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Einsatzzug / SEG (Schnelleinsatzgruppe)

Kontakt

Heiner Schumacher

Tel. 05331 9750 200
Mobil 0172 8093384

heiner.schumacher@drk-kv-wf.de

Dietrich-Bonhoeffer-Straße 8
38300 Wolfenbüttel

Der einsatztaktische Wert des Einsatzzuges ist die Versorgung von bis zu 25 Verletzten (Triageverteilung nach Konsensuskonferenz) oder die Betreuung von bis zu 250 unverletzten Personen bis zu 24 Stunden in ortsfester Unterkunft. Der Einsatzzug bildet die Grundeinheit für überörtlich einsatzbare Verbände. Er kann organisationsübergreifend und bei Bedarf auch behördenübergreifend gebildet werden.

Der Einsatzzug besteht aus folgenden Gruppen bzw. Einheiten:

  • Führungstrupp
    • Sicherstellung der Kommunikation/Kooperation der Einheiten, über Lage- und Einsatzabwicklung 
    • Feststellung und Beurteilung der Lage im Einsatzfall
    • Auftragserteilung, Ergänzung und Regelung an die Einsatzeinheit bei der Einsatzabwicklung
  • Einsatzzug Sanität und Betreuung

    Der Einsatzzug Sanität und Betreuung besteht aus dem Zugtrupp, zwei Sanitätsgruppen und der Betreuungsgruppe.

    Die Sanitätsgruppen haben identische Aufgaben. Die Bezeichnung der ersten und zweiten Sanitätsgruppe ist rein organisatorisch bedingt und stellt keine Wertung dar. Die Sanitätsgruppen bilden Behandlungsstellen ab. In diesen Behandlungsstellen (BHS) werden Verletzte der Sichtungskategorien SK 1 (inkl. SK 4) und SK 2 nach den Grundsätzen der Katastrophenmedizin behandelt; analog zu der Rahmenkonzeption MTF. Jede Behandlungsstelle bildet fünf Plätze für Verletzte ab. Davon zwei bzw. drei Plätze der SK 1 und zwei bzw. drei Plätze der SK 2.

    Die Gruppe ist dafür technisch und medizinisch ausgestattet sowie ausgebildet. Der Betreuungsgruppe obliegen die Aufgaben des Unterkunftsdienstes und der Betreuung Betroffener sowie der Registrierung. Sie führt Unterkunftsmaterial für ortsfeste Unterkünfte für Betroffene sowie für die eigenen eingesetzten Kräfte des Zuges mit. Ihr obliegt die Betreuung der Betroffenen nach SK 3.

    Aufgaben der Sanitätsgruppe
    • führt benötigtes Material an die Einsatzstelle und unterstützt die Notärzte/RD-Personal bei der Versorgung der Verletzten
    • Schaffen von erforderlichen Infrastrukturen an der Einsatzstelle durch Errichten und Betreiben eines Behandlungsplatzes
    • Herstellung und Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit und Abtransport in umliegende Krankenhäuser
    Aufgaben der Betreuungsgruppe
    • Verpflegung und Betreuung von betroffenen Personen
    • Errichten und Betreiben von Notunterkünften
    • Sicherung der sozialen Belange der betroffenen Personen
    • Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) von betroffenen Personen
  • Ergänzungseinheiten:

    Ergänzungseinheiten:

    Die Grundeinheiten der Züge werden für den Aufwuchs zu einem Verband durch weitere Einheiten ergänzt. Die Ergänzungseinheiten bilden ergänzende taktische Einheiten, die einzeln einsatzbar sind oder für die Bildung überörtlich einsatzbarer Verbände des BHP 50 und BTP 500 benötigt werden. Die Verbände werden durch eine Verbandsführerin oder einen Verbandsführer mit einer Führungsgruppe geführt. Die Gruppe Logistik und Technik führt Technik und Material für den Einsatz des BHP 50, des BTP 500 und des Wasserrettungszuges mit. Die Verpflegungsgruppe versorgt zu betreuende Personen und die Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes mit Verpflegung für mindestens 250 Personen. Die Staffel Psychosoziale Notfallversorgung (Staffel PSNV) betreut traumatisierte Einsatzkräfte und Betroffene nach seelisch stark belastenden Ereignissen. Die Patiententransportstaffel transportiert bis zu sechs Verletzte mit der Fähigkeit je einen sitzenden und einen liegenden Patienten zu transportieren. Sie hat die Fähigkeit, auch Transporte auf nicht befestigten Straßen durchzuführen. Die Patiententransportstaffel kann insbesondere für überörtliche Transportaufgaben eingesetzt und bei Bedarf kombiniert werden.

  • BHP 50

    Behandlungsplatz 50 Niedersachsen

    Der einsatztaktische Wert des BHP 50 ist die medizinische Versorgung von 50 Patienten pro Stunde mit zwei Durchläufen (Triageverteilung nach Konsensuskonferenz). Der BHP 50 Niedersachsen setzt sich aus zwei Einsatzzügen Sanität und Betreuung, der Ergänzungseinheiten Führungsgruppe sowie der Gruppe Logistik und Technik zusammen. Der BHP 50 Niedersachsen ist nicht Teil der MANV-Komponenten des erweiterten Rettungsdienstes, sondern Einheit des Katastrophenschutzes.

    Der BHP 50 Niedersachsen untersteht im Einsatzfall der ÖEL nach § 7 NRettDG oder im Katastrophenfall der eingesetzten Technischen Einsatzleitung nach § 22 NKatSG. Die Behandlungsstellen (BHS) aus den Sanitätsgruppen werden im BHP 50 ebenfalls aufgegriffen und versorgen Verletzte der Sichtungskategorien SK 1 (inkl. SK 4) und SK 2 nach den Grundsätzen der Katastrophenmedizin. Nach aktueller Verteilungsempfehlung der Konsensuskonferenz jeweils zehn Patienten SK 1 und zehn Patienten SK 2.

    Der BHP 50 muss 50 Patienten pro Stunde in zwei Durchläufen versorgen können. Er setzt sich nach dem Baukastenprinzip zusammen aus:

    • Führungsgruppe
    • Gruppe Logistik und Technik
    • 2 x Einsatzzüge Betreuung und Sanität  10/12/58/80
  • BHP500

    Betreuungsplatz 500 Niedersachsen

    Für Betreuungseinsätze wurde der Betreuungsplatz 500 konzipiert, der bis zu 500 betroffene Personen betreuen und versorgen kann. Auch hier werden die Grundeinheiten des Sanitäts- und Betreuungszuges mit den Ergänzungseinheiten kombiniert. So bilden zwei Züge Sanität und Betreuung sowie die ergänzenden Einheiten Führungsgruppe, Gruppe Logistik und Technik und zwei Verpflegungsgruppen den Betreuungsplatz 500 Niedersachsen ab. Der BTP 500 NDS ist in der Lage, innerhalb von 12 Stunden in einer Liegenschaft mit festen Gebäuden behelfsmäßig bis zu 500 Personen

    • vorläufig oder zeitlich begrenzt (mind. 48 Stunden) unterzubringen
    • zu betreuen und zu verpflegen
    • sanitätsmäßig zu versorgen

    Er setzt sich nach dem Baukastenprinzip  zusammen aus:

    • Führungsgruppe
    • 1 Gruppe Logistik und Technik
    • 2 Gruppen Verpflegung
    • 2 Einsatzzüge Betreuung und Sanität