019 ihr zehnjähriges Bestehen. Im Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) sind am Standort Exer 19a in Wolfenbüttel zahlreiche Angebote rund um Therapie, Gesundheit, Beratung und Betreuung zu finden: Die Praxis für Ergotherapie, Autismus-Ambulanz, Schulassistenz, Fachgruppe Wohnen, der Familienentlastende Dienst (FED) und der Fachdienst berufliche Eingliederung leisten hier wichtige Hilfen für Betroffene und ihre Angehörigen. Weitere Informationen unter www.itz-drk.de

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news-181 Fri, 12 Apr 2019 14:59:54 +0200 Spende für die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-fuer-die-tafel.html Die Tafel des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel erhielt jetzt eine Spende über 500 Euro für das Projekt „Tafel packt Babytasche“. Das Geld stammt aus der Kasse des Ortsvereins Denkte. Die Vorsitzende Erdmuth Queißer hatte zur Scheck-Übergabe an Juliane Liersch zahlreiche Aktive aus ihrem Verein ins DRK-Solferino mitgebracht. „Wir treffen uns hier zum gemeinsamen Mittagessen als kleines Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit“, erklärt  Queißer. Die Mitglieder des DRK-Ortsvereins engagieren sich beispielsweise regelmäßig rund um die Blutspende oder bieten einen Besuchsdienst an.

„Ich bedanke mich im Namen der Tafel für diese großzügige Spende“, sagt Juliane Liersch, Koordinatorin des Eberts Hof, in dem neben der Tafel auch die Rotkreuz-Boutique beheimatet ist. Schon in den vergangenen Jahren gab es Spenden aus Denkte. „Letztes Jahr haben wir damit die Spielecke für Kinder im Eberts Hof eingerichtet“, erzählt Liersch.

In diesem Jahr fließen die 500 Euro in das Projekt „Tafel packt Babytasche“, das Frauen unterstützt, die ihr erstes Kind erwarten und sich in einer finanziellen Notlage befinden. Sie bekommen von der Tafel ein individuelles Paket, das viele der notwendigen Anschaffungen enthält, die man beim ersten Kind benötigt – beispielsweise Windeln und Babynahrung.

Bei Bedarf beschafft die Tafel aber auch Kinderbettchen und -wagen. „Die wollen wir von dem Spenden-Geld kaufen“, sagt Liersch und ergänzt: „Wer ein Kinderbett oder einen Kinderwagen übrig hat und für unser Projekt spenden möchte, kann uns die Sachen gerne im Eberts Hof zu den Öffnungszeiten vorbei bringen.“

Mehr Informationen über die Tafel und unsere Secondhand-Boutique erfahren Sie auf der Internetseite des Eberts Hof.

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