DRK Presseinformationen https://www.drk-kv-wf.de de DRK Fri, 27 May 2022 13:50:59 +0200 Fri, 27 May 2022 13:50:59 +0200 TYPO3 EXT:news news-638 Fri, 27 May 2022 13:39:00 +0200 Spende Round Table https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-round-table.html Sozusagen "Alte Bekannte" begrüßte Juliane Liersch jetzt in der Tafel des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Die Round-Tabler Wolfenbüttel-Salzgitter (112) gehören seit Jahren zu den eifrigsten Spendern für jene Bedürftigen, die sich das Notwendigste aus der Rotkreuz-Einrichtung am Großen Zimmerhof 29 (im Eberts Hof) abholen. Diesmal kamen RT-Präsident Daniel Schmitt-Monreal und Adrian Möker mit Waren im Wert von 1100 Euro.

"Wir hatten wieder einigen Erfolg mit unseren Aktionen, wie zum Beispiel dem Gastro-Quartett", erzählte Schmitt-Monreal. Durch diese Verkäufe waren 1000 Euro zusammengekommen, die dann vom Edeka-Center Pacholski (Rehmanger) um zehn Prozent aufgestockt wurden. Außerdem packte der Markt mehrere Rollcontainer mit Lebensmitteln und Hygiene-Artikeln. "Ich durfte sogar wieder eine Bedarfsliste zusammenstellen", freute sich Eberts-Hof-Leiterin Juliane Liersch bei der Übergabe.

Die Zusammenarbeit mit den Round Tablern empfindet sie als vorbildlich. Und auch der Service-Club selbst, in dem junge Männer bis 40 Jahren organisiert sind, freut sich stets über die gute Resonanz seiner Aktionen. "Seit drei Jahren starten wir beispielsweise in der Weihnachtszeit die Initiative 'Tüten für die Tafel' in Wolfenbüttel", erzählt Möker. Die habe sich zu einem Renner entwickelt. "Zuletzt konnten wir 500 Tüten verkaufen."

Der "Tisch" 112 habe nun von den Versorgungsengpässen der Tafel gehört, sagte Schmitt-Monreal. "Darum sind wir hier." Bei aller Freude kam Juliane Liersch aber nicht umhin, erneut auf die schwierige Lage der Tafel hinzuweisen. "Wir hoffen jeden Tag wieder, dass es reicht." Am Dienstag sei eine neue brisante Marke erreicht worden: "Erstmals betreuen wir 200 Familien aus der Ukraine." Das sei nicht nur problematisch, was die verfügbare Ware angeht. Ebenso herausfordernd sei die erste Anmeldung dieser Menschen: "Das ist schon wegen der Sprachbarrieren sehr zeitaufwändig." Die Tafel habe sich nun enschlossen, Neuanmeldungen ausschließlich Dienstags von 13.30 bis 15 Uhr anzubieten.

Die Gesamtzahl der Abholer entwickele sich ebenso rasant und liegen nun bei 1200 Menschen: "Noch vor kurzem kamen 35 Personen pro Tag, jetzt sind es 60." An einem Tag in der vorigen Woche wurde sogar die Zahl von 100 Abholern erreicht – übrigens liegt diese Steigerung längst nicht nur an den Flüchtlingen aus der Ukraine. "Wir sind eigentlich ganz froh, dass mittlerweile auch Rentner kommen, bei denen das Geld nicht reicht", erklärt die Tafel-Leiterin. Dafür seien natürlich die Preissteigerungen der vergangenen Wochen verantwortlich. "Bisher hatten diese Menschen eine hohe Hemmschwelle und große Leidensfähigkeit – ich bin froh, dass sie sich jetzt bei uns melden."

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news-635 Fri, 20 May 2022 10:41:00 +0200 Das Solferino Nummer 7 hat wieder geöffnet https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/das-solferino-nummer-7-hat-wieder-geoeffnet.html Endlich ist es so weit: Das Solferino Am Exer in Wolfenbüttel hat wieder seine beiden Einrichtungen geöffnet. Neben dem Hauptlokal, der Nummer 17, ist nun auch wieder die kleinere Nummer 7 am Start – mit einem der schönsten Gastro-Gärten der Stadt.

"Wir freuen uns sehr, nun endlich die letzten Nachwirkungen der Corona-Zeit hinter uns zu lassen", kommentiert Solferino-Geschäftsführerin Corina Bornecke diesen jüngsten Schritt. Die Öffnung geht einher mit einer Erweiterung des kulinarischen Angebots. Gleichwohl bleibt das Motto des DRK-Inklusionsbetriebs bestehen: "Exklusive Gaumenfreuden, inklusiv zubereitet."

"Vor allem haben wir jetzt wieder unsere beliebte Currywurst mit Pommes im Programm", nennt Serviceleiterin Anja Höltje zuerst einen Dauerbrenner. Neu auf der Karte sind hingegen Fish&Chips, das englische Nationalgericht. Und das wird im Zweifel sogar landestypisch serviert: "Wer es to go bestellt, bekommt die Speise in der original Newspaper-Tüte – und auf Wunsch sogar mit englischem Malz-Essig."

Die beliebten Burger-Varianten wurden erweitert um einen veganen Jackfruitburger, außerdem bleibt den Gästen das breite Angebot an Pizza, Salat-Bowls und Wok-Spezialitäten erhalten. "Neu ist auch, dass wir zur Kaffeezeit immer hausgebackenen Käsekuchen anbieten", betont Corina Bornecke. Die neue Öffnungszeit der Nummer 7 ist nun von Montag bis Freitag, 11.30 bis 15.30 Uhr.

Im Hauptgeschäft Nummer 17 hingegen geht es schon früher los – gerade die Nachfrage nach den Frühstücken ist groß. Von 8.30 bis 11 Uhr gilt das Frühstücksangebot, danach folgt der Mittagstisch bis 15 Uhr. Neben dem schönen Garten wurde kürzlich auch die renovierte Lounge wiedereröffnet. "Wir haben Kuchen, Eiskugeln und vieles mehr", wirbt Anja Höltje. Auch das oft nachgefragte selbstgemachte Sauerfleisch im Glas stehe wieder zum Mitnehmen bereit.

Übrigens ist das Solferino auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern. "Wir haben schon vor einiger Zeit die Kurzarbeit beendet", erzählt die Geschäftsführerin. Nun laufe das Geschäft wieder richtig rund, und auch die Bestellungen externer Familienfeiern, die das Solferino mit Speisen aller Art bis zum Fingerfood beliefert, nimmt wieder zu. Zum 1. Juni komme außerdem ein neuer Großauftrag hinzu: "Wir werden die Kantine des Helmholtz-Zentrums in Stöckheim bewirtschaften. Wer Lust hat, dort oder am Exer als Servicekraft anzufangen in Vollzeit oder Teilzeit, kann sich gerne melden."

Möchten Sie mehr über das Solferino wissen?
Weitere Infos und den aktuellen Speiseplan finden Sie auf der Internetseite des DRK-Solferino.

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news-633 Wed, 18 May 2022 08:32:00 +0200 Baustellen-Rundgang https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/baustellen-rundgang.html Der Bau des neuen DRK-Zentrums an der Mascheroder Straße schreitet zügig voran – ausgesprochen zügig sogar: "Wir liegen drei Wochen vor unserem Zeitplan", sagte jetzt Wolfgang Jung vom leitenden Architekturbüro gjh architecten (Salzgitter-Lichtenberg). Er begleitete eine Besuchergruppe vom Präsidium des DRK-Kreisverbandes und erläuterte den aktuellen Sachstand auf der Baustelle am höchsten Punkt Wolfenbüttels.

Drei Viertel sind geschafft vom Rohbau, konkret: Mit Keller, Erdgeschoss und 1. Etage ist fürs Auge schon eine Menge passiert. In der Höhe fehlt jetzt nur noch die 2. Etage. "Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Baufortschritt", betonte Jung. Dafür habe in erster Linie die beständige Witterung gesorgt, doch der Architekt lobte auch die Baufirma: "Es hat sich ausgezahlt, dass wir mit Firma Subotic aus Lengede nur einen Ansprechpartner haben." Das vermeide Reibungsverluste, außerdem verfüge das Bauunternehmen über ein belastbares Netzwerk: "Hier arbeiten nur Leute, die extrem engagiert sind", hat er auf der DRK-Baustelle bemerkt. "Die bleiben auch mal eine Extra-Stunde, wenn eine Arbeit noch nicht fertig ist."

Die Präsidiumsmitglieder hörten es mit Freude und ließen sich auch gern über Details zur Dämmung, Wasserablauf und den Fenstereinbau informieren. Die starke Rasterung der Fassade mit ihren bodenständigen Fenstern, wie sie von der Straße schon gut zu erkennen ist, sei im Inneren aufgenommen worden – zumindest nach Süden. "Auf diese Weise fließt das Tageslicht nicht nur in die Büros, sondern durch sie hindurch auch in den Flur." Der lange Gang ist derzeit noch mit einem wahren Wald aus Patentstützen zugestellt. "Wenn er fertig ist, wird er breit und lichtdurchflutet sein", versicherte Jung. Auf diese Weise werde der in vielen Bürogebäuden vorherrschende Kasernen-Charakter in den Gängen vermieden.

Natürlich wird auch im neuen DRK-Zentrum in erster Linie gearbeitet. Das muss aber nicht heißen, dass keine schönen Räume geplant sind. Der Empfangsraum beispielsweise mit dem Fahrstuhl-Turm über vier Etagen und der freien Treppe in den 1. Stock lässt sich in seiner Ausstrahlung schon erahnen. Und der große Besprechungs- und Veranstaltungsraum mit Platz für bis zu 199 Personen hat schon jetzt einen schönen Blick ins Grün des Lechlumer Holzes.

Der Haupteingang bekommt zwei elektrische Schiebetüren, solche Windfänge nennt man heutzutage Schleusen. Das Gelände davor liegt zurzeit noch deutlich tiefer, wird aber angepasst. "Dort wird es keine Rampe geben", sagte der Architekt. Vielmehr soll das Bodenniveau angeschüttet werden. "Versiegelt wird aber nichts. Wir setzen auf einen versickerungsfähigen Unterbau."

Dass dies ein Haus der kurzen Wege wird, verdeutlichte Wolfgang Jung anhand verschiedener Beispiele. Nicht zuletzt die Küche, Lager und Versammlungsraum liegen dicht beieinander. Der Aufzug als "Durchlader" (von beiden Seiten zu befahren) stellt eine weitere Klammer dar. Und der Architekt schwärmte auch von den Lösungen für die Dächer: Dort sollen Photovoltaik-Anlagen (PV) großflächig dafür sorgen, dass die DRK-Zentrale ihren benötigten Strom selbst herstellt. Dort wo keine PV möglich ist, sind Gründächer vorgesehen.

Die Besucher zeigten sich beeindruckt. "Das war ein informativer Rundgang", erklärte Heike Kanter. Besonders erfreulich sei, dass die Fertigstellung des 1. Bauabschnitts mit den Räumen für die Verwaltung im Zeitplan liege. "Außerdem glaube ich, dass das hier richtig schön wird – bei mir zumindest herrscht schon Vorfreude pur."

Björn Försterling hatte zunächst die DRK-Mitarbeiter im Blick: "Schon im Rohbau lässt sich erkennen, dass sich ihre Arbeitsbedingungen hier deutlich verbessern werden." Er sei heute noch immer genauso überzeugt von der Idee eines Neubaus, wie an dem Tag der Beschlussfassung im Präsidium. Gleichwohl mahnte er bei dieser Gelegenheit erneut den 2. Bauabschnitt an, der die Unterbringung von Rettungsdienst und Katastrophenschutz vorsieht – aber noch kein Grünes Licht von der Kreispolitik hat: "Wir sind nach wie vor in Verhandlungen mit dem Landkreis und betonen stets, wie wünschenswert der 2. Bauabschitt ist." Dem DRK sei klar, dass dieser Schritt eine Investition bedeute. "Aber bei weiterer Verzögerung wird es von Tag zu Tag teurer." Außerdem seien die Zustände in Rettungsdienst und Katastrophenschutz schwierig: "Wir möchten nach 20 Jahren der Provisorien nicht, dass Mitarbeiter und Fahrzeuge weitere 20 Jahre im Provisorien arbeiten müssen."

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news-632 Fri, 13 May 2022 10:12:18 +0200 Versprochen ist versprochen – DRK holt verschobene Kino-Veranstaltung im Filmpalast nach! https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/versprochen-ist-versprochen-drk-holt-verschobene-kino-veranstaltung-im-filmpalast-nach.html Am Sonntag, 15. Mai wird es voll im Wolfenbütteler Traditionskino Filmpalast. Eigentlich sollte die große Kinoaktion des DRK schon zum Jahresauftakt im Januar stattfinden, zu der traditionell alle Patienten, Klienten und Besucher des ITZ Therapiezentrums, sowie deren Familien eingeladen werden. „Es sah erst so aus, als könnten wir es wagen“, erklärt Thomas Stoch, Geschäftsführer der Einrichtung auf dem Exer-Gelände. Ausgewählt wurde der neue Disney-Film „Encanto“, der vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderungen und ihren Familien Freude gemacht hätte.  Aber leider musste der gemeinsame Jahresauftakt im Januar verschoben werden. Stoch: „Die Corona-Situation hatte es einfach nicht möglich gemacht. Aber jetzt sind die Regelungen gelockert – unsere Gäste werden sich freuen, dass wir die Aktion am Sonntag nachholen.“

Seit 16 Jahren finden die Kino-Veranstaltungen des DRK schon statt. Für viele der Familien das einzige Mal im Jahr, dass sie mit ihren Kindern ins Kino gehen. „Bei unserer Aktion ist es egal, wenn jemand etwas unruhig sein sollte oder seiner Freude Ausdruck verleiht“, lacht Katharina Hefenbrock. Sie leitet den Familienentlastenden Dienst (FED) in Wolfenbüttel und wird die Gäste vor dem Film begrüßen. Die Veranstaltung wird gerne besucht, weil sie Begegnung schafft. Einige treffen sich danach in Wolfenbütteler Restaurants und gehen gemeinsam Essen. Auch einige Mitarbeiterinnen des DRK nehmen immer wieder gerne an dieser Aktion mit ihren Kindern teil.

Am Sonntag, 15. Mai um 11:00 Uhr öffnen also die Türen im Filmpalast an der Langen Strasse. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig. Vor und nach dem Film können sich Interessierte über die Angebote der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH informieren und sich mit anderen Kunden und dem Team austauschen.

Informationen und  Anfragen über die Arbeit des DRK im Bereich der Behindertenhilfe können unter 05331 / 927 847 0 oder per E-Mail an Infoinkluzivo.de gestellt werden.

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news-631 Mon, 09 May 2022 10:47:00 +0200 Tafel packt Babytasche freut sich über Lagerfläche https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/tafel-packt-babytasche-freut-sich-ueber-lagerflaeche.html Aufatmen in Eberts Hof: Der Second-Hand-Laden mit angeschlossener Tafel-Abteilung des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel hat in unmittelbarer Nähe ein Ausweichquartier mit weiteren Lager-Kapazitäten gefunden. "Wir brauchten dringend eine Fläche, um die platzraubende Ausrüstung unserer Aktion ,Tafel packt Babytasche' unterbringen zu können", erklärte Juliane Liersch vom Roten Kreuz.

Sie wurde in der Stobenstraße 12 fündig – und somit in fußläufiger Entfernung zu Eberts Hof im Großen Zimmerhof 29. Das Allerbeste: Die „Grundstückgemeinschaft Schumacher Factorei GbR“ stellt dem DRK die Räume kostenlos zur Verfügung. "Ich bin froh, wenn diese 50 Quadratmeter wieder ein bisschen mit Leben erfüllt werden", erläuterte Sebastian Schumacher die Beweggründe bei der Schlüsselübergabe. Das historische Ensemble warte derzeit noch auf die Sanierung. "Bis dahin ist es schön, dass wir dem Roten Kreuz helfen können."

Juliane Liersch ist hocherfreut. "Jetzt können wir vieles von dem, was wir für Frauen und Kinder in Petto haben, hier einlagern." Von Kinderwagen über Laufställe, Bettchen bis hin zu Windelpaketen, Wäsche und Textilien hat sich einiges angesammelt. "Neben der erfreulichen Tatsache, dass man hier mit einem Lieferwagen vorfahren kann, punktet der Standort mit der Nähe zur Innenstadt", lobte die ehrenamtliche Leiterin von Eberts Hof. Das DRK habe mehrere Angebote in der Peripherie von Wolfenbüttel gehabt. "Da draußen nützen uns Flächen aber nichts."

Mittlerweile wurde der Raum schon mal durchgefegt, und auch lockerer Putz wurde entfernt. "Bei dieser Gelegenheit wurden wir ganz oft von Spontanbesuchern angesprochen", erzählte Juliane Liersch. In der Stobenstraße gebe es erstaunlich viele Fußgänger. "Es waren auch viele Flüchtlinge unter den Fragenden, aber wir wollen an unserem Konzept festhalten: Die Ausgabe findet ausschließlich im Großen Zimmerhof statt – in der Stobenstraße ist nur ein Lager."

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.
 

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news-629 Fri, 29 Apr 2022 08:10:00 +0200 am 04.05. DRK-Vortrag:„Das Budget für Arbeit – ich zeige dir meine Arbeit“ https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-vortrag-am-mittwoch-4-mai-das-budget-fuer-arbeit-ich-zeige-dir-meine-arbeit.html Am Mittwochabend lädt das DRK Wolfenbüttel zu einem besonders anschaulichen Vortrag ins Solferino ein. Thema ist das „Budget für Arbeit“, eine Möglichkeit für Menschen mit Beeinträchtigungen, alternative Wege in die Beschäftigung zu finden. Viele wünschen sich, nicht in einer der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen arbeiten zu müssen.

An diesem Abend kommen vier junge Menschen zu Wort, die eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt angenommen haben und von ihren Erfahrungen berichten möchten.

„Bei der Veranstaltung wollen wir ausdrücklich die Betroffenen selbst zu Wort kommen lassen“, erklärt Sabine Apitz. Sie ist Teamleitung beim Fachdienst für berufliche Eingliederung (FBE) der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH. Ihr Team begleitet die Teilnehmenden des FBE in Praktika, sie führen Qualifizierungen durch und finden gemeinsam passende Arbeitsumgebungen in der Region. „Und wir haben sofort einige gefunden, die mitmachen wollten und stolz darauf sind, ihren persönlichen Weg an diesem Abend vorzustellen“, ergänzt die Sozialarbeiterin.

Die Idee zu dieser Veranstaltung kam den Verantwortlichen, weil am Folgetag der Europäische Protesttag für Menschen mit Behinderungen stattfindet. Die Beschäftigung dieses Personenkreises auf dem ersten Arbeitsmarkt und somit auch deren faire Entlohnung, sei immer noch keine Selbstverständlichkeit. Daher müsse über die bestehenden Möglichkeiten berichtet werden.

Apitz: „Jeder Einzelne von uns ist wichtig für die Gesellschaft und die Arbeitswelt, egal ob mit Einschränkung oder ohne. Oft zeigt sich, dass die Beschäftigung von Menschen, die manchmal ein wenig Unterstützung benötigen, das Betriebsklima positiv beeinflusst.“ Das wird an diesem Abend sicher deutlich.

Wann und wo?

Vortrag am Mittwoch, 04.05.2022
Ort Solferino
Am Exer 17, 38302 Wolfenbüttel
Beginn 17:30 Uhr
Ende 19:30 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Teilnahme ist kostenlos.

Für Rückfragen steht das Team des DRK per E-Mail unter infoinkluzivo.de oder per Telefon unter 05331 / 927 8470 zur Verfügung. Nähere Informationen über die Angebote gibt es auf der Homepage www.itz-drk.de

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news-624 Fri, 15 Apr 2022 16:05:11 +0200 DRK-PSNV-Staffel aus Wolfenbüttel zur Fortbildung in Eschede https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-psnv-staffel-aus-wolfenbuettel-zur-fortbildung-in-eschede.html Die ehrenamtliche Katastrophenschutzformation für Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel machte sich auf die eine knappe Autostunde und 80 Kilometer entfernte Tour nach Eschede, dem Ort, dessen Name schicksalhaft mit der ICE-Katastrophe vom 1998 verbunden ist und als Geburtsort der Notfallseelsorge in Deutschland gilt. Um 10:59 Uhr entgleiste am 3. Juni 1998 der ICE 151 Conrad-Wilhelm-Röntgen bei Tempo 200 an einer Weiche in Eschede und prallte gegen die Pfeiler der Rebberlaher Brücke. Die ersten vier Waggons konnten die Brücke noch passieren, dann stürzte die 200 Tonnen schwere Brücke ein und zerquetschte den fünften Waggon halb, die restlichen sieben Waggons schoben sich zusammen, der vordere Triebkopf kam nach zirka zwei Kilometern zum Stillstand. 101 Menschen starben, viele wurden zum Teil schwer verletzt, einige leiden noch immer unter den Folgen. Die bedrückenden Bilder mussten auch von den zahlreichen Einsatzkräften verarbeitet werden.

Katastrophen kommen aus heiterem Himmel und haben eine ganz eigene Dynamik. Das haben die Mitglieder der DRK-Staffel PSNV Wolfenbüttel bei ihrem ersten Staffel-Einsatz im Rahmen der Flutkatastrophe im Juli 2021 im Ahrtal festgestellt. Die PSNV-Staffel wurde als Teil der vom DRK gestellten Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises Wolfenbüttel erst 2020 aufgestellt. Sie setzt sich aus Mitgliedern der PSNV des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel und Mitgliedern der Notfallseelsorge Wolfenbüttel zusammensetzt und wird vom DRK-Gruppenführer Rainer Elsner geleitet.

Eschede wurde nun Mitte März 2022 Ort einer zweitägigen Fortbildung der PSNV-Staffel, um mit leitenden Einsatzkräften der damaligen Katastrophe ins Gespräch zu kommen und vor Ort Erfahrungen auszutauschen. Von Augenzeugen und mit den Abläufen gut vertrauten Fachleuten, die seinerzeit verantwortlich leitend den Einsatz maßgeblich koordiniert hatten, das Szenario und das Vorgehen an der Unglücksstelle und heutigen Gedenkstätte geschildert zu bekommen, hatte eine beeindruckende Intensität. Vor Ort standen der ehemalige Kreisbrandmeister Gerd Bakeberg und der damalige stellvertretende Gemeindedirektor Klaus Drögemüller dem Team Rede und Antwort und führten die Gruppe durch Eschede, erläuterten die Abläufe und gaben viele Hintergrundinformationen auch zur Zeit nach dem Unglück und zu dessen Aufarbeitung.

Angesichts der Dimensionen der Katastrophe fällt es schwer, die richtigen Worte zu finden, aber es gab seinerzeit wohl doch so etwas wie das sprichwörtliche „Glück im Unglück“, wie beispielsweise, dass infolge einer baustellenbedingten Gleisbaustelle in der Nähe von Hannover es keine Begegnung von zwei ICE auf der Strecke gekommen ist und der Unglückszug „nur“ alleinbeteiligt war sowie die Unglücksstelle logistisch gut zugänglich war. Zudem war die örtliche Einsatzleitung durch die verheerenden Waldbrände in der Heide 1975 bereits mit Großschadenslagen vertraut und man hatte die damaligen Probleme erkannt, ausgewertet und versucht Vorsorge zu treffen.

Äußerst beeindruckend waren die Schilderungen zu den von den Verantwortlichen eingeleiteten Maßnahmen und dazu, was sich an Eigendynamik durch die Bevölkerung von Eschede sowie unmittelbaren Anwohner spontan entwickelt hatte.

Wenn es eine Lehre aus der Katastrophe und klare Empfehlung an andere Katastrophenschutzeinheiten gibt, dann vor allem die, dass unmittelbar alles, was mobilisierbar sein könnte, auch umgehend alarmiert wird. „Groß denken und handeln“ sei das erste Gebot der Stunde, so die erfahrenen und maßgeblich an der Bewältigung der Einsatzlage beteiligten damaligem Verantwortlichen. Es wurden 1998 alle überregional angebotenen Hilfen angenommen und versucht, strukturiert die Großschadenslage abzuarbeiten. Wenn man die Bilder und Berichte vor Augen hat mit der ungefähr 700 Meter langen Unglücksstelle und dem unvorstellbaren Maß an Zerstörung, schwer zugänglichen verkeilten Waggons und Großzahl an Verunglückten, dann ist es rückblickend schon beachtlich, dass bereits gegen 14:30 Uhr alle Verletzten geborgen und auf dem Weg in die Kliniken waren.

Sehr interessant war auch zu hören, wie parallel zum Abarbeiten der eigentlichen Unglücksstelle neben vielen anderen einzuleitenden Maßnahmen unter anderem die Steuerung einer geordneten Medienberichterstattung organisiert wurde. Das Interesse an der Berichterstattung von vor Ort durch die vielen Medienberichterstatter wurde durch geordnete und begleitete Führungen in einem vorgegebenen Zeitfenster und ausgewählten Einsatzabschnitten sichergestellt, ohne dass die Bergungsarbeiten dabei erschwert oder gestört wurden. Zudem wurde unter anderem umgehend für die Trauerbewältigung ganz in der Nähe der zerstörten Brücke mit einem großen aus Paletten improvisierten Kreuz ein Ort der Trauer zur Ablage von Blumengebinden geschaffen, was sich als sehr hilfreich und wichtig herausgestellt hatte. Dieser Ort der Trauer ist heute die am Unglücksort errichtete Gedenkstätte mit ihren 101 Kirschbäumen.

Im Einsatz waren bei dem Unglück zirka 1.900 Mitarbeitende vom Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk, Polizei und Bundeswehr sowie rund 500 Einsatzkräfte der Feuerwehr. Unter anderem waren 274 Rettungsfachkräfte, 40 Ärztinnen und Ärzte und 39 Notärztinnen und Notärzte sowie 268 Mitarbeitende des nichtärztlichen Rettungsdienstes in die Rettung eingebunden. Die Feuerwehren hatten 100 Fahrzeuge im Einsatz, 19 Rettungshubschrauber, 42 Kranken- sowie 46 Rettungswagen waren vor Ort. Die Bundeswehr war mit 190 Soldaten, drei Bergepanzern, drei Transall-Transportflugzeugen sowie 18 Hubschraubern vertreten.

Selbst für routinierte Helferinnen und Helfer bedeutete die Verarbeitung des Unglücks eine außergewöhnliche psychische Belastung. Die Vielzahl von Verletzten und tödlich verunglückten Menschen waren Bilder und Erlebnisse, die sich tief in die Psyche der Helferinnen und Helfer eingebrannt haben.

Das Zugunglück von Eschede war das erste große Unglück in Deutschland, bei dem anschließend systematisch und in großem Umfang Einsatznachsorge betrieben wurde, um über einen langen Zeitraum die belasteten Einsatzkräfte zu unterstützen und zu begleiten.

Auch die im Landkreis Wolfenbüttel tätigen Mitglieder der PSNV-Staffel, die teilweise neben der Betreuung von Betroffenen auch im System der Einsatznachsorge tätig sind, helfen bei der Bewältigung besonders belastender Einsatzerfahrungen, wie sie zum Beispiel bei schweren Verkehrsunfällen oder dem Massenanfall von Verletzten auftreten können.

In diesem Rahmen ist es Standard, sich regelmäßig entsprechend fortzubilden, um im Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung und auch zur Qualitätssicherung für den Ernstfall und mögliche Einsatzszenarien gut vorbereitet zu sein. Neben theoretischen Fortbildungen, Rollenspielen und Dienstabenden ist da der praktische Erfahrungsaustausch wie mit den Kollegen der damaligen Einsatzleitung in Eschede ein wichtiger und hilfreicher Baustein.

Die Fortbildung wurde von den Staffelmitgliedern, die in der Notfallseelsorge Wolfenbüttel, dem SbE-Regionalteam Wolfenbüttel und dem DRK-Kriseninterventionsteam ehrenamtlich tätig sind, zugleich auch zum Anlass genommen, sich inhaltlich mit möglichen neuen Herausforderungen der aktuellen Lage der Kriegsflüchtlinge und der Helfenden zu befassen und sich organisatorisch und fachlich vorzubereiten.

Ergänzende Hinweise zur Gedenkstätte in Eschede gibt es auf der Eschede-Webseite (es öffnet sich ein externer Link)

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news-622 Fri, 15 Apr 2022 15:38:29 +0200 DRK, Feuerwehr und THW arbeiten bei der Ertüchtigung Hand in Hand https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-feuerwehr-und-thw-arbeiten-bei-der-ertuechtigung-hand-in-hand.html Auch in Wolfenbüttel finden die Folgen des Krieges in der Ukraine Ausdruck in der Ankunft von Menschen, die vor den Bomben in ihrem Land fliehen. Wie schon 2015 heißt es für das Deutsche Rote Kreuz in diesen Stunden der Not: „Helfen, wo es geht!“. Grundlagen wie Obdach, einen Schlafplatz, sanitäre Einrichtungen und Nahrung finden sich in der Gemeinschaftsunterkunft Realschule Schöppenstedt. Die Einrichtung wird vom DRK im Auftrag des Landkreises betrieben und konnte mithilfe des Technischen Hilfswerks (THW) und der Feuerwehrtechnischen Zentrale binnen kürzester Zeit für die Beherbergung von Menschen ertüchtigt werden.

“Vorab haben wir dort 40 Feldbetten aufgebaut, um behelfsmäßig einsatzbereit zu sein“, erklärt Heiner Schumacher, Kreisbereitschaftsleiter des DRK in Wolfenbüttel. „Am Mittwoch vergangener Woche erfolgte dann die Anlieferung von 50 Stockbetten und 30 Kinderbetten, sowie Matratzen und Bettwäsche.“ Alles sei Neuware. Insgesamt können so bis zu 130 Menschen in der Unterkunft Platz finden. Eingebunden in den Aufbau waren neben den zehn Kräften des DRK auch insgesamt 36 Feuerwehrleute vom Fachzug Logistik der Kreisfeuerwehr und aus den Feuerwehrbereitschaften. Hinzu kommen 23 Kameradinnen und Kameraden des Technischen Hilfswerks Wolfenbüttel, die den Aufbau unter anderem mit einem Gabelstapler unterstützt haben.

Mit derart vielen engagierten Ehrenamtlichen ist es kein Wunder, dass die Aufgabe der Ertüchtigung der Unterkunft in nur etwa vier Stunden abgeschlossen war. „Die ganzen Feldbetten mussten ja auch wieder abgebaut werden“, merkt Schumacher an. Tobias Liersch, der die Arbeiten vor Ort koordinierte, freut sich über die tolle Zusammenarbeit der drei Organisationen: ”Das war eine große personelle Leistung, das alles in so kurzer Zeit zu stemmen. Man muss sich bei allen für die reibungslose Zusammenarbeit bedanken.“

Eingebaut wurden jeweils etwa fünf Stockbetten in die ehemaligen Klassenräume, so dass auch eine gewisse räumliche Trennung möglich ist. Frederike Schwieger, die als Hauptamtliche die Einrichtung betreuen wird, erklärt: „Mit den Erfahrungen, die das DRK bereits 2015 in der Unterbringung von Menschen sammeln konnte, hat sich gezeigt, dass man bei der Belegung auf unterschiedliche Familienkonstellationen, Lebensweisen und Kulturen Rücksicht nehmen muss. Daher ist es bei der Unterbringung innerhalb einer Gemeinschaftsunterkunft wichtig zu schauen, wie sich die Belegung der Zimmer zusammensetzt.

Alle Grundbedürfnisse nach Nahrung, Obdach, sauberem Wasser und einem Schlafplatz werden in der Gemeinschaftsunterkunft erfüllt. Dennoch, so Aline Gauder, Fachleitung der Flüchtlings- und Migrationshilfe beim DRK, will der Landkreis erst die Kapazitäten an privatem Wohnraum ausschöpfen: “Wir sind eigentlich die letzte Lösung. Für den Notfall ist die Unterkunft in Ordnung.” Schwieger fügt hinzu: “Aufgrund der Räumlichkeiten gibt es vor Ort keine Duschen. Daher wurden Duschcontainer beschafft.“ Schwieger fasst zusammen: „Die Unterkunft stellt keine dauerhafte Lösung dar, doch wir sind bemüht, den Gästen eine in dieser schwierigen Zeit angenehme Unterbringung zu ermöglichen.“

Um unter den gegebenen Umständen Ablenkung und Möglichkeiten der Kommunikation mit Freunden und Verwandten zu bieten, steht in der gesamten Unterkunft kostenfreies WLAN zur Verfügung. “Die Gäste können von uns auch kostenlos SIM-Karten zum unbegrenzten Surfen und Telefonieren in die Ukraine bekommen“, erklärt Gauder. „Informationen und die Kommunikation mit den Angehörigen ist in dieser Situation das Wichtigste.“

Vieles erinnere an die Flüchtlingssituation von 2015. ”Es werden auch Menschen kommen, die 2015 in die Ukraine geflüchtet sind und jetzt schon wieder vor Krieg fliehen müssen“, hebt Aline Gauder hervor. Doch es gebe auch Unterschiede: ”Rechtlich ist es anders. Die Leute bekommen sofort Leistungen und dürfen arbeiten, sofern ihr Abschluss anerkannt wird. Auch neu ist, dass Personen gegebenenfalls sogar mit Haustieren kommen, weil die Fluchtroute über das europäische Festland die Mitnahme einfacher zulässt. Darum werden wir uns kümmern müssen.“ Auch, so Gauder abschließend, hätten die Kinder aus der Ukraine häufig keinen Masernschutz – was in Deutschland aber Pflicht ist für einen Besuch in einer Kindertagesstätte.

Perspektivisch will das DRK die Angebote für Geflüchtete in Wolfenbüttel ausweiten. Auf dem Plan stehen beispielsweise Sprachkurse sowie Beratungs- und Betreuungsangebote, die dezentral in allen Wolfenbütteler Ortsteilen angesiedelt werden. Mehr als alles andere, so ist man sich auch beim DRK einig, wünsche man sich Frieden in der Ukraine, damit all diese Angebote vielleicht nicht ausgereizt werden müssen.

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news-621 Mon, 11 Apr 2022 09:57:00 +0200 Zahl der Bedürftigen steigt rasant: DRK-Tafeln benötigen mehr Lebensmittel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/zahl-der-beduerftigen-steigt-rasant-drk-tafeln-brauchen-mehr-lebensmittel.html Heftig steigende Lebensmittel- und Energiepreise bescheren den DRK-Tafeln im Landkreis Wolfenbüttel Zulauf in bislang unbekannten Ausmaßen. „Wir haben in den letzten zwei Wochen 60 neue Familien aufgenommen. So viele wie sonst in einem halben Jahr“, erklärt Tafelmitarbeiter Timo Franzka. Gleichzeitig gingen die Lebensmittellieferungen zurück, wie Juliane Liersch als Leitung der DRK-Tafel im Ebert’s Hof verdeutlicht. Als verlässlicher Rettungsanker in der Not brauchen die DRK-Tafeln in der aktuellen Krise nun selbst Hilfe – in Form von Lebensmitteln, Ehrenamtlichen und Finanzmitteln.

„Nach zwei Jahren Corona-Modus sind die Mitarbeitenden alle am Limit“, mach Liersch klar. Mit Beginn des Krieges in der Ukraine kommen gleich mehrere neue Herausforderungen auf die Tafeln zu. Denn die Abholerinnen und Abholer müssen wegen der schieren Menge der Neuzugänge längere Wartezeiten als zuvor in Kauf nehmen, um dann wegen der Lebensmittelknappheit unter Umständen weniger Ware zu bekommen. „Das kann vereinzelt auch mal für Missmut, Unruhe und Ärger sorgen. Wir müssen da einfach um Verständnis bitten“, so erklärt Juliane Liersch.

Weitere Neukunden erwartet

Gestemmt wird die Arbeit von 40 Ehrenamtlichen und zwei hauptamtlichen Mitarbeitenden in Ebert’s Hof, sowie weiteren Kräften in der Verteilstelle am Exer und der Außenstelle in Schladen. Beim Personal, so Liersch, sei man im Moment gut aufgestellt – angesichts der noch zu erwartenden Ausmaße der Not freue man sich aber über jeden, der mit anpacken möchte. Insbesondere Fahrer zur Abholung von Lebensmitteln würden dringend gesucht.

60 Prozent mehr Arbeit als im Januar

Im Gegensatz zu Januar hat sich die Arbeitslast nach Einschätzung von Tafel-Mitarbeiter Timo Franzka um etwa 60 Prozent gesteigert. Wie zuvor selten, entstehen nun teilweise auch Schlangen, wie beispielsweise in der Außenstelle Schladen, während gleichzeitig die Warenlieferungen zurückgehen. „An langen Tagen“, so Franzka, „versorgen wir hier bis zu 80 Familien.“ Auf die Woche gerechnet, so ergänzt Liersch, bis zu 500 Personen: „Die Anmeldezahlen steigen ins Unermessliche.“ Franzka ist sich sicher, dass die Not noch größer wird: „Wenn das so weiter geht, werden wir immer weniger rausgeben können.“

Not überwindet Hemmschwellen

Die Menschen in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel leiden unter den steigenden Lebenshaltungskosten. Das macht sich bei der Tafel in großem Maße bemerkbar. Liersch: „Es kommen viele Einzelpersonen, Familien und Rentner, die sich wegen der aktuellen Lage ein Herz gefasst haben sich doch an die Tafelausgabe zu trauen.“ Denn für viele Menschen in Not sei der Gang zur Tafel immer noch ein Stigma. Gerade bei Rentnern liegt die Hemmschwelle laut Liersch sonst sehr hoch: „Die betrachten das immer noch als Betteln.“

Viele Geflüchtete unter den Neuzugängen

Hinzu kommen die Geflüchteten aus den Kriegsgebieten in der Ukraine, die in Wolfenbüttel Unterschlupf gefunden haben. Solange diese nicht in einer Einrichtung wie der Gemeinschaftsunterkunft Schöppenstedt oder der Okeraue untergebracht seien, hätten auch diese Familien Anspruch auf eine Lebensmittelversorgung – auch um Gastfamilien zu entlasten, die privat Räume zur Verfügung stellen. Hier sei die Sprachbarriere häufig ein Problem und zusammen mit dem hohen Andrang ein zusätzlicher Stressfaktor für die DRK-Tafeln in Wolfenbüttel.

Wichtiger Lebensmittellieferant weggebrochen

Die Schließung von Karstadt in Braunschweig hätte die Wolfenbütteler Tafeln zu keinem schlechteren Zeitpunkt treffen können. Damit breche ein weiterer großer Spender weg. Auch andere Kooperationspartner hätten nicht mehr so viel Ware übrig, wie das üblicherweise der Fall war: „Vieles wird teurer und die Ware zugleich knapper, dadurch mehren sich die Hamsterkäufe. Aktuell fehlen ja sogar in den Supermarktregalen viele Waren. Für uns ist es dann natürlich besonders schwer, ausreichend Ware zu bekommen“, macht Aline Gauder, Leiterin der Ehrenamtskoordination beim DRK, klar. „Die Lebensmittelmärkte selbst sind auch bewusster geworden und kaufen nicht mehr so viel ein“, fügt Liersch hinzu.

Die DRK-Tafeln bringt das in eine schwierige Lage. Sie unterstehen dem Bundesverband, dessen Satzung nur die Nutzung von Lebensmitteln erlaubt, die ansonsten weggeschmissen würden. Nur in Notsituationen wie der jetzigen könne man vom Bundesverband die Freigabe erhalten, Lebensmittel einzukaufen, wie Gauder erklärt. Diese Lösung werde derzeit diskutiert.

Neue Kooperationspartner und Privatspenden benötigt

Vielmehr hoffe man – auch um dem Prinzip der Rettung von Lebensmitteln vor dem Abfall treu zu bleiben – auf neue Kooperationspartner unter den Lebensmittelhändlern in Wolfenbüttel. Auch Privatspenden seien jederzeit willkommen. Insbesondere frische Ware sei selten geworden. „Alles was Kühlware ist, sollte man aber dennoch wegen der Kühlkette bei Privatspenden außen vor lassen. Das können wir nicht überprüfen. Aber ein knapp überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum ist in der Regel kein Problem. Neben Konserven brauchen wir Säfte, Zucker, Mehl, Reis, Nudeln, Milch, Marmelade, Honig…“, zählt Timo Franzka auf. „Wer überlegt, Geld an die Tafel zu spenden, könnte dies alternativ auch über einen Einkaufsgutschein für ein Lebensmittelgeschäft spenden, die wir dann zum gezielten Warenkauf verwenden können“, ergänzt Gauder.

Energiekosten steigen auch für die Tafeln

Neben den für den Betrieb wichtigen Lebensmittelspenden seien auch Geldspenden weiterhin willkommen. Denn die Kosten für Strom, Heizen und Benzin steigen auch für die DRK-Tafeln im Landkreis Wolfenbüttel, die ohnehin mit einem Defizit von bis zu 150.000 Euro im Jahr für das DRK zu Buche schlagen. Schließen werde das DRK die Tafeln aber auf keinen Fall, so sind sich alle einig: „Wir bleiben ein verlässlicher Partner. Die Läden verlassen sich darauf, dass wir Lebensmittel abnehmen. Diese Kontakte pflegen wir seit vielen Jahren“, verdeutlicht Gauder. „Wir wollen weiter für unsere Kunden da sein und Lebensmittel retten. Auch wenn die Auswahl für unsere Kunden aktuell knapper wird.“ Franzka abschließend: „Wir hoffen auf Verständnis für die Situation und bitten darum, etwas mehr Zeit und Respekt für unsere Arbeit mitzubringen. Wir tun weiterhin alles, was wir können.“

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen oder spenden?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-620 Mon, 11 Apr 2022 09:53:18 +0200 Daniel Schulte ist neuer Geschäftsführer des Rettungsdienstes https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/daniel-schulte-ist-neuer.html Der Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel hat einen neuen Chef. Zum 15. März übernahm Daniel Schulte den Posten des Geschäftsführers und löst damit Björn Försterling ab. Dessen Interimsphase dauerte somit doch glatte zwölf Monate. „Wir haben uns Zeit gelassen bei der Suche, um den besten Mann für diese Aufgabe auszuwählen“, erklärt der Wolfenbütteler. Schulte blickt schon jetzt auf eine lupenreine DRK-Karriere zurück. Er stieg als 16-Jähriger beim Jugend-Rotkreuz seiner Heimatstadt Uslar ein. Später wechselte er zum Kreisverband Gifhorn, wo er bis 2016 verschiedene Tätigkeiten im Rettungsdienst wahrnahm. „Ich absolvierte eine Ausbildung zum Rettungs-Assistenten, ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und arbeitete später als Leiter der Rettungswache“, erzählt der heute 39-Jährige. Zum Ende seiner Gifhorner Zeit leitete er die Flüchtlings-Unterkunft Ehra-Lessien mit 850 Plätzen.

2016 wechselte er zum Landesverband des Roten Kreuzes nach Hannover, wo er die letzten beiden Jahre als Leiter der Abteilung 2 tätig war (Nationale Hilfsgesellschaft, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Erste Hilfe). Vor allem diese Erfahrung dürfte ihm als Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst gGmbH enorm weiterhelfen.

„Die Bereiche sind ähnlich, und doch ist jetzt alles anders“, hat er schon in den ersten drei Wochen seiner neuen Arbeit erkannt. Im Landesverband bot er beispielsweise allen 35 Rettungsdiensten in Niedersachsen die Budget-Kalkulation an. „Jetzt bearbeite ich nur einen Bereich – dafür aber mit Verantwortung und Haftung bis ins Privatvermögen.“

Gleichwohl seien die Herausforderungen in der Zentrale an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 8 sehr reizvoll. „Im Landesverband lief vieles auf der politischen Schiene, von der Gremienarbeit bis zur Schiedsstelle. Hier in Wolfenbüttel rücke ich wieder näher an das operative Geschäft heran und an die Praxis. Das gefällt mir sehr.“

Daniel Schulte ist klar, dass die Geschäftsführung in einem mittelgroßen Rettungsdienst auch mal bedeuten kann, eine Schicht in den Einsatzfahrzeugen zu übernehmen. „Na klar, der Fachkräfte-Mangel ist auch am Roten Kreuz nicht vorüber gegangen – Corona und die Quarantäne-Probleme kommen noch hinzu.“ Er scheue sich jedenfalls nicht vor solchen Diensten, schließlich ist er als Notfallsanitäter ausgebildet. „Zusätzlich bin ich als Health-Crew-Member geschult, kann also auch im Rettungshubschrauber mitfliegen.“ Bislang sind drei solcher Schichten mit Christoph 30 pro Monat geplant. „Rettungsdienst bedeutet Hilfe am Boden und aus der Luft“, erklärt er seine Philosophie. „Außerdem möchte ich auf diese Weise die Nähe zu unseren Mitarbeitern und die Schnittstellen des Rettungsdienstes pflegen.“

Björn Försterling ist des Lobes voll: „Wir glauben, dass unser Rettungsdienst mit Daniel Schulte einen großen Schritt nach vorne macht.“ Dem Kreisverband sei sehr daran gelegen, die Stimmung im Team der gGmbH bestmöglich zu fördern. Dazu gehören neben hochqualifizierten Chefs und Kollegen auch räumlich perfekte Rahmenbedingungen. „Im Moment bauen wir die Zentrale so um, dass sich die Mitarbeiter in Ruhephasen auch mal zurückziehen können – gerade nachts.“ Zudem werde derzeit eine Liste von Anreizen erstellt, mit der die Motivation der Rettungsdienstler hochgehalten werden kann.

„Die Stimmung in der Truppe ist schon ziemlich gut“, hat der neue Geschäftsführer festgestellt. Und auch die Stadt gefällt ihm, obwohl er trotzdem in Gifhorn wohnen wird. Seine persönliche Fitness stellt er durch Jogging-Runden sicher, „auch wenn ich derzeit kaum Zeit dafür habe“. Wenn es dann doch mal eine Lücke gibt, setzt er sich mit seiner Lebensgefährtin gern auf die neuen E-Bikes. „Wir haben das schätzen gelernt – es ist ein Riesenspaß, mit den Rädern Labrador Bruno durch den Harz zu fahren.

Schon zum 31. März zog sich Björn Försterling aus dem Rettungsdienst zurück. „Ich konzentriere mich jetzt wieder auf meine ehrenamtliche Arbeit im Roten Kreuz“, erklärt der FDP-Landtagsabgeordnete. Bekanntlich will er im Herbst die Nachfolge von Horst Kiehne antreten. Der aktuelle Vorsitzende im Präsidium des DRK-Kreisverbandes hat bereits angekündigt, dann nach vielen Jahren zurückzutreten.

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news-619 Mon, 11 Apr 2022 09:40:00 +0200 Goldene Hochzeit im Solferino https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/goldene-hochzeit-im-solferino.html Eine ungewöhnliche kleine Feier fand jetzt im Solferino statt. Der Inklusionsbetrieb des DRK-Kreisverbandes Am Exer 17 war Schauplatz einer Zeremonie mit Blumen, weißem Tischtuch und goldener Deko: Im kleinen Kreis wurde eine Goldene Hochzeit gefeiert. "Wegen der hohen Corona-Zahlen war uns nicht nach einer großen Feier", erklärten Bodo und Christine Walther, freuten sich aber nicht minder über ihren Herzensgast, Dorothee Brüder. Die drei Wolfenbütteler sind regelmäßige Besucher des Solferino und sahen keinen Anlass, ihr kleines Festessen an einen anderen Ort zu verlegen. Im Gegenteil: Spontan fanden sich Bodo (79) und seine Christine (72) bereit, für ein Foto Modell zu sitzen.

Die Tischdekoration, für die Service-Leiterin Anja Höltje spontan gesorgt hatte, spiegele dabei einen der Pluspunkte des Solferino wider: "Man wird hier sehr persönlich bedient, und alle sind unglaublich nett zueinander." Schon zum 70. Geburtstag hatten die Walthers vor ein paar Jahren 16 Gäste dabei. "Es lief ganz toll, und auch das Catering wird wunderbar erledigt", erzählt Dorothee Brüder aus ihrer Erfahrung von Terminen in der Thomaskirche, wo vom Solferino stets leckere Canapees serviert werden.

Und auch in diesem Punkt ist sich das Trio einig: Dass in einem Inklusionsbetrieb Menschen mit und ohne Behinderung nebeneinander arbeiten, könne gar nicht hoch genug bewertet werden. "Mittlerweile weiß unser gesamter Freundeskreis, wie sinnvoll dieses Projekt, wie wichtig dieser soziale Ansatz ist."

Anja Höltje sorgte indes dafür, dass diese besonderen Gäste auch einen besonderen Service erlebten. Die Bestellung lief a la carte, die Speisen wurden serviert. "Ich habe mich sehr gefreut, dass Familie Walther für ihren besonderen Tag wieder zu uns gekommen ist", erklärte sie später. Das zeige die Wertschätzung für das Lokal und die Küche: "Es wäre doch schade, wenn Stammgäste gerade zu besonderen Gelegenheiten doch lieber woanders hingehen."

Ob Gast oder Mitarbeiter: Alle sind begeistert, dass nun Feiern überhaupt wieder möglich sind. "Es war zwar auch schön, dass wir uns während Corona warmes Essen vom Solferino abholen konnten", erzählt Bodo Walter, "und auch die vorübergehende Nutzung des Solferino Nummer 7 nebenan war auf der Terrasse dort sehr schön." Nun sei es aber gut, wieder im Solferino Nummer 17 sitzen zu können.

Das soll auch so bleiben. "Unser Solferino-Team ist natürlich stets flexibel geblieben", betont Anja Höltje. Das Tagesgeschäft mit den Stammgästen liege allen sehr am Herzen. Aber ab sofort gelte: "Wenn Sie Ihre Freunde oder Familie mal an Ihrer Seite haben möchten, freuen wir uns, Veranstaltungen jeglicher Art durchzuführen."

Und Solferino-Geschäftsführerin Corina Bornecke betont: "Das Unternehmen existiert seit 2011 und bringt in seinen gastronomischen Bereichen Menschen mit und ohne Schwerbehinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt sozialversicherungspflichtig, aber auch chancengleich und sichtbar zusammen. Das Solferino ist längst kein Projekt mehr, sondern vielmehr ein angesehenes Tagesrestaurant und verlässlicher Caterer in Wolfenbüttel."

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news-615 Fri, 18 Mar 2022 11:28:00 +0100 DRK-Helfer sind aus dem Stand bei 100 Prozent https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-helfer-sind-aus-dem-stand-bei-100-prozent.html Helfen hilft – das weiß man im Roten Kreuz schon seit mehr als 150 Jahren. Doch dass Helfen auch den Helfern helfen kann, das ist zumindest in Deutschland wohl eine relativ neue Erfahrung. Die permanente Berichterstattung aus den Kriegsgebieten in der Ukraine sorgt sicher bei jedem friedliebenden Menschen für große Bedrückung. Umso wichtiger ist es, für diese Gefühle ein Ventil zu finden und auch Ablenkung: Zum Beispiel durch Hilfeleistungen für die Kriegsflüchtlinge.

So ungefähr lautet der Tenor unter den Haupt- und Ehrenamtlichen, die derzeit mit den Hilfeleistungen rund um die Notunterkünfte (NU) in Wolfenbüttel/Okeraue und Schöppenstedt/Realschule zu tun haben. Alle stürzen sich mit Elan und Engagement in die Ertüchtigung dieser Einrichtungen, die eigentlich schon eingemottet waren.

"Ich bin froh und stolz wenn ich sehe, dass Haupt- und Ehrenamt quasi aus dem Stand mit vollem Einsatz gleich bei 100 Prozent sind", lobt Andreas Ring, Vorstand des DRK-Kreisverbandes. Ohne die Gewissheit, solch ein starkes Team zu haben, hätte der KV die Aufgaben nie übernehmen können. Und das vor dem Hintergrund einer sich im Grunde täglich ändernden Lage. "Die Situation ist für alle ausgesprochen anspruchsvoll."

Tatsächlich muss gerade Schöppenstedt gleich zweimal ausgestattet werden. Zunächst fuhren Orga-Leiter Tobias Liersch und sein Team hin, um 40 Feldbetten aufzustellen. "Die kamen aus den Beständen der Feuertechnischen Zentrale", erzählt er. Ergänzt wurden sie durch Bettwäsche, Kissen und Decken aus dem DRK-Lager am Exer. "Das war allerdings nur ein erster Notbehelf für die Notunterkunft."

Denn eigentlich sollen in Schöppenstedt 100 Stockbetten stehen, die aber erst später geliefert werden. "Diesen Aufbau übernehmen wir dann Ende März in Kooperation mit THW und Feuerwehr." Liersch ist ebenfalls stolz, dass sich gleich 13 Ehrenamtliche aus Einsatzzug und Bereitschaft Wolfenbüttel zur Verfügung gestellt haben. In einem sechsstündiger Einsatz hätten sie bewältigt, was er und Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher eine "dynamische Lage" nennen: "Die Anforderungen von Bund, Land und Landkreis ändern sich doch recht oft."

Auch in der NU Okeraue, wo am Mittwoch die ersten 18 Flüchtlinge eingetroffen sind, war das DRK aktiv. Einerseits wurden die dort vorhandenen Betten mit Rollmatratzen ausgestattet. Andererseits steht das Catering-Mobil des Solferino auf dem Hof und sorgt für die Verpflegung der Frauen und Kinder, die plötzlich Wolfenbütteler geworden sind. Wie allerorten in Deutschland, so ist auch bei uns die Anteilnahme der Bevölkerung groß. Spontan fanden sich zwei Frauen aus der Ukraine, die schon länger in Salzdahlum leben. "Der Kontakt zu Tatjana und Olena kam über Freunde zustande", erzählt Solferino-Leiterin Corina Bornecke. Die beiden stellten sich umgehend als Dolmetscherinnen zur Verfügung und übersetzten als erstes die Solferino-Speisekarte ins Ukrainische.

Ganz ohne Kriegsbericht geht ein solcher Kontakt natürlich auch nicht ab: "Die beiden kommen aus einem angrenzenden Vorort von Kiew", berichtet Corina Bornecke weiter. Lenas Vater habe am Morgen ein Video gesendet, in dem man intakte aber verlassene russische Panzer sah, allein zehn in diesem kurzen Video. "Dort steigt jetzt die Angst vor dem Einsatz von Chemiewaffen."

Andreas Ring stellt klar, dass sogar die Profis vom Rettungsdienst eingebunden sind in die Planungen der NU: "Diese Unterkünfte bekommen immer eine Sanitätsstation beigestellt, so war es auch bei der ersten Flüchtlingswelle in Schöppenstedt." Nebenbei will man mit diesem Service auch niedergelassene Ärzte motivieren, dort eine Sprechstunde anzubieten. "Vor allem die Lage bei den Kinderärzten im Landkreis ist ja ohnehin schon angespannt, und jetzt kommen noch die Flüchtlingskinder dazu." Eine Sprechstunde in der NU könnte die Situation entschärfen.

„Ich bin sehr dankbar, dass sich das DRK Wolfenbüttel – und auch andere Organisationen - hier so stark engagiert. Betten, soziale Angebote, Verpflegung - gemeinsam können wir die notwendigen Angebote für die aus der Ukraine vertriebenen Menschen machen. Das ist ein starkes Zeichen für unseren Zusammenhalt im Landkreis“, sagt Heiko Beddig, erster Kreisrat des Landkreises Wolfenbüttel. Der Landkreis organisiert und betreibt die Sammelunterkünfte für geflüchtete Menschen.

Um den steigenden Aufgaben rund um die Flüchtlingshilfe gewachsen zu sein, sucht der Kreisverband jetzt eine Reihe weiterer Mitarbeiter:

Im Solferino Köche, Küchenhelfer und Ausgabehilfen. Vorkenntnisse in Gastronomie oder Küche sind wünschenswert, aber keine
Voraussetzung. Fremd­sprachenkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Anstellung erfolgt auf Grundlage einer geringfügigen Beschäftigung. Einsätze sind auch (gern auch nur) am Wochenende erforderlich.

In der Flüchtlingshilfe pädagogische Mitarbeiter vorzugsweise Sozialarbeiter, Erzieher oder mit vergleichbaren Qualifikationen in Vollzeit, Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung. Dolmetscher (Ukrainisch, Russisch), engagierte Ehrenamtliche zum Beispiel zur Kinderbetreuung, Begleitung, Fahrdienste oder auch unterschiedliche Tätigkeiten zur Bewältigung des Alltags.

Im Rettungsdienst Rettungssanitäter und Notfallsanitäter zum Einsatz in der DRK-Rettungsdienst Wolfenbüttel gGmbH sowie zur Unterstützung der Sanitätsstationen in den Notunterkünften. Fremdsprachenkenntnisse (Englisch, Russisch, Ukrainisch) wären wünschenswert, sind aber keine Voraussetzung.

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news-609 Mon, 14 Mar 2022 10:21:00 +0100 24 Stunden für das Nötigste – Hilferuf aus der Ukraine erreicht den DRK-Kreisverband Wolfenbüttel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/24-stunden-fuer-das-noetigste-hilferuf-aus-der-ukraine-erreicht-den-drk-kreisverband-wolfenbuettel.html In kürzester Zeit hat der DRK-Katastrophenschutz Wolfenbüttel Hilfsgüter für die Kriegsgebiete in der Ukraine zusammengetragen. Der 40-Tonner eines Landwirtes aus Sachsen machte nur 24 Stunden nach dem Hilferuf Station am Exer und wurde von ehrenamtlichen Mitarbeitenden in Windeseile beladen. Die Hilfsgüter stammen vollständig aus den Katastrophenschutzbeständen des DRK und umfassen unter anderem zwei 30 Quadratmeter große Stangenzelte, Feuerlöscher, Stiefel, Kleidung und Erste-Hilfe-Material. Den Stein ins Rollen gebracht hatte der gebürtige Helmstedter Alexander Wolters, der 2008 im Oblast Riwne in der Westukraine einen landwirtschaftlichen Betrieb gründete. Als der Krieg begann, flog er zuerst seine Frau, seine zwei Töchter und seine Schwiegermutter aus.

Wolters selbst kämpfte sich nach dem Beginn der Angriffe mit einem befreundeten Landwirt zur Grenze durch. „16 Stunden standen wir dort. Das ist noch relativ wenig“, hebt er hervor. Untergekommen ist er jetzt bei seiner Familie in Sachsen. „Das ist dramatisch. Du wirfst alles, was du hast und was dir etwas bedeutet in dein Auto und fährst weg. Ein totaler Schock“, verdeutlicht Wolters die Situation. Doch er wollte helfen und startete einen „kleinen Spendenaufruf“, wie er selbst sagt, in den sozialen Medien. Von den Militärverteilstellen wusste er, was für den Zivilschutz gebraucht wird. Genau das bekam er beim DRK. „Auf einmal schlug das extrem hohe Wellen. Bis nach Northeim und Hardegsen. Es sind so viele helfende Hände dabei. Mein Dank gilt der Aktion des DRK. Das ist der absolute Wahnsinn!“

Wie der Zufall so spielt, war einer der LKW des landwirtschaftlichen Betriebes seiner Familie in Döbeln (Sachsen) mit Schwager Roy Wolters am Steuer gerade zu diesem Zeitpunkt in Süpplingen (Landkreis Helmstedt) unterwegs. „Da könnte man ja aus der Gegend auch noch was mitnehmen“, erzählt Alexander Wolters lachend. Eine Verwandte in der alten Heimat Süpplingen rief zu Spenden auf. Durch die gute Vernetzung der Landwirte drang dieser Hilferuf bis nach Wolfenbüttel. DRK-Vorstand Andreas Ring erklärt: „Johannes Weber vom landwirtschaftlichen Betrieb ‚Domäne‘ in Salzdahlum hat von der Aktion gehört. Er hat den DRK-Ortsverein Salzdahlum angerufen und der wiederum mich.“ Als am Mittwoch um 15.30 Uhr palettenweise Hilfsgüter mit dem Gabelstapler in den LKW verladen werden, war dieser Anruf gerade mal 24 Stunden her. „Wir haben sofort angefangen, zu sortieren und zu packen. Alles rauszusuchen, was wir in der Kürze der Zeit zur Verfügung stellen können“, schildert Ring.

Fahrer Roy Wolters erklärt den weiteren Weg: „Wir sortieren und beschriften alles auf kyrillisch. Das ist dann einfacher für die Ukrainer. Ich fahre den LKW dann direkt hinter die ukrainische Grenze. Die ukrainischen Landwirte kommen selbst mit einem LKW, dann wird umgepackt. Die haben die besseren Connections und wissen, wo was gebraucht wird.“ Die Frage, ob er Angst habe, beantwortet Roy Wolters bescheiden mit: „Ich bin ja nur der Fahrer.“ Ob er so einfach über die Grenze kommt, wisse er nicht – doch Alexander Wolters macht am Donnerstagabend Hoffnung: „Ich bin heute erst mit den Leuten vom Militärverteilzentrum in Riwne in Kontakt gewesen. Die waren hellauf begeistert! Die wollten sofort wissen, wie viel und was genau kommt, damit sie einen Korridor an der Grenze sichern können!“

Besonders dankbar seien die Kräfte vor Ort laut Alexander Wolters für technisches Material aus dem Bereich des Katastrophen- und Zivilschutzes – auch für die örtlichen Feuerwehren: „Durch diesen Krieg entstehen extrem viele Brände. Das muss unter Kontrolle gemacht werden. Die Leute, die da in einstürzende Häuser gehen um Menschen zu retten, müssen ordentlich ausgestattet sein.“

Der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel sammelt aktuell keine Sachspenden, da die Sortierung, der Transport und die Verteilung der Hilfsgüter nicht gesichert ist. Sachspenden mit Ziel Ukraine oder Nachbarländer werden auf Anforderung der nationalen Rotkreuzorganisationen zur Verfügung gestellt. Ein entsprechender Spendenaufruf im Landkreis Wolfenbüttel erfolgt, wenn die Bedarfslage es erfordert. Eine Ausnahme bilden Verbandkästen, Feuerlöscher, persönliche Schutzausrüstung und Erste-Hilfe-Koffer. Diese können, auch wenn sie bereits gebraucht oder abgelaufen sind, jederzeit im Eberts Hof, Großer Zimmerhof 29 oder im Solferino, Am Exer 17, abgegeben werden.

„Wir haben das Angebot gemacht, dass wir weitere Transporte organisieren. Mit dem Material, was jetzt im Solferino und in Eberts Hof gesammelt wird“, erklärt DRK-Vorstand Andreas Ring entschlossen. Alexander Wolters wolle zur Not auch selbst fahren, wie er sagt. Der erste LKW mit Hilfsgütern hatte am Exer nicht seine einzige Station in der Lessingstadt: „Es kommen noch die Feuerwehr in Wolfenbüttel, die Feuerwehrtechnische Zentrale in Schladen und die Domäne in Salzdahlum, wo auch Sachen gesammelt worden sind“, zählt Ring auf und fährt fort: „Das Ganze geht dann nach Dresden. Da werden wieder neue Transporte zusammengestellt. Das wird ganz sicher mehr als ein 40-Tonner“.

Fahrer Roy Wolters schaut etwas ungläubig zu, als die Hilfsgüter im Bauch des 40-Tonners verschwinden: „Ich dachte es wird ein Anhänger voll. Vielleicht ein Transporter.“ Alexander Wolters, der in der Ukraine alles verloren hat, blickt hoffnungsvoll auf die Welle der Hilfsbereitschaft: „Wir bedanken uns in ausdrücklichster Form bei allen Spendern. Es ist unglaublich, was hier alles auf die Beine gestellt worden ist!“
 

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news-613 Mon, 14 Mar 2022 07:09:00 +0100 „Erste Hilfe erlebbar machen“ – Das Motto des DRK für die Ausbildung des Schulsanitätsdienstes https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/erste-hilfe-erlebbar-machen-das-motto-des-drk-fuer-die-ausbildung-des-schulsanitaetsdienstes.html Schulsanitäter, das ist mehr als ein Hobby im Schulalltag. Die in Erster Hilfe ausgebildeten Schülerinnen und Schüler sorgen für Sicherheit und entlasten die Lehrkräfte. „Man übernimmt eine große Verantwortung in der Gemeinschaft“, fasst Aline Gauder als Ehrenamtskoordinatorin des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel zusammen. Nach der pandemiebedingten Unterbrechung konnten 17 wissbegierige Schülerinnen und Schüler der IGS Wallstraße endlich wieder eine Fortbildung in Erster Hilfe wahrnehmen. Das DRK möchte Schulen auch zukünftig unterstützen und weist darauf hin, dass der auch pädagogisch wertvolle Auf- und Ausbau eines Schulsanitätsdienstes finanziell gefördert werden kann. Auch könne die Qualifikation als Schulsanitäter/-in ein Türöffner für eine Karriere im medizinischen Bereich sein.

Lehrerin Tanja Gerlach gründete den Schulsanitätsdienst der IGS Wallstraße auf Initiative des DRK im Jahr 2016 mit zunächst neun, dann zwölf, heute ganzen 17 Schülern. Sie alle brennen für das Retten von Leben – viele engagieren sich auch privat in Feuerwehren und Vereinen. „Die sind schon recht professionell“, staunt Lehrer Marco Sormas, der den Kursus von DRK-Ausbilder Kai Schwarz für eine Auffrischung seines eigenen Wissens besucht. Er lobt den stark praxisorientierten Ansatz des erfahrenen DRK-Ausbilders: In einem Treppenhaus wird mit der realistischen Unfalldarstellung geprobt, wie ein Schüler einen schwer Verletzten fast professionell versorgt. Im Nebenraum wird Reanimation geübt.

Das alles wechselt Schwarz gekonnt mit dem nötigen medizinischen Hintergrundwissen ab: „Ich versuche, den Schülern die Erste Hilfe erlebbar zu machen. Einfach handeln, statt Argumente zu finden, etwas nicht zu machen. Die Schüler müssen nicht wissen, wie ein Herz aufgebaut ist. Sie müssen wissen, was man macht, wenn es nicht funktioniert.“ Gesagt, getan: Die Lektion zur Funktion des Sinusknotens dauert nicht lange, dann wird mit dem Defibrillator geübt – an einer Puppe mit einem kleinen Anzeigefeld, das den richtigen Druck bei der Herzdruckmassage anzeigen soll. „Herr Schwarz, diese Anzeige funktioniert bei uns nicht“, ruft ein Schüler in Richtung des Dozenten. „Oma Kasuppke hat auch keine Anzeige auf dem Bauch!“, entgegnet dieser. Einleuchtend für die Schüler, die reanimieren weiter.

„Die Schüler sind sehr engagiert dabei. Viele machen das schon ein paar Jahre“, hebt Schwarz hervor. Seine Philosophie beim Lehren: „Wir machen was und lernen beim Machen durch Erfolg und Misserfolg. Wenn etwas nicht funktioniert, suchen wir nach Lösungen und machen Plan B.“ Schwarz unterrichtet seit 20 Jahren Menschen aller Altersgruppen in Erster Hilfe, „vom Kindergarten bis ins Altenheim“. In der Jugend seien die Kurse nach Meinung von Schwarz jedoch besonders wichtig und fruchtbar: „Im Kindergarten fängt es mit einfachen Übungen an. Später dann ein Kursus für die Fahrradprüfung in der Grundschule. Beim Schulsanitätsdienst kriegen sie dann wieder einen Erste-Hilfe-Kursus und für den Führerschein bedarf es je nach Alter einer erneuten Auffrischung. Dann waren sie als junge Erwachsene schon drei Mal in so einem Lehrgang. Für diese Menschen ist Helfen dann ganz normal.“

Schulsanitätsdienst-Leiterin Gerlach ist erleichtert, dass die Ausbildungskurse endlich wieder stattfinden. Die 17 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler stammen aus den Jahrgängen 8 bis 10 – bei jedem Schulabschluss scheiden Sanitäter aus. „Es ist wichtig, dass es jährliche Fortbildungen gibt, damit die Neuen die Grundlagen haben und die Älteren es vertiefen und wiederholen“, hebt die Lehrerin hervor.

Aline Gauder meint: „Wenn man selbst in einer Notsituation ist und Hilfe braucht, wünscht man sich, dass schnell jemand kommt. Es ist wichtig, früh für Erste Hilfe zu sensibilisieren. Wir bieten Kurse zur ersten Heranführung bereits in der Grundschule an.“

Zu Notsituationen kommt es laut Gerlach im Schulbetrieb öfter, als man glaubt. Doch selbst die Übergabe an einen Rettungswagen sei für die DRK-Schulsanitäter Routine.  Die Leiterin des Schulsanitätsdienstes erklärt: „In den Pausen kommt es besonders oft zu Verletzungen oder Unfällen. Es entlastet die Lehrerschaft, wenn Schüler sich selbst kümmern, und es ist gut für die Schüler selbst, Verantwortung zu übernehmen.“ Viele hätten bereits eine Vorbildung durch Vereine, die Feuerwehr oder das DRK und wollen später im medizinischen Bereich arbeiten. „Wer Freude am Helfen hat und nach dem Schulabschluss damit weiter machen möchte, hat auch die Möglichkeit, in die DRK-Bereitschaft zu kommen. Das richtige Handwerkszeug dafür bieten wir hier“, lädt Gauder ein und fährt fort: „Der Schulsanitätsdienst sorgt somit nicht nur für Sicherheit in Notsituationen in der Schule, sondern ist auch eine tolle Heranführung für das Ehrenamt in der Bereitschaft des DRK und damit eine aktive Nachwuchsförderung. Hier werden helfende Hände immer benötigt“.

Nach dem Rückschlag durch die Pandemie will das DRK nun wieder verstärkt in die Ausbildung gehen und wirbt dafür an den Schulen. Diese, so Gauder, könnten sich den Aufbau eines Schulsanitätsdienstes finanziell fördern lassen. „Die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) gibt eine Anschubfinanzierung und fördert auch Materialien. Bei nachgewiesener Bedürftigkeit können darüber hinaus auch weitere Gelder bereitgestellt werden.“ Interessierte Schulen können sich für eine Beratung an das DRK wenden: 05331/9750-212




 

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news-611 Mon, 14 Mar 2022 06:43:00 +0100 Die Kleiderkammer öffnet wieder https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-kleiderkammer-oeffnet-wieder.html Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kleiderkammer im Roten Kreuz Am Exer 15 in Wolfenbüttel haben die Corona-Pandemie gut überstanden. "Jetzt wollen wir, wo alles wieder gelockert wird, gerne wieder öffnen", sagt Joachim Korsch, der Leiter der Kleiderkammer.

Ab Montag, 21. März, sollen wieder die regulären Öffnugszeiten gelten: Immer montags von 15.30 bis 18 Uhr und mittwochs von 9.30 bis 12 Uhr. "Eine Bitte an unsere guten Spender" fügt Korsch allerdings noch an: "Geben Sie bitte nur gut erhaltene und saubere Kleidung für jede Jahreszeit ab." Benötigt würden vor allem Schuhe sowie Unterwäsche für Damen, Herren und Kinder. "Außerdem Bettwäsche, Handtücher und Kinderspielzeug. Vielen Dank!"

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news-610 Wed, 09 Mar 2022 10:52:00 +0100 Selbsthilfe per App – DRK bietet Schulung für innovativen Alltagsbegleiter https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/selbsthilfe-per-app-drk-bietet-schulung-fuer-innovativen-alltagsbegleiter.html Am 15. März um 18 Uhr bietet der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel im Solferino einen Kursus zur Nutzung der innovativen RehaGoal-App an. Diese App ist ein innovativer Alltagsbegleiter für Menschen mit kognitiven Einschränkungen und kann sowohl für Betroffene, als auch für Betreuende eine große Hilfe beim Erlangen und Vermitteln von Selbstständigkeit im Alltag sein. Entwickelt worden ist der Alltagshelfer auf dem Smartphone in dem mehrjährigen Projekt „Smarte Inklusion“ der Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften gemeinsam mit dem DRK und weiteren Projektpartnern.

„Der Ausbildungskursus richtet sich in erster Linie an Fachkräfte, die die App gerne nutzen würden“, beschreibt Nicole Arendt, Leiterin des Fachdienstes zur beruflichen Eingliederung (FBE) bei der inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH das Angebot. Die intuitiv bedienbare App hilft Menschen bei komplexen Abläufen im Alltag.

Hierfür geben die Betreuenden sogenannte „Workflows“ ein, welche die Problemstellungen auf eine Reihe einfacher Anweisungen herunterbrechen. „Das können beispielsweise Kochrezepte oder eine Tätigkeit im Beruf wie das Einräumen von Regalen sein“, erklärt Nicole Arendt. Beides sei schon erprobt worden – mit positivem Feedback seitens der Anwender, wie die Fachdienstleiterin weiter berichtet: „Die Teilnehmer freuen sich darüber, dass sie nicht immer jemanden an ihrer Seite haben müssen. Das stärkt die Selbstständigkeit. Und dieses Gefühl: ‘Ich habe etwas alleine geschafft’, das brauchen wir ja alle.“

RehaGoal biete Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ein überwältigendes Maß an Selbständigkeit und nie dagewesene Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Das hat sich laut Arendt während der Corona-Pandemie besonders deutlich gezeigt, da die Eingabe und das Ändern von Workflows auch aus der Ferne möglich seien: „Alle Hilfestellungen zur Tagesstruktur konnten wir aus der Ferne als Workflow über die App schicken“, beschreibt sie den Ablauf, „Sogar für die Familie kochen können die Klienten plötzlich alleine.“ Die Akzeptanz und Integration in den Alltag sei für die Anwender dabei kein Problem, da die App schnell als positiver Einfluss im Alltag wahrgenommen werde.

Offen ist die Veranstaltung am 15. März um 18 Uhr im Solferino, Am Exer 17, 38302 Wolfenbüttel, für alle, die die App nutzen oder deren Vorteile kennenlernen wollen. Zur Teilnahme ist eine Anmeldung über die Mailadresse fortbildunginkluzivo.de erforderlich. Die Veranstaltung erfolgt unter der 3G-Regelung.

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news-608 Fri, 18 Feb 2022 16:36:00 +0100 Neu im DRK: Rückenschule MamaFit https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/neu-im-drk-rueckenschule-mamafit-fuer-alle-mamas-nach-der-rueckbildung.html „Ich freue mich sehr, dass wir unsere Rückenschule jetzt auch gezielt für Mamas anbieten können, die sich nach dem Rückbildungskurs etwas Gutes tun wollen“, berichtet Lena Bartelborth, Ergotherapeutin im Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) des DRK. Die Rückenschulkurse im ITZ sind nach den BVMBZ-Richtlinien anerkannt und werden unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen bezuschusst. MamaFit hat neben der Stärkung des Rückens das Ziel, mit mehr Energie, innerer Ausgeglichenheit und wohligem Körperempfinden in den Tag zu starten.

Dass die Rückenschule MamaFit etwas Besonderes ist, verraten schon die strahlenden Augen der zertifizierten Rückenschultrainerin. Bartelborth erklärt: „Bei der Rückbildung stehen Beckenboden und Bauchmuskulatur im Fokus, da sie in der Schwangerschaft und bei der Geburt besonders beansprucht werden. Unser Kursangebot stellt die Mama und ihren Rücken in den Mittelpunkt. Baby, Maxi-Cosi und Kinderwagen wollen gehoben, getragen, geschoben werden – ohne gezielte Rückenübungen kommt es schnell zu Rückenbeschwerden. Dem wollen wir mit MamaFit entgegenwirken. Auch die Babys können gerne mitgebracht werden.“

Die Frühlingskurse im ITZ starten ab April unter der Regel 2G+. „Neben Angeboten für die Kleinsten wie Babyschwimmen und „Babys in Bewegung“ gibt es auch Aquafitness, Wassergymnastik, Yoga, Rückenschule und Stressprävention. Das Kursangebot am Exer ist sehr vielfältig. Für jeden ist etwas dabei“, teilt Andrea Bruns, Fachleitung der Praxis für Ergotherapie im ITZ, mit.

„MamaFit“ ist ein Kurs über zehn Wochen. Er findet einmal wöchentlich statt, am 21.04.2022 geht es los: donnerstags von 8.30 bis 9.30 Uhr.

Für Anfragen oder ergänzende Informationen sind Andrea Bruns und Lena Bartelborth per E-Mail erreichbar: ergoinkluzivo.de oder telefonisch unter 05331 927 847 70. Alle Informationen über die Angebote der DRK-inkluzivo sind zu finden auf der Homepage: www.itz-drk.de.

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news-606 Tue, 15 Feb 2022 14:10:00 +0100 DRK-Katastrophenschutz sucht Ehrenamtler https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-bereitschaft-sucht-ehrenamtler.html Der DRK-Katastrophenschutz wirbt unter dem Handle @drk.wf ab sofort auf Facebook und Instagram um neue Mitglieder. “Wir müssen in der Öffentlichkeit präsenter werden, damit die Leute wissen, was wir machen!“, sagt der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Katastrophenschutz, Fabian Palic. Mit Fotos und kurzen Videos zur Arbeit des Katastrophenschutzes soll laut Palic eine Botschaft vermittelt werden: Egal, welche Fähigkeiten und wie viel Zeit jemand mitbringt, für jeden gibt es eine abwechslungsreiche Aufgabe.

”Für die Aufgaben, die wir bewältigen müssen, brauchen wir tatkräftige Unterstützung von Ehrenamtlichen“, führt Palic weiter aus. Das reiche von der Betreuung sogenannter ”unverletzter Betroffener“, beispielsweise nach der Evakuierung eines Brandhauses, über die Verpflegung von Einsatzkräften bis hin zu Einsätzen wie bei der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021. So vielfältig wie die Einsatzgebiete seien auch die Vorkenntnisse der Ehrenamtlichen. „Man kann sich in dem Bereich einbringen, der einem am meisten Spaß macht, auch ohne Vorbildung – die notwendigen Kenntnisse kann man bei uns erlernen“, hebt der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter hervor und ergänzt: “Fast alle, die zu uns kommen, haben im Bereich Katastrophenschutz eigentlich keine Vorkenntnisse.“

Der DRK-Katastrophenschutz ist die richtige Adresse für jeden, der Menschen helfen, etwas erleben und sich weiterbilden möchte. Wie sehr man sich einbringen möchte, bleibe jedem selbst überlassen. Beispielsweise kann man beim DRK ehrenamtlicher Sanitäter beim Sanitätsdienst werden. "Egal wie viel oder wenig Zeit jemand mitbringt: Wir finden für jeden eine Nische!“, versichert Palic. Die Vielfalt dieser Tätigkeit umfasst neben Betreuungs- und Verpflegungsaufgaben auch Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Führung und der Einsatzvor- und Nachbereitung. Das soll laut Palic nun über die sozialen Medien vermittelt werden: ”Wenn sich davon jemand angesprochen fühlt, kann er oder sie uns gerne kontaktieren!“, lädt Palic ein. Das geht über den verifizierten WhatsApp-Account des DRK-Katastrophenschutzes unter 05331 927848458 und unter der E-Mail-Adresse: kats-ehrenamtdrk-kv-wf.de.

„Folg‘ uns und lass‘ ein „Like“ da, um keine Neuigkeiten zu verpassen!“ https://www.facebook.com/drk.wf; https://www.instagram.com/drk.wf

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news-605 Fri, 11 Feb 2022 12:28:00 +0100 15 Jahre DRK-Tafel: "Ein harmonierendes und gefestigtes System " https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/15-jahre-drk-tafel-ein-harmonierendes-und-gefestigtes-system.html Seit 15 Jahren können sich Bedürftige auf die Arbeit der DRK-Tafeln im Landkreis Wolfenbüttel verlassen. Ursprünglich in Berlin mit dem Anspruch gegründet, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten, sind die Tafeln heute Rettungsleine, Treffpunkt und Seelsorge für in Not Geratene geworden. Zum Jubiläum blicken Haupt- und Ehrenamtliche zurück und danken für die Spenden aus allen Richtungen, die den Betrieb der Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen ermöglichen.

In 15 Jahren wurden etwa 4.000 Bezugskarten für die zwei Tafel-Standorte ausgegeben. Aktuell (Stand: Ende 2021) versorgt die Tafel in der Wolfenbütteler Innenstadt regelmäßig 794 Kunden, die Tafel in Schladen 137. Ein Drittel davon, so  die Ehrenamtskoordinatorin des DRK Aline Gauder, seien Kinder. "Die Gründung der Wolfenbüttler-Tafel geht auf eine Anregung von damaligen Helferinnen der Suppenküche zurück, die sich an die Wohlfahrtsverbände mit dem Wunsch der Errichtung einer Tafel gewandt haben", berichtet Andreas Ring Vorstand des DRK-Kreisverbandes. Nach einem halben Jahr Vorbereitung habe dann das DRK mit sehr begrenzten Mitteln die Tafel an den Start gebracht. "Die Tafeln und die Projekte die aus der Tafel entstanden sind bilden ein herausragendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement in unserer Gesellschaft. Wir sind dankbar und stolz auf unser Tafelteam. Besonderer Dank gebührt natürlich unserer ehrenamtlichen Tafelleitung Juliane Liersch. Ohne das Gesicht der Tafel hätte sich die Einrichtung niemals so gut und komplex entwickeln können", lobt der DRK Vorstand. 

Eberts Hof und das glückliche Erbe

Eberts Hof am ‘Großen Zimmerhof 29’ in der Innenstadt ist heute die zentrale Anlaufstelle der DRK-Tafel im Landkreis. Dort laufen neben dem Verkaufsbetrieb in der vorgelagerten Second-Hand-Boutique auch verschiedene Projekte für benachteiligte Schüler und Eltern wie ”Tafel packt Babytasche“ und ”Tafel macht Schule“. 40 Ehrenamtliche und zwei hauptamtliche Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Der Name “Eberts Hof” geht zurück auf einen Spender aus Ahlum, der das DRK großzügig in seinem Testament bedachte.

"Das war ein großes Glück”, sagt Juliane Liersch, ehrenamtliche Leiterin der Tafel. Sie erinnert sich: "Ganz früher gab es mal nur die Tafel in der Harzstraße, und die Second-Hand-Boutique war ‘Im Kalten Tal’. 2013 sind wir dann zusammengezogen in den Räumen ‘Am alten Tore’.” 2018 stieß man auf der Suche nach größeren Räumlichkeiten auf einen ehemaligen Supermarkt im ‘Großen Zimmerhof’. Die Renovierung habe “immens hohe Kosten” verursacht, wie Liersch betont. “Fenster, Heizung und Böden mussten erneuert und Wände eingezogen werden, um die Lebensmittelausgabe zu ermöglichen.“

Genau zu diesem Zeitpunkt starb Klaus Ebert, der das DRK in seinem Nachlass großzügig bedachte. Einen besonderen Grund für seine Wohltätigkeit habe er nicht angegeben.  Eine alte Grundig-Konzerttruhe aus dem Nachlass Eberts schmückt heute ebenso die Einrichtung wie sein Name.

Erfolgskonzept Boutique

Die Kombination aus der Boutique und der Tafel-Ausgabestelle habe sich bewährt, wie Gauder zu berichten weiß: “Der Hintergedanke mit dem Modell des Geschäfts vorne und der Tafel hinten im Laden war, dass die Leute nicht vor der Tafel anstehen, sondern in ein ganz normales Geschäft gehen und sich erst hinten anmelden“. Flankiert werde diese Diskretion durch ein in Wolfenbüttel erdachtes Terminsystem, wodurch Schlangen bei der Abholung vermieden werden. Auch sei es auf diese Weise möglich, den Bedarf im Voraus mit dem Angebot abzugleichen und gleich entsprechend viele Lebensmittel für alle Kunden zu portionieren.

Ursachen von Bedürftigkeit

Für viele, so Juliane Liersch, sei der Gang zur Tafel immer noch ein Stigma. Das diskrete Angebot in Eberts Hof senke die Hemmschwelle, die sonst groß sei. Liersch seufzt: ”Was uns Sorge bereitet ist, dass wir Rentner mit sehr kleiner Rente nicht im größeren Umfang erreichen. Sie betrachten das immer noch als Betteln.“

Gründe für die Bedürftigkeit gibt es viele – nicht nur Arbeitslosigkeit, sondern auch der Verlust des Lebenspartners, das Leben als alleinerziehender Elternteil, Probleme mit dem Aufenthaltstitel, eine schmale Rente und auch Geldprobleme im Studium können Ursachen sein. ”Ein schönes Erlebnis ist natürlich immer, wenn ein Tafelkunde kommt und sagt: ‘Ich habe einen Job gefunden und brauche eure Hilfe nicht mehr.’“ Die Dankbarkeit der Tafelkunden sei auch das, was viele in ihrer Tätigkeit dort als erfüllend sehen.

Die Gesichter der Tafel

So auch Susanne Smyczek, die seit der Gründung in Wolfenbüttel vor 15 Jahren hauptamtlich für die Tafel arbeitet. Gekommen sei sie damals für einen 1-Euro-Job, geblieben sei sie wegen der Menschen: ”Die Kunden sind unheimlich dankbar. Manchmal backt uns jemand einfach einen Kuchen, zeigt uns Fotos der Familie oder schickt uns Weihnachtskarten. Das ist sehr berührend.“

Das menschliche Gesicht der Tafel bewegt auch Ehrenamtliche wie Karin Jansen. Die Rentnerin ist seit vier Jahren dabei: ”Mein Mann ist verstorben und ich war alleine zu Hause. Da bin ich einfach reingegangen und hab gefragt, ob ich helfen kann.“ Geblieben sei sie aber nicht nur wegen der netten Kollegen und der tollen Kunden: ”Ich wohne in einem Haus mit vielen älteren Menschen. Hier beim DRK treffe ich auch jüngere Leute mit ganz anderen Gesprächsthemen.“

Auf der Suche nach Ehrenamtlichen

Die Suche nach Ehrenamtlichen geht jedoch weiter: Insbesondere in der ‘Alten Schule’ Schladen fehlt es an Man- und Womanpower. Dieser Standort konnte gerade im vorigen Jahr durch den Erlös aus der Lidl-Pfandspende renoviert und so zum ”Wohlfühlort“ gemacht werden. "Alle bisherigen Mitarbeiter haben sich hier sehr wohlgefühlt", unterstreicht der Ausgabe-Leiter Michael Hänschen. "Aber wir brauchen weitere Unterstützung, gerne direkt aus Schladen."

Die Möglichkeiten sich zu engagieren, beschränken sich nicht nur auf das Ehrenamt. Auch Freiwilligendienste und der sogenannte ”engagierte Ruhestand“ sind möglich. ”Es gibt Arbeitgeber, die sagen, dass ihre Mitarbeiter ohne Abstriche früher in den Ruhestand gehen können, wenn sie 1.000 Stunden in einer sozialen Einrichtung ableisten“, erklärt Gauder. ”Der ein- oder andere bleibt dann auch langfristig“, fügt sie hinzu. Wer dafür geeignet ist? ”Man muss Lust darauf und darf keine Berührungsängste haben“, rät die Ehrenamtskoordinatorin. ”Man muss einfach das Herz am rechten Fleck haben!“ Wer Interesse an einer Tätigkeit bei der Tafel hat, kann sich bei Juliane Liersch per Telefon unter 05331/948655 oder per E-Mail unter ehrenamtdrk-kv-wf.de melden.

Die aufwendige Logistik dahinter

Hinter der Arbeit mit den Kunden steckt auch die Logistik der Tafeln, die ihren Sitz am Exer 19 hat. Die Lebensmittelspenden werden dort zentral angeliefert und vorsortiert, bevor sie die Ausgabestellen erreichen. Dort sortieren es die Mitarbeiter je nach Tagesbedarf und angemeldeten Kunden in Kisten – ein Novum durch die Pandemie, das man beibehalten möchte. Der DRK-Betrieb der Tafeln sei durch die aufwendige Logistik, Mieten, Renovierungen, Instandhaltung und weitere Posten trotz kleinerer Erlöse aus dem Verkauf und Spenden defizitär. Das ”sei kein Geheimnis“, wie Liersch betont. Über hunderttausend Euro fließen jedes Jahr in diese sozialen Einrichtungen. Eine Förderung durch Stadt oder Landkreis erfolgt nicht.

Spenden, die ans Herz gehen

Doch der Ursprungsauftrag der Tafel, etwas gegen Lebensmittelverschwendung zu tun, steht nach wie vor an erster Stelle. Das machen die Tafel-Verantwortlichen des DRK immer wieder deutlich. Gauder glaubt, dass es immer eine Berechtigung für die Tafel geben wird. Auch die Bedürftigkeit werde ja größer, wie Liersch zustimmend hervorhebt: ”Ein Wunsch wäre natürlich, dass es die Tafel nicht mehr braucht. Aber es wird immer Bedürftigkeit geben.“

Umso glücklicher sei man über Spenden und Erlöse aller Art aus Märkten, Vereinen und Serviceclubs. Doch auch viele private Spenden kommen – und die gehen manchmal ans Herz. ”Die Kindertagesstätte Hoppetosse hat über eine Weihnachtsaktion 200 Euro und einen unglaublich schönen Brief und gemalte Bilder zu uns gebracht“, erzählt Liersch und fährt fort: ”Eine der schönsten Privatspenden war am Anfang der Corona-Zeit. Da gab es ja diesen Kinderbonus und eine Familie hat gesagt, den brauchen wir nicht, unsere Kinder sind gesund.“ Das Geld habe man der Tafel zur Verfügung gestellt, und sich mit den Kindern vor Ort die Arbeit der Helfer zeigen lassen. Der Kindergarten Linden würde darüber hinaus in der Weihnachtszeit regelmäßig Lebensmittel sammeln, die Kinder verpacken diese dann und geben sie der Tafel.

Ein verlässliches Netzwerk

Was sich in den Jahren verbessert hat, so Gauder, sei das Bewusstsein in der Bevölkerung zum Thema Nachhaltigkeit. ”Deswegen sind die Spenden aber nicht weniger geworden“, so die Ehrenamtskoordinatorin. ”Wir haben uns ein gutes Netzwerk aufgebaut und können mit gewissen Spenden rechnen.“

Zwei Lebensmittelspender der ersten Stunde sind Jörg Pacholski vom Edeka-Center am Rehmanger und Carsten Richter von der Altstadtbäckerei Richter. Beiden seien die Lebensmittelspenden an die Tafel eine Selbstverständlichkeit, wie sie ohne nachzudenken sagen. Richter spende täglich Backwaren, weil ”wir das schon immer so machen“. Für ihn sei das soziale Engagement selbstverständlich, auch weil er selbst immer ehrenamtlich tätig war und es nach wie vor ist: ”Das Ehrenamt hat in unserer Familie Tradition. Es werden täglich so viele gute, essbare Lebensmittel weggeworfen, und die Tafel ist ein guter Weg, dem entgegenzuwirken und Bedürftigen damit zu helfen.“

Dieser Meinung ist auch Pacholski: ”Es nicht an die Tafel zu spenden, wäre einfach Lebensmittelverschwendung.“ So sei er auch ganz selbstverständlich Partner für die Tafel-Aktion des Serviceclubs Round-Table Wolfenbüttel-Salzgitter geworden, wobei 2020 zahlreiche Lebensmittelspenden für die Tafel zusammenkamen.

Ein Blick in die Zukunft

Dass die Tafel einmal nicht mehr benötigt wird, ist unwahrscheinlich. Für die Zukunft wünschen sich Juliane Liersch und die tafelerfahrene Susanne Smyczek weiterhin großzügige Spenden, und dass ”die Lebensmittelhändler einmal in sich gehen und sich für eine Zusammenarbeit mit der Tafel entscheiden.“ Es gebe noch viel zu tun, so die beiden Frauen einhellig. Auch die Akzeptanz der Tafel und ihrer Kunden müsse sich noch verbessern. ”Die Menschen sollten sich informieren, wieso gibt es die Tafel und wer sind die Kunden?" Dazu können sie gerne in den Eberts Hof kommen und sich dort informieren. „Dass sich mehr Menschen, die unsere Unterstützung benötigen, auch trauen, zu uns zu kommen“ sei weiterhin oberstes Ziel, so Gauder.

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-604 Fri, 11 Feb 2022 11:15:00 +0100 Stressless-Kurs im DRK: Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/stressless-im-drk-progressive-muskelrelaxation-nach-jacobson-ist-gefragter-denn-je.html „Nach dem Stressless-Kurs gehe ich montagabends entspannt und frisch aufgetankt nach Hause“, berichtet Bernhard Motzkus, Teilnehmer dieses Gruppenangebots beim DRK. So reagierte das Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände im Jahr 2020 auf den Bedarf, etwas für diejenigen zu tun, die eine kleine Auszeit brauchen – vom Alltag, vom Multitasking, vom „höher, weiter, schneller“. Wer kennt es nicht: im Supermarkt an der Kasse telefonieren, noch schnell beim Ausräumen der Spülmaschine die Oma anrufen. Mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen zu können, bedeutet multitaskingfähig. Doch dabei stoßen wir oft an unsere Grenzen und fühlen uns im Nachhinein erschöpft.

„Auch die Corona-Pandemie erhöht das Stresslevel“, erklärt Ann-Cathrin Duve, Präventologin des DRK und Kursleitung der Stressless-Kurse. „Wir nehmen wahr, dass Familien und pflegende Angehörige durch Homeoffice und Homeschooling sehr belastet sind. Wenn Auszeiten, soziale Kontakte und kleine Freuden im Alltag fehlen, ist der Akku schnell leer. Umso mehr freut es mich, dass Stressless hier unterstützen kann“, so Duve. „Die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson ist eine wissenschaftlich fundierte und leicht zu erlernende Entspannungstechnik. Hier wird die Aufmerksamkeit auf das An- und Entspannen verschiedener Muskelgruppen gelenkt. Die Teilnehmer lernen, Stress abzubauen und muskuläre Anspannung frühzeitig wahrzunehmen“, berichtet die Präventologin weiter. Außerdem dabei: Yogaübungen und Achtsamkeitsmeditation.

„Doch das ist noch nicht alles“, schmunzelt Ann-Cathrin Duve. „Wir üben die tiefe Bauchatmung, was oft der Schlüssel zur Entspannung ist, und machen Bodyscan, um den eigenen Körper achtsam wahrnehmen zu lernen.“ „Gerade die Vielfalt dieses Angebots hat mich von Anfang an überzeugt und 90 Minuten sind ein guter Zeitrahmen, um wirklich abschalten zu können“, fügt Bernhard Motzkus ergänzend hinzu.

Das Gruppenangebot „Stressless – Stressmanagement und Achtsamkeit durch Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson“ ist ein von den Krankenkassen geförderter Präventionskurs. Die nächsten Gruppen starten nach Ostern und finden einmal wöchentlich ab 25.04.2022 von 17.30 bis 19.00 Uhr und ab 26.04.2022 von 10.30 bis 12.00 Uhr statt, jeweils als Acht-Wochen-Kurs. Neugierige können sich gern informieren und einen freien Platz ergattern. Neben Aquafitness, Wassergymnastik, Yoga, Rückenschule und Babyschwimmen ergänzt Stressless das vielfältige Kursangebot im ITZ. Auch die Gesundheitskurse Rückenschule und Aquafitness sind als Präventionsangebote bei den Krankenkassen anerkannt. Somit haben die Teilnehmenden nur einen geringen Eigenanteil zu tragen. Zwei Präventionskurse pro Jahr werden in der Regel bezuschusst. AOK-Mitglieder können am Stressless-Kurs „Progressive Muskelrelaxation“ sogar kostenlos teilnehmen, das DRK habe mit der AOK Niedersachsen als Präventionspartner ein Gutscheinsystem vereinbart.

Duve bietet auch Stressberatung im Einzelcoaching an. Sie erklärt: „Neben den genannten Stressless-Inhalten geht es hier darum, zu besprechen, ‚wo der Schuh drückt‘, und einen kleinen Methodenkoffer mit nach Hause zu nehmen – prall gefüllt mit Stressbewältigungsmethoden. Besonders wichtig ist mir immer der Transfer in den Alltag.“ Die Anzahl der Stunden wird individuell vereinbart und nicht vorher festgelegt. Termine gibt es auf Anfrage.

Für Anmeldungen oder ergänzende Informationen sind Andrea Bruns, Leiterin der Ergotherapiepraxis  im ITZ und Ann-Cathrin Duve per E-Mail erreichbar: ergoinkluzivo.de oder telefonisch unter 05331 927 847 70.

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news-603 Fri, 04 Feb 2022 10:33:00 +0100 "Thomas ist sehr stolz – und wir sind es auch." https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/thomas-ist-sehr-stolz-und-wir-sind-es-auch.html Der DRK - Inklusionsbetrieb "Solferino" hat den ersten Menschen mit Behinderung durch die Ausbildung geführt. Thomas Ebeling hat als erster Mensch mit Behinderung die Ausbildung zum “Fachpraktiker Küche” im Solferino absolviert. Der 24-Jährige hat das Down-Syndrom und ist damit kein ganz gewöhnlicher Azubi. Im Inklusionsbetrieb Solferino am Exer erfuhr er genau die Unterstützung, die er brauchte, um am Ende alle Prüfungen in Theorie und Praxis zu meistern. Stolz zeigt Küchenleiter Fabian Nestle die neue Theke im Hauptverkaufsraum des Solferino – alles ist neu. Moderner, hygienischer, sicherer. Im großzügigen Nachbarraum hatte ein Wasserschaden im vergangenen Jahr die Theke für die Ausgabe ruiniert, im Februar wird noch die Theke in der Lounge saniert – nur die Studierenden fehlen wegen Pandemie und E-learning immer noch.

Als Thomas Ebeling vor drei Jahren seinen Ausbildungsvertrag im Solferino unterschrieb, war niemandem klar, wie groß die Herausforderung tatsächlich wird. “Wir sind wirklich stolz, einem Menschen mit Down-Syndrom eine Berufsausbildung ermöglichen und vielleicht auch zumuten zu können“, so Solferino-Geschäftsführerin Corina Bornecke. Auch ohne Pandemie sei die Ausbildung nicht leicht, die sich der 24-Jährige ausgesucht hat. Die langen Arbeitszeiten und körperliche Tätigkeiten machen dem sport- und musikbegeisterten Thomas aber nichts aus: ”Ich brauche halt nur mehr Hilfe“, sagt der junge Mann selbstbewusst.

Ermöglicht hat ihm die Ausbildung der Fachdienst zur beruflichen Eingliederung (FBE) der DRK-Inkluzivo GmbH. Dieser bietet Menschen mit Handicap berufliche Alternativen zu Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Denn jeder Mensch, so die Überzeugung im Roten Kreuz, habe eigene Talente, Fähigkeiten und berufliche Ambitionen. Sozialarbeiter des FBE begleiten ihre Klienten als ”Jobcoach“ durch Praktika in verschiedensten Berufen und greifen unterstützend unter die Arme, bis ihr Schützling auf eigenen Beinen stehen kann. Häufig springt dabei ein Arbeitsvertrag heraus – manchmal auch eine Ausbildung. Die Nachfrage beim noch recht jungen Angebot des FBE sei riesig, erklärt Corina Bornecke. Mehr als 20 Klienten würde man derzeit allein in Wolfenbüttel betreuen.

Thomas war vorher unter anderem in einem Restaurant und in der Altenpflege, zwischen dem Inklusionsbetrieb Solferino und Thomas passte es am Ende aber am besten, und so ging man das Wagnis Ausbildung ein. ”Es war am Anfang nicht einfach, sich in der Küche zurechtzufinden“, schildert Thomas. Manchmal war ihm der Druck zu viel. ”Doch dann geht er einfach raus, erledigt Arbeiten, die immer anfallen und gut allein zu bewältigen sind – fegt die Treppe und kommt dabei innerlich wieder runter“, berichtet Bornecke. Den schulischen Teil seiner Ausbildung absolvierte Thomas in einer Berufsschule in Wolfsburg. Mit der Berufsschule in Braunschweig, so Bornecke, habe es damals nicht geklappt – die Inklusion an den Berufsschulen stecke noch in den Kinderschuhen.

Auf die Frage, wie lange er denn zur Schule fährt, rattert Thomas seinen kompletten Fahrplan runter, inklusive Fahrzeiten und Abfahrtsgleisen. “Etwa eineinhalb Stunden“, fasst die Chefin zusammen. ”Es macht aber auch Spaß mit dem ganzen Umsteigen!“, hebt Thomas hervor. Solche oft als nervig empfundenen Alltagsgeschichten erzählt nicht jeder gern - Menschen mit Down-Syndrom verarbeiten Alltagsdinge aber anders. Auch Neues erlernen können sie nur auf ihre eigene Weise, weswegen sein Berufscoach mit ihm erstmal einen Weg zum Lernen erarbeiten musste. Probleme, sagt der 24-Jährige, habe er vor allem mit den französischen Fachbegriffen beim Kochen gehabt.

Doch auch das gehört jetzt der Vergangenheit an – bei der Prüfung überzeugte er die IHK-Tester mit Cordon Bleu, Kartoffeln mit Gemüse und Obstsalat. Und auch die Theorie konnte er mit Bravour meistern. Seit dem 1. Februar ist er nun nicht mehr als Auszubildender, sondern als Fachkraft fest beim Solferino angestellt. ”Thomas würde sonst wirklich fehlen“, sagt Bornecke in Richtung ihres ehemaligen Azubis. ”Ich bin dankbar, dass ich euch habe“, antwortet der. Ein großer Erfolg für das Solferino, an den jetzt angeknüpft werden soll.

Im Inklusionsbetrieb DRK-Solferino werden täglich 700 Mahlzeiten für Schulen und Kitas zubereitet. Im angeschlossenen Restaurant essen von Montag bis Freitag, 8.30 bis 15 Uhr täglich etwa 200 Gäste. Hinzu kommen die Aufgaben durch das Cateringangebot und die Anmietung der für spätabendliche, laute Veranstaltungen günstig gelegenen Räume an Wochenenden. ”Viele verwechseln einen Inklusionsbetrieb mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen – das sind wir aber nicht. Ein Inklusionsbetrieb ist ein wirtschaftlicher Betrieb am ersten Arbeitsmarkt, der sich verpflichtet, 40 bis 50 Prozent der Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung einzustellen“, betont Corina Bornecke.

Gestartet hat das Solferino mit 14 Personen – davon 7 mit Schwerbehinderung. Nun ist man auf 20 feste Mitarbeiter angewachsen, davon 10 mit Schwerbehinderung. Was sie von jedem anderen Restaurant unterscheidet? ”Nichts“, sagt Bornecke und erklärt: ”Wir haben uns auch oft gefragt: ‘was wollen wir zeigen?’ Sind es die Menschen mit Behinderung oder die Qualität, die wir abliefern?“ Doch die Qualität, so die Geschäftsführerin, spreche für sich – das würden auch die Kunden sehen. ”Diesen Betrieb haben wir alle zusammen aufgebaut, als Team.“ Die Ausbildungen, besonders die der Fachpraktiker, sollen nun fortgesetzt werden, dafür sieht sich das DRK in der Verantwortung. "Für die Zukunft wünschen wir uns weitere Fachausbildungen mit reduziertem Lernumfang, um Menschen mit Behinderung einen Erfolg am ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen."

Möchten Sie mehr über das Solferino wissen?
Weitere Infos und den aktuellen Speiseplan finden Sie auf der Internetseite des DRK-Solferino.

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news-602 Thu, 27 Jan 2022 10:13:00 +0100 Heiße Nadeln https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/heisse-nadeln.html Wenn sich ein Strickkreis "Die heiße Nadel" nennt, dann darf man von ihm so einiges erwarten. Doch nun haben sich die Frauen des DRK-Kreisverbandes selbst übertroffen: Im Eberts Hof überreichten sie einen Scheck in Höhe von 2000 Euro an die Tafel des Roten Kreuzes. "Der Betrag soll je zur Hälfte der Aktion Tafel packt Babytasche und Tafel macht Schule zugute kommen", sagte Juliane Liersch.

Sie war an diesem Tag in einer Art Doppelfunktion unterwegs. Einerseits leitet sie ehrenamtlich den Tafelladen mit Second-Hand-Shop am Großen Zimmerhof 28. Andererseits gehörte sie vor sechs Jahren zu den Gründerinnen des Strickkreises. "So weit ich weiß, gibt es nirgendwo eine zweite Gruppe innerhalb des Roten Kreuzes, die so etwas macht."

22 Frauen im Alter von 36 bis 95 Jahren – nein, es handelt sich hier nicht um einen Tippfehler – treffen sich an jedem dritten Mittwoch im Monat in Eberts Hof. Dann wird ab 15 Uhr gestrickt, bis die Nadeln heiß laufen. Sämtliche Strickwaren werden bei vielen Gelegenheiten und im Laden verkauft. "Das lief trotz Corona ganz gut", erklärte Juliane Liersch. So gut, dass jetzt diese 2000 Euro vom Erlös gespendet werden konnten.

Übrigens wird auch die benötigte Wolle oft von Freunden des DRK gespendet. "Damit es am Ende passt, müssen wir aber auch einiges dazukaufen." Hinzugesellen zur Gruppe sollen sich künftig gerne neue, jüngere Strickerinnen – und gerne auch Männer. "Für die Mischung in unserer Gruppe wären Neulinge ganz schön", sagen die Damen unisono. Vorkenntnisse sind allerdings erforderlich: "Wir haben nicht die Zeit, jemanden anzulernen."

Dabei geht es aber nicht ausschließlich ums Stricken. "Wer Nähen oder Häkeln kann, ist ebenso willkommen." Wer Interesse hat, bei den "Heißen Nadeln" einzusteigen, kann einfach mal vorbeischauen am Strick-Mittwoch. Oder er meldet sich unter 05331/94 86 55 zu einem Vorgespräch an.

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news-601 Thu, 27 Jan 2022 09:48:00 +0100 Aggregate-Spende https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/aggregate-spende.html Allerorten fanden kürzlich Erinnerungen statt und wurden Presseberichte gedruckt: Exakt vor einem halben Jahr hatte sich die Flutkatastrophe im Ahrtal und den angrenzenden Regionen ereignet. Aus ganz Deutschland eilten damals Helfer in die betroffenen Gemeinden, und auch dringend benötigte Ausrüstung wurde aus allen Bundesländern in den Westen transportiert.

So standen im Juli vergangenen Jahres die Unternehmerfamilie Mast und ihre Stiftungen dem DRK bei der bedarfsorientierten Lieferung dringend benötigter Hilfsgüter in das Krisengebiet zur Seite.

Nun konnte durch ihre großzügige Unterstützung auch die Ersatzbeschaffung der zum Einsatz gekommenen Aggregate realisiert werden. Die Hilfslieferung, die seinerzeit aus der Region Braunschweig erst nach Hannover und von dort ins Ahrtal verschickt wurde, fand nun in Wolfenbüttel am Exer ihren runden Abschluss.

"Im Sommer hatten wir die benachbarten Kreisverbände gebeten, ihre vorhandenen Notstrom- Aggregate zu spenden", berichtete jetzt der Wolfenbütteler Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher. Immerhin sechs Stück kamen zusammen: Außer Wolfenbüttel (2) schickten Gifhorn, Helmstedt, Goslar und Braunschweig-Salzgitter jeweils ein Gerät. Die Wolfenbütteler Feuerwehr beteiligte sich mit dreien dieser Stromerzeuger an der Sammlung. "Wir haben dann alles per Lastwagen zum DRK nach Hannover gebracht, ein Sammeltransport fuhr die Geräte weiter ins Ahrtal", erklärte Schumacher weiter.

Vor ein paar Tagen trafen nun neue Geräte am Exer ein. Auch die unbürokratische Anschaffung der Ersatz-Aggregate hatten die Unternehmerfamilie Mast und ihre Stiftungen ermöglicht. "Wir sind sehr dankbar, dass so die im Katastrophenfall dringend benötigten Geräte mit fast 103.000 Euro finanziert wurden." Von allen beteiligten DRK-Verbänden waren Delegationen nach Wolfenbüttel gekommen, um sich ihr Gerät abzuholen. Die Feuerwehr bekommt ihre drei Aggregate in wenigen Tagen ebenfalls – auch hier dank großzügiger Unterstützung.

Allerdings gab es beim Kauf eine unerwartete Hürde zu meistern, erzählte Heiko Salfeld, Gruppenführer beim Wolfenbütteler DRK. Er hat die Organisation der Geräte federführend übernommen und sich um alle Details gekümmert. Als Landesbeauftragter für Technik und Sicherheit berät Salfeld die Landesbereitschaftsleitung beim DRK. Er meint: "Es ist kaum zu glauben, was für Lieferzeiten diese Aggregate im Moment haben." Das Rote Kreuz sei jedenfalls froh, nun wieder auf den kompletten Ausrüstungsstand zurückgreifen zu können. Auf die alten Geräte aus dem Ahrtal zu warten, sei zudem zwecklos. "Entweder sie laufen durch die hohe Beanspruchung nicht mehr – oder sie laufen noch und werden also auch noch eingesetzt."

Thomas Stoch als Vertreter des Vorstands bedankte sich bei den Bereitschaften für ihre spontane Hilfsbereitschaft im Sommer. "Wir haben viel gehört von dem tollen Zusammenhalt der betroffenen Menschen und der Helfer im Ahrtal", sagte er. Doch vor allem die schnelle Hilfe und die gute Zusammenarbeit rund um Wolfenbüttel zeige, was für ein starker und leistungsfähiger Verband das DRK sei.

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news-599 Fri, 14 Jan 2022 08:12:43 +0100 DRK sagt Kino-Veranstaltung ab - Jahresauftakt aufgrund der Corona-Situation verschoben https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-sagt-kino-veranstaltung-am-sonntag-ab-jahresauftakt-im-filmpalast-wird-aufgrund-der-derzeitigen-situation-verschoben.html Am Sonntag, 16. Januar sollte eigentlich eine große Kinoaktion des DRK stattfinden, zu der traditionell alle Patienten, Klienten und Besucher des ITZ Therapiezentrums, sowie deren Familien eingeladen werden. Die Einladungskarten erhielten über tausend Adressaten zusammen mit dem neuen Jahresprogramm für 2022 bereits Mitte Dezember.  

 „Es sah erst so aus, als könnten wir es wagen“, erklärt Thomas Stoch, Geschäftsführer der Einrichtung auf dem Exer-Gelände. Ausgewählt wurde der neue Disney-Film „Encanto“, der vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderungen und ihren Familien Freude gemacht hätte. „Unsere Aktion spricht auch Senioren und viele der ehrenamtlich Tätigen an“, meint Stoch. Eine runde Sache sei immer der Austausch im Foyer des kultigen Filmtheaters gewesen, die kleinen Ansprachen vorweg und die Ankündigung des neuen Programms.

Auch wenn Kinobesuche grundsätzlich erlaubt sind, spräche die aktuelle Entwicklung und die Sorge vor einem explosionsartigen Ansteckungsverlauf der Omikron-Variante dafür, die Veranstaltung nicht stattfinden zu lassen. Das DRK will mit dieser Entscheidung die Kunden, Mitarbeiterinnen und alle weiteren Beteiligten vor einer möglichen Ansteckung schützen. Auch soll ein Zeichen gesetzt werden, dass nicht alles was erlaubt ist, in dieser Zeit auch getan werden sollte. „Wir müssen gemeinsam weiter durch die Pandemie kommen, ohne unser Gesundheitssystem unnötig zu belasten“, meint Stoch und ist zuversichtlich. Die Veranstaltung wird im Mai nachgeholt.

Informationen zum Jahresprogramm 2022 stehen auf der Homepage www.itz-drk.de. Anfragen können unter 05331 / 927 847 0 oder per E-Mail an infoinkluzivo.de gestellt werden.

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news-597 Sun, 09 Jan 2022 19:16:34 +0100 DRK-Flüchtlingshilfe startet mit starker Jahresbilanz durch https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-fluechtlingshilfe-startet-mit-starker-jahresbilanz-durch.html Die Flüchtlingshilfe des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel blickt auf eine stattliche Bilanz für 2021 zurück: "Ich habe im vergangenen Jahr rund 1500 Beratungen durchgeführt", sagt Frederike Schwieger, "das waren also im Schnitt sechs bis sieben pro Tag." Die 27-Jährige ist beim Roten Kreuz mit einem vielfältigen Aufgabenfeld in der Migrationsberatung betraut. Neben ihrer Tätigkeit in der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)  steht sie auch online für die Ratsuchenden zur Verfügung, was die App „mbeon“ ermöglicht. "Der Bedarf ist unvermindert hoch", erklärt sie. Allein die Anzahl der Asylsuchenden und geduldeten Menschen beläuft sich (Stand Dezember 2019) auf 755 Personen in der Stadt und dem Landkreis Wolfenbüttel. „Hinzu kommen anerkannte, sowie langjährig in Deutschland lebende Personen mit Zuwanderungsgeschichte.“

Das Team der Migrationsberatung des DRK konnte nun eine neue Fachkraft gewinnen: Mit Laila Refai wurde die Stelle der landesgeförderten Migrationsberatung neu besetzt. Durch persönliche Erfahrungen verfügt die gebürtige Syrerin  über zusätzliche Kompetenzen, die der Koordinierungsstelle mit ihren Zielgruppen zu Gute kommen. Nach dem Studium der Sozialen Arbeit an der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel und ihrem Anerkennungsjahr im Remenhof in Braunschweig ist sie seit Oktober 2021 in der DRK-Flüchtlingshilfe tätig. Die Arbeit sei abwechslungsreich, neben der Beratung der Ratsuchenden gehe es um Kooperationen mit anderen Trägern. „Und dass ich Arabisch spreche, ist natürlich auch von Vorteil."

Wenngleich dies bei belastenden Themen ein großer Vorteil ist, sei es ebenso wichtig ihnen auf Deutsch Hilfestellung bei der Bewältigung ihrer Unterlagen zu geben“, sagt Aline Gauder. Insbesondere während der Corona-Pandemie waren die Beraterinnen vor komplexe Problemlagen gestellt. Aline Gauder war bis zum Jahreswechsel Hauptverantwortliche der Flüchtlingshilfe und ist nun Teamleitung der Ehrenamtskoordination im Kreisverband. „Die vergangenen Jahre waren geprägt von den unterschiedlichsten Problem- und Bedarfslagen, die wiederum auch von migrationspolitischen Entscheidungen, sowie Gesetzesänderungen beeinflusst wurden.“

Im Laufe der Jahre konnte das DRK sich breit aufstellen: Die Förderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ziele zum Beispiel nur auf Personen ab, die älter als 27 Jahre sind und eine gute Bleibeperspektive haben, aber auch Jüngere mit lebensähnlichen Umständen. Die Stelle von Laila Refai ist vom Land gefördert und läuft zunächst bis Ende 2022. "Die Zielgruppe ist hier weiter gefasst und ergänzt die Stelle meiner Kollegin", sagt die 28-Jährige. Bei der Beratung gehe es keineswegs nur um aufenthaltsrechtliche Themen, sondern nach wie vor um Sprachbarrieren, Wohnungssuche und um die Bewältigung des Alltags. Da greifen die verschiedenen Projekte des DRK gut ineinander, denn mit "Tafel macht Schule" und mit der "Spielzeugtasche" zum Beispiel können auch andere Abteilungen die Flüchtlingshilfe unterstützen.

Öffentlichkeitsarbeit und gezielte Aktionen mit Kooperationspartnern sind ebenfalls ein Schwerpunkt. "So haben wir mit dem MBE-Tag in 2021 zur interkulturellen Öffnung beigetragen", sagt Frederike Schwieger. Geflüchtete, Ehrenamtliche und Entscheidungsträger aus dem Landkreis Wolfenbüttel konnten hierbei ins Gespräch kommen und wurden für die Sichtweise der jeweils anderen Seite sensibilisiert. An diesem Tag ist ein lockerer Kontakt zum Beispiel zwischen Geflüchteten und Sachbearbeitern verschiedener Träger möglich, der sonst nicht zu Stande käme. Es sind bereits weitere Ideen für 2022 entstanden, sodass die Koordinierungsstelle für dieses Jahr eine Wiederholung mit weiteren Akteuren plant.

Und es gibt noch einen dritten wichtigen Block, den sich das DRK vorgenommen hat: "Wir wollen Fortbildungen anbieten für Geflüchtete und ehrenamtliche Helfer, denn es gibt Themen, die in der Beratung dieses Personenkreises immer wieder auftauchen." Ernährung fürs Kind, Gewalt, Sucht – zu diesen Schlagworten soll es jeweils zwei- bis dreistündige Seminare geben. "Gemeinsam mit Kooperationspartnern wollen wir diese Kurse nachmittags anbieten." Die Anregung zu diesem Schritt kam aus dem Kreis der Ehrenamtlichen. "Und das sind übrigens keineswegs nur Mitglieder des Roten Kreuzes, sondern sie kommen aus verschiedenen Bereichen." Link zu den Fortbildungsangeboten.

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news-590 Wed, 15 Dec 2021 09:13:00 +0100 Spende der diesjährigen Keksaktion https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-der-diesjaehrigen-keksaktion.html Das weihnachtliche Kekse-Backen der Wolfenbütteler Wirtschaftsgespräche hat schon eine lange Tradition. Die hunderten Tütchen entstehen in der Backstube der Bäckerei Richter und gehen dann in den Verkauf – üblicher Weise legen die Mitglieder des Freundeskreises selbst Hand an bei der Herstellung und kaufen die Kekse dann, um sie vor Weihnachten zu verschenken. 

Den Erlös teilen die Geschäftsführer, Geschäftsleute und Selbständige dann unter verschiedenen sozialen Gruppen und Projekte in Wolfenbüttel auf.

"Soeben habe ich Ihnen 1000 Euro von den Wolfenbütteler Wirtschaftsgesprächen als Spende aus der diesjährigen Keksaktion 2021 überwiesen", schrieb jetzt Carsten Richter als Vorsitzender der Gruppe an Uwe Rump-Kahl. "Auch wenn das Kekse-Backen in diesem Jahr nur virtuell stattgefunden hat, hoffen wir, Ihnen mit dieser Spende bei Ihrer wertvollen Arbeit ein wenig zu helfen und würden uns freuen zu hören, wofür die Spende eingesetzt wurde."

Uwe Rump-Kahl als Geschäftsführer der DRK-inkluzivo GmbH freute sich sehr über die Spende, die komplett in die Finanzierung der Wolfenbütteler Tafel des Roten Kreuzes fließt. "Unterstützungen wie diese helfen uns sehr bei der Bewältigung unserer Aufgaben." Die dauerhafte Hilfe und die gute Zusammenarbeit mit den Wolfenbütteler Wirtschaftsgesprächen sei vorbildlich. "Unterstreichen möchte ich in diesem Zusammenhang, dass die Bäckerei Richter im ersten Corona-Lockdown unserer Tafel ihre gespendeten Backwaren bis vor die Tür gebracht hat – auch das hat uns bei der Versorgung der Bedürftigen sehr geholfen."

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news-589 Sun, 12 Dec 2021 10:17:00 +0100 Neuer Babykurs im DRK: „Babys in Bewegung“ (BiB) https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/neuer-babykurs-im-drk-babys-in-bewegung-bib.html „Babys sind aktiv, interessiert und sehr lernfähig. Es ist mir immer eine große Freude, die Kleinen bei ihren ersten Entwicklungsschritten und sozialen Kontakten zu begleiten“, berichtet Carina Berheide, Ergotherapeutin im Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) des DRK. Sie ergänzt das Angebot mit einem neuen Kurs für Familien. Bei diesem vom Deutschen Turner-Bund e. V. (DTB) zertifizierten Gruppenangebot geht es um das Erleben von Spaß und Freude an Bewegung.

Was ist das Besondere am Kurs „Babys in Bewegung“, kurz BiB? Durch ein facettenreiches Angebot an Sinnes-, Bewegungs- und Spielanregungen wird der natürliche Bewegungsdrang gefördert. Dabei werden die Babys in ihren einzelnen Entwicklungsphasen unterstützt und begleitet. Gleichzeitig wird die Eltern-Kind-Beziehung gestärkt. Die Kleinen können mit gleichaltrigen interagieren und ein Erfahrungsaustausch zwischen den Eltern kann stattfinden. Carina Berheide hat als erfahrene Ergotherapeutin immer Tipps für die Familien parat und zeigt große Fantasie beim Aufbau von Erlebnislandschaften.

Wenn es die Pandemielage erlaubt, starten im Januar 2022 alle Kurse im ITZ unter der 2G-Regel (2G+). Neben den schon etablierten und beliebten Babyschwimmkursen geht daher auch „Babys in Bewegung“ in eine neue Runde. „Für alle Altersgruppen ist etwas dabei“, teilt Andrea Bruns, Fachleitung der Praxis für Ergotherapie im ITZ, mit. „Neben diesen Angeboten für die Kleinsten runden Aquafitness, Wassergymnastik, Yoga, Rückenschule und Stressprävention das vielfältige Kursangebot am Exer ab.“

„Babys in Bewegung“ (BiB) ist ein Kurs über zehn Wochen. Er findet einmal wöchentlich statt, in der zweiten Januarwoche geht es los: montags von 10.00 bis 11.00 Uhr (für 3-6 Monate) und mittwochs von 9.30 bis 10.30 Uhr (für 7-12 Monate).

Für Anfragen oder ergänzende Informationen sind Andrea Bruns und Carina Berheide per E-Mail erreichbar: ergoinkluzivo.de oder telefonisch unter 05331 927 847 70. Alle Informationen über die Angebote der DRK-inkluzivo sind zu finden auf der Homepage: www.itz-drk.de.

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news-588 Fri, 10 Dec 2021 10:04:00 +0100 Kinder packten Geschenke für Tafel-Kinder – und Erwachsene https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/kinder-packten-geschenke-fuer-tafel-kinder-und-erwachsene.html Eine schöne Aktion des Kindergartens „Kilindum“ aus Linden kommt den Abholern der Wolfenbütteler Tafel zugute. Juliane Liersch, ehrenamtliche Leiterin dieser Einrichtung des DRK-Kreisverbands, holte zusammen mit ihren Helfern jetzt mehr als 100 Weihnachtsgeschenke bei der Kindertagesstätte ab. Die Kinder haben mit ihren Eltern dieses Präsente für Kinder und Senioren gekauft und verpackt. „Wir weisen in der Zeit vor Weihnachten mit einem Aushang darauf hin, dass wir die Tafel-Abholer beschenken wollen“, erklärt die Kita-Leiterin Clarissa Henning.

Bei der Auswahl der individuellen Präsente und der Verpackung haben die Kleinen und ihre Eltern freie Hand. „So bekommen die Kinder ein Verständnis dafür, dass es auch Familien gibt, die sich keine Geschenke leisten können“, betont Henning.

Diese Aktion führt der Kindergarten schon seit 15 Jahren durch. Nachdem die Initiatoren von Juliane Liersch erfahren haben, dass es auch viele ältere Menschen gibt, die regelmäßig die Tafel besuchen und sich über ein paar schöne Sachen freuen würden, hat der Kindergarten die Aktion auch um Geschenke für Erwachsene erweitert.

„Es ist eine schöne Tradition – das ist nicht selbstverständlich. Ich freue mich für die Kinder und Senioren, die wir jetzt beschenken können“, sagt Tafel-Leiterin Juliane Liersch. Dafür habe sie mit ihrem Tafel-Team jetzt noch ausreichend Zeit. Die Tafel im Eberts Hof (Großer Zimmerhof 29) hat noch bis zum 23. Dezember geöffnet.

Möchten Sie mehr über die Wolfenbütteler Tafel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf unserer Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

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news-587 Wed, 08 Dec 2021 10:13:00 +0100 DRK in Sickte unterstützt die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-in-sickte-unterstuetzt-die-tafel.html Rotkreuz-Aktion "Tafel macht Schule" freut sich über eine Spende von 1000 Euro. Zu einer schönen Tradition sind die vorweihnachtlichen Spenden des DRK-Ortsvereins Sickte geworden. Nutznießer ist seit einigen Jahren die Aktion "Tafel macht Schule", die der Rotkreuz-Kreisverband 2008 ins Leben gerufen hat.

"Wir sind uns im Vorstand einig, dass es wichtig ist, eine Initiative in unserer Region zu fördern", erklärte Margrit Weigelt bei der Scheckübergabe die Beweggründe der Sickter. Sie ist Vorsitzende des Ortsvereins und entschied auch diesmal, 1000 Euro an den Kreisverband zu geben. "Tafel macht Schule ist ein ausgesprochen schönes Projekt des Kreisverbands."

Dafür bedankte sich Juliane Liersch herzlich. Die ehrenamtliche Leiterin von Eberts Hof, dem DRK-Tafelladen am Großen Zimmerhof in Wolfenbüttel, nahm den Scheck entgegen – passender Weise in der Sickter Schule. Und sie berichtete bei dieser Gelegenheit von ständig wachsenden Zahlen der Abholer. "Voriges Jahr haben wir 23 Schüler unterstützt, in diesem Jahr waren es schon 28." Mittlerweile kämen nicht nur Kinder zum Zuge, deren Bedürftigkeit sozusagen amtlich festgestellt worden ist. "Inzwischen erreichen uns auch Hilferufe aus verschiedenen Schulen direkt", sagte Juliane Liersch. "Da heißt es dann oft, wir haben hier eine Familie, die braucht dringend ihre Unterstützung."

Die Hilfsprojekte des DRK sind vielfältig, doch bei "Tafel macht Schule" geht es in erster Linie um Kinder, die zur Einschulung ausgestattet werden müssen, weil die Eltern es nicht schaffen. "Wir kaufen aus den Spenden Ranzen, Schultüten und die erforderliche Ausstattung." Juliane Liersch war sich mit Margrit Weigelt einig, dass die Vorgaben der Schulen nach ganz bestimmten Stiften und Tuschkästen schwierig ist: "Jetzt sind wir gezwungen, ebenfalls diese hochwertige Ausstattung zu kaufen." Benachteiligung fange bei unterschiedlichem Material an. "Wer da schon mit schlechterer Ausrüstung startet, der wird sich schwer tun mit der Intregration in die Gemeinschaft."

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news-585 Fri, 03 Dec 2021 14:38:00 +0100 Acht FBE-Teilnehmer freuen sich über Abschluss und Arbeitsvertrag https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/acht-fbe-teilnehmer-freuen-sich-ueber-abschluss-und-arbeitsvertrag.html Strahlende Gesichter gab es jetzt beim Wolfenbütteler Fachdienst zur beruflichen Eingliederung (FBE). Die Teilnehmer/innen, die am 1.September 2019 im FBE mit ihrem Berufsbildungsbereich begonnen haben, haben in einer kleinen Feierstunde ihren Abschluss der Maßnahme und gleichzeitig den Abschluss ihres Arbeitsvertrages auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gefeiert. Sie arbeiten künftig in fester Anstellung in Lebensmittelläden, im Büro, ein einem Warenhaus, einer Handlung für Tierbedarf, in der Gastronomie und in einem Altenheim.

„Das ist ein großer Erfolg für die Teilnehmer/innen und für uns als Anbieter im Bereich berufliche Rehabilitation“, sagt Nicole Arendt, Fachleitung des FBE. Der Fachdienst der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH  ist als anderer Leistungsanbieter den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gleichgestellt, geht aber methodisch einen gänzlich anderen Weg. Der große Unterschied: „Zu uns kommen Leute, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten wollen“, so Arendt. „Wir arbeiten mit Menschen, die sonst dauerhaft in einer Werkstatt wären, sich aber bewusst für unseren Weg , der Qualifizierung in ganz normalen Firmen/ Betrieben entschieden haben“, ergänzt Uwe Runp-Kahl, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo.

Der FBE begleitet seine Kunden über eine 27-monatige Zeit während der Berufsbildungsphase. Jobcoaches Bildungsbegleiter/innen des DRK helfen bei der Eingewöhnung und Einarbeitung beim möglichen Arbeitgeber während verschiedener Praktika und beim Anlernen in einem konkreten Job. Die Teilnehmer/innen stammen dabei nicht nur aus dem Landkreis Wolfenbüttel, sondern aus der gesamten Region vom Harz bis zur Heide.

Seit seiner Gründung unterstützt der FBE Menschen bei der Qualifizierung für den Arbeitsmarkt – mit großem Erfolg. Bis heute wurden 20 Arbeitsverträge geschlossen und weitere  Teilnehmer in Ausbildung oder weiterführende Qualifikationsangebote vermittelt.

„Die Qualifizierung hat auch aufgrund der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Reha-Team der Agentur für Arbeit sehr gut funktioniert“, freut sich Rump-Kahl. Den Berufsbildungsbereich beim FBE zu durchlaufen, kommt für alle Menschen infrage, die Anrecht auf eine Beschäftigung in einer Werkstatt haben. Wer Interesse daran hat, sollte sich frühzeitig beim FBE melden – am besten schon während der Schulzeit.

Für Fragen und Informationen steht Nicole Arendt telefonisch unter

(05331) 92784 45 oder per E-Mail an nicole.arendtinkluzivo.de zur Verfügung.

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news-583 Mon, 29 Nov 2021 12:04:33 +0100 Blumen für Sigrid Otte für die engagierte Betreuung https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/blumen-fuer-sigrid-otte-fuer-die-engagierte-betreuung.html Auf der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Schöppenstedt referierten Wolfgang Isensee und Sigrid Otte über die Betreuung von Flüchtlingen im Auftrag des DRK. Wolfgang Isensee informierte über den Flüchtlingsgarten, der natürlich gerade in der Zeit der Pandemie gern genutzt wurde. Das beliebte Café der Begegnung konnte ab März 2020 nicht mehr durchgeführt werden. Allerdings wurden Ausflüge unternommen, und zwar in den Heidepark Soltau, in das Klimahaus und den Fischereihafen sowie in den Trampolin-Park in Braunschweig. Außerdem erhielten die betreuten Flüchtlingsfamilien Unterstützung bei Behördengängen und sonstigen Angelegenheiten. Wann und ob das Café der Begegnung wieder stattfindet, kann leider zur Zeit noch nicht gesagt werden.
Sigrid Otte informierte die Mitglieder darüber, dass das Büro seit Ende 2020 im Gemeindehaus an der Kirche ist und die Sprechstunden einmal wöchentlich am Donnerstag von 15 bis 17 Uhr stattfinden. Besonders von Flüchtlingen werde die Hilfe bei behördlichen Dingen gut angenommen Aber auch von Schöppenstedtern, die sich nach dem DRK-Hausnotruf oder nach Fahrten mit dem Sozio-Med-Mobil erkundigen.
Sie berichtete über Deutschkurse, die insbesondere zur Vorbereitung auf eine Arbeitsaufnahme in Wolfenbüttel stattgefunden haben und über die Probleme, die sich dabei durch die Pandemie ergaben.
Auch Erfreuliches gab es zu berichten. So konnte ein Familienvater aus Katar endlich zu seiner seit 2015 in Schöppenstedt lebenden Familie kommen. Er ist syrischer Ingenieur und hat inzwischen schon die Sprachprüfung B1 abgelegt.
Gerade zu Beginn der Pandemie gab es unter anderem für junge Eltern große Herausforderungen. So war es für ein im März 2020 geborenes Kind schwierig, eine Hebamme zu finden, die trotz Corona in die Wohnung kommt. Frau Otte berichtete, dass sie sich anfangs dann selbst um eine Waage und um das kleine Baby gekümmert hat. Inzwischen wächst und gedeiht es.
Das waren nur einige Beispiele für die vielen Hilfen, die zu leisten waren. Der Vorstand dankte Sigrid Otte im Namen aller Anwesenden mit einem Blumenstrauß für ihr großes Engagement. Bei dem Vortrag wurde sehr deutlich, dass sie mit ganzem Herzen dabei ist und dadurch vielen Menschen in der Zeit ihrer Tätigkeit geholfen hat.

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news-580 Thu, 18 Nov 2021 09:37:11 +0100 DRK plant Pflege-Ausstieg https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-plant-pflege-ausstieg.html Der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel plant, seine Pflege + Betreuung gGmbH aufzulösen. "Wir haben uns schweren Herzens zu diesem harten Schnitt entschlossen", teilen Vorstand Andreas Ring und Horst Kiehne, Vorsitzender des Präsidiums, in einer Presseerklärung mit. Beide versichern, dass kein Pflegevertrag kurzfristig gekündigt wird. "Vielmehr werden wir jetzt im Einvernehmen mit dem Betriebsrat nach Lösungen suchen, die für unsere Patienten und unsere Mitarbeiter gleichermaßen tragfähig sind."

Die Geschichte der gemeinnützigen Gesellschaft reicht zurück bis ins Jahr 1977. Damals startete die heutige "Sozialstation Vorharz" mit einer Gemeindeschwester des Roten Kreuzes, die Patienten in Hedeper, Wetzleben, Timmern, Groß- und Klein Biewende betreute. 1982 wurde die "Sozialstation Elm-Asse" gegründet, 2003 wurden die Sozialstationen zusammengelegt und firmierten seit 2004 unter dem Namen „Vorharz“. Seit dem 31. August 2009 führt der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel die Einrichtungen unter dem Namen „DRK-Pflege + Betreuung Wolfenbüttel gGmbH".

Von den mehr als 100 Mitarbeitern, die noch vor einigen Jahren im Unternehmen beschäftigt waren, sind mittlerweile nur noch 42 Pflege-, Betreuungs- und Hauswirtschaftskräfte tätig. Renteneintritt, Umzug oder Wechsel in eine andere (teil-)stationäre Pflegeeinrichtung haben die Belegschaft stark schrumpfen lassen. Von der Zentrale am Dammtor in Hornburg aus betreuen sie rund 200 Kunden in Stadt und Landkreis Wolfenbüttel. In den zurückliegenden Jahren hat sich das Rote Kreuz stets für die Menschen in der Fläche verantwortlich gefühlt. Aufgrund fehlender Personal-Kapazitäten können Versorgungsanfragen jedoch nicht mehr wie gewünscht angenommen werden. "Gerade die Einsätze in weit entfernten Orten sind seit langem nicht kostendeckend", erklärt Andreas Ring die Situation. Steigende Fahrt- und Personalkosten bei gleichzeitiger Unterfinanzierung durch die Kostenträger führen zu strukturellen Defiziten.

"Wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht", betont Horst Kiehne. Vielmehr sei der Kreisverband seit mehreren Jahren auf der Suche nach einem Partner, der die Pflege + Betreuung fortführen könnte. "Wir haben viele Gespräche geführt und alle gemeinnützigen Träger befragt – am Ende haben doch alle abgewunken."

Das Desinteresse hat keine Wolfenbütteler Gründe, sondern erklärt sich mit einem Blick auf den Pflegenotstand. "Niedersachsen ist seit vielen Jahren bei den alten Bundesländern Schlusslicht in der Pflege", sagt Andreas Ring. Pflege ist Ländersache, daher gelten in jedem Bundesland andere Vorschriften und Vergütungsstrukturen. In den jeweiligen Landesregierungen sei dieses heiße Eisen seit mehr als fünfzehn Jahren bekannt, aber niemand fasse es an. Dies ist natürlich auch ein Signal an die Landespolitik, umgehend den Pflegenotstand engagiert und wirkungsvoll zu bekämpfen. Der Notstand wird sich zukünftig in eine Pflegekatastrophe entwickeln.

"Gerade in einem Flächenland wie dem unsrigen müssen aber Lösungen her." Fachkräftemangel, Unterfinanzierung, ständig steigender Pflegebedarf –  hochwertige Pflege und zufriedene Mitarbeiterinnen sind unter dem Roten Kreuz im Landkreis Wolfenbüttel zukünftig nicht möglich. "Es ist ein Teufelskreis, den nur die Politik durchbrechen kann."

Der Kreisverband zieht daher die Konsequenzen. "Aber es wird keine kurzfristige Kündigung von Pflegeverträgen geben", versichert Horst Kiehne. Auch ein Schlussdatum für die Patientenbetreuung habe sich niemand gesetzt. "Vielmehr versuchen wir aktiv, andere Pflegeplätze zu beschaffen." Das sei ein mittelfristiger Prozess, denn die Wartelisten sind überall lang. "Wir sind jederzeit bereit, zu dem Konzept der Gemeindeschwestern aus dem Jahr 1977 zurückzukehren", sagt Vorstand Andreas Ring. "Die politisch gewollte Privatisierung, unbegrenzte Gewinnorientierung und ein völlig enthemmter Bürokratismus im Gesundheitswesen, ohne entsprechende staatliche Lenkung und Kontrolle, ist in Deutschland krachend gescheitert."
 

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news-579 Fri, 12 Nov 2021 19:54:19 +0100 „Exer 2020“ bekommt auch finanziell grünes Licht https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/exer2020-bekommt-auch-finanziell-gruenes-licht.html Delegiertenversammlung des DRK-Kreisverbandes hörte beruhigende Zahlen. Vorstand und Präsidium wurden entlastet. „Die vergangenen anderthalb Jahre waren eine harte Zeit für unseren Kreisverband“, sagte Horst Kiehne zur Eröffnung der 75. DRK-Kreisversammlung. Mehr als 30 Delegierte waren dazu nach Wolfenbüttel ins Solferino an den Exer gekommen. Und der Sprecher des Präsidiums unterstrich: „Der Kampf gegen die Folgen von Corona war für unseren Verband eine riesige Herausforderung – auf allen Ebenen.“

Die Belastungen gingen tatsächlich durch alle Strukturen der Wolfenbütteler DRK-Arbeit: Erste-Hilfe-Ausbildung war von heute auf morgen untersagt, Schulbegleitung musste plötzlich zu Hause stattfinden und das Solferino musste schließen. Andererseits war das Rote Kreuz personell und in puncto Tatkraft stark gefordert, als zunächst im Auftrag des Landkreises ein Testzentrum am Exer eingerichtet werden musste und später die sanitätsdienstliche Betreuung im Impfzentrum des Landkreises sichergestellt wurde. „Obendrein wurden die vergangenen Monate durch personelle Veränderungen in unserem Rettungsdienst geprägt“, schilderte Kiehne. Zu diesem Punkt konnte er im Solferino gleich zwei neue Mitarbeiter vorstellen. „Dass wir diese Phase so gut überstanden haben, verdanken wir dem Einsatz von Björn Försterling, Thomas Stoch und Uwe Rump-Kahl“, betonte der Präsidiumssprecher.

Vorstand Andreas Ring berichtete, der Kreisverband und seine Tochterunternehmen seien gut durch die Pandemie gekommen – in allen Abteilungen wurden Hygienekonzepte geschaffen und mit großer Wachsamkeit umgesetzt. Somit verhinderte das DRK größere Personalausfälle. „Durch Zuschüsse vom Bund und von der Aktion Mensch hat sich die Gesamtleistung auf dem Niveau von 2019 eingependelt. Dadurch waren wir erneut in der Lage, in unsere Mitarbeiter zu investieren.“

Im Übrigen sei jetzt ein interner Umbau abgeschlossen, so Ring weiter. Der Kreisverband kümmere sich künftig nur noch um die ehrenamtlichen Bereiche, während alle anderen Tätigkeitsfelder von den Tochterfirmen betreut würden. „Etwaige Überschüsse führen sie an den Kreisverband ab, der damit seine Aufgaben als Wohlfahrtsverband finanziert.“

Die Bagger rollen an

Hocherfreut meldete der Vorstand, dass tags zuvor die Darlehnszusage der Bank für die Finanzierung des Neubaus „Exer 2020“ an der Mascheroder Straße eingetroffen sei. „Das war der letzte noch fehlende Mosaikstein, bevor in Kürze die Bagger kommen.“ Die Maßnahme gliedert sich in drei Bauabschnitte, wobei der erste nun umgesetzt wird. Ring bezifferte das Bauvolumen auf rund neun Millionen Euro. Sie setzen sich zusammen aus Eigenkapital, Fördermittel und rund fünf Millionen Euro Darlehen. „Durch diesen Neubau wird sich unsere Bilanzsumme etwa verdoppeln.“ Der Haushalt für das Jahr 2020 belief sich auf gut neun Millionen Euro. Für die Zahlen wurden Vorstand und Präsidium von der Versammlung einstimmig entlastet.

Das galt später auch für den Haushaltsvoranschlag 2022, obwohl der Vorstand die Delegierten schon auf erwartete Defizite einschwor. „Im Zuge von Corona sind Altkleidersammlungen komplett zusammengebrochen“, schilderte er – kündigte aber für das Frühjahr 2022 eine erste große Sammlung an. Beim Sozio-Med-Mobil laufe es ebenfalls nicht rund. „Das ist ein erfolgreiches Projekt und wir haben viele Anfragen, aber die Verhandlungen mit dem Landkreis über einen Zuschuss für Betriebskosten stecken fest.“

Gebremst wurde durch Corona auch die Erste-Hilfe-Ausbildung, doch da scheint sich eine Wiederbelebung abzuzeichnen: „Wir wollen unseren Neustart erstmals mit einem hauptamtlichen Mitarbeiter bewerkstelligen.“ Gerade durch die monatelange Unterbrechung gebe es eine riesige Nachfrage, die allein mit ehrenamtlichen Kräften nicht zu stemmen sei. „Wir schlagen da ein neues Kapitel der Ersten Hilfe in Wolfenbüttel auf.“

Zur Lage des Rettungsdienstes trug diesmal Björn Försterling vor, der kommissarische Geschäftsführer. Er freute sich, dass 14 Tage zuvor ein zusätzlicher Krankentransportwagen in Dienst gestellt werden konnte. „Das bedeutet eine spürbare Entlastung für die Rettungswagen, die nun weniger Krankentransporte erledigen müssen.“ Einen weiteren Schritt nach vorn erwartet er in der nächsten Woche, wenn der neue Bedarfsplan mit dem Landkreis diskutiert werde.

Am Ende der Sitzung kündigte Horst Kiehne an, bei den Neuwahlen 2022 nicht wieder für das Amt des Präsidiumssprechers zu kandidieren. Er sei dann 16 Jahre in dieser Funktion tätig gewesen, und nun sei es Zeit für Jüngere. Er nannte seinen bisherigen Stellvertreter Björn Försterling als Vorschlag für seine Nachfolge. „Dieser Vorschlag ist im Präsidium bereits abgestimmt.“

Das DRK in Zahlen

27 Ortsvereine sind Mitglied des Kreisverbandes Wolfenbüttel.
Im Landkreis Wolfenbüttel gibt es rund 5300 DRK-Mitglieder.
840 Ehrenamtliche engagieren sich in den unterschiedlichsten DRK-Projekten.
Der DRK-Kreisverband und seine Tochterunternehmen beschäftigen 447 hauptamtliche Mitarbeiter.

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news-578 Fri, 12 Nov 2021 19:46:43 +0100 Zwei innovative Projekte und ein Umbau: Das DRK ist am Exer auf vielen unterschiedlichen Gebieten unterwegs https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/zwei-innovative-projekte-und-ein-umbau-das-drk-ist-am-exer-auf-vielen-unterschiedlichen-gebieten-unterwegs.html Ein Jahr lang gab es keine Kreisversammlung beim DRK – coronabedingt. Entsprechend gespannt waren die Delegierten, Neues vom Kreisverband zu hören und zu sehen. Im Rahmenprogramm der Sitzung wurden drei Projekte präsentiert: Zunächst führte Uwe Rump-Kahl durch das grundsanierte Solferino. Dann gab er gemeinsam mit Daniel Schulte Einblicke in das Angebot des DRK-Foodtrucks, und schließlich zog die Gruppe weiter ins Corona-Testzentrum, das die Firma Kandj Am Exer 17 gemeinsam mit dem DRK und dem Technischen Innovationszentrum Wolfenbüttel betreibt. Dort erklärten Thomas Stoch und Karima Berrahou die Abläufe rund um „Robbi 1.0“.

Grundsanierung des Solferino

Doch zunächst hörten die Gäste Erschütterndes vom Solferino. Dort hatte man vor Jahresfrist einen Wasserschaden konstatiert, der offenbar mehrere Jahre lang unentdeckt geblieben war. DRK-Vorstand Andreas Ring sprach von „biblischen Ausmaßen“, denn tatsächlich waren nicht nur sämtliche Böden völlig durchnässt, sondern auch die Wände waren in Mitleidenschaft gezogen worden. „Erst eine Wärmebildkamera hat uns auf die Spur des Lecks gebracht“, berichtete Uwe Rump-Kahl, Geschäftsführer im Solferino, das vom DRK als Inklusionsbetrieb eingerichtet wurde.

„Hier ist im Grunde alles neu“, sagte er. „Es wurde alles rausgerissen, Fußboden, Wände, Leitungen und sogar der Ausgabetresen.“ Doch nach dem bekannten Motto, dass jede Krise auch eine Chance bietet, ging das DRK in die Offensive: statt Flickschusterei kam nun alles auf den Prüfstand und wurde erneuert – von den schmucken neuen Ausgabetresen, über die Laufwege der Mitarbeiter bis zur Einrichtung der Toiletten.

Dieser Einsatz fußte auf einer simplen Erkenntnis: „Wir haben festgestellt, dass gute Rahmenbedingungen und harmonisches Miteinander auch dafür verantwortlich waren, dass alle Mitarbeiter während der Corona-Krise an Bord geblieben sind“, erklärte Rump-Kahl. Andere Kneipen und Restaurants hatten nach dem Lockdown Probleme, offene Stellen zu besetzen. „Bei uns sind alle Kollegen wieder da, und wir hoffen, schon bald mit dem Solferino sowie der Schulspeisung wieder auf 700 Mahlzeiten am Tag zu kommen.“

Doch das Solferino besteht nicht nur aus Essen. „Wir haben hier einen Ort der Begegnung geschaffen, der sehr vermisst wurde.“ Seniorengruppen oder Lernzirkel der Studenten: sie alle kehren zurück in den Wintergarten und die Lounge, die in 14 Tagen öffnet. „Vor allem stellen sich die Besucher auf unsere Mitarbeiter und ihre Behinderung ein“, berichtet der Geschäftsführer. „Ich habe hier schon ganz bemerkenswerte inklusive Situationen erlebt.“

Der DRK-Foodtruck

Der Zufall wollte es, dass den Delegierten zuvor mit Daniel Schulte der neue (ab 15. März) Geschäftsführer des Rettungsdienstes vorgestellt worden war. Denn als Rump-Kahl bei der zweiten Station des Rundgangs den Foodtruck erklärte, wusste Schulte noch mehr. Er war es gewesen, der durch gute Kontakte zu Volkswagen den Bau dieser Fahrzeuge und vor allem ihrer Wechselbrücken in ganz Niedersachsen angeschoben hatte. „Das modulare System mit einem Trägerfahrzeug und verschiedenen Aufsetzern empfinde ich als sehr geglückt.“ Die Kücheneinrichtung aus Edelstahl ist ausgesprochen zeitgemäß, und wenn der Container abgesetzt ist, befinden sich Koch und Kunde auf Augenhöhe.

Besonders nutzbringend war ein Beispielkochbuch, das Schulte ebenfalls auf den Weg gebracht hatte. „Darin geht er darum, wie die Einrichtung und die Geräte optimiert eingesetzt und welche Mengen für welche Gruppengröße am besten verwendet werden.“ Denn der Foodtruck ist für alle DRKler da. Uwe Rump-Kahl: „Ortsvereine oder Bereitschaften können sich bei uns melden, falls sie damit ein Fest bewirten wollen.“

Vorstellung des Testroboters Robbi 1.0

Die letzte Station des Rundgangs war das Testzentrum der Firma Kandj. Geschäftsführerin Karima Berrahou machte die DRK-Gruppe mit „Robbi 1.0“ bekannt, dem Testroboter. „Sein Vorteil ist, dass er viel schärfere Augen hat als der Mensch“, erzählte sie. Bei den Kunden wird ein Abstrich aus der Nase gemacht, der dann auf einen Teststreifen übertragen wird. Robbi legt ihn zur Seite, bis 15 Minuten später eine Reaktion auf dem Streifen sichtbar wird – zumindest für sein Laserauge. Das Ergebnis des Tests erscheint automatisch auf dem Smartphone des Kunden, der das Testzentrum da schon lange verlassen hat.

„Wir sind als DRK stolz darauf, die erste Phase dieses Prototyps begleiten und unterstützen zu dürfen“, sagte Thomas Stoch bei der Vorführung.

Das Potenzial dieser Entwicklung sei gewaltig – was auch Karima Berrahou unterstrich: „Wir können nicht nur auf Corona testen, sondern auf Malaria, HIV und viele andere Infektionen mehr.“ Einsätze von Robbi seien überall dort besonders gut vorstellbar, wo innerhalb kürzester Zeit viele Tests durchgeführt werden müssen, zum Beispiel an Flughäfen, in Seniorenheimen und bei Konzerten. „Wir haben schon Informationsanfragen aus ganz Europa.“

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news-577 Fri, 12 Nov 2021 19:36:37 +0100 Steffen Tegtmeier leitet den Rettungsdienst https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/steffen-tegtmeyer-leitet-den-rettungsdienst.html Seine Verpflichtung beendet eine monatelange Vakanz: Steffen Tegtmeier ist der neue Leiter des Rettungsdienstes im DRK-Kreisverband und folgt damit auf den ausgeschiedenen Andreas Richter. Tegtmeier ist 32 Jahre alt und kommt aus Minden, wo er als Notfallsanitäter bei der Feuerwehr gearbeitet hat. „Ich empfinde die Aufgabe in Wolfenbüttel als ziemlich reizvoll“, sagt der Neue, der bereits Führungserfahrungen im Rettungsdienst der Region Hannover gesammelt hat.

Der kommissarische Geschäftsführer des Rettungsdienstes, Björn Försterling, äußerte sich „zufrieden und total beruhigt“ zur Neuverpflichtung. „Wir haben einen guten Nachfolger gefunden, der vor allem aufgrund seines Alters auch eine tolle Perspektivlösung ist.“ Der Kreisverband wolle die Führungsstruktur künftig anders aufstellen. „Mit dem neuen Geschäftsführer, der Mitte März zu uns stößt, soll eine Art Doppelspitze entstehen, die sich bei Urlaub oder Ausfall gegenseitig vertreten kann.“

Steffen Tegtmeier , der in Kürze mit Lebensgefährtin und Kind ein Haus in Schladen bezieht, wird derzeit von Wilhelm Borchert eingearbeitet, der Ende des Monats in den Ruhestand geht. „Gerade in der kurzen Zeit ist es gerade sehr viel Input“, zollte er dem DRK-Urgestein Respekt. „Das ist learning by doing“, lachte Borchert. „Manchmal ist es ganz gut, wenn man ins kalte Wasser geworfen wird.“

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news-536 Sat, 24 Jul 2021 17:45:00 +0200 DRK-Team aus Wolfenbüttel hilft in Ahrweiler https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-team-aus-wolfenbuettel-hilft-in-ahrweiler.html Sechs Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung begleiten Betroffene der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz. Damit gerechnet haben sie seit Tagen. Am Donnerstagmorgen, noch vor Sonnenaufgang, brach das Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel nach Rheinland-Pfalz auf. Einsatzkräfte wie sie sind es, die Betroffene des Hochwassers vor Ort betreuen. Dies berichtet der DRK-Kreisverband am Freitagvormittag.

Die Situation in der vom Hochwasser betroffenen Ortschaften in Rheinland-Pfalz ist für Außenstehende nur schwer erfassbar. Bereits vor einigen Tagen setzte der DRK-Landesverband alle ehrenamtlichen Katastrophenschutz-Helfer in einen Voralarm: Sobald sie benötigt werden, sollen sie bereit für die Abreise sein. Und da helfen, wo sie gebraucht werden. „Am Mittwochabend erhielt ich den Anruf vom Landesbereitschaftsleiter, dass unser Kriseninterventionsteam benötigt wird. Nur wenige Stunden später, am frühen Donnerstagmorgen, brachen sechs Einsatzkräfte von uns zum Sammelpunkt der Einsatzkräfte auf“, berichtet Wolfenbüttels Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher. Insgesamt sind in Niedersachsen Einsatzkräfte von acht DRK-Bereitschaften angefordert, um einen Betreuungsplatz 500, BtP 500, in der Gemeinde Grafschaft einzurichten. Einen Ort, an dem rund 500 Personen kurzfristig untergebracht und mit dem Notwendigsten versorgt werden können. Auch Feldküchen und Geräte zur Stromversorgung gehören dazu.

Der Einsatz des Wolfenbüttelers Kriseninterventionsteams (KIT) ist eine Besonderheit: „Unser Team ist sowohl für die Psychosoziale Notfallversorgung von Betroffenen, als auch für Einsatzkräfte geschult. Für den Katastrophenschutz ist die PSNV eine relativ neue Sparte, die erst aufgebaut wird. Neben uns gibt es, soweit wir wissen, zwei weitere DRK-KIT-Staffeln aus Niedersachsen vor Ort“, so Heiner Schumacher. Das Wolfenbütteler Team setzt sich aus geschulten Ehrenamtlichen des DRK und Mitarbeitern der kirchlichen Notfallseelsorge im Landkreis Wolfenbüttel zusammen. Durch jahrelange Zusammenarbeit und kooperative Ausbildung kennen sie sich gut und können nach psychisch belastenden Erlebnissen Beistand geben. Koordiniert wird die Staffel im Einsatz von Rainer Elsner, PSNV-Gruppenführer des DRK Kreisverbandes.

Eine der ersten Reaktionen, die sie nach ihrer Ankunft an der Sammelstelle nach Wolfenbüttel sendeten: „Es ist so, wie es die Bilder aus dem Fernsehen zeigen. Straßen, Häuser, … es ist alles kaputt.“ Eingesetzt sind sie in Bad Neuenahr-Ahrweiler, einer der Regionen, in denen die starken Regenfälle vom 15. Juli verheerende Schäden angerichtet haben. Tagsüber sind sie mit Betreuungstrupps in den Ortschaften unterwegs. „Unser Team ist Ansprechpartner für diejenigen, die ihre Angehörigen, ihr Zuhause, ihre Heimat verloren haben. Und für diejenigen, die seit Tagen mittendrin in den Aufräumarbeiten sind. Diejenigen, die als Erste da waren“, berichtet Rainer Elsner. Denn die Erfahrung zeigt: In belastenden Situationen kann es helfen, darüber zu reden.

Wie lange das Team bleiben wird, wissen sie nicht genau. Ihre Hilfe ist vorerst für 48 Stunden angefordert. Aber eine Verlängerung oder ein Wechsel der Einsatzkräfte am Wochenende ist nicht ausgeschlossen.

Das DRK bittet um Spenden für die Flutopfer. Die Daten des DRK-Spendenkontos lauten
IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
BIC: BCLSDE21
Kennwort: Fluthilfe

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news-500 Wed, 26 May 2021 11:57:34 +0200 DRK-Kleiderkammer in Wolfenbüttel öffnet wieder https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-kleiderkammer-in-wolfenbuettel-oeffnet-wieder.html Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Wolfenbüttel, Am Exer 15, öffnet ab sofort wieder. Zuletzt war die DRK-Einrichtung die vergangenen sechs Monate Pandemie-bedingt geschlossen. Jetzt freuen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter um Einrichtungsleiter Joachim Korsch wieder auf ihre Kunden.

Die Öffnungszeiten sind wie vor der Schließung:

Montag von 15.30 bis 18 Uhr und
Mittwoch von 9.30 bis 12 Uhr

 

 

Möchten Sie mehr über die Kleiderkammer in Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Kleiderkammer.

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news-486 Fri, 30 Apr 2021 09:42:00 +0200 Aktuelle Angebote des DRK-inkluzivo https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/aktuelle-angebote-des-drk-inkluzivo.html Hinschauen und hinhören – die DRK-inkluzivo sensibilisiert für das Thema Gewalt und Behinderung. Die Corona-Pandemie legt seit mehr als einem Jahr viele Bereiche des Lebens still. Menschen isolieren sich, verbringen ihre Zeit im Homeoffice. Auch die Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderungen findet zu Hause statt, überwiegend allein. Betroffene Angehörige haben in dieser Zeit wenig Unterstützung, es gibt kaum Anlaufstellen. Somit gehen die Betroffenen nicht selten an ihre körperlichen und psychischen Grenzen.

Aus diesem Grund hat Katharina Hefenbrock, Leiterin des Familienentlastenden Dienstes (FED) im DRK Integrations- und Therapiezentrum auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände mit ihrem Team das Angebot trotz Pandemie aufrechterhalten. Sie erklärt, dass gerade in dieser Zeit die Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen nicht vergessen werden dürfen. Hefenbrock: „Natürlich gab es auch bei uns große Einschnitte, gerade bei den Freizeit- und Gruppenangeboten. Wir mussten diese immer wieder umplanen oder durch themenbezogene Angebote zur Einzelbetreuung ersetzen.“ Mit einem passenden Hygienekonzept, flexiblen Mitarbeitern aus Haupt- und Ehrenamt und Eltern, die diese Angebote dankbar angenommen haben, sei die DRK-inkluzivo gemeinsam mit allen Nutzern gut durch die Pandemie gekommen. In den Osterferien beispielsweise wurde der Braunschweiger Musiker und Komiker Manni engagiert, um mit einzelnen Teilnehmern Gitarre zu spielen und zu singen. „Wir wollten die Angehörigen mit unseren Angeboten weiterhin entlasten und das nicht erst, wenn sich die Situation rund um die Pandemie entspannt. Dann könnte es schon zu spät sein. Denn klar ist, dass Pflegende irgendwann einmal nicht mehr können. Überforderung, bestimmte Formen von Gewalt oder Entwicklungsrückschritte bei den behinderten Kindern können die Folge sein.“

Als Beispiel für die Angebote im ITZ während der Pandemie berichtet die Mutter von Fabiano Novello. Fabiano ist ein geselliger, kommunikativer und bewegungsfreudiger junger Mann mit schweren Behinderungen, er besucht das Therapiezentrum seit einigen Jahren. „Für Fabi war die Schwimmgruppe immer der absolute Höhepunkt der Woche. Wasser ist sein Element und er musste wegen der Pandemie so lange darauf verzichten, weil die Schwimmbäder geschlossen sind. Daher ist es toll, dass er in dieser Zeit das Bewegungsbad im ITZ nutzen kann. Natürlich wäre das Schwimmen im großen Spaßbad und in der Gruppe noch schöner, aber dass er wieder regelmäßig mit seiner Betreuerin ins Becken steigen kann und Spaß hat, ist ein Geschenk. Auch für uns als Familie ist es toll, dass Fabi wieder regelmäßige Termine außerhalb und ohne uns hat.“ Ganz nebenbei habe die Bewegung im Wasser dem Jugendlichen sehr geholfen, sich von seiner Knie-OP zu erholen. Frau Novello ergänzt: „Ein glückliches Kind macht auch glückliche Eltern.“

„Genau für solche positiven Rückmeldungen machen wir uns die ganze Arbeit“, sagt Katharina Hefenbrock dazu. „Wenn Angehörige und Nutzer unserer Angebote einen solchen Mehrwert haben, dann haben wir unser Ziel erreicht. Aber leider können wir nicht alle Betroffenen erreichen“, ergänzt sie. Derzeit erarbeitet sie gemeinsam mit ihrem Team ein wichtiges Thema, welches häufig unter den Tisch fällt. Menschen mit Behinderungen werden häufig unbemerkt Opfer von Gewalt. Leider viel zu häufig werden sie diskriminiert, ausgegrenzt, erleben verschiedene Formen von Gewalt. Im DRK Wolfenbüttel werden Mitarbeiter und Kunden für dieses Thema sensibilisiert. Es soll eine Aktionsreihe dazu geben, ursprünglich geplant im Mai – nun aufgrund der Pandemie verschoben in den Juni. „Ein Absagen der Aktion kam für uns nicht in Frage, denn das Thema liegt uns sehr am Herzen“, sagt Hefenbrock.

Ausblick auf Veranstaltungen im Sommer

Mit Unterstützung durch die Aktion Mensch wird es im Sommer eine 3-teilige Filmreihe geben, sie wird aufgrund der Pandemie im Außenbereich stattfinden. Außerdem ist folgendes geplant

07. Juni 2021 Fortbildung zum Thema „Häusliche Gewalt“
11. Juni 2021 Podiumsdiskussion
12./13. Juni 2021 2-tägiger Selbstverteidigungskurs für Menschen mit Behinderungen

Hefenbrock erinnert an den 5. Mai – seit Jahren der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Der Protesttag soll darauf aufmerksam machen, dass Interessen von Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigt werden müssen.

Weitere Informationen zur Arbeit der DRK-inkluzivo und den Angeboten und Veranstaltungen: infoinkluzivo.de oder telefonisch unter 05331 / 927 847 0. Die Homepage der Einrichtung lautet www.itz-drk.de.

 

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news-485 Wed, 28 Apr 2021 11:25:49 +0200 DRK-Bereitschaft freut sich über neues Zelt https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-bereitschaft-freut-sich-ueber-neues-zelt.html Die Bereitschaft des DRK Ortsvereins Wolfenbüttel e.V. freut sich über ein neues Schnelleinsatzzelt. Das Zelt, welches innerhalb weniger Sekunden aufgebaut wird, verfügt über eine Grundfläche von 16 Quadratmetern und bietet bei Einsätzen einen schnell aufgebauten Schutzraum. Mit den Seitenwänden und den verschließbaren Eingängen schützt es auch vor unberechtigten Blicken und ermöglich so im Rahmen von Sanitätsdiensten auch eine vertrauliche Erste Hilfe von Verletzten und Erkrankten.

Möglich wurde die Anschaffung dieses Zeltes durch eine Zuwendung der Volksbank Wolfenbüttel-Salzgitter. Hierbei handelt es sich um eine Zuwendung aus den Reinerträgen des VR Gewinnsparens. Die Volksbank unterstützt damit die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes, die bei diversen Veranstaltungen in Wolfenbüttel die sanitätsdienstliche Absicherung übernehmen und sich um verletzte oder erkrankte Teilnehmer und Gäste kümmern.

Vor den Augen der Privatkundenbetreuerin Lisa Tödter von der Volksbank konnten Bereitschaftsleiter Heiko Salfeld und Vorsitzender Björn Försterling zeigen, wie schnell und einfach das Zelt aufgebaut ist. Daher konnte die Übergabe des Schecks in Höhe von 2.838 Euro dann auch vor dem neuen Zelt stattfinden. "Wir freuen uns über die Unterstützung aus dem VR Gewinnsparen. So eine Unterstützung zu erfahren ist eine große Motivation für unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer", so Vorsitzender Björn Försterling abschließend.

Möchten Sie mehr über die Bereitschaften des DRK Wolfenbüttel wissen oder sich bei uns engagieren?
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der Bereitschaften.

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news-483 Fri, 23 Apr 2021 10:23:35 +0200 Innovative Behandlungsmethoden: Ergotherapie-Fortbildung mit Britta Winter https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/innovative-behandlungsmethoden-in-der-ergotherapie.html Neue Impulse und Effektivität – DRK-inkluzivo baut auf innovative Behandlungsmethoden in der Ergotherapie „Eigentlich muss man die Referentin Britta Winter live und vor Ort erleben. Sie bringt unglaublich viel Power, Enthusiasmus und ein super Weiterbildungspotenzial für Ergotherapeuten mit“, berichtet Andrea Bruns, Fachleitung der Praxis für Ergotherapie im Integrations- und Therapiezentrum des DRK auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Aufgrund der immer noch angespannten Situation in der Corona-Pandemie hat Bruns mit den Verantwortlichen der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH kurzerhand beschlossen, die 2-tägige Fortbildung mit Britta Winter in dieser Woche online stattfinden zu lassen – über das Video-Portal ZOOM. „Wir hatten Frau Winter schon mehrmals zu Gast“, meint Bruns. „Daher wussten wir, dass sie auch so unsere Teilnehmer erreichen und in ihren Bann ziehen wird.“ Seit vielen Jahren stehen Bruns und Winter in Kontakt. Die bekannte Ergotherapeutin, Referentin und Buchautorin aus Wunstorf hat bundesweit den beruflichen Werdegang zahlreicher Therapeutinnen und Therapeuten geprägt und komme gerne nach Wolfenbüttel.

Mittlerweile drei Jahre hintereinander schulte sie nun das Team der Praxis im Wolfenbütteler DRK und Therapeutinnen anderer Ergotherapiepraxen aus  der Region. „Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter, die Professionalisierung der Angebote und ein aktives Netzwerk hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Wir wollen unsere Patienten und Kunden ideal fördern und begleiten“, berichtet Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo. Daher werden zahlreiche Vorträge und Fortbildungen organisiert, ausgeschrieben im jährlich erscheinenden Bildungskatalog. Stoch und seine Mitarbeiterschaft gestalten dieses vielfältige Weiterbildungsangebot mit namhaften Referenten. Somit sind die Inhalte maßgeschneidert für die Mitarbeiter, Klienten und Interessierte über Wolfenbüttel hinaus. Gute Erfahrungen habe das DRK während der Pandemie mit Webinaren und Vorträgen über Online-Portale gemacht. Damit konnten die geplanten Veranstaltungen trotz Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten und mindestens genauso effizient durchgeführt werden. „Natürlich freuen wir uns auch wieder sehr darauf, die Referenten und Teilnehmenden vor Ort zu treffen – wenn es die Lage wieder zulässt“, meint Stoch. „Wir müssen nur noch etwas Geduld haben.“

Mit der Fortbildung durch Britta Winter hat Andrea Bruns ihre Praxis für Ergotherapie mit einer speziellen Weiterbildung konzeptionell erweitert. Winter nennt ihr Konzept „CO-OP-Ansatz“ (aus dem engl. übersetzt: Kognitive Orientierung bei der täglichen Betätigungsausführung), dieser Therapieansatz wird von Wissenschaftlern als signifikant wirksam eingestuft. CO-OP wird bei der Behandlung von Kindern mit Entwicklungsstörungen angewandt, es gebe darüber hinaus inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen in der Behandlung mit Erwachsenen. Das Therapiekonzept wurde in Kanada speziell von und für die Ergotherapie entwickelt.

Es gilt das Prinzip „Lass es mich selbst entdecken und ich werde es verinnerlichen“. Der CO-OP-Ansatz befähigt Kinder und Erwachsene, selbst Strategien zu entwickeln, um die eigenen bedeutsamen Ziele zu erreichen. Im Ergebnis gewinnen die Patienten an Selbstvertrauen und werden selbstständiger.

Ein Beispiel: Einigen Kindern fällt es schwer, neue Fertigkeiten zu lernen. Dazu gehört z.B. Schuhe zubinden, Fahrrad fahren, Schreiben und vieles mehr. Entweder wenden sie übermäßig viel Zeit und Energie für ihre Lernversuche auf, oder sie geben schnell auf und sind frustriert. Die CO-OP-Methode richtet sich an diejenigen, die vieles nicht so mühelos lernen. Oft handelt es sich dabei um Kinder mit Entwicklungsstörungen in der Motorik, aber auch um Erwachsene mit verlorengegangen Fertigkeiten, z.B. nach einem Schlaganfall.

Ein Resümee zur Fortbildung zieht Carolin Dabs, Ergotherapeutin im Team von Andrea Bruns: „Ich nehme aus diesen zwei Tagen wieder sehr viel mit für meine Arbeit und freue mich schon darauf, das Gelernte in der nächsten Woche anzuwenden.“ Tatsächlich – nach einer Phase der praktischen Erprobung in der Praxis, wird im September eine weitere Einheit mit Britta Winter erfolgen. Zum Abschluss mit einem weiteren Coaching und Übergabe der Zertifikate. Hoffentlich dann vor Ort und persönlich.

Einen Ausblick auf das nächste Fortbildungsangebot gibt Stoch: „Schon am kommenden Donnerstag geht es online weiter. Für den Workshop „Stark und gesund im Job“ haben wir Jens Schreyer als Referent gewinnen können.“ Hier sind noch ein paar Plätze frei. In der Ausschreibung des Webinars am 29. April steht, dass gerade in dieser brisanten Zeit und im Besonderen in sozialen Berufsfeldern wichtig ist, sich selbst Aufmerksamkeit und vor allem Achtsamkeit zu schenken. In dieser Veranstaltung werden Wege zur Erhöhung des persönlichen Wohlbefindens und der eigenen Zufriedenheit in Beruf und Alltag vermittelt. Im Ergebnis lernen die Teilnehmenden, erfolgreich und motiviert mit sich, anderen und den gestellten Aufgaben umzugehen – auch wenn es einmal stressig werden sollte. Das DRK organisiert die Veranstaltung mit Jens Schreyer, um die eigene Mitarbeiterschaft zu stärken und ihnen ein Angebot der Gesundheitsvorsorge zu machen. Wie immer sind aber auch Interessierte außerhalb des Unternehmens herzlich eingeladen.

Informationen über Vorträge, Fortbildungen und alle weiteren Angebote der DRK-inkluzivo auf der Website www.itz-drk.de oder telefonisch unter 05331 / 927 8470.

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news-469 Tue, 02 Mar 2021 14:07:15 +0100 Mit persönlicher Arbeitsbegleitung durchstarten https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/mit-persoenlicher-arbeitsbegleitung-durchstarten.html Fachdienst des DRK bringt Menschen mit Behinderungen ins Berufsleben. In der modernen Leistungsgesellschaft definieren sich Menschen oft über ihre Arbeit. Experten wissen: Das gilt auch für Menschen mit Behinderungen. In einer digitalen Info-Veranstaltung beriet Nicole Arendt vom Fachdienst zur Beruflichen Eingliederung (FBE) der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH jetzt über Berufsförderung auf diesem Gebiet.

Gut 20 Interessierte schalteten sich für den Info-Abend mit dem Videokonferenz-System Zoom zusammen. Darunter Angehörige, Lehrkräfte und Mitarbeitende von anderen Leistungsanbietern. „Das war sehr interessant. Durch das breite Spektrum der Teilnehmenden kamen unterschiedliche Sichtweisen auf bestimmte Themen zusammen“, berichtet Arendt. "Aber eine zentrale Frage für alle war, wie es nach der Schule weitergeht. Und welche Möglichkeiten der Berufsförderungen es für die Betroffenen gibt."

Ziel des FBE ist es, die Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit der Menschen mit Behinderungen zu erhalten, zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen. Die angestellten Jobcoaches helfen den Kunden und Kundinnen dabei, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und einen Arbeitsplatz zu finden und zu sichern, der zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt.

Die Angebote und Möglichkeiten des FBE reichen von einer Arbeitsassistenz bis hin zu individuellen Rehabilitationsmaßnahmen. In einem interdisziplinären Team entstehen für die Zielgruppe unabhängig von der Art, Schwere und Ursache einer Beeinträchtigung innovative Lösungen, um die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. „Wir verstehen unsere Arbeit als partnerschaftlichen Prozess. Die Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse der von uns begleiteten Menschen stehen immer im Mittelpunkt“, so Arendt.

Und das Konzept geht auf: Seit der Gründung des Dienstes vor sieben Jahren hat das DRK Wolfenbüttel mit mehr als 60 Betrieben in der Region zusammen gearbeitet und mehr als 150 Praktika begleitet. 14 Personen vermittelten die Jobcoaches in Arbeit und begleiten sie, im Auftrag der zuständigen Eingliederungshilfeträger, weiter. Darüberhinaus haben sechs Menschen mit Unterstützungsbedarf eine Ausbildung begonnen. „Die notwendige individuelle Begleitung ist bei jedem und jeder sehr unterschiedlich. Aber drei von ihnen konnten ihre Ausbildung erfolgreich abschließen“, freut sich Arendt.

„Wir orientieren uns bei unserer Arbeit an der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von 2009. Wir unterstützen Menschen, damit sie in betrieblichen Kontexten arbeiten und lernen können und nicht auf Werkstätten angewiesen sind“, ergänzt sie. Das Abkommen sichert Menschen mit Behinderungen, unabhängig von deren Art oder Ausprägung, eine unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft zu. Es bildet die rechtliche Grundlage, um eine Teilhabe aller Menschen in der Gesellschaft selbstverständlich werden zu lassen.

Möchten Sie mehr über den Fachdienst zur beruflichen Eingliederung (FbE) wissen?
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des FbE.

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news-398 Wed, 26 Aug 2020 19:36:42 +0200 Wir trauern https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/wir-trauern.html Das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Wolfenbüttel trauert um 

Thomas Walter
(*11.10.1960 +21.08.2020)

Als Leiter der Bereitschaft Ost und zuletzt als stellvertretender Bereitschaftsleiter hatte Thomas Walter für jeden und jederzeit ein offenes Ohr.
Wir werden Thomas Walter stets mit großer Dankbarkeit in Erinnerung behalten.

Horst Kiehne (Vorsitzender des Präsidiums) und Andreas Ring (Vorstand)

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news-391 Mon, 27 Jul 2020 12:37:25 +0200 Coworking und Photovoltaik am Exer https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/coworking-und-photovoltaik-am-exer.html Aus der ehemaligen Kaserne am Exer ist inzwischen ein vielfältiger Innovations- und Sozial-Campus geworden. Davon konnte sich jetzt Olaf Lies, Landesminister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, bei einem Besuch in der Zukunftsfabrik des Deutschen Roten Kreuzes überzeugen. Auf Einladung des DRK-Kreisverbandes ging es in lockerer Runde um den Denkmalschutz auf dem Flächendenkmal Exer und wie dieses Innovationsvorhaben – wie Photovoltaik oder ein Coworking-Space – bremsen könnte. In der Halle 17 am Exer soll künftig ein „besonderer Ort“ entstehen, erklärte DRK-Vorstand Andreas Ring. Sein Kreisverband hat ein neues Projekt im Köcher, das vom Landkreis unterstützt wird: In der Halle könnte ein Coworking-Space mit einem Innovationslabor und weiteren sozialen Projekten entstehen. An diesem Projekt hat auch die Stiftung Zukunftsfonds Asse großes Interesse. Derzeit läuft eine Online-Umfrage (www.coworking-wolfenbuettel.de) zu den Bedarfen in der Bevölkerung des Landkreises Wolfenbüttel und bei Arbeitgebern der Region.

„Ein solcher Ort, soll auch optisch etwas Besonderes sein“, erklärte Ring. Nach vorläufigen Planungen würde die Halle mit bunten Containern bestückt. „So schaffen wir eine flexible Arbeitslandschaft“, berichtete Ring. Der DRK-Vorstand wünscht sich aber auch bauliche Änderungen, um die Besonderheit des Ortes hervorzuheben: so sollten z.B. alte Glas-Bausteine durch Fenster ersetzt werden können. Bislang steht auch dabei der Denkmalschutz im Weg.

Auslöser dieser Entwicklung ist das noch in diesem Jahr beginnende größte Bauvorhaben in der Geschichte des Kreisverbandes. Auf der gegenüberliegenden Seite der Mascheroder Straße, außerhalb des Exer-Geländes, wird ein DRK-Zentrum entstehen, das künftig unter anderem die Rotkreuz-Verwaltung und viele weitere Einrichtungen aufnehmen soll und einen Therapie-Garten beinhaltet.

Ein wichtiger Meilenstein des neuen Hauses stellt die nachhaltige Versorgungs- und Gebäudetechnik inklusive Photovoltaik und -thermie auf den Dächern dar. Der neue Komplex soll dabei mit den DRK-Gebäuden auf dem Exer-Gelände verbunden werden, die ebenfalls Solarzellen erhalten sollen. Es handele sich um ein Gesamtkonzept, schilderte Ring.
Schließlich werde der Kreisverband gleichzeitig seine gesamte Fahrzeugflotte auf E-Mobilität umstellen und habe daher einen hohen Energiebedarf. Bislang aber gibt es keine Photovoltaik-Anlagen auf dem Exer – der Denkmalschutz steht im Weg.

Die Geschäftsführerin des Technisches Innovationszentrum Wolfenbüttel e.V. Carola Weitner-Kehl berichtete dem Minister vom teils zähen Ringen um bauliche Änderungen am Exer. Der augenscheinlichste Erfolg war die Erlaubnis, die Gebäude mit einem helleren Farbton streichen zu dürfen. „Dadurch erscheint das Gelände jetzt viel freundlicher als vor der Fassadensanierung“, so Weitner-Kehl, die sich zusammen mit zahlreichen Partnern im Arbeitskreis „Masterplan Exer“ für eine zukunftsweisende einheitliche Entwicklung des Geländes einsetzt.

Der Minister zeigte sich von der Entwicklung des Exers beeindruckt. Auch vom Klimaschutz-Energiekonzept des DRK war er überzeugt. „Denkmalschutz hat einen hohen Wert, hat aber auch mit Nachhaltigkeit zu tun. Ich denke, dass wir gemeinsam etwas in vernünftigem Maße entwickeln und diesen Widerspruch lösen können“, zeigte sich Lies optimistisch. Das klimafreundliche Gesamtkonzept sei eine gute Grundlage für eine entsprechende Genehmigung der zuständigen Behörde, sagte der Minister.

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news-383 Mon, 13 Jul 2020 12:57:30 +0200 Inkluzivo-Sommerfest mal anders https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/inkluzivo-sommerfest-mal-anders.html Das war mal ein richtig geglücktes Experiment: Weil das Sommerfest der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH am Exer coronabedingt nicht stattfinden konnte wie in den Jahren zuvor, hatte sich das DRK-Team um Thomas Stoch etwas Tolles ausgedacht. Das Fest fand wie in jedem Jahr auf der Bühne im Garten der Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) mit vielen Programmpunkten statt, und alles wurde live im Internet für angemeldete Gäste übertragen.

"Unser Sommerfest ist nicht nur irgendein Fest", erklärte Thomas Stoch bei seiner Begrüßung. Er ist Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, die sich mit ihrem Angebot an Menschen mit Beeinträchtigungen richtet. Das Fest sei vielmehr in jedem Jahr eine tolle Gelegenheit für viele Familien, sich am Exer zu treffen, gemeinsam zu feiern und sich auszutauschen. "Es wäre es ein Jammer, diesen Termin einfach so ausfallen zu lassen. Einige der Kunden, die uns gerne besuchen, vermissen den Austausch sehr."

Stoch traf mit seiner Mannschaft die Entscheidung, das Fest als online-Stream zu organisieren – die Vorbereitungen waren allerdings nicht ohne. "Wir haben Einladungen an knapp 500 unserer Familien geschickt und hatten viele begeisterte Rückmeldungen", erzählte Stoch. Bis 100 Personen hätten sich rein technisch am Samstag live dazuschalten können. Tatsächlich wagten sich knapp 50 Familien erstmals auf dieses neue Terrain. Wer das zuließ, konnte als Besucher vor seiner heimischen Kamera auch am Exer gesehen werden. Viele Teilnehmer verfolgten das Fest als ganze Familie vor dem Bildschirm im Wohnzimmer.

Doch das DRK hatte noch mehr auf Lager: "Alle Teilnehmer, die sich angemeldet haben, bekamen am Freitag ein Überraschungspaket mit Equipment zum Feiern", erzählte Mit-Organisatorin Aline Gauder. Diese Taschen enthielten allerlei, was zum Feiern einfach dazugehört. Zum Beispiel eine Flasche alkoholfreien Sekt, verschiedene Snacks und Knabbereien sowie eine Packung Wasser-Eis, die zu Hause erstmal in die Kühlung kam.

Drei weitere Details in der Tasche luden ebenfalls zum Mitmachen ein: Auf die Rückseite einer vorbereiteten Postkarte konnte jeder Teilnehmer ein Sommerbild zum Thema „Sommer im ITZ“ malen und (noch bis zum 25. Juli) einsenden. Und dann gab es da noch die Losnummer, über die am Ende der Übertragung einige Preise verlost wurden. Wer am Bildschirm genau aufpasste, konnte zudem beim Rundgang der Kamera über das Gelände versteckte Buchstaben entdecken. Sie ergaben, richtig zusammengestellt, das Lösungswort.

All das sorgte für gute Laune in den Wohnzimmern und rund um die Bühne im Garten des ITZ. "Wir wollten gemeinsam mit den Familien zu Hause Spaß haben und feiern", sagte Stoch. Das kam in jedem Moment rüber. Vor allem Manni, der singende Hausmeister (Comedy aus Braunschweig), und Pete-the-Beat sorgten für Stimmung. Pete kommt aus Salzgitter und ist ein bundesweit bekannter Beatboxer. Er kann jede Menge Geräusche allein mit dem Mund machen und ließ schnell vergessen, dass in diesem Jahr keine Band auf der Bühne stand. Übrigens steht Pete-the-Beat sogar im Guiness-Buch der Rekorde: Mit 25,5 Stunden hält er den Weltrekord im Beatboxen.

Der Wolfenbütteler Flewo-Eventservice um Dirk Flemmig und Randy Otto mischte zwei Kameras und viele Mikrofone so zusammen, dass die Veranstaltung für die Zuschauer zu Hause ein Erlebnis wurde. Und die Techniker spielten immer wieder Clips von den Sommerfesten der vergangenen Jahre ein, ebenso wie weitere Künstler, die live aus der Ferne zugeschaltet wurden. Damit die Live-Atmosphäre am Exer nicht zu kurz kam, gab es einen alkoholfreien Cocktail-Stand und Gegrilltes vom Team des DRK-Solferino. „Als Gäste hatten wir eine sympathische inklusive Wohngruppe aus Hildesheim eingeladen", berichtete Stoch.

Und als dann noch pünktlich zu Beginn der Übertragung die Sonne rauskam, war der Erfolg garantiert. "Das war eine tolle Veranstaltung für alle unsere Kunden, die sich von zu Hause aus eingeloggt haben", freute sich der Geschäftsführer. „Ein Signal an Eltern mit behinderten Kindern und Jugendlichen, dass wir sie gerade in dieser schwierigen Zeit nicht vergessen. Denn es kann nicht stark genug gewürdigt werden, was in diesen Familien geleistet wird.“ Die Sendung wird nun aufbereitet und kann bald auf der Internetseite der DRK-inkluzivo angeschaut werden: www.itz-drk.de.

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news-381 Fri, 10 Jul 2020 10:03:00 +0200 Homeoffice für inklusiv Beschäftigte sorgt beim DRK für einen Innovationsschub https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/homeoffice-fuer-inklusiv-beschaeftigte-sorgt-beim-drk-fuer-einen-innovationsschub.html Der 13. März 2020 hat auch den Fachdienst für berufliche Eingliederung (FbE), ein Angebot der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, getroffen. Von einen auf den anderen Tag sollten sich Jobcoaches und die Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich nicht mehr sehen. Die Arbeit miteinander brach deswegen nicht ab. „Für unsere Teilnehmer ist es sehr wichtig, dass sie innerhalb eines Lernprozesses nicht alleine gelassen werden. Alle Fortschritte, die sie seit dem Beginn der aktuellen Förderungsperiode im September schon geschafft haben, standen durch die Kontaktbeschränkungen auf der Kippe“, erzählt Katharina Brunner, Mitarbeitern des FbE. Sie betreut und begleitet junge Menschen mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten, die ihren Platz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt suchen. Als Jobcoaches ermitteln sie und ihre Kollegen und Kolleginnen, was jeder Teilnehmende gut kann, gerne beruflich machen würde und dafür lernen müsste. Sie helfen bei der Suche nach Praktikumsplätzen und stehen ihnen bei den ersten Schritten im Berufsleben zur Seite. Für die jungen Leute ist der FbE eine Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

„Wie viele andere Jugendliche und junge Erwachsene auch, die von einem Tag auf den anderen nicht mehr in die Schule mussten, hätten sie ohne das Programm lange geschlafen, viel ferngesehen oder gezockt. Daher haben wir viel Wert darauf gelegt, ab Tag Eins die Strukturen aufrecht zu erhalten“, erzählt Uwe Rump-Kahl, Geschäftsführer der inkluzivo gGmbH. Für jeden der 19 Teilnehmenden im Inklusiven Berufsbildungsbereich gibt es seitdem täglich feste Termine und Aufgaben, die eingehalten und erledigt werden müssen.

Dazu gehörten verabredete Telefonate oder Videochats, sowie die Nutzung einer Goal-Management-App. „Mit der RehaGoal-App, die von Wissenschaftlern der Ostfalia entwickelt wird, arbeiten wir als Praxispartner seit zwei Jahren. Sie hilft dabei, Aufgaben Schritt für Schritt zu erledigen – für jeden Anwender angepasst auf das eigene Tempo“, erklärt Brunner.

Die Entwicklung der App wird als Teil des interdisziplinären Forschungsprojektes SmarteInklusion durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Arbeitsweise, einzelne Aufgaben in kleinere Arbeitsschritte aufzubrechen, gibt es schon länger. Neuartig ist die Anwendung als App für Smartphones oder Smartwatches, die immer griffbereit und im Alltag diskret sind. „Dazu kommt, dass sie flexibel für jeden Anwender eingerichtet werden kann. Sowohl für die verschiedenen Aufgaben, die hinterlegt sind, als auch die Schritte, die dargestellt werden“, erklärt Jobcoach Jasmin Aust.

Beispielsweise nutzen manche Anwender, die nicht Lesen können, die Sprachausgabe. Andere mögen die Anleitung mit übersichtlichen Bildern oder automatische Erinnerungsfunktionen für Zeiten und Orte. „Aktuell schauen wir, wie die App helfen kann, Motivation aufrecht zu erhalten", so Brunner.

Eine der Herausforderungen für das Team des FbE war der Transfer vom bisherigen Aufgabenspektrum in das häusliche Umfeld der Betreuten. Die DRK-Jobcoaches arbeiteten während der Kontaktbeschränkungen selbst ebenfalls im Homeoffice. „Allerdings haben wir eine Art Schichtsystem entwickelt, das für jeden auch Zeiten in unseren Büros und Werkstatträumen vorsah“, erklärt Rump-Kahl. 

Die verstärkte Kommunikation und Nutzung von Tablets und Laptops hat auch unerwartete Nebeneffekte: „In fast allen Berufen wird erwartet, dass die Mitarbeitenden PCs und gängige Software anwenden können. Und das haben wir jetzt sehr intensiv geübt“, berichtet Brunner mit einem Schmunzeln. Teilnehmende, die sich Anfangs zum Starten des Videochats Unterstützung durch Eltern oder Geschwister holten, kontaktieren sie mittlerweile selbstständig und arbeiten selbstbewusst mit verschiedenen Programmen. „Normalerweise wird RehaGoal eingesetzt, um eine Aufgabe begleitet von Anfang bis Ende zu erledigen. Aber wir sind gerade dabei, mit einigen Teilnehmern eine Art Kochbuch für die App zu erstellen. Die Rezepte dafür haben sie selbst ausgesucht und jetzt arbeiten sie daran, die einzelnen Arbeitsschritte für andere verständlich aufzubereiten“, erzählt Brunner.

Sie kann sich vorstellen, dass in Zukunft die in der App dargestellten Workflows von Arbeitgebern mit gepflegt werden: „Dadurch können sich die Jobcoaches irgendwann ein weiteres Stück aus dem Leben und der Privatsphäre der Betreuten zurück ziehen.“

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news-379 Fri, 10 Jul 2020 08:01:00 +0200 Luise Kriegler empfängt Sie im ITZ https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/luise-kriegler-empfaengt-sie-im-itz.html Anrufer und Besucher im Integrations- und Therapiezentrum haben sie vielleicht schon kennengelernt: Seit Anfang Juni unterstützt Luise Kriegler die Servicestelle. Ihr Gesicht und ihre Stimme kann dem ein oder anderen bekannt vorkommen, denn die 41-Jährige ist durch und durch Wolfenbüttelerin. Als gelernte Einzelhandelskauffrau hat sie in verschiedenen Geschäften sowie einem Therapiezentrum gearbeitet. Für die Mutter von zwei Söhnen steht allerdings das Familienleben im Mittelpunkt: „Das DRK ermöglicht Arbeitszeiten, die zu den Schulzeiten meiner Kinder passen. Dadurch haben wir mehr gemeinsame Zeit“, erzählt sie.

Und die gewonnene Zeit will sie ganz bewusst nutzen. Unter anderem durch die Unterstützung des Hobbys der Kinder: An den Wochenenden ist die ganze Familien unterwegs, um die beiden beim Slalomkart-Training sowie Wettkämpfen anzufeuern. Kontakte zum Deutschen Roten Kreuz hat sie seit ihrer frühsten Jugend, denn ihre Eltern engagierten sich im Ortsverein Fümmelse. An der Empfangstheke koordiniert sie die ankommenden Gäste, ist die Stimme am Telefon und vereinbart neue Therapietermine.

Im ITZ schätzt sie das Miteinander der Fachrichtungen sowie den Kontakt zu den Patienten. „Es ist toll, wie viele verschiedene Menschen für das DRK arbeiten und wie alle miteinander umgehen. Auch der Umgang mit den Patienten ist herzlich und angenehm. Jeder wird angenommen, so wie er ist.“

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news-361 Mon, 11 May 2020 10:55:50 +0200 Das DRK übergab Computer-Ausrüstung an bedürftige Schüler https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/das-drk-uebergab-computer-ausruestung-an-beduerftige-schueler.html Was machen Familien, wenn die Schule nur noch digital informiert? Ausgesprochen überrascht wurde der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel von dem großen Bedarf an Computern in der Schülerschaft. Die Rotkreuzler hatten kürzlich angeboten, für Kinder aus bedürftigen Familien Laptops, Computer und Drucker zur Verfügung zu stellen, um ihnen das Homeschooling zu ermöglichen. „Der Bedarf ist offenbar groß“, resümierte Präsidiumsmitglied Björn Försterling bei der ersten Material-Übergabe. „Wir haben derzeit mehr als 70 Bedarfsanmeldungen und rechnen noch mit einer ganzen Reihe von Nachzüglern.“

Das bestätigte Sabine Nolte, die Leiterin der Leibniz-Realschule in Wolfenbüttel. Dort überreichte das Rote Kreuz in einer ersten Runde neun Laptops. „Das waren die schnellsten Anmeldungen“, sagte Sabine Nolte, die für ihre Schule die erste Meldung ans DRK abgeschickt hatte. „Es zeichnen sich aber schon mehrere Nachzügler ab.“

In einer kurzen Ansprache bedankte sie sich auf dem Schulhof in angemessenem Abstand für den Nothilfefonds, den das DRK zusammen mit der Curt Mast Jägermeister Stiftung und weiteren Spendern aufgelegt hatte. „Vor allem hat uns beeindruckt, wie unbürokratisch und schnell das DRK geholfen hat.“ Mit den Laptops könnten nun viele Kinder und Jugendliche ihr „Homeschooling“ effektiv gestalten – dafür gab es spontan Applaus von den rund zwei Dutzend Anwesenden.

Sabine Nolte berichtete, dass in der Corona-Zeit die Medienkompetenz der Schüler enorm gewachsen sei, „und auch die der Eltern und wohl auch die macher Lehrer“. Sie schilderte Fälle, in denen sich ältere Schüler-Jahrgänge gemeldet hätten, um jüngeren helfen zu können. „Auf diese Weise haben wir große Schritte gemacht bei unserem digitalen Aufgabentool, bei der Arbeit auf dem Schulserver und beim schnellen Austausch mit E-Mails.“

Allerdings wurde bei dieser Schilderung auch deutlich, wie schnell sich der Abstand zwischen bedürftigen und betuchten Haushalten vergrößert. Wer keine Möglichkeit hat, am digitalen Lernen teilzunehmen, verliert mehr und mehr den Anschluss. So überraschte eine Mutter auf dem Schulhof mit der einfachen Frage, wie es denn mit der Schule jetzt weitergehe. Sabine Noltes Hinweis auf die Homepage der Schule verpuffte: Ohne Zugang zum Internet und ohne Zeitungsabo sah sich diese Mutter von den täglichen Hauptinformationssträngen abgeschnitten. Laut Auskunft der Schulleiterin wird in diesem Punkt das Rad wohl nicht zurückgedreht: „Solche Infos werden auch künftig per E-Mail verschickt, weil sich Postbriefe bei 457 Schülern auf Dauer nicht machen lassen.“

Und es gab noch eine zweite Hürde zu umschiffen, an die im Vorfeld niemand gedacht hatte: „Wie können wir den Laptop nutzen? Wir haben zuhause kein Internet“, wollte die junge Mutter wissen. Rettende Vorschläge kamen von Björn Försterling und einem Vater. So könnte das DRK in solchen Fällen kostenlos Funksticks zur Verfügung stellen, erklärte das Präsidiumsmitglied. Und der Vater hatte schon gute Erfahrungen mit intakten Nachbarschaften gemacht: „Vielleicht können auch sie ihre Nachbarn fragen, ob sie deren WLAN nutzen können – im Zweifel gegen einen kleinen Obulus.“

Übrigens herrschte auch beim DRK große Freude über die Riesenresonanz nach dem Aufruf. „Viele Spender haben explizit die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in den Vordergrund gerückt“, erzählte Försterling. Und er lobte die IT-Abteilung des Roten Kreuzes, die seit Wochen kaum etwas anderes zu tun hatte, als gebrauchte Geräte aufzubereiten und für den Einsatz bei den Schülern flottzumachen. „Nun haben alle diese Rechner Windows 10 an Bord“, berichtete IT-Leiter Fabian Adam. „Und ein Jahr Gewährleistung durch das DRK gibt es obendrauf.

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news-360 Mon, 11 May 2020 10:26:30 +0200 Die Tafel sucht Kontakt zu Bedürftigen https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/die-tafel-sucht-kontakt-zu-beduerftigen.html Die DRK-Tafeln in Wolfenbüttel und Schladen befinden sich auf dem Weg zur Normalität – und rufen dennoch zur Mithilfe auf.  „Wir glauben ganz sicher, dass sich der Unterstützungsbedarf in der Corona-Krise gesteigert hat“, sagt Geschäftsführer Uwe Rump-Kahl. Allerdings gehe das Rote Kreuz von einer großen Dunkelziffer und anhaltenden Hemmungen aus, die Tafel zu nutzen.

Erste Aufrufe hatten gleich 40 neue ehrenamtliche Helfer und eine ganze Reihe von Kümmerern gebracht, gerade aus den Ortschaften des Landkreises. Diese Kümmerer sollen vor Ort Familien und Einzelpersonen ansprechen, von denen sie wissen, dass sie in Not geraten sind. „Gleichzeitig können die Kümmerer zur Tafel kommen und für diese Menschen die Abholung der Lebensmittel übernehmen, wenn sie selbst nicht können oder nicht wollen“, erklärt Aline Gauder vom DRK.

Durch die neuen Helfer lief auch das Angebot der Tafel gut an, Lebensmittel mit dem Lastenfahrrad (in Wolfenbüttel) oder mit dem Auto (landkreisweit) zu den Kunden zu bringen. „Die Gründe für eine Verhinderung, selbst zur Tafel zu kommen, sind natürlich vielfältig“, weiß Uwe Rump-Kahl. Und er zählt auf: „Krankheit, Alter, fehlendes Fahrzeug, fehlendes Geld.“

Auch Scheu gehöre im Grunde dazu, obwohl die Tafel Wolfenbüttel diesen Punkt elegant gelöst hat: „Durch die Terminvergabe entstehen an unseren Ausgabestellen keine Schlangen. Niemand steht also auf einem Präsentierteller oder muss sich in der Öffentlichkeit stigmatisiert fühlen.“ Während der strengen Corona-Auflagen durfte zwar nur ein Abholer in die Tafelläden eingelassen werden, andere warteten draußen. Doch auch das ist nun vorbei. „Wir haben die Aufgabe wieder nach innen verlegt, so dass niemand draußen stehen muss“, sagt Aline Gauder. Allerdings ist in Eberts Hof (Großer Zimmerhof 29) eine gleichzeitige Öffnung von Tafel und Second-Hand-Shop noch nicht möglich. „Wir rechnen damit erst Anfang Juni.“

Großer Dank an die Spender

Einen großen Dank sprechen beide Tafel-Mitarbeiter den bisherigen Spendern aus, von denen viele dem Roten Kreuz trotz der Krise treu geblieben sind. „Vor allem Bäckerei Richter möchten wir für ihre pragmatischen  Lösungen danken“, sagt Uwe Rump-Kahl. Die Altstadt-Bäckerei spendete erst kürzlich eine Palette Nudeln. „Und weil wir wegen der Corona-Einschränkungen nicht bei Richters auf den Hof fahren durften, lieferte er uns seine tägliche Backwaren-Spenden kurzerhand mit eigenen Fahrzeugen an“, berichtet der Geschäftsführer. „Und noch besser: Er will jetzt diesen ungewöhnlichen Service beibehalten.“

Wer in seinem Bekanntenkreis Personen kennt, die vom Angebot der Tafel profi tieren würden, die sich aber vor dem  Anruf scheuen, kann sich nach Rücksprache mit diesen Leuten auch selbst bei der Tafel des DRK melden unter: 05331/ 948655.

Sach- und Geldspenden sind für die Zwecke der Tafel natürlich ebenfalls hochwillkommen:

Bank für Sozialwirtschaft
IBAN DE54 2512 0510 0005 4012 02
BIC BFSWDE33HAN
Stichwort: Wolfenbütteler Tafel


Möchten Sie mehr Informationen über die Tafeln?
Diese erhalten Sie auf der Internetseite der Tafeln Wolfenbüttel und Schladen.

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news-339 Fri, 20 Mar 2020 20:11:25 +0100 Coronavirus: DRK ruft zu Spenden für Nothilfefonds auf https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/coronavirus-drk-ruft-zu-spenden-fuer-nothilfefonds-auf.html Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft die Bevölkerung zu Spenden für einen Corona-Nothilfefonds auf. „Die derzeitige Lage zeigt, wie wichtig Solidarität und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind. Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind noch nicht absehbar. Umso wichtiger ist es, dass alles unternommen wird, um mit den Spenden Menschen in dieser schwierigen Situation nach dem Maß der Not zu helfen“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. 

Das Deutsche Rote Kreuz ist seit Wochen bundesweit im Einsatz, um als nationale Hilfsgesellschaft die Behörden bei der Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen. So betreute das DRK insgesamt 159 China-Rückkehrer unter anderem in Germersheim in Rheinland-Pfalz, Berlin-Köpenick und Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. Darüber hinaus hat das DRK mehrere mobile Arztpraxen im Einsatz, um Krankenhäuser und Kliniken zu entlasten, und betreut zahlreiche Fiebermessstationen. 

Durch die Spenden für den Corona-Nothilfefonds sollen Ehrenamtliche und wichtige Hilfsaktionen unterstützt werden. Zahlreiche Freiwillige sind zum Beispiel engagiert, um älteren und bedürftigen Menschen zu helfen, Lebensmittel-Bringdienste zu organisieren, Pflegepersonal und Bewohner in Seniorenheimen zu unterstützen und die psycho-soziale Betreuung zu übernehmen. „In diesen außerordentlich schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, dass niemand allein gelassen wird“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. 

Mit bundesweit mehr als 435.000 ehrenamtlichen Helfern und rund 175.000 hauptamtlichen Mitarbeitern sei das Deutsche Rote Kreuz gut aufgestellt, um Menschen in Not helfen zu können, erklärt Hasselfeldt.   

Das DRK bittet um Spenden für den Nothilfefonds:

IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15
Bank: Seeligerbank
Stichwort: Corona-Nothilfefonds 

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news-334 Fri, 13 Mar 2020 17:43:47 +0100 Maßnahmen des DRK-Kreisverbands bezüglich CORONA https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/massnahmen-des-drk-kreisverbands-bezueglich-corona.html Der DRK-Kreisverband leitet mit dem Beginn der kommenden Woche eine Fülle von Maßnahmen ein, um die Handlungsfähigkeit seiner Abteilungen aufrecht zu erhalten. Dabei geht es dem Wohlfartsverband vor allem darum, den Rettungsdienst und die häusliche Pflege nicht durch Krankheiten in Probleme zu bringen – insgesamt hat der Kreisverband 450 haupt- und 700 ehrenamtliche Mitarbeiter.    

"Das Corona-Virus hat bekanntlich unsere Region erreicht und stellt auch den DRK-Kreisverband vor besondere Herausforderungen", sagt Horst Kiehne, der Vorsitzende des Präsidiums. "Als Teil der kritischen Infrastruktur im gesundheitlichen Bevölkerungsschutz und in der Wohlfahrtsarbeit im Landkreis Wolfenbüttel, muss auch unter diesen Umständen sichergestellt werden, dass unsere Handlungsfähigkeit in jedem Fall aufrechterhalten bleibt."  

Es ist ein Spagat, denn der Kreisverband will seine Mitarbeiter schützen - und gleichzeitig so viele Angebote für die Bevölkerung aufrecht erhalten wie möglich. "Gleichwohl kommen wir nicht umhin, sämtliche Gruppenangebote des Roten Kreuzes im Landkreis Wolfenbüttel bis zum 18.  April abzusagen", erklärt Vorstand Andreas Ring. In der Woche nach Ostern sollen die Lage neu bewertet und weitere Schritte beschlossen werden.  

Abgesagt beziehungsweise geschlossen wurden nun die Kleiderkammer am Exer, sämtliche Erste-Hilfe-Kurse, die Kurse von Yoga, Senioren-Gymnastik und Jugend-Rotkreuz sowie sämtliche Veranstaltungen der Flüchtlingshilfe. Auch alle Versammlungen der Ortsvereine wurden abgesagt.  

In einem besonderen Konflikt befand sich der Kreisverband bei seinem Angebot des Sozio-Med-Mobils (SMM), das alte, kranke und bedürftige Menschen aus den Dörfern des Landkreises zu Arztterminen bringt. "Einerseits müssen diese Menschen zum Arzt, andererseits gehören sie definitiv zur besonders gefährdeten Gruppe", hieß es in einer Diskussion des DRK-Krisenstabes. Schließlich beschloss das Gremium, das SMM-Angebot aufrecht zu erhalten. "Wenn wir sie nicht fahren, benutzen die Menschen den Öffentlichen Nahverkehr, das macht die Situation nicht besser." Allerdings sollen alle SMM-Nutzer mit einfachen Schutzmasken ausgestattet werden, um ihr Ansteckungsrisiko zu minimieren. Außerdem werden sämtliche Fahrer zur Hygieneschulung geschickt, die Busse selbst werden in noch kürzeren Intervallen gereinigt.  

Die Angebote von Eberts Hof und der Tafel (Großer Zimmerhof) sollen weiter geöffnet bleiben. Deren Leiter Uwe Rump-Kahl berichtete, die Versorgung mit Lebensmitteln sei noch ausreichend. "Wir werden die Lage von Woche neu bewerten." Der Rückhalt unter den ehrenamtlichen Helfern sei ungebrochen hoch.  

Für einen gewaltigen Einschnitt sorgt Corona auch im Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) am Exer. "Wir sagen alle Freizeitangebote, Beratungen, Veranstaltungen und Gruppenangebote bis zum Ende der Osterferien ab", erklärte ITZ-Leiter Thomas Stoch. Das betreffe auch die Angebote und Ausflüge des Familienentlastenden Dienstes (FED), der Therapie und der Autismusambulanz. "Die FED-Einzelbetreuung indes läuft weiter, denn durch die Schulschließung ist da ja ein ganz neuer Bedarf entstanden."  

In puncto Kinderbetreuung bietet das DRK seinen Mitarbeitern ab Montag einen besonderen Service, um die Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. "Ab 6 Uhr früh können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die über keine Kinderbetreuung verfügen, unser DRK-Betreuungsangebot nutzen", erklärte Andreas Ring. Diese Kinder werden in Kleingruppen im ITZ betreut. "Auch die im Einsatz befindlichen ehrenamtlichen Helfer unseres Katastrophenschutzes können diesen Service nutzen."  

Der Krisenstab richtete zudem einen Appell an die Mitarbeiter von Rettungsdienst und Pflege, ihre Urlaubswünsche bis nach Ostern zu reduzieren. Reisen in Krisengebiete seien zu überdenken und anzuzeigen.
"Wir hoffen auch auf die Bereitschaft der Kollegen, im Extremfall kurzfristig aus dem Urlaub zurückzukehren", sagte Horst Kiehne. Sämtliche Dienstreisen bis zum 18. April werden abgesagt.  

Das DRK-Solferino am Exer soll aufgrund des großen Außenbereichs und der entsprechenden Durchlüftung geöffnet bleiben – wenn dem keine behördliche Anordnung entgegensteht. Auch der beliebte Osterbrunch (13.  April) wird zunächst nicht abgesagt.    

"Darüber hinaus planen wir weitere Hygieneschulungen, an denen kurzfristig sämtliche Mitarbeiter verpflichtend teilnehmen werden", kündigte Andreas Ring an. Nach einer bereits in dieser Woche erfolgten Schulung für Mitarbeiter des Landkreises wird auch dort in der nächsten Woche eine weitere Schulung angeboten.

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news-279 Tue, 19 Nov 2019 12:28:22 +0100 DRK begleitet Grenzöffnungsfeierlichkeit in Mattierzoll https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/drk-begleitet-grenzoeffnungsfeierlichkeit-in-mattierzoll.html In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 30 Jahren versammelten sich am 12. November mehrere hundert Menschen in Mattierzoll. Die Schnelleinsatzgruppe unterstützte mit einem Stromgenerator die Redner. In Erinnerung an die Grenzöffnung vor 30 Jahren versammelten sich am 12. November mehrere hundert Menschen in Mattierzoll. Rund um das Gelände des ehemaligen Wachturmes tauschten sie Erinnerungen an die Zeit der Teilung und dem bewegenden Moment der Grenzöffnung aus. Mit dabei waren auch zwei Ehrenamtlichen der Schnelleinsatzgruppe vom DRK-Kreisverband Wolfenbüttel. „Neben der sanitätsdienstlichen Begleitung der Gedenkveranstaltung mit Personal und einem Krankenwagen stellten wir den Stromgenerator, mit dem die Mikrofonanlage betrieben wurde“, berichtet SEG-Leiter Dirk Jürges. Organisiert wurde die Veranstaltung unter anderem vom ehemaligen Wolfenbütteler Landrat und Landtag-Abgeordneten für die CDU, Ernst-Henning Jahn.  Als Redner waren neben dem Bundesminister a. D. Siegmar Gabriel auch die ehemaligen Landtagspräsidenten Jürgen Gansäuer aus Niedersachsen und Dieter Steinecke aus Sachsen-Anhalt zu Gast. „Einige unserer aktiven Mitglieder können sich noch daran erinnern, dass bei Winnigstedt Deutschland einfach zu Ende war“, erklärt Jürges.

Kreisbereitschaftsleiter Heiner Schumacher war damals 25 Jahre alt und für das DRK als Zugführer vor Ort. „Wir hatten die ersten Wochenenden in Mattierzoll eine Sanitäts- und Betreuungsstelle eingerichtet. Die DDR-Bürger standen oft lange im Stau und waren dankbar für die Möglichkeit zum Beispiel ihren Kindern die Windeln zu wechseln“, erinnert er sich. Auch das Technische Hilfswerk bezog bei ihnen in Mattierzoll Quartier und unterstützte mit kleineren Reperaturen an den Trabis. Auf dem Stadtmarkt in Wolfenbüttel richtete das DRK nach einer Weile eine Essensausgabe ein, an der es kostenlos Erbsensuppe gab. Das Engagement der ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Helfer wurde auch vom damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht gelobt, der sie bei ihrer Arbeit an den Hilfsstellen besuchte.

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news-185 Mon, 29 Apr 2019 18:19:44 +0200 Cinestar-Mitarbeiterinnen verkaufen Plakate für die Wolfenbütteler Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/cinestar-mitarbeiterinnen-verkaufen-plakate-fuer-die-wolfenbuetteler-tafel.html Die Helden aus den Kino-Blockbustern „Star Wars“ und „Spiderman“ kamen jetzt über einen Umweg der Tafel des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel zu Hilfe. Die Mitarbeiterinnen des Cinestar Wolfenbüttel, Ronja Kremling und Jennifer Krüger, hatten ehrenamtlich einen Flohmarkt organisiert und alte Kino-Plakate verkauft. Dabei kamen 605 Euro zusammen, die jetzt Juliane Liersch entgegennahm.

„Wir  nutzen das Geld für unser Projekt Tafel packt Babytasche“, erklärte Liersch, Koordinatorin des Eberts Hof, in dem neben der Tafel auch die Rotkreuz-Boutique zu finden ist. Mit „Tafel packt Babytasche“ unterstützt das DRK Frauen, die ihr erstes Kind erwarten und sich in einer finanziellen Notlage befinden. Von der Tafel erhalten die werdenden Mütter beispielsweise Windeln und Babynahrung.

„Bei Bedarf kaufen wir aber auch Kinderbetten und Matratzen“, erzählt Liersch. Zu den Abnehmern zählen beispielsweise Bewohnerinnen des Frauenschutzhauses, die teilweise von herzzerreißenden Schicksalen berichten. „Umso schöner ist es dann, diese Menschen lächeln zu sehen, wenn wir ihnen die Babytasche als Unterstützung überreichen“, so Liersch.

Die Rotkreuzlerin bedankt sich bei den beiden Cinestar-Mitarbeiterinnen und den vielen Kino-Kunden im Namen der Tafel. „Viele der Kunden haben für ihre Poster mehr als den angeschlagenen Preis bezahlt, als wir ihnen erzählten, für welches Projekt wir sammeln“, sagt Ronja Kremling.

Beim Verkaufstag sei viel los gewesen. Insbesondere die A2-Plakate zu den ausgelaufenen Filmen „Star Wars“, „Solo“ und „Bohemian Rhapsody“ seien sofort vergriffen gewesen. „Auch unsere Sammlung von Plakaten zu Anime-Filmen sind wir schnell losgeworden“, berichtet Kremling. Neben den Postern gab es auch Banner und kleine Aufsteller – zum Beispiel zum Spiderman-Film. „Es hat viel Spaß gemacht. Wir wollen solche Aktionen jetzt häufiger durchführen“, so Kremling.

Möchten Sie mehr über die Arbeit der Tafel Wolfenbüttel wissen?
Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Tafel Wolfenbüttel.

 

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news-184 Fri, 19 Apr 2019 11:54:59 +0200 Betroffene reden Klartext in ITZ-Vortragsreihe https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/betroffene-reden-klartext-in-itz-vortragsreihe.html Veranstaltungen mit Gee Vero, Hans Wocken und Raúl Krauthausen bilanzieren zehn Jahre UN-Behindertenrechts-Konvention. Es ist immer noch nicht selbstverständlich, dass Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam unterrichtet werden. In einigen Kommunen, Behörden und Betrieben wird zwar eifrig über Barrierefreiheit und Teilhabe gesprochen, umgesetzt wurde sie aber nicht überall.

„Die UN-Behindertenrechts-Konvention hat die Rechtslage für Menschen mit Behinderungen seit zehn Jahren deutlich verbessert“, sagt Thomas Stoch, Geschäftsführer der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH, „aber tatsächlich hat sich für die Betroffenen viel zu wenig geändert.“

Mit einer dreiteiligen Vortragsreihe rund um das Thema Inklusion will das DRK Wolfenbüttel die Situation weiter hinterfragen. Anlass ist auch das 10-jährige Bestehen des Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände. Zu diesem Anlass möchten Stoch und seine Mitarbeiter zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Es sei kein Zufall, dass der letzte Vortrag der Reihe, sozusagen als Höhepunkt, am Sonntag, 5. Mai stattfindet. Es ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen.

„Ich finde es wichtig, dass die Betroffenen dabei selbst zu Wort kommen“, erklärte Thomas Stoch, der sich über die Zusage von drei hochkarätigen Referenten freut. Gee Vero hat selbst Asperger und ist zudem Mutter eines autistischen Kindes. Raúl Krauthausen ist für viele Menschen mit Behinderungen ein Vorbild, er bündele die Wünsche und Hoffnungen einiger Betroffenen. Auch der bundesweit bekannte Bildungsexperte Hans Wocken wird in Wolfenbüttel zum Thema „Inklusion in der Schule“ Klartext reden.  

Flyer der Vortragsreihe zum Herunterladen.

Die Vortragsveranstaltungen

„Mein Leben mit Autismus – Ich, mein Selbst und die Anderen“ ist der Titel des Vortrags der Künstlerin Gee Vero am Donnerstag, 25. April.
Gee Vero wendet sich in ihrem Vortrag an alle Menschen, die sich der Herausforderung des Mitmensch-Seins mit autistischen Personen stellen. Sie berichtet über ihr Leben und über ihre Erfahrungen in dieser Gesellschaft. Zudem erklärt Gee Vero in ihrem Vortrag die neurologischen Abläufe, die Wahrnehmung entstehen lassen – und warum sie autistisches Verhalten als richtiges Verhalten sieht.
Wann?Wo? Donnerstag, 25. April, 18 bis 20 Uhr im DRK-Solferino, Am Exer 17, Wolfenbüttel.  

„Die inklusive Schule – Motive, Konzept, Bildungspolitik“ hinterfragt Prof. Dr. em. Hans Wocken am Donnerstag, 2. Mai.
Der Wissenschaftler war Professor für Behinderten- und Integrations-Pädagogik an der Universität Hamburg und erläutert, was es mit einer inklusiven Pädagogik und einer inklusiven Bildungspolitik auf sich hat. Hans Wocken geht der Frage nach, warum eine inklusive Bildung wichtig und erstrebenswert ist. In seinem Vortrag möchte er diskutieren, was eine inklusive Schule auszeichnet – und wie eine ideale inklusive Bildungslandschaft aussehen kann.
Wann?Wo? Donnerstag, 2. Mai, von 18 bis 20 Uhr im DRK-Solferino, Am Exer 17, Wolfenbüttel.

„Dachdecker wollte ich eh nicht werden!“, erklärt abschließend Raúl Krauthausen in seiner Lesung am Sonntag, 5. Mai. Der Berliner Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit arbeitet seit mehr als 15 Jahren in der Internet- und Medienwelt. Hier fordert er nachhaltig mehr Rechte, eine größere Selbstbestimmung und eine Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen. Bei seinem Besuch in Wolfenbüttel liest er einige Passagen aus seiner Biographie „Dachdecker wollte ich eh nicht werden! Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“ und erläutert Hintergründe zum neuen Kinofilm „Die Kinder der Utopie“. Vor und nach dem Vortrag ist Gelegenheit zu Gesprächen. Es gibt Getränke und kleine Leckereien aus der Küche des Inklusionsbetriebs DRK-Solferino.
Wann?Wo? Sonntag, 5. Mai, von 17 bis 19 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) im Hörsaal und Foyer der Ostfalia Hochschule, Am Exer 11, Wolfenbüttel.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos. 

10 Jahre ITZ

Die wesentliche Säule in den Angeboten der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH feiert 2019 ihr zehnjähriges Bestehen. Im Integrations- und Therapie-Zentrum (ITZ) sind am Standort Exer 19a in Wolfenbüttel zahlreiche Angebote rund um Therapie, Gesundheit, Beratung und Betreuung zu finden: Die Praxis für Ergotherapie, Autismus-Ambulanz, Schulassistenz, Fachgruppe Wohnen, der Familienentlastende Dienst (FED) und der Fachdienst berufliche Eingliederung leisten hier wichtige Hilfen für Betroffene und ihre Angehörigen. Weitere Informationen unter www.itz-drk.de

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news-181 Fri, 12 Apr 2019 14:59:54 +0200 Spende für die Tafel https://www.drk-kv-wf.de/aktuell/presse-service/meldung/spende-fuer-die-tafel.html Die Tafel des DRK-Kreisverbands Wolfenbüttel erhielt jetzt eine Spende über 500 Euro für das Projekt „Tafel packt Babytasche“. Das Geld stammt aus der Kasse des Ortsvereins Denkte. Die Vorsitzende Erdmuth Queißer hatte zur Scheck-Übergabe an Juliane Liersch zahlreiche Aktive aus ihrem Verein ins DRK-Solferino mitgebracht. „Wir treffen uns hier zum gemeinsamen Mittagessen als kleines Dankeschön für die ehrenamtliche Arbeit“, erklärt  Queißer. Die Mitglieder des DRK-Ortsvereins engagieren sich beispielsweise regelmäßig rund um die Blutspende oder bieten einen Besuchsdienst an.

„Ich bedanke mich im Namen der Tafel für diese großzügige Spende“, sagt Juliane Liersch, Koordinatorin des Eberts Hof, in dem neben der Tafel auch die Rotkreuz-Boutique beheimatet ist. Schon in den vergangenen Jahren gab es Spenden aus Denkte. „Letztes Jahr haben wir damit die Spielecke für Kinder im Eberts Hof eingerichtet“, erzählt Liersch.

In diesem Jahr fließen die 500 Euro in das Projekt „Tafel packt Babytasche“, das Frauen unterstützt, die ihr erstes Kind erwarten und sich in einer finanziellen Notlage befinden. Sie bekommen von der Tafel ein individuelles Paket, das viele der notwendigen Anschaffungen enthält, die man beim ersten Kind benötigt – beispielsweise Windeln und Babynahrung.

Bei Bedarf beschafft die Tafel aber auch Kinderbettchen und -wagen. „Die wollen wir von dem Spenden-Geld kaufen“, sagt Liersch und ergänzt: „Wer ein Kinderbett oder einen Kinderwagen übrig hat und für unser Projekt spenden möchte, kann uns die Sachen gerne im Eberts Hof zu den Öffnungszeiten vorbei bringen.“

Mehr Informationen über die Tafel und unsere Secondhand-Boutique erfahren Sie auf der Internetseite des Eberts Hof.

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