DRK Presseinformationen https://www.drk-kv-wf.de de DRK Fri, 22 Oct 2021 10:16:28 +0200 Fri, 22 Oct 2021 10:16:28 +0200 TYPO3 EXT:news news-567 Fri, 22 Oct 2021 10:00:00 +0200 Tafelspende Ladies Circle https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/tafelspende-ladies-circle.html Kaum eine Aktion des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel findet in der Bevölkerung solchen Widerhall wie "Tafel macht Schule" und "Tafel packt Babytaschen". Im ersten Projekt werden Erstklässler aus bedürftigen Familien mit einer Grundausstattung versehen – vom Ranzen bis zur Schultüte. Die Babytaschen hingegen sind ein Angebot für junge Neumütter, in finanzieller Notlage ein Starterpaket für ihr Baby beim Roten Kreuz in Eberts Hof am Großen Zimmerhof 29 abzuholen.

Die Resonanz unter den Abholern ist groß, und darum freuen sich die Rotkreuzler immer sehr, wenn ihnen Einzelpersonen oder Gruppen unter die Arme greifen. Am Donnerstag war es der Ladies Circle 26 Wolfenbüttel, der acht fertig gepackte Taschenpakete anlieferte. "Wir haben Anfang des Jahres im Corona-Lockdown überlegt, wem wir in diesem Jahr helfen sollen", erzählte Kirsten Imbriani, die Schatzmeisterin des Service-Clubs. Man habe sich auf die Obdachlosenhilfe und eben die DRK-Aktion geeinigt. "Die Aktion Wunschbaum unterstützen wir zu Weihnachten ohnehin."

Nach dieser Entscheidung machten sich die 13 aktiven Damen des Ladies Circle ans Werk und sammelten Spenden. "Wir haben in unserem Bekanntenkreis um Geld und Ausstattung gebeten", berichtete die Schatzmeisterin weiter, "das zog gerade über Social Media weite Kreise." Auf diese Weise kam einiges zusammen, "und was fehlte, hat unser Förderverein dazugekauft".

Stefanie Nörenberg war von dem Engagement des Ladies Circle begeistert und des Lobes voll für das Resultat: "Ich habe schon mal reingesehen, das sind lauter tolle Sachen." Die DRK-Mitarbeiterin freute sich auch darüber, dass die Taschen schon so schön vorsortiert worden waren. "Das erleichtert uns die Arbeit enorm."

Ergänzt werden die Taschen durch selbstgestrickte Babydecken und -söckchen und genähte Hosen. Eberts-Hof-Leiterin Juliane Liersch ist auch im Strickkreis des DRK aktiv, in dem 22 Damen unglaublich produktiv sind: "Heiße Nadeln" nennt sich der Kreis von Frauen zwischen 39 und 94 Jahren – und allein in 2020 strickte er 800 Paar Socken. Auch Mützen Pullover und vieles andere wird zugunsten der Tafelprojekte gestrickt und verkauft.

Doch das Angebot für junge Mütter und ihre Kleinen reicht noch weiter. Immer am ersten Montag im Monat bieten DRK und Landkreis Wolfenbüttel gemeinsam eine Babysprechstunde im Eberts Hof. Von 14 bis 16 Uhr geht es um die Themen, die junge Neumütter interessieren, vom Stillen über das Schlafen bis zur Entwicklung des Kindes. Die Aktion ist ein Angebot der "Frühen Hilfen" das Landkreises und wird von einer Kinderkrankenschwester geleitet.

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news-566 Fri, 15 Oct 2021 09:43:00 +0200 Neue Strukturen für das Ehrenamt https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/neue-strukturen-fuer-das-ehrenamt.html Der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel strukturiert seinen Ehrenamtsbereich neu. Ende des Jahres übernimmt Aline Gauder die frisch geschaffene Stelle als Teamleitung der Ehrenamtskoordination. "Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und habe schon viele Ideen, wie wir den Bereich ausbauen und beleben können", sagt die 30-Jährige.

Tatsächlich habe der Kreisverband bemerkt, dass das ehrenamtliche Engagement auf allen Ebenen zunehme. "Wir bearbeiten ja eine Menge unterschiedlicher Bereiche, und überall gibt es motivierte Menschen." Diese Gruppen zu vernetzen und ihre Schlagkraft dadurch zu bündeln, werde nun ihre Hauptaufgabe sein. "Wir wollen das DRK ganzheitlicher denken. Unsere Helfer sollen sich eben nicht nur als Helfer beispielsweise der Tafel fühlen, sondern als Ehrenamtliche des Roten Kreuzes."

So soll es künftig eine einheitliche Willkommenskultur geben, wenn sich Neulinge dem DRK anschließen. "Wir müssen dringend Strukturen schaffen und dazu auch die Digitalisierung intensiver betreiben", sagt die neue Teamleitung. All das gehe mit einer Aufwertung des Ehrenamtes einher. "Wir sehen die Einrichtung dieser neuen Stelle auch als Wertschätzung unserer aktuellen und künftigen Helfer."

Aline Gauder kennt sich aus im DRK, nachdem sie bereits seit Oktober 2017 die Flüchtlingshilfe leitet und im vorigen Jahr noch die hauptamtliche Leitung der Tafel einnahm sowie stellvertretend für den Familienentlastenden Dienst (FED) tätig war. "Wir mussten zu Beginn der Coronazeit in der Tafel den Ehrenamtlichen eine weitere hauptamtliche Unterstützung zur Seite stellen" erklärt sie den Ablauf. "Jetzt kann ich mich dort wieder etwas zurückziehen und mich einem neuen Bereich widmen."

Als eine erste Idee im neuen Jahr könnte ein Ehrenamts-Cafè entstehen, bei dem sich die Helfer austauschen können und über Probleme und Lösungen diskutieren. "Ich glaube, dass wir auf diese Weise die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Menschen besser mitbekommen und somit auch besser nutzen können." Andernfalls gingen Ideen schnell mal unter, ebenso wie die Probleme im Tagesgeschäft. "Das DRK in Wolfenbüttel ist schließlich ein ziemlich großer Verband."

Im Moment hat der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel 5200 Mitglieder und 840 Ehrenamtliche.

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news-565 Thu, 14 Oct 2021 13:03:00 +0200 Wahl Bereitschaftsleitung https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wahl-bereitschaftsleitung.html Mit einem Nachlauf von zwölf Monaten fand jetzt die routinemäßige Neuwahl in der DRK-Bereitschaft Wolfenbüttel statt. "Coronabedingt mussten wir die Sitzung verschieben", erzählte Kerstin Krake, die neue Leiterin der Bereitschaft. Sie zeigte sich sehr zufrieden mit der Tatsache, dass alle Posten gut besetzt werden konnten: "Wir haben in der Doppelspitze überall einen Verantwortlichen und einen Stellvertreter, das ist wirklich prima." Gleichzeitig gelang es ihr, einen spürbaren Verjüngungsprozess in Gang zu setzen. "Außer mir sind eigentlich alle zwischen 25 und 35 Jahre alt – wir sind ein tolles Team", betonte die 58-Jährige. Unter diesen Vorzeichen sei ihr um die Zukunft der Bereitschaft Wolfenbüttel nicht bange.

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news-564 Wed, 13 Oct 2021 09:07:11 +0200 DRK-Kleiderkammer wieder geöffnet https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-kleiderkammer-wieder-geoeffnet.html Nach der Coronapause wieder regelmäßig für Kunden und Spender geöffnet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kleiderkammer des DRK-Ortsvereins Wolfenbüttel sind jetzt nach der Coronapause wieder regelmäßig für die Kunden und Spender da. Die Einrichtung am Exer 15 hat montags von 15.30 bis 18 Uhr und mittwochs von 9.30 bis 12 Uhr geöffnet.

„Wir benötigen weiterhin gute gebrauchte Sommer- und Winter-Garderobe für Damen, Herren und Kinder“, sagt Joachim Korsch, Leiter der Kleiderkammer. Auch Unterwäsche, Schuhe, Bettwäsche und Handtücher seien gerne gesehene Spenden.

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news-562 Wed, 06 Oct 2021 15:41:31 +0200 Hilfe für die Helfer in Hedeper https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/grossbrand-in-hedeper.html Der Großbrand in Hedeper erforderte nicht nur von den Löschzügen große Einsatzbereitschaft, sondern auch vom ​Einsatzzug des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. "Bei uns ging am Sonntag um 13.34 Uhr die Meldung über den Scheunenbrand Hedeper ein", berichtete Fabian Palic, der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter. Die integrierte Leitstelle in Braunschweig alarmierte daraufhin die Führung der Schnellen Einsatzgruppe (SEG).

"Unser Auftrag war, die Verpflegung der Feuerwehren sicherzustellen", erzählt Liersch. Offenbar war sehr früh absehbar, dass dieser Einsatz länger dauern würde. "Was aber unklar war: Wie viele Einsatzkräfte müssen wir überhaupt verpflegen?" Die Lage war noch unübersichtlich, weil ständig neue Wehren am Brandort eintrafen. "Ich habe daraufhin die volle SEG alarmieren lassen und bin als SEG-Leiter nach Hedeper gefahren, um mir selbst ein Bild zu machen."

In Absprache mit der dortigen Einsatzleitung orderte Liersch dann bei den Helfern Am Exer Speisen und Getränke für 130 Feuerwehrkameraden. "Das war natürlich nur eine Momentaufnahme, denn es war schon deutlich, dass ständig Löschzüge gegen frische Helfer ausgetauscht werden mussten." Tatsächlich rechnet Liersch mit Lösch- und Nachlösch-Aktivitäten noch bis in die kommenden Tage, denn die brennenden Strohballen – bei Ausbruch des Brandes 4000 Stück – liegen dicht gestapelt.

Die zehn Helfer des DRK kümmerten sich um die Versorgung der Einsatzkräfte mit Kalt- und Warmgetränken sowie um regelmäßige Imbisse. "Da auch der Feuerwehr-Fachzug Logistik und Versorgung zeitgleich alarmiert wurde, mit dem wir eng zusammenarbeiten", berichtet Liersch, "haben wir die Essensausgabe an diese Facheinheit abgegeben". Gemeinsam bauten die Experten große Zelte auf, in denen dann die ganze Nacht hindurch die Ausgabe in mehreren Schichten stattfand. Vom Roten Kreuz war der Einsatzleitwagen vor Ort, außerdem ein Mannschaftswagen und ein Kleinlaster.

"Die Versorgung aus der DRK-Küche, unter der Leitung des stellvertretenden SEG-Leiter Mike Herzberg, im Solferino klappte reibungslos, die Brötchen kamen frisch von Bäckerei Isensee." Besonders erfreulich: Trotz der immensen Rauchentwicklung kam offenbar keiner der Helfer oder der Anwohner zu Schaden. "Wir stehen weiterhin mit dem Fachzug Logistik und Versorgung in Kontakt, damit wir gegebenenfalls personell schnell unterstützen können", erklärt Liersch abschließend.

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news-559 Thu, 30 Sep 2021 11:23:00 +0200 Neuer Krankenwagen für den DRK-Rettungsdienst https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/neuer-krankenwagen-fuer-den-drk-rettungsdienst.html Der DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel freut sich über Zuwachs. Ein neuer Krankenwagen erweitert den Fuhrpark der Wolfenbütteler Retter. "Ursprünglich war geplant, dass dieser Krankenwagen ein älteres Fahrzeug ersetzt", berichtet Björn Försterling, kommissarischer Geschäftsführer des Rettungsdienstes. "Jetzt geht er aber als zusätzlicher Krankenwagen auf die Straße."

Im Kreistag des Landkreises Wolfenbüttel soll am Montag, 11. Oktober, entschieden werden, dass von montags bis freitags tagsüber ein zusätzlicher Krankenwagen bereitgestellt wird. Ziel dieser Maßnahme ist es, dadurch die Rettungswagen zu entlasten, die eigentlich für Notfalleinsätze vorgesehen sind. "Dafür kommt das neue Fahrzeug gerade rechtzeitig", freut sich Försterling.

Mit Hochdruck arbeiten die DRK-Retter derzeit daran, das Fahrzeug einsatzbereit zu machen. "Wir wollen das Fahrzeug im Vorgriff auf den Beschluss schon ab dem 1. Oktober in den Einsatz bringen, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen." Bei dem neuen Wagen handelt es sich um einen Ford, für den der Rettungsdienst inklusive Ausbau mehr als 80.000 Euro investiert hat. In der Regel laufen die Fahrzeuge rund 250.000 km bis zur Ersatzbeschaffung, weiß Försterling. "Es kommen also einige Fahrten auf das neue Auto zu."

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news-558 Wed, 29 Sep 2021 13:50:00 +0200 Bei Häppchen kam man sich näher https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/bei-haeppchen-kam-man-sich-naeher.html Als Abschluss und Höhepunkt der "Interkulturellen Woche 2021" stand am Dienstag eine Gemeinschaftsaktion vom DRK Wolfenbüttel und der Caritas an: Vor dem Eberts Hof im Großen Zimmerhof trafen sich knapp 20 angemeldete Personen zu einem "Interkulturellen Picknick". "Selbstverständlich können sich auch Passanten am Büffet bedienen und am Gespräch beteiligen", betonte Organisatorin Frederike Schwieger vom Roten Kreuz. Sie hatte mit Christel Seigneur von der Caritas die Federführung übernommen.

Schon zur Begrüßung bedankte sie sich besonders bei Juliane Liersch, der Leiterin von Eberts Hof. Die hatte ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, vor allem für den Fall schlechter Witterung. Alle Anprachen wurden übrigens vom Deutschen ins Spanische und ins Französische übertragen – diesen Job übernahm Christel Seigneur von der Caritas. "Die meisten unserer Gäste haben ja einen Migrationshintergrund und sind noch nicht so lange in Deutschland", erklärte Frederike Schwieger.

Sie arbeitet in der Beratungs- und Koordinierungsstelle der Flüchtlings- und Migrationshilfe im DRK, sowie in der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) und hatte vom Exer aus kürzlich die Aktion "# offen geht – zusammen?" initiiert, die unter anderem durch stimmungsvolle Plakate bekannt wurde. "Die Teilnehmenden haben ihre Offenheit und Toleranz durch Statements und über Portraitbilder von sich selbst zum Ausdruck gebracht, die dann als Plakate gedruckt wurden." Nun folgte das "Interkulturelle Picknick". "Wir sind überrascht von der großen Resonanz, aber auch sehr erfreut."

Die Interkulturelle Woche begann am vorigen Sonntag. "Das Picknick hängt mit unserer Plakataktion zusammen und soll ein präsentes Angebot nach langer Durststrecke sein, an dem die Menschen einfach einmal wieder zusammen kommen können und sich austauschen können", verdeutlichten die Organisatorinnen. "Zudem wollten wir mit der gesamten Aktion symbolisieren, dass Interkulturalität und Vielfalt allgegenwärtig sind."

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news-556 Mon, 27 Sep 2021 11:15:52 +0200 Schöppenstedter DRK-Handarbeitstreff wieder aktiv https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/schoeppenstedter-drk-handarbeitstreff-wieder-aktiv.html Endlich ist es wieder soweit. Der DRK-Handarbeitstreff im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Dreieinigkeit zu Schöppenstedt ist wieder aktiv. Die Ansprechpartnerin, Heike Grotewold-Bothe und Petra Schmidt sowie Helga Piochacz vom DRK-Ortsverein Schöppenstedt freuten sich über das große Interesse das bereits am ersten Wiedereröffnungstag bestand. Zuerst wurden die noch vorhandenen und inzwischen auch neu eingetroffenen Materialien gesichtet und sortiert.
Alle Frauen aus Schöppenstedt und Umgebung können an dem produktiven Treffen teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos und jede Frau kann so kreativ werden, wie sie möchte. Ob beim Nähen, Sticken, Stricken, Häkeln oder Basteln. Die Verantwortlichen hoffen, dass sich wieder Frauen aus verschiedenen Nationalitäten und Altersgruppen treffen und sich austauschen.
Vor der Schließung durch die Corona-Pandemie waren die Damen des Treffs auf dem Stadtfest und auch auf dem St. Stephanus-Markt mit einem Stand vertreten. Hoffentlich wird das künftig auch wieder möglich sein. Aber auch während der Pandemie war man nicht untätig, so wurden mehrere hundert „Mund-Nase-Masken“ für die Stiftung Neuerkerode, das Seniorenheim Schloss Schliestedt und andere Organisationen gespendet. Dafür gilt den Damen ein herzlicher Dank.
Wer ebenfalls am Handarbeitstreff für Frauen teilnehmen möchte, ist dienstags um 15.00 Uhr in das Gemeindehaus der Kirchengemeinde Dreieinigkeit zu Schöppenstedt (An der Kirche 2) herzlich eingeladen.

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news-554 Tue, 21 Sep 2021 09:39:00 +0200 Spende Große Schule https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-grosse-schule.html Der Einschulungsgottesdienst für die fünften Klassen der Großen Schule fand vor einiger Zeit in der Trinitatiskirche statt. Das Resultat der Kollekte hingegen fand am heutigen Freitag einen dankbaren Abnehmer: Vor dem Wolfenbütteler Gymnasium freute sich Juliane Liersch von der DRK-Tafel über eine Spende von 190 Euro.

"Die Schülerinnen und Schüler des Religionskurses hatten den Gottensdienst gestaltet", berichtete Dr. Ute Krause, die Schulleiterin am Rosenwall. Nach der Veranstaltung, die vom Teenie-Chor musikalisch umrahmt wurde, durften die Organisatoren selbst entscheiden, wohin der Erlös fließen sollte. "Sie haben direkt an die Tafel gedacht", sagte Lehrer Frank Stuhlmann.

Beide Pädagogen lobten zudem das Engagement der beteiligten Gruppe: "Sie mussten am Tag der Einschulung sehr früh aufstehen, denn ab 7 Uhr waren sie in der Kirche aktiv." Nebenbei berichtete die Schulleiterin davon, wie überaus diszipliniert gerade die jüngsten Schüler die Masken tragen, wo es der Kampf gegen Corona erfordert: "Das ist großartig, und wir sind alle wirklich begeistert im Kollegium."

Begeistert war auch Juliane Liersch vom Roten Kreuz, dessen Kreisverband die Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen betreibt: "Wir haben ja eine ganze Fülle von Projekten, für die wir diese Spende verwenden könnten, aber wir folgen natürlich gern dem Wunsch der Spender, damit unsere Aktion 'Tafel macht Schule' zu unterstützen." Gerade kürzlich zur Einschulung der Erstklässler habe das DRK wieder 30 ABC-Schützen aus bedürftigen Familien mit der Ausrüstung für die erste Klasse ausstatten können. "Und wenn man weiß, dass diese Ausrüstung nicht ganz billig ist, dann ist auch klar, wie sehr uns die Spende der Großen Schule hilft."

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news-549 Wed, 08 Sep 2021 13:19:00 +0200 DRK vollzieht ersten Spatenstich https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-vollzieht-ersten-spatenstich.html An der Mascheroder Straße entsteht ein Haus für die Verwaltung sowie weitere der über 40 Tätigkeitsbereiche des Roten Kreuzes. Aufbruchstimmung herrschte gestern auf einem Feld oberhalb von Wolfenbüttel. "Jetzt geht's los", sagte nicht nur Horst Kiehne, der Vorsitzende des DRK-Präsidiums, als er seinen Spaten in den Mergel-Boden stieß. Vielmehr haben auf diesen ersten Spatenstich die gesamten Rotkreuzler im Landkreis Wolfenbüttel lange gewartet: Das Projekt Exer2020 begann coronabedingt sozusagen mit einen Jahr Verspätung.

Sekundieren ließ sich Kiehne bei seinem offiziellen Akt vom Architekten Frank Guder, den Präsidiumsmitgliedern Heike Kanter, Björn Försterling und Axel Szybay sowie von Vorstand Andreas Ring und dessen Stellvertreter Thomas Stoch. Alle waren sich einig, dass es an der Mascheroder Straße gegenüber vom Exer um nichts weniger als einen Meilenstein in der Entwicklung des Kreisverbandes geht. Immerhin steht nun – nach bald zweieinhalb Jahren der Planung – die Umsetzung an.

Kleiner Wermutstropfen: Der Spatenstich galt zunächst nur dem ersten Bauabschnitt. Er soll vornehmlich den Aufgabenfeldern der Behindertenhilfe aus ihren beengten Verhältnissen helfen. Außerdem werden nach Fertigstellung die Zentralen Dienste und weitere der über 40 Projekte, Hilfsangebote und Tätigkeitsbereiche des DRK an den Exer ziehen. Im südlichen Bereich des Grundstücks ist ein großer Therapiegarten geplant. Der zweite Bauabschnitt (Rettungsdienst, Katastrophenschutz) muss erst noch von der Kreispolitik abgesegnet werden. 

Gleichwohl ist das Rote Kreuz voller Vorfreude auf das neue DRK-Zentrum. Es wurde eigens eine webcam installiert, um den Baufortschritt aller Welt erlebbar zu machen. Im Viertelstunden-Rhythmus macht sie ein Bild, das dann im Internet auf der Homepage des Kreisverbands unter www.drk-kv-wf.de zu sehen ist.

 

Besonders originell auf dieser Seite ist der Zeitraffer, der die Veränderung zusammenfasst – auch die der Jahreszeiten. Im Moment allerdings steht nur das größte Fahrzeug des DRK auf dem Baugrund. An ihm ist ein Transparent mit der künftigen Außenansicht befestigt: Der LKW dient dadurch sozusagen als vorläufiges "rollendes Bauschild".

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news-552 Wed, 08 Sep 2021 12:38:00 +0200 Gemeinsam gegen Corona und andere Erreger https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/gemeinsam-gegen-corona-und-andere-erreger.html Ein innovatives Trio eröffnet am Exer ein nahezu vollautomatisiertes Testzentrum. Es gibt ein neues Testzentrum in der Stadt. Am Exer in Wolfenbüttel haben sich drei Partner zusammengefunden, die das Testen auf ein neues Niveau heben wollen. Der DRK-Kreisverband, die Firma Kandj und das Technische Innovationszentrum (tiw) ziehen dabei an einem Strang.

"In gewisser Weise verhalten wir uns antizyklisch wenn man sieht, dass überall Testzentren geschlossen werden", sagt Thomas Stoch als Vertreter des DRK-Vorstands. "Aber wir gehen davon aus, dass das Interesse an Testungen wieder zunehmen wird." Dabei gehe es nicht nur um eine womöglich bevorstehende vierte Welle von Corona oder weiteren Mutationen. "Vielmehr wird es künftig ganz andere Infektionskrankheiten geben, denen man nur mit großflächigen Tests auf die Spur kommt."

Da traf es sich gut, dass die Am Exer ansässige Firma Kandj gleich mit zwei Neuerungen auf den Plan tritt: "Einmal haben wir ein Lesegerät ausgewählt, das die Teststreifen deutlich effizienter analysieren kann als das menschliche Auge", erklärt Geschäftsführer Jens Uphoff. "Auf diese Weise werden fehlerhafte Testergebnisse nahezu ausgeschlossen."

Noch innovativer allerdings ist der zweite Schritt, der ab Montag, 13. September, zu bewundern ist: die automatisierte Analyse und Auswertung der Proben. Im neuen Testzentrum Am Exer 17 steht ein Roboter, der die Teststreifen automatisch einzieht, ins Analysegerät schiebt und auch die Weiterverarbeitung der Ergebnisse vornimmt. "Er verschickt die Resultate anschließend zum Beispiel auf das Handy der Kunden", erklärt Kandj-Geschäftsführerin Karima Berrahou. Und mehr noch: "Positive Ergebnisse gehen parallel an das jeweilige Gesundheitsamt."

Auf diese Weise soll die Verbreitung von ansteckenden Krankheiten noch schneller eingedämmt werden – auf diesem Gebiet ist jede Minute kostbar. Bei der Schulung der DRK-Mitarbeiter zeigten sich zudem weitere Vorteile: "Für einen Testtermin muss man sich unter www.amexer.de online anmelden, dadurch reduzieren wir Fehlerquellen und alles läuft viel schneller."

Insgesamt hat der Roboter eine Kapazität von 80 Testplätzen. "Theoretisch haben wir damit einen Durchlauf von 320 Personen pro Stunde", sagt Uphoff. Engstelle bleibt damit nur die Probenentnahme selbst, die nach wie vor von geschulten DRK-Mitarbeitern von Hand durchgeführt wird. Trotzdem ist das gesamte System derart kompakt, dass es problemlos bei Großveranstaltungen neben der Kasse aufgebaut werden kann. Berrahou: "Wir brauchen nur Strom und eine Internetverbindung."

Auch tiw-Geschäftsführerin Carola Weitner-Kehl äußerte sich begeistert von der Entwicklung am Exer: "Weil die Entwickler Berrahou und Uphoff ihr Ding trotz ständig neuer und wechselnder Rahmenbedingungen während der Corona-Krise kontinuierlich und mit Beharrlichkeit durchgezogen haben." Das tiw habe dafür gern sein Netzwerk zur Verfügung gestellt. "Denn die beiden Entrepreneure zeichnen sich durch hohe Professionalität und viel Erfahrung aus – das ist schön zu erleben."

Thomas Stoch freut sich nun auf die am Montag anlaufende Phase, für die man sich jetzt schon anmelden kann. "Mit Kandj, tiw und DRK haben sich drei innovative Partner gefunden, die sich gegenseitig befruchten." Auch unter den Mitarbeitern, die das DRK dafür abstellt, habe er Begeisterung wahrgenommen, bei dieser Innovation dabeizusein. "Ich gehe davon aus, dass diese Art der automatisierten Testung vor einem Siegeszug steht."

Im Übrigen sei der Exer ein idealer Standort für das neue Testzentrum Wolfenbüttels: "Wir haben mit der Ostfalia, den anderen Bildungseinrichtungen und vielen Firmen reichlich Kundschaft vor der Tür. Außerdem liegt der Exer an der Einflugschneise von Osten Richtung Wolfenbüttel: Durch die vielen Parkplätze könnte die Lage also kaum günstiger sein."

 

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news-551 Wed, 08 Sep 2021 12:33:00 +0200 DRK-Ortsverein Evessen ist 50 Jahre alt https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-ortsverein-evessen-ist-50-jahre-alt.html Vor 50 Jahren gründeten Evesser den DRK-Ortsverein. Ein großes Jubiläumsfest mit örtlichen und benachbarten Vereinen hatte es 1996 zum 25-jährigen Bestehen gegeben. „Die Feierlichkeiten sollen in epidemologisch ruhigeren Zeiten stattfinden“, kündigt die Vereinsvorsitzende Elisabeth Flammann an.

Der Anstoß zur Vereinsgründung kam damals von der Freiwilligen Feuerwehr, die einen Erste-Hilfe-Lehrgang in dem Elm-Dorf organisiert hatte. Am Ende dieser Veranstaltung gründeten zehn Teilnehmer die Rot-Kreuz-Niederlassung. Erster Vorsitzender des Vereins war Alwin Ebers.

„1972 wurde die erste Blutspendeaktion durchgeführt“, berichtet die heutige Vereinsvorsitzende. Die Mitgliederzahl war inzwischen auf 18 gestiegen. 1980 zählte der Verein mehr als 100 Mitglieder. Eine große Werbeaktion des DRK-Kreisverbands führte zu den zahlreichen Eintritten. Die Zahl wurde 100 seitdem nicht mehr unterschritten. „Wir konnten unseren Mitgliederbestand halten“, erklärt Flammann stolz.

Zu den Aktivitäten des Ortsvereins gehören zwei bis vier Blutspendeaktionen pro Jahr. „Es sind Termine mit teilweise mehr als 100 Spendern und dem sensationellen Evesser Buffet“, sagt Flammann. Dabei bieten die Rotkreuzler immer etwas Besonderes wie zum Beispiel frische Salate an und besorgen die ausgewählten Zutaten oftmals von Bäckern und Fleischern aus dem Ort. Zudem führt das DRK in Evessen zwei Altkleidersammlungen pro Jahr durch.

Eine Besonderheit des Ortsvereins stellt die 1981 gegründete Volkstanzgruppe dar. Sie löste bei zahlreichen Auftritten in ihren – an die Braunschweiger Tracht von 1850 – angelehnten Trachten Begeisterung aus und knüpfte viele Kontakte. 2005 beschloss die Tanzgruppe keine Auftritte außerhalb der Gemeinde durchzuführen. „Die Gruppe ging auf die Initiative des damaligen Vorsitzenden Eckehard Hillmar und dessen Frau zurück, die sich sehr für Tanz interessierten und zahlreiche Menschen für dieses Angebot begeisterten“, berichtet Flammann.

Für das Vereinsleben gibt es ebenfalls Aktionen. So führen die Evesser Rotkreuzler regelmäßig gemeinsame Fahrten durch – beispielsweise nach Celle, Flechtingen, Hornburg, zur Okertalsperre und zum Salzgitter- und Tankumsee. Gemeinsam haben sie das Mühlenmuseum, die Herrenhäuser Gärten und den Blut-spendedienst in Springe besichtigt.

Außerdem übernimmt der Ortsverein seit 1978 Patenschaften aus dem SOS-Kinderdorf und über Plan-International. Erlöse des Vereins gehen regelmäßig als Spenden an Sozialstationen, Tschernobylkinder, Asylbewerberkinder in Evessen, Krebsforschung, Hilfsmaßnahmen und Unterstützung bei nationalen und internationalen Katastrophen – wie aktuell für die Opfer des Hochwassers im Westen Deutschlands.

 

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news-550 Wed, 08 Sep 2021 12:28:00 +0200 Bereitschaft heißt, bereit zu sein https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/bereitschaft-heisst-bereit-zu-sein.html Sonniger Sonntagseinsatz für Tobias Liersch: Bewaffnet mit Vorschlaghammer, Erdnägeln und Kabelbindern traf er am Exer ein, um den ersten Spatenstich des neuen DRK-Zentrums vorzubereiten (siehe weitere Meldung). Der erste Bauabschnitt soll vornehmlich den Aufgabenfeldern der Behindertenhilfe aus ihren beengten Verhältnissen helfen. Außerdem werden nach Fertigstellung die Zentralen Dienste und weitere der über 40 Projekte, Hilfsangebote und Tätigkeitsbereiche des DRK an den Exer ziehen. Im südlichen Bereich des Grundstücks ist ein großer Therapiegarten geplant. Der zweite Bauabschnitt (Rettungsdienst, Katastrophenschutz) muss erst noch von der Kreispolitik abgesegnet werden.

Am Sonntag musste der schwere MAN zunächst angeworfen und in Position gestellt werden. Vor der Fahrzeughalle brachten Liersch und Frank Wöstmann dann die vorbereitete Plane an, auf der das geplante Gebäude schon mal im Endstadium zu sehen ist.

Danach fuhr Liersch, der im Einsatzzug der Bereitschaft als Gruppenführer tätig ist, das schwere Gerät über die Mascheroder Straße auf das Baugrundstück. Dort stellte der Wagen erstmal einen attraktiven Hintergrund für den ersten Spatenstich am Montag dar. Anschließend wird der MAN sozusagen als "rollendes Bauschild" über mehrere Monate am Rande der Baugrube stehen.

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news-548 Thu, 02 Sep 2021 12:31:00 +0200 Neue RDler im KV Wolfenbüttel https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/neue-rdler-im-kv-wolfenbuettel.html Schon wieder neue Gesichter im DRK-Kreisverband. Am 1. September begrüßte der Rettungsdienst des Roten Kreuzes drei neue Auszubildende, die in den nächsten drei Jahren Notfall-Sanitäter (NFS) werden wollen. Dabei konnte die bisherige Vita der Neuen kaum unterschiedlicher sein.

Larissa Ueckerseifer zum Beispiel hat gerade das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) beim Rettungsdienst hinter sich, und schloss nun quasi nahtlos den nächsten Schritt im selben Hause an. "Die letzten zwölf Monate im DRK haben mir gut gefallen", erzählte sie am Mittwoch. "Das Spannende am Dienst auf dem Fahrzeug ist, dass sich jeder Tag anders gestaltet. Man weiß bei Einsätzen nie, was einen erwartet."

Hanna Hartwig hat ebenfalls schon Erfahrungen beim DRK gesammelt und ist sich sicher: "Notfallsanitäter ist mein absoluter Traumjob." Vor allem reizt sie die Abwechslung an diesem Arbeitsplatz. "Die Mischung aus Helfen und Retten ist mir ganz wichtig." Eine Art Quereinsteiger hingegen ist Marvin Simons, obwohl auch er viel Erfahrung mit Helfen und Retten hat: Der Schladener ist seit Jahren ehrenamtlich bei der Feuerwehr seines Heimatortes aktiv, außerdem hat er eine Ausbildung zum Elektroniker absolviert. "Bei der Feuerwehr will ich unbedingt bleiben", sagte er an seinem ersten Arbeitstag, "denn ich glaube, die Kombination von Feuerwehr und Rotem Kreuz kommt mir auf beiden Seiten zugute – und bringt mich auch persönlich weiter."

Dass sich das Rote Kreuz über neue, engagierte Mitarbeiter freut, brachte Thomas Stoch in seiner Begrüßung für den DRK-Kreisverband zum Ausdruck, der Prokurist der DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel gGmbH ist. Björn Försterling als kommissarischer Geschäftsführer des Rettungsdienstes war an diesem Vormittag zwar verhindert, ließ aber wissen: "Wir freuen uns über die neuen Kolleginnen und Kollegen, die sich der Herausforderung der NFS-Ausbildung stellen." Diese Ausbildung beinhalte hohe Anforderungen an die jungen Menschen. "Wir sind aber sicher, dass sie diesen Anforderungen gerecht werden können." Beginnend mit diesem Ausbildungsjahr habe der DRK-Kreisverband zudem die Zahl der Praxisanleiter erhöht, erläuterte Försterling. "Mit diesem Schritt wollen wir die jungen Menschen noch besser begleiten und unterstützen in der Zeit ihrer Ausbildung."

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news-547 Tue, 31 Aug 2021 08:35:00 +0200 Tafel versorgt 30 Erstklässler aus bedürftigen Familien mit Schulmaterial https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wolfenbuetteler-tafel-versorgt-30-erstklaessler-aus-beduerftigen-familien-mit-ranzen-und-schultueten.html Die Aktion „Tafel macht Schule“ des DRK war wieder ein großer Erfolg. Viel Gewusel und große Freude herrschten jetzt bei der Tafel Wolfenbüttel, einer Einrichtung des DRK-Kreisverbandes, als 30 Kinder ihre Ranzen, Schultüten und Materialien für den Schulstart aussuchten. Die Aktion „Tafel macht Schule“ versorgt jedes Jahr - inzwischen zum 14. Mal - werdende Erstklässler aus bedürftigen Familien mit diesem „Starterpaket“.

„Uns ist es wichtig, dass kein Kind benachteiligt wird“, betont Juliane Liersch, Leiterin des Eberts Hof, in dem sich die Tafel befindet. Jedes Kind konnte sich aus der Auswahl an neuen Ranzen und Schultüten mit unterschiedlichen Motiven etwas aussuchen. „Die Eltern sollen währenddessen draußen warten, damit die Kinder sich in Ruhe entscheiden können und das nehmen, was ihnen gefällt“, betont Liersch. Stolz und voller Vorfreude auf die Einschulung trugen die Kinder ihre neue Ausstattung aus den Tafel-Räumen.

Neben den Ranzen und den mit Süßigkeiten sowie Spielzeug prall gefüllten Schultüten erhielt jedes Kind eine Einkaufstasche mit notwendigem Schulmaterial: zum Beispiel Tuschkästen, Trinkflaschen und Federmappen. Diese Gesamtpakete hätten jeweils etwa einen Wert von 300 Euro.

„Wir haben für die Aktion eine Menge Spenden erhalten. Einige haben bis zu 500 Euro auf einen Schlag gegeben“, freut sich Liersch und richtet ihren Dank an alle Unterstützer. Zuvor war im Großen Zimmerhof 29 über mehrere Wochen eine Girlande im Schaufenster aufgehängt, auf der Fotos von Sachen abgebildet waren, die für die Aktion benötigt werden: darunter beispielsweise Malblöcke und -Stifte.

„Das ist sehr gut angekommen. Unsere Spender waren froh darüber, so konkrete Ideen zu bekommen, was sie kaufen könnten, um den Schulkindern der Tafel-Abholer etwas Gutes zu tun“, berichtet Aline Gauder, hauptamtlich für die Tafel verantwortlich. Auf diese Weise und mit den zahlreichen Geldspenden konnten die Erstklässler unter den Tafel-Kindern aus Wolfenbüttel und Schladen, wo die Tafel eine weitere Ausgabestelle betreibt, ausgestattet werden.

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-545 Fri, 27 Aug 2021 08:56:34 +0200 Der FED stellt sich vor: Tolle Veranstaltungen, vielfältiges Angebot https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/am-1309-stellt-sich-der-fed-mit-einer-infoveranstaltung-vor.html Der Familienentlastende Dienst (FED) der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH hat kürzlich erstmals gemeinsam mit der DRK-Flüchtlingshilfe eine fünftägige Ferienfreizeit durchgeführt. Viele weitere Aktionen im Laufe des Sommers waren gut besucht und fanden großen Anklang. Eine weitere Freizeitgruppe ist erst diese Woche in die Nähe von St. Peter-Ording aufgebrochen. Die erste gemeinsame Freizeitveranstaltung des FED und der Flüchtlingshilfe war ein großer Erfolg, resümierten jetzt die Leitung der DRK-Flüchtlings- und Migrationshilfe Aline Gauder und die FED-Teamleitung Katharina Schulz. Jeweils acht Kinder, deren Familien vom FED und der Flüchtlingshilfe betreut werden, haben daran teilgenommen. „Es wurde sehr gut angenommen. Der Umgang der Kinder untereinander war wirklich toll“, sagt Aline Gauder. Das Sommer-Camp fand im und am Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) statt. „Wir hatten viele erlebnispädagogische Angebote – zum Beispiel Kistenklettern und Bogenschießen – und waren oft im Wald. Zum Glück hat das Wetter mitgespielt“, freut sich Katharina Schulz. Außerdem zelteten die Teilnehmer, die 8 bis 15 Jahre alt waren, nachts im Garten des Hauses – einmal ging es in der Dunkelheit zu einer Nachtwanderung.

„Wir haben ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten. Viele haben schon gefragt, wann die nächste Aktion stattfindet“, sagt Aline Gauder.

Dank der Förderung der Aktion Mensch war es möglich, erstmals ein solches Angebot gemeinsam anzubieten. Insbesondere für Kinder aus Familien, die noch nicht lange in Deutschland leben, sei es oftmals schwierig, Zugang zu solchen Angeboten zu erhalten.

Zu den weiteren Highlights, die in den Sommerferien angeboten wurden, zählte unter anderem eine Fahrt nach Jever. „Wir haben viele Ausflüge unternommen und sind oft in der Nordsee geschwommen“, berichtet Katharina Schulz. Auch an einem Sommer-Betreuungsangebot in Wolfenbüttel mit einem theaterpädagogischen Schwerpunkt nahmen viele Kinder begeistert teil. „Es ging dabei zum Beispiel um Märchen. Die Kinder haben sich in unterschiedliche Rollen hineingefühlt. Zum Schluss haben sie ein kleines Theaterstück aufgeführt – wofür es viel Applaus gab“, berichtet die FED-Mitarbeiterin.

Die Sommerferien konnten somit wie gewohnt aktiv und ereignisreich mit vielen verschiedenen Aktionen, Freizeiten und Ausflügen gestaltet werden. „So konnten wir den Eltern in dieser herausfordernden Zeit Ruhepausen ermöglichen und den Teilnehmenden eine abwechslungsreiche Ferienzeit bieten“ berichtet Katharina Schulz.

Das Angebot des FED

Der Familienentlastende Dienst ist ein dynamisches Angebot der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH rund um Betreuung, Beratung und Unterstützung für Menschen mit Unterstützungsbedarf. „Es geht um das gesamte vielfältige Angebot des FED – wie zum Beispiel Einzelbetreuungen oder Haushaltshilfen, aber auch darum, wie man entsprechende Anträge stellt“, berichtet Katharina Schulz.

Möchten Sie vorab bereits mehr über den Familienentlastenden Dienst (FED) wissen oder sich bei uns engagieren?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite des FED.

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news-544 Thu, 26 Aug 2021 15:01:06 +0200 Im Sonnenschein auf der Terrasse: „Nr. 7“ lockt Frühstücks-Gäste an den Exer https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/im-sonnenschein-auf-der-terrasse-solferino-nr-7-lockt-fruehstuecks-gaeste-an-den-exer.html Während die Umbau-Maßnahmen im DRK-Solferino andauern, begrüßen die Service-Mitarbeiter des inklusiven Gastronomieunternehmens des DRK Wolfenbüttel ihre Gäste weiterhin im Restaurant „Nr. 7“ (Am Exer 7). Neben den verschiedenen Menüs zur Mittagszeit bietet das Haus auch von Montag bis Freitag ein reichhaltiges Frühstücks-Angebot – bei schönem Wetter auf der Terrasse im Sonnenschein.

„Es ist eine der schönsten Frühstücks-Locations Wolfenbüttels“, findet Solferino-Geschäftsführerin Corina Bornecke. Viele Kunden würden den Aufenthalt an dem ruhigen Standort im Grünen genießen. Auf der Frühstücks-Etagere des Solferino gebe es für jeden Geschmack das passende Angebot. Zahlreiche Stammgäste kommen deswegen regelmäßig dorthin – einige fahren sogar aus Braunschweig zum Frühstücken an den Exer.

Nach einem Wasserschaden wird das Haupthaus Am Exer 17 derzeit weiter saniert. Die Arbeiten sind schon weit vorangeschritten. „Wir hoffen, dass wir Ende Oktober fertig sind und im November unsere Gäste im frisch renovierten und umgestalteten Haus begrüßen können“, sagt Bornecke.

Bis dahin freut sich die Solferino-Chefin über die zahlreichen Gäste in der „Nr. 7“. „Unter anderem durch den guten Zuspruch dort ist es uns gelungen, den Betrieb aufrecht und damit auch die zahlreichen inklusiven Arbeitsplätze zu erhalten“, betont Bornecke.

Ein Hinweis: Derzeit werden die Kontakte der Gäste per Luca-App oder handschriftlich erfasst. Ansonsten gelten die jeweils aktuellen Corona-Bedingungen.

Möchten Sie mehr über das Solferino wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite des DRK-Solferino.

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news-543 Thu, 19 Aug 2021 14:15:22 +0200 DRK Wolfenbüttel freut sich über gute Abschlüsse der Notfallsanitäter-Azubis https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-wolfenbuettel-freut-sich-ueber-gute-abschluesse-der-notfallsanitaeter-azubis.html Einen Anlass für eine kleine Feierstunde gab es jetzt beim DRK-Kreisverband Wolfenbüttel: Drei Auszubildende zum Notfallsanitäter haben ihre Prüfungen bestanden – eine davon mit der Bestnote 1,0. „Es haben aber alle gute Ergebnisse erzielt“, freut sich Björn Försterling, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes in Wolfenbüttel.

Er gratulierte zusammen mit den Ausbildern Patrick Kestner und Stephan Trampenau den drei jungen Rettungsdienst-Mitarbeitern: Angelina Antoine, Christopher Pantke und Friederike Miottel. Die Azubis erhielten zudem Präsente, die stilvoll und stimmig in DRK-Verbandstaschen verpackt waren. Und Försterling hatte noch eine weitere gute Nachricht parat: alle drei werden vom DRK übernommen.

Nach drei Jahren Ausbildungszeit und der zuletzt anstrengenden Prüfungsphase freuen sich die  Notfallsanitäter jetzt über den Abschluss und die bevorstehende Zeit in den Rettungs- und Krankentransportwagen des Wolfenbütteler Rettungsdienstes.

„Die Praxis hat mir schon während der Ausbildung am meisten gefallen. Wir haben viele spannende Einsätze mitgemacht“, berichtet Angelina Antoine, die mit Bestnote bestanden hat. Die Prüfungen seien dagegen der schwierigste Teil der Ausbildung gewesen, erzählt Christopher Pantke.

Einer der Höhepunkte in der Ausbildung sei ein Lehrgangswochenende mit der Feuerwehr in Celle gewesen.

„Ihr habt jedenfalls alles gelernt, was ihr braucht, um den Menschen bei künftigen Einsätzen zu helfen. Dabei solltet ihr stets auf Euren Kopf und Euren Bauch hören“, gab Ausbilder Patrick Kestner seinen Schützlingen noch mit auf den Weg.

Möchten Sie mehr über den Rettungsdienst in Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite des DRK-Rettungsdienstes in Wolfenbüttel.

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news-542 Thu, 19 Aug 2021 13:59:58 +0200 DRK-Solferino setzt auf nachhaltiges Mehrweg-System https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-solferino-setzt-auf-nachhaltiges-mehrweg-system.html Gerichte zum Mitnehmen – bedeutet oftmals, dass nach dem Essen viel Abfall übrigbleibt: Plastik-, Styropor- und Papp-Verpackungen. Im Solferino am Exer 7 gibt es daher künftig alle Speisen und heiße Getränke zum Mitnehmen in Mehrweg-Schalen und -Bechern. Das Tagesrestaurant des DRK Wolfenbüttel setzt dabei auf die Marke „vytal“ – ein Start-Up, das einem größeren Publikum aus der Fernsehsendung „Höhle der Löwen“ bekannt ist.

Die junge Firma aus Köln wirbt mit dem Slogan „Essen mitnehmen. Ohne Müll.“ Nach eigenen Angaben betreibt „vytal“ Deutschlands „erstes digitale und pfandfreie Mehrwegsystem mit hochwertigen, hundertprozent-auslaufsicheren Essensverpackungen für Mitnahme- und Lieferessen ohne Pfand.“

Zu den rund 1000 Partnern deutschlandweit zählt jetzt auch das inklusive Gastronomie-Unternehmen des DRK Wolfenbüttel. „Uns geht es darum, nachhaltige Lösungen anzubieten, ohne dass wir das digitale Abrechnungssystem dazu betreiben müssen“, berichtet Corina Bornecke, Solferino-Geschäftsführerin. Ab 2023 werden Mehrwegverpackungen verpflichtend für Gastronomie-Betriebe, die ihre Gerichte „to go“ anbieten. Aus hygienischen Gründen dürfe zudem kein eigenes Geschirr von zuhause mitgebracht werden. Daher setzt das Solferino jetzt frühzeitig auf diese neue Lösung.

Solferino-Kunden, die ihre Gerichte mit nach Hause nehmen wollen, laden dafür die „vytal“-App auf ihr Smartphone und lassen sich als Kunde registrieren. Bei der Essensbestellung scannen die Solferino-Mitarbeiter einen QR-Code auf der Mehrweg-Schale und den des Kunden. So sind Behälter und Kunde miteinander digital verknüpft. Die Abrechnung läuft über „vytal“. Das Solferino trägt die Nutzungsgebühr der Boxen. Der Kunde ist verpflichtet, die Mehrweg-Schalen binnen zehn Tagen zurückzugeben – entweder beim Solferino oder einem anderen Partner des Kölner Start-Ups. Damit wird sichergestellt, dass sich ausreichend Verpackungen im Umlauf befinden. So lässt sich – unkompliziert und nachhaltig –  Essen mitnehmen, um die Gerichte zu hause zu genießen.

„Vytal setzt darauf, dass der Kunde selbst Verantwortung trägt“, sagt Bornecke. In Wolfenbüttel sei das Solferino noch der einzige Partner.

„In Braunschweig gibt es aber schon einige. Das System expandiert derzeit enorm“, berichtet Bornecke. In dem DRK-Restaurant am Exer gibt es momentan zwei verschiedene Schalen-Größen sowie Kaffee-Becher des neuen Systems. „Die Behälter eignen sich für warme und kalte Speisen“, sagt Bornecke.

Es sei auch eine ideale Lösung für alle, die Angehörige zuhause versorgen. Oder im Falle, dass nach dem Essen im Restaurant am Exer noch etwas übrig geblieben ist. Das neue Mehrweg-System ist ab sofort im Solferino im Einsatz. Die Mitarbeiter stehen den Kunden bei Fragen dazu gerne zur Seite.

Möchten Sie mehr über das Solferino wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite des DRK-Solferino.

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news-541 Sat, 14 Aug 2021 10:25:53 +0200 DRK-Feriensprachcamp bringt Freude in den Alltag https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-feriensprachcamp-bringt-freude-in-den-alltag.html Gefördert von der Lotto-Sport-Stiftung erweitern Kinder spielerisch ihren Wortschatz. Ferien und nichts ist los. Familien, die lange in Wolfenbüttel leben, kennen die Anbieter von Ferienangeboten und Ausflugsziele in der Umgebung. Für 16 Kinder, die in den vergangenen Monaten mit ihren Familien nach Deutschland kamen, sorgten die Flüchtlings- und Migrationshilfe im DRK-Kreisverband Wolfenbüttel e.V. und das Bildungszentrum des Landkreises für Abwechslung.

Gegen die Langweile in den Sommerferien gibt es eine große Auswahl an Kursen und Ausflügen. „Wir haben in der Beratung Familien, die gerade erst nach Deutschland flüchteten. Ihre Sorgen drehen sich um andere Dinge, als die Freizeitgestaltung der Kinder. Dazu kommt die Sprachbarriere – klassische Ferienangebote erreichen sie oftmals nicht“, erklärt Aline Gauder, Fachleitung der Flüchtlings- und Migrationshilfe. An diesem Punkt setzt das DRK-Feriensprachcamp an: Es bietet Abwechslung vom Alltag, Bewegungsangebote und die Möglichkeit, Deutsch in einem geschützten Rahmen zu lernen. Da die Anzahl der Plätze durch Hygieneauflagen beschränkt war, verzichteten DRK und BIZ auf Werbung für das Sprachcamp. „Unsere Deutsch-Dozentinnen an den Schulen im Landkreis luden gezielt Kinder ein, die noch nicht lange in Deutschland sind. Über die Beratungsstelle des DRK gab es Kontakt zu Familien, deren Kinder in Deutschland bislang keine Schule besuchten“, so Jana Ehlermann vom BIZ.

Ein Teil der Sieben- bis Siebzehnjährigen, die aus Syrien, Irak und Libanon kommen, nahm in der Woche davor bereits an einem vom Kultusministerium geförderten Sprachangebot im Bildungszentrum teil. Der DRK-Spieltreff begleitete das Angebot mit dem Spieltreff.

Während der Planung des Feriensprachcamps stellten Ehlermann und Frederike Schwieger, Koordinatorin für die DRK-Flüchtlings- und Migrationshilfe, ein flexibles Programm auf die Beine: Neben Präsenzangeboten im BIZ und einem Ausflug zum LÖWE-Pfad im Lechlumer Holz gab es mehrere Aufgaben für zuhause. „Wir übten eine kleine Geschichte auf Deutsch vorzulesen und zu jonglieren. Ziel war eine Vorführung bei unserer Abschlussveranstaltung am Samstag. Während der sechs Tage Feriensprachcamp gab es außerdem zwei Online-Tage, an denen wir uns nur im Videochat trafen. Am Donnerstag kochte jeder bei sich, angeleitet von unserer Dozentin in der BIZ-Küche“, erzählt Ehlermann.

Für das Deutsche Rote Kreuz in Wolfenbüttel ist es das vierte Sprachcamp, das in den Ferien angeboten wird. Das BIZ ist zum ersten Mal Kooperationspartner für das Camp. Die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung unterstützte das Projekt finanziell – so ist das Angebot für die Kinder kostenfrei. „Der Zugang ist bewusst niederschwellig. Es geht vorrangig darum, Freude an Freizeitaktivitäten und Bewegung zu vermitteln. Die Kinder gewinnen jeden Tag an Selbstvertrauen. Gleichzeitig entstehen Freundschaften und sie haben einen geschützten Raum, um Deutsch sprechen, lesen und schreiben zu üben“, sagt Gauder. Mit Medhat Omar und Mohammad Turkawi begleiteten zwei Teamer das Feriencamp, die Arabisch und Kurdisch sprechen. Mohammad kam 2018 nach Deutschland und absolviert, in Vorbereitung eines Studiums der Sozialen Arbeit, bei der DRK-Flüchtlings- und Migrationshilfe ein Praktikum.

Nach den Ferien bietet das BIZ einen wöchentlichen Sprachkurs nach dem Schulunterricht an. Mit den vom Sprachcamp bekannten Dozentinnen. „Die Motivation zu lernen und dran zu bleiben ist höher, wenn die Ansprechpartner bekannt und vertraut sind“, sagt Ehlermann. Und aus Sicht von Gauder wächst mit dem Wortschatz das Selbstvertrauen, die eigenen Interessen zu verfolgen. Oder Sport im Verein zu machen. So greift auf dem Weg zur Integration das eine in das andere.

Möchten Sie mehr über die Flüchtlings- und Migrationshilfe wissen oder sich bei uns engagieren?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite Flüchtlings- und Migrationshilfe des DRK.

 

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news-540 Tue, 03 Aug 2021 13:32:00 +0200 Zwölf Monate für eine gemeinsame Zukunft https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/zwoelf-monate-fuer-eine-gemeinsame-zukunft.html Mit voller Belegung startete am heutigen Montag der neue FSJ-Jahrgang beim Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. "Super! Ich freue mich sehr, dass wir alle fünf Plätze besetzen konnten", sagte Björn Försterling bei der Begrüßung der Neuen. "Es zeigt, wie interessant die Tätigkeiten beim Roten Kreuz heute noch immer sind", unterstrich der kommissarische Geschäftsführer. Nicht zuletzt sei das Angebot der Stellen im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) ein wichtiger Mosaikstein für die Zukunft des Rettungsdienstes. "Wir hoffen, dass von diesen fünf der ein oder andere hängenbleibt beim DRK", erklärte Försterling. "Im Grunde haben wir alle ja mal so oder ähnlich hier begonnen."

Auf ihre eigene Zukunft angesprochen, gaben die fünf am ersten Arbeitstag ganz unterschiedliche Beweggründe an, durch die sie beim Roten Kreuz gelandet sind. "Ich selbst hatte vorher keine DRK-Verbindung, aber ein Freund hat sehr geschwärmt vom FSJ im Rettungsdienst", sagte Leo Grünewald-Steiger. "Und so bin ich jetzt sein Nachfolger geworden." Amin Weber hingegen hat schon konkrete Vorstellungen von seinem Werdegang: "Ich möchte gerne Rettungsanitäter werden – und nach den zwölf Monaten hier bin ich dabei sicher einen großen Schritt weiter gekommen."

Bennet Jaiser möchte Medizin studieren, geht dabei sehr planvoll vor und erledigt im FSJ nun den zweiten Aspekt der Vorbereitung: "Zuvor war ich hier zwei Jahre lang ehrenamtlich tätig beim DRK und kenne schon einige Leute." Und auch für Julian Willig bedeutet der Kreisverband kein Neuland: "Mein Vater arbeitet hier, ich bin ehrenamtlich bei der Feuerwehr." Da schließt sich der Kreis vom Ehrenamt zum Hauptamt. Völlig offen geht hingegen Laurenz Kooymann an die Sache ran. "Mein Berufsziel ist mir noch unklar, darum will ich diese zwölf Monate zur Orientierung nutzen und viele neue Erfahrungen sammeln."

Empfangen wurde das Quintett in der Zentrale des DRK-Kreisverbands an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 8 von Björn Försterling und Stephan Trampenau, dem Praxisanleiter. "In diesem Jahr hat es länger gedauert als sonst, bis die Plätze vergeben waren", berichtete er. Das habe wohl daran gelegen, dass der Führerschein nicht mehr automatisch bezahlt werde, so wie früher. "Aber am Ende der zwölf Monate steht nach wie vor das Zertifikat ,Rettungssanitäter' – von daher sind unsere Stellen noch immer sehr attraktiv."

Ungewöhnlich ist, dass in diesem Jahr kein einziges Mädchen ihr Freiwilliges Soziales Jahr beim Rettungsdienst verbringt. "Das ist wirklich das erste Mal, solange ich mich erinnern kann", sagte Trampenau.

Möchten Sie mehr über ein Freiwillig Soziales Jahr (FSJ) wissen oder sich bei uns engagieren?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite Freiwillig Soziales Jahr im DRK Wolfenbüttel.

 

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news-539 Thu, 29 Jul 2021 21:11:31 +0200 Schlimme Szenen im Ahrtal – aber auch viel Hoffnung https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/schlimme-szenen-im-ahrtal-aber-auch-viel-hoffnung.html An diesen Einsatz werden sie noch lange denken. Nach ihrer Rückkehr aus dem Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz berichten sechs Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) von ihren Eindrücken – die sie ganz sicher noch länger begleiten werden. "Schon bei der Ankunft muss man mit diesen Bildern erstmal fertig werden", erzählt Sibylle Schumacher, eine aus dem Kriseninterventionsteam des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Es sei eben doch etwas anderes, die Situation im Fernsehen zu verfolgen oder mittendrin zu stehen. "Das mussten wir erstmal verarbeiten."

Gleich am ersten Tag gingen die Wolfenbütteler dann auf Fußstreife, und zwar immer eine PSNV-Kraft mit zwei Helfern anderer Betreuungsgruppen und einer Sanitätsausrüstung. "Wir haben Leute angesprochen, die dort zwischen ihren zerstörten Häusern standen." Die Frage nach kleineren Verletzungen (größere wurden umgehend zum Verbandsplatz vermittelt) war dabei oft nur der Türöffner. "Die meisten haben gleich angefangen zu erzählen, von den Eindrücken in der Überflutungsnacht und von ihrem Schicksal seitdem." Genau dafür gibt es die Notfallversorgung: Den Menschen im Gespräch einen Teil ihrer Last nehmen; nicht nur physisch, sondern auch psychisch helfen. "Es war so wichtig, dass die Betroffenen das alles mal loswerden konnten."

Dabei mussten die Helfer auch auf sich selbst aufpassen. "Achtsamkeit war unabdingbar, denn überall lauerten Gefahren." Gerade in dem Gebiet Bad Neuenahr/Ahrweiler gebe es kaum noch ebene Straßen, alles sei weggeschwemmt oder mit dem schweren Schlamm der dortigen Gegend belegt. "Und dieser Schlamm ist auch noch auf vielfältige Weise kontaminiert", schildert Sibylle Schumacher. "Es finden sich dort Kadaver, Fäkalien, Asbest und immer wieder Bauschutt und Sperrmüll."

Hinzu kommen Situationen, die bislang hierzulande wohl unvorstellbar gewesen sind: "In einem Wohnkomplex haben sich Menschen verschanzt, weil sie Plünderungen befürchteten." Das DRK-Team habe sich den Barrikaden sehr vorsichtig genähert und immer wieder "Rotes Kreuz" gerufen. "Erst ganz allmählich wurden die Menschen etwas offener und haben uns mitgeteilt, dass sie Babynahrung brauchen und Insulin." Diese Dinge wurden umgehend beschafft.

Gleich am zweiten Einsatztag kam die Order, alle Helfer sollten ihre Namensschilder von der Einsatzkleidung entfernen. "Wir haben zwar selbst keine solchen Erfahrungen gemacht, aber es sollen mehrere THW-Gruppen mit Müll beworfen worden sein – es waren durchaus komische Leute unterwegs." Offenbar gab es Kräfte von Reichsdeutschen und anderen Republik-Gegnern, die in der Notlage neue Anhänger fischen wollten. "Da wurde auch viel gefilmt. Deswegen sollten unsere Namensschilder weg, damit die Helfer nicht im Nachhinein Schwierigkeiten mit diesen Kreisen bekommen."

Dabei zehrte der Einsatz selbst schon genug an den Nerven der Helfer. "Üblicherweise sind solche Einsätze auf 48 Stunden im Katastrophengebiet begrenzt", schildert Sibylle Schumacher. Diesmal wurde das DRK aber gebeten, um 24 Stunden zu verlängern. "Wir haben natürlich zugestimmt und waren schließlich von Donnerstag bis Sonntag in der Zeltstadt." Alle gingen danach schon am Montag wieder zur Arbeit. "Eigentlich hätten wir noch einen Tag frei gehabt, um Abstand zu gewinnen – was gut gewesen wäre, aber das geht natürlich nicht bei jedem."

Was bleibt positiv im Gedächtnis? "Die riesige Solidarität vor Ort, das hat uns alle beeindruckt." Auch die unbürokratische Hilfe zwischen allen Einsatzverbänden hebt Sibylle Schumacher hervor: "Als uns der Diesel ausging, wurden wir kurzerhand von einem Bundeswehr-LKW betankt. Es herrscht dort ein unglaubliches Miteinander."

Auch bei den Betroffenen gebe es diesen Durchhaltewillen, der sich speise aus dem "Wir leben noch!". Es gebe aber auch die anderen, bei denen die Skepsis überwiege: "Manche haben ja nur noch das, was sie auf dem Leibe tragen, das ist schon erschütternd." Und so befürchten viele, dass sie nach dem Aktionismus der ersten Monate bald wieder in Vergessenheit geraten aus dem kollektiven Gedächtnis. "Und wir haben auch Ältere gesprochen, die jetzt nur noch weg wollen aus dem Ahrtal."

Das Kriseninterventionsteam des DRK Wolfenbüttel hat also eine schlimme Feuertaufe im Katastrophenfall hinter sich. Und es könnte bald eine weitere folgen. "Es wurden zuerst 80 PSNV-Kräfte auf dem Betreuungsplatz 500 angefordert", erklärt DRK-Vorstand Andreas Ring, "sechs davon kamen aus Wolfenbüttel." Da es so viele Staffeln dieser Art in Deutschland nicht gebe, sei beim übernächsten Schichtwechsel wieder mit einer Anforderung zu rechnen. "Wir befinden uns immer noch im Voralarm", bestätigte Sibylle Schumacher. Gut möglich, dass innerhalb kurzer Zeit wieder Alarm ausgerufen werde. "Bei ersten Mal kam die Anforderung um 20 Uhr abends – um am nächsten Morgen um 6 Uhr ging es los."

Unter der Leitung von Rainer Elsner habe es sowohl vor Ort als auch nach der Rückkehr einen intensiven Schulterschluss gegeben. "Die DRK-Kräfte und die Notfallseelsorger des Landkreises bilden gemeinsam die PSNV-Staffel und haben großartig zusammengearbeitet." Und nach der Rückkehr war sofort Jörg Troppa zugegen: Er arbeitet für die Gruppe Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen (SbE) – das sind dann die Helfer für die Helfer.

Mittlerweile ist auch die erste Lieferung von Ausrüstung aus Wolfenbüttel im Krisengebiet eingetroffen. Anschaffung, Transport und Verteilung obliegen dem Roten Kreuz. Für die Finanzierung haben sich gleich mehrere Stiftungen zusammengefunden: Neben den Stiftungen und dem Unternehmen der Unternehmerfamilie Mast wird der Fluthilfeeinsatz des DRK auch durch die fme AG aus Braunschweig unterstützt. Außerdem sind bereits viele Spenden auf dem Spendenkonto des DRK eingegangen.

Das DRK bittet um Spenden für die Flutopfer. Die Daten des DRK-Spendenkontos lauten
IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
BIC: BCLSDE21
Kennwort: Fluthilfe

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news-538 Thu, 29 Jul 2021 07:32:00 +0200 Selbstbestimmt ins Arbeitsleben starten https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/selbstbestimmt-ins-arbeitsleben-starten.html Für andere da sein geht auch mit Behinderung Die Blumen vor dem Eingang des Senioren- und Pflegeheims zur Peiner Eule sind frisch gegossen und die herumstehenden Getränkeflaschen hat Pascal Werner gerade weggeräumt. Wenn er nicht gerade den Hausmeister Jörg Brühn unterstützt, kümmert er sich um das Geschirr auf den Stationen oder sorgt in den Aufenthaltsräumen für eine gewisse Grundordnung. Dabei ist er nicht einfach irgendein Mitarbeiter: Pascal Werner hat eine leichte Lernbehinderung. Mit Unterstützung des Fachdienstes zur beruflichen Eingliederung (FBE), einer Einrichtung der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, und Job-Coach Andrea Klein ist daraus eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geworden.

Sich als Mensch mit einer Behinderung für den allgemeinen Arbeitsmarkt zu entscheiden ist nicht immer einfach: Erst muss ein Arbeitgeber gefunden werden, der daran glaubt, dass ein Mitarbeiter mit Behinderung keine Belastung ist, sondern das Team bereichern kann. Und dann muss der Arbeitsalltag auch noch bewältigt werden. Die Alternative: Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Das möchte nicht jeder. „Der FBE hat einen anderen Ansatz als die Werkstätten, die quasi einen geschützten Raum bilden. Unser Ziel ist die Vermittlung in ein Arbeitsverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Und um das zu erreichen, setzten wir genau da an: Wir suchen mögliche Praktikums- und Arbeitsplätze und qualifizieren vor Ort, im Betrieb, für die anfallenden Aufgaben“, erklärt Uwe Rump-Kahl, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo. Persönliche Job-Coaches begleiten bei den ersten Schritten im neuen Umfeld, helfen passende Aufgaben zu finden und vermitteln bei den ersten Kontakten mit Vorgesetzten und Kollegen. Die Erfahrung zeigt, dass sich die DRK-Coaches bereits nach wenigen Tagen zurückziehen können und nur noch stundenweise begleiten müssen. Manchmal auch nur zu vereinbarten Terminen vorbei kommen oder bei Problemen erreichbar sind – eben so, wie jeder Teilnehmer und sein Arbeitsumfeld es brauchen. Finanziert wird die Unterstützung des FBE über das Persönliche Budget für Menschen mit Behinderung. Damit können sie selbstbestimmt die Unterstützung finanzieren, die sie für berufliche und gesellschaftliche Teilhabe benötigen.

Im Frühjahr 2020 übernahm die Argentum-Gruppe das Alten- und Pflegeheim in der Peiner Südstadt. Kurz darauf kam Isabel Nowicki als Einrichtungsleiterin dazu: „Seitdem haben wir das Haus einmal komplett durch renoviert und mit neuen Möbeln ausgestattet. Und jedes mal, wenn unser Hausmeister Herrn Werner als Unterstützung hatte, war es sofort im Garten sichtbar! Jeder soll und darf so sein, wie er ist und ich freue mich, dass wir die Möglichkeit haben, gemeinsam diesen Weg zu gehen.“ Nicht jedem liegt die Arbeit mit älteren und pflegebedürftigen Menschen, besonders die Kurzzeitpflege-Bereiche, in denen die Bewohner und Bewohnerinnen oft wechseln, und der Wohnbereich für Menschen mit demenzieller Erkrankung sind nicht einfach. Das soziale Miteinander erfordert viel Einfühlungsvermögen. „Und das kann er. Manchmal ist es anstrengend, das lässt er uns wissen. Aber es ist für uns, für die Pflegekräfte, eine Unterstützung zu wissen: Da ist noch jemand, der ein Auge auf die Ordnung in den Wohnbereichen und das Wohlergehen unserer Bewohner hat.“

Möchten Sie mehr über die Arbeit des FBE wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite des Fachdienstes zur beruflichen Eingliederung.

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news-537 Tue, 27 Jul 2021 15:16:00 +0200 Spendensammlung des DRK Wolfenbüttel mit Kommunalpolitikern war ein voller Erfolg https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spendensammlung-des-drk-wolfenbuettel-mit-kommunalpolitikern-war-ein-voller-erfolg.html Große Spendenbereitschaft für die Opfer der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands zeigten die Wolfenbütteler Bürger und Bürgerinnen am Mittwochvormittag in der Fußgängerzone. So lautete das einhellige Fazit zur Spendenaktion des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel zusammen mit Amtsträgern und Kandidaten aus der Kommunalpolitik. Bei der Sammlung auf der Bummelmeile zwischen Krambuden und Breiter Herzogstraße kamen 3.061 Euro zusammen. Zudem stehen noch weitere Spendendosen in verschiedenen Geschäften der Innenstadt.
„Die Resonanz war durchweg positiv. Es war eine tolle Aktion. Großen Dank an alle, die mitgemacht haben“, fasste Horst Kiehne, Vorsitzender des DRK-Präsidiums, zusammen. Es sei ein schönes Signal gewesen, um die Menschen zum Spenden zu bewegen. „Zusammen mit den Sammlungen von Stadt und Landkreis haben wir jetzt kurzfristig ordentlich etwas auf die Beine gestellt“, freut sich Kiehne.

Mehr als zwei Stunden lang gingen DRK-Vertreter zusammen mit Kommunalpolitikern jeweils mit einer Spendenbüchse in der Hand durch die Wolfenbütteler Innenstadt. „Wir sprechen die Leute aktiv an. Viele kommen aber auch direkt zu uns und stecken Geld in die Dose“, erzählen die Bürgermeisterkandidaten Ivica Lukanic und Stefan Brrix, die als Zweier-Team unterwegs waren.
Dennis Berger hat festgestellt: „Die Menschen waren für das Thema sehr zugänglich. Es bedurfte kaum Überzeugungsarbeit.“ Auch sein Fazit fällt äußerst positiv aus. „Viele Spenden wurden auch an meinem Wahlkampfstand am Stadtmarkt abgegeben“, berichtet Adrian Haack. Und Leonhard Pröttel findet: „Es war eine positive Stimmung unter fast allen, die wir angesprochen haben. Das ist bei solchen Aktionen selten.“

Landrätin Christiana Steinbrügge, die sich –  ebenso wie Bürgermeister Thomas Pink –  an der Aktion aktiv beteiligte, sagt: „Die Spendenbereitschaft ist sehr hoch. Besonders eindrucksvoll fand ich, dass ein Junge, der mit seiner Mutter unterwegs war, etwas von seinem Taschengeld gespendet hat.“
Die Initiatoren der Aktion vom Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes waren ebenfalls zufrieden. Für das DRK waren neben Präsident Kiehne auch die Präsidiumsmitglieder Heike Kanter und Heiner Schumacher sowie die beiden Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, Thomas Stoch und Uwe Rump-Kahl, mit Spendendosen unterwegs.
„Es gibt eine große Bereitschaft, Geld zu geben. Das Thema Hochwasser ist für viele Wolfenbütteler noch sehr nah“, erzählt Rump-Kahl. „Es waren teilweise große Summen, die in der Dose landeten. Viele haben gleich 50 Euro gegeben“, freut sich Stoch über die Großzügigkeit der Passanten.

Weitere Beträge, die in den vergangenen Tagen auf dem Spendenkonto des DRK eingingen, beliefen sich auf rund 17.500 Euro.  Somit hat das DRK Wolfenbüttel in kurzer Zeit mehr als 20.000 Euro gesammelt. Weiterhin ist die finanzielle Hilfe auch per Überweisung möglich.

Das DRK bittet um Spenden für die Flutopfer. Die Daten des DRK-Spendenkontos lauten
IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
BIC: BCLSDE21
Kennwort: Fluthilfe

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news-530 Sun, 25 Jul 2021 16:40:37 +0200 DRK entsendet Hilfsgüter in das Katastrophengebiet https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-entsendet-hilfsgueter-in-das-katastrophengebiet.html Die Liste der dringend benötigten Einsatzmittel, die das Führungs- und Lagenzentrum des DRK in Berlin führt, ist lang. So werden auch zehn Tage nach der Flutkatastrophe Stromaggregate, Spezialeinsatzfahrzeuge, Bautrockner, Tanks und Container gesucht. Die ehrenamtliche Katastrophenschutzeinheit des DRK Wolfenbüttel stellte daher, mit Unterstützung der umliegenden Kreisverbände, eine Lieferung für das Katastrophengebiet um Neuenahr-Ahrweiler zusammen.  

Stromerzeuger, Bautrockner und Pumpen bilden ein Hilfspaket, das umgehend über den Einsatzstab des DRK-Landesverbandes Niedersachsen in den Einsatz gebracht wird. Es wird noch lange dauern, bis die Grundlagen der Daseinsvorsorge wiederhergestellt sind, befürchten die Führungskräfte des DRK-Katastrophenschutzes Heiner Schumacher und Fabian Palic. "Die erschreckenden Augenzeugenberichte der Helferinnen und Helfer übertreffen das Leid, welches in Medienberichten sichtbar ist," so der Kreisbereitschaftsleiter Schumacher.

Ermöglicht wurde diese schnelle und bedarfsgerechte Aktion durch Unterstützung der Stiftungen und Unternehmen der Familie Mast. Sie fördern das DRK bei der Beschaffung der Einsatzmittel, die im Krisengebiet dringend benötigt werden. 

Das DRK bittet um Spenden für die Flutopfer. Die Daten des DRK-Spendenkontos lauten
IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
BIC: BCLSDE21
Kennwort: Fluthilfe

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news-536 Sat, 24 Jul 2021 17:45:00 +0200 DRK-Team aus Wolfenbüttel hilft in Ahrweiler https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-team-aus-wolfenbuettel-hilft-in-ahrweiler.html Sechs Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung begleiten Betroffene der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz. Damit gerechnet haben sie seit Tagen. Am Donnerstagmorgen, noch vor Sonnenaufgang, brach das Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel nach Rheinland-Pfalz auf. Einsatzkräfte wie sie sind es, die Betroffene des Hochwassers vor Ort betreuen. Dies berichtet der DRK-Kreisverband am Freitagvormittag.

Die Situation in der vom Hochwasser betroffenen Ortschaften in Rheinland-Pfalz ist für Außenstehende nur schwer erfassbar. Bereits vor einigen Tagen setzte der DRK-Landesverband alle ehrenamtlichen Katastrophenschutz-Helfer in einen Voralarm: Sobald sie benötigt werden, sollen sie bereit für die Abreise sein. Und da helfen, wo sie gebraucht werden. „Am Mittwochabend erhielt ich den Anruf vom Landesbereitschaftsleiter, dass unser Kriseninterventionsteam benötigt wird. Nur wenige Stunden später, am frühen Donnerstagmorgen, brachen sechs Einsatzkräfte von uns zum Sammelpunkt der Einsatzkräfte auf“, berichtet Wolfenbüttels Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher. Insgesamt sind in Niedersachsen Einsatzkräfte von acht DRK-Bereitschaften angefordert, um einen Betreuungsplatz 500, BtP 500, in der Gemeinde Grafschaft einzurichten. Einen Ort, an dem rund 500 Personen kurzfristig untergebracht und mit dem Notwendigsten versorgt werden können. Auch Feldküchen und Geräte zur Stromversorgung gehören dazu.

Der Einsatz des Wolfenbüttelers Kriseninterventionsteams (KIT) ist eine Besonderheit: „Unser Team ist sowohl für die Psychosoziale Notfallversorgung von Betroffenen, als auch für Einsatzkräfte geschult. Für den Katastrophenschutz ist die PSNV eine relativ neue Sparte, die erst aufgebaut wird. Neben uns gibt es, soweit wir wissen, zwei weitere DRK-KIT-Staffeln aus Niedersachsen vor Ort“, so Heiner Schumacher. Das Wolfenbütteler Team setzt sich aus geschulten Ehrenamtlichen des DRK und Mitarbeitern der kirchlichen Notfallseelsorge im Landkreis Wolfenbüttel zusammen. Durch jahrelange Zusammenarbeit und kooperative Ausbildung kennen sie sich gut und können nach psychisch belastenden Erlebnissen Beistand geben. Koordiniert wird die Staffel im Einsatz von Rainer Elsner, PSNV-Gruppenführer des DRK Kreisverbandes.

Eine der ersten Reaktionen, die sie nach ihrer Ankunft an der Sammelstelle nach Wolfenbüttel sendeten: „Es ist so, wie es die Bilder aus dem Fernsehen zeigen. Straßen, Häuser, … es ist alles kaputt.“ Eingesetzt sind sie in Bad Neuenahr-Ahrweiler, einer der Regionen, in denen die starken Regenfälle vom 15. Juli verheerende Schäden angerichtet haben. Tagsüber sind sie mit Betreuungstrupps in den Ortschaften unterwegs. „Unser Team ist Ansprechpartner für diejenigen, die ihre Angehörigen, ihr Zuhause, ihre Heimat verloren haben. Und für diejenigen, die seit Tagen mittendrin in den Aufräumarbeiten sind. Diejenigen, die als Erste da waren“, berichtet Rainer Elsner. Denn die Erfahrung zeigt: In belastenden Situationen kann es helfen, darüber zu reden.

Wie lange das Team bleiben wird, wissen sie nicht genau. Ihre Hilfe ist vorerst für 48 Stunden angefordert. Aber eine Verlängerung oder ein Wechsel der Einsatzkräfte am Wochenende ist nicht ausgeschlossen.

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news-529 Wed, 21 Jul 2021 12:36:44 +0200 Erfolgreiche Inklusion: Junger Wolfenbütteler mit Down-Syndrom absolviert Beikoch-Ausbildung im DRK-Solferino https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/thomas-ebeling.html Einen Erfolg meldet jetzt das DRK-Solferino: Thomas Ebeling ist stolz. Der junge Mann mit Down-Syndrom, hat seine praktische Prüfung in der Ausbildung zum Fachpraktiker Küche (Beikoch) in dem inklusiven Gastronomie-Unternehmen des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel bestanden. „Dafür habe ich Cordon bleu mit Kartoffeln und Wurzelgemüse gekocht. Zum Nachtisch gab es Obstsalat mit Vanille-Haube“, berichtet der 23-jährige Ebeling. Den Prüfern der IHK Braunschweig hat es geschmeckt. „Es ging aber dabei nicht nur um den Geschmack. Es wurde auch darauf geachtet, ob die Abläufe alle korrekt eingehalten wurden und zum Beispiel ob Thomas sich an die Arbeitssicherheit und Hygienevorschriften hält“, berichtet Corina Bornecke, Geschäftsführerin des Solferino.

Sie betont: „Für einen Menschen mit geistiger Behinderung ist es schwer, einen solchen Ausbildungsplatz zu finden und die Lehre zu absolvieren. Für uns als Inklusionsbtrieb war es wichtig, das zu ermöglichen.“

Ausbilder Fabian Nestle hat dabei während der drei Jahre Ausbildungszeit darauf geachtet, dass Ebeling es schafft. „Wir haben dafür gesorgt, dass er die nötige Sicherheit bekommt und dass er selbstständig arbeitet“, berichtet der Solferino-Chefkoch. Nestle und Ebeling sind in den Wochen vor dem Besucher der IHK nochmal regelmäßig alle Abläufe genau durchgegangen – so dass am Prüfungstag alles reibungslos ablief.

Ebeling fühlt sich wohl in dem Gastronomie-Betrieb am Exer in Wolfenbüttel. „Ich komme hier in der Küche sehr gut zurecht. Ich bin froh, dass ich in einem tollen Team arbeiten kann. Das macht sehr viel Spaß“, sagt der Auszubildende. Zu seinen täglichen Aufgaben gehören zum Beispiel Gemüse schneiden, Kartoffeln kochen und Sahne schlagen.

Klar benötige er hier und da etwas Unterstützung oder etwas mehr Zeit für eine bestimmte Aufgabe. „Es hat etwas länger gedauert, bis Thomas im Umgang mit Messern und Küchengeräten routiniert war. Er hat das aber immer weiter verbessert und kann inzwischen auch gut mit dem Stress umgehen, der manchmal in einer Großküche herrscht“, berichtet Ausbilder Nestle. „Es war auch für uns eine besondere Herausforderung. Es nicht zu versuchen, war aber keine Option. Jetzt sind wir froh und stolz darauf, dass es geklappt hat“, sagt Bornecke.

Ebeling wurde seit der Grundschule von einer Schulassistenz des Wolfenbütteler DRK unterstützt und habe im Anschluss vor drei Jahren wie jeder andere Azubi mit der Lehre im Solferino begonnen. Die Ausbildung zum Fachpraktiker Küche orientiert sich am Beruf Koch. Nach bestandener Praxis steht für Ebeling noch die theoretische Prüfung auf dem Programm, für die er sich derzeit vorbereitet. „Thomas hat sich stark dafür eingesetzt, diese Ausbildung zu absolvieren und hat immer alles gegeben. Ich glaube, er hat in den drei Jahren nicht einmal gefehlt, was mir zeigt, wie viel Spaß es ihm macht“, so Bornecke.

Möchten Sie mehr über das Solferino wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite DRK-Solferino.

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news-528 Fri, 16 Jul 2021 21:26:24 +0200 DRK initiiert Straßen-Sammlung für Hochwasser-Opfer: Alle BM-Kandidaten dabei! https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-initiert-strassen-sammlung-fuer-hochwassr-opfer-alle-bm-kandidaten-dabei.html Alle Kandidaten für die anstehenden Bürgermeisterwahlen sind dabei! Der Bürgermeister reagierte am schnellsten: Als sich das DRK-Präsidium am gestrigen Freitag unter dem Eindruck der verheerenden Zerstörungen im Westen Deutschlands entschloss, in Wolfenbüttel eine Straßensammlung zu organisieren, meldete sich Thomas Pink umgehend zurück. Er wird mitmachen, wenn das Rote Kreuz am nächsten Mittwoch, 21. Juli, mit Sammelbüchsen durch die Fußgängerzonen und über den Wochenmarkt geht, um Geld für die Hochwasser-Opfer in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu sammeln.

"Wir haben alle Kandidaten für die anstehenden Bürgermeister- und Landratswahlen um ihre Mitwirkung gebeten", berichtete Horst Kiehne. Als Vorsitzender des Präsidiums im DRK-Kreisverband hatte er die Aktion angestoßen: "Im Moment ist die Soforthilfe wichtig und unabdingbar – ab nächster Woche können wir uns über nachhaltige Aktionen oder ein Projekt unterhalten."

Unmittelbar nach dem Amtsinhaber Pink sagten auch Adrian Haack (CDU), Stefan Brix (Grüne), Dennis Berger (SPD) und Ivica Lukanic (parteilos) zu, die sich allesamt um seine Nachfolge als Bürgermeister bemühen. Auch die Landratskandidaten Uwe Schäfer (CDU) und Leonhard Pröttel (Grüne) reagierten umgehend und positiv. 

Mehrere Teams schwärmen also am Mittwoch von 11 bis 13 Uhr aus, um Bürger in der Innenstadt anzusprechen. Gleichzeitig richtet der Kreisverband wieder sein Spendenkonto bei der Seeliger-Bank ein. "Unser Ziel ist es, ausgesuchte Einzelprojekte in betroffenen Partner-Kreisverbänden zu unterstützen, die in der Regel auf die Genehmigung öffentlicher Hilfen lange warten müssen", verdeutlicht DRK-Vorstand Andreas Ring.

Die Daten des Spendenkontos lauten IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15, BIC: BCLSDE21, Kennwort: Fluthilfe.

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news-527 Fri, 16 Jul 2021 15:58:44 +0200 Ein zweites Fahrzeug für den DRK-Hausnotruf https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/ein-zweites-fahrzeug-fuer-den-drk-hausnotruf.html Seit 20 Jahren sind die DRK-Mitarbeiter Ansprechpartner für allein lebende Senioren und Seniorinnen. 356 Tage im Jahr sind die Mitarbeitenden des Hausnotrufes für ihre Kunden und Kundinnen erreichbar – rund um die Uhr. Um jederzeit mobil zu sein, hat der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel jetzt seinen Fuhrpark mit einem weiteren Ford Transit Connect erweitert. „Unser erstes Fahrzeug ist seit zwei Jahren im Einsatz. Wenn Werkstatt-Termine oder ähnliches anstanden, konnten wir immer auf andere Fahrzeuge im Fuhrpark des Kreisverbands zurückgreifen“, erklärt Rainer Elsner, Leiter des Hausnotruf-Teams. "Aber mit dem zweiten, baugleichen Auto sind wir im Dienstgeschehen viel flexibler." Unter anderem seien die technischen Details, der Ausbau und die Ausrüstung identisch. "Dadurch sind eventuelle Fahrzeugwechsel einfacher für die Mitarbeitenden zu organisieren."

Zum Team des DRK-Hausnotrufes gehört in Wolfenbüttel ein gutes Dutzend Mitarbeitende, darunter Techniker zur Installation und Betreuung der Anschlüsse sowie Büromitarbeiter. „Unsere große Stütze sind aber die Notrufassistenten und -assistentinnen, die jederzeit bereit sind, bei unseren Kunden und Kundinnen vorbei zu fahren. Sie sind es, die im Falle eines Alarms für sie da sind“, erklärt Elsner.

Dabei ersetzen die Hausnotruf-Mitarbeitenden nicht den Rettungsdienst, sondern sind ein Bindeglied: Sie checken die Situation, helfen beispielsweise im Falle eines Sturzes wieder auf und verständigen, sofern es notwendig ist, weitere medizinische Hilfe. Dafür sind sie in erweiterten Erste-Hilfe-Kursen geschult. „Zu uns gehören auch Mitarbeitende des Rettungsdienstes, die nebenberuflich im Hausnotruf aktiv sind. Auch einige Studierende, die Interesse an medizinischen Themen haben, gehören dazu. Und wir freuen uns immer, wenn wir uns personell etwas verstärken können.“ Grundsätzlich ist die Arbeit im Hausnotruf als Neben- und Vollzeitjob geeignet. Voraussetzung sind körperliche Fitness, der Besitz eines Pkw-Führerscheins und Freude am empathischen Umgang mit Menschen.Wer interesse daran hat, kann sich auf der Webseite des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel informieren oder eine Mail an hausnotrufdrk-kv-wf.de schicken.

Der Hausnotruf ist seit seinen Anfängen vor 20 Jahren kontinuierlich gewachsen. Rund 700 Anschlüsse betreut der DRK-Service im Landkreis. In der Basisversion, also der eigentliche Anschluss sowie die technische Ausstattung für die Verbindung mit der Zentrale, übernehmen Pflegekassen oftmals die Kosten. Wird ein Notruf ausgelöst, nehmen die Mitarbeitenden Kontakt zu Angehörigen oder Nachbarn auf. Der Service der Notrufassistenten muss oft selbst gezahlt werden – in Wolfenbüttel haben sich fast 90 Prozent der DRK-Kunden dafür entschieden.

„Wir haben jeweils Schlüssel zu den Wohnungen der Kunden und Kundinnen hinterlegt. Durch ein codiertes System erfahren wir nur im Falle eines Einsatzes, welchen Schlüssel wir brauchen. Und parallel zu uns geht auch eine Nachricht an die Angehörigen – so wissen sie Bescheid und können gegebenenfalls dazu kommen“, erklärt der Teamleiter, der im DRK-Kreisverband auch Fachkraft für Arbeitssicherheit ist.

Möchten Sie mehr über den Hausnotruf wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite DRK-Hausnotrufes.

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news-526 Fri, 16 Jul 2021 11:06:56 +0200 Teilnehmer aus ganz Deutschland schalten sich nach Wolfenbüttel zur „SmarteInklusion“-Konferenz https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/teilnehmer-aus-ganz-deutschland-schalten-sich-nach-wolfenbuettel-zur-smarteinklusion-konferenz.html Das Projekt erforscht digitale Möglichkeiten, um die berufliche Teilhabe von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen zu fördern. Was kommt dabei heraus, wenn Sozialarbeiter und Informatiker zusammen die Inklusion auf dem Arbeitsmarkt vorantreiben wollen? Wie können smarte Endgeräte Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen dabei helfen, einen Arbeitsablauf zu lernen und umzusetzen? Für die Antworten auf diese Fragen interessierten sich bundesweit rund 300 Menschen, die sich bei der Hybridveranstaltung „SmarteInklusion – Teilhabe durch Digitalisierung in der Arbeitswelt“ über eine Videokonferenz-Anwendung in Wolfenbüttel dazuschalteten.

„Wir sind begeistert, wie gut dieses Veranstaltungsformat funktioniert“, sagt Uwe Rump-Kahl, Geschäftsführer der  DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbh und Organisator der Veranstaltung. „Wir hatten eine tolle Tagungsatmosphäre vor Ort – die Vortragenden hatten durch die anwesenden Teilnehmer stets ein Auditorium. Und dazu hatten wir viele weitere Menschen aus ganz Deutschland, die zuhause am Bildschirm dabei waren und intensiv unsere Chatfunktion genutzt haben, um Fragen zu stellen“, freut sich Rump-Kahl.

Digitalisierung kann die berufliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen fördern. So lautet die Kernaussage der ganztägigen Veranstaltung an der Ostfalia-Hochschule am Exer in Wolfenbüttel. Der Frage, wie Smartphones, Tablets und andere Devices bei der Inklusion in den ersten Arbeitsmarkt helfen, gehen Partner aus Forschung und Praxis inzwischen seit drei Jahren nach. Dazu gehören: die Fakultäten Informatik (Prof. Dr. Ina Schiering) und Soziale Arbeit (Prof. Dr. Sandra Verena Müller) der Ostfalia, die DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbh, die Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH (Monika Versmann und Björn Hagen) und die Hasomed GmbH (Jörg Appenrodt).

Den Zusammenschluss der vielen Partner in diesem Projekt bezeichnete Bernd Retzki, Sozialdezernent des Landkreises Wolfenbüttel, in seinem Grußwort als „traumhafte Kooperation“. So sei Forschung und Praxis optimal vernetzt. Die Zusammenarbeit der beiden Fakultäten – Informatik und soziale Arbeit – sei außergewöhnlich. Retzki erklärte die Erfolge und Pläne des „Kommunalen Handlungsplans Inklusion“, den der Wolfenbütteler Kreistag 2020 beschlossen hatte. So seien bereits ein inklusives Jobportal und die Beratungsapp „Wolfenbüttel inklusiv“ entwickelt worden.

Cordula Miosga, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Region Braunschweig, betonte, dass Inklusion nicht nur eine sozialpolitische Aufgabe, sondern eben auch betriebswirtschaftlich sinnvoll sei. „Menschen mit Behinderungen stellen ein großes Fachkräfte-Potenzial dar. Vielfalt verbessert das Arbeitsklima. Inklusion ist im ureigenen Interesse der Unternehmen. Immer mehr Arbeitgeber erkennen dieses Potenzial“, sagte Miosga. Digitalisierung nehme in der Wirtschaft derzeit Fahrt auf. „Die Verknüpfung dieser Prozesse mit der sozialen Arbeit, wie sie hier stattfindet, ist innovativ“, sprach Miosga ihre Anerkennung aus.

Wie funktioniert dieses Zusammenspiel von Technik und Mensch?

Dafür setzen die Kooperationspartner in dem Projekt „SmarteInklusion“ die RehaGoal-App ein. Sie führt die Klienten chronologisch durch den Ablauf der Arbeitsprozesse und setzt dabei auch auf Gamification-Elemente, um die Motivation zu erhöhen. Der Einsatz der App hat positive Effekte auf die Arbeitsqualität, hat unter anderem eine Forschungsgruppe der Ostfalia – um Funda Ertas-Spantgar, Merle Leopold, Tom Lorenz und Ramona Schmidt – herausgefunden.

In einem Workshop zeigten auch die Praxispartner – DRK-inkluzivo und Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) – den Einsatz der RehaGoal-App mit Smartphones oder -Watches im beruflichen Alltag. „Unsere Zielgruppe hat oftmals Schwierigkeiten in der Handlungsplanung. Es fällt ihnen schwer, sich Arbeitsschritte und deren Reihenfolge zu merken“, erklärt Jelena Huisikveld, Ergotherapeutin im TagesTrainingsZentrum der FAW..

Dabei hilft die RehaGoal-App, in der ein Therapeut oder Jobcoach gemeinsam mit dem Teilnehmer einen Workflow in einzelne Arbeitsschritte zerlegt. Diese Handlungsbausteine werden dem Teilnehmer während der Arbeit nach und nach angezeigt. „Es ist wichtig, diesen Workflow gemeinsam und partizipativ zu gestalten, damit beispielsweise genau die Begriffe benutzt werden, die der Teilnehmer versteht“, berichtet Jasmin Aust vom Fachdienst berufliche Eingliederung der DRK-inkluzivo.

Die beiden Praktikerinnen präsentierten eindrucksvoll den Einsatz der App zum Beispiel bei den Tätigkeiten Kochen und Fahrrad putzen sowie beim Bestücken von Regalen in einem Fachhandel-Markt. Es wurde deutlich, dass die Teilnehmer durch die Arbeit mit der App an Selbstwirksamkeit und Eigenständigkeit gewonnen haben, berichteten die Referentinnen.

In einem weiteren Vortrag zeigte Vanessa Heitplatz (TU Dortmund), wie Digitalisierung in Einrichtungen der Behindertenhilfe zum Einsatz kommt. Zuvor ging es in Fachvorträgen um die „Berufliche Rehabilitation“ und ihre rechtliche Komplexität (Jun-Prof. Dr. Mario Schreiner, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) sowie die „Digitale Entwicklung in der Arbeitswelt“ (Dr. Sabrina Inez Weller, Bundesinstitut für Berufsbildung).

Für Organisator Uwe Rump-Kahl steht fest: „Es existieren digitale assistive Methoden, deren Integration am Arbeitsplatz wichtig ist. Es geht erst langsam los, aber ich bin überzeugt, dass diese digitalen Mittel die Zukunft sein werden. Sie steigern die Selbstwirksamkeit und Unabhängigkeit der Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz.“

Möchten Sie mehr über die Veranstaltung wissen?
Weitere Infos sowie die Veranstaltungsunterlagen zum Download finden Sie auf der Internetseite SmarteInklusion.

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news-525 Fri, 16 Jul 2021 10:13:17 +0200 Durch das DRK „auf den Hund gekommen“ https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/durch-das-drk-auf-den-hund-gekommen.html „Die Kinderaugen leuchten, wenn Juna zu uns in die Kindertagesstätte nach Eilum kommt“, berichtet die Einrichtungsleitung Angela Franke. Aber wer ist Juna eigentlich? Man denkt natürlich am ehesten an ein neues Teammitglied. Doch die Golden Retriever-Hündin ist eine ausgebildete Therapiebegleithündin. Seit einigen Jahren ist Juna festes Mitglied in der Praxis für Ergotherapie im Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) des DRK auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Sie begleitet und unterstützt ihre Besitzerin, Ergotherapeutin Lena Bartelborth, bei der Arbeit mit Patienten. Auch arbeitet sie mit bei Freizeitangeboten des Familienentlastenden Dienstes (FED) und nun auch bei einem besonderen Projekt in Kindertagesstätten des Landkreises Wolfenbüttel. Einmal in der Woche besuchen Lena Bartelborth und Juna die Kinder und bieten spielerisch fördernde Angebote in Kleingruppen an.

Die Projektarbeit wird vom Landkreis Wolfenbüttel gefördert und finanziell unterstützt. Sabine Schneider und Nadine Kindermann, im Familien- und Kinder-Service-Büro des Landkreises für Prävention, Jugendschutz und die Fachberatung in Kindertagesstätten zuständig, beraten und unterstützen die Kindertagesstätten in Fragen der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung. Der Fokus liegt bei diesem Angebot im Bereich der frühen Prävention und spricht vor allem den sozial-emotionalen Entwicklungsbereich bei Kindern an. Die Erzieherinnen in Eilum haben durch den Kontakt mit der Hündin bei den Kindern schnell positive Entwicklungsfortschritte festgestellt. „Zwar mussten wir aufgrund der Pandemie etwas pausieren, aber dank des Außengeländes und einem zusätzlichen Raum konnten wir das Angebot schnell wieder aufleben lassen“, freuen sich die Mitarbeitenden der Eilumer Kita. „Besonders in dieser Zeit unglaublich wertvoll für die Kinder.“

Der Kontakt zu Tieren wirkt positiv auf das Wohlbefinden und Verhalten eines Menschen. Lena Bartelborth erklärt dazu: „Kinder können mit Juna sehr gut lernen, sich besser konzentrieren, Sprache anwenden oder auch Ängste abzubauen. Sie haben unmittelbare Erfolgserlebnisse, können dadurch ihr Selbstbewusstsein steigern und üben, Verantwortung zu übernehmen.“ Nebenbei lernen die teilnehmenden Kinder vieles rund um das Thema Hund.

So ist in der Ergotherapiepraxis des DRK Wolfenbüttel ein spannendes und inklusives Projekt entstanden, maßgeblich vom Landkreis Wolfenbüttel unterstützt und gefördert.

Möchten Sie mehr über die Praxis für Ergotherapie wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseiteder Praxis für Ergotherapie.
Bei Interesse und Fragen können sich Kindertagesstätten telefonisch an Andrea Bruns wenden (Telefon 05331 / 927 847 70, E-Mail: ergoinkluzivo.de).

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news-524 Fri, 16 Jul 2021 10:02:25 +0200 Nach Spendenaufruf - DRK freut sich über 150 Kinderfahrräder https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/grosse-resonanz-nach-spendenaufruf-fuer-kinderfahrraeder.html Mit einem großen Dankeschön wendet sich jetzt Frederike Schwieger an die Bewohner von Stadt und Landkreis Wolfenbüttel. Sie arbeitet in der Beratungs- und Koordinierungsstelle "Flüchtlings- und Migrationshilfe" im Roten Kreuz und startete kürzlich einen Aufruf: "Wir brauchten dringend Kinderfahrräder, denn während des Lockdowns war der Bedarf stark gestiegen – unser Lager war leer." Die Resonanz sorgte im Team der DRK-Fahrradwerkstatt für Sprachlosigkeit: "Innerhalb kurzer Zeit wurden uns fast 150 Kinderfahrräder gespendet, dazu noch ganz viele für Erwachsene und sogar ein Pedelec", erzählt Frederike Schwieger. Und damit nicht genug: "Sämtliche Spenden waren in wirklich gutem bis sehr gutem Zustand, so dass unsere ehrenamtlichen Helfer in der Werkstatt kaum Arbeit damit hatten." Die Räder konnten also umgehend an Geflüchtete oder bedürftige Menschen weitergegeben werden.

Vor allem freuten sich die DRK-Mitarbeiter über die vielen Spenden aus dem Landkreis. "In Wolfenbüttel selbst haben wir schon immer viele Spender, es sind sogar einige Stammkunden dabei." Dass diesmal so viele Erstspender aus allen möglichen Dörfern auf das Gelände am Exer rollten, überraschte die DRK-Flüchtlingshilfe. "Schon einen Tag nach unserem Aufruf gingen bei uns mehr als 50 Telefonate ein." Danach seien viele Kinder mit ihren Eltern vorbeigekommen und hätten ihre alten Räder gebracht: "Damit ein anderes Kind glücklich wird, hieß es oft."

Die Fahrradwerkstadt des DRK-Kreisverbandes gibt es seit 2016. Meistens sind Am Exer 17 drei Ehrenamtliche tätig. "Sie verbringen einen Großteil ihrer Freizeit bei uns", lobt Frederike Schwieger. "Seit Gründung der Werkstatt wurden auf diesem Wege 1200 Fahrräder aller Größen aufbereitet, verkehrssicher gemacht und schließlich ausgegeben."

Wer sich beteiligen möchte, kann sich bei Frederike Schwieger melden unter 05331/9278-4283, oder per E-Mail: fahrradwerkstattdrk-kv-wf.de.

Möchten Sie mehr über unsere Arbeit wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Flüchtlings- und Migrationshilfe.

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news-476 Wed, 07 Jul 2021 13:14:00 +0200 Ferienwohnung in der Leopoldstraße: DRK schafft neues Angebot https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/ferienwohnung-in-wolfenbuettel-drk-schafft-neues-angebot-in-der-leopoldstrasse.html Ein neues – auf den ersten Blick überraschendes – Angebot hält jetzt der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel bereit. Ab sofort können Urlaubsgäste, die auf Besuch in der Lessingstadt sind, in der Ferienwohnung im inklusiven Haus des Roten Kreuzes in der Leopoldstraße übernachten. „Wir werden aber nicht in die Tourismus-Branche einsteigen“, erklärt Uwe Rump-Kahl, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, schmunzelnd.

Vielmehr habe das DRK in der Leopoldstraße die Chance gesehen, neue Wege zu gehen und etwas auszuprobieren. Die Immobilie dort war für vier Jahre die Heimat von unbegleiteten Jugendlichen in der Flüchtlingskrise 2015. „Wir haben das Haus inzwischen grundsaniert und darin Wohnungen eingerichtet“, erklärt Rump-Kahl. Dort wohnen zum Beispiel Menschen mit Behinderungen und es gibt die Möglichkeit, das Alleine-Wohnen erst einmal auszuprobieren. Außerdem gehört das ambulant betreute Wohnen zum Angebot, hier sind ein großer Gruppenraum und der Garten eine gute Möglichkeit, Betreuungsangebote für die Zielgruppe zu realisieren. Dieses Angebot richtet sich an Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen, die eigenständig mit Begleitung und Unterstützung in der eigenen Wohnung leben können.

„Eine Wohnung haben wir aber jetzt für Feriengäste eingerichtet. Wir freuen uns, dass hier unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zusammenkommen werden“, sagt Rump-Kahl.

Die Wohnung lässt sich ab sofort buchen. Maximal vier Personen finden dort Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche und Badezimmer – alles gemütlich und modern eingerichtet – vor. „Für Übernachtungsgäste ist die Lage der Ferienwohnung ideal“, betont Rump-Kahl. Schließlich sind die Parkanlage an der Oker, die Innenstadt und der Bahnhof leicht zu Fuß zu erreichen. Auch die nächste Haltestelle für den Bus nach Braunschweig ist nicht weit entfernt. Im Sommer überzeugt das Haus in der Leopoldstraße noch dazu mit seinem schönen Garten, den die Feriengäste selbstverständlich nutzen dürfen.

Das DRK könne in dem Haus jetzt seine Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen zudem noch flexibler gestalten. „Es ist für Menschen, die Wohn-Training absolvieren wollen, schwierig, auf Anhieb und für einen begrenzten Zeitraum die passende Wohnung zu finden oder ständig eine vorzuhalten. So können wir auf die Ferienwohnung zugreifen, wenn sie mal nicht ausgebucht ist“, erklärt der DRK-inkluzivo-Geschäftsführer. Die Reinigung übernimmt übrigens der DRK-Inklusionsbetrieb, der auch für den Hausmeisterservice sorgt.

Die DRK-Ferienwohnung lässt sich ab sofort buchen: per E-Mail an ferienwohnungdrk-kv-wf.de oder telefonisch über (05331) 92784 480.

Ausstattung der Ferienwohnung:

  • Wohnzimmer mit Schlafcouch (140 cm), Couchtisch, Kabel-TV, Sideboard
  • Schlafzimmer mit Doppelbett (160 cm), Schrank, Sessel
  • Küche mit Küchenzeile (Herd, Backofen, Kühlschrank mit Gefrierfach, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Mikrowelle und Toaster) und Esstisch mit vier Stühlen,
  • Badezimmer mit Dusche/Waschbecken/WC,
  • Kinderbett, Kinderstuhl,
  • WLAN
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news-519 Tue, 06 Jul 2021 11:33:00 +0200 DRK veranstaltete Austausch zur Relevanz der Migrationsberatung https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-veranstaltete-austausch-zur-relevanz-der-migrationsberatung.html „Neuzugewanderte haben in Deutschland auch nach mehrjährigem Aufenthalt Beratungsbedarf – und dies in allen Lebenslagen.“ Diese Aussage stand im Fokus des diesjährigen Aktionstages der Migrationsberatung für Erwachsene Zuwanderer (MBE) – einem Angebot der Flüchtlings- und Migrationshilfe im DRK-Kreisverband Wolfenbüttel. „Wir brauchen Zuwanderung, und diese Zuwanderung muss strukturiert werden“, erklärt Ullrich Kuball, Ehrenamtlicher in der Migrationsberatung.

Mit dem Aktionstag sollte auf die sozialpolitische Relevanz der MBE-Stellen aufmerksam gemacht werden. „Das ist derzeit besonders wichtig, weil auf Bundes- und Landesebene mit Kürzungen in der Beratung zu rechnen ist“, sagt Aline Gauder, Fachleitung der Flüchtlings- und Migrationshilfe. In Wolfenbüttel bietet das DRK die MBE-Beratung als Anlaufstelle seit 2019 an. Dabei können die Beraterinnen auf ein großes Netzwerk von Ehrenamtlichen zurückgreifen. „Ohne die Unterstützung durch das Ehrenamt wäre eine individuelle Beratung und Begleitung nicht möglich. Diese wird auch in Zukunft eine hohe Relevanz haben“, erklärt Gauder.

Für den Aktionstag ermöglichte das DRK es jetzt in einem besonderen Austauschformat mit Entscheidungsträgern, Ehrenamtlichen und Klienten der MBE, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Unser Wunsch war es, nicht über unsere Zielgruppe zu sprechen, sondern ihnen selbst die Chance auf gemeinsame Diskussionen zu geben“, berichtet Frederike Schwieger, MBE-Beraterin im DRK. So war es möglich, dass die Teilnehmenden die Perspektiven der anderen Seiten kennenlernen und über die Notwendigkeit von Beratung sprechen konnten. Dabei kamen in aufeinanderfolgenden Runden Entscheidungsträger, Neuzugewanderte und Ehrenamtliche zusammen.

„Ohne die Beratung wäre ich jetzt noch nicht so weit. Vor allem Frauen mit Kindern brauchen dieses Angebot und die Unterstützung, auch wenn sie schon einige Jahre in Deutschland sind“, sagt Rana Enayatollah in einer solchen Gesprächsrunde. Sie habe dank der Arbeit des DRK schnell Anschluss zu Sprachkursen erhalten und auch beruflich habe ihr die Beratung weitergeholfen. „Viele Menschen kommen aus Kriegsgebieten, sind traumatisiert und leiden an Depressionen“, berichtet sie. Da sei es eine große Hilfe, bei der MBE Fragen stellen zu können. „Ohne Ansprechpartner hat man keine Chance. Es gibt sonst kaum Hilfen zur Orientierung“, sagt Enayatollah.

Lucie Tche Yapi erzählt: „Es dauert einige Jahre, um die Sprache zu lernen und Arbeit zu bekommen, erst dann beginnt man, damit eine Perspektive für sich und seine Familie zu entwickeln. Dann kommen ganz neue Fragen auf, bei denen man ohne die MBE allein dastehen würde.“ Sie engagiert sich in ihrer Gemeinde für andere Neuzugewanderte, insbesondere für afrikanische Familien vor Ort. „Die Sprache ist eine sehr große Hürde. Viele verstehen den Inhalt von Briefen nicht oder wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen“, sagt die gebürtige Ivorerin.

Als Entscheidungsträger war unter anderem Thomas Stoch als Gast in der Runde. Der Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH sagte: „Ein Ziel der Beratung ist es zu vermeiden, dass Subkulturen entstehen. Zudem muss Beratung Individualität stärken und dabei unterstützen, dass Neuzugewanderte ihre individuellen Ziele verfolgen können.“ In einer anderen Gruppe betonte Sylvia Bender, Amtsleiterin Arbeit und Soziales des Landkreis Wolfenbüttel, dass eine respektvolle Beratung auf Augenhöhe von beiden Seiten unerlässlich sei.

Weitere Entscheidungsträger, die beim Aktionstag zu Gast waren: Axel Szybay (stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums des DRK) und Juliane Liersch (Leiterin des Eberts Hof). Außerdem hätten bereits weitere Akteure aus dem Landkreis Interesse an solchen Gesprächen signalisiert.

 

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news-516 Fri, 25 Jun 2021 11:49:00 +0200 DRK-Ortsverein Remlingen wird 50 Jahre alt https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-ortsverein-remlingen-wird-50-jahre-alt.html Seit einem halben Jahrhundert helfen Remlinger ihren Mitmenschen im Namen des Deutschen Roten Kreuzes: Der DRK-Ortsverein Remlingen, Klein und Groß Biewende feiert jetzt sein 50. Jubiläum. Eine richtige Feier zu diesem Anlass hat es aber Pandemie-bedingt bislang nicht gegeben, aber sie könnte im Laufe des Jahres noch im kleinen Kreis nachgeholt werden, stellt die Vorsitzende Sieglinde Eberhard in Aussicht.

„Los ging es mit einer großen Blutspende-Aktion hier im Ort“, berichtet die Vorsitzende des Ortsvereins. Vor 50 Jahren habe sich Kurt Heidrich stark für die Gründung einer DRK-Niederlassung im Ort eingesetzt. Der damalige Bürgermeister Remlingens wurde auch gleich zum ersten Vorsitzenden des neuen Vereins gewählt. Er blieb bis 1979 im Amt. Danach leitete Hartmut Eberhard die Geschicke des Ortsvereins. Bevor dessen Frau das Amt übernahm, war noch Bernd Wachsmuth von 1996 bis 2008 Vorsitzender.

Die Blutspende-Aktionen blieben über all die Jahre das größte Aushängeschild des Vereins. „Wir hatten in den 50 Jahren 6500 Blutspenden“, teilt Sieglinde Eberhard mit. Sie hat diese Zahl vom Blutspendedienst Niedersachsen recherchieren lassen.

In den ersten Jahren sammelte der Ortsverein oft Spenden für die DRK-Sozialstation, die damals in Remlingen stand. Die Einrichtung zog später erst weiter nach Kissenbrück, heute ist sie in Hornburg. Lange Zeit war der Ortsverein auch in der Erste-Hilfe-Ausbildung aktiv. „Norbert Koch war in der Anfangszeit und für viele Jahre ein sehr aktiver Ausbilder“, erinnert sich Hartmut Eberhard. Auch Bernd Wachsmuth habe sich auf diesem Gebiet stark engagiert.

Erste Hilfe spielt weiter in der Remlinger Ganztagsschule eine große Rolle. Dort hat der DRK-Ortsverein eine AG mit Schulsanitätsdienst etabliert. „Die jungen Leute sind mit viel Eifer dabei und stolz darauf, anderen helfen zu können“, erklärt Sieglinde Eberhard.

Im Remlinger Ortsverein gibt es zudem seit 1983 die Seniorengymnastik, die regelmäßig in der Schule stattfindet. Das Angebot pausiert derzeit noch wegen der Corona-Pandemie. Diese habe dem Ortsverein einige andere Einsatzgebiete beschert: „Wir haben viele Masken genäht und dem Impf-Team des Landkreises geholfen“, erzählt Sieglinde Eberhard.

Die Highlights der Vereinsgeschichte

Zu den Highlights in der Vereinsgeschichte gehöre unter anderem der Tag der Grenzöffnung. „Wir hatten eine Vorstandssitzung, als wir hörten, dass viele Menschen aus dem Osten mit ihren Trabbis auf dem Weg zum Remlinger Rathaus waren, wo es Begrüßungsgeld gab“, berichtet Sieglinde Eberhard. Die Rotkreuzler hätten sich dann auf den Weg gemacht und am Rathaus den Schlange stehenden Menschen Kaffee ausgeschenkt. „Außerdem haben wir Comic-Hefte an die Kinder verteilt. Das war ein sehr emotionaler Tag. Schließlich hatten wir über Jahrzehnte direkt an der Grenze gewohnt“, erklärt die Vereinsvorsitzende.

Ein weiterer Höhepunkt der Vereinsarbeit war das vielfältige Remlinger Engagement während der Flüchtlingskrise. Seit 2013 hat Eberhard zusammen mit anderen Aktiven Sprachkurse organisiert. 2015 war Remlingen eine regelrechte Sprachkurs-Hochburg. „Aus acht Dörfern kamen die Flüchtlinge hierher, um Deutsch zu lernen“, berichtet Eberhard. Die Rotkreuzler haben zudem Fahrräder organisiert, damit ihre neuen Schüler zum Unterricht kommen konnten. Insgesamt hätten über drei Jahre 76 Erwachsene in Remlingen Deutsch gelernt. „Das war eine anstrengende Zeit. Es hat aber auch viel Spaß gemacht“, sagt die Rotkreuzlerin, die zudem Schwimmkurse für erwachsene Flüchtlinge im Remlinger Freibad organisiert hatte.

Sieglinde Eberhard ist auch im Vorstand des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel als Rotkreuz-Konventionsbeauftragte engagiert. „Ich bin ein großer Henri-Dunant-Fan“, sagt sie und erinnert sich an eine Fahrradtour mit ihrem Ehemann in Italien, als sie dem Schlachtfeld bei Solferino ganz nahe kamen. „Da ist heute nichts mehr zu sehen. Es war aber trotzdem beeindruckend“, sagt Eberhard. Die Arbeit für die Menschen im Sinne des Rot-Kreuz-Gründers Dunant soll jedenfalls auch in Remlingen noch lange nicht zu Ende sein.

 

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news-515 Fri, 25 Jun 2021 11:26:41 +0200 Babysprechstunde im Eberts Hof https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/babysprechstunde-im-eberts-hof.html Am Montag, 5. Juli 2021, fand die erste Babysprechstunde im „Eberts Hof“ des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel in der Wolfenbütteler Innenstadt statt. Die Beratung rund um das Thema Baby und Elternschaft richtete sich vorranging an benachteiligte Familien. Die Babysprechstunde wird jeden ersten Montag im Monat für rund zwei Stunden von 14 bis 16 Uhr durch eine Familien-Kinderkrankenschwester angeboten. Dafür kooperiert das DRK mit der Fachstelle Frühe Hilfen, eine Abteilung des Jugendamts des Landkreises Wolfenbüttel. Am heutigen Mittwoch unterzeichneten beide Einrichtungen die Kooperationsvereinbarung.

„Im Eberts Hof vereinen wir viele soziale Beratungs- und Versorgungsangebote. Bereits jetzt unterstützen wir finanziell schwache Mütter aus Wolfenbüttel, die ihr erstes Baby erwarten, mit dem Projekt „Tafel packt Babytasche“. Mit der Babysprechstunde soll das bestehende Angebot für diese Zielgruppe niedrigschwellig im Rahmen einer Beratung in Fragen zur Pflege, Ernährung und Gesundheit der Säuglinge ergänzt werden“, erklärte Aline Gauder, hauptamtliche Leitung des Eberts Hof.

Das Angebot ist für die Familien gedacht, die bereits die Babytasche im Eberts Hof beziehen oder zur Tafel kommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Beim Abholen der Babytaschen im Eberts Hof werden die Eltern auf das kostenlose Angebot aufmerksam gemacht.

„Für eine gesunde Entwicklung von Kindern ist das frühzeitige Erkennen von psychosozialen Belastungen rund um die Geburt und im ersten Lebensjahr von großer Bedeutung. So können wir die Bedürfnisse und Sorgen von jungen Familien erkennen und sie unterstützen. In einem persönlichen Gespräch können wir bei Bedarf auch auf weitere Angebote der Frühen Hilfen hinweisen“, sagte Bernd Retzki, Dezernent für Schule, Jugend und Soziales im Landkreis Wolfenbüttel.

„Eltern können hier alle Fragen zur Ernährung, etwa zum Stillen, zu Beikost oder Folgemilch stellen aber auch zu Schwierigkeiten beim Schlaf des Kindes und Fragen zur körperlichen oder motorischen Entwicklung“, so Tanja Lüning. Die Familien-Kinderkrankenschwester arbeitet als Fachkraft in den Frühen Hilfen.

Seit Juli 2018 ist das DRK Wolfenbüttel mit mehreren Hilfsangeboten im Eberts Hof eine bekannte Anlaufstelle für Jedermann geworden. Die Tafel, ein Second-Hand-Laden, die EUTB-Beratung für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen, ein Lastenradverleih und die Baby-Sprechstunde finden somit unter einem Dach direkt in der Wolfenbütteler Innenstadt Platz. Mehr unter https://www.drk-tafeln-wf.de

Die Fachstelle Frühe Hilfen im Landkreis Wolfenbüttel informiert und berät Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern und vermittelt ggf. weitere Hilfen. Die Angebote haben das Ziel, Kindern eine gute Entwicklung zu ermöglichen und Eltern im Alltag zu unterstützen. Zu den Angeboten gehören die Baby-Begrüßung, die Koordination von Familienhebammen, Beratungen für Eltern mit Babys und Kleinkindern und Sprechstunden für (werdende) Eltern im Klinikum Wolfenbüttel so wie im Eberts Hof. Mehr unter www.lkwf.de/frühehilfen

 

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news-514 Fri, 25 Jun 2021 11:19:00 +0200 Grüne Überraschung für den Rettungsdienst https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/gruene-ueberraschung-fuer-den-rettungsdienst.html GaLaBauer Sebastian Glatter verschönert die Außenanlagen der Rettungswachen Schöppenstedt und Heiningen. Viel Zeit zum Füße hochlegen haben die Mitarbeitenden des DRK-Rettungsdienstes Wolfenbüttel nicht. Trotzdem sollen sie ihre Pausen in einer angenehmen Umgebung verbringen können, findet Sebastian Glatter. Kurzerhand schickte der Inhaber einer Gartenlandschaftsbau-Firma aus Wolfenbüttel seine Mitarbeitenden los und verschönerte den Außenbereich der Rettungswache Schöppenstedt.

Rettungswagen sind auf unseren Straßen ein alltägliches Bild. Für den Gartenlandschaftsbau-Meister Sebastian Glatter nur einer von vielen Gründen, den Rettern des Deutschen Roten Kreuzes in Wolfenbüttel einmal Danke zu sagen. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Rettungsdienstes verschönerten drei Auszubildende der Firma "Glatter – Grüne Gartenvielfalt" unter Anleitung eines Gartenbauers die Außenanlage der Rettungswachen Schöppenstedt. Zusammen bepflanzten sie Beete, bauten ein Hochbeet für Kräuter und einige Sichtschutzzäune.

Das Material dafür stellte der Wolfenbütteler Unternehmer zur Verfügung, außerdem spendierte er einige Sonnenschirmhalterungen. „Durch die Ausrichtung nach Süden war es dort an sonnigen Tagen fast nicht möglich, draußen zu sitzen – und durch die Lage direkt an der Straße war es auch kein angenehmes Sitzen. Die vorhandene Hecke ist weder ein Schutz vor Wind noch vor Sonne gewesen“, erzählt Rettungsdienstmitarbeiter Jamie Lodge.

Daher sind er und seinen Kollegen Sebastian Glatter dankbar, dass er die Umgestaltung der Sitzecke übernommen hat. Die besagte Hecke durfte stehen bleiben: Mit etwas Dünger und Pflege ergänzt sie den kleinen Rettungsdienst-Garten. Demnächst gehen die Erneuerungsarbeiten im Außenbereich der Rettungswache Heiningen weiter.

Auf den Wachen in Schöppenstedt und Heiningen ist jeweils ein Rettungswagen für 24 Stunden besetzt. Um den Unfall- und Transportgeschehen im ländlichen Raum gerecht zu werden, hält das DRK Wolfenbüttel unter der Woche in Heiningen einen weiteren Krankenwagen und in beiden Wachen an den Wochenenden zusätzliche Rettungswagen vor.
 

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news-513 Tue, 22 Jun 2021 10:45:17 +0200 Vortrag Häusliche Gewalt https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/vortrag-haeusliche-gewalt.html Häusliche Gewalt ist ein Thema, das derzeit intensiv diskutiert wird in der Bevölkerung. Der Corona-Lockdown hat da einiges verschärft und viele Problemfälle zu Tage gefördert. Häusliche Gewalt ist ein Thema, das derzeit intensiv diskutiert wird in der Bevölkerung. Der Corona-Lockdown hat da einiges verschärft und viele Problemfälle zu Tage gefördert. Nun hat die DRK-inkluzivo gGmbH des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel den Diskurs erweitert um das Thema "Gewalt an Menschen mit Behinderungen". Eine Woche lang fanden Aktionen dazu statt, vom Selbstverteidigungskurs bis zur Fortbildung; eine Kinoreihe allerdings musste coronabedingt verschoben werden und ist nun für Juli geplant.

Höhepunkt der Woche war eine Podiumsdiskussion unter Zelten im Garten des Integrations- und Therapie-Zentrums (ITZ). Mit Moderation von Gastgeberin Katharina Hefenbrock, der Fachleiterin des Familienentlastenden Dienstes (FED), sprachen dort Petra Ehlers als Mutter einer Tochter mit Behinderung und als Sozialpädagogin von der Auris-Beratungsstelle Braunschweig, Georg Fiedeler vom Männerbüro Hannover und Axel Thunrey, der als nahezu Gehörloser im Service eines DRK-Integrationsbetriebes arbeitet. Nach mittlerweile zehn Jahren gilt Thunrey sogar als Gesicht des "Solferino" am Exer.

So harmonisch verlief das Leben für ihn aber nicht immer. Mit 10 oder 11 Jahren wurde er in der Schule nicht nur gehänselt wegen seiner Behinderung, sondern auch geschlagen. "Der Direktor hat mir nicht geglaubt und immer gesagt, ich soll es beweisen", verdeutlichte Thunrey am Mikrofon, in welchem Dilemma er als Kind steckte. Denn wer nicht oder kaum hören kann, kann sich auch nicht oder kaum verständlich machen. "Noch heute habe ich diese Gewalterfahrungen im Kopf und wache nachts aus Albträumen auf."

Thunreys Beispiel zeigte, was auch Sozialpsychologe Fiedeler berichtete: "Es gibt ein breites Spektrum von Gewalt." Persönliche oder politische Gewalt, sexuelle Übergriffe oder Repressalien im öffentlichen Raum und in Institutionen – "sogar eine fehlende Rampe an der Treppe zum Rathaus kann für Rollstuhlfahrer ein Beispiel sein, denn der Ausschluss von Teilhabe bedeutet Gewalt."

In welcher besonderen Situation sich bei Übergriffen Menschen mit Behinderung befinden, berichtete Petra Ehlers, deren Tochter geistig behindert ist und nicht verbal kommunizieren kann. In der Schule sei das Mädchen auf dem Pausenhof mehrfach teils entkleidet gefunden worden. "Aber die ersten Vorwürfe gingen immer an sie, weil die Lehrer davon ausgingen, meine Tochter habe sich freiwillig ausgezogen." Ähnlich wie bei Axel Thunrey sah sich das Opfer in eine Täter-Rolle gedrängt. "Das hat mein Vertrauen in die Welt erschüttert."

Fiedeler bestätigte das. "Behinderung ist in Deutschland ein Risikofaktor." Diese Gruppe der Bevölkerung sei angreifbarer, außerdem glaubten die Täter, vor Verfolgung sicher zu sein. Petra Ehlers: "Meine Tochter konnte nicht sprechen, also konnte sie nicht petzen." Nach Fiedelers Recherchen sind Menschen mit Behinderung viermal häufiger von sexualisierter Gewalt betroffen als andere. Dabei sei der Übergriff schlimm – fast schlimmer noch sei aber der Umgang der Gesellschaft mit dem Übergriff. "Gerade im häuslichen Umfeld haben die Opfer Angst, den Vorfall an die große Glocke zu hängen weil sie sich fragen, muss ich dann meine Familie verlassen?"

Und selbst wenn dann Ordnungskräfte eintreffen, bedeutet das nicht automatisch Gutes für die Beteiligten. Petra Ehlers berichtete aus ihrem Alltag in der Beratungsstelle für Hörgeschädigte: "Das intensive Gestikulieren der Menschen, die nicht sprechen können, wird oft missverstanden." Es habe Beispiele gegeben, wo die Polizei auf die vermeintliche Aggression falsch reagiert und dem Opfer die Hände auf dem Rücken fixiert habe. "Für Nicht-Hörende ist das aber genau so, wie wenn sie Hörenden den Mund zuhalten – sie können sich nicht mehr artikulieren."

Gerade persönliche Berichte und viele Beispiele machten den Vortrag im ITZ-Garten so eindrücklich. Am Ende meldeten sich auch viele betroffene Eltern zu Wort. "Gerade dieser Austausch war uns wichtig", bilanzierte Katharina Hefenbrock später. Sie war doppelt froh, immerhin kamen Zuhörer aus der gesamten Region und sogar aus Hildesheim nach Wolfenbüttel. "Ich habe im Anschluss viele positive Reaktionen erhalten."

Ihre Erfahrungen sollen nun in den nächsten Schritt münden: "Wir sind im vorigen Jahr mit dem Thema Gewalt an Menschen mit Behinderungen in Berührung gekommen", sagte sie. Schnell sei klar geworden, dass es in der Region keinerlei Anlaufstellen bei Übergriffen auf Erwachsene gibt. "Als Bilanz unserer bisherigen Arbeit kann ich jetzt schon sagen, dass wir langfristig eine solche Anlaufstelle schaffen wollen."

Der Bedarf für Angebote dieser Art sei offenbar groß: "Als wir unseren ersten Selbstverteidigungskurs angeboten haben, wurde von den Teilnehmern umgehend eine monatliche Wiederholung eingefordert." Nun prüfe das ITZ, wie das umgesetzt werden könnte, da der Lehrer aus Bremen anreise. "Multiplikatoren für die Selbstverteidigungskurse müssen gefunden werden, um so etwas in der Region anbieten zu können."

 

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news-512 Tue, 22 Jun 2021 08:23:00 +0200 Qualifizierung im Betrieb ist ein Erfolgskonzept https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/qualifizierung-im-betrieb-ist-ein-erfolgskonzept.html Der DRK-Fachdienst zur Beruflichen Eingliederung ist als „anderer Leistungsanbieter nach § 60“ anerkannt. Arbeiten gehen – eine der normalsten Sachen der Welt. Doch für Menschen mit Behinderung ist sie oft sehr kompliziert. Seit 2014 unterstützt sie der Fachdienst zur Beruflichen Eingliederung (FBE) im DRK-Kreisverband Wolfenbüttel dabei, einen Platz auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. Seit Kurzem ist der Fachdienst auch sogenannter „anderer Leistungsanbieter“ nach § 60 Sozialgesetzbuch IX.

Der Begriff der „anderen Leistungsanbieter“ ist sperrig, versteckt aber einiges an Potenzial: Der Paragraph 60 räumt Menschen mit einer Behinderung nämlich eine Wahlmöglichkeit ein. Statt nach der Schulzeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) anzufangen, dürfen sie sich zur beruflichen Qualifikation auch eine andere Unterstützung suchen. „Durch Paragraph 60 ist es beispielsweise möglich, dass Betriebe eine Ausbildung für Menschen mit Behinderung entwickeln und anbieten. Und er ermöglicht Dienstleistungen, wie wir sie in unserem FBE anbieten“, erzählt Nicole Arendt.

Sie ist seit der ersten Stunde ein Teil des DRK-Fachdienstes. Jeweils ab September, also parallel zum Start des Ausbildungsjahres, beginnt bei der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH das dreimonatige Eingangsverfahren (EV), in dem die bestehenden Fähigkeiten der Teilnehmenden und ihre beruflichen Wünsche ermittelt werden. Dazu kommt eine Übung von Tätigkeiten, die auf das Erwerbsleben vorbereiten sollen. „Ein wichtiger Punkt ist die eigenständige Mobilität – klappt es, alleine mit Bus und Bahn zu fahren? Oder ist aufgrund der Behinderung ein Fahrdienst notwendig?“, erläutert Arendt.

In dem darauf folgenden betrieblichen Berufsbildungsbereich (BBB) stehen Praktika in Betrieben an: Den Berufsalltag in all seinen Facetten kennenlernen. Als Ansprechpartner für die Teilnehmenden und die Betriebe ist ein Jobcoach anfangs immer dabei. Nach einiger Zeit kann diese 1:1-Begleitung schrittweise reduziert werden. Unabhängig von Art und Schwere ihrer Behinderung, ist es das Ziel aller, den Teilnehmenden einen festen Arbeitsvertrag zu ermöglichen – auf dem regulären Arbeitsmarkt, außerhalb einer Werkstatt. „Selbst wenn es einen Arbeitsvertrag gibt, haben wir Möglichkeiten, den FBE als Ansprechpartner weiter an der Seite der Berufsanfänger zu behalten", erläutert Nicole Arendt. "Je nach Bedarf sind das jährliche oder wöchentliche Kontakte – ganz individuell.“

Für sie und ihr Team ist die Einstufung des FBE nach Paragraph 60 ein wichtiger Meilenstein: „Die Art und Weise, wie wir mit unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern arbeiten, ändert sich dadurch nicht – unser Motto ist weiterhin ,Erst platzieren, dann qualifizieren'. Aber vieles im Hintergrund, die Abrechnungen und Genehmigungen der Unterstützung durch die Agentur für Arbeit, ist nun vereinfacht." Für die Anerkennung müsse die DRK-inkluzivo gGmbH gegenüber der Agentur für Arbeit jährlich nachweisen, dass der FBE die Vorschriften und Qualitätsanforderungen als anderer Leistungsanbieter erfüllt. Dadurch werde sichergestellt, dass Leistungsanbieter mindestens den Anforderungen einer WfbM erfüllen. „Wir arbeiten bereits seit einigen Jahren auf der Grundlage eines Qualitäts- und Leistungshandbuches. Aber Zertifizierungs- und Anerkennungsverfahren nehmen immer viel Zeit in Anspruch. Daher sind wir sehr glücklich, dass wir uns jetzt Leistungsanbieter nach Paragraph 60 nennen dürfen.“

Zum Team des FBE gehören aktuell 14 Mitarbeitende, die sich um insgesamt 22 Teilnehmende im EV und BBB kümmern. Dazu kommen ehemalige Teilnehmende, für die der FBE und seine Jobcoaches weiterhin Ansprechpartner sind. Der Betreuungsschlüssel liegt bei 1:4 (eine Betreuungskraft auf vier Teilnehmende). Vor sechs Jahren begann alles mit zwei Mitarbeitenden und zwei Teilnehmern unter dem Dach des DRK-Kreisverbandes.

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news-511 Wed, 16 Jun 2021 13:38:53 +0200 Eine wahrhaft gewichtige Spende für die Tafel Wolfenbüttel https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/eine-wahrhaft-gewichtige-spende-fuer-die-tafel-wolfenbuettel.html Die Tafel des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel ist mittlerweile einiges gewohnt, wenn es um Art und Umfang der Spenden für Bedürftige geht. Doch nun nahm die Einrichtung des Roten Kreuzes am Großen Zimmerhof die mit Abstand schwerste Spende überhaupt entgegen: Acht Tonnen Kartoffeln. Absender: der Lions Club Herzog August aus Wolfenbüttel. Auslöser der gewichtigen Gabe war ein Ernteerfolg: "Rund 11,6 Millionen Tonnen Kartoffeln haben deutsche Bauern in 2020 geerntet – das sind 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr", berichtete im Vorfeld Pressesprecher Frank Schulz von den Lions. "Diesem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass eine große Menge an Kartoffeln der Wolfenbütteler Tafel übergeben werden konnte."

Die Kartoffeln stammen von den Feldern rund um Dorstadt. "Diese Aktion konnte durch eine freundschaftliche Kooperation mit dem ADV (Ackerbau und Dienstleistung Vorharz) der Familie von Löbbecke in Dorstadt und unserem Lions Club ermöglicht werden", erklärte Schulz. An zwei Tagen füllten die Mitglieder des Clubs insgesamt 800 handliche Säcke von je 10 Kilogramm für die Tafel ab. Und weil es so gut lief, packten sie noch 15 Säcke obendrauf: "Diese 150 Kilogramm Kartoffeln gingen an die Wolfenbütteler Suppenküche."

Tafel-Leiterin Juliane Liersch zeigte sich hocherfreut über die Spende – vor allem, weil sie nicht komplett angeliefert wurde: "Wir können sie zum Glück sukzessive aus dem Lager abrufen", erklärte sie und lobte einmal mehr die Zusammenarbeit mit und die Flexibilität der Lions: "Über Jahre ist ein enger Kontakt entstanden, und auf die Lions-Spenden können wir uns inzwischen regelmäßig verlassen."

Bei der Kartoffel-Aktion könnte die Kooperation künftig sogar noch weiter gehen. "Wir planen für den Winter eine erneute große Spende", kündigten bei der aktuellen Übergabe die Lions Tobias Jüttner und Ralph Bosse als Mitgliedsbeauftragte an. Der Service-Club strebe eine regelmäßige Spende für bedürftige Menschen an. "Es wäre schön, wenn diese Idee eine gewisse Nachhaltigkeit erfahren könnte", unterstrich Bosse.

Davon wäre auch Juliane Liersch begeiisert. "Kartoffeln sind ein Grundnahrungsmittel, und in diesem Rohzustand dürfen wir sie problemlos annehmen und weitergeben." Fleisch oder zubereitete Lebensmittel zum Beispiel seien da problematischer und teilweise sogar von der Spende ausgeschlossen. "Sobald beim Transport die Kühlkette unterbrochen wurde oder wir nicht wissen, was genau drin ist in den Speisen, dürfen wir sie nicht annehmen."

All das ist bei den Kartoffeln nicht zu befürchten, sagt Juliane Liersch: "Wir freuen uns schon auf die nächsten Aktionen der Lions."

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news-508 Thu, 10 Jun 2021 08:43:00 +0200 Das DRK sucht junge Menschen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/das-drk-sucht-junge-menschen-fuer-das-freiwillige-soziale-jahr-fsj.html Wieder neigt sich ein Schuljahr dem Ende entgegen. Wer sich noch nicht sicher ist, wie es weitergeht, kann sich an den Kreisverband des DRK in Wolfenbüttel wenden. Im August beginnt das neue Freiwillige Soziale Jahr. Auch der Bundesfreiwilligendienst startet wieder, und das DRK hat gleich mehrere Angebote dazu – und manchmal ist sogar die perfekte Vorbereitung auf Studium oder Beruf dabei.

Das FSJ im Rettungsdienst

Im Sommer 2020 hat Larissa Ueckerseifer als eine der FSJler beim Rettungsdienst des DRK Wolfenbüttel angefangen. Eine ihrer Hauptaufgaben: Das Fahren der Rettungs- und Krankenwagen. Zum Rettungsdienst kam sie durch einen Freund, der bereits ein Freiwilliges Jahr beim DRK absolvierte. „Da ich schon lange an Medizin interessiert bin, passt es perfekt“, berichtet sie. Durch den Freiwilligen Dienst erhält sie Einblicke in die vielfältigen Aufgaben des Rettungsdienstes und das Deutsche Rote Kreuz als Hilfsorganisation. Der Einsatz auf den Fahrzeugen ist für sie besonders reizvoll und abwechslungsreich – jeden Tag begegnet sie anderen Menschen, muss in unterschiedlichen Situationen helfen. „Wir wissen morgens nicht, was einen auf der Arbeit erwartet. Das hat man in kaum einem anderen Job. Daher kann ich jedem, der Interesse an Medizin und Arbeiten mit Menschen hat, ein FSJ empfehlen.“

Ihr Kollege Kai Hansen startete in das Freiwillige Jahr, um die Zeit bis zur nächsten Bewerbungsrunde der Bundespolizei zu überbrücken. Mittlerweile hat sich sein Wunsch für die berufliche Zukunft verändert: Der Rettungsdienst ist sein Traumjob. „Es gibt nicht nur schöne Einsätze. Es kann Tage geben, an denen die Einsätze hart und Personen eventuell schwer oder tödlich verletzt sind. Das sollte einem vorher bewusst sein“, rät er Interessierten.

Mit dem Erlebten sind die Freiwilligen nicht allein. Bei Problemen können sie sich an die erfahrenen Rettungs- und Notfallsanitäter wenden. Psychologisch geschultes Personal unterstützt die Mitarbeitenden im Rettungsdienst. Zu den Aufgaben der Freiwilligen im Rettungsdienst gehören Routinen wie Fahrzeugchecks und das Kontrollieren von Material und Medikamenten. Dafür erhalten sie ein monatliches Taschengeld, die FSJ-Vergütung, und nehmen im Lauf des Jahres an vier mehrtägigen Seminaren teil.

"Im Rettungsdienst haben wir fünf FSJ-Stellen, die im Sommer allesamt neu besetzt werden", erklärt Wilhelm Borchert, der stellvertretende Leiter des Rettungsdienstes. Hauptaufgabe der FSJler sei das Fahren von Krankenwagen. "Aber wenn das Interesse groß ist, besteht auch für den ein oder anderen die Möglichkeit, einen Abschluss zum Rettungssanitäter zu machen", erklärt Borchert. "Und wenn der bestanden ist, kann auch ein Einsatz auf dem Rettungswagen erfolgen."

Bundesfreiwilligendienst in der Tafel

Bei den Tafeln in Schladen und im Eberts Hof der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH packt Medhat Omar als Helfer im Bundesfreiwilligendienst (BfD) an. Seit Oktober vergangenen Jahres unterstützt er die hauptsächlich durch Ehrenamtliche organisierten Einrichtungen: „Wegen der Pandemie sind viele ältere Menschen nicht mehr aktiv vor Ort. Daher werden junge Leute gebraucht. So bin ich zur Tafel gekommen“, berichtet Medhat Omar.

Er ist viel unterwegs, um Lebensmittelspenden von Supermärkten abzuholen. Freitags arbeitet er in der Tafel Schladen und gibt die Lebensmittelpakete aus. „Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass ich in Zukunft weiter beim DRK arbeite. Es macht mir einfach sehr viel Spaß.“ Vom Bundesfreiwilligendienst ist er begeistert und empfiehlt es gerne weiter: Die neuen Eindrücke und Erfahrungen bereichern sein Leben. Außerdem steht der Dienst für Menschen mit Fluchterfahrungen offen und gibt ihnen die Chance, sich sozial zu engagieren.

Informationen zum FSJ und BfD

Wie das FSJ, so unterstützt auch der Freiwilligendienst die berufliche Orientierung. Für beide müssen die Freiwilligen zum Beginn des Dienstes 18 Jahre alt sein.

Schulabgänger, die über eine Ausbildung oder Studium im medizinischen Bereich nachdenken, profitieren von den Praxiserfahrungen und dem Kontakt mit Patienten im Rettungsdienst.

Daneben bietet das DRK in Wolfenbüttel Einsatzstellen in seinen sozialen Einrichtungen. Im Familienentlastenden Dienst (FED) und dem ITZ, dem Integrations- und Therapiezentrum am Exer, bieten sie eine individuelle Betreuung und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und ihrer Angehörigen.

Informationen finden Interessierte auf www.drk-kv-wf.de oder sie wenden sich per Mail an infodrk-kv-wf.de.
Bewerbungen für FSJ und BfD müssen einen Lebenslauf, Zeugnisse und ein kurzes  Motivationsschreiben enthalten.

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news-507 Fri, 04 Jun 2021 14:24:34 +0200 DRK Wolfenbüttel freut sich über 16.000 FFP2-Masken https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-wolfenbuettel-freut-sich-ueber-16000-ffp2-masken.html Großes Staunen herrschte kürzlich im Integrations- und Therapiezentrum (ITZ), als unverhofft zunächst sieben große Pakete mit FFP2-Masken eintrafen. „Wir hatten noch recherchiert, wer die bestellt hat, da kamen noch neun weitere gewaltige Kartons“, erzählt Thomas Stoch, Leiter der DRK-Einrichtung am Exer und Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH. Die Lieferung enthielt insgesamt 16.000 Masken. Immer noch herrschte unter den überraschten Mitarbeitern Rätselraten über die genaue Herkunft.

In einem Karton fand sich dann aber die Auflösung, die für Erheiterung sorgte: Ein Schreiben vom Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Thomas Stoch erinnert sich: „Ich habe im Herbst 2020 bei einer Abfrage des Ministeriums im Internet unsere Kennzahlen eingegeben, eigentlich damit gerechnet dass wir kurzfristig mit dem notwendigen Material versorgt werden. Dass nun doch noch eine Sendung kommt – damit hatte hier niemand mehr gerechnet. Wir sind natürlich trotzdem dankbar für die Masken, die wir gut gebrauchen können. Besser spät als nie!“

Im ITZ haben erst vor kurzem wieder die Therapien und Gruppen-Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen begonnen. "Zum Schutz der Patienten und Kunden, aber natürlich auch für unserer Mitarbeitenden, werden natürlich Masken und weiteres Hygienematerial benötigt." Stoch erklärt, dass das DRK auch im Bereich der Behindertenhilfe während der Pandemie seine Aktivitäten nie eingestellt hat. "Wir waren für die Familien da und haben überwiegend Einzelbetreuungen organisiert." Nun herrsche aber wieder mehr Kundenverkehr im DRK-Gebäude am Exer. „Wir werden jetzt Körbe mit Masken aufstellen, aus denen sich auch Kunden gerne bedienen können“, erklärt der ITZ-Leiter.

Auch die rund 300 Mitarbeiter des Hauses benötigen weiterhin FFP2-Masken im Arbeitsalltag. „Daher freuen wir uns jetzt über die Kartons. Auch wenn uns eine Lieferung im vergangenen Jahr deutlich mehr entlastet hätte, denn wir haben eine Menge Geld für Hygienematerial ausgegeben. Stattdessen hätten wir diese Masken einsetzen können“, betont Stoch. Sehr viel später hätten die Pakete jedenfalls nicht mehr kommen dürfen.

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news-510 Mon, 31 May 2021 15:45:00 +0200 DRK investiert Millionen https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-investiert-millionen.html Große Geschlossenheit demonstrierten die Delegierten des Roten Kreuzes im Landkreis Wolfenbüttel. Sie veranstalteten in der Lindenhalle eine außerordentliche Kreisversammlung zum Thema "Exer2020". Dabei ging es um Details, Finanzierung und Zeitpläne sowie schließlich um die Beschlussfassung zum Neubau eines DRK-Zentrums an der Mascheroder Straße. Die ersten zwei von insgesamt drei Bauabschnitten wurden dabei von den Delegierten aus 10 Ortsvereinen und dem Kreisverband auf den Weg gebracht. Die Beschlüsse der 46 Stimmberechtigten fielen durchweg einstimmig aus. Der dritte Bauabschnitt steht derzeit noch nicht in der Planung.

In der Lindenhalle hatten Präsidium und Geschäftsführung zuvor die Notwendigkeit der Baumaßnahme erläutert – und ihre Dringlichkeit. Die Mitarbeiter an den bisherigen DRK-Standorten Exer und Dietrich-Bonhoeffer-Straße seien längst nicht mehr so untergebracht, dass man von einem adäquaten Arbeitsumfeld sprechen könne, sagte Vorstand Andreas Ring. Gleichzeitig seien der Kreisverband und seine Aufgabenbereiche ständig gewachsen. Die Zahl der Betreuungsverträge im Hausnotruf beispielsweise sei auf 668 stark angestiegen. Ähnlich sehe es in der Behindertenarbeit des DRK aus, schilderte Geschäftsführer Thomas Stoch. Allein mit 130 Schulassistenten sei der Kreisverband Wolfenbüttel der größte Anbieter der Region.

"Wir bearbeiten mittlerweile 42 Aufgabenbereiche und Geschäftsfelder", verdeutlichte Ring. Und auch Schatzmeister Axel Szybay unterstrich, dass das Rote Kreuz längst nicht mehr ausschließlich mit "Blaulicht und Pflasterkleben" beschrieben werden könne. Die Vielzahl der Aktivitäten mache nun einen Ausbau unumgänglich, zumal der Fachkräftemangel den Druck auf den Kreisverband erhöhe, unterstrich Ring: "Im gegenwärtigen Zustand werden wir das Rennen um die besten Köpfe künftig immer häufiger verlieren. Wir brauchen nicht nur Co- und Homework, sondern DRK-Work."

Für Entspannung dürfte der Neubau sorgen, dessen erster Bauabschnitt Raum für die Verwaltung, Schulassistenz und den Fachdienst berufliche Eingliederung vorsieht (Kosten: 7,15 Millionen Euro). Zwei Grundstücke von zusammen rund 22.000 Quadratmetern Fläche für die Geamtanlage hatte das DRK schon 2019 gekauft. Das einstimmige Votum der Delegierten macht den Weg frei für den Baubeginn im Juli.

Auch den zweiten Bauabschnitt befürworteten die Delegierten. Er besteht in erster Linie aus Aufenthaltsräumen für das Personal und einer Fahrzeughalle für die Fahrzeuge des Rettungsdienstes, des erweiterten Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes, die der Kreisverband im Auftrag des Landkreises vorhält. Die Kosten belaufen sich auf 5,96 Millionen Euro, allerdings setzt das Rote Kreuz auf eine Refinanzierung durch den Landkreis Wolfenbüttel. Dessen Zusage zu diesem Thema steht aber noch aus, so dass den Delegierten in der Lindenhalle ein Beschluss vorlag, der erst dann grünes Licht für den zweiten Bauabschnitt gibt, wenn diese Refinanzierung vertraglich geregelt ist. Auch in dieser Abstimmung gab es keine Gegenstimme.

Für Andreas Ring bedeutete das Versammlungsergebnis keine Überraschung. "Einerseits haben wir ein überzeugendes Konzept aufgestellt und in der Planungsphase stets alle Bereiche eingebunden. Andererseits waren unsere Ortsvereine immer gut informiert." Und Ring unterstrich: "Der Ehrenamtsbereich ist und bleibt die Basis unserer Arbeit."

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news-500 Wed, 26 May 2021 11:57:34 +0200 DRK-Kleiderkammer in Wolfenbüttel öffnet wieder https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-kleiderkammer-in-wolfenbuettel-oeffnet-wieder.html Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Wolfenbüttel, Am Exer 15, öffnet ab sofort wieder. Zuletzt war die DRK-Einrichtung die vergangenen sechs Monate Pandemie-bedingt geschlossen. Jetzt freuen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter um Einrichtungsleiter Joachim Korsch wieder auf ihre Kunden.

Die Öffnungszeiten sind wie vor der Schließung:

Montag von 15.30 bis 18 Uhr und
Mittwoch von 9.30 bis 12 Uhr

 

 

Möchten Sie mehr über die Kleiderkammer in Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Kleiderkammer.

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news-499 Fri, 21 May 2021 10:43:32 +0200 Auf der Suche nach Kinderfahrrädern: DRK-Fahrradwerkstatt bittet um Spenden https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/auf-der-suche-nach-kinderfahrraedern-drk-fahrradwerkstatt-bittet-um-spenden.html Ein besonders nachhaltiges Projekt beherbergt der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes: Die DRK-Fahrradwerkstatt existiert bereits seit 2016 und fördert damit die Mobilität sowie die Wiederverwendung von Fahrrädern. Bis heute wurden circa 1200 gespendete und wiederaufbereitete Fahrräder an Neuzugewanderte ausgegeben.

Zweimal in der Woche treffen sich die Ehrenamtlichen, nehmen Spenden an, reparieren Räder und geben diese wieder aus. “Es ist beeindruckend, dass unsere Ehrenamtlichen noch immer so motiviert dabei sind, und das nach so langer Zeit. Darüber sind wir sehr dankbar”, erklärt Frederike Schwieger, neue Teamleitung der Fahrradwerkstatt.

Während der Pandemie musste die Fahrradwerkstatt für ein halbes Jahr schließen, so dass der Bedarf nun umso größer ist. Doch durch die Corona-Pandemie sind Defizite im Bestand festgestellt worden: Es gibt zu wenige Kinderfahrräder. Fast jede vierte Ausgabe ist derzeit ein Kinderrad – doch der Nachschub fehlt.

„Gerade in der Pandemie ist deutlich geworden, dass es vielen Familien an alternativen Beschäftigungen fehlt. So haben viele nicht die Möglichkeit, sich ein eigenes Fahrrad zu beschaffen“, erklärt Schwieger. Sie seien auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen. “Wenn wir dann beim Probefahren und bei der Ausgabe in die strahlenden Gesichter der Kinder schauen, sind auch wir glücklich” ergänzt Giovanni Mellino im Namen des gesamten Teams der Ehrenamtlichen.

Daher bittet die DRK-Fahrradwerkstatt um Fahrradspenden. „Wer noch ein Kinderfahrrad in der Garage oder dem Keller stehen hat, kann gern mit uns in Verbindung treten, wir freuen uns über jede Spende“, betont Schwieger. Die DRK-Fahrradwerkstatt ist unter 05331-92784283 oder fahrradwerkstattdrk-kv-wf.de zu erreichen.

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news-498 Fri, 21 May 2021 10:33:26 +0200 DRK Wolfenbüttel gratuliert Wilhelm Borchert zum 40. Dienstjubiläum https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-wolfenbuettel-gratuliert-wilhelm-borchert-zum-40-dienstjubilaeum.html Auf stolze 40 Dienstjahre beim Kreisverband Wolfenbüttel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) blickt Wilhelm Borchert in diesen Tagen zurück. Anlässlich dieses Jubiläums organisierten Vorstand und Präsidium eine Feierstunde in kleinem Rahmen und übergaben dem stellvertretenden Rettungsdienstleiter einen Präsentkorb und einen Reisegutschein. „Ich bin überrascht und sprachlos“, freute sich Borchert bei der Ehrung durch Andreas Ring (DRK-Vorstand) und die Präsidiumsmitglieder Horst Kiehne, Hansjörg Jentsch und Björn Försterling, der momentan zugleich kommissarischer Geschäftsführer des Rettungsdienstes ist. „Wir bedanken uns für die 40 Jahre und besonders für die vergangenen 40 Tage, in denen sich mal wieder gezeigt hat, dass Sie den Laden zusammenhalten und wir uns immer auf Sie verlassen können“, betonte Andreas Ring.

„Man hat immer gemerkt, dass Du mit dem Herzen bei der Sache warst und immer konstruktiv nach Lösungen gesucht hast. Dabei hattest Du stets einen guten Draht zur Mannschaft und lebtest eine gesunde Mischung aus Vorgesetztem und Kollegen“, ergänzte Hansjörg Jentsch. Als damaliger Rettungsdienstleiter hatte er fast vier Jahrzehnte eng mit Borchert zusammengearbeitet. Beide gehörten zu den ersten Einsatzkräften des Rettungsdienstes, den das DRK vor 40 Jahren im Landkreis Wolfenbüttel aufgebaut hat.

„Ich habe keinen Tag meiner Dienstzeit hier bereut und konnte mir nie etwas anderes vorstellen, als für das DRK zu arbeiten“, unterstrich der Jubilar, der Ende des Jahres in Rente gehen wird. DRK-Vorstand Andreas Ring deutete bereits an, dass Borchert auch als Ruheständler noch beim Rettungsdienst tätig sein könnte – zum Beispiel als Erste-Hilfe-Ausbilder. „Ich werde erstmal eine Pause einlegen. Aber ich kann mir das gut vorstellen“, deutete Borchert seine Zukunft beim Roten Kreuz an.

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news-497 Fri, 21 May 2021 10:23:37 +0200 50 Jahre DRK-Ortsverein Halchter https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/erfolgreiche-blutspende-aktion-gab-vor-50-jahren-den-startschuss-fuer-den-drk-ortsverein-halchter.html Eine erfolgreiche Blutspende-Veranstaltung legte den Grundstein für den Ortsverein Halchter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der in diesen Tagen 50 Jahre alt wird. Anlässlich dieses Jubiläums ließ Tobias Liersch, Vorsitzender des Ortsvereins, jetzt ein Schild restaurieren, das an der Grundschule im Ort auf die dortige Präsenz der Rotkreuzler hinweist. Los ging es in Halchter 1971 mit einer Blutspende-Veranstaltung. „Es kamen 70 Spender. Daraufhin regten der damalige Geschäftsführer Helmut Eß sowie Dietrich Rehnert aus dem Vorstand des Kreisverbandes an, einen DRK-Ortsverein zu gründen“, erinnert sich Horst Luthien. Er gehörte zu den ersten Blutspendern und den Gründungsmitgliedern des Ortsvereins und war dessen Vorsitzender von 1975 bis 2018.

„Wir bezogen zunächst Räume im Ziegenberg. Dort war auch unser Jugendrotkreuz untergebracht, das bis 1991 aktiv war und viele Preise bei den Wettbewerben gewonnen hat“, berichtet Luthien. Später zog der Verein in die Grundschule. „Dort haben wir in Eigenleistung die Räume in der untersten Etage umgebaut. Sie werden allerdings heute von der Schule genutzt“, erklärt Luthien, dessen Frau Beate sowie Lieselotte Biethan und Georg Grosser zu den noch lebenden Gründungsmitgliedern zählen.

Der DRK-Ortsverein Halchter hat inzwischen seine Lagerräume im obersten Stockwerk der Schule. Ein Schild vor dem Gebäude weist darauf hin – und erstrahlt nach der Sanierung im neuen Glanz. Tobias Liersch hatte zunächst für das Jubiläum einen „Tag des Roten Kreuzes“ geplant und dafür viele Bereiche der Organisation aus dem Kreisverband Wolfenbüttel eingeladen: den Hausnotruf, den Eberts Hof, sowie die Bereitschaften, den Einsatzzug und den Rettungsdienst. „Wir mussten pandemiebedingt leider alles absagen“, sagt der Vorsitzende. Der Ortsverein wolle das aber nachholen.

Liersch hatte 2018 den Vorsitz von Luthien übernommen und leitet seitdem den Ortsverein mit seinen derzeit 123 Mitgliedern. Zu den Aktivitäten des Roten Kreuzes in Halchter gehören weiterhin die gut besuchten Blutspende-Termine. „Normalerweise führen wir drei Termine im Jahr durch. Dieses Jahr könnten es erstmals fünf werden. Der Blutspendedienst hatte bei uns angefragt, da wir die Räumlichkeiten dafür haben“, berichtet Liersch.

Ansonsten würden alle Aktivitäten derzeit ruhen: der beliebte Senioren-Kaffee-Nachmittag, die Veranstaltungen zu runden Geburtstagen der Mitglieder, die Dorfflohmärkte und die Kleidersammlungen. Bei denen sei Luthien früher mit einem Anhänger am Auto von Haus zu Haus gefahren, um die Spenden abzuholen. „Das kann ich nicht mehr leisten. Da werden wir künftig eine andere Lösung finden“, berichtet Liersch, der über viele Jahre Kreisleiter des Jugendrotkreuzes Wolfenbüttel war und weiterhin Führungskraft im Einsatzzug des DRK-Kreisverbandes ist. Die Jugendarbeit auch in Halchter wieder zu stärken, sei eines seiner Anliegen für die Zukunft des Ortsvereins, blickt der Vorsitzende voraus.

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news-496 Mon, 17 May 2021 09:31:28 +0200 Deutsche Postcode-Lotterie fördert Ehrenamts-Projekt https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/deutsche-postcode-lotterie-foerdert-ehrenamts-projekt.html Immer wieder für andere da zu sein, ist eine Herausforderung. Mit einem Workshop unterstützt der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel seine Ehrenamtlichen bei der Auseinandersetzung mit dem eigenen Ehrenamt. Viele freiwillige DRK-Helfer stehen im engen Austausch mit Menschen, die vielfältige Schicksalsschläge erlebt haben. Ein Beispiel hierfür sind Tätigkeiten in der Flüchtlings- und Migrationshilfe, der Tafel Wolfenbüttel oder auch dem Familienentlastenden Dienst (FED). Sowohl diese Konfrontation als auch Tätigkeiten in den Einsatzfeldern können für Ehrenamtliche eine Belastung sein. „Das Ehrenamt bringt viel Dankbarkeit der Zielgruppe mit sich und bereitet unseren Ehrenamtlichen in der Regel viel Freude. Es ist jedoch nicht immer nur einfach, empathisch zu sein, zu helfen und danach nach Hause zu gehen, wo alles wie immer weiter läuft. Es gibt einfach Geschichten und Situationen, die emotional belasten. Und unsere Helfer nehmen das freiwillig auf sich!“, erklärt Aline Gauder, Fachleitung in der Flüchtlings- und Migrationshilfe des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel.

In den vergangenen 15 Monaten der Corona-Pandemie habe es eine große Bereitschaft zur Hilfe gegeben und dennoch seien zusätzliche Herausforderungen entstanden. Manche Ehrenamtliche zogen sich aus der aktiven Arbeit zurück, um sich und ihre Angehörigen zu schützen. Andere übernahmen deren Aufgaben, befassten sich mit zusätzlichen Aspekten wie Hygienekonzepten, Schutzmaßnahmen und sich immer wieder ändernden Verordnungen, um weiterhin für andere da sein zu können.

In einem Workshop mit dem Titel „Kompetent und sicher im Ehrenamt“ geht es für einige der Freiwilligen um die Identifizierung belastender Faktoren und darum, wie sie diesen begegnen können. Dafür erhält die Flüchtlings- und Migrationshilfe 4000 Euro als Förderung von der Deutschen Postcode-Lotterie. „Wir hoffen, dass sich im Sommer wieder etwas größere Gruppen im Außenbereich treffen können. Denn aus Erfahrung wissen wir, dass diese Art von Workshops vom persönlichen Austausch miteinander profitiert“, erklärt Aline Gauder. Einen Terminplan gibt es aus diesem Grund noch nicht, anvisiert sind drei Wochenenden im Sommer und Spätsommer. Insgesamt umfasst der Kursus 42 Stunden.

Was feststeht: Die 15 Plätze werden nicht nur an Freiwillige des DRK vergeben, die aktuell aktiv sind. Auch Personen, die ihr Engagement vorerst reduziert haben, können teilnehmen. „Zudem möchten wir auch Neuzugewanderte, die neu im Ehrenamt tätig sind, ansprechen. Insgesamt wird die Gruppe entsprechend der Vielfältigkeit des Ehrenamts im DRK heterogen sein. Wir arbeiten mit einem tollen Referenten zusammen, der genau auf solche Unterschiede eingeht und persönliche Erfahrungen sehr wertschätzend aufarbeitet“, erzählt Aline Gauder. Zu den Inhalten des Workshops gehöre es beispielsweise zu lernen, wie nah die Teilnehmenden ihre Arbeit an sich ran lassen möchten – und wie sie notwendige Distanz einhalten können.

Ziel der Postcode-Lotterie-Förderung ist es, sozialem Zusammenhalt und Chancengleichheit den Rücken zu stärken. Dass dadurch auch Ehrenamtliche die Möglichkeit zur Qualifizierung und Weiterentwicklung erhalten, freut Aline Gauder besonders. Denn ehrenamtliches Engagement verdiene Anerkennung und Rückhalt.

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news-492 Fri, 07 May 2021 15:22:00 +0200 40 Jahre Notfallrettung im Landkreis Wolfenbüttel https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/40-jahre-rettungsdienst-in-wolfenbuettel.html Der zunehmende Verkehr auf Deutschlands Straßen verursachte seit Anfang der 60er-Jahre viele schwere Unfälle. So kam die Versorgung von Unfallopfern ins Rollen

Von Hansjörg Jentsch

Im Jahr 1969 starb der achtjährige Björn Steiger nach einem Verkehrsunfall, weil der Krankenwagen nicht schnell genug zur Stelle war. Die Eltern gründeten daraufhin in Winnenden/Baden-Württemberg eine Stiftung, die den Namen ihres Jungen trug und sich vehement für eine Reform des Rettungswesens einsetzte (z.B. auch für Notrufsäulen an den Autobahnen). Forderungen nach Professionalisierung wurden von allen Seiten immer lauter.

Als das DRK in Wolfenbüttel im Jahr 1978 vom Landkreis mit der Durchführung von Krankentransporten beauftragt wurde, war an den heutigen Rettungsdienst noch gar nicht zu denken. Der Schwerpunkt lag auf dem Transport und war weniger auf die medizinischen Bedürfnisse des Patienten ausgerichtet. Vor allem bei der Versorgung von lebensbedrohlich Verletzten wurde dieses Defizit sichtbar. Das DRK übernahm damals vier Krankenwagen und zwölf Mitarbeiter vom Landkreis, der den Krankentransport bis dahin als freiwillige Aufgabe durchführte.

Verbunden mit dieser Übernahme durch das DRK war der Auftrag, einen modernen, zeitgemäßen Rettungsdienst aufzubauen. Die Anfangsjahre beim DRK waren von der Ausbildung des Personals sowie der Beschaffung von Fahrzeugen und nun verfügbarer mobiler Medizintechnik geprägt.

Schon im Jahr 1981 wurden beim DRK der erste Rettungswagen (RTW) und ein Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) in Betrieb genommen. Ab sofort kamen bei Notfällen gut ausgebildetes Personal und moderne Medizintechnik zum Einsatz. Die Finanzierung übernahmen die Krankenkassen über Benutzungsentgelte, die jährlich neu ausgehandelt wurden. Das DRK rang in Ermangelung gesetzlicher Vorgaben jährlich zäh mit den Krankenkassen über kostendeckende Entgelte. Erst im Jahr 1993 verabschiedete Niedersachsen – als letztes Bundesland – ein entsprechendes Gesetz:
das Niedersächsische Rettungsdienstgesetz (NRettDG) und die „Verordnung über die Bemessung des Bedarfs“. Die Landkreise und kreisfreien Städte wurden damit verantwortliche Träger des Rettungsdienstes mit dem Auftrag, flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Einwohner mit Leistungen des Rettungsdienstes zu gewährleisten.

Neue Eintreffzeiten machten Druck

Die Planung der Notfallrettung war ab Inkrafttreten des Gesetzes und der Verordnung darauf auszurichten, dass jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort von einem geeigneten Rettungsmittel innerhalb der Eintreffzeit von 15 Minuten erreicht werden kann. Für den Krankentransport wurde eine maximale Wartezeit von 30 Minuten festgelegt. Im Rahmen der Möglichkeit, „Dritte“ auch nach Inkrafttreten der gesetzlichen Regelungen mit der Durchführung der Rettungsdienstleistungen zu betrauen, erhielt das DRK einen Vertrag über die Beauftragung für den Landkreis Wolfenbüttel.

Aus den Forderungen des Gesetzes und der Verordnungen ergaben sich für den Landkreis Wolfenbüttel erhebliche Veränderungen. Fort[1]an galten verbindliche Vorgaben zur qualitativen Sicherstellung eines bedarfsgerechten und wirtschaftlich arbeitenden Rettungsdienstes. Die Vorgaben insbesondere für die Notfallrettung mit festgelegten Eintreffzeiten machten es erforderlich, Standorte für Rettungswagen und Personal (Rettungswachen) zusätzlich zur Stadt auch im Landkreis zu errichten und zu betreiben. So entstanden die Rettungswachen Heiningen und Schöppenstedt und die Vereinbarung mit dem LK Helmstedt über die rettungsdienstliche Versorgung der Samtgemeinde Cremlingen.

Festgelegt – und mit Verpflichtung zur ständigen Aktualisierung – sind diese Strukturen für den Landkreis im jeweils aktuellen rettungsdienstlichen Bedarfsplan, der bei notwendigen Anpassungen immer auch der Zustimmung durch die Krankenkassen bedarf.

Ergänzend zu den qualitativen Vorgaben im operativen Geschäft gab es auch verbindliche Vorgaben bezüglich der Wirtschaftlichkeit und Kostentransparenz. In der „Richtlinie für die Ermittlung der wirtschaftlichen Gesamtkosten im RD“ wurden Maßnahmen seitens der Rettungsdienstträger und ihrer Leistungserbringer gefordert, die die Gesamtwirtschaftlichkeit des Rettungsdienstes sicherstellten und damit die gebotene Voraussetzung für eine solidargetragene Finanzierung (Krankenkassen) boten.

Die finanziellen Rahmenbedingungen bei der Ausgestaltung des Rettungsdienstes sind durch diese Richtlinie für Landkreis und DRK als Beauftragte Hilfsorganisation damit bis heute verbindlich geregelt.

Kosten spiegeln sich in wirtschaftlichen Kennzahlen wider und werden landesweit verglichen. Nur im Einvernehmen mit den Krankenkassen können strukturelle Anpassungen vorgenommen werden. Längst werden Gutachter mit der Beurteilung und Weiterschreibung von bedarfsgerechter und wirtschaftlicher Rettungsdienststruktur beauftragt, so auch bei uns im Landkreis Wolfenbüttel. Vom Gesetzgeber geforderte Frequenzanalysen im Krankentransport und kompliziert zu errechnende Wiederkehr-Wahrscheinlichkeiten im Bereich der Notfallrettung machen Gutachter inzwischen unabkömmlich.

Leben müssen wir damit, dass in der Praxis erkennbare Bedarfe, die spontan oder phasenweise den im Bedarfsplan festgelegten Fahrzeugvorhalt überschreiten, nicht durch den Mehreinsatz von Fahrzeugen ausgleichen können. Hier sind wir zwingend an die Vorgaben des jeweils aktuellen Bedarfsplanes gebunden. Jede Stunde zusätzlichen Einsatzes von Rettungsdienstfahrzeugen würde unser Budget überschreiten und damit nicht refinanzierbar sein.

Wir, die Beauftragten für die Durchführung des Rettungsdienstes, können mit den Vorgaben gut umgehen und haben in den vergangenen 40 Jahren Notfallrettung gezeigt, dass wir qualitativ gut aufgestellt sind und wirtschaftlich absolut sparsam arbeiten. Das belegen Kennzahlen im Landesvergleich. Mit sieben Rettungswagen, vier Krankenwagen und zwei Notarzt- Einsatzfahrzeug wurden im Jahr 2020 exakt 17.821 Einsätze abgearbeitet, davon entfielen 10.774 Einsätze auf Notfälle. Insgesamt wurden dabei rund 460.000 Kilometer zurückgelegt. Die Notfallrettung hatte daran einen Anteil von 58 Prozent.

Unfälle verschieben die weiteren Einsätze

Notfallrettung ist sehr kostenintensiv, weil Notfälle nicht planbar sind und deshalb unter Berücksichtigung errechneter Wahrscheinlichkeiten für Duplizitäten bedarfsdeckende Personalgestellung rund um die Uhr benötigt wird. Von 116.112 Stunden Gesamt-Personaleinsatz pro Jahr entfallen auf die Notfallrettung 83.128 Stunden. Die Gesamtkosten für den Vorhalt eines RTW mit Besatzung und allen Sach- und Medizinkosten betragen derzeit 93,16 Euro pro Stunde.

Alle Einsatzaufträge für unsere Fahrzeuge in der Notfallrettung und im Krankentransport werden über die integrierte Regionalleitstelle Braunschweig vergeben und gesteuert. Bei vorgegebener Fahrzeuganzahl kann es bei zeitunkritischen Krankentransporten durchaus mal zu Wartezeiten kommen, weil dringende Einsätze von der Leitstelle vorrangig disponiert werden müssen. Unsere Mitarbeiter/innen haben wartenden Patienten im Krankentransport dann zu erklären, dass sie nicht „gebummelt“ haben und dass die Reihenfolge der Aufträge von der Leitstelle festgelegt wird, die bei Spitzenanforderungen aber auch nur auf die vorgegebene Anzahl von Fahrzeugen zurückgreifen könne.

Wir sind stolz darauf, dass wir seit 1981 die Notfallrettung für die Bürger und Bürgerinnen im Landkreis Wolfenbüttel sicherstellen dürfen.

Rettungsdienst gehört zu den originären Aufgaben des DRK. Heute beschäftigen wir 62 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für den Einsatz im Rettungsdienst. Außerdem sind wir anerkannter Ausbildungsbetrieb und bieten derzeit zwölf Azubis die dreijährige Berufsausbildung zu Notfallsanitätern.

Rettungsdienst war und ist auch in Zukunft nie statisch, das zeigt die Entwicklung aus den vergangenen 40 Jahren – auch die derzeitigen Arbeiten an einer Aktualisierung des rettungsdienstlichen Bedarfsplanes für den Landkreis Wolfenbüttel machen das deutlich. Wir freuen uns auf neue Herausforderungen, denn dafür sorgen unter anderem Veränderungen bei der Verkehrs-, Bevölkerungs- und Siedlungsstruktur.

Seit 2005 ist das Qualitätsmanagement unseres Rettungsdienstes jährlich nach DIN ISO 9001 von der DEKRA zertifiziert. Im Jahr 2018 galt es, die Umsetzung dieser Norm mit Stand 2015 umzusetzen. Nach Bewertung der Gutachter gehörte das DRK Wolfenbüttel 2018 unter den von der DEKRA überprüften Rettungsdiensten zu den zehn bestbewerteten Rettungsdiensten in ganz Deutschland.

Ein zertifizierter Rettungsdienst erfüllt al[1]le betrieblichen Erwartungen und behördlichen Anforderungen. Das kommt vor allem den Wolfenbütteler Bürgern zu Gute; denn In einem sich ewig wiederholenden Kreislauf entwickelt sich das Qualitätsmanagement beim DRK-Rettungsdienst weiter in Richtung einer noch höheren Qualität und Kundenzufriedenheit. Wir sind deshalb davon überzeugt, auch zukünftig den Rettungsdienst im Landkreis Wolfenbüttel bedarfsgerecht und wirtschaftlich und mit der notwendigen und anerkannten Zuverlässigkeit durchführen zu können.

In diesem Jahr werden wir die 40 Jahre Notfallrettung für den Landkreis Wolfenbüttel gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und geladenen Gästen gebührlich feiern. Dabei werden dann bestimmt auch Geschichten der „Veteranen“ aus der Anfangszeit des Rettungsdienstes erzählt werden Geschichten, die in der heutigen Zeit einfach nicht mehr vorstellbar sind, aber eben zu unserer Geschichte dazu gehören.

Vom Krankentransport zum modernen Rettungsdienst

Von Dr. Frank Kirstein

Bei meinem Eintritt als ehrenamtlicher Helfer in den Kreisverband Wolfenbüttel 1980 war die Voraussetzung zur Mitarbeit im Krankentransport ein abgeschlossener erste Hilfe Kurs von damals 16 Stunden Dauer. Es gab ausschließlich Krankentransportwagen (KTW), die Wachenstärke betrug im Spät- und Nachtdienst sowie an Sonn- und Feiertagen 3 Mann. Dabei besetzte ein Mitarbeiter (Frauen gab es bis zu meinem Ausscheiden aus der aktiven Mitarbeit im Krankentransport/Rettungsdienst des DRK Wolfenbüttel 1990 nicht auf der Dienststelle) das Telefon (das Funkgerät hing noch an der Wand, zur Bedienung musste man aufstehen und einige Schritte gehen), 2 Mitarbeiter besetzten den KTW, der als Einsatzwagen bezeichnet wurde. Zu dieser Zeit wurden die Tagschichten an Sonn- und Feiertagen (12 Stunden) noch komplett durch ehrenamtliche Helfer der Bereitschaft besetzt. Als Aufwandsentschädigung gab es 4 DM pro Stunde. Als gut ausgebildet galt, wer den Sanitätslehrgang (56 Stunden) erfolgreich absolviert hatte.

In der ersten Hälfte der 80er Jahre, tat sich einiges: die hauptamtlichen Mitarbeiter und auch die Zivis wurden zu Rettungssanitätern (4 Wochen Grundlehrgang, 4 Wochen Praktikum, auch im Klinikum, 1 Woche Abschlusslehrgang mit Prüfung) ausgebildet, auch die Sonn- und Feiertage wurden nicht mehr ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern besetzt. Ein Funktisch mit integrierter Telefonanlage wurde eingebaut, jedoch nur mit einem Arbeitsplatz. Außerdem wurde der erste Rettungswagen (RTW) in Dienst gestellt (bis auf eine Nacht pro Woche, in der der Patientenraum generaldesinfiziert wurde, ein Ersatzfahrzeug gab es nicht), ergänzt durch das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), das am Klinikum Wolfenbüttel stationiert war, jedoch zum Schichtwechsel immer zur Dienststelle Im Rosenwinkel einrückte. Das NEF war jedoch zunächst nur Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr besetzt.

In der zweiten Hälfte der 80er Jahre setzte sich die Entwicklung fort: die Leitstelle bekam einen größeren Raum mit jetzt 2 komplett ausgerüsteten Arbeitsplätzen am Funktisch, eine Standleitung zur Feuerwehrleitstelle wurde eingerichtet. 1989 trat das Rettungsassistentengesetz (RettAssG) als Berufsbezeichnungsgesetz in Kraft, das eine zweijährige Ausbildung festschrieb. Damit gab es erstmals eine bundesrechtlich geschützte Berufsbezeichnung im Rettungsdienst, die jedoch EU-rechtlich nicht anerkannt war (Mindestdauer der Ausbildung 3 Jahre).

In der ersten Hälfte der 2000er Jahre wurde bei erheblichem Fortschritt der medizinischen Wissenschaft und Medizintechnik deutlich, dass auch im Rettungsdienst eine höhere Qualifikation erforderlich war. Deshalb trat 2013 das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) in Kraft, das eine dreijährige Berufsausbildung regelt und erstmals auch eine Regelkompetenz zur Erbringung heilkundlicher Maßnahmen in Notfallsituationen zubilligt. Das RettAssG erlosch mit Ablauf des Jahres 2014.

Heute garantiert der Kreisverband des DRK gegenüber dem Träger Landkreis Wolfenbüttel mit seiner DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel gGmbH einen modernen Rettungsdienst und qualifizierten Krankentransport mit höchsten Ansprüchen an die technische Ausstattung und Qualifikation sowie Weiterbildung des eingesetzten Personals in enger Zusammenarbeit mit den Notärzten des Klinikums und den Piloten des ADAC.

Entwicklung des DRK-Rettungsdienstes Wolfenbüttel in Eckdaten

1978 Übergabe des Krankentransportes vom Landkreis Wolfenbüttel
an den DRK-Kreisverband Wolfenbüttel e.V.
1981 Start eines modernen Notfallrettungsdienstes
(Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug)
1983 Verstärkung durch Luftrettung Christoph 30
1994 Eröffnung der Außenwachen Dorstadt und Schöppenstedt
1998 Umzug der Rettungswache und der Leitstelle zur
Dietrich-Bonhoeffer-Straße (ILS Integrierte Leitstelle)
2007 Umzug der Leitstelle nach Braunschweig
(IRLS Integrierte Regionalleitstelle für BS/PE/WF)
2008 Ausgründung der DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel gGmbH
2009 Umzug der Wache Dorstadt nach Heiningen
2016 Neubau der Rettungswache Schöppenstedt und des Notarzt-
Standortes am Klinikum
2020 rund 20.000 Einsätze mit 500.000 Einsatzkilometern im Jahr.
Die Einsätze verteilen sich auf: Krankentransportwagen 9.500,
Rettungstransportwagen 8400 und Notarzteinsatzfahrzeug

 

 

 

 

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news-493 Fri, 07 May 2021 15:21:00 +0200 Finanzierung des Rettungsdienstes in Wolfenbüttel https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/notfallrettung-in-wolfenbuettel-so-finanziert-sich-der-rettungsdienst.html Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass das Deutsche Rote Kreuz mit jedem Einsatz des Rettungsdienstes Geld verdient. Das dem nicht so ist bedarf einer kurzen und einer ausführlichen Erklärung. Von Horst Kiehne und Björn Försterling

Die kurze Erklärung ist: die Krankenkassen haben einen scharfen Blick auf die Abrechnungen, werden Überschüsse in einem Jahr erreicht, verringern diese das Budget des Folgejahres, ebenso werden Verluste in Folgejahre übertragen. Ein Nullsummenspiel.

Im Detail verhandeln die Krankenkassen, in Niedersachsen die AOK und ein Vertreter des Verbands der Ersatzkassen, der Landkreis Wolfenbüttel als Träger des Rettungsdienstes und das DRK als Beauftragter jedes Jahr ein aktuelles Budget für den Rettungsdienst. Hierbei werden die Einsatzzahlen der Vorjahre als Grundlage für die Budgetplanung herangezogen. Aufgrund dieser Zahlen wird vorgegeben, wie viele Rettungs- und Krankenwagen zu welchen Zeiten einzusetzen ist. Danach richtet sich dann die Anzahl der Fahrzeuge, die sich über Abschreibungen im Budget wiederfinden und auch der Personaleinsatz richtet sich nach dieser Planung. Ziel ist, dass zu jeder Zeit ein adäquates Rettungsmittel zur Verfügung steht, aber zugleich Fahrzeuge und Personal nicht ohne Grund vorgehalten werden.

Das DRK kann daher nicht einfach sagen, dass man mal ein oder zwei Rettungswagenmehr auf die Straße schickt, um „Geld zu verdienen“. Diese Rettungswagen würden von den Krankenkassen nicht bezahlt werden, da das Jahresbudget ja vorher geplant und vertraglich festgeschrieben ist. Diese Festlegung führt aber leider auch dazu, dass man nicht so schnell und flexibel auf veränderte Einsatzzahlen reagieren kann, wie man sich das als Beauftragter für einen qualitätsvollen Rettungsdienst wünscht.

Als DRK haben wir auch keinerlei Einfluss auf das Einsatzvolumen. Die Berechtigung von Patienten Leistungen des Rettungsdienstes anzufordern, erteilen die Ärzte nach strengen Vorgaben entsprechend der Richtlinien. Die Zeiten, wo Patienten nach eigenem Ermessen Krankenwagen bestellen durften und die Kosten trotzdem von den Krankenkassen übernommen wurden, sind längst vorbei. Alle Einsätze des Rettungsdienstes werden bei der Anforderung bezüglich Berechtigung von der Rettungsleitstelle in Braunschweig abgefragt und nach festgelegten Kriterien angenommen oder auch abgelehnt, wenn die Indikation nicht gegeben ist.

In den Verhandlungen mit den Krankenkassen werden auch alle Positionen bis ins kleinste Detail diskutiert. Von der Notwendigkeit der Anschaffung modernster Medizintechnik bis hin zu den Reinigungskosten der Rettungswachen wird alles jährlich überprüft. Und auch beim anstehenden Neubau einer Rettungswache Am Exer schauen die Krankenkassen auf die Notwendigkeit jedes einzelnen Quadratmeters, die Baukosten und die Wirtschaftlichkeit.

Als DRK haben wir dabei natürlich einen stärkeren Blick auf die Arbeitsbedingungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Qualität des Rettungsdienstes. Auch mit dem Neubau wollen wir kein Geld verdienen, sondern eine Alternative zu dem seit über 20 Jahre genutzten und mittlerweile viel zu kleinem Provisorium an der Dietrich-Bonhoeffer- Straße bieten.

Rettungsdienst gehört zu den originären Aufgaben des DRK. Rettungsdienst ist direkt erlebte Hilfe. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleben tagtäglich die Dankbarkeit und auch Anerkennung durch unsere Patienten.

Rettungsdienst ist einfach spannend, weil die Aufgabe nicht statisch- sondern immer in Bewegung ist. Strukturen ändern sich, es gilt neue Anforderungen umzusetzen. Rettungsdienst verlangt Verantwortung und den Willen zur ständigen Anpassung und Qualitätssteigerung.

Darin verstehen wir unsere Aufgabe und Verpflichtung gegenüber den Bürgern im Landkreis Wolfenbüttel und unseren Vertragspartnern.

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news-494 Fri, 07 May 2021 15:19:00 +0200 Warum Cremlingen eine Rettungswache braucht https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/warum-cremlingen-eine-rettungswache-braucht.html Im Jahr 1993 trat das Rettungsdienstgesetz in Niedersachsen in Kraft. Es verlangte im Bereich der Notfallrettung für jeden Bürger an jedem Ort im Landkreisgebiet gesicherte Eintreffzeiten der Rettungsfahrzeuge. Die Planung der Rettungswachen für die Notfallrettung musste darauf ausgerichtet werden, dass jeder an einer öffentlichen Straße gelegene Einsatzort von einem geeigneten Rettungsmittel innerhalb der nun festgelegten Eintreffzeit erreicht werden konnte.

Nach Eingang der Notfallmeldung in der Rettungsleitstelle durfte fortan der Zeitraum bis zum Eintreffen des ersten Rettungsmittels am Einsatzort in 95 Prozent der Einsätze 15 Minuten nicht übersteigen.

Diese Forderung war für Notfalleinsätze im Landkreisgebiet, die bisher aus der einzigen Rettungswache in der Stadt Wolfenbüttel gefahren wurden, nicht umzusetzen.

Es ergab sich deshalb die Notwendigkeit, im Landkreisgebiet weitere Rettungswachen zu errichten. Die Rettungswachen in Schöppenstedt und Heiningen sind bis heute das Ergebnis der Forderung aus den festgelegten Eintreffzeiten.

Das Gesetz forderte aber bei der Planung der Rettungswachen-Standorte auch die mögliche Zusammenarbeit benachbarter Kreise, und so kam es zu einem Vertrag zwischen dem Landkreis Wolfenbüttel und dem Landkreis Helmstedt über eine Zusammenarbeit im Rettungsdienst. Betroffen davon waren einerseits das nördliche Gebiet des Landkreises Wolfenbüttel und die Samtgemeinde Heeseberg im Landkreis Helmstedt. Berechnungen ergaben seinerzeit, dass ein Rettungsfahrzeug aus der Wache Lehre-Wendhausen den Nordbereich des Landkreises Wolfenbüttel innerhalb der geforderten Eintreffzeit erreichen konnte – gleiches errechnete sich für die Rettungswache Schöppenstedt bei Einsätzen in der Samtgemeinde Heeseberg.

Aus diesem Grund konnte damals in Cremlingen auf einen weiteren Rettungswachen-Standort im Landkreis Wolfenbüttel verzichtet werden. Bei der letzten gutachterlichen Betrachtung des Rettungsdienstes im Landkreis Wolfenbüttel wurde aber festgestellt, dass sich durch Erhöhung des Einsatzvolumens, durch dichtere Verkehre und geänderte Siedlungsstrukturen jene Planungsparameter, die 1994 zur Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel möglich machten, im Laufe der Zeit massiv verändert haben. Das Sicherheitsniveau in der Notfallrettung mit den geforderten Eintreffzeiten für den Nordbereich des Landkreises Wolfenbüttel kam an Grenzen, mit absehbarer Unterversorgung.

Derzeit ist im Rahmen einer erneuten Überprüfung der rettungsdienstlichen Strukturen deutlich geworden, dass auch im Nordbereich des Landkreises Wolfenbüttel eine zusätzliche Rettungswache eingerichtet werden muss. Hinzu kommen die zunehmenden Einsätze auf den Bundesautobahnen: „Derzeit betreuen wir die A36 bis Schladen“, schildert Hansjörg Jentsch. „Die A39 wird mit einer Wache in Cremlingen dazukommen, und die A2 dann sicherlich auch bei größeren Schadenslagen.“

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news-489 Tue, 04 May 2021 15:37:23 +0200 Gelebte Inklusion aus Wolfenbüttel in Deutschlands Briefkästen https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/gelebte-inklusion-aus-wolfenbuettel-in-deutschlands-briefkaesten.html Für Inklusion sein: Das kann auch heißen, Menschen mit Behinderungen ein Gesicht in der Öffentlichkeit zu geben. Ein aktueller Spendenbrief des DRK-Bundesverbandes erzählt Geschichten aus dem Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) des Wolfenbütteler Roten Kreuzes Am Exer. Dass sich das Deutsche Rote Kreuz für Inklusion stark macht und Menschen mit Behinderungen Therapien anbietet, ist bundesweit noch nicht alltäglich. Aber es passt für Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH und Leiter des ITZ, sehr gut zu den Rotkreuz-Grundsätzen: „Wir wollen Menschen in Not helfen. Unabhängig davon, wer sie sind und warum sie Hilfe benötigen. Dabei werden viele Bedarfe nicht von den etablierten Behinderteneinrichtungen abgefangen, die Betroffenen und Angehörigen wünschen sich mehr Innovation und mehr Bewegung, eben mehr inklusive Angebote.“

Der aktuelle Spendenbrief des DRK, der Ende April an über 350.000 Haushalte in ganz Deutschland verschickt wurde, erzählt die Geschichten des 10-Jährigen Damian, der sich regelmäßig in der Wolfenbütteler Judo-Gruppe auspowert, und von Saskia, die in der Geschwistergruppe Freunde und Rückhalt für ihren manchmal entbehrungsreichen Alltag gefunden hat. Damian ist körperlich und kognitiv behindert, Saskias Bruder ist Autist. „Es freut mich, dass wir das Generalsekretariat bei der Erstellung des Briefs unterstützen konnten und damit dem Thema Inklusion ein Gesicht geben. Behinderung ist etwas, das jeden, jede Familie, betreffen kann“, erklärt Thomas Stoch. Während er und seine Mitarbeitenden wissen, wie wichtig inklusive Sportangebote, Freizeitgruppen für Jugendliche mit Behinderung oder Entlastungsangebote für Angehörige sind, verschwindet das Thema in der öffentlichen Wahrnehmung schnell in der Anonymität.

Die Spenden, um die das Deutsche Rote Kreuz in seinen Briefen bittet, sind zwar nicht an einzelne Projekte gebunden, sie gehen auch nicht direkt an das Wolfenbütteler Rote Kreuz. Aber die Beispiele aus dem aktuellen Schreiben (neben dem ITZ Wolfenbüttel wird ein Angebot des DRK-Landesverbandes Sachsen-Anhalt vorgestellt) sind schöne, unterstützenswerte Beispiele dafür, wie Inklusion aussehen kann.

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news-488 Tue, 04 May 2021 13:37:31 +0200 DRK-Ortsverein Ahlum wird 65 Jahre https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/der-drk-ortsverein-ahlum-wird-65-jahre-alt.html Mit Ernte-Kindergarten und reichlich Jugendarbeit ging es los. Der Ortsverein Ahlum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wird in diesen Tagen 65 Jahre alt. Am 16. Mai 1956 wurde er gegründet. „Ein großes Fest hatten wir zuletzt zum 60-jährigen Bestehen", berichtet der Vereinsvorsitzende Manfred Frohse. In Ahlum richten die Vereine, die ein Jubiläumsjahr erreichen, üblicherweise ein Dorfgemeinschaftsfest aus, was derzeit allerdings aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich ist.

Initiator der Gründung vor 65 Jahren war Gerhard Hartwieg — damals Wolfenbütteler Landrat und Ahlums Bürgermeister. Mit der Entstehung des Ortsvereins hatte er ein weiteres Amt inne: Hartwieg war der erste Vorsitzende des DRK in Ahlum. Bei der Gründungsversammlung in der Gastwirtschaft Söffker an der Wolfenbütteler Straße wählten die 18 ersten Mitglieder laut Protokoll einen siebenköpfigen Vorstand. Neben den üblichen Ämtern wie Vorsitzender, Schatzmeister und Schriftführer gab es auch eine Leiterin der sozialen Frauenarbeit und einen Leiter des Jugendrotkreuzes.

Das Rote Kreuz hatte in den Anfangsjahren einen deutlichen Fokus auf die Familie im stark landwirtschaftlich geprägten Ahlum. Das DRK betreute zum Beispiel Kinder in einem Erntekindergarten, was den Müttern die Feldarbeit ermöglichte. Außerdem sammelte das Rote Kreuz Spenden für das Altenheim und eine Schwesternstation. Zu den weiteren ersten Aktivitäten zählten Erste-Hilfe-Übungen mit Prüfungen. Ab 1970 betrieb das DRK eine Unfall-Hilfestation im Ahlumer Altersheim. So kann man auch in den Kassenbüchern jener Jahre nachlesen, dass 35 Verkehrsstöcke für Gehbehinderte in der Gemeinde und Kniedecken beschafft worden sind, außerdem Wärmflaschen und Krankenrückenstützen.

In Ahlum war in den 60er-Jahren eine Jugendrotkreuzgruppe aktiv. Die Kinder übten Erste Hilfe, bastelten Muttertagsgeschenke und kleine Gaben für ältere Einwohner zum Weihnachtsfest. Später gab es auch einen Kinderclub. 1973 wurde die Jugendarbeit eingestellt – erste Anzeichen der sich wandelnden Demographie und vorweg gezogene Konsequenz der Auflösung der Grundschule bei der Eingemeindung des Ortes im Jahre 1974.

Ab 1985 widmete sich der Verein verstärkt den älteren Dorfbewohnern: Es wurde eine Seniorengymnastikgruppe zunächst unter der Schirmherrschaft der Kirchengemeinde gegründet, die mit ihren Tanzeinlagen bei vielen dörflichen Veranstaltungen präsent war. Bis 2015 war die Gruppe aktiv. Die letzte Übungsleiterin, Ingrid Köhler, musste das Training aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. „Danach haben wir leider keine Nachfolgerin gefunden. Vielleicht können wir dieses Angebot irgendwann wiederbeleben", hofft Frohse.

Der Ortsverein ist mit seinen aktuell 179 Mitgliedern der zweitgrößte Verein in Ahlum und als Mitglied der Dorffest-Gemeinschaft auch im Dorfleben aktiv eingebunden. Bereits seit 1967 werden Blutspendetermine durchgeführt – auch schon mal unter Mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr, die auswärtige Spender aus den benachbarten Ortschaften nach Ahlum fuhr. Das war allerdings 1969, als 211 Spender registriert werden konnten. Der allgemeine Rückgang der Spendenbereitschaft ist auch in Ahlum bemerkbar. „Immerhin hatten wir im Februar wieder 60 Spender, wobei jedoch sehr viele von außerhalb kamen", stellt Frohse fest. „Zurzeit sind es jährlich drei Termine, die wir anbieten. In diesem Jahr werden es sogar vier, da wir mit der Nutzung der Räume der Kirchengemeinde Ahlum coronagerechte Bedingungen garantieren können."

Die bislang regelmäßig durchgeführten Frühjahrs- und Herbstsammlungen sowie die Altkleidersammlungen mussten bereits im vergangenen Jahr coronabedingt abgesagt werden. Das gilt auch für den allgemein beliebten „Sonntagskaffee", der seit 2008 einmal im Monat vom DRK im Wechsel mit der Kirchengemeinde und dem Ahlumer Ortsrat für alle Interessenten – unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit – veranstaltet wird, „Das trifft besonders unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, die dieses Angebot sehr vermissen!", bedauert der Vereinsvorsitzende und Mitorganisator.

Ein Highlight des Vereinslebens ist die jährliche Gemeinschaftsfahrt. So hat man in den vergangenen Jahrzehnten mittlerweile fast alle für eine Tagesfahrt erreichbaren Ziele aufgesucht und dabei nach der Wende zunächst die östlichen Landesteile bevorzugt. Ob es nun Schwerin, Potsdam oder der Spreewald waren oder andere der zahlreichen niedersächsischen Sehenswürdigkeiten bis an die Grenze zu Nordrhein-Westfalen – regelmäßig konnten selbst große Reisebusse mit 60 und mehr Plätzen problemlos gefüllt werden.

Doch auch diese Aktivitäten sind vorläufig nicht zu realisieren. Und wie im vergangenen Jahr wird wohl auch das traditionelle Dankeschön-Essen des Ortsvereins für seine Mitglieder, die ehrenamtlich zur Erfüllung der zahlreichen Aufgaben beitragen, abgesagt werden müssen. „Das tut mir für alle leid. Doch sobald es wieder gefahrlos möglich ist, werden wir alles nachholen", kündigt Frohse an.

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news-486 Fri, 30 Apr 2021 09:42:00 +0200 Aktuelle Angebote des DRK-inkluzivo https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/aktuelle-angebote-des-drk-inkluzivo.html Hinschauen und hinhören – die DRK-inkluzivo sensibilisiert für das Thema Gewalt und Behinderung. Die Corona-Pandemie legt seit mehr als einem Jahr viele Bereiche des Lebens still. Menschen isolieren sich, verbringen ihre Zeit im Homeoffice. Auch die Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderungen findet zu Hause statt, überwiegend allein. Betroffene Angehörige haben in dieser Zeit wenig Unterstützung, es gibt kaum Anlaufstellen. Somit gehen die Betroffenen nicht selten an ihre körperlichen und psychischen Grenzen.

Aus diesem Grund hat Katharina Hefenbrock, Leiterin des Familienentlastenden Dienstes (FED) im DRK Integrations- und Therapiezentrum auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände mit ihrem Team das Angebot trotz Pandemie aufrechterhalten. Sie erklärt, dass gerade in dieser Zeit die Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen nicht vergessen werden dürfen. Hefenbrock: „Natürlich gab es auch bei uns große Einschnitte, gerade bei den Freizeit- und Gruppenangeboten. Wir mussten diese immer wieder umplanen oder durch themenbezogene Angebote zur Einzelbetreuung ersetzen.“ Mit einem passenden Hygienekonzept, flexiblen Mitarbeitern aus Haupt- und Ehrenamt und Eltern, die diese Angebote dankbar angenommen haben, sei die DRK-inkluzivo gemeinsam mit allen Nutzern gut durch die Pandemie gekommen. In den Osterferien beispielsweise wurde der Braunschweiger Musiker und Komiker Manni engagiert, um mit einzelnen Teilnehmern Gitarre zu spielen und zu singen. „Wir wollten die Angehörigen mit unseren Angeboten weiterhin entlasten und das nicht erst, wenn sich die Situation rund um die Pandemie entspannt. Dann könnte es schon zu spät sein. Denn klar ist, dass Pflegende irgendwann einmal nicht mehr können. Überforderung, bestimmte Formen von Gewalt oder Entwicklungsrückschritte bei den behinderten Kindern können die Folge sein.“

Als Beispiel für die Angebote im ITZ während der Pandemie berichtet die Mutter von Fabiano Novello. Fabiano ist ein geselliger, kommunikativer und bewegungsfreudiger junger Mann mit schweren Behinderungen, er besucht das Therapiezentrum seit einigen Jahren. „Für Fabi war die Schwimmgruppe immer der absolute Höhepunkt der Woche. Wasser ist sein Element und er musste wegen der Pandemie so lange darauf verzichten, weil die Schwimmbäder geschlossen sind. Daher ist es toll, dass er in dieser Zeit das Bewegungsbad im ITZ nutzen kann. Natürlich wäre das Schwimmen im großen Spaßbad und in der Gruppe noch schöner, aber dass er wieder regelmäßig mit seiner Betreuerin ins Becken steigen kann und Spaß hat, ist ein Geschenk. Auch für uns als Familie ist es toll, dass Fabi wieder regelmäßige Termine außerhalb und ohne uns hat.“ Ganz nebenbei habe die Bewegung im Wasser dem Jugendlichen sehr geholfen, sich von seiner Knie-OP zu erholen. Frau Novello ergänzt: „Ein glückliches Kind macht auch glückliche Eltern.“

„Genau für solche positiven Rückmeldungen machen wir uns die ganze Arbeit“, sagt Katharina Hefenbrock dazu. „Wenn Angehörige und Nutzer unserer Angebote einen solchen Mehrwert haben, dann haben wir unser Ziel erreicht. Aber leider können wir nicht alle Betroffenen erreichen“, ergänzt sie. Derzeit erarbeitet sie gemeinsam mit ihrem Team ein wichtiges Thema, welches häufig unter den Tisch fällt. Menschen mit Behinderungen werden häufig unbemerkt Opfer von Gewalt. Leider viel zu häufig werden sie diskriminiert, ausgegrenzt, erleben verschiedene Formen von Gewalt. Im DRK Wolfenbüttel werden Mitarbeiter und Kunden für dieses Thema sensibilisiert. Es soll eine Aktionsreihe dazu geben, ursprünglich geplant im Mai – nun aufgrund der Pandemie verschoben in den Juni. „Ein Absagen der Aktion kam für uns nicht in Frage, denn das Thema liegt uns sehr am Herzen“, sagt Hefenbrock.

Ausblick auf Veranstaltungen im Sommer

Mit Unterstützung durch die Aktion Mensch wird es im Sommer eine 3-teilige Filmreihe geben, sie wird aufgrund der Pandemie im Außenbereich stattfinden. Außerdem ist folgendes geplant

07. Juni 2021 Fortbildung zum Thema „Häusliche Gewalt“
11. Juni 2021 Podiumsdiskussion
12./13. Juni 2021 2-tägiger Selbstverteidigungskurs für Menschen mit Behinderungen

Hefenbrock erinnert an den 5. Mai – seit Jahren der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Der Protesttag soll darauf aufmerksam machen, dass Interessen von Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigt werden müssen.

Weitere Informationen zur Arbeit der DRK-inkluzivo und den Angeboten und Veranstaltungen: infoinkluzivo.de oder telefonisch unter 05331 / 927 847 0. Die Homepage der Einrichtung lautet www.itz-drk.de.

 

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news-485 Wed, 28 Apr 2021 11:25:49 +0200 DRK-Bereitschaft freut sich über neues Zelt https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-bereitschaft-freut-sich-ueber-neues-zelt.html Die Bereitschaft des DRK Ortsvereins Wolfenbüttel e.V. freut sich über ein neues Schnelleinsatzzelt. Das Zelt, welches innerhalb weniger Sekunden aufgebaut wird, verfügt über eine Grundfläche von 16 Quadratmetern und bietet bei Einsätzen einen schnell aufgebauten Schutzraum. Mit den Seitenwänden und den verschließbaren Eingängen schützt es auch vor unberechtigten Blicken und ermöglich so im Rahmen von Sanitätsdiensten auch eine vertrauliche Erste Hilfe von Verletzten und Erkrankten.

Möglich wurde die Anschaffung dieses Zeltes durch eine Zuwendung der Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter. Hierbei handelt es sich um eine Zuwendung aus den Reinerträgen des VR Gewinnsparens. Die Volksbank unterstützt damit die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die bei diversen Veranstaltungen in Wolfenbüttel die sanitätsdienstliche Absicherung übernehmen und sich um verletzte oder erkrankte Teilnehmer und Gäste kümmern.

Vor den Augen der Privatkundenbetreuerin Lisa Tödter von der Volksbank konnten Bereitschaftsleiter Heiko Salfeld und Vorsitzender Björn Försterling zeigen, wie schnell und einfach das Zelt aufgebaut ist. Daher konnte die Übergabe des Schecks in Höhe von 2.838 Euro dann auch vor dem neuen Zelt stattfinden. "Wir freuen uns über die Unterstützung aus dem VR Gewinnsparen. So eine Unterstützung zu erfahren ist eine große Motivation für unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer", so Vorsitzender Björn Försterling abschließend.

Möchten Sie mehr über die Bereitschaften des DRK Wolfenbüttel wissen oder sich bei uns engagieren?
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Bereitschaften.

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news-483 Fri, 23 Apr 2021 10:23:35 +0200 Innovative Behandlungsmethoden: Ergotherapie-Fortbildung mit Britta Winter https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/innovative-behandlungsmethoden-in-der-ergotherapie.html Neue Impulse und Effektivität – DRK-inkluzivo baut auf innovative Behandlungsmethoden in der Ergotherapie „Eigentlich muss man die Referentin Britta Winter live und vor Ort erleben. Sie bringt unglaublich viel Power, Enthusiasmus und ein super Weiterbildungspotenzial für Ergotherapeuten mit“, berichtet Andrea Bruns, Fachleitung der Praxis für Ergotherapie im Integrations- und Therapiezentrum des DRK auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Aufgrund der immer noch angespannten Situation in der Corona-Pandemie hat Bruns mit den Verantwortlichen der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH kurzerhand beschlossen, die 2-tägige Fortbildung mit Britta Winter in dieser Woche online stattfinden zu lassen – über das Video-Portal ZOOM. „Wir hatten Frau Winter schon mehrmals zu Gast“, meint Bruns. „Daher wussten wir, dass sie auch so unsere Teilnehmer erreichen und in ihren Bann ziehen wird.“ Seit vielen Jahren stehen Bruns und Winter in Kontakt. Die bekannte Ergotherapeutin, Referentin und Buchautorin aus Wunstorf hat bundesweit den beruflichen Werdegang zahlreicher Therapeutinnen und Therapeuten geprägt und komme gerne nach Wolfenbüttel.

Mittlerweile drei Jahre hintereinander schulte sie nun das Team der Praxis im Wolfenbütteler DRK und Therapeutinnen anderer Ergotherapiepraxen aus  der Region. „Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter, die Professionalisierung der Angebote und ein aktives Netzwerk hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Wir wollen unsere Patienten und Kunden ideal fördern und begleiten“, berichtet Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo. Daher werden zahlreiche Vorträge und Fortbildungen organisiert, ausgeschrieben im jährlich erscheinenden Bildungskatalog. Stoch und seine Mitarbeiterschaft gestalten dieses vielfältige Weiterbildungsangebot mit namhaften Referenten. Somit sind die Inhalte maßgeschneidert für die Mitarbeiter, Klienten und Interessierte über Wolfenbüttel hinaus. Gute Erfahrungen habe das DRK während der Pandemie mit Webinaren und Vorträgen über Online-Portale gemacht. Damit konnten die geplanten Veranstaltungen trotz Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten und mindestens genauso effizient durchgeführt werden. „Natürlich freuen wir uns auch wieder sehr darauf, die Referenten und Teilnehmenden vor Ort zu treffen – wenn es die Lage wieder zulässt“, meint Stoch. „Wir müssen nur noch etwas Geduld haben.“

Mit der Fortbildung durch Britta Winter hat Andrea Bruns ihre Praxis für Ergotherapie mit einer speziellen Weiterbildung konzeptionell erweitert. Winter nennt ihr Konzept „CO-OP-Ansatz“ (aus dem engl. übersetzt: Kognitive Orientierung bei der täglichen Betätigungsausführung), dieser Therapieansatz wird von Wissenschaftlern als signifikant wirksam eingestuft. CO-OP wird bei der Behandlung von Kindern mit Entwicklungsstörungen angewandt, es gebe darüber hinaus inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen in der Behandlung mit Erwachsenen. Das Therapiekonzept wurde in Kanada speziell von und für die Ergotherapie entwickelt.

Es gilt das Prinzip „Lass es mich selbst entdecken und ich werde es verinnerlichen“. Der CO-OP-Ansatz befähigt Kinder und Erwachsene, selbst Strategien zu entwickeln, um die eigenen bedeutsamen Ziele zu erreichen. Im Ergebnis gewinnen die Patienten an Selbstvertrauen und werden selbstständiger.

Ein Beispiel: Einigen Kindern fällt es schwer, neue Fertigkeiten zu lernen. Dazu gehört z.B. Schuhe zubinden, Fahrrad fahren, Schreiben und vieles mehr. Entweder wenden sie übermäßig viel Zeit und Energie für ihre Lernversuche auf, oder sie geben schnell auf und sind frustriert. Die CO-OP-Methode richtet sich an diejenigen, die vieles nicht so mühelos lernen. Oft handelt es sich dabei um Kinder mit Entwicklungsstörungen in der Motorik, aber auch um Erwachsene mit verlorengegangen Fertigkeiten, z.B. nach einem Schlaganfall.

Ein Resümee zur Fortbildung zieht Carolin Dabs, Ergotherapeutin im Team von Andrea Bruns: „Ich nehme aus diesen zwei Tagen wieder sehr viel mit für meine Arbeit und freue mich schon darauf, das Gelernte in der nächsten Woche anzuwenden.“ Tatsächlich – nach einer Phase der praktischen Erprobung in der Praxis, wird im September eine weitere Einheit mit Britta Winter erfolgen. Zum Abschluss mit einem weiteren Coaching und Übergabe der Zertifikate. Hoffentlich dann vor Ort und persönlich.

Einen Ausblick auf das nächste Fortbildungsangebot gibt Stoch: „Schon am kommenden Donnerstag geht es online weiter. Für den Workshop „Stark und gesund im Job“ haben wir Jens Schreyer als Referent gewinnen können.“ Hier sind noch ein paar Plätze frei. In der Ausschreibung des Webinars am 29. April steht, dass gerade in dieser brisanten Zeit und im Besonderen in sozialen Berufsfeldern wichtig ist, sich selbst Aufmerksamkeit und vor allem Achtsamkeit zu schenken. In dieser Veranstaltung werden Wege zur Erhöhung des persönlichen Wohlbefindens und der eigenen Zufriedenheit in Beruf und Alltag vermittelt. Im Ergebnis lernen die Teilnehmenden, erfolgreich und motiviert mit sich, anderen und den gestellten Aufgaben umzugehen – auch wenn es einmal stressig werden sollte. Das DRK organisiert die Veranstaltung mit Jens Schreyer, um die eigene Mitarbeiterschaft zu stärken und ihnen ein Angebot der Gesundheitsvorsorge zu machen. Wie immer sind aber auch Interessierte außerhalb des Unternehmens herzlich eingeladen.

Informationen über Vorträge, Fortbildungen und alle weiteren Angebote der DRK-inkluzivo auf der Website www.itz-drk.de oder telefonisch unter 05331 / 927 8470.

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news-479 Wed, 07 Apr 2021 19:19:26 +0200 65 Jahre DRK in Semmenstedt: Der Ortsverein hält die Rotkreuz-Fahne im Dorf hoch https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/65-jahre-drk-in-semmenstedt-der-ortsverein-haelt-die-rotkreuz-fahne-im-dorf-hoch.html Seit 65 Jahren gibt es in Semmenstedt den Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der auch Mitglieder aus Timmern beheimatet. Am 2. Mai 1956 wurde der Verein im Gasthaus Behrens in Semmenstedt auf Initiative des damaligen Ortsbürgermeisters Felix Jäckel gegründet, der fortan auch erster Vorsitzender war. „Er wollte damals etwas Struktur in die Hilfsangebote des Dorfes bringen“, erzählt Peter Koch, selbst viele Jahre Vorsitzender und zuvor Kassenwart im DRK-Ortsverein. Der heute 81-Jährige ist in den 1970er-Jahren eingetreten und hat damals noch viele der Gründungsmitglieder kennen gelernt.

„Semmenstedt ist damals durch den Zuzug der Flüchtlinge – zum Beispiel aus Schlesien – enorm gewachsen. Die Einwohnerzahl hat sich in den 50ern verdoppelt. Bei medizinischen Fragen war zunächst neben dem Dorfarzt meist unsere Gemeindeschwester die erste Ansprechpartnerin”, erzählt Koch. Aus dieser Situation heraus sei der DRK-Ortsverein gegründet worden, um medizinische und pflegerische Hilfestellungen zu geben. Die Gemeindeschwester Marianne Storjohann gehörte damals ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern und war erste Schriftführerin des Vereins.

Später war auch Gemeindeschwester Ursula von Hubatius eine Gönnerin des Roten Kreuzes. Sie hat dem Ortsverein eine Sitzbank aus Holz vermacht, die an der Ecke Dorfstraße/Leipziger Straße steht. Ihre Schwiegertochter Renate von Hubatius gehört noch heute zu den langjährigen Mitgliedern und ebenfalls zu den großzügigen Gönnern des Vereins, merkt Ute Schwarz an. Sie ist aktuell Vorsitzende des Ortsvereins, hatte das Amt 2016 von Birgit Meves übernommen, die es seit 2009 bekleidete.

„In der Anfangszeit unseres Vereins waren 90 Prozent der Mitglieder Frauen“, berichtet Ute Schwarz, „heute ist immerhin ein Drittel der Mitglieder Männer.“ Rund 25 Jahre lang – bis 2006 – war Ursula Schmidt Vorsitzende des Vereins. „Ich habe das Amt von ihr übernommen, um die 50-Jahr-Feier zu organisieren. Aber ich wollte auch neue Strukturen schaffen“, berichtet Peter Koch. So habe er neue Mitglieder geworben und dabei unter anderem auf geringere Beiträge gesetzt. „Schließlich war ja jeder im Dorf zugleich auch im Sportverein. Überall hohe Beiträge zu zahlen, kann man nicht jedem zumuten“, findet er.

Ein Höhepunkt seiner Amtszeit sei natürlich das Fest zum 50-jährigen Bestehen 2006 gewesen. Der Kreisverband zeigte dabei unter anderem einen Rettungswagen mit Erste-Hilfe-Übungen und ließ den Rettungshubschrauber am Semmenstedter Sportplatz landen. Vor fünf Jahren zum 60. Geburtstag organisierte der Vereinen ein Dorffrühstück. „Dabei haben wir viele neue Mitglieder geworben“, freut sich Schwarz noch heute. Austritte habe es in den vergangenen Jahren so gut wie keine gegeben, merkt Schatzmeister Jörg Germer an.

Zu den Aktivitäten des 59 Mitglieder starken Vereins zählen heute vor allem eine Wanderung pro Jahr – bei der letzten Veranstaltung 2019 war unter anderem Björn Försterling, Präsidiumsmitglied im DRK-Kreisverband, als Gast mit dabei. Außerdem gibt es regelmäßig einen Kaffeetisch und einen Grilltag. Der Ortsverein ist stets beim Dorfflohmarkt mit einem Stand vertreten. Blutspenden organisiert der Verein zwar nicht mehr, dafür sei die „Konkurrenz“ in Roklum und Remlingen zu groß, aber die Rotkreuzler animieren ihre Semmenstedter stets, die Spendetermine in den Nachbarorten wahtzunehmen. „Ansonsten sind wir vor allem hier, um die Fahne fürs Rote Kreuz im Dorf hochzuhalten“, betont der ehemalige Vorsitzende Koch. Ein Gründungsfest ist in Pandemie-Zeiten natürlich nicht absehbar.

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news-470 Fri, 12 Mar 2021 10:06:00 +0100 Starkes Jubiläum: Schöppenstedts Rotkreuzler leisten seit 130 Jahren Hilfe https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/starkes-jubilaeum-schoeppenstedts-rotkreuzler-leisten-seit-130-jahren-hilfe.html Im Dezember ist der DRK-Ortsverein Schöppenstedt 130 Jahre alt geworden. Eine beeindruckende Zahl, die entsprechend mit einem großen Fest und vielen Aktionen gefeiert werden sollte. „Leider bleibt es zunächst bei einer umfangreichen Ideensammlung“, sagt Ruth Naumann im Hinblick auf die Corona-Pandemie, die solche Veranstaltungen und auch viele Vereinsaktivitäten verhindert. Die Vorsitzende des Ortsvereins betont aber: „Wir werden das nachholen.“

Für ein großes Fest kommt zum Beispiel das Jahr 2024 in Frage. Denn dann jährt sich die Gründung eines der Vorläufer-Vereine zum 95. Mal. Hier zeigt sich schon, die Gründungsgeschichte ist ein wenig kompliziert. Fest steht: 1929 wurde die „Freiwillige Sanitätskontrolle vom Roten Kreuz“ in Schöppenstedt gegründet – mit dem Ziel und Zweck „Hilfeleistungen in allen Notfällen wie Epidemien, Wassersnot, Feuer, Katastrophen und öffentlichen Notständen“ zu leisten, so steht es im Gründungsprotokoll.

Vaterländischer Frauen-Verein zählt als Vorläufer

„Wir beziehen uns aber auch auf eine weitere Vorgängerorganisation“, erklärt Heinz-Jürgen Coblenz, ehemaliger Ortsvereinsvorsitzender, der zahlreiche Protokollbücher und Vereinsakten durchgearbeitet hat. Die Rede ist vom „Vaterländischen Frauen-Verein für den Amtsgerichtsbezirk Schöppenstedt“. Dieser wurde am 18. Dezember 1890 gegründet und verfolgte ebenfalls das Ziel, jedem Menschen Hilfe zu leisten, „was damals überhaupt nicht selbstverständlich, aber dringend erforderlich war“, wie Naumann betont. In einem Protokollbuch ließ sich dieser Eintrag finden: „Gewährung von Unterstützungen, Weihnachtsbescherungen“, der die Ziele des Vereins formulierte.

59 Mitglieder zählte der Verein im Jahr 1909, Vorsitzende war damals Margarete Beste. Die spätere Sanitätseinheit war 1931 unter Kolonnenführer Gustav Prilwitz auf 46 Sanitäter und 5 Helferinnen gewachsen.

Der heutige DRK-Ortsverein Schöppenstedt wurde unter diesem Namen 1948 mit 38 Mitgliedern gegründet. Erster Vorsitzender war Werner Oberer. Spätere Vorsitzende waren unter anderem Wilhelm Krake und Walter Garbe.

Zu den Hauptschwerpunkten der Arbeit zählte zum Beispiel der Suchdienst, der insbesondere in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg aktiv war. „Es wurden viele Anfragen gestellt. Die Ortsvereine hatten dann oftmals die Aufgabe, die Verbliebenen im Ort zu finden, um ihnen zum Beispiel zu sagen, auf welchem Friedhof der Gesuchte liegt“, erklärt Coblenz. Es habe aber auch immer mal wieder positive Rückmeldungen gegeben – und Namen und Adressen von Vermissten konnten übermittelt werden.

Hilfe im Ort und darüber hinaus

Paketaktionen gehörten ebenfalls zum Aufgabenspektrum der Schöppenstedter Rotkreuzler. „Anfang der 50er-Jahre verteilte der Ortsverein Care-Pakete im Ort zum Weihnachtsfest, die überwiegend aus Schweden kamen“, berichtet Coblenz. „Als es den Schöppenstedtern nach und nach besser ging, halfen wir mit Paketen den Menschen in der DDR.“ Auch bei der Flut-Katastrophe in Hamburg 1962 wurde der Ortsverein Schöppenstedt aktiv. „Damals wurden hier 3 Tonnen Kleidung gesammelt und es kamen 27.700 Mark an Spenden zusammen“, so Coblenz.

In den 60er-Jahren habe der Ortsverein sich auch bei der Lebensmittelverteilung in Schöppenstedt engagiert, erinnert sich der stellvertretende Ortsvereins-Vorsitzende Gerhard Piochacz, der seit 1960 DRK-Mitglied ist. „Wir haben Butter, Mehl und Zucker an Rentner und Arbeitslose verteilt“, sagt er.

Eine Werbeaktion im Jahr 1967 verlief besonders eindrucksvoll: 235 neue Mitglieder schlossen sich dem Verein an. Alle ortsansässigen Ärzte gehörten damals dem DRK an. Zudem nahm erneut eine Sanitätseinheit mit mehr als 20 Mitgliedern ihren Dienst auf.

Eine große neue Aufgabe kam auf Schöppenstedt mit der Flüchtlingskrise 2015 zu. In der Eulenspiegelstadt wurde eine Erstaufnahmestelle vom Kreisverband des DRK eingerichtet und betrieben. „Wir haben da viel mitgeholfen“, berichtet Naumann. Die vielen Aktivitäten über die Jahrzehnte hinweg zeigen: „Der Grundgedanke des Roten Kreuzes, Menschen in Not zu helfen und zu unterstützen, bleibt immer aktuell“, fasst Naumann zusammen.

300 Mitglieder – viele Aktivitäten

Heute zählt der Ortsverein rund 300 Mitglieder (2013 waren es 190. Im selben Jahr begann eine erfolgreiche Werbe-Aktion anlässlich des 150. Jubiläums der Rot-Kreuz-Organisation). Zu den Haupt-Aktivitäten gehören heute: Erste-Hilfe-Kurse, Blutspendetermine und Altkleidersammlungen. „Bei unseren Jahreshauptversammlungen haben wir zudem üblicherweise immer ein Programm – zum Beispiel Vorführungen zu den Themen Reanimation und Hausnotruf“, berichtet Naumann.

Die meisten Aktivitäten ruhen aufgrund der Pandemie, die aber wieder neue Tätigkeitsfelder eröffnet: „Derzeit unterstützen wird das mobile Impfteam des Landkreises bei den Terminen in der Eulenspiegelhalle“, erzählt die Vorsitzende.

Kurz vor der Pandemie hatte der Ortsverein zudem angefangen, Geburtstags-Nachmittage mit Kaffee und Kuchen für Mitglieder zu veranstalten. „Das haben wir erst zweimal durchführen können. Derzeit ist das alles nicht möglich“, bedauert die ehemalige Bürgermeisterin der Samtgemeinde Schöppenstedt. Außerdem gibt es einen äußerst aktiven Schulsanitätsdienst an der IGS-Schöppenstedt.

Der Ortsverein ist auch weiterhin bei zahlreichen Aktionen der Flüchtlingshilfe engagiert. So kümmert sich Sigrid Otte nicht nur in den Sprechstunden, sondern auch weit darüber hinaus um Ratsuchende. Das Café der Begegnung lädt regelmäßig zu Treffen ein und es ist ein Gemeinschaftsgarten sowie ein Handarbeitstreff mit Unterstützung des Kreisverbandes entstanden. „Sobald es wieder zugelassen ist, wollen wir auch unsere Senioren-Gymnastikgruppe in der Eulenspiegelhalle wieder anbieten“, sagt Naumann.

Viele Ideen für das Jubiläumsfest

Der Vorstand des Ortsvereins hatte sich viel einfallen lassen für die Jubiläumsfeierlichkeiten. So sollte es ein Festwochenende geben mit allem drum und dran: Einsatzfahrzeuge, Erste-Hilfe-Aktionen, gemeinsame Übungen vom Roten Kreuz und der Feuerwehr, eine Station zum Verarzten von Kuscheltieren für die Kinder. „Außerdem wollten wir spezielle Blutspende-Aktion durchführen“ erzählt Naumann. Als zentraler Ansatz war eine Gesundheitsschule mit einer Gegenüberstellung geplant: wie sah die Arbeit des DRK früher aus, wie heute? Für das 95-jährige Bestehen der „Freiwilligen Sanitätskolonne“ in 2024 war bereits eine Gesundheitsmesse geplant. Naumann und ihre Mitstreiter im Vorstand sowie im Ortsverein haben jedenfalls viele Ideen für Feste und Aktionen und hoffen, diese bald umsetzen zu können.

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news-469 Tue, 02 Mar 2021 14:07:15 +0100 Mit persönlicher Arbeitsbegleitung durchstarten https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/mit-persoenlicher-arbeitsbegleitung-durchstarten.html Fachdienst des DRK bringt Menschen mit Behinderungen ins Berufsleben. In der modernen Leistungsgesellschaft definieren sich Menschen oft über ihre Arbeit. Experten wissen: Das gilt auch für Menschen mit Behinderungen. In einer digitalen Info-Veranstaltung beriet Nicole Arendt vom Fachdienst zur Beruflichen Eingliederung (FBE) der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH jetzt über Berufsförderung auf diesem Gebiet.

Gut 20 Interessierte schalteten sich für den Info-Abend mit dem Videokonferenz-System Zoom zusammen. Darunter Angehörige, Lehrkräfte und Mitarbeitende von anderen Leistungsanbietern. „Das war sehr interessant. Durch das breite Spektrum der Teilnehmenden kamen unterschiedliche Sichtweisen auf bestimmte Themen zusammen“, berichtet Arendt. "Aber eine zentrale Frage für alle war, wie es nach der Schule weitergeht. Und welche Möglichkeiten der Berufsförderungen es für die Betroffenen gibt."

Ziel des FBE ist es, die Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit der Menschen mit Behinderungen zu erhalten, zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen. Die angestellten Jobcoaches helfen den Kunden und Kundinnen dabei, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und einen Arbeitsplatz zu finden und zu sichern, der zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt.

Die Angebote und Möglichkeiten des FBE reichen von einer Arbeitsassistenz bis hin zu individuellen Rehabilitationsmaßnahmen. In einem interdisziplinären Team entstehen für die Zielgruppe unabhängig von der Art, Schwere und Ursache einer Beeinträchtigung innovative Lösungen, um die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. „Wir verstehen unsere Arbeit als partnerschaftlichen Prozess. Die Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse der von uns begleiteten Menschen stehen immer im Mittelpunkt“, so Arendt.

Und das Konzept geht auf: Seit der Gründung des Dienstes vor sieben Jahren hat das DRK Wolfenbüttel mit mehr als 60 Betrieben in der Region zusammen gearbeitet und mehr als 150 Praktika begleitet. 14 Personen vermittelten die Jobcoaches in Arbeit und begleiten sie, im Auftrag der zuständigen Eingliederungshilfeträger, weiter. Darüberhinaus haben sechs Menschen mit Unterstützungsbedarf eine Ausbildung begonnen. „Die notwendige individuelle Begleitung ist bei jedem und jeder sehr unterschiedlich. Aber drei von ihnen konnten ihre Ausbildung erfolgreich abschließen“, freut sich Arendt.

„Wir orientieren uns bei unserer Arbeit an der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von 2009. Wir unterstützen Menschen, damit sie in betrieblichen Kontexten arbeiten und lernen können und nicht auf Werkstätten angewiesen sind“, ergänzt sie. Das Abkommen sichert Menschen mit Behinderungen, unabhängig von deren Art oder Ausprägung, eine unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft zu. Es bildet die rechtliche Grundlage, um eine Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft selbstverständlich werden zu lassen.

Möchten Sie mehr über den Fachdienst zur beruflichen Eingliederung (FbE) wissen?
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des FbE.

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news-398 Wed, 26 Aug 2020 19:36:42 +0200 Wir trauern https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wir-trauern.html Das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Wolfenbüttel trauert um 

Thomas Walter
(*11.10.1960 +21.08.2020)

Als Leiter der Bereitschaft Ost und zuletzt als stellvertretender Bereitschaftsleiter hatte Thomas Walter für jeden und jederzeit ein offenes Ohr.
Wir werden Thomas Walter stets mit großer Dankbarkeit in Erinnerung behalten.

Horst Kiehne (Vorsitzender des Präsidiums) und Andreas Ring (Vorstand)

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news-391 Mon, 27 Jul 2020 12:37:25 +0200 Coworking und Photovoltaik am Exer https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/coworking-und-photovoltaik-am-exer.html Aus der ehemaligen Kaserne am Exer ist inzwischen ein vielfältiger Innovations- und Sozial-Campus geworden. Davon konnte sich jetzt Olaf Lies, Landesminister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, bei einem Besuch in der Zukunftsfabrik des Deutschen Roten Kreuzes überzeugen. Auf Einladung des DRK-Kreisverbandes ging es in lockerer Runde um den Denkmalschutz auf dem Flächendenkmal Exer und wie dieses Innovationsvorhaben – wie Photovoltaik oder ein Coworking-Space – bremsen könnte. In der Halle 17 am Exer soll künftig ein „besonderer Ort“ entstehen, erklärte DRK-Vorstand Andreas Ring. Sein Kreisverband hat ein neues Projekt im Köcher, das vom Landkreis unterstützt wird: In der Halle könnte ein Coworking-Space mit einem Innovationslabor und weiteren sozialen Projekten entstehen. An diesem Projekt hat auch die Stiftung Zukunftsfonds Asse großes Interesse. Derzeit läuft eine Online-Umfrage (www.coworking-wolfenbuettel.de) zu den Bedarfen in der Bevölkerung des Landkreises Wolfenbüttel und bei Arbeitgebern der Region.

„Ein solcher Ort, soll auch optisch etwas Besonderes sein“, erklärte Ring. Nach vorläufigen Planungen würde die Halle mit bunten Containern bestückt. „So schaffen wir eine flexible Arbeitslandschaft“, berichtete Ring. Der DRK-Vorstand wünscht sich aber auch bauliche Änderungen, um die Besonderheit des Ortes hervorzuheben: so sollten z.B. alte Glas-Bausteine durch Fenster ersetzt werden können. Bislang steht auch dabei der Denkmalschutz im Weg.

Auslöser dieser Entwicklung ist das noch in diesem Jahr beginnende größte Bauvorhaben in der Geschichte des Kreisverbandes. Auf der gegenüberliegenden Seite der Mascheroder Straße, außerhalb des Exer-Geländes, wird ein DRK-Zentrum entstehen, das künftig unter anderem die Rotkreuz-Verwaltung und viele weitere Einrichtungen aufnehmen soll und einen Therapie-Garten beinhaltet.

Ein wichtiger Meilenstein des neuen Hauses stellt die nachhaltige Versorgungs- und Gebäudetechnik inklusive Photovoltaik und -thermie auf den Dächern dar. Der neue Komplex soll dabei mit den DRK-Gebäuden auf dem Exer-Gelände verbunden werden, die ebenfalls Solarzellen erhalten sollen. Es handele sich um ein Gesamtkonzept, schilderte Ring.
Schließlich werde der Kreisverband gleichzeitig seine gesamte Fahrzeugflotte auf E-Mobilität umstellen und habe daher einen hohen Energiebedarf. Bislang aber gibt es keine Photovoltaik-Anlagen auf dem Exer – der Denkmalschutz steht im Weg.

Die Geschäftsführerin des Technisches Innovationszentrum Wolfenbüttel e.V. Carola Weitner-Kehl berichtete dem Minister vom teils zähen Ringen um bauliche Änderungen am Exer. Der augenscheinlichste Erfolg war die Erlaubnis, die Gebäude mit einem helleren Farbton streichen zu dürfen. „Dadurch erscheint das Gelände jetzt viel freundlicher als vor der Fassadensanierung“, so Weitner-Kehl, die sich zusammen mit zahlreichen Partnern im Arbeitskreis „Masterplan Exer“ für eine zukunftsweisende einheitliche Entwicklung des Geländes einsetzt.

Der Minister zeigte sich von der Entwicklung des Exers beeindruckt. Auch vom Klimaschutz-Energiekonzept des DRK war er überzeugt. „Denkmalschutz hat einen hohen Wert, hat aber auch mit Nachhaltigkeit zu tun. Ich denke, dass wir gemeinsam etwas in vernünftigem Maße entwickeln und diesen Widerspruch lösen können“, zeigte sich Lies optimistisch. Das klimafreundliche Gesamtkonzept sei eine gute Grundlage für eine entsprechende Genehmigung der zuständigen Behörde, sagte der Minister.

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news-383 Mon, 13 Jul 2020 12:57:30 +0200 Inkluzivo-Sommerfest mal anders https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/inkluzivo-sommerfest-mal-anders.html Das war mal ein richtig geglücktes Experiment: Weil das Sommerfest der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH am Exer coronabedingt nicht stattfinden konnte wie in den Jahren zuvor, hatte sich das DRK-Team um Thomas Stoch etwas Tolles ausgedacht. Das Fest fand wie in jedem Jahr auf der Bühne im Garten der Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) mit vielen Programmpunkten statt, und alles wurde live im Internet für angemeldete Gäste übertragen.

"Unser Sommerfest ist nicht nur irgendein Fest", erklärte Thomas Stoch bei seiner Begrüßung. Er ist Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, die sich mit ihrem Angebot an Menschen mit Beeinträchtigungen richtet. Das Fest sei vielmehr in jedem Jahr eine tolle Gelegenheit für viele Familien, sich am Exer zu treffen, gemeinsam zu feiern und sich auszutauschen. "Es wäre es ein Jammer, diesen Termin einfach so ausfallen zu lassen. Einige der Kunden, die uns gerne besuchen, vermissen den Austausch sehr."

Stoch traf mit seiner Mannschaft die Entscheidung, das Fest als online-Stream zu organisieren – die Vorbereitungen waren allerdings nicht ohne. "Wir haben Einladungen an knapp 500 unserer Familien geschickt und hatten viele begeisterte Rückmeldungen", erzählte Stoch. Bis 100 Personen hätten sich rein technisch am Samstag live dazuschalten können. Tatsächlich wagten sich knapp 50 Familien erstmals auf dieses neue Terrain. Wer das zuließ, konnte als Besucher vor seiner heimischen Kamera auch am Exer gesehen werden. Viele Teilnehmer verfolgten das Fest als ganze Familie vor dem Bildschirm im Wohnzimmer.

Doch das DRK hatte noch mehr auf Lager: "Alle Teilnehmer, die sich angemeldet haben, bekamen am Freitag ein Überraschungspaket mit Equipment zum Feiern", erzählte Mit-Organisatorin Aline Gauder. Diese Taschen enthielten allerlei, was zum Feiern einfach dazugehört. Zum Beispiel eine Flasche alkoholfreien Sekt, verschiedene Snacks und Knabbereien sowie eine Packung Wasser-Eis, die zu Hause erstmal in die Kühlung kam.

Drei weitere Details in der Tasche luden ebenfalls zum Mitmachen ein: Auf die Rückseite einer vorbereiteten Postkarte konnte jeder Teilnehmer ein Sommerbild zum Thema „Sommer im ITZ“ malen und (noch bis zum 25. Juli) einsenden. Und dann gab es da noch die Losnummer, über die am Ende der Übertragung einige Preise verlost wurden. Wer am Bildschirm genau aufpasste, konnte zudem beim Rundgang der Kamera über das Gelände versteckte Buchstaben entdecken. Sie ergaben, richtig zusammengestellt, das Lösungswort.

All das sorgte für gute Laune in den Wohnzimmern und rund um die Bühne im Garten des ITZ. "Wir wollten gemeinsam mit den Familien zu Hause Spaß haben und feiern", sagte Stoch. Das kam in jedem Moment rüber. Vor allem Manni, der singende Hausmeister (Comedy aus Braunschweig), und Pete-the-Beat sorgten für Stimmung. Pete kommt aus Salzgitter und ist ein bundesweit bekannter Beatboxer. Er kann jede Menge Geräusche allein mit dem Mund machen und ließ schnell vergessen, dass in diesem Jahr keine Band auf der Bühne stand. Übrigens steht Pete-the-Beat sogar im Guiness-Buch der Rekorde: Mit 25,5 Stunden hält er den Weltrekord im Beatboxen.

Der Wolfenbütteler Flewo-Eventservice um Dirk Flemmig und Randy Otto mischte zwei Kameras und viele Mikrofone so zusammen, dass die Veranstaltung für die Zuschauer zu Hause ein Erlebnis wurde. Und die Techniker spielten immer wieder Clips von den Sommerfesten der vergangenen Jahre ein, ebenso wie weitere Künstler, die live aus der Ferne zugeschaltet wurden. Damit die Live-Atmosphäre am Exer nicht zu kurz kam, gab es einen alkoholfreien Cocktail-Stand und Gegrilltes vom Team des DRK-Solferino. „Als Gäste hatten wir eine sympathische inklusive Wohngruppe aus Hildesheim eingeladen", berichtete Stoch.

Und als dann noch pünktlich zu Beginn der Übertragung die Sonne rauskam, war der Erfolg garantiert. "Das war eine tolle Veranstaltung für alle unsere Kunden, die sich von zu Hause aus eingeloggt haben", freute sich der Geschäftsführer. „Ein Signal an Eltern mit behinderten Kindern und Jugendlichen, dass wir sie gerade in dieser schwierigen Zeit nicht vergessen. Denn es kann nicht stark genug gewürdigt werden, was in diesen Familien geleistet wird.“ Die Sendung wird nun aufbereitet und kann bald auf der Internetseite der DRK-inkluzivo angeschaut werden: www.itz-drk.de.

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news-381 Fri, 10 Jul 2020 10:03:00 +0200 Homeoffice für inklusiv Beschäftigte sorgt beim DRK für einen Innovationsschub https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/homeoffice-fuer-inklusiv-beschaeftigte-sorgt-beim-drk-fuer-einen-innovationsschub.html Der 13. März 2020 hat auch den Fachdienst für berufliche Eingliederung (FbE), ein Angebot der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, getroffen. Von einen auf den anderen Tag sollten sich Jobcoaches und die Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich nicht mehr sehen. Die Arbeit miteinander brach deswegen nicht ab. „Für unsere Teilnehmer ist es sehr wichtig, dass sie innerhalb eines Lernprozesses nicht alleine gelassen werden. Alle Fortschritte, die sie seit dem Beginn der aktuellen Förderungsperiode im September schon geschafft haben, standen durch die Kontaktbeschränkungen auf der Kippe“, erzählt Katharina Brunner, Mitarbeitern des FbE. Sie betreut und begleitet junge Menschen mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten, die ihren Platz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt suchen. Als Jobcoaches ermitteln sie und ihre Kollegen und Kolleginnen, was jeder Teilnehmende gut kann, gerne beruflich machen würde und dafür lernen müsste. Sie helfen bei der Suche nach Praktikumsplätzen und stehen ihnen bei den ersten Schritten im Berufsleben zur Seite. Für die jungen Leute ist der FbE eine Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

„Wie viele andere Jugendliche und junge Erwachsene auch, die von einem Tag auf den anderen nicht mehr in die Schule mussten, hätten sie ohne das Programm lange geschlafen, viel ferngesehen oder gezockt. Daher haben wir viel Wert darauf gelegt, ab Tag Eins die Strukturen aufrecht zu erhalten“, erzählt Uwe Rump-Kahl, Geschäftsführer der inkluzivo gGmbH. Für jeden der 19 Teilnehmenden im Inklusiven Berufsbildungsbereich gibt es seitdem täglich feste Termine und Aufgaben, die eingehalten und erledigt werden müssen.

Dazu gehörten verabredete Telefonate oder Videochats, sowie die Nutzung einer Goal-Management-App. „Mit der RehaGoal-App, die von Wissenschaftlern der Ostfalia entwickelt wird, arbeiten wir als Praxispartner seit zwei Jahren. Sie hilft dabei, Aufgaben Schritt für Schritt zu erledigen – für jeden Anwender angepasst auf das eigene Tempo“, erklärt Brunner.

Die Entwicklung der App wird als Teil des interdisziplinären Forschungsprojektes SmarteInklusion durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Arbeitsweise, einzelne Aufgaben in kleinere Arbeitsschritte aufzubrechen, gibt es schon länger. Neuartig ist die Anwendung als App für Smartphones oder Smartwatches, die immer griffbereit und im Alltag diskret sind. „Dazu kommt, dass sie flexibel für jeden Anwender eingerichtet werden kann. Sowohl für die verschiedenen Aufgaben, die hinterlegt sind, als auch die Schritte, die dargestellt werden“, erklärt Jobcoach Jasmin Aust.

Beispielsweise nutzen manche Anwender, die nicht Lesen können, die Sprachausgabe. Andere mögen die Anleitung mit übersichtlichen Bildern oder automatische Erinnerungsfunktionen für Zeiten und Orte. „Aktuell schauen wir, wie die App helfen kann, Motivation aufrecht zu erhalten", so Brunner.

Eine der Herausforderungen für das Team des FbE war der Transfer vom bisherigen Aufgabenspektrum in das häusliche Umfeld der Betreuten. Die DRK-Jobcoaches arbeiteten während der Kontaktbeschränkungen selbst ebenfalls im Homeoffice. „Allerdings haben wir eine Art Schichtsystem entwickelt, das für jeden auch Zeiten in unseren Büros und Werkstatträumen vorsah“, erklärt Rump-Kahl. 

Die verstärkte Kommunikation und Nutzung von Tablets und Laptops hat auch unerwartete Nebeneffekte: „In fast allen Berufen wird erwartet, dass die Mitarbeitenden PCs und gängige Software anwenden können. Und das haben wir jetzt sehr intensiv geübt“, berichtet Brunner mit einem Schmunzeln. Teilnehmende, die sich Anfangs zum Starten des Videochats Unterstützung durch Eltern oder Geschwister holten, kontaktieren sie mittlerweile selbstständig und arbeiten selbstbewusst mit verschiedenen Programmen. „Normalerweise wird RehaGoal eingesetzt, um eine Aufgabe begleitet von Anfang bis Ende zu erledigen. Aber wir sind gerade dabei, mit einigen Teilnehmern eine Art Kochbuch für die App zu erstellen. Die Rezepte dafür haben sie selbst ausgesucht und jetzt arbeiten sie daran, die einzelnen Arbeitsschritte für andere verständlich aufzubereiten“, erzählt Brunner.

Sie kann sich vorstellen, dass in Zukunft die in der App dargestellten Workflows von Arbeitgebern mit gepflegt werden: „Dadurch können sich die Jobcoaches irgendwann ein weiteres Stück aus dem Leben und der Privatsphäre der Betreuten zurück ziehen.“

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news-379 Fri, 10 Jul 2020 08:01:00 +0200 Luise Kriegler empfängt Sie im ITZ https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/luise-kriegler-empfaengt-sie-im-itz.html Anrufer und Besucher im Integrations- und Therapiezentrum haben sie vielleicht schon kennengelernt: Seit Anfang Juni unterstützt Luise Kriegler die Servicestelle. Ihr Gesicht und ihre Stimme kann dem ein oder anderen bekannt vorkommen, denn die 41-Jährige ist durch und durch Wolfenbüttelerin. Als gelernte Einzelhandelskauffrau hat sie in verschiedenen Geschäften sowie einem Therapiezentrum gearbeitet. Für die Mutter von zwei Söhnen steht allerdings das Familienleben im Mittelpunkt: „Das DRK ermöglicht Arbeitszeiten, die zu den Schulzeiten meiner Kinder passen. Dadurch haben wir mehr gemeinsame Zeit“, erzählt sie.

Und die gewonnene Zeit will sie ganz bewusst nutzen. Unter anderem durch die Unterstützung des Hobbys der Kinder: An den Wochenenden ist die ganze Familien unterwegs, um die beiden beim Slalomkart-Training sowie Wettkämpfen anzufeuern. Kontakte zum Deutschen Roten Kreuz hat sie seit ihrer frühsten Jugend, denn ihre Eltern engagierten sich im Ortsverein Fümmelse. An der Empfangstheke koordiniert sie die ankommenden Gäste, ist die Stimme am Telefon und vereinbart neue Therapietermine.

Im ITZ schätzt sie das Miteinander der Fachrichtungen sowie den Kontakt zu den Patienten. „Es ist toll, wie viele verschiedene Menschen für das DRK arbeiten und wie alle miteinander umgehen. Auch der Umgang mit den Patienten ist herzlich und angenehm. Jeder wird angenommen, so wie er ist.“

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news-361 Mon, 11 May 2020 10:55:50 +0200 Das DRK übergab Computer-Ausrüstung an bedürftige Schüler https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/das-drk-uebergab-computer-ausruestung-an-beduerftige-schueler.html Was machen Familien, wenn die Schule nur noch digital informiert? Ausgesprochen überrascht wurde der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel von dem großen Bedarf an Computern in der Schülerschaft. Die Rotkreuzler hatten kürzlich angeboten, für Kinder aus bedürftigen Familien Laptops, Computer und Drucker zur Verfügung zu stellen, um ihnen das Homeschooling zu ermöglichen. „Der Bedarf ist offenbar groß“, resümierte Präsidiumsmitglied Björn Försterling bei der ersten Material-Übergabe. „Wir haben derzeit mehr als 70 Bedarfsanmeldungen und rechnen noch mit einer ganzen Reihe von Nachzüglern.“

Das bestätigte Sabine Nolte, die Leiterin der Leibniz-Realschule in Wolfenbüttel. Dort überreichte das Rote Kreuz in einer ersten Runde neun Laptops. „Das waren die schnellsten Anmeldungen“, sagte Sabine Nolte, die für ihre Schule die erste Meldung ans DRK abgeschickt hatte. „Es zeichnen sich aber schon mehrere Nachzügler ab.“

In einer kurzen Ansprache bedankte sie sich auf dem Schulhof in angemessenem Abstand für den Nothilfefonds, den das DRK zusammen mit der Curt Mast Jägermeister Stiftung und weiteren Spendern aufgelegt hatte. „Vor allem hat uns beeindruckt, wie unbürokratisch und schnell das DRK geholfen hat.“ Mit den Laptops könnten nun viele Kinder und Jugendliche ihr „Homeschooling“ effektiv gestalten – dafür gab es spontan Applaus von den rund zwei Dutzend Anwesenden.

Sabine Nolte berichtete, dass in der Corona-Zeit die Medienkompetenz der Schüler enorm gewachsen sei, „und auch die der Eltern und wohl auch die macher Lehrer“. Sie schilderte Fälle, in denen sich ältere Schüler-Jahrgänge gemeldet hätten, um jüngeren helfen zu können. „Auf diese Weise haben wir große Schritte gemacht bei unserem digitalen Aufgabentool, bei der Arbeit auf dem Schulserver und beim schnellen Austausch mit E-Mails.“

Allerdings wurde bei dieser Schilderung auch deutlich, wie schnell sich der Abstand zwischen bedürftigen und betuchten Haushalten vergrößert. Wer keine Möglichkeit hat, am digitalen Lernen teilzunehmen, verliert mehr und mehr den Anschluss. So überraschte eine Mutter auf dem Schulhof mit der einfachen Frage, wie es denn mit der Schule jetzt weitergehe. Sabine Noltes Hinweis auf die Homepage der Schule verpuffte: Ohne Zugang zum Internet und ohne Zeitungsabo sah sich diese Mutter von den täglichen Hauptinformationssträngen abgeschnitten. Laut Auskunft der Schulleiterin wird in diesem Punkt das Rad wohl nicht zurückgedreht: „Solche Infos werden auch künftig per E-Mail verschickt, weil sich Postbriefe bei 457 Schülern auf Dauer nicht machen lassen.“

Und es gab noch eine zweite Hürde zu umschiffen, an die im Vorfeld niemand gedacht hatte: „Wie können wir den Laptop nutzen? Wir haben zuhause kein Internet“, wollte die junge Mutter wissen. Rettende Vorschläge kamen von Björn Försterling und einem Vater. So könnte das DRK in solchen Fällen kostenlos Funksticks zur Verfügung stellen, erklärte das Präsidiumsmitglied. Und der Vater hatte schon gute Erfahrungen mit intakten Nachbarschaften gemacht: „Vielleicht können auch sie ihre Nachbarn fragen, ob sie deren WLAN nutzen können – im Zweifel gegen einen kleinen Obulus.“

Übrigens herrschte auch beim DRK große Freude über die Riesenresonanz nach dem Aufruf. „Viele Spender haben explizit die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund gerückt“, erzählte Försterling. Und er lobte die IT-Abteilung des Roten Kreuzes, die seit Wochen kaum etwas anderes zu tun hatte, als gebrauchte Geräte aufzubereiten und für den Einsatz bei den Schülern flottzumachen. „Nun haben alle diese Rechner Windows 10 an Bord“, berichtete IT-Leiter Fabian Adam. „Und ein Jahr Gewährleistung durch das DRK gibt es obendrauf.

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news-360 Mon, 11 May 2020 10:26:30 +0200 Die Tafel sucht Kontakt zu Bedürftigen https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-tafel-sucht-kontakt-zu-beduerftigen.html Die DRK-Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen befinden sich auf dem Weg zur Normalität – und rufen dennoch zur Mithilfe auf.  „Wir glauben ganz sicher, dass sich der Unterstützungsbedarf in der Corona-Krise gesteigert hat“, sagt Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl. Allerdings gehe das Rote Kreuz von einer großen Dunkelziffer und anhaltenden Hemmungen aus, die Tafel zu nutzen.

Erste Aufrufe hatten gleich 40 neue ehrenamtliche Helfer und eine ganze Reihe von Kümmerern gebracht, gerade aus den Ortschaften des Landkreises. Diese Kümmerer sollen vor Ort Familien und Einzelpersonen ansprechen, von denen sie wissen, dass sie in Not geraten sind. „Gleichzeitig können die Kümmerer zur Tafel kommen und für diese Menschen die Abholung der Lebensmittel übernehmen, wenn sie selbst nicht können oder nicht wollen“, erklärt Aline Gauder vom DRK.

Durch die neuen Helfer lief auch das Angebot der Tafel gut an, Lebensmittel mit dem Lastenfahrrad (in Wolfenbüttel) oder mit dem Auto (landkreisweit) zu den Kunden zu bringen. „Die Gründe für eine Verhinderung, selbst zur Tafel zu kommen, sind natürlich vielfältig“, weiß Uwe Rump-Kahl. Und er zählt auf: „Krankheit, Alter, fehlendes Fahrzeug, fehlendes Geld.“

Auch Scheu gehöre im Grunde dazu, obwohl die Tafel Wolfenbüttel diesen Punkt elegant gelöst hat: „Durch die Terminvergabe entstehen an unseren Ausgabestellen keine Schlangen. Niemand steht also auf einem Präsentierteller oder muss sich in der Öffentlichkeit stigmatisiert fühlen.“ Während der strengen Corona-Auflagen durfte zwar nur ein Abholer in die Tafelläden eingelassen werden, andere warteten draußen. Doch auch das ist nun vorbei. „Wir haben die Aufgabe wieder nach innen verlegt, so dass niemand draußen stehen muss“, sagt Aline Gauder. Allerdings ist in Eberts Hof (Großer Zimmerhof 29) eine gleichzeitige Öffnung von Tafel und Second-Hand-Shop noch nicht möglich. „Wir rechnen damit erst Anfang Juni.“

Großer Dank an die Spender

Einen großen Dank sprechen beide Tafel-Mitarbeiter den bisherigen Spendern aus, von denen viele dem Roten Kreuz trotz der Krise treu geblieben sind. „Vor allem Bäckerei Richter möchten wir für ihre pragmatischen  Lösungen danken“, sagt Uwe Rump-Kahl. Die Altstadt-Bäckerei spendete erst kürzlich eine Palette Nudeln. „Und weil wir wegen der Corona-Einschränkungen nicht bei Richters auf den Hof fahren durften, lieferte er uns seine tägliche Backwaren-Spenden kurzerhand mit eigenen Fahrzeugen an“, berichtet der Geschäftsführer. „Und noch besser: Er will jetzt diesen ungewöhnlichen Service beibehalten.“

Wer in seinem Bekanntenkreis Personen kennt, die vom Angebot der Tafel profi tieren würden, die sich aber vor dem  Anruf scheuen, kann sich nach Rücksprache mit diesen Leuten auch selbst bei der Tafel des DRK melden unter: 05331/ 948655.

Sach- und Geldspenden sind für die Zwecke der Tafel natürlich ebenfalls hochwillkommen:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE54 2512 0510 0005 4012 02
BIC BFSWDE33HAN
Stichwort: Wolfenbütteler Tafel


Möchten Sie mehr Informationen über die Tafeln?
Diese erhalten Sie auf der Internetseite der Tafeln Wolfenbüttel und Schladen.

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news-339 Fri, 20 Mar 2020 20:11:25 +0100 Coronavirus: DRK ruft zu Spenden für Nothilfefonds auf https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/coronavirus-drk-ruft-zu-spenden-fuer-nothilfefonds-auf.html Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft die Bevölkerung zu Spenden für einen Corona-Nothilfefonds auf. „Die derzeitige Lage zeigt, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind. Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind noch nicht absehbar. Umso wichtiger ist es, dass alles unternommen wird, um mit den Spenden Menschen in dieser schwierigen Situation nach dem Maß der Not zu helfen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. 

Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um als nationale Hilfsgesellschaft die Behörden bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen. So betreute das DRK insgesamt 159 China-Rückkehrer unter anderem in Germersheim in Rheinland-Pfalz, Berlin-Köpenick und Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. Darüber hinaus hat das DRK mehrere mobile Arztpraxen im Einsatz, um Krankenhäuser und Kliniken zu entlasten, und betreut zahlreiche Fiebermessstationen. 

Durch die Spenden für den Corona-Nothilfefonds sollen Ehrenamtliche und wichtige Hilfsaktionen unterstützt werden. Zahlreiche Freiwillige sind zum Beispiel engagiert, um älteren und bedürftigen Menschen zu helfen, Lebensmittel-Bringdienste zu organisieren, Pflegepersonal und Bewohner in Seniorenheimen zu unterstützen und die psycho-soziale Betreuung zu übernehmen. „In diesen außerordentlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, dass niemand allein gelassen wird“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. 

Mit bundesweit mehr als 435.000 ehrenamtlichen Helfern und rund 175.000 hauptamtlichen Mitarbeitern sei das Deutsche Rote Kreuz gut aufgestellt, um Menschen in Not helfen zu können, erklärt Hasselfeldt.   

Das DRK bittet um Spenden für den Nothilfefonds:

IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
Bank: Seeligerbank
Stichwort: Corona-Nothilfefonds 

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news-334 Fri, 13 Mar 2020 17:43:47 +0100 Maßnahmen des DRK-Kreisverbands bezüglich CORONA https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/massnahmen-des-drk-kreisverbands-bezueglich-corona.html Der DRK-Kreisverband leitet mit dem Beginn der kommenden Woche eine Fülle von Maßnahmen ein, um die Handlungsfähigkeit seiner Abteilungen aufrecht zu erhalten. Dabei geht es dem Wohlfartsverband vor allem darum, den Rettungsdienst und die häusliche Pflege nicht durch Krankheiten in Probleme zu bringen – insgesamt hat der Kreisverband 450 haupt- und 700 ehrenamtliche Mitarbeiter.    

"Das Corona-Virus hat bekanntlich unsere Region erreicht und stellt auch den DRK-Kreisverband vor besondere Herausforderungen", sagt Horst Kiehne, der Vorsitzende des Präsidiums. "Als Teil der kritischen Infrastruktur im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz und in der Wohlfahrtsarbeit im Landkreis Wolfenbüttel, muss auch unter diesen Umständen sichergestellt werden, dass unsere Handlungsfähigkeit in jedem Fall aufrechterhalten bleibt."  

Es ist ein Spagat, denn der Kreisverband will seine Mitarbeiter schützen - und gleichzeitig so viele Angebote für die Bevölkerung aufrecht erhalten wie möglich. "Gleichwohl kommen wir nicht umhin, sämtliche Gruppenangebote des Roten Kreuzes im Landkreis Wolfenbüttel bis zum 18.  April abzusagen", erklärt Vorstand Andreas Ring. In der Woche nach Ostern sollen die Lage neu bewertet und weitere Schritte beschlossen werden.  

Abgesagt beziehungsweise geschlossen wurden nun die Kleiderkammer am Exer, sämtliche Erste-Hilfe-Kurse, die Kurse von Yoga, Senioren-Gymnastik und Jugend-Rotkreuz sowie sämtliche Veranstaltungen der Flüchtlingshilfe. Auch alle Versammlungen der Ortsvereine wurden abgesagt.  

In einem besonderen Konflikt befand sich der Kreisverband bei seinem Angebot des Sozio-Med-Mobils (SMM), das alte, kranke und bedürftige Menschen aus den Dörfern des Landkreises zu Arztterminen bringt. "Einerseits müssen diese Menschen zum Arzt, andererseits gehören sie definitiv zur besonders gefährdeten Gruppe", hieß es in einer Diskussion des DRK-Krisenstabes. Schließlich beschloss das Gremium, das SMM-Angebot aufrecht zu erhalten. "Wenn wir sie nicht fahren, benutzen die Menschen den Öffentlichen Nahverkehr, das macht die Situation nicht besser." Allerdings sollen alle SMM-Nutzer mit einfachen Schutzmasken ausgestattet werden, um ihr Ansteckungsrisiko zu minimieren. Außerdem werden sämtliche Fahrer zur Hygieneschulung geschickt, die Busse selbst werden in noch kürzeren Intervallen gereinigt.  

Die Angebote von Eberts Hof und der Tafel (Großer Zimmerhof) sollen weiter geöffnet bleiben. Deren Leiter Uwe Rump-Kahl berichtete, die Versorgung mit Lebensmitteln sei noch ausreichend. "Wir werden die Lage von Woche neu bewerten." Der Rückhalt unter den ehrenamtlichen Helfern sei ungebrochen hoch.  

Für einen gewaltigen Einschnitt sorgt Corona auch im Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) am Exer. "Wir sagen alle Freizeitangebote, Beratungen, Veranstaltungen und Gruppenangebote bis zum Ende der Osterferien ab", erklärte ITZ-Leiter Thomas Stoch. Das betreffe auch die Angebote und Ausflüge des Familienentlastenden Dienstes (FED), der Therapie und der Autismusambulanz. "Die FED-Einzelbetreuung indes läuft weiter, denn durch die Schulschließung ist da ja ein ganz neuer Bedarf entstanden."  

In puncto Kinderbetreuung bietet das DRK seinen Mitarbeitern ab Montag einen besonderen Service, um die Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. "Ab 6 Uhr früh können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die über keine Kinderbetreuung verfügen, unser DRK-Betreuungsangebot nutzen", erklärte Andreas Ring. Diese Kinder werden in Kleingruppen im ITZ betreut. "Auch die im Einsatz befindlichen ehrenamtlichen Helfer unseres Katastrophenschutzes können diesen Service nutzen."  

Der Krisenstab richtete zudem einen Appell an die Mitarbeiter von Rettungsdienst und Pflege, ihre Urlaubswünsche bis nach Ostern zu reduzieren. Reisen in Krisengebiete seien zu überdenken und anzuzeigen.
"Wir hoffen auch auf die Bereitschaft der Kollegen, im Extremfall kurzfristig aus dem Urlaub zurückzukehren", sagte Horst Kiehne. Sämtliche Dienstreisen bis zum 18. April werden abgesagt.  

Das DRK-Solferino am Exer soll aufgrund des großen Außenbereichs und der entsprechenden Durchlüftung geöffnet bleiben – wenn dem keine behördliche Anordnung entgegensteht. Auch der beliebte Osterbrunch (13.  April) wird zunächst nicht abgesagt.    

"Darüber hinaus planen wir weitere Hygieneschulungen, an denen kurzfristig sämtliche Mitarbeiter verpflichtend teilnehmen werden", kündigte Andreas Ring an. Nach einer bereits in dieser Woche erfolgten Schulung für Mitarbeiter des Landkreises wird auch dort in der nächsten Woche eine weitere Schulung angeboten.

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news-279 Tue, 19 Nov 2019 12:28:22 +0100 DRK begleitet Grenzöffnungsfeierlichkeit in Mattierzoll https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-begleitet-grenzoeffnungsfeierlichkeit-in-mattierzoll.html In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 30 Jahren versammelten sich am 12. November mehrere hundert Menschen in Mattierzoll. Die Schnelleinsatzgruppe unterstützte mit einem Stromgenerator die Redner. In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 30 Jahren versammelten sich am 12. November mehrere hundert Menschen in Mattierzoll. Rund um das Gelände des ehemaligen Wachturmes tauschten sie Erinnerungen an die Zeit der Teilung und dem bewegenden Moment der Grenzöffnung aus. Mit dabei waren auch zwei Ehrenamtlichen der Schnelleinsatzgruppe vom DRK-Kreisverband Wolfenbüttel. „Neben der sanitätsdienstlichen Begleitung der Gedenkveranstaltung mit Personal und einem Krankenwagen stellten wir den Stromgenerator, mit dem die Mikrofonanlage betrieben wurde“, berichtet SEG-Leiter Dirk Jürges. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem vom ehemaligen Wolfenbütteler Landrat und Landtag-Abgeordneten für die CDU, Ernst-Henning Jahn.  Als Redner waren neben dem Bundesminister a. D. Siegmar Gabriel auch die ehemaligen Landtagspräsidenten Jürgen Gansäuer aus Niedersachsen und Dieter Steinecke aus Sachsen-Anhalt zu Gast. „Einige unserer aktiven Mitglieder können sich noch daran erinnern, dass bei Winnigstedt Deutschland einfach zu Ende war“, erklärt Jürges.

Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher war damals 25 Jahre alt und für das DRK als Zugführer vor Ort. „Wir hatten die ersten Wochenenden in Mattierzoll eine Sanitäts- und Betreuungsstelle eingerichtet. Die DDR-Bürger standen oft lange im Stau und waren dankbar für die Möglichkeit zum Beispiel ihren Kindern die Windeln zu wechseln“, erinnert er sich. Auch das Technische Hilfswerk bezog bei ihnen in Mattierzoll Quartier und unterstützte mit kleineren Reperaturen an den Trabis. Auf dem Stadtmarkt in Wolfenbüttel richtete das DRK nach einer Weile eine Essensausgabe ein, an der es kostenlos Erbsensuppe gab. Das Engagement der ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Helfer wurde auch vom damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht gelobt, der sie bei ihrer Arbeit an den Hilfsstellen besuchte.

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news-185 Mon, 29 Apr 2019 18:19:44 +0200 Cinestar-Mitarbeiterinnen verkaufen Plakate für die Wolfenbütteler Tafel https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/cinestar-mitarbeiterinnen-verkaufen-plakate-fuer-die-wolfenbuetteler-tafel.html Die Helden aus den Kino-Blockbustern „Star Wars“ und „Spiderman“ kamen jetzt über einen Umweg der Tafel des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel zu Hilfe. Die Mitarbeiterinnen des Cinestar Wolfenbüttel, Ronja Kremling und Jennifer Krüger, hatten ehrenamtlich einen Flohmarkt organisiert und alte Kino-Plakate verkauft. Dabei kamen 605 Euro zusammen, die jetzt Juliane Liersch entgegennahm.

„Wir  nutzen das Geld für unser Projekt Tafel packt Babytasche“, erklärte Liersch, Koordinatorin des Eberts Hof, in dem neben der Tafel auch die Rotkreuz-Boutique zu finden ist. Mit „Tafel packt Babytasche“ unterstützt das DRK Frauen, die ihr erstes Kind erwarten und sich in einer finanziellen Notlage befinden. Von der Tafel erhalten die werdenden Mütter beispielsweise Windeln und Babynahrung.

„Bei Bedarf kaufen wir aber auch Kinderbetten und Matratzen“, erzählt Liersch. Zu den Abnehmern zählen beispielsweise Bewohnerinnen des Frauenschutzhauses, die teilweise von herzzerreißenden Schicksalen berichten. „Umso schöner ist es dann, diese Menschen lächeln zu sehen, wenn wir ihnen die Babytasche als Unterstützung überreichen“, so Liersch.

Die Rotkreuzlerin bedankt sich bei den beiden Cinestar-Mitarbeiterinnen und den vielen Kino-Kunden im Namen der Tafel. „Viele der Kunden haben für ihre Poster mehr als den angeschlagenen Preis bezahlt, als wir ihnen erzählten, für welches Projekt wir sammeln“, sagt Ronja Kremling.

Beim Verkaufstag sei viel los gewesen. Insbesondere die A2-Plakate zu den ausgelaufenen Filmen „Star Wars“, „Solo“ und „Bohemian Rhapsody“ seien sofort vergriffen gewesen. „Auch unsere Sammlung von Plakaten zu Anime-Filmen sind wir schnell losgeworden“, berichtet Kremling. Neben den Postern gab es auch Banner und kleine Aufsteller – zum Beispiel zum Spiderman-Film. „Es hat viel Spaß gemacht. Wir wollen solche Aktionen jetzt häufiger durchführen“, so Kremling.

Möchten Sie mehr über die Arbeit der Tafel Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

 

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news-184 Fri, 19 Apr 2019 11:54:59 +0200 Betroffene reden Klartext in ITZ-Vortragsreihe https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/betroffene-reden-klartext-in-itz-vortragsreihe.html Veranstaltungen mit Gee Vero, Hans Wocken und Raúl Krauthausen bilanzieren zehn Jahre UN-Behindertenrechts-Konvention. Es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet werden. In einigen Kommunen, Behörden und Betrieben wird zwar eifrig über Barrierefreiheit und Teilhabe gesprochen, umgesetzt wurde sie aber nicht überall.

„Die UN-Behindertenrechts-Konvention hat die Rechtslage für Menschen mit Behinderungen seit zehn Jahren deutlich verbessert“, sagt Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, „aber tatsächlich hat sich für die Betroffenen viel zu wenig geändert.“

Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe rund um das Thema Inklusion will das DRK Wolfenbüttel die Situation weiter hinterfragen. Anlass ist auch das 10-jährige Bestehen des Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Zu diesem Anlass möchten Stoch und seine Mitarbeiter zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Es sei kein Zufall, dass der letzte Vortrag der Reihe, sozusagen als Höhepunkt, am Sonntag, 5. Mai stattfindet. Es ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

„Ich finde es wichtig, dass die Betroffenen dabei selbst zu Wort kommen“, erklärte Thomas Stoch, der sich über die Zusage von drei hochkarätigen Referenten freut. Gee Vero hat selbst Asperger und ist zudem Mutter eines autistischen Kindes. Raúl Krauthausen ist für viele Menschen mit Behinderungen ein Vorbild, er bündele die Wünsche und Hoffnungen einiger Betroffenen. Auch der bundesweit bekannte Bildungsexperte Hans Wocken wird in Wolfenbüttel zum Thema „Inklusion in der Schule“ Klartext reden.  

Flyer der Vortragsreihe zum Herunterladen.

Die Vortragsveranstaltungen

„Mein Leben mit Autismus – Ich, mein Selbst und die Anderen“ ist der Titel des Vortrags der Künstlerin Gee Vero am Donnerstag, 25. April.
Gee Vero wendet sich in ihrem Vortrag an alle Menschen, die sich der Herausforderung des Mitmensch-Seins mit autistischen Personen stellen. Sie berichtet über ihr Leben und über ihre Erfahrungen in dieser Gesellschaft. Zudem erklärt Gee Vero in ihrem Vortrag die neurologischen Abläufe, die Wahrnehmung entstehen lassen – und warum sie autistisches Verhalten als richtiges Verhalten sieht.
Wann?Wo? Donnerstag, 25. April, 18 bis 20 Uhr im DRK-Solferino, Am Exer 17, Wolfenbüttel.  

„Die inklusive Schule – Motive, Konzept, Bildungspolitik“ hinterfragt Prof. Dr. em. Hans Wocken am Donnerstag, 2. Mai.
Der Wissenschaftler war Professor für Behinderten- und Integrations-Pädagogik an der Universität Hamburg und erläutert, was es mit einer inklusiven Pädagogik und einer inklusiven Bildungspolitik auf sich hat. Hans Wocken geht der Frage nach, warum eine inklusive Bildung wichtig und erstrebenswert ist. In seinem Vortrag möchte er diskutieren, was eine inklusive Schule auszeichnet – und wie eine ideale inklusive Bildungslandschaft aussehen kann.
Wann?Wo? Donnerstag, 2. Mai, von 18 bis 20 Uhr im DRK-Solferino, Am Exer 17, Wolfenbüttel.

„Dachdecker wollte ich eh nicht werden!“, erklärt abschließend Raúl Krauthausen in seiner Lesung am Sonntag, 5. Mai. Der Berliner Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit arbeitet seit mehr als 15 Jahren in der Internet- und Medienwelt. Hier fordert er nachhaltig mehr Rechte, eine größere Selbstbestimmung und eine Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen. Bei seinem Besuch in Wolfenbüttel liest er einige Passagen aus seiner Biographie „Dachdecker wollte ich eh nicht werden! Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“ und erläutert Hintergründe zum neuen Kinofilm „Die Kinder der Utopie“. Vor und nach dem Vortrag ist Gelegenheit zu Gesprächen. Es gibt Getränke und kleine Leckereien aus der Küche des Inklusionsbetriebs DRK-Solferino.
Wann?Wo? Sonntag, 5. Mai, von 17 bis 19 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) im Hörsaal und Foyer der Ostfalia Hochschule, Am Exer 11, Wolfenbüttel.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos. 

10 Jahre ITZ

Die wesentliche Säule in den Angeboten der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH feiert 2019 ihr zehnjähriges Bestehen. Im Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) sind am Standort Exer 19a in Wolfenbüttel zahlreiche Angebote rund um Therapie, Gesundheit, Beratung und Betreuung zu finden: Die Praxis für Ergotherapie, Autismus-Ambulanz, Schulassistenz, Fachgruppe Wohnen, der Familienentlastende Dienst (FED) und der Fachdienst berufliche Eingliederung leisten hier wichtige Hilfen für Betroffene und ihre Angehörigen. Weitere Informationen unter www.itz-drk.de

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news-181 Fri, 12 Apr 2019 14:59:54 +0200 Spende für die Tafel https://www.drk-kv-wf.dehttps://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-fuer-die-tafel.html Die Tafel des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel erhielt jetzt eine Spende über 500 Euro für das Projekt „Tafel packt Babytasche“. Das Geld stammt aus der Kasse des Ortsvereins Denkte. Die Vorsitzende Erdmuth Queißer hatte zur Scheck-Übergabe an Juliane Liersch zahlreiche Aktive aus ihrem Verein ins DRK-Solferino mitgebracht. „Wir treffen uns hier zum gemeinsamen Mittagessen als kleines Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit“, erklärt  Queißer. Die Mitglieder des DRK-Ortsvereins engagieren sich beispielsweise regelmäßig rund um die Blutspende oder bieten einen Besuchsdienst an.

„Ich bedanke mich im Namen der Tafel für diese großzügige Spende“, sagt Juliane Liersch, Koordinatorin des Eberts Hof, in dem neben der Tafel auch die Rotkreuz-Boutique beheimatet ist. Schon in den vergangenen Jahren gab es Spenden aus Denkte. „Letztes Jahr haben wir damit die Spielecke für Kinder im Eberts Hof eingerichtet“, erzählt Liersch.

In diesem Jahr fließen die 500 Euro in das Projekt „Tafel packt Babytasche“, das Frauen unterstützt, die ihr erstes Kind erwarten und sich in einer finanziellen Notlage befinden. Sie bekommen von der Tafel ein individuelles Paket, das viele der notwendigen Anschaffungen enthält, die man beim ersten Kind benötigt – beispielsweise Windeln und Babynahrung.

Bei Bedarf beschafft die Tafel aber auch Kinderbettchen und -wagen. „Die wollen wir von dem Spenden-Geld kaufen“, sagt Liersch und ergänzt: „Wer ein Kinderbett oder einen Kinderwagen übrig hat und für unser Projekt spenden möchte, kann uns die Sachen gerne im Eberts Hof zu den Öffnungszeiten vorbei bringen.“

Mehr Informationen über die Tafel und unsere Secondhand-Boutique erfahren Sie auf der Internetseite des Eberts Hof.

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